29.06.2020

Unser Hampi der ohne Frage unser kompliziertester Hund hier ist verändert sich zusehends und zwar nicht zum Positiven. Da vorne ein abgebrochener Fangzahn zu sehen ist und er sich beim spazieren gehen immer wieder hinwirft als hätte er mit dem Rücken Probleme wollten wir den Bub jetzt mal vom Tierarzt komplett auf den Kopf stellen lassen. Ja, gute Idee, doch die Umsetzung ist sehr schwierig, da man mit Hampi nicht einfach mal so in eine Praxis marschiert und ihn untersuchen lässt. Es ist nicht möglich ihm einen Maulkorb aufzusetzen, er kämpft wie um sein Leben und mobilisiert alle Kräfte die er hat und das sind nicht wenige…

Also haben wir uns einen Spezialisten kommen lassen, der Hampi mittels Blasrohr narkotisieren sollte. Wenn er schläft, Venenzugang legen, Mauli drauf und ab zum Tierarzt die ganzen Untersuchungen machen und schlafend wieder zurück, so dass er erst wieder hier bei uns in der gewohnten Umgebung aufwacht. Soweit die Theorie.

Die Praxis sah leider so ganz anders aus. Es ist prima, dass die meisten unserer Hunde so schön schlank, drahtig und durchtrainiert sind, in so einem Fall aber wenig hilfreich. Der zweite Pfeil saß und gab sein Narkosemittel ab. Wir warteten, 10, 20, 30 Minuten… außer dass Hampi etwas langsamer wurde, tat sich nichts. Also noch eine Injektion mit etwas reduzierter Dosis , denn wir wollen ihn ja auch nicht umbringen. Hampi knurrt aus tiefster Seele wenn sich der Mann mit dem Blasrohr nur dem Zwinger nähert. Nach mehreren Fehlversuchen bei denen die Pfeile abprallen, gelingt es ihm eine Schlinge umzulegen, so dass wir ihn dichter am Gitter haben. Als er dann die zweite Spritze intus hat wieder warten, 10, 20, 30 Minuten. Nöö, nix, war da was? Hampi muss derartig unter Strom stehen, voll Adrenalin bis unter die Hutschnur, dass ihn die Narkosen nicht wirklich beeinträchtigen. Eine Stunde später ist er als wäre nichts gewesen, von wegen der schläft jetzt erstmal. Sein Stoffwechsel arbeitet offensichtlich auf Hochtouren und hat das Narkosemittel verstoffwechselt ehe man sich versieht.

Die ganze Aktion dauerte zweineinhalb Stunden und brachte letztlich leider nichts. Wir müssen jetzt mal mit den Tierärzten beraten, ob es andere Mittel gibt, die besser wirken. Keine Ahnung. Ist einfach ein blödes Gefühl, wenn man helfen will und es nicht kann.

Da der restliche Tag noch weitere “Highlights” in Sachen Mensch zu bieten hatte, sind für heute erstmal satt…

Dieser Beitrag wurde in Tagebuch veröffentlicht
. Sie können ein Lesezeichen auf den Permalink. setzen, Sowohl Kommentare als auch Trackbacks sind geschlossen.