Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

08.10.2025

Am Montag musste unsere große Daschka unters Messer. Sie hatte eine große, harte Umfangsvermehrung am oberen Rücken die entfernt wurde. Daschi hat sich wieder prima benommen und war schneller als gedacht aus der Narkose erwacht. Das rausoperierte Teil wurde zum Pathologen geschickt und wir hoffen, dass nichts Schlimmes dabei rauskommt.

Das dürre Hemd ist der anderthalbjährige Stevie. Er wurde im Nirgendwo mit ein paar Klamotten seiner Vorbesitzer ausgesetzt, wahrscheinlich dass er da bleibt und nicht hinterherläuft.

Zum Glück wurde er von netten Menschen gefunden und ins Tierheim gebracht. Jetzt heißt es den Buben erstmal aufpäppeln bevor es kalt wird. Stevie ist ein freundlicher Kerl, super verträglich, der sich sehr nach Nähe und Zuwendung sehnt.

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07.10.2025

Längere Ausflüge außerhalb der Tierheimroutine sind für unsere Hunde ein ganz besonderes Highlight. Heute kamen Miguel und Zina in den Genuß. Zumindest hat es mal nicht geregnet, so dass es gleich noch mehr Spaß machte. Die Beiden waren heute Abend sehr zufrieden und werden bestimmt besonders gut schlafen.

Fünf Termine hatten wir für Rübe ausgemacht, alle fünf erschienen nicht und sagten auch nicht ab. In Rübes Fall waren aller guten Dinge nicht drei sondern sechs, den die sechsten Interessenten kamen und waren auch noch der Volltreffer.

Rübe lebt jetzt mit seiner Hundefreundin und seiner neuen Familie im schönen Westerwald. Er hat den Umzug super gemeistert, ganz cool als würde er das alles schon kennen. Seine Hundefreundin hat sich gefreut ihn wiederzusehen und die Menschen erst recht. So Rübi jetzt gehts ab ins richtige Leben, besser hättest du es nicht treffen können.

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06.10.2025

Auf einem der Videos von gestern war auch Oma Rosa zu sehen. Die zehnjährige Dogo Argentino-Pointermixhündin fand der bulgarische Tierschützer Iwo in einem erschreckenden Zustand in einem Verschlag im Tierheim. Trotz schlechter Blutwerte und starker Abmagerung hatte man sie noch kastrieren lassen, ein Wunder, dass sie das überlebt hat. Iwo brachte Rosa sofort in eine Tierklinik, dass sie gut versorgt und behandelt werden konnte.

Rosas Gesäuge zeigt, dass sie unzählige Welpen zur Welt gebracht hat. Sie ist eine sanfte, lebensweise Seele, die ein Leben voller Entbehrungen und Vernachlässigung hinter sich hat. Da sie mit ihrem dünnen Fell und ohne jegliches Unterfell den Winter in dem bulgarischen Tierheim nicht überstehen würde ist sie jetzt bei uns und wird in den nächsten Tagen mit in die Gnadenbrotgruppe ins Haus ziehen. Rosa hat keinerlei Muskulatur und ist sehr schwach auf den Hinterbeinen. Mit Isas Hilfe, guter Pflege und Bewegung wird sich da sicher noch einiges verbessern lassen. Wir freuen uns, dass Oma Rosa da ist und hoffen, dass ihr noch viele gute Jahre vergönnt sind.

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05.10.2025

Das war ein langer Tag gestern. Um 04.15 kamen unsere neuen Schützlinge aus dem bulgarischen Tierheim in Ruse an. Fertig mit unserem Tagwerk waren wir dann Abends um 21.30. Wie gut dass wir zwei Bekloppten das nach knapp 30 Jahren immer noch so durchziehen, denn das macht kein Mitarbeiter mit, für die gibt es wenigstens Arbeitszeitbegrenzungen.

Unsere Neuzugänge sind 

Boschka eine dreieinhalbjährige große Münsterländerhündin

Brent ein viereinhalbjähriger, großer Mischlingsrüde, der mit fünf Monaten in das Tierheim kam und nun vier Jahre an der Kette hing.

Und Cisco, ein super netter fünfjähriger Deutsch Drahthaarmixrüde

Alle drei hingen in dem bulgarischen Tierheim an der Kette und sind unglaublich froh dem entronnen zu sein. Die kurzen Videos geben einen kurzen Einblick wie sehr sie es genießen. Sobald wir die Neuen besser kennengelernt haben gibts mehr zu ihnen.

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02.10.2025

Auch unser kein-Ohr-Hund Beau hat letzte Woche seine Deckelchen gefunden. Menschen die nicht an Äußerlichkeiten hängen, wobei wir von Anfang an Beau auch ohne Ohren hübsch fanden, deshalb ja sein Name. Der junge Wirbelwind kommt in seinem neuen Zuhause gut zur Ruhe und es läuft alles viel besser als erwartet. Bisher haben wir noch nicht so viele Bilder aber mehr sind versprochen. Wir warten voller Ungeduld 😉

Liebe Grüße schickt auch Alice jetzt Foxy, die sich prima eingelebt hat und ihr Kuschelbett und die gemütlichen Pausen liebt.

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01.10.2025

Die meisten Tierheime und viele Tierschutzvereine werden den Kampf mit dem Veterinärämtern kennen. Wie es immer ist, gibt es tätige und untätige Amtsveterinäre, letztere sind für die betroffenen Tiere oft das Todesurteil. Ich möchte euch heute auf eine Petition aufmerksam machen, die mir sehr am Herzen liegt:

Das Problem

Für eine gründliche Aufklärung und angemessene Bestrafung des langjährigen grausamen Tötens von Katzenbabys in der Samtgemeinde Bodenteich


Hintergrund
Im Fall Bad Bodenteich (Landkreis Uelzen) wurden neugeborene Katzenbabys in Schraubgläser gesteckt und qualvoll dem Ersticken überlassen. Mindestens drei Tiere starben, ein weiteres überlebte zunächst, verstarb jedoch später an den Folgen. (Quelle: AZ Online)

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat das Verfahren gegen den beschuldigten Mann eingestellt – mit der Begründung, es liege „kein öffentliches Interesse“ vor.

Damit wird ein Signal gesetzt, dass grausame Tierquälerei ohne ernsthafte Konsequenzen bleiben darf.

Unsere Forderung
Wir fordern:

Die Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens gegen den Beschuldigten, da Zeugenaussagen und das geständige Verhalten belegen, dass nicht von einer einmaligen Tat oder Bagatelle ausgegangen werden kann.
Eine korrekte und vollständige Abfrage der Aussagen aller Zeugen, ebenso derer, die die Vorfälle der vergangenen Jahre bestätigen können. Ebenso fordern wir eine zweckmäßige Zeugenermittlung, um die Umstände in dem Haus zu beleuchten, z.B. durch Angehörige oder weitere Personen, die regelmäßig Kontakt zu dem Täter haben oder hatten.

Wir fordern eine umfassende strafrechtliche Ahndung dieser Taten sowie eine angemessene Strafe, die deutlich macht, dass Tiere kein bloßes Eigentum sind, sondern gesetzlich verankerte Schutzrechte haben.

👉 Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift, damit dieses Verfahren wieder aufgenommen wird und Tierquälerei in Deutschland konsequent verfolgt wird.

https://chng.it/DHJTNMTK2r

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30.09.2025

Unser großer Schnubbel Freia war gestern wieder bei der Augenärztin. Im linken Auge hatte sie einen Nickhautdrüsenvorfall. Bei der Op wurden ettliche Zysten entdeckt, die sich offensichtlich nach einer bereits in Bulgarien an diesem Auge vorgenommenen Op gebildet hatten, das machte die ganze Sache um einiges aufwändiger als gedacht.

Gleichzeitig wurde auf beiden Seiten eine Lidkorrektur durchgeführt, da die Lider durch die schweren Lefzen immer so nach unten gezogen werden und dadurch für Entzündungen u.ä. viel anfälliger sind. Freia sah heute jedenfalls aus wie Klitschko nach einem verlorenen Kampf, aber in ein paar Tagen wird alles abschwellen. Das große Mädel ist leider nicht so sehr kooperativ beim verabreichen der Augensalbe, weil sie einfach den Kopf nicht stillhalten will. Aber wat mut dat mut…

Heute Abend hatte Daschka ihren Auftritt beim Tierarzt zum Blut abnehmen im Vorfeld zu einer für nächste Woche geplanten OP. Sie hat sich absolut vorbildlich verhalten wie sie es immer macht wenn sie mit Christian unterwegs ist. Daschi weiß, dass Christian alles regelt und sie sich ganz entspannt zurücklehnen kann.

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29.09.2025

Am letzten Freitag kam noch ein weiterer Neuzugang, der anderthalbjährige Toni, ein optisch sehr origineller Rottweilermixbub. Ein Verein der in Spanien ein Tierheim betreibt hatte Toni an ein Ehepaar gegeben die sich als Pflegestelle angeboten hatten. Leider waren diese völlig ungeeignet und so sollte Toni auf die Schnelle wieder weg….

Wie immer die Gretchenfrage wohin? Wie so oft landete man bei uns und Toni dann letztlich auch. Er ist ein typischer junger „Halbstarker“ von richtig nettem Wesen, altersentsprechend agil, manchmal übermütig, verspielt und etwas rempelig, aber alles im Rahmen. Verträglich ist er gut und seine Optik ist wirklich ungewöhnlich und wie wir finden sehr ansprechend. Wo sind die Rottweilerfans für solch einen tollen Buben?

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28.09.2025

Dieser kleine Yeti ist unser Pippin. Ja ich weiß, es wird Zeit dass er geschoren und wieder schön gemacht wird. Jedenfalls hatte der Schatz das große Glück mit unserer Helferin Nadine auf einen social walk mitzudürfen. Mit Stanley und Mina waren noch zwei ehemalige Wörrstädter mit dabei. Es war eine tolle Erfahrung für Pippin, er hatte richtig Spaß und konnte ganz neue Eindrück sammeln.

Das ist immer eine super Chance für unsere Schützlinge. Nadine war mächtig stolz auf Pippin wie gut und begeistert er alles mitgemacht hat. Jetzt fehlen zu seinem Glück nur noch die richtigen Menschen. Leider gestaltet sich das schwierig da er durch ein kleines Loch pullert und nicht durch seinen Penis. Er kann die Blase kontrollieren was doch das Wichtigste ist, oder sein sollte. Na ja, wir haben eh eine andere Einstellung zu den Dingen als die meisten Menschen aber vielleicht findet Pippin doch noch seine Deckelchen. Er hätte es so sehr verdient und wickelt mit seinem Charme und seiner liebenswerten Art die Menschen ganz schnell um seine kleinen Pfoten.

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26.09.2025

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Die rosarote Tierschutzbrille auf und helfen wollen ohne Sinn und Verstand und dann noch nicht einmal für die Hunde die man ins Land schleppt die Verantwortung übernehmen. „Vermittlungen “ wo jeder Depp der sich auf einen Hund meldet diesen dann auch ungeprüft bekommt…. Ich hör jetzt auf, weil ich habs so satt, weil es viel zu viele gibt die so handeln. Ausbaden müssen es dann wie immer die Hunde.

In dem Fall der kleine Limbo. Auch wenn wir nicht für seine Einfuhr von Malta nach Deutschland verantwortlich sind, wollen wir nicht dass er unter die Räder kommt oder zum Wanderpokal wird und deswegen haben wir ihn aufgenommen. Limbo fühlt sich wohl in seiner Gruppe um Gismo, Emilio, Nima und Zara. Nima hat ihn direkt als den jungen Flegel erkannt der er ist und hat ihn erziehungstechnisch unter ihre Fittiche genommen. Das wird ihm gut tun und er wird viel lernen. Na denn, auf zu neuen Ufern junger Mann….

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