Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.
Kurz bevor bei uns Aufnahmestopp wegen größerer anstehender Bauarbeiten bei uns ist, sind gerade eben nochmal vier Schätze aus dem bulgarischen Kettentierheim bei uns angekommen. Die zweijährige Cherry mit ihrem einjährigen Sohn Mango, zwei ganz süße Früchtchen. Obwohl sie sehr aneinander hängen wurden sie auf dem Transport getrennt untergebracht und hatten jeweils fremde Hunde mit in der Box. Cherry war sooo froh als sie Mango wiedergesehen hat. Jetzt ist erst mal mit vollem Bäuchlein ganz in Ruhe in weichen Betten ausschlafen angesagt. Und ab Morgen steht jeder Tag unter dem Motto, neuer Tag, neues Glück.
Beim Frühlingsfest letztes Jahr war Anouk auch zeitweise mit oben auf der Festwiese. Dieses Jahr schaut er uns von oben zu und ich bin ganz sicher, er wünscht uns gutes Wetter und ganz viele, nette zwei- und vierbeinige Gäste.
Wenn man Abends von 22 schlafenden, schnurchelnden Hunden umringt ist, dann hat das seine Auswirkungen und denen gebe ich jetzt einfach mal nach, falls mir die beiden großen Grazien Dori und Rosa genug Platz lassen aber wir werden uns da schon einig. So wie sich Rosa und Oma Riwka ganz harmonisch ein Bett teilen.
Das ist schon echt ein hartes Leben hier bei uns im Hundeheim 😉 Wie so viele andere unserer Schützlinge genießt Toffee die Sonne die endlich wieder scheint. Nicht dass wir uns einen Lenz machen könnten aber unseren Hunden sei es gegönnt.
Bisher waren die Rückmeldungen auf unseren geplanten Gartenmarkt leider noch etwas verhalten, deshalb wollte ich euch bitten mal zu schauen, ob ihr uns da nicht doch etwas unterstützen könnt.
Jetzt hat Monti wieder was zu lachen, er hat seine Menschen gefunden und ist umgezogen. Der kleine Knopf hat das sehr cool gemacht, selbstbewusst und wie selbstverständlich als wäre er dort schon immer gewesen. Vergessen ist die Hoffnungslosigkeit die in seinem Blick lag, alles Schnee von gestern, jetzt wird wieder geliebt, gelebt und gelacht. Gut für dich kleiner Monti.
Malu ist einfach ein Schatz und das haben ihre neuen Menschen schnell erkannt. Und so durfte das liebe Mädel letzte Woche umziehen. Sie lief ins Haus, schaute sich kurz um und dann ab auf die Couch und erstmal ganz in Ruhe ein Schläfchen machen. Ja so gehts auch, unaufgeregt, kein Gedöns, einfach ankommen und überzeugt sein hier bleibe ich. Hab ein tolles Leben liebe Malu.
Das war eine intensive Woche geprägt von einem Tiererarzttermin nach dem anderen. Alle unsere Schätze haben sich vorbildlich verhalten!
Layla war ja zur Abklärung wegen ihres Humpelns. Die Röntgenbilder ergaben, dass sie leider eine Patella Luxation (ausgerenkte Kniescheibe) hat. Der Orthopäde vermutet, dass die Rinne in der das Knie läuft zum Zeitpunkt ihres Unfalls noch nicht ausreichend ausgebildet war da sie noch so jung war. Fakt ist es muss operiert werden was nächste Woche passiert. Die Platte die sie wegen des Oberschenkelbruchs im Bein hat kann drin bleiben. Mal schauen wie wir das agile Mädel nach der OP über Wochen ruhig halten, das wird eine Herausforderung.
Unsere Monic hast seit langem eine nicht heilende Ohrenentzündung. Trotz vieler Tierarztbesuche, Abstrichen und täglicher Reinigung und Behandlung änderte sich ihr Zustand kaum. Deshalb wurde heute ein CT gemacht. Es ergab, dass das komplette Mittelohr zu ist und auch Monic nächste Woche operiert werden muss. Es steht im Raum, dass der komplette Gehörgang entfernt werden muss. Es gibt nur sehr wenige HNO Ärzte die eine solche Operation versiert durchführen können. Zum Glück verfügt die Tierklinik Trillig über eine in dieser Hinsicht erfahrene HNO Ärztin.
Das sind keine ganz so rosigen und vor allem teure Aussichten aber Hauptsache unseren Mädels kann geholfen werden. Einziger Lichtblick war dass bei unserer Mimi die auch mit war weil sie immer wieder mal etwas komisch läuft, nichts festgestellt werden konnte. Da sie Anfangs sich vehement gewehrt hat wenn man sie im Bereich Kreuzbein/Lendenwirbel berühren wollte, nahmen wir an, dass sie dort Schmerzen hat. Es scheint aber eher ein Trauma aufgrund der erlittenen Misshandlungen zu sein, da sie es inzwischen mit gewachsenem Vertrauen gut toleriert.
Unsere Rike hat sich als Hundeflüsterin entpuppt. Die Familie mit dem großen Broholmermädel suchte einen sicheren, souveränen Zweithund der ihren großen Schisser an die Pfote nimmt, ihr das Leben erklärt und ihr den Rücken stärkt.
Rieke hat das vom ersten Moment an bestens umgesetzt, wusste sofort wie sie mit der Großen umzugehen hat, hat sie direkt zum spielen aufgefordert und ihr gezeigt, dass sie alles andere als bedrohlich ist. Das hat direkt Wirkung gezeigt und so durfte Rieke letzte Woche umziehen. Auch das hat sie völlig gelassen und fröhlich gemeistert. Jetzt ist Rieke da wo sie schon immer hin wollte, mittendrin mit ganz vielen Händen zum streicheln und einer netten Kumpeline. Ich hoffe, wir können dieses Jahr noch vielen unserer Hunde ihre Träume erfüllen.
Anouks Zustand hat sich über die letzten Tage massiv verschlechtert. Die Kraft verließ ihn zusehends, drückte immer wieder seinen Kopf wo gegen als ob er Kopfschmerzen hätte. Beim Tierarzt heute war Nuki teilweise kaum ansprechbar, seine Atmung wurde immer schwerer und bemühter und die Behandlung der Schleimhautwucherung war nicht erfolgreich. Ihr ahnt wo das alles hinführt, auf Nukis letzten Weg. Lekkerchen kauend ist er für immer eingeschlafen.
Drei Jahre war dieser wunderbare, unglaubliche nette und freundliche Bub bei uns. Drei Jahre in denen ihn alle die ihn kennenlernten tief ins Herz geschlossen haben. Drei Jahre war er unserer Daschi ein treuer Gefährte, wusste seine manchmal grummelige große Dame gut zu händeln und ließ sich nie von irgendwas die Laune verhageln. Nuki war ein ganz besonderer Hund und es ist bewundernswert, dass er sich nach einem harten, lieblosen Leben voller Quälerei sein sonniges und besonnenes Gemüt bewahrt hat. Er war zwar ein Herdenschutzhund aber das hat ihm nie einer gesagt und so wusste er es nicht. Mit aufpassen oder bellen hatte Anouk es so gar nicht, viel zu viel Aufregung für nichts. Nur mit seinem Futter war er sehr eigen, wer kanns ihm verdenken wenn man so gehungert hat wie er. Nun hat er seinen Frieden gefunden und konnte ihn Würde gehen. Du wirst uns und sicher auch Daschi sehr fehlen. Hab eine gute Reise Nuki.
So ihr Lieben, der Termin für unser Frühlingsfest steht: Sonntag 19.04.2026. – save the date!
Wir möchten mal was Neues versuchen, einen Gartenmarkt/ Pflanzenbörse. Schaut doch mal, ob ihr was dazu beitragen könnt und möchtet. Gleiches gilt für den Bücher-/Flohmarkt.