Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.
Bei manchen unserer Hunde weiß man nicht warum es so lange dauert, bis sie endlich ihre Menschen und ihr Zuhause finden. So wie bei Zina die mitnichten ein Problemhund war. Am 18.12.2022 kam sie aus dem bulgarischen Kettentierheim zu uns und ist endlich gestern aus- und umgezogen. Sie hat sich schnell im neuen Umfeld zurecht gefunden, sich ihr Couchplätzchen gesichert und dann erstmal gaaanz entspannt ein Nickerchen gemacht. Zina liebt die Nähe zu Menschen und das dabei sein dürfen und können. Von all dem wird sie jetzt ganz viel haben und wir freuen uns sehr für Zina den Absprung geschafft zu haben. Ihr Kumpel Miguel trauert sehr viel stärker als wir das vermutet hätten und ist reichlich neben der Spur. Mal schauen wir wie wir ihn aufmuntern.
Juhuu, Grace ist auch endlich in ein neues Zuhause gehopst, …und sieht das nicht gemütlich aus im sozialen Mittelpunkt der Familie. Auf dem Sofa! Wer auch immer sagt, ich möchte einen Familienhund, der sollte sich genau das wünschen, …ach, und zur Sicherheit fragt mal Grace und hunderte andere die uns in eine neue Familie verlassen haben.
Für ihre Verhältnisse macht sie viele Sachen schon ziemlich gut. Klar wer noch nie im Haushalt gelebt hat den kann da schon mal was irritieren, aber das wird schon. Wir wünschen ihr mit ihren netten Menschen einen tollen Neuanfang. Alles gute Spatz.
Wie so viele Hunde liebt auch unsere Talia Schnee, aber nur wenn es drinnen ist. Immer wieder interessant das Innenleben von Hundebetten… Dann geh ich wohl mal den Schneeschieber holen 😉
Ja hin und wieder gehe selbst ich mal zum Arzt. Der Orthopäde stellte schnell fest warum ich kaum sitzen, laufen oder mich bücken kann. Ein Muskelfaserriss direkt am Ansatz des Muskelstrangs am Sitzbeinhöcker. Das wird wohl etwas langwieriger…
So, heute ist unsere Lio, von Kim, zur OP Chauffiert worden. Zum Glück hats nicht geschneit. Aber wer beim Hund schon mal was vom Kreuzbandriß gehört hat; Nach der OP ist vor der OP. Die arme Maus muß jetzt erstmal 10 Wochen Schonung hinter sich bringen. Da in dieser Zeit aber das andere Bein überlastet wird, …drücken wir mal alle die Daumen.
Hoffentlich ist das zweite Herz nicht für das zweite Bein.
Jetzt ist auch Snouty, am Sonntag, in ihr neues Zuhause umgezogen. Vieles ist ihr noch etwas unheimlich, aber so wie wir sie kennen, wird sie sich schnell einleben, …und dann genauso freundlich frech sein wie hier bei uns. Wir wünschen ihr und iher neuen Familie einen guten Start ins neue Jahr und natürlich noch mal von mir (Christian), allen die dies lesen, ein gutes neues Jahr 2026.
Ich, mmh, Karin ist vorhin nämlich gestürzt und Treppenlaufen ist im Moment nicht, Computer ist aber im oberen Stockwerk, also heute ich. Paßt auf euch auf, es ist immer noch ziemlich glatt draußen, auch wenn es diesmal eine „Stolperpalette“ war. Hilft nicht, der Hintern tut richtig weh. Wer sich mal so richtig falsch gesetzt hat kann das vielleicht nachvollziehen. Gute Besserung Karin.
Und der nächste Auszügler, unsere kleine Melba. Couchplatz ist schon gesichert und viel alleine bleiben muss das anhängliche Mädel auch nicht mehr. Und wie es der Zufall so will wohnt direkt gegenüber die Ex Wörrstädterin Lucy, gemeinsame Spaziergänge sind schon in Arbeit 😉 Auf ins neue Leben.
Neues Jahr, neues Glück. Am 02.01.26 zog als Erster dieses Jahr Barry (schwarz) ins neue Zuhause um. Sein neuer Kumpel ist der Ex Wörrstädter Timmy. Die beiden Jungs haben richtig viel Spaß zusammen und sind sich von Energie und Unsinn in ihren pubertierenden Köpfen ebenbürtig 😉
Barry ist ins schöne Saarland gezogen und wird bestimmt auch mal mit Lyoner belohnt werden. Barry wurde als ganz junger Hund von einem alten Menschen angeschafft, der ihm in keinster Weis gerecht werden konnte und inzwischen in ein Pflegeheim umziehen musste. Der einjährige Barry genießt es daher jetzt umso mehr rennen und toben zu können. In seinem neuen Zuhause hat er sich gleich wohlgefühlt, viele Hände zum streicheln, viel Zeit zum spazieren gehen und den Kumpel als besonderes Goodie obendrauf. Jetzt kann das Leben richtig losgehen. Viel Spaß Barry!!!
Frohes Neues ihr Alle. Haben wir es mal wieder hinter uns gebracht. Auf dem Bild seht ihr die Ex Wörrstädterin Kenia der die Böllerei eine Heidenangst macht und ihre Menschen die Silvesternacht deshalb im Flughafenhotel verbracht haben. Dort ist es absolut schalldicht und mit einem netten Service da es sehr viele Hundehalter gibt die sich dorthin flüchten.
Manche sind Nachts mit ihren Hunden stundenlang auf der Autobahn unterwegs gewesen um all dem zu entfliehen. Wie auch immer, Hauptsache der Mensch macht sich Gedanken wie er es für seine tierische Familie am erträglichsten gestaltet.
Ich hatte vor Silvester von Tierheimen gehört, die in ihren Hundehäusern „braunes Rauschen“ abspielen. Weißes Rauschen kannte ich, braunes nicht. Als ich es mir angehört habe, hat mich das sehr an das Geräusch unserer alten Dunstabzugshaube erinnert. Und in der Tat die hört sich genauso an. Und was soll ich sagen, es hat unserem Finley geholfen. Natürlich war er trotzdem aufgeregt und hat gebellt aber lange nicht so extrem wie sonst in solchen Situationen und er ist auch hinterher schneller zur Ruhe gekommen. Alle Hunde haben mit dem Abendessen Nurexan ad.us.Vet von Heel mit ins Futter bekommen und bis auf einige der unsicheren und ängstlichen Hunde waren heute Morgen alle gut drauf und für das Geballer das bis 02.00 ging erstaunlich entspannt. Kurz gesagt es war schon schlimmer, kommt halt auch immer auf die jeweiligen Hunde an die wir zu dem Zeitpunkt hier haben, aber ich könnte getrost auf diesen ganzen unseligen Rummel verzichten ohne das mir etwas im Geringsten fehlen würde…..
Noch kann Finley sich entspannt an Franny kuscheln und in Ruhe schlafen. Das wird Morgen nicht möglich sein, denn Finley ist genauso wie Rosa und einige andere extrem Geräuschempfindlich. Finley ist dann stundenlang am bellen und sich im Kreis drehen, nichts kann ihn beruhigen. Rosa schießt mit aufgerissenen Augen und panischem Blick wie eine Flipperkugel durch die Gegend. Es ist also alles „bestens vorbereitet“ für ein stressiges Silvester. Draußen können so ettliche schon seit gestern nicht mehr an sich halten und jagen ihre drecks Böller in die Luft. Wenn man diesen Tag im Jahr streichen könnte wär ich sehr dafür. Aber da müssen wir wie jedes Jahr durch um am ersten Januar hundemüde und genervt ins neue Jahr zu starten. Schön ist anders… Vielleicht habt ihr ja mehr Spaß, es sei euch gegönnt.
Als letzter unserer Schützlinge ist Tamino vor drei Tagen in sein neues Zuhause gezogen. Er war sehr verunsichert da er das alles nicht kennt und offensichtlich noch nie ein richtiges Zuhause hatte. Seine neuen Menschen werden ihm die Zeit geben die er braucht um sich einzuleben und sicherer zu werden. Mit einer Errungenschaft der Zivilisation, der Couch, konnte sich Tamino allerdings schnell anfreunden 😉