Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

26.11.2020

Heute wurde bei Carlos das CT gemacht und die Verdachtsdiagnose leider bestätigt. Carlos hat Cauda equina sowie mehrere Bandscheibenvorfälle in der betroffenen Region. Am 7. Dezember wird der Bub operiert, damit er endlich wieder Lebensqualität hat und ohne Schmerzen durchs Leben gehen kann. Es wird eine schwere und sehr teure Op, die anschließend eine längere Phase der intensiven Betreuung mit sich bringen wird, aber das bekommen wir hin, Hauptsache Carlos kann geholfen werden. Wenn er dann ganz gesund ist, können wir auf die Suche nach einem Zuhause gehen.

Ich werde mich ausnahmsweise zu unseren Auszüglern etwas kürzer fassen, denn es sind zuviele, sonst bekomme ich nicht die Kurve. Die Glücklichen sind Obama, Jonne, Penny, Amaja, Carlotta und Lana. Alle haben es richtig fein getroffen und machen sich gut in ihrem neuen Leben.

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25.11.2020

Man muss Prioritäten setzen im Leben und da es nunmal am Wichtigsten ist dass das Hundeheim mit allem drum und dran läuft, war gestern Nacht Büroarbeit, Bestellungen etc. angesagt und das Tagebuch ist deswegen leider hinten runter gefallen.

Da wir uns nicht den Luxus leisten können eine Bürokraft zu haben die dann auch das Telefon abdecken könnte, werden wir den AB abstellen. Er läuft jeden Tag voll und Christian der eh schon den ganzen Tag einen Anruf nach dem anderen bekommt, hat schlichtweg keine Zeit diese Anrufe auch noch abzuarbeiten.

Ich hatte euch eine ganze Reihe Happy Ends versprochen, werde heute aber erstmal unsere Neuzugänge vorstellen, ehe schon wieder die nächsten kommen. Die Bilder zu den Hunden sind noch in dem bulgarischen Tierheim aufgenommen, wenn sich hier mal wieder der Nebel lichtet, machen wir dann auch eigene.

Die große, dreijährige Betty hat ein riesengroßes Herz so voller Liebe zu Menschen aber auch zu anderen Hunden. Sie ist ein rundum positiver, fröhlicher Hund, der gar nicht genug Nähe und Streicheleinheiten bekommen kann.

Man soll es nicht glauben, aber die dreijährige Rosi hat es im Tierheim besser getroffen als bei ihren Vorbesitzern, die sie an der Kette hielten. Sie ist ein herzensgutes Mädel, die hofft auch bald auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen.

Der vierjährige Schäferhundmixbub Finley hat sich ganz arg schwer damit getan an der Kette leben zu müssen. Der Bub ist wie ein “babbisch Gutzje” und verzehrt sich nach Mensch, nach Nähe, nach Zuwendung.

Das ist die fünfjährige Nastya. Ihr Blick spricht Bände und ist so voller Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Sie ist unglaublich mager und wird jetzt erstmal aufgepäppelt. In nur wenigen Tagen haben ihre Augen schon Glanz bekommen und Nastya hat wieder Hoffnung in eine glückliche Zukunft geschöpft.

Der zweijährige Fido ist ein ganz arg lieber Schatz und hat hier seine große Hundeliebe gefunden, unsere Elli, die wie er ebenfalls aus Ruse kommt. Die beiden waren vom ersten Moment an ein Herz und eine Seele und würden nichts lieber, als gemeinsam in ein Zuhause umziehen zu können. Fido gibt Elli die nötige Sicherheit und mit ihm zusammen ist sie wie ausgewechselt. Wir hoffen so sehr, für die beiden nur mittelgroßen Schätze, ein gemeinsames Zuhause zu finden, sie sind so glücklich miteinander.

Der ärmste Schatz von allen ist die fünfjährige Farina. Sie muss vorher schon Schlimmes erlebt haben und verbrachte die letzten vier Jahre in dem bulgarischen Tierheim. Die ersten Tage zitterte sie wie Espenlaub, wenn man sie berührte. Aber selbst diese verschreckte Seele hat schon gemerkt, dass ihr hier keine Gefahr mehr droht und ihr erstes freudiges Schwanzwedeln heute Morgen, hat mich soo glücklich gemacht. Wir werden alles tun, um Farina aus ihrem Schneckenhaus zu befreien und ihr zu zeigen, was das Leben an Schönem zu bieten hat.

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23.11.2020

Dieses Jahr war bisher in vielerlei Hinsicht ein rasantes Jahr aber was im Moment abgeht, ist irgendwie ein Tacken zuviel, wir kommen kaum noch hinterher. Wenn den ganzen Tag das Handy klingelt und dann innerhalb von zwei Tagen 35 Anrufe auf dem AB auflaufen, man aber selbst um 22.00 erst mal was gegessen hat und noch die ganzen Mails, Bestellungen und das Tagebuch vor sicht hat, dann lässt man halt auch mal AB AB sein. Wenn wir nach reiflicher Auslese immer noch mehr Interessenten haben als wir sie mit Einzelterminen in einer Woche unterbringen können, ist es wirklich mehr als ärgerlich, wenn dann Menschen ihren Termin nicht wahrnehmen und vor allem auch nicht absagen. Das nervt wirklich, denn unsere Tage sind eng getaktet und wir wollen trotzdem den Hunden und Menschen gerecht werden.

Der heutige Vormittag war heftig, eine Sache jagte die nächste und manches ungeplante kam noch hinzu.

Unsere beiden Huskymädels machen uns ganz schön Sorgen. Das lange Hungern hat den beiden so den Magen angegriffen, dass es uns noch nicht gelungen ist die permanenten Durchfälle in den Griff zu bekommen. Amira hatte zwei Tage nichts gefressen und begann auszutrocknen. Also ab zum Tierarzt an den Tropf und wieder Blutuntersuchungen. Die beiden sind die ersten Huskys die wir hier haben, die beim  Tierarzt die Nerven und die Ruhe behalten, ohne hysterisch zu werden. 16 Kg wiegt Amira inzwischen, denn sie hat trotz allem schon einiges zugenommen. Heute Nachmittag hat sie wenigstens eine kleine Dose Aufbaufutter mit ihrer Tablette angenommen. Mika bräuchte das auch aber mit ihrer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung darf sie genau das nicht essen, aber sie ist da generell im Moment leider auch sehr zurückhaltend und zögerlich. Trotz allem sind beide gut drauf und durchaus bewegungsfreudig und verspielt. Nur so lange wir die Durchfälle nicht in den Griff bekommen, ist an eine Vermittlung nicht zu denken. Auch war deutlich zu spüren, dass Mika ziemlich von der Rolle und sehr verunsichert war, als Amira beim Tierarzt und sie alleine war. Wäre also zu schön, wenn die beiden Mädels zusammen bleiben könnten, wenn sie sich dann irgendwann mal gut erholt haben.

 

Ich komme auch irgendwie nicht mehr wirklich hinterher, euch von dem vielen was hier so passiert zu erzählen. Die Vermittlungen der letzten Tage sind Morgen dran, heute wenigstens noch zwei schöne Erlebnisse vom Wochenende:

Daschka und Isma durften am Samstag wieder einen Ausflug mit unseren Helferinnen Anica und Lea machen. Diese besonderen Auszeiten für die Hunde sind so wichtig. Alle Vier haben es sehr genossen und hatten viel Spaß miteinander.

Und Sima hatte Besuch von ihrer Patin Ariana. Zwei Stunden ganz exclusiv schmusen und für sie da sein. Das ist etwas ganz besonders Schönes eben weil wir es im normalen Tagesablauf in dieser Intensität nicht leisten können. Davon hat auch Ramon profitiert, der sich nach einer Weile auch rantraute.

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22.11.2020

 

Wehmütig haben wir alle an unseren schönen Weihnachtsmarkt gedacht, der eigentlich heute stattgefunden hätte. Die Adventskranzausgabe das war so was wie Weihnachtsmarkt im Zwergenformat. Wir vermissen das Wiedersehen mit euch und den Hunden, die schönen, lustigen, entspannten gemeinsamen Stunden und Gespräche.

 

Aber heute hat auch gezeigt, dass ihr zu uns steht, uns nach Kräften unterstützt, ob mit dem Kauf der Kränze oder mit euren großzügigen Spenden und so war es trotz des Corona Handicaps ein gelungener Tag mit netten Menschen.

Auch ein riesen Kompliment an alle die heute da waren, ihr habt euch 
durchweg super vorbildlich an die Coronaregeln und eure Zeiten gehalten und uns somit einen reibungslosen Ablauf ermöglicht, das ist ja leider auch nicht selbstverständlich, aber wir haben eben die besten Unterstützer. 💪🏼😎
 
 

Ganz besonders gerührt hat uns der fünfjährige Vito, der mit seiner Mama einen Kranz abholen kam. Vito hat für unseren Hundeopa Timmi ein Bild gemalt und 10 Euro gespendet. Timmi sagt ganz lieben Dank Vito!

Und auch allen anderen DANKE DANKE DANKE und allen Käufern viel Freude mit euren Kränzen, Gestecken und Teelichtbeuteln🎄
 
Und ein riesengroßer Dank geht natürlich auch an unsere 11 Mädels von der Adventskranzbastel Crew, die viel Zeit in ihre liebevollen Kreationen investiert haben und in die Organisation der Ausgabe der Kränze.
 
Eine Bitte haben wir noch an euch, im Sinne von Nachhaltigkeit. Bevor euer Kranz dann irgendwann im neuen Jahr den Weg alles irdischen geht, seid doch so lieb und sammelt die Deko ein und gebt oder schickt sie uns, dann können wir sie fürs nächste Jahr wieder verwenden. Auch die Rohlinge könnten wir gut gebrauchen, als Grundlage um neue Kränze zu binden.
 
Und jetzt bleibt uns allen nur zu hoffen, dass wir uns nächstes Jahr dann wieder zum richtigen Weihnachtsmarkt treffen können ❤️🌟
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20.11.2020

Wenn man denkt nur junge Hunde machen viel Quatsch, da kennt ihr unsere Oldies schlecht.  Auch im Kampf mit einem Hundebett geben sie immer noch alles. Nauti meinte, er hätte da nur rein zufällig gestanden und wollte gerade anfangen aufzuräumen. Wahrscheinlich wollten sie uns nur sagen, wie sehr sie die schönen Winter von früher mit all dem Schnee vermissen 😉

Oma Rosa macht sowas natürlich nicht. Sie konzentriert sich lieber auf ihre täglichen Yoga Übungen auf der Erdnuss. Die Sehnen an Rosas Hinterbeinen sind verkürzt und deswegen machen wir jeden Tag Dehnungsübungen. Das alte Mädel ist so brav und macht alles geduldig mit. Ich denke schon, dass sie merkt, dass es ihr gut tut und sie läuft auch schon sichtbar besser.

Der kleine Ole hat sich von seinem Kulturschock erholt und zeigt jetzt was für ein zuckersüßer, pfiffiger Knopf er ist. Er ist total Klasse mit anderen Hunden und ein Zuhause mit Hundekumpel wäre das Schönste für ihn, vor allem da seine Freundin Carlotta am Montag in ihr neues Zuhause umzieht.

Die Adventskranzvergabe war ein wirklicher Kraftakt. Unsere federführende Helferin Meike hat letzte Nacht, nachdem das Album mit allen Kränzen, Gestecken und den Lichterbeuteln online war, bis Morgens 03.30 alles sortiert und beantwortet. Wie gut, dass sie eh eine Nachteule ist, anderen wäre da wahrscheinlich irgendwann der Kopf auf die Tastatur gefallen. Einige wenige Kränze sind noch zu haben, wer noch sucht, kann ja mal reinschauen. Alle anderen sehen wir dann bei der Abholung am Sonntag. Bis dahin, ihr Lieben.

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19.11.2020

Es gab leider einige technische Probleme und Hindernisse, aber jetzt sind die wunderschönen Kränze, Türkränze und Gestecke auf Facebook online.

https://www.facebook.com/tierschutzwoerrstadt

Soo, hier die Fotos unserer Kränze, die alle mit sehr viel Liebe gemacht wurden und deren Erlös komplett an unsere Hunde geht ❤ Wir sind sicher, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. 
Also legt los 😉
 
Nochmal zum Ablauf, da dieser Coronabedingt ja etwas mehr Planung als sonst erfordert:
Die E-Mail Adresse über die ihr eure Bestellungen schicken könnt:
 
tierschutz-adventskranz@web.de
 
❗️Wichtig ist, dass NUR Bestellungen über diese E-Mail Adresse berücksichtigt werden können um Chaos zu vermeiden❗️
 
❗️Die Abholung findet an unserer großen Trainingswiese (Festwiese)neben dem EWR-Umspannwerk in der Sulzheimerstrasse statt, NICHT direkt am Tierheim❗️
 
-Jeder einzelne Kranz ist mit einer Nummer versehen, die ihr bei eurer Bestellung angeben müsst.
-Bitte gebt bei der Bestellung Priorität Nr. 1 und Priorität Nr. 2 an, falls euch bei eurer ersten Wahl schon jemand zuvor kam.
 
-Außerdem in der Mail bitte schon mal ein gewünschtes Zeitfenster von 2 Stunden am Sonntag für die Abholung angeben. Wir werden dann versuchen euch innerhalb dieser 2 Stunden eine Uhrzeit zuzuteilen, damit immer nur eine bis maximal zwei Personen gleichzeitig zur Abholung da sind.
 
-Wir versuchen euch umgehend zu antworten, ob die gewünschten Kränze noch verfügbar sind. Wenn ja sind sie verbindlich für euch reserviert und werden aus dem Album gelöscht.
Bei der Abholung bitte Maske tragen und selbstverständlich Abstand halten! 😊

Und los geht’s 🙂

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18.11.2020

So ihr Lieben, morgen ist es so weit:

Wir werden morgen alle Adventskränze, Türkränze, Gestecke und weitere selbstgemachte Dekoartikel wie die Lichtbeutel in einem Album auf unserer Facebookseite hochladen und dann kann’s losgehen!

Das Facebookalbum ist für jeden sichtbar, auch wenn man selbst nicht bei FB ist.  Hier der Link: https://www.facebook.com/tierschutzwoerrstadt

Der Link zum Album wird Morgen auch hier Tagebuch erscheinen, sobald er auf Facebook veröffentlicht ist.

Also macht euch bereit 💪🏼😉

Nochmal zum Ablauf, da dieser Coronabedingt ja etwas mehr Planung als sonst erfordert:
Die E-Mail Adresse über die ihr eure Bestellungen schicken könnt werden wir morgen mit dem Album veröffentlichen.
❗️Wichtig ist, dass NUR Bestellungen über DIESE E-Mail Adresse berücksichtigt werden können um Chaos zu vermeiden❗️
-Jeder einzelne Kranz ist mit einer Nummer versehen, die ihr bei eurer Bestellung angeben müsst.
-Bitte gebt bei der Bestellung Priorität Nr. 1 und Priorität Nr. 2 an, falls euch bei eurer ersten Wahl schon jemand zuvor kam.
-Außerdem bitte schon mal ein gewünschtes Zeitfenster von 2 Stunden am Sonntag für die Abholung angeben. Wir werden dann versuchen euch innerhalb dieser 2 Stunden eine Uhrzeit zuzuteilen, damit immer nur eine bis maximal zwei Personen gleichzeitig zur Abholung da sind.

Bei der Abholung bitte Maske tragen und selbstverständlich Abstand halten! 😊

 

Wenn ihr die Kränze abholt, habt ihr auch die Möglichkeit unseren Kalender fürs nächste Jahr zu erstehen. Er kostet wie in den Vorjahren 10.00 €. Die Protagonisten sind dieses Mal nicht die in diesem Jahr vermittelten Hunde, sondern die von unseren Schützlingen, die noch ein Zuhause suchen.

Wer den Kalender geschickt bekommen haben möchte, schreibt uns bitte eine Mail an Hundekontakt@AOL.com

Mit Versand kostet der Kalender 12.00 €

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17.11.2020

Wie man an seinem Gesicht unschwer erkennt, war es heute kein guter Tag für den armen Carlos. Wir hatten bemerkt, dass Carlos im hinteren Rückenbereich zwischen Ende der Lendenwirbelsäule und dem Rutenansatz ungeheuer schmerzempfindlich reagierte.

So wurde der Bub in Narkose gelegt und geröngt. So wie es aussieht, hat er eine Cauda equina. Dabei handelt es sich um eine Einengung des Wirbelkanals von den letzten Lendenwirbeln an Schwanzwärts. Dies ruft starke Nervenschmerzen und im späteren Stadium Lähmungen hervor. Unserer Physio war aufgefallen, dass Carlos die Rute nicht heben kann, was ebenfalls für diese Diagnose spricht.  Es wird in Vorbereitung der Operation noch ein CT gemacht werden müssen. Carlos ist über all das alles andere als amused und war den Rest des Tages ziemlich schlecht gelaunt und hielt sich lieber von uns fern. Ich hoffe es gelingt uns noch ihn davon zu überzeugen, dass wir ihm helfen wollen und dass das leider nur so geht. Die Operation wird einen ganzen Berg Euronen verschlingen und wahrscheinlich werden wir euch um Hilfe bitten müssen, wenn es soweit ist. Fest steht, Carlos können nur durch eine Operation die Schmerzen genommen und wieder Lebensqualität gegeben werden. Mit seinen sechs Jahren hat er noch viele Jahre vor sich und die soll er Schmerzfrei genießen können.

Inzwischen ist Neuankömmling Sofie auch schon etwas aufgetaut. Frauen findet sie deutlich sympathischer als Männer und das sicherlich nicht ohne Grund. Das nette Mädel hat eine wahre Odyssee hinter sich, die sie seelisch sehr mitgenommen hat.

Sofi lebte viele Jahre zusammen mit ihrem Hundekumpel bei der Arbeitsstelle einer jungen Frau, die die beiden versorgte. Diese musste nun ins Ausland und sorgte sich sehr, was aus den beiden Hunden werden würde. Sie informierte den Tierschutzverein und die Hunde kamen auf eine Pflegestelle. Der Rüde büchste dort immer wieder aus, also mussten sie wieder die Stelle wechseln. Die nächste “Pflegestelle” hängte die beiden zur Sicherheit an die Kette, damit der Rüde nicht wieder auf Wanderschaft gehen konnte. Das wird er nie wieder, denn der arme Kerl erdrosselte sich an der Kette. Sofie wahr sehr erschüttert über den Verlust ihres Kameraden und wurde an eine andere Stelle verfrachtet. Das gab dem Mädel den Rest, sie war völlig durch den Wind und verstand die Welt nicht mehr. Wen wunderts. Die ersten beiden Tage bei uns war Sofie völlig in sich gekehrt und hat fast nur geschlafen. Aber inzwischen erwachen die Lebensgeister wieder. Sie wedelt freudig wenn es spazieren geht und hat schon ein paar Helferinnen denen sie zu trauen beginnt und sich über Streicheleinheiten freut. Das wird liebe Sofie, deine Zukunft sieht rosiger aus, als du dir das im Moment vorstellen kannst.

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16.11.2020

Wie ihr wisst, liegen uns die Alterchen besonders am Herzen. Wenn es einem von ihnen nicht gut geht, tun wir alles was möglich ist und Sinn macht. Besonders schlimm ist es für uns, wenn es einem Oldie schlecht geht, der bereits ein langes Leben der Vernachlässigung hinter sich hat, der nie was Schönes hatte. Gerade diese sollen es auf der Zielgeraden des Lebens nochmal so schön und umsorgt wie möglich haben. Am Wochenende ging es der alten Oma Goldie nicht gut, ihre Hinterbeinchen versagten fast vollständig ihren Dienst. Unsere Physio Isa war sofort zur Stelle um das kleine Mädel zu behandeln und gestern habe ich einige Naturheilkundliche Medikamente zu ihr gebracht. Goldie hat sich auf ihrer liebevollen und sehr versierten Pflegestelle so schön entwickelt, fühlt sich wohl und geborgen und genießt inzwischen Berührungen, die ihr Anfangs ja völlig ungewohnt waren und auf die sie mit Abwehr reagierte. 58 Tage ist sie erst da, das darf noch nicht alles gewesen sein. Ihr Blutbild hat sich so sehr verbessert, gutes Futter und gute Pflege machen sich deutlich bemerkbar. Heute Morgen der erlösende Anruf, die Behandlungen und Medikamente scheinen anzuschlagen, die Omi ist heute schon etwas fitter und kann ihre Beinchen wieder benutzen. Zwar nur für kurze Strecken aber immerhin es gibt eine spürbare Verbesserung. Bitte drückt dem kleinen Mädel die Daumen, dass es sich nochmal berappelt.

Im November 2012 brachte ich aus der Tötung von Vitoria einen damals ca. 8 monatigen Rüden mit.

Im November 2012 brachte ich aus der Tötung von Vitoria einen damals ca. 8 monatigen Rüden mit. Ein knuffiger Hundebub, der bald ein Zuhause bei einer Familie mit einem weiteren Wörrstädter fand. Zwei Monate später zog Cosmo die Lederjacke an und segelte mit vollem Karacho in die Flegelphase. War plötzlich außer Rand und Band und schrottete seinem Frauchen die Schulter. Er kam im Februar 2013 zu uns zurück.

Die Jahre gingen ins Land und Cosmo zog die Nietenjacke nicht aus. Alles was er tat, machte er mit maximaler Energie. Mister 1000 Volt. Es gibt kein Bild was diesen Hund besser beschreibt, als dieses hier…

Klar hatte Cosmo Anfragen, ist ja schließlich ein hübscher Bub, dazu im Haus lieb und ruhig und auch nett mit Kindern, aber draußen einfach eine Wildsau. Letztlich wurden mehr als siebeneinhalb Jahre daraus und wir dachten nicht, dass sich das richtige Zuhause für den liebenswerten und verrückten Burschen finden würde. Und wie das Leben manchmal so spielt kommt ein nettes Ehepaar als Helfer neu ins Team. Sie sind Hundeerfahren und lieben die Herausforderung, mit einem rundum sorglos Paket umgehen kann schließlich jeder, das ist eher nicht so ihr Ding. Ihr Dobermannbub war verstorben und sie waren auf der Suche nach einem neuen Hundekumpel. Ihr Blick fiel auf Cosmo, der Tausendsassa hatte es ihnen bald angetan. Es folgten viele lange Wochenendausflüge mit Cosmo, die drei lernten sich gut kennen und dann stand der Entschluß fest, der iss es. Als sich die “Romanze” anbahnte, hielten wir alle die Luft an und hofften so sehr, dass es was werden möge. Und es wurde, was uns alle hier unheimlich glücklich machte. Wir hatten Cosmo vorher nochmal durchchecken lassen und dabei kam auch zutage warum er so ein Marathonhund ist. Er hat das Blutbild eines Leistungssportlers der gerade Blutdoping bekommen hat. Viel mehr rote Blutkörperchen als normal, die natürlich dann auch entsprechend mehr Sauerstoff aufnehmen können. Cosmo wäre der ideale Blutspender. Aber jetzt hat er erstmal andere Prioritäten, jetzt ist genießen angesagt, Familienleben, viele Kuschelstunden und sich weiterhin mit seinen sportlichen Menschen auspowern dürfen. Machs gut Cosmo, du bist sicherlich einer der Hunde, die hier nie in Vergessenheit geraten wird!!!

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15.11.2020

Das Wochenende hatte wieder reichlich was zu bieten. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Am Freitag ist die lustige Joy in ihr neues Zuhause umgezogen. Sie ist jetzt die Kumpeline vom Felix, der ebenfalls aus dem bulgarischen Tierheim kommt und vor einem halben Jahr adoptiert wurde. Der kleine Kerl hat sich so über seine Gefährtin gefreut, dass die Begrüßung direkt eine Spielaufforderung war. Die zwei haben getobt als gäbe es kein Morgen und haben geschlafen wie die Murmeltiere. Leider war es am Freitag so nebelig und duster, dass die meisten Bilder völlig unscharf geworden sind.Die zwei sind jedenfalls ein super Team, das sich gesucht und gefunden hat.

Gestern wurden die frisch gebundenen Adventskränze abgeholt und die Mädels haben sich ans Werk gemacht. Damit ihr schon mal einen Eindruck habt was für wunderschöne Kreationen dabei heraus gekommen sind, hier mal ein paar Beispiele:

Am frühen Samstag Abend kamen drei Neuankömmlinge aus Bulgarien. Ole und Carlotta sind 9 Monate jung und hatten das Glück nicht im Tierheim sein zu müssen, sondern waren in einer Notpension untergebracht. Während Carlotta von der langen Fahrt völlig unbeeindruckt war und gleich neugierig auf Erkundung ging, war Ole völlig von den Socken. Der kleine Kerl war sehr gestresst und zeigte das auch deutlich. So ganz hat sich Ole noch nicht berappelt aber er ist schon lockerer geworden und dabei ist ihm Carlotta eine große Hilfe. Die achtjährige Sofie ist noch sehr schüchtern und wollte noch nicht fotografiert werden. Morgen erzähle ich euch mehr zu den Dreien.

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