31.05.2017

Ihr wollt wissen wie unser Tag war? Ok, ihr habt es so gewollt…

Der Tag beginnt um 07.00 “verheissungsvoll” damit, dass der metallene Putzstiel beim auswringen des Wischmopps im Eimer in der Mitte zerbricht und sich mir der der Rest des Stiels in die Wange bohrt. Aber was solls, so ein bisschen Blut am frühen Morgen hat noch keinem geschadet.

Ayla die gestern nichts gefressen hatte, hängt richtig durch. Ihr Blutdruck ist im Keller, sie fühlt sich kalt an und die Decken sind mit weißem Speichel bedeckt. Sie bekommt etwas gegen die Übelkeit und zur Stabilisierung des Kreislaufs gespritzt und wird schön zugedeckt.

Isa unsere Physiotherapeutin behandelt Bora, Vicky, Hank und Coco und untersucht Coby unseren Neuzugang. Alle genießen die Behandlung und so ist der Tag bis zur Mittagspause erstmal ohne weitere dramatische Vorkommnisse gerettet.

Um 16.00 kommt eine Journalistin von der AZ die mich im Rahmen der Reihe “Verantwortlich” interviewt.

Roxys Menschen sind nochmal zu Besuch da, bevor die Maus am Freitag umzieht.

Nach dem Interview mache ich mich mit Ayla auf den Weg zum Tierarzt. Ihr Zustand hat sich verschlechtert, sie will sich kaum noch bewegen, läuft langsam und schwankend und blutige Flüssigkeit beginnt aus ihrem After zu laufen. Sie schnauft stark beim atmen und die Schleimhäute sind ganz hell.

Das Röntgen ergibt nur den einen Befund, dass ihr Herz wie geschrumpft ist, was durch einen hohen Flüssigkeitsverlust ausgelöst wird. Das Blutbild zeigt schlechte Nierenwerte und einen nicht mehr messbar erhöhten Phosphatspiegel, als hätte Ayla Unkrautvernichter, z.B. Blaukorn gefressen, was aber ausgeschlossen ist. Sie kommt sofort an die Infusion. Die Ultraschalluntersuchung ergibt keinen weiteren Befund. Ayla bleibt über Nacht beim Tierarzt an der Infusion und man versucht mit Glucose und Insulingaben das Phosphat abzubauen. Bleibt abzuwarten, ob das Erfolg hat. Drückt der Maus mal alle ganz kräftig die Daumen, dass sie es schafft.

Um kurz vor 20.00 bin ich erst wieder Zuhause. Die Hunde sind noch nicht gefüttert, wird also wieder spät heute.

Gegen 20.30 kommt der Anruf, dass Xena nach der jüngsten Tochter geschnappt hätte. Man wolle den Hund nicht mehr im Haus haben, wir sollten sie sofort abholen. Nach dem Hinweis, dass wir mitten im füttern sind und sie schon gebracht werden müsse, funktioniert wenigstens das. Im Gespräch stellt sich heraus, dass Xena geschlafen hat als die Tochter sie streichelte, Xena erschrak und schnappte, keine ungewöhnliche Reaktion. Nicht umsonst betonen wir immer sehr deutlich, dass man den Kinder nahe bringt, dass ein schlafender Hund absolut tabu ist…

Christian hat sein ganz eigenes Highlight am Nachmittag, er versuchte nämlich bei der Polizei Anzeige wegen der ausgesetzten dicken Berta zu erstatten. Da die Polizei der Meinung ist, dass der Hund nicht ausgesetzt sondern im Tierheim abgegeben worden sei und wir doch dafür zuständig sind um uns um Hunde zu kümmern, die andere nicht mehr wollen dreht sich die Diskussion ergebnislos im Kreis. Fazit eine Anzeige wird nicht aufgenommen. Unser Rechstverständnis sieht das völlig anders, denn wozu ist geregelt, dass das Aussetzen eines Hundes strafbar ist? Dem ist man aber in keinster Weise zugänglich und bügelt Christian ab.

Um 21.30 ist Xena da und wird wieder in ihre alte Gruppe integriert. Um 22.00 sind wir mit füttern fertig und auch ansonsten irgendwie geschafft. Kann mir gar nicht erklären warum. Den Abend rettet Heidis genialer Schokokuchen mit Sauerkirschen und ein Hefeweizen. Also eins ist sicher, wer einen geregelten, überschaubaren Tagesablauf liebt, der würde bei uns in kürzester Zeit in der Klapse landen…

Stop, eine gute Nachricht gibt es. Christian hat es mit der ihm eigenen Ruhe geschafft, das Vertrauen der dicken Berta zu gewinnen. Sie liess sich von ihm ein Halsband anziehen, so dass Christian mit ihr wenigstens mal in den Auslauf gehen konnte. Jetzt schaun wir mal, wie es mit dem armen Mädchen weitergeht und wie sie auf andere Personen reagiert.

Und wie war euer Tag so….

 

 

 

 

 

 

 

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