Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

22.01.2019

So jetzt sind endlich die beiden bulgarischen Mädels die seit etwas über einer Woche da sind auf der HP.

Lilly ein sieben jähriger Terriermix kommt von der Deutsch Bulgarischen Strassentiernothilfe. Viele Jahre hat sie dort zugebracht. Sie war sehr scheu aber nachdem dort die Ehrenamtlichen letztes Jahr begannen sich  intensiver mit Lilly zu beschäftigen, hat sie gute Fortschritte gemacht. Sie ist zurückhaltend aber Lekkerchen nicht abgeneigt und läuft auch an der Leine. Alles andere braucht Zeit. Lilly ist mit Hunden und Katzen verträglich.

Die zarte vierjährige Lory wurde in dem “Kettentierheim in Ruse” wo es außer den 150 Kettenhunden noch hunderte Hunde in kleinen Zwingern leben durch Zufall entdeckt. Die Ehrenamtlichen bemerkten, dass Lory von den anderen gemobbt und nicht ans Futter gelassen wurde. Sie hatte schon bedenklich abgenommen. So dünn wie Lory war hatte sie schlechte Überlebenschancen Temperaturen von -15/-20 Grad Tag und Nacht länger durchzuhalten. Das Mädel ist noch schüchtern, aber neugierig und sehr verfressen 😉

Unsere große Gnadenbrotgruppe hat heute einen neuen Mitbewohner bekommen, den lieben Jack. Der Bub hatte ja nach sieben Jahren wegen Krankheit seiner Besitzerin sein Zuhause verloren. Die meisten die so lange ein gutes Zuhause hatten, tun sich im Hundeheim schwer zurecht zu kommen. Auch bei Jack war zu spüren, er fühlte sich nicht wirklich wohl. Da durch Ghandis Tod ein Platz frei geworden war, durfte Jack heute einziehen. Jetzt ist er wieder glücklich und hat erstmal den ganzen Nachmittag entspannt in einem Bett vor der Heizung verschlafen. Jack bleibt aber weiterhin in der Vermittlung und wir hoffen für den netten Schatz noch mal ein schönes Zuhause zu finden. Die Trübung der Augen hat sich seit Beginn der Behandlung schon deutlich verbessert.

 

 

 

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21.01.2019

Wunder dauern manchmal etwas länger, in dem Fall, weil die Bilder noch nicht angekommen sind. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.

Dafür kann ich euch von unserem lieben Viktor erzählen, der nach vielen schweren Jahren an der Kette in einem bulgarischen Tierheim, heute in sein erstes richtiges Zuhause umgezogen ist. Als Viktor Mitte Dezember bei uns ankam, war er noch sehr schüchtern. Er hatte aus seinem harten Leben den Schluss gezogen, dass es das Beste ist, wenn man sich unsichtbar macht und so jedem Ärger aus dem Weg geht. In den fünf Wochen die er bei uns war, hat er aber bald erkannt, dass er hier in Sicherheit ist, angenommen und behütet. Und so kam nach und nach ein ganz wunderbarer, liebenswerter und verschmuster Hundebub zum Vorschein. Jetzt mussten ihn nur noch die richtigen Menschen sehen.

Letzte Woche bekamen wir eine Mail von einem Ehepaar auf der Suche nach einem Zweithund. Das 14 jährige Viszlamädel Lali hatte seinen gleichaltrigen Hundepartner verloren und damit fast den Lebensmut. Wollte kaum noch aufstehen, an Nichts hatte sie mehr Freude. Da Lali aber auf fremde Hunde erstmal sehr unwirsch reagiert, wurde ein echter Frauenversteher gesucht, der zudem mit den Pferden klarkommt. Unsere Antwort war, da kommt nur Viktor in Frage.

Am Samstag war das Kennenlernen und Lali blies zwar die Backen etwas auf aber es war deutlich zu sehen, dass sie überlegte, ob sie den charmanten und so ganz und gar unaufdringlichen Hundemann anblaffen sollte. Lali entschied sich es zu lassen und ihre Menschen waren baff erstaunt, denn das war bei einem fremden Hund noch nie passiert. Auf dem gemeinsamen Spaziergang war Lali mit Begeisterung dabei. Die Lebensgeister waren wieder geweckt und so begrüßte sie Viktor heute beim Einzug auch freudestrahlend.

Draußen im Garten und bei den Pferden war Viktor ruhig und gelassen. Es war zu merken, dass Viktor noch nie ein Haus betreten hatte und dementsprechend war ihm das alles erstmal etwas unheimlich. Aber seine neuen Menschen sind sanft und geduldig und werden ihm in Ruhe alles zeigen, was zu einem Leben in der “Zivilisation” gehört.

Bessere Vorraussetzungen für ein glückliches und geliebtes Hundeleben hätte Viktor nicht finden können und wir freuen uns von Herzen für den bescheidenen Schatz, der ein echtes Goldstück ist.

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20.01.2019

Auch wenn der Freitag mit dem Abschied von Ghandi ein fürchterlicher Tag war, das Leben hier im Hundeheim muss weitergehen, egal wie elend man sich in so einer traurigen Situation fühlt. Aber die Arbeit hilft auch, lenkt ab und unsere ganzen Vierbeiner bemühen sich nach Kräften mit allerlei Unsinn uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Manni unser Mastinbub ist inzwischen umgezogen und dann ist gestern noch ein kleines Wunder geschehen. Da Christian zu müde war noch Bilder zu bearbeiten, gibts die Geschichten dazu erst Morgen, denn ohne Bilder ist alles nur halb so schön.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen gestern vier neue Schützlinge aus Georgien an. Wir werden sie in den nächsten Tagen näher vorstellen, wenn wir sie etwas besser kennengelernt haben.

Das Dreibeinchen Maddy durfte die Nacht bei unserer Helferin Nicole verbringen und ist heute schon in sein neues Zuhause umgezogen. Das dünne Kerlchen musste in Georgien die Nächte bei Eiseskälte im Freien verbringen. Umso mehr genoss Maddy die Wärme des Ofens, schlief tief und fest den Reisestress weg und bewegte sich vor heute Morgen auch nicht mehr von seinem gemütlichen Plätzchen weg. Kluger Schatz 🙂

 

 

 

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18.01.2019

Eine Ära ist heute zu Ende gegangen. Der Colibri hat zum letzten Mal seine Flügel geöffnet und hat sich in die andere Welt aufgemacht.

Anfang 2005 kam ein junger Herdenschutzhund namens Colibri mit einem Transport aus Spanien bei uns an. Er zog uns sofort in seinen Bann mit seinem unglaublichen Wesen und wir nannten ihn Ghandi, einen besseren Namen hätte er nicht haben können.

Du warst gerecht und wohlwollend, selbstbewusst und souverän, stolz und selbstbestimmt, ein liebevoller und loyaler Freund von Mensch und Hund. Nein du warst beileibe kein Notfall und so haben wir uns die Entscheidung damals für dich nicht leicht gemacht, würdest du doch für viele Jahre den Platz für Alte und Kranke im Haus blockieren. Aber einmal in so vielen Jahren, wenn man immer “nur die Reste zusammenkehrt und aufnimmt”, muss man auch mal “unvernünftig” sein, wenn das Herz so dran hängt.

Ghandi du warst der beste Chef den unsere Haustruppe haben konnte. Jeder Neue stand sofort unter deinem persönlichen Schutz. 35 Hundesenioren, Kranke und Behinderte kamen und gingen in diesen vielen Jahren in der Hausgruppe und für alle warst du der Fels in der Brandung, der Schlichter und Vermittler.

Dies war bis zuletzt so und das Bild mit Ghandi und Suki als sie vor zwei Monaten bei uns einzog, spricht seine eigene Sprache. Ghandi war ein wunderbarer Lehrer als Trainingshund in der Hundeschule und nahm vielen Menschen die Angst vor Hunden.

Er liebte es draußen zu sein, liebte die Kälte und den Schnee.

Jeder der Ghandi kennenlernte spürte sofort seine Ausstrahlung und Präsenz. Unser Großer war wirklich ein außergewöhnlicher Hund und es war uns eine Ehre ihn so viele Jahre in unserem Leben haben zu dürfen.

Selbst als du jetzt zum Schluss sehr wacklig auf den Beinen warst, du warst immer noch der Chef und keiner der anderen wäre auf die Idee gekommen das in Frage zu stellen. Bis auf eine Magendrehung in jungen Jahren, warst du ein Leben lang gesund. Auch das ist eine Gnade.

Die Lücke die du hinterlässt ist nicht zu schließen aber die vielen schönen Erinnerungen bleiben und werden uns für immer begleiten. Jetzt flieg Colibri. Wir sehen uns eines Tages wieder, darauf freue ich mich jetzt schon…

 

 

 

 

 

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17.01.2019

Stellt euch vor, ihr übernehmt von einer Bekannten einen Hund, da diese mit zwei kleinen Kindern einfach komplett überfordert ist, dem Hund schon lange nicht mehr gerecht wird und ihn auch gerne loshaben möchte.

Es heißt, er kann schlecht alleine bleiben. Du denkst, kein Problem zusammen mit meiner Hündin wird das schon gehen. Geht auch, so ne Stunde ungefähr, aber du bist sieben Stunden von Zuhause weg, das packt er einfach nicht. Bellt und randaliert und das ruft deine Vermieterin auf den Plan. Nach zwei Monaten liegen deine Nerven blank, deine Vermieterin hat ein Video gemacht und droht mit Kündigung. Du bemühst dich vier Wochen lang bei sämtlichen Tierheimen und Tierschutzvereinen der Umgebung  den Hund unterzubekommen. Du bist ehrlich bei der Beschreibung des Hundes und da keiner Lust hat sich ein Problem ins Haus zu holen, nimmt ihn keiner auf, alle sind angeblich überfüllt usw.

Eine Tierärztin aus Worms emphielt ihr, sich bei uns zu melden. Der Hund, ein dreijähriger Labradormixrüde ist beim ersten Kennenlernen sehr verunsichert, bellt aus Unsicherheit, ist mega schreckhaft. Was ist ihm nur passiert? Die Frau verzweifelt, sie läuft Gefahr aus ihrer Wohnung zu fliegen und was dann. Es ist alles andere als einfach eine Wohnung mit großem Rottweiler zu finden.

Tja und da ist es wieder, das sich verantwortlich fühlen. Was passiert mit dem Hund, wenn man ihn z.B. in einem Tierheim mit Hundeklappe abgibt, er bei der ersten Begegnung so laut und unsicher ist. Weggesperrt in einem Zwinger? Was machen Menschen in solchen Situationen, wo der Hund weg muss aber keiner helfen kann oder will weil Hund nicht das rundum Sorglospaket ist, weil man bei der Beschreibung ehrlich war?

Verantwortung übernehmen für ein Lebewesen wiegt schwer und im Fall des Falles hängt dessen Leben davon ab. Der Bub erinnert mich vom Verhalten her an unseren Jannis und der hat schon ganz prima Fortschritte gemacht. Und so haben wir uns mal wieder nicht weggeduckt und ihn aufgenommen. Er braucht noch einen neuen Namen, der alte geht gar nicht und ist bei einem Neuanfang den es jetzt geben wird, eh verbrannt. Ich denke, wir werden ihn Rafik nennen, das bedeutet Freund und das soll er werden, nomen est omen… Bilder haben wir heute noch keine gemacht das hätte ihn zu sehr irritiert, aber bald.

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15.01.2019

Ist alles nicht so ganz einfach im Moment. Der große, alte Mann Ghandi und auch das Ömchen schwächeln leider sehr und der Abschied scheint nicht mehr fern zu sein….. Beide benötigen intensive Betreuung und Hilfe und unwillkürlich fragt man sich in diesen Momenten, wie es einem wohl selbst mal gehen wird wenn man soweit ist. Ob dann auch jemand da ist der einem hilft, der genug Liebe, Verständnis und Geduld hat…

Nachdem es Waigel mit der Bauchspeicheldrüsenentzündung zwei Wochen besser ging, ist es seit ein paar Tagen wieder ganz schlimm. Er muss stündlich raus und trotzdem zieht sich eine Spur Dünnes mehrmals am Tag quer durch den Raum. Auch Nachts dauernd raus und bis zu viermal die Betten frisch machen. Man sieht ihm an wie unangenehm ihm das alles ist. Es zehrt nicht nur an Waigels Substanz sondern auch ganz schön an meiner, denn die Tage sind nach den ganzen kurzen Nächten ja genauso lang und arbeitsreich.

Erstaunlich gut hält sich die alte Bora. Ja sie hat eine nicht zu behandelnde tödliche Krankheit aber sie scheint sich so wohlzufühlen und dadurch so ein starkes Imunsystem zu haben, dass die Schübe seit einer ganzen Weile schon zum Stillstand gekommen sind. Sie macht es sich gemütlich, genießt ihr Leben und ist guter Dinge. Was ein Glück, denn Sorgenkinder haben wir im Moment genug.

 

 

 

 

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14.01.2019

“Wie dich die Arbeit im Tierschutz verändert…

Das Leid der Tiere verändert dich und deine Wahrnehmung.

Der Missbrauch lässt dich härter werden.

Das Leiden verschattet deine Seele.

Die Dummheit ärgert dich.

Die Gleichgültigkeit regt dich auf.

Die Ungerechtigkeit zerstört dich.

Im Tagestakt…wird dein Vertrauen auf die Probe gestellt, dein Herz beschädigt und dein Seelenfrieden erschüttert.

Im Wochentakt…zweifelst du an dir selbst, an deiner Stärke, an der ganzen Welt.

Im Monatstakt…brichst du zusammen, du stehst wieder auf, du machst weiter.

Im Jahrestakt…schaust du zurück, du siehst ihre Gesichter. Du konntest sie nicht retten. Du wirst lernen, wie man trauert. Wie man beweint. Wie man schluchzt.

Du wirst lernen, ein bisschen weniger zu vertrauen.

Ein wenig härter zu arbeiten.

Eine Spur härter zu kämpfen.

Du wirst lernen,

es immer wieder zu versuchen,

zu hoffen,

zu beten.

Du wirst lernen, zu verlieren.

Du wirst lernen, zu gewinnen.

Du wirst lernen, Dinge anzunehmen.

Du wirst lernen, wann es genug ist,

wann man aufgeben muss,

wann man loslassen muss.

Du wirst lernen, wer du wirklich bist. Wofür du wirklich stehst.

Du wirst begreifen, warum du den Unterschied machst.

Dann wird es Zeiten geben, wenn du vergisst, warum du den Unterschied machst.

Du hinterfragst, was du tust.

Du zweifelst, ob es all das wert ist.

Aber hier kommt die gute Nachricht…wenn du es gerade vergessen haben solltest…wenn du zweifelst…

Alles, was du tun musst, ist hinzusehen…dann wirst du es sehen…

Ihre Gesichter

Der glückliche Ausdruck

Du fühlst ihre Liebe

Du siehst die Freude in ihren Augen

Du erinnerst dich an ihre Geschichte

…als sie dich noch nicht hatten

…als sie noch niemandem vertrauten

…als sie sich aufgegeben hatten

Du weißt, wie weit sie es geschafft haben.

Du erinnerst dich daran, wie du sie geheilt hast.

Wie sehr du sie liebst…wie sehr sie dich zurück lieben.

Und während du zurück schaust, möchtest du weiter vorwärts gehen.

Für sie…Ihretwegen.

In deinen dunkelsten Stunden wirst du dich umschauen und den Unterschied sehen. …Die geschenkte Hoffnung…All die geretteten Leben…

Weil es dich gibt!

In diesen Momenten siehst du ihnen in die Augen und all deine Zweifel verfliegen.

Jede Frage wird beantwortet sein.

Jede Sorge wird geringer.

Denn in diesem Moment teilt ihr beide den gleichen Gedanken im Herzen.

Es war all den Schmerz wert …für diesen Moment.

Und ganz ehrlich…ganz gleich, was sonst noch passiert…

Diese Momente schenken all die Stärke, die du brauchst, um weiter zu machen.

Tierschutz ist Schmerz

Tierschutz ist Freude

Tierschutz ist all die Mühe wert

WEIL SIE ES WERT SIND

 

Der Verfasser ist leider unbekannt.

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13.01.2019

 Als die hübsche Ava gehört hat, dass am Samstag ehemalige Kumpels aus dem Tierheim in Ruse ankommen, hat sie großzügig wie sie ist Platz gemacht und ist einen Tag vorher in ihr neues Zuhause umgezogen 😉

Ava bewegte sich recht selbstverständlich in der neuen Umgebung und die Treppe von der keiner glaubte dass sie sie wegen der schmalen Stufen laufen würde, war sie schneller oben als alle schauen konnten…

Huskys sind ja sehr gesprächige Hunde und Ava ganz besonders wenn sie merkt, dass man ihr Futter vorbereitet, dann quatscht sie einem echt einen Knopf an den Backen 🙂 Im Moment versucht sie ihrem neuen Frauchen auch sonst beim kochen ein Gespräch aufzuzwingen. Ich glaube, da hilft nur ein Küchenverbot um den Redefluss zu stoppen…

Hab viel Spaß und Freude im neuen Zuhause liebe Ava und sei versichert, es wird immer genug zu essen geben.

Am Samstag kamen aus Ruse zwei neue Schützlinge an und ein weiteres Hundemädel von der Deutsch Bulgarischen Strassentiernothilfe ebenfalls aus Ruse.

Der Verein in Ruse hatte uns gebeten die kleine Lory aufzunehmen. Man hatte sie stark abgemagert in einem der Zweihundert Zwinger gefunden. Offensichtlich wurde sie von den Zwingerkollegen gemobbt und nicht ans Futter gelassen. So kam sie an die Kette, da man sie dort wenigstens gut füttern konnte. In Bulgarien herrschen Temperaturen von -15 Grad und man hatte Angst, dass lory das nicht lange durchhalten würde.

Das zierliche Mädel ist noch sehr verhuscht und völlig verunsichert. Sie will nur eines, futtern und in ihrem weichen Nest unter der Wärmelampe liegen und schlafen.  Sie wird noch eine Weile brauchen sich zu berappeln und wieder ins Leben zurück zu finden. Im Moment will sie weder von Menschen noch von Hunden etwas wissen.

Ihr Kumpel Scooby tut sich da wesentlich leichter. Er ist ein freundlicher, offener Hundebub, dem der Sinn nach schmusen und spielen steht. Auch er hing jahrelang dort an der Kette und muss jetzt erstmal die Überdosis an Freiheit und Aufmerksamkeit für sich verdauen und einordnen.

Die Dritte im Bunde ist Claudis Patenhund Lilly. Sie ist eine ruhige, sehr bescheidene Seele, die unter ihrem raggen Fell nur Haut und Knochen ist. Auch sie bewegt sich kaum unter dem Nest unter der Wärmelampe weg und beobachtet mit ihren großen fragenden Augen erstmal alles ganz genau. Man kann ja nie wissen, ob einem nicht doch was böses blüht…

Willkommen ihr Drei. Wir werden euch die schönen Seiten des Lebens zeigen. Wichtig ist erstmal, dass ihr in Sicherheit seid.

Von den beiden spanischen Jungs die auch gestern ankamen, erzähle ich euch Morgen.

 

 

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10.01.2019

Wir haben überlegt, dass wir im neuen Jahr mal ein paar Dinge anders machen und kamen so auf die Idee die Hunde in den Gruppen nach Farben zu sortieren. Ist ja auch irgendwie praktisch, denn wenn ein Interessent z.B. keine schwarzen Hunde mag, dann braucht man gar nicht erst in diese Gruppe zu gehen. Macht alles übersichtlicher und ist auch optisch harmonischer und nicht so ein “Durcheinander”.

Also gesagt, getan und deshalb haben wir heute die blonde Emma mit der blonden Dulci und der rotblonden Flip vergesellschaftet. Zack und passt. Warum sind wir da nicht früher drauf gekommen??? ;-)))

     

Na, Überraschung gelungen? Ich denke, ja! Emmchen hat uns die letzten Monate gezeigt, dass sie viel gelernt hat und so dachten wir, sie ist nun soweit, dass sie zum einen mit anderen Hunden besser klarkommt als vorher da sie nicht mehr so ruppig ist und sich auch besser unter Kontrolle hat was ihre Bewegungsexzesse angeht, die bei Emmi sehr ausgeprägt waren. Emma wird bald sieben und so langsam kommt sie etwas runter und kann auch mal Pause machen anstatt sich nur bis zur Erschöpfung zu verausgaben. Klein Flip hat ihr direkt und eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie nicht angerempelt werden möchte und dass spielen ok ist aber zu ihren Konditionen. Und Emma hats verstanden, früher wäre so eine Aktion in die Hose gegangen.

Die Zusammemnführung hat auch gezeigt, dass Dulci große Fortschritte gemacht hat. Sie ist inzwischen durch ihre Kumpels viel sicherer geworden, hat nicht gebellt oder gezickt. Super! Christian hat lange Zeit mit den dreien im Auslauf und im Hundehaus verbracht und so war auch das erste füttern heute Abend völlig entspannt. Neues Jahr, neues Glück. Dieses Jahr sollte es mit Emmis neuem Zuhause was werden…

 

 

 

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09.01.2019

Im Dezember hatten wir ja um Spenden für Ausreisepatenschaften von Hunden aus dem Shelter in Shanghai gebeten. Wir danken allen die sich daran beteiligt haben ganz, ganz herzlich, insbesondere den lieben Eltern von Nati und auch unserem Benson, die sich ganz besonders ins Zeug gelegt haben. Dank dieser Spenden werden wir weitere 3-4 Hunde übernehmen können.

Den ersten der für uns reserviert ist, möchte ich euch schon mal vorstellen:

Es ist ein junger Cane Corsorüde, den wir Onyx getauft haben. Der Bub ist jetzt in der Vorbereitung, wird geimpft und kastriert. Vier Wochen nach der Impfung wird der Tollwuttiter überprüft und dann nach weiteren drei Monaten darf Onyx endlich ausreisen. Wir freuen uns auf dich Schnubbelschnute und warten ungeduldig!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu dem Hundemädel Huang warte ich noch auf weitere Infos.

Es ist absolut bewundernswert was die Shelterbetreiberin Katherine mit ihren ehrenamtlichen Helfern leistet. Sie gibt nie auf und hat schon so manches Wunder bei Hunden die mehr tot als lebendig waren bewirkt.  Wer mag kann sich ja mal in Facebook unter  “Shanghai Animal Rescue” informieren. Es ist eine kleine Gruppe sehr engagierter Menschen, die es mehr als wert sind, in ihrer Arbeit für die Hunde unterstützt zu werden.

 

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