20.05.2015

Normalerweise haben wir für jeden Tag zumindest einen groben Plan was wir erledigen möchten. An manchen Tagen erledigt sich dieser Plan dann schon bevors so richtig mit der Arbeit losgeht. Heute war so ein Tag.

Wie so oft erhielten wir während der Fütterzeit einen Anruf, dass in Zornheim ein Hund angefahren worden sei, der nun nicht mehr aufstehen könnte und wir sollten dringend kommen um den Hund zu bergen, denn keiner traute sich den Hund zu bewegen aus Angst ihn noch mehr zu verletzten oder dass er aus Angst und Schmerz vielleicht beissen würde. Der Anrufer hat einen Hund von uns und wusste, dass wir uns gleich darum kümmern würden. Die Frau der der Hund ins Auto gelaufen war und drei Polizeibeamte waren auch noch an der Unfallstelle. Christian machte sich sofort los. Eine ältere Labradorhündin lag am Seitenstreifen im Gras und konnte nicht aufstehen.

In der Zwischenzeit war auch der Besitzer der Hündin an der Unfallstelle angekommen und wollte sie mit der Schubkarre nach Hause fahren, da sie nur 200 Meter weg wohnten. Christian konnte ihn überzeugen, dass er beide direkt zur Tierärztin fuhr, damit sie gleich untersucht und behandelt werden konnte und nicht mehr als nötig bewegt werden musste. Wir hoffen, es geht dem Hundemädchen einigermaßen gut.

Da ausgerechnet heute nur ein Helfer da war, kamen wir mit allem in Verzug, vor allem da um kurz nach 11.00 ein Ehepaar kam, das seinen Hund bei uns abgeben wollte. Ein junger Rauhhaarpodencomix, der Zuhause die Katzen jagte, was eigentlich für einen Podenco das Normalste der Welt ist und sozusagen fast genetisch angelegt ist. Er war von einem anderen Verein vermittelt worden, die ihn jetzt aber nicht aufnehmen konnten. Wir brachten ihn dann mit Luke, Punky und Sue zusammen was auch ganz gut klappte. Parallel wurde Lola wieder in ihre alte Gruppe bei Lou zusätzlich Slomo integriert, da sie es doch lieber etwas ruhiger hat und auch Mora zog wieder zurück, da es mit den Kumpels bei Mendi nicht so gut harmonierte.

Zwischendurch rief dann auch noch Takko aus Wörrstadt an, dass ein Mops mutterseelenallein auf dem Parkplatz herumirren würde. Diese Mal machte sich Steffi sofort auf den Weg, um das kleine Knautschgesicht einzusammeln, das kurz darauf von seinem überglücklichen Besitzer wieder in die Arme geschlossen wurde.

Ja, der Vormittag heute hatte es wirklich in sich und die späte Mittagspause hatten wir uns redlich verdient. Ganz vergessen habe ich bei dem ganzen, dass Christian selbst im Moment einige Blessuren hat, da er gestern aus ziemlicher Höhe von einer Leiter auf die Betonplatte der Werkstatt gestürzt ist.  Zum Glück sind wir alle keine Jammernasen und hart im nehmen, aber manchmal wärs trotzdem schön, wenn man sich in so Momenten etwas mehr schonen könnte als immer nur die Zähne zusammen beissen zu müssen….

Es ist schon wieder nach Mitternacht und ich als Nachteule bin wie fast immer hellwach, also bietet es sich doch an, den Rechenschaftsbericht zu Ende zu schreiben. Schlaft alle schön, ich halte „Wache“;-)

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