Jetzt ist der liebe Benni da wo er hingehört, weg von der Kette, rauf aufs Sofa. Der hübsche Bub mit den Kajalaugen ist umgezogen und hat in seiner liebenswerten, vorsichtig-ruhigen Art sein neues Zuhause erkundet und erobert. Das war anstrengend und deshalb musste dann nach der Erkundung erstmal dringend ein Schläfchen her. Jetzt kann Benni in Ruhe ankommen und sich in sein neues, gutes Leben einfinden. Lass es dir gut gehen Benni.
Vor achteinhalb Monaten kam Tahlia zum sterben zu uns, mit fatalen, nicht mehr messbaren Nierenwerten. Achteinhalb Monate ging es ihr erstaunlich gut. Gestern war der erste Tag an dem Thalia gar nichts gefressen hat.
So haben wir das Mädel heute Morgen und heute Abend an die Infusion gehängt. Zumindest hat sie heute Abend wieder was gefuttert. Da sie mir auf Schritt und Tritt hinterherläuft, habe ich viele Stunden bei ihr gesessen während die Infusion durchlief. Jetzt tut mir mein Sitzbeinhöcker und der verletzte Muskel so weh, dass nur noch ablegen hilft. Mal schauen wie es Thalia Morgen geht, ob noch ein Aufschub drin ist…
Das war Wettertechnisch ein wirklich sehr bescheidener Tag. Dann noch im strömenden Regen Abends füttern, bähh. Da hilft nur Eines, kuschelige Bilder von unseren Hunden in warmen, trockenen, gemütlichen Betten….
Bevor es zum Flughafen geht einen chinesischen Glückskeks abzuholen noch rasch eine super guuuute Nachricht. Die rausoperierten Tumore bei Franny waren alle gutartig, drei verschiedene Hauttumore die aber nicht zur Entartung oder Metastasierung neigen. Puhh, ich saß wie das Kaninchen vor der Schlange als die Mail heute reinkam bevor ich sie aufmachte. Jetzt ist wieder erstmal alles gut!
Mensch fast wäre es untergegangen dass Yibo vor über einer Woche in sein neues Zuhause gezogen ist. Er ist der perfekte Charmeur und weiß wie man Menschen in 0,nix um die Pfoten wickelt. Er ist nicht nur hübsch sondern auch ungeheuer lieb und so war es klar, dass er nicht lange auf seine Menschen warten muss. Lasst es euch so richtig gutgehen zusammen.
So einen ähnlichen Blick mit gaanz viel Stirnrunzeln hatten wir anläßlich eines ganz „besonderen“ Anrufs diese Woche. Eine Person ruft explizit wegen einem unserer Hunde an. Auf Nachfragen stellt sich heraus, dass er nach Angabe seiner Anforderungen von der KI diesen unseren Hund ausgeworfen bekam. Vielleicht sind wir zu alt für so ein Zeug….
Endlich haben wir die Ergebnisse des Pathologen. Es handelt sich bei den Gewebeproben aus Ohr und Nase nicht!!! um Krebs sondern im Falle des Ohres um eine Zyste. In der Nase hat Anouk eine polypöse Rhinitis, d.h. eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut bei der sich gutartige Gewebewucherungen in der Nase, Stirn- und Nebenhöhlen bilden. Kein Krebs ist prima aber deswegen hat er natürlich trotzdem dauernd die Nase verstopft, hat chronischen Nasenausfluss, bekommt schlechter Luft und bekommt durch die zunehmende Gewebewucherung irgendwann Kopfschmerzen. Im Moment bekommt Anouk Cortison in der Hoffnung alles zum abschwellen zu bringen. In vier Wochen haben wir eine Nachkontrolle mit einer Nasenspiegelung. Mhh, schön ist das nicht…
Mit uns im Haus leben nicht nur die Alten und Kranken sondern auch eine ganze Reihe junge/jüngere Hunde die keine Chance auf eine Vermittlung haben wenn sie nicht vorher das Zusammenleben mit Menschen in häuslicher Umgebung lernen können. Der Preis dafür ist manchmal hoch… Maka stellte unsere Geduld eine ganze Weile auf eine ziemlich harte Probe. Zerkaute Kabel/Ladekabel, himmelte den Fernseher, „las“ dutzende von Büchern und, und, und… Auch wenn der den Stress-less-Sessel von hinten derbe unter ihm gelitten hat, die Wolldecke nur noch in Fetzen erhalten ist, er liebt ihn heiß und innig und es ist sein Lieblings Schlafplatz, wahrscheinlich ist das auch der Grund warum die Vorderseite unbeschädigt geblieben ist. Inzwischen hat sich seine Neugier alles mit dem Maul und den Zähnen zu erforschen ziemlich gelegt, das lässt doch hoffen, dass aus Maka noch mal ein angenehmer Mitbewohner wird. Man wird so bescheiden mit den Jahren…
Ravi ist aus der Tötungsstation in Shanghai zu uns gekommen. Er hat in seinem kurzen Leben wohl nichts, also absolut gar nichts kennengelernen dürfen. Dafür ist der kleine Glückskeks trotz allem neugierig auf uns Menschen. Er friert zwar völlig ein, wenn man ihn streichelt, kommt aber immer wieder (aber natürlich nur in der Hundegruppe, denn nur gemeinsam ist man stark 😉) zu einem und erträgt die Streicheleinheiten und lernt Stück für Stück, dass Menschen gar nicht so schrecklich sind. Er braucht noch seine Zeit, um Vertrauen zu fassen, die bekommt er bei uns. Er hatte das große Glück zu unserer Helferin Ulrike auf Pflegestelle ziehen zu dürfen. Dort hat er ein ruhiges, Hunderefahrenes Umfeld mit derei Hundekumpels und wird sicher schneller Fortschritte machen als das hier bei uns möglich ist. An der Leine zu laufen üben auch wir noch, dass macht er aber schon erstaunlich gut. Für ihn suchen wir, wenn er so weit ist, ein ländliches zu Hause, mit einem geregelten Alltag ohne viel Veränderungen mit einem souveränen Zweithund, der zu seiner Energie passt. Mit Menschen die ihm seine Zeit geben und einfach nichts von ihm erwarten, denn dann ist seine Neugier geweckt und er will euch Kennenlernen. Ja das ist die Nadel im Heuhaufen, die suchen wir immer wieder für unsere Schützlinge, aber wir haben sie auch schon oft genug gefunden, deswegen geben wir die Hoffnung nicht auf!
Ambra lebte auch in dem bulgarischen Kettentierheim, zum Glück nicht so lange wie viele andere, aber dennoch muss sie sich noch an unser Leben hier gewöhnen. Sie ist etwas unsicher mit Menschen und reagiert dann aufgedreht, aber niemals negativ. Ansonsten ist sie verschmust, aber keine Langweilerin, sie möchte auch sehr gerne zwischendurch Action in ihrem Leben und mit ihren Menschen. Als Shar Pei Mischling ist sie Fremden gegenüber auch mal etwas reserviert, was akzeptiert werden sollte, da diese Eigenschaften für diese Rasse sprechen. Bisher zeigt sich unsere Frau Nase nicht territorial und kommt in der Hundegruppe gut klar. Ambra ist draußen eher unsicher, Straße und Autos findet sie noch etwas gruselig und kann dann auch mal den Rückwärtsgang einlegen, hier sollte ihr ruhig und bestimmt trotzdem der Weg nach vorne gezeigt werden, um ihre Unsicherheiten nicht noch zu bestärken. Im Feld ist sie dann etwas lockerer, immer noch etwas unsicher aber neugierig. Für sie wünschen wir uns ein zu Hause in ländlicher Umgebung, die auf evtl noch rassetypischer Eigenschaften von Shar Pei’s eingestellt sein sollten.