Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

10.05.2026

Anderthalb Jahre wanderte Saphira in dem bulgarischen Tierheim zwischen Zwinger und Kette hin und her bis sie am 19.12.2023 zu uns kam. Super mit Hunden brauchte das große Mädel aber geraume Zeit bis sie mit uns Menschen warm wurde. Ihr Vertrauen musste man sich mit Geduld erwerben. Wie das Glück es endlich wollte, fand Saphira ihren neuen Menschen in Form unserer Helferi Uli, bei der bereits schon drei ehemalige Wörrstädter, alles Herdenschutzhunde, ein gutes, erfülltes und geliebtes Leben gefunden hatten. Letzte Woche ist Saphira umgezogen und hat sich inzwischen mit der Couch und ihrem luxuriösen Hundebett angefreundet. Uli ist glücklich mit ihrer neuen Gefährtin und Saphira ist es mit Uli auch. Dann brauchen auch wir nicht mehr um glücklich zu sein 🙂

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08.05.2026

Ich hatte euch ja erzählt, dass wir vor Kurzem mit Limbo auf einem speziellen Seminar waren um Anregungen zu bekommen wie wir am besten sein Training aufbauen um seine Baustellen zu minimieren. Unsere Mitarbeiterin Kim macht nun tägliches Einzeltraining mit Limbo und es sind Fortschritte zu erkennen. Er ist schon etwas geduldiger, beginnt seine bei Kleinigkeiten überschäumenden Reaktionen besser in den Griff zu bekommen und andere Lösungsstrategien zu finden. Das ist schön zu sehen und tut Limbo auch mental gut. Also wir sind auf einem guten, wenn auch langen Weg. 

Auch mit Limbos Kumpeline Mimi werden täglich wichtige Dinge geübt, denn durch die schweren Misshandlungen die sie erlitten hat, wehrt sie sich gegen Manipulationen wie bürsten und besonders bei Tierarztbesuchen. Dazu gehört das hochgehoben werden, da kämpft sie schier um ihr Leben vor Angst. Ohne Mauli zur Absicherung geht das nicht. Wir üben hochheben jetzt täglich und so langsam wird auch das besser.

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07.05.2026

Wir haben einige Hunde die wirklich große bis panische Angst vor Männern haben. Wir möchten uns lieber nicht vorstellen was passiert sein muss dass sie so reagieren. Auch wenn wir männliche Mitarbeiter und Ehrenamtliche haben, es dauert lange, lange bis manche dieser Hunde in der Lage sind wieder etwas Vertrauen in Männer zu haben und manche können ihre Angst einfach nicht überwinden. Das macht eine Vermittlung natürlich sehr schwierig, da explizit Frauenhaushalte für diese Hunde gefunden werden müssen. 

Manchmal gelingt es, so wie für den kleinen Ravi der ein solcher Männer Phobiker ist. Er lebt jetzt in einem Frauenhaushalt. Zwar kommt der erwachsene Sohn alle zwei Wochen zu Besuch aber das ist zu managen und vielleicht wird sich Ravi über die Zeit fangen. Wünschen tun wir es ihm, denn je weniger Stress im Hundeleben umso besser. Hab Mut kleiner Kerl, es gibt auch nette Männer.

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06.05.2026

Gestern ging nix mit dem Tagebuch, da Deutschlandweit alle Seiten mit .de nicht erreichbar waren. Jetzt gehts wieder und da bin ich.

Endlich gabs mal etwas Regen aber viel zu wenig. Vielleicht kommt heute Nacht noch was. Wir hatten hier zwar keine Gewitter aber irgendwie hing es doch in der Luft und viele unserer Hunde waren aufgeregter als normal. Von den im Moment trüberen Tagen kann ich euch vielleicht zumindest mit ein paar schönen, sonnigen Bildern vom Wochenende ablenken. 

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04.05.2026

So ein helles Köpfchen wie unser 18 Monate junges Mini Australian Sheperdmädchen Mimi im Tierheim wirklich auszulasten gelingt in der Regel leider nicht. Umso schöner war es für Mimi, dass sie gestern mit unserer Helferin Nadine auf einen Ausflug / social walk mit durfte. Sie hat es super gut gemacht, alles ganz locker und entspannt und hatte großen Spaß dabei. Was wären wir froh, wenn sich endlich die richtigen Menschen für Mimi finden würden. Menschen die ihren Hund gerne artgerecht auslasten, fördern und fordern, denn als Aussie lechzt Mimi förmlich danach. Da sie sehr verschmust ist sehnt sie sich nach Nähe und Kuscheleinheiten. Leute wo seid ihr? Mimi fällt das Warten auf ihre Deckelchen echt schwer.

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03.05.2026

Feiertag oder Wochenende, egal, bei uns wird immer geschafft. Aska sieht das ganz genauso und buddelt was das Zeug hält. Keine Ahnung was sie motiviert so einen riesen tiefen Krater zu graben aber irgendwas lockt sie…

Finni, Maddi, Alva, Fuzzy und Emmi entspannen lieber und genießen nochmal die Sonne. Jetzt wo der Küchenhof so schön geworden ist, wurde auch das alte Spielgerüst restauriert und bunt angemalt, sieht doch gleich viel hübscher aus.

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01.05.2026

Wollt ihr wissen wie unser Tag hier im Hundeheim war? Sooooo gut 🙂

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30.04.2026

Huhu, Franny hier, das Wetter soll toll werden Morgen. Also egal ob ihr am Tag der Arbeit arbeiten müsst oder wollt oder euch nen Lenz macht, habt einen schönen Tag. Bei uns im Hundeheim sind viele liebe Ehrenamtler angekündigt, die uns einen schönen Tag machen werden. Wir freuen uns schon 🙂

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29.04.2026

Am Ende eines schönen sonnigen Tages haben wir wenigstens noch eine gute Nachricht. Bei dem bei Oma Rosa am Bein wegoperierten Knubbel handelt es sich um einen fibrösen, kutanen Polypen, also etwas gutartiges und mal KEIN! Krebs. Das tut gut und wir sind sehr froh über dieses Ergebnis.

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28.04.2026

Unser Limbo sagt: natürlich kann man ohne Frustrations- und Impulskontrolle leben und einfach bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit unterwegs austicken. Wir sagen es lohnt sich das in den Griff zu bekommen da das Leben dann viel angenehmer und stressfreier wird, für Hund und Mensch. Und deswegen war unsere Mitarbeiterin Kim mit Knallkopf Limbo zu einem intensiven Training bei „Chaoten auf 4Pfoten“.

Es war anstrengend für Hund und Mensch hat sich aber ohne Zweifel gelohnt, denn ohne viel Arbeit in den Bub zu investieren sind seine Chancen auf ein Zuhause sehr gering da die meisten Menschen keine Lust haben mit ihrem Hund an Baustellen zu arbeiten. Dafür ist er viel zu jung und außerdem ist er drinnen sehr lieb und charmant, sein Problem ist alles was draußen auf ihn einstürmt. Das Seminar hat uns neue Ansätze und Herangehensweisen eröffnet und die ersten kleinen Erfolge stellen sich bei täglichem Training ein. Es wird ohne Frage ein langer Weg aber wir werden ihn zusammen mit Limbo gehen. Er arbeitet gut mit auch wenn seine Konzentrationsspanne noch kurz ist aber Limbo hat Potiental das gefördert werden will und um aus seinem wilden Kopfkino herauszukommen braucht er unsere Hilfe und die bekommt er.

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