Monatsarchiv: Dezember 2018

16.12.2018

Na endlich der erste Schnee. Die meisten unserer Hunde waren total euphorisch und für manche wie Holly z.B. die noch nie zuvor Schnee gesehen und erlebt hat, war das besonders spannend. Holly war überzeugt, das weiße Zeugs ist zum essen da. Bis jetzt haben wir keine Anzeichen von Bauchweh…

Andere wie Franny, die kaum Fell auf den Pfoten hat, waren not amused. Sie setzte den ersten Fuss raus, der landete im Schnee und schwupps, direkt rumgedreht und wieder ab ins warme Nest. Hampi war total entsetzt. Es sah aus, als würde er auf einer heißen Herdplatte laufen, so sehr gab er sich Mühe, dass seine Pfoten möglichst kurz mit dem kalten weißen Zeugs in Berührung kamen. Sah wirklich sehr komisch aus… 😉

Gestern kamen die letzten Hunde für dieses Jahr an. Drei aus Bilbao und drei aus Bulgarien. Die drei Spanier sind jedenfalls Schneefans, die drei Bulgis, die schon ettliche harte Winter an der Kette im Tierheim in Ruse verbracht haben, zogen dagegen das warme Hundehaus mit den gemütlichen Betten vor. Ein ungekannter Luxus, den sie sehr genießen.

Heute möchte ich euch zuerst die Spanier vorstellen, denn von ihnen konnten wir schon ein paar Bilder machen.

Da ist die freundliche Tatu, ein dreijähriges Griffonmädel. Sie hatte vor nicht allzu langer Zeit Welpen. Die Hündinnen sind danach meist sehr ausgezehrt und das sieht man auch an ihrem schütteren Fell. Tatu wird jetzt erstmal schön aufgepäppelt und dann wird sich ihr Pelzchen bald erholt haben.

Dann die süße Josie, ein super nettes, unverdorbenes Hundekind von fünf Monaten, die vorhat mal richtig groß zu werden.

 

 

 

 

 

 

Und als letzter im Bunde der anderthalb jährige Hütehundmischling Jeff – the Batman.

Die drei waren wegen völliger Überfüllung der Perrera sehr beengt untergebracht und genießen es jetzt in vollen Zügen so viel Freiheit und Platz zum toben zu haben.

Morgen lernt ihr die drei Bulgis kennen. Bis dahin, für euch Alle einen guten Start in die neue Woche.

 

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14.12.2018

Die beiden unbefangenen Mädels Pixie und Flip tun Dulci gut. Sie beginnt mit den beiden zu spielen und ist heute schon viel lockerer drauf gewesen als gestern. Sie hat jetzt wieder eine positive Erfahrung gemacht und sich entschieden, sich auf ihre neuen Gefährten einzulassen. Das ist gut und bringt Dulci wieder ein Stückchen weiter.

Gestern fand in der Entega Zentrale in Darmstadt die Preisverleihung statt. Wir erinnern uns, wir hatten in unserer Region dank höchst motivierter Unterstützer den ersten Platz geholt 🙂  Als ich hier gegen Mittag losfuhr war auf der A 67 in der Gegenrichtung ein Kieslaster umgekippt, was zu einer Totalsperrung der Autobahn führte. Auf dem Hinweg hat mich das noch recht wenig beeinträchtig, dafür auf dem Rückweg um so mehr, denn die Autobahn war bis in die Abendstunden gesperrt und alle umliegenden Bundes- und Landstrassen waren natürlich auch komplett verstopft. Gute dreieinhalb Stunden brauchte ich für die 53 Km und es wäre noch um einiges länger geworden, hätte ich mich nicht über Land und viele Umwege zur Fähre nach Oppenheim durchgeschlagen. Letztlich habe ich es gerade geschafft, pünktlich zum füttern da zu sein. Und das ist für die Hunde schließlich das Wichtigste 😉

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13.12.2018

Opa Walt ging es heute wieder etwas besser, zumindest hatte er keinen weiteren Krampfanfall. Seine Knochen, Wirbelsäule und Gelenke sind leider in jeder Hinsicht völlig hinüber und zeitweise kann er kaum noch aufstehen. Isa hat Walt gestern eine Nerven Akkupunktur gemacht aber das reißt halt auch leider nicht mehr viel. Das Einzige was wir tun können, ist ihn schmerzfrei zu halten.

Kitty hatte gestern ihre Zahnsanierung und musste zwei ihrer Beisserchen beim Tierarzt zurück lassen. Da sie eh in Narkose lag haben wir noch ihr rechtes Knie röntgen lassen, da sie ziemlich humpelt und zeitweise das Bein total entlastet. Es wurde eine heftige, weit fortgeschrittene Arthrose im Knie festgestellt. Wir werden sehen, ob ihr eine zeitweise getragene Bandage helfen kann und werden alles tun, damit alles in erträglichem Rahmen bleibt.

Heute war mal wieder für einige Hunde ein Umzug angesagt. Die beiden hübschen Schwestern Enja und Dulci haben zwar vorher auf einer Pflegestelle mit 11 anderen Hunden zusammen gelebt, da aber beide sehr unsicher mit neuen Hunden sind, haben wir den Eindruck, das das den Beiden eher zuviel war und nicht immer so ganz glücklich gelaufen ist. Jedenfalls war es Zeit die Schwestern zu trennen, damit sie sich besser entwickeln können. Und so zogen heute Pixie, Archie und Flip bei Dulci ein, die die ersten Stunden not amused war und sich grummelig in einer Ecke verschanzte. Es war sehr hilfreich, dass sich Pixie und Flip von so einem Verhalten überhaupt nicht beeindrucken lassen und einfach fröhlich rumgetobt sind. Archie ist ja eh ein ruhiger Vertreter, der sich raushält und eher beobachtet. Auch wenn Dulci natürlich ihre Schwester und Rudi vermisst, es hilft nichts, es ist wichtig, dass die Mädels was lernen und sicherer werden. Die Gruppe wird sich schnell stabilisieren, da sind wir sicher und Dulci wird daraus hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen.

 

 

 

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12.12.2018

Sorry, aber mir ist heute nicht so nach viel schreiben.

Opa Walt hat die letzten Tage sehr abgebaut und hatte heute Abend einen heftigen Krampfanfall. Es sieht nicht gut aus. Waigel hängt ziemlich durch, wir wissen aber noch nicht was Sache ist und bei Oma Anis hat sich ein mehr als faustgroßer, steinharter Tumor am Ende der Kehle zur Brust hin gebildet. Er ist nicht operabel und das alte Mädchen fängt zunehmend an zu husten…..  Dieses Jahr hats echt in sich und es ist noch nicht zu Ende….

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11.12.2018

Gestern haben wir zwei einsame Herzen zusammengeführt. Darius teilt seine Wohnung jetzt mit der Frau Beck 🙂 Es ist immer wieder erstaunlich, was die Altersmilde, hier besonders bei Becky, bewirkt. Sie hat ihn beim ersten Kennenlernen zwar erstmal angeraunzt und angerempelt aber Darius hat direkt mit einer Spielaufforderung geantwortet und dann war bei Beckchen die Luft raus 😉

Darius gab und gibt sich große Mühe die ältere Dame zum spielen zu bekommen aber Becky ist da eher konservativ und lässt es langsam angehen, denn schließlich kann man sich nicht gleich am zweiten Tag duzen, das gehört sich einfach nicht und Ordnung muss sein. Jedenfalls benehmen sich die beiden ganz entspannt miteinander und Beckchen freut sich, dass sie wieder eine Hütte hat in die sie sich zurück ziehen kann, vor allem weil sie Langschläfer ist 😉

Ihr wollt noch eine zweite gute Nachricht? Ok, könnt ihr haben 🙂

Das Lenimädchen ist am Sonntag ausgezogen und bei unserer Helferin Anne und ihrer Familie eingezogen. Ihre neue Kumpeline Olive eine zweijährige Entlebucherhündin war total begeistert, dass ihr neues “Spielzeug” endlich “geliefert” wurde. Es war unser großer Wunsch Leni zu einem anderen Hund zu vermitteln, da sie dringend einen Hundekumpel braucht der ihr draußen Sicherheit gibt. Das klappt ganz super und Olive macht einen prima Job.

 

Leni hat nun endlich die Chance auf ein schönes Leben eingebettet in eine liebevolle Familie und mit vierpfötigem Beistand. Die Zeit an der Kette in dem bulgarischen Tierheim ist Vergangenheit, jetzt wird nach vorne geschaut und jeden Tag ein Stückchen neue Welt entdeckt. So geht Leben liebe Leni. Wir sind sicher, du wirst dein neues Leben geniessen und immer ein Stückchen selbstbeswusster werden, die Aussichten dafür standen nie besser.

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10.12.2018

Es ist immer wieder unglaublich was sich liebe Menschen für eine Mühe machen, um den Hunden und damit natürlich auch uns eine Freude zu machen. Jettes Patin Frau S. ist schon mehrmals den weiten Weg von Trier gekommen, das ganze Auto voll mit Leckereien und anderen tollen Dingen. Als wir ihr letztes Paket öffneten, haben wir ganz schön gestaunt. Mit viel Liebe hat Frau S. einen Adventskalender für Jette und ihre ganzen Kumpels gebastelt. Das gute Stück wiegt weit über 10 Kg und wenn wir das alles verfüttert haben, muss sicher der ein oder andere etwas auf Diät 😉 Wir sagen ganz herzlichen Dank für diese wunderbare Idee!!!

 

Wie auch die letzten Jahre bieten wir euch die Möglichkeit ein schönes und Glück stiftendes Weihnachtsgeschenk zu verschenken. Neben unserem Kalender für 10 € gibt es Geschenkpatenschaften, die ihr ab 35 € einmalig für ein Jahr verschenken könnt. Nennt uns einfach den Hund den ihr bedenken möchtet und an wen die Geschenkurkunde gehen soll.

Dieses Jahr möchten wir euch noch eine zweite Möglichkeit anbieten, nämlich eine Ausreisepatenschaft für einen Hund aus dem Shelter in Shanghai. Die Lage dort ist dramatisch, denn die chinesische Regierung zahlt in vielen Regionen inzwischen ein Kopfgeld für jeden getöteten auf der Strasse angetroffenen Hund. Im Shelter sitzen derzeit viele große Hunde und man hat Katherine, der Shelterbetreiberin gedroht, dass man ihr Shelter schließen werde, wenn sie nicht die großen Hunde wegbekommt.

  Gerade für die großen Hunde sind die Transportkosten per Flug sehr hoch, sie belaufen sich auf  350,00 € und dazu noch weitere 100,00 € für den Gesundheitscheck bei den Behörden, plus dem Reisekrankheitentest der hier gemacht wird, somit entstehen Kosten von 500,00 €. Das können wir alleine nicht stemmen und deshalb wäre es super schön, wenn ihr uns mit der Übernahme einer Ausreisepatenschaft dabei helfen könntet für die ein oder andere Nase dort im Shelter eine schöne Zukunft zu sichern. Mit der Spendenaktion im letzten Jahr konnten wir neun allesamt äußerst liebenswerten chinesischen Hunden zu einem geliebten Leben in Sicherheit verhelfen. Bitte helft uns auch dieses Jahr ein kleines Weihnachtswunder wahr werden zu lassen.

Und wenn ich schon am “betteln” bin, wir bräuchten dringend wieder Strohballen für die Hundehäuser. Die großen Rundballen können wir nicht trocken lagern, deshalb müssen es die kleinen, rechteckigen Strohballen sein. Bitte hört euch mal um, es wäre dringend.

 

 

 

 

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09.12.2018

Mein großer Schnubbel Caio ist ausgezogen. Als er gestern Morgen missmutig aus dem Schieber vom Hundehaus rausschaute und den Regen und Sturm betrachtete meinte Caio: Christian hol den Wagen, ich geh packen und dann fahren wir endlich ins neue Zuhause 😉

Gesagt, getan, denn schließlich wurde Caio von einer netten Familie und zwei fröhlichen Hundedamen sehnsüchtig erwartet.

Mein lieber, wunderbarer Bollerkopp, nun geht das gute Leben los. Wir haben mit unserer Physio Isa die Vorarbeit geleistet, damit du nun endlich dein Leben genießen kannst. Haben aus einem völlig abgeschalteten, verfetteten  Hund, der fast nur Alleinsein und Vernachlässigung kannte wieder einen fitten, lebensfrohen Hundemann gemacht.

Du warst uns allen hier und gaaanz besonders mir seeehr ans Herz gewachsen, da mussten schon verdammt nette Menschen kommen. Und sie kamen. Jetzt bist du Teil einer richtigen Familie, hast deine Kumpelinen und Menschen, die alles dafür tun werden, dass es dir gut geht und an nichts fehlt.

Und da unser alten Captain Flint, dem du mit deiner Blutspende vor einiger Zeit das Leben gerettet hast, ja noch bei uns ist und mir jede Nacht den Rücken wärmt, bist du auch irgendwie immer noch da und neben mir. Das ist schön!!!

So, ehe ich jetzt zu rührselig werde, machs gut Großer, du bist ein ganz besonderer Hund, ein Herz aus Gold und so manches Mal wünschte ich, ich hätte deine Gelassenheit.  Ich werde an dich denken, wenns mal wieder in mir brodelt, vielleicht hilfts…;-) Dicken Knutscher an den besten Caio zwischen Upsala und Kapstadt von deinen Wörrstädtern und ein tolles Hundeleben mit viel Liebe, Fürsorge und Freude.

 

 

 

 

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07.12.2018

Direkt vor dem Sommerfest ging es unserem Aylamädchen so schlecht, dass wir dachten sie einschläfern lassen zu müssen. Nichts ging mehr. Man kann aber eine langjährige Gefährtin nicht einfach mal so zwischen Tür und Angel mitten in dem ganzen Trubel ums Fest auf den letzten Weg schicken kann. Dazu braucht es Ruhe, Innehalten und da sein.

Und dann rappelte sich Ayla wie Phoenix aus der Asche wieder hoch. Noch nie haben wir einen Hund sich so ins Leben zurück kämpfen gesehen. Es wurde jeden Tag ein kleines bisschen besser. Ayla bekam ihren Buggy und hatte wieder so viel Freude am Leben.

In den letzten Wochen schwankte Aylas Gesundheitszustand stark. Mal richtig schlecht, mal wieder ganz gut. Ihr Problem war zunehmend, dass sie schlecht Luft bekam. Die Asthmamedikamente und Cortisonspritzen halfen alles im Rahmen zu halten.

Heute Morgen ging es Ayla so schlecht, dass wir die Tierärztin kommen liessen. Währendessen konnte ich Aylas Kreislauf stabilisieren und auch die ärgste Luftnot war weg. Als die Tierärztin dann da war, schaute Ayla wieder munter und wach und bekam eine Cortisonspritze. Heute Abend zur Fütterzeit aber war es wieder richtig schlimm. Um 21.15 blieb Aylas Herz stehen und sie machte sich auf den letzten Weg.

Viereinhalb schöne Monate hat die Kämpferin Ayla dem Tod nochmal abgetrotzt. Aber irgendwann ist es soweit und das war heute Abend. Wir waren Aylas Familie und alle haben sie von Herzen geliebt. Nun hat sie sich auf den Weg gemacht und lässt einen ratlosen Darius zurück. Wir müssen schauen, wie wir ihn auffangen.

So wie auf den Bildern, mit deinem fröhlichen Lachen und deinen blitzenden blauen Augen wollen wir dich in Erinnerung behalten. Du warst lange ein Teil unserer Tierheimfamilie. Du wirst uns und Darius sehr fehlen.

Aber jetzt bist du wieder frei, kannst wieder rennen und schnaufen. Dort auf der anderen Seite brauchst du keinen Buggy mehr. Jetzt ist alles wieder ganz leicht und das ist gut so. Kommt gut rüber Aylamädchen und grüss all die anderen Wörrstädter von uns. Wir sehen uns, irgendwann….

 

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05.12.2018

Es ist immer wichtig gut auf die Hundesenioren zu achten, ganz besonders was die Zähne angeht, denn der Zahnstein besteht aus bakteriellen Belägen, die sich negativ aufs Herz auswirken können. Deshalb bekam heute unser Röslein seine Zahnsanierung. Sie ist zwar schon 15 aber ihr Herz ist noch prima und so war auch die kurze Narkose zu verantworten. Der Blick den sie mir heute Morgen zuwarf als sie feststellte dass alle einen vollen Napf vor sich hatten, nur sie nicht, der war eine Mischung aus Entsetzen, Entrüstung und ehrlich beleidigt sein… Aber was hilfts. Jedenfalls hatte Rosi Glück und konnte alle ihre Beisserchen behalten so gut waren noch alle in Schuß. Nur der viele Zahnstein kam ab und nun kann Rosi wieder lachen, nee heute noch nicht, aber Morgen wird das wieder gehen, spätenstens nach dem Frühstück 😉

Heute ist der internationale Tag des Ehrenamtes und wir und unser Team und alle unsere ehrenamtlichen HelferInnen haben dieses Jahr wieder eindrucksvoll gezeigt, was ehrenamtliches Engagement bewegen und bewirken kann.

Da ist so vieles an jedem einzelnen Tag im Jahr, was ohne die Unterstützung unserer Ehrenamtler nicht zu bewältigen wäre, neben der ganzen Arbeit und den Instandhaltungsmaßnahmen im Hundeheim,die Flohmärkte, unser Verkaufsstand auf anderen Veranstaltungen und den großen Festen ganz zu schweigen.

Freud und Leid miteinander teilen, auch füreinander da zu sein, trotz all der Arbeit auch Spaß  miteinander zu haben, sich über jeden kleinen Fortschritt unserer Schützlinge freuen, sich verantwortlich fühlen für das Wohlergehen unserer Hunde und auch unser Gäste. Es ist so unendlich viel was da alles dazu gehört.

Und deswegen sagen Christian und ich einmal mehr von Herzen DANKE. DANKE dass es euch gibt, dass ihr uns und den Hunden die Treue haltet und auch in schwierigen Zeiten an unserer Seite steht und wir immer auf euch zählen können. Nur so kann all das hier Bestand und eine Zukunft haben.

 

 

 

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04.12.2018

Wir lieben Mischlinge. Das sind einfach Unikate von oft unverwechselbarer Optik. Manchmal gibt es allerdings Mischungen von optisch so konträren Elterntieren, dass es eine Vermittlung schwierig macht.

So eine “verrückte” Mischung kam im September 2009 bei uns an. Die Mutter eine Boxerhündin, der Vater ein Galgo. Das Problem bei der Vermittlung war, das Windhundfreunde mit dem Temperament eines Boxers nichts anzufangen wissen und Boxerfans die Windhundoptik nicht anspricht. Und so interessierte sich leider niemand für dieses fröhliche Powerpaket.

Dann kam im Sommer 2012 ein großer, bösartiger Tumor am linken Vorderbein dazu. Er wurde entfernt und Dank regelmäßiger homöopathischer Nachbehandlung kam nie wieder etwas zurück.

Im September 2012 war es endlich soweit, Cathay durfte bei unserer Helferin Sylvi einziehen.

Vorgestern am 2. Dezember schlief Cathay Morgens um 06.00 in Sylvis Armen für immer ein. Sechs Jahre, zwei Monate und acht Tage waren die beiden unzertrennlich. Vor einigen Monaten verschlechterten sich Cathays Nierenwerte dramatisch aber es war den beiden noch ein schönes und sehr intensives Vierteljahr vergönnt.

Cathay du warst wirklich ein besonderes Hundemädchen, selbstbewusst und stolz, dickköpfig und kämpferisch, aufgeben kam für dich nie in Frage. Ihr seid den Weg gemeinsam bis zum Ende gegangen und du hast entschieden wann es Zeit war. Jetzt bist du frei von allen Gebrechen des Alters. Viele ehemalige Wörrstädter werden Spalier stehen um dich zu begrüßen und sie werden sich schon auf ein flottes Spiel mit dir freuen. Bleib so wie du warst Süße. Wir sehen uns…

Sylvi möchte dir noch ein paar Worte mit auf den Weg geben:

“Meine geliebte Cathay,

als Du im Sept. 2012 bei mir eingezogen bist, hattest Du schon über 4 Jahre Tierheim-Aufenthalte hinter Dir. Du warst so voller Energie und Kraft und hast es geliebt, auf der großen Wiese Deine Runden zu rennen. Unsere vielen Ausflüge, die Waldspaziergänge, die Weinberge rauf und runter, kreuz und quer. All das – und auch gerne im Dunkeln – hat uns unbeschreiblich viel Spaß gemacht. Schon damals hattest Du am rechten Vorderbein einen Tumor, der aber erfolgreich operiert werden konnte und der auch nicht mehr zurück kam. Aber mit den Jahren kamen neue Baustellen, vor allem die Niereninsuffizienz. Mit passendem Nierenfutter (und Du warst so schnäckelig wink) und weiterer Therapie hatten wir die Werte recht gut im Griff. Dann aber nach rund 3 Jahren, schlug das chronische Nierenversagen Anfang September gnadenlos zu. Trotz sofortiger Maßnahmen lautete die “Diagnose”: … “macht Euch noch ein paar schöne Tage….” . Das Unausweichliche war nun eingetreten. Und dann zeigtest Du mal wieder, welchen starken Lebenswillen Du hattest und hast gekämpft. Und daraus wurden nochmal 3 tolle Monate, in denen wir noch fester zusammen gewachsen sind. Doch es zehrte sehr an Deinen Kräften, Du hast sehr schnell an Gewicht verloren. Heute Morgen dann in der Frühe hast Du Dich auf den Weg gemacht, über die Regenbogenbrücke zu gehen und ich bin nicht von Deiner Seite gewichen. Mein geliebtes Cathy-Mädchen, nun bist Du frei von Beschwerden und Schmerzen und kannst wieder fröhlich über die Wiesen toben. Ich weiß nicht, wie es ist, ohne Dich, aber Du fehlst mir so unbeschreiblich. Leb wohl bis wir uns wiedersehen, mein Seelenhund. Ich trage Dich für immer und ewig in meinem Herzen. Grüß Deine Kumpels, die schon vor Dir gegangen sind, von mir.

 

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