Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

22.03.2019

Wenn ein Hund wie unser Rolo plötzlich nur gaaanz langsam sein Futter mümmelt, dann stimmt was nicht. Kurz vor dem Abendessen hatte er schon den 10 Liter Wassereimer im Wohnzimmer umgeschmissen 🙁 weil er den Kiefer heftig am Rand des Eimers rieb. Rolo sabberte wie verrückt, war total unruhig und schaute recht unglücklich aus der Wäsche.

Rolo war zwar nicht sehr kooperativ als wir ihm dann ins Maul schauten aber wat mut dat mut. Und dann haben wir den Übeltäter gesehen. Ein Stück Holz steckte quer im Oberkiefer fest. Mit Hilfe einer Rohrzange haben wir das Teil dann entfernen können und die Erleichterung bei Rolo war groß.

Erschöpft hat er dann erstmal ne Runde geschlafen und jetzt ist die Welt wieder in Ordnung. Das Frühstück Morgen wird Rolo sicher wieder in gewohntem Tempo inhalieren 😉

 

So und jetzt zückt alle mal die Kalender, damit ihr gleich unsere nächsten Veranstaltungen eintragen könnt:

Am 5. Mai gibt es ein geselliges Beisammensein mit Flohmarkt und lecker Kaffee und Kuchen. Während Herrchen und Frauchen auf witzige, nützliche, schöne und lang gesuchte Dinge Jagd zu Schnäppchenpreisen machen, können die Hunde vergnügt auf der großen Wiese toben.

Am 1. Juni haben wir uns für euch mal was Neues einfallen lassen. Während die Vierbeiner gemütlich Zuhause ein Schläfchen halten gehen die Hundeeltern zur Oldie-Schlager-Night zum mitsingen und tanzen. DJ Naui wird uns allen ordentlich einheizen. Wir hatten bereits einen Probelauf und es hat mega Spaß gemacht. Stattfinden wird das Ganze in der Gemeindehalle in Stadecken-Elsheim. Näheres dazu in Kürze.

So und jetzt ab ins Wochenende, na ja, ihr zumindest…

 

 

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21.03.2019

Recht hast du liebes Lottamädchen. Nach so vielen Jahren an der Kette hat man keine Zeit zu verschwenden. Aber das war schon sehr rasant, sechs Tage nach deiner Ankunft ins neue Zuhause zu ziehen.

Ihre neuen Menschen hatten über 13 glückliche Jahre mit einem ehemaligen Wörrstädter, dem Schäferhund Theo den sie damals sechs Monate jung von uns adoptierten.

Nun sollte es eine Nummer kleiner sein und Lotta hatte es mit ihrem Charme den beiden sofort angetan. Die Maus spazierte mit größter Selbstverständlichkeit durch die offene Haustür und inspizierte ganz in Ruhe alles eingehend. Sie hat sich gleich  Zuhause und wohl gefühlt. Liebe Lotta ab jetzt ist jeder Tag dein ganz persönlicher Weltglückstag 🙂

 

 

 

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20.03.2019

Heute ist der Weltglückstag. Für den einen Hund ist es ganz normal wenn er seine Enten-Shrimps-Irgendwas-Pate mit Petersiliensträusschen von Frauchen serviert bekommt, für viele Hunde ist es Glück wenn es hin und wieder etwas zu fressen gibt.

Die einen “residieren” in den komfortabelsten und teuersten Hundebetten, viele andere sind froh, wenn sie Unterschlupf in einer Erdhöhle finden. Glück ist nie gleich und gerecht verteilt, weder bei Mensch noch bei den Tieren.

Glück hat nichts mit Geld zu tun. Es sind nicht die großen Dinge, es sind die vielen Kleinigkeiten die das Leben schön und lebenswert machen. Für einen Tierheimhund ist Glück etwas anderes als für einen der ein tolles Zuhause hat. Aber auch Tierheimhunde können und sollen glücklich sein. 10 Minuten die man sich nur für einen von ihnen Zeit nimmt, nur für ihn da ist, das Betthupferl, ein Ausflug mit unseren Helfern oder Paten, ein ausgelassenes Bad im Teich, ein neues Spielzeug, ein neuer Hundekumpel mit dem man sich ganz besonders gut versteht, ein entspanntes Sonnenbad, das Zurückziehen können in ein warmes, kuscheliges Hundebett im Warmen, wenns draußen in Strömen regnet und kalt ist, Zeit mit seinem Lieblingsmenschen zu verbringen und so unendlich viel mehr.

Wir alle hier bemühen uns jeden Tag, dass unsere Hunde Glücksmomente haben. Das Strahlen und Lachen, das offensichtliche Wohlfühlen unserer Schützlinge das ist dann wiederum das was uns glücklich macht.

Für unser Lottamädchen war heute ihr ganz persönlicher Weltglückstag, denn sie hat heute ihre neue Familie gefunden und wird Morgen umziehen.

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19.03.2019

Das war genau das richtige Wetter heute um bei strahlendem Sonnenschein unsere Neulinge zu fotografieren.

Die drei Spanier habt ihr ja bereits kennengelernt, fehlen noch die drei Bulgis aus dem Kettentierheim von Ruse.

Fröhlichkeit und immer gute Laune haben einen Namen, Tessa, ein dreijähriges Huskymixmädel. An der Kette hängen war blöd aber reden wir nicht mehr drüber, Schwamm drüber. Tessa hat das alles ganz locker weggesteckt und genießt jede Sekunde in vollen Zügen. Steckt mit ihrer lebhaften Art die anderen an, animiert sie zum Spiel und tut einfach allen gut.

Der knapp achtjährige Portos hatte da schon mehr zu knabbern. Er musste ziemlich lange an der Kette ausharren und war nach der Reise erstmal ganz schön beeindruckt und verunsichert. Aber Tessa hat ihn einfach an die Pfote genommen und inzwischen ist der liebe Hundebub aufgetaut.

Und dann wäre da noch die zauberhafte neunjährige Lotta, ein mittelgroßes Schäferhundmixmädel. Was ein Sonnenschein von Hund! Ausgeglichen, fröhlich, mit allem und jedem freundlich. Sie hatte wahrlich kein schönes Leben bisher aber sie trägt eine unerschütterliche Liebe zu den Menschen und allem um sie herum in sich. Einfach nur bewundernswert diese Zaubermaus.

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18.03.2019

Die Windelhöschen für unsere undichten alten Mädchen sind klasse aber so kommt leider auch jede Menge zusätzlicher Müll zusammen. Wenn man ein Baby Zuhause hat, bekommt man vom Abfallentsorger wegen der vielen Windeln zusätzliche Windelsäcke. Und da hab ich gedacht, ich frag da doch mal nach. Die Seniorinnen sind zwar keine Babys aber das Müllproblem das Gleiche. Nach Auskunft des Abfallwirtschaftsbetriebes gibt es die Satzung nicht her, uns in diesem Fall mit Windelsäcken zu unterstützen, da müssten wir schon extra Volumen dazu kaufen. Schade, wär ja auch zu schön gewesen…

Wir haben unsere Suche nach einer Transportmöglichkeit für den Bagger auf facebook gepostet und es sieht so aus, als ob sich da eine gute Lösung abzeichnet. Also bitte gaaanz feste die Daumen drücken!!!

 

So, jetzt aber zu den nächsten zwei Neuzugängen, den Brüdern Tino und Tapas. Die beiden hübschen Buben sind zweineinhalb Jahre jung, super verträglich mit Hunden und Katzen und einfach nur lieb. Tino ist ein sanfter Schmuser und sucht viel Nähe. Tapas ist mit Menschen etwas zurückhaltend aber verspielter mit Hunden. Die Jungs haben eine enge Bindung zueinander und geben sich gegenseitig viel Sicherheit. Sie sind echte Schätze und es wäre schön, wenn sich bald die richtigen Menschen für die beiden finden würden. Sie werden auch getrennt vermittelt aber viel schöner wäre es natürlich, wenn sie zusammen bleiben könnten.

 

 

 

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17.03.2019

Gestern kamen fünf neue Schätze an, die nun von uns aus ihr neues Zuhaue suchen und natürlich unser neuer Gnadenhof Mitbewohner Momo. Das Wetter war ja leider ziemlich bescheiden, so dass es sich mit dem fotografieren noch nicht gelohnt hat und die Handybilder die wir haben, müssen noch was bearbeitet werden.

Aber zumindest von Momo haben wir was. Er ist ein super lieber Senior, für seine Größe und seine 11 Jahre noch sehr fit. Da er die 10 Jahre in seiner Familie als Einzelhund gelebt hat und nur das letzte dreiviertel Jahr im Tierheim Hundegesellschaft hatte, war das Kennenlernen von 13 neuen Hunden für ihn ganz schön anstrengend, aber er hat es gut gemacht und den anderen zu verstehen gegeben, wenn er eine Pause oder etwas mehr Abstand brauchte. Unsere Haustruppe ist da ja eh sehr gelassen und hat Momo gleich verstanden.

Als wir am Abend alle Hunde ins Haus geholt haben, war Momo plötzlich weg. Alles abgesucht, kein Momo. Gefunden haben wir ihn letztlich oben im Schlafzimmer im Bett… Momo hat sich Christian als Lieblingsmensch ausgesucht und weicht ihm nicht von der Seite. Man merkt ihm an, wie sehr er diese Nähe und Zuwendung vermisst hat und wie sehr er es jetzt genießt.

Willkommen lieber Momo, schön, dass du nun bei uns bist!

 

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15.03.2019

Heute Morgen kam die Hiobsbotschaft, Perdi kann nicht reisen, es geht ihm zu schlecht. Perdi hat sehr stark erhöhte Ammoniakwerte, die neurologische Ausfallerscheinungen hervorrufen können. Jetzt müssen wir schauen wie es weitergeht und hoffen, dass die Ärzte es bald in den Griff bekommen.

Manchmal fragt man sich, was so in den Köpfen der Menschen vor sich geht. Wir hatten heute einen Termin mit einer Interessentin für Jannis. Die Frau ist so stark geh- und vor allem sehbehindert, dass sie permanent vor sich auf den Boden schauen muss um nicht zu stolpern o.ä. D.h. sie hat den Hund nie im Blick, von dem Schneckentempo in dem ein Spaziergang vor sich geht mal ganz abgesehen. Jannis sollte zudem eine Überraschung für ihren Lebensgefährten sein, der vor zwei Jahren seinen Viszla verloren hat….. Mann, Mann, Mann

Um gute Mitarbeiter zu finden muss man schon so manche Anstrengung auf sich nehmen. Christian war heute für knapp 300 Km einfache Fahrt Dank Sturm, Staus und gesperrter Strassen insgesamt 11 Stunden unterwegs. Aber es hat sich gelohnt. Unser neuer Mitarbeiter heißt Case. Ist ein echtes Arbeitstier, robust, gut in Schuss und nicht Mindestlohn abhängig.

Auf der Suche nach unserem Bagger stieß Christian auf das Inserat das gerade eingestellt worden war. Sofort hingeschrieben, Termin ausgemacht und heute hingefahren. Case hat zusätzlich auch noch eine Palettengabel, also alles was wir wollten. Jetzt müssen wir noch sehen, wie wir den Guten hier zu uns bekommen, er steht nämlich noch in Baden Württemberg. Wenn jemand von euch vielleicht ein Transportunternehmen kennt, das ihn transportieren könnte, meldet euch bitte bei uns.

Unsere Arbeitstage sind immer lang und als ich heute Abend nach dem füttern das Futter für Morgen vorbereitet hatte und nach 21.00 endlich das Licht in der Futterküche ausgemacht hatte, war ich froh jetzt vielleicht auch was zwischen die Zähne zu bekommen. Kurz drauf höre ich es poltern und es war sofort klar, da war ein großer Turm mit Näpfen umgefallen, 14 gefüllte Näpfe um genauer zu sein… Grrrr, wie gut dass fünf verschiedene Futtersorten in den Näpfen waren, da konnte ich es schön sortieren…

 

 

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13.03.2019

Am Samstag werden zwei Notfelle bei uns ankommen, die in die Gnadenbrotgruppe im Haus mit einziehen werden.

Der eine ist Momo ein 11 jähriger belgischer Schäferhundmixsenior. Von Welpe an lebte er in seiner Familie. Letztes Jahr kam ein Kind dazu. Wenn die Eltern nicht aufpassen auf so ein kleines grobmotorisches “Krabbelmonster” kanns Hund auch mal zuviel werden und das sollte er dann auch äußern dürfen. Momo äußerte sich und knurrte das Kind an, was nach all den langen Jahren mit dem sofortigen Verlust seines Zuhauses bestraft wurde. Momo versteht die Welt nicht mehr und kommt in unserem spanischen Partnertierheim von ANAA Madrid überhaupt nicht zurecht, ist völlig verzweifelt. Das wird sich ab Samstag ändern, da bin ich sicher.

Das zweite Notfell ist Perdi, ein 11 jähriger, mittelgroßer Mischlingsbub. Als Perdi gefunden wurde, war er in einem sehr schlechten Zustand und man dachte er stirbt. Der Spatz kam deshalb auf eine Pflegestelle. Mit vielen Untersuchungen fanden die Tierärzte heraus, dass er einen Leber Shunt – eine Lebergefäßmissbildung, die zum Funktionsverlust der Leber führt, hat. Dies ist eine ernsthafte Erkrankung, die dauerhaft eine umfangreiche medikamentöse Behandlung und Betreuung benötigt. Perdi ist ein kleiner Kämpfer und hat sich mit Hilfe der Pflegestelle und Ärzte zurück ins Leben gekämpft. Nun kann er auf der Pflegestelle nicht länger bleiben und ins Tierheim kann er mit dieser Erkrankung nicht. Und so wird Perdi bei uns einziehen. Ich habe mich gestern Nacht ins Thema eingelesen, denn einen Hund mit einer solchen Erkrankung hatten wir noch nicht bei uns und da möchte ich schon vorbereitet sein.

Wir freuen uns auf die beiden Oldies und werden wie immer unser Bestes geben, dass sie sich wohl fühlen und es ihnen an nichts fehlt.

 

 

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11.03.2019

Wenn einer hier ein gutes Karma hat, dann ist das unser Tenno. Nur  wenige Tage alt in einer Mülltonne entsorgt und somit den sicheren Tod vor den noch geschlossenen Äuglein. Zum Glück von einer lieben Tierschützerin gefunden und aufopferungsvoll gepäppelt. Mit all dieser Fürsorge und Liebe wuchs Tenno zu einem Sonnenschein von Hund heran. Immer fröhlich, zu allem und jedem nett und mit einer für so einen jungen Hund unglaublichen sozialen Kompetenz.

Sein gutes Karma begleitet ihn weiter, denn heute knapp drei Wochen nach seiner Ankunft bei uns ist Tenno in sein neues Zuhause umgezogen.

Und was für eine wunderbare Familie der Bub gefunden hat. Er lebt jetzt bei der ehemaligen Wörrstädterin Pixie und ihrem Deckelchen. Pixie und Tenno verstanden sich auf den ersten Blick und der neue Hundepapa ist ein ganz besonderer Hundemensch.

Wir sind sicher, ihr drei werdet sehr glücklich miteinander.

Es hat deiner Retterin Salome fast das Herz zerrissen dich gehen zu lassen, aber in einem Land wie Georgien wo es solche armen Würmchen wie du einer warst zu Hauf gibt, muss man loslassen können um den nächsten Notfellen helfen zu können.

 

Danke liebe Salome, für alles was du für den Bub getan hast und dass du uns den wunderbaren Tenno anvertraut hast. Du kannst sicher sein, dass er das bestmögliche Zuhause gefunden hat und ein geliebtes Hundeleben führen wird.

 

 

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10.03.2019

Uiui, heute hieß es standfest zu sein. Wir wurden ganz schön gebeutelt bei den Spaziergängen. Als Zweibeiner hat man bei so einer Wetterlage einfach eine miese, sehr windanfällige Statik 😉 und gegen den Sturm laufen zu müssen, hieß teilweise fast auf der Stelle zu treten.

Ettliche unserer Vierbeiner waren ebenfalls durch den Wind, anderen wie dem jungen Tenno machte es nichts aus.

 

Bevor wir Morgen Vormittag mit den ersten Hunden laufen können, muss Christian erstmal mit der Motorsäge den Weg zu den Hundehäusern von Loop und Mina freischneiden, da hat es einiges an Windbruch gegeben.

Ansonsten haben wir zum Glück keinerlei Schäden zu vermelden, da Christian immer “für die Ewigkeit baut” und vor allem auch unsere vielen großen Überdachungen richtig stabil sind.

Die Nasen im Haus hatten zwar Spaß auf dem Spaziergang haben es aber auch sehr genossen, als sie wieder drinnen waren. Unsere Mädels haben sich einfach schön aneinander gekuschelt, farblich passend natürlich 😉 So hätten wir auch gerne dieses Wochenende verbracht …

Rosi und Bambi

Anis und Laika

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