Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

Hundeweihnachtsmarkt

 

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21.11.2017

Sorry, heute nur was Kurzes, hab noch Unmengen an Schreibkram für den Weihnachtsmarkt zu erledigen.

In der Zwischenzeit könnt ihr euch an ein paar schönen Adventskränzen aus der Kreativwerkstatt der Wörrstädter Hundefrauen erfreuen 😉

 

 

 

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20.11.2017

Und auch heute ist wieder einer unserer Schätze ausgezogen. Heute war Bommeltag 😉 Der süße Bub hat „eingeheiratet“ und lebt jetzt bei Goldie einer fünfjährigen Malinoismixhündin. Bommel hat die eigentlich eher skeptische Dame mit seinem Junghundcharme im Sturm erobert.

  Sie lässt ihm alles durchgehen und toleriert bei ihm Dinge die vorher undenkbar waren. Tja, wo die Liebe hinfällt. Da Bommelchen ein echter Herzensbrecher ist, hatte er auch rapp zapp die Menschen um die Pfote gewickelt.

Bommel braucht zwar etwas bis er ausgetobt ist aber irgendwann, kommt auch der kleine Quirl zur Ruhe und lernt nun die Annehmlichkeiten eines schönen Zuhauses kennen. Viel Glück und viel Spaß lieber Schatz.

Jetzt habe ich noch etwas in eigener Sache. Krankheitsbedingt fallen uns eine ganze Reihe HelferInnen für längere Zeit aus. Das ist schwierig bis gar nicht zu kompensieren. Wer also Hunde liebt, unseren Schützlingen etwas Gutes tun will, belastbar und wetterfest ist, sich darüber im Klaren ist, dass es nicht nur darum geht Hunde zu kuscheln sondern, dass es schwere Arbeit bei jedem Wetter ist, wer Lust hat in einem netten Team zu arbeiten egal ob als ehrenamtlicher HelferIn oder auch als 25 Std. Job, der kann sich gerne bei uns melden.

 

 

 

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19.11.2017

Es ist besonders schön, wenn man in der ekligen, kalten Jahreszeit seine Schützlinge in ein schönes warmes Zuhause bringen kann. Am Freitag ist die zarte, eher schüchterne Olivia umgezogen und gestern das Dünnfellchen Mario. Jetzt schaun wir mal wie sich die Nasen einleben. Auch wenn wir im Moment noch keine Bilder haben, seid versichert, die beiden haben es gut getroffen.

Heute dann hat sich der große Schatz Coppo verabschiedet. Dreieinhalb Jahre hat er in der Perrera von Bilbao gesessen und nach genau 3 Monaten ist er nun umgezogen. Die Familie hatte bereits eine Mastinhündin von uns, die jetzt leider gestorben war.

  Coppo hat einen für einen Herdenschutzhund optimalen Platz gefunden. Er darf seinen Job machen, hat ein riesen Gelände und ist gleichzeitig in eine Großfamilie eingebettet. So groß wie Coppo ist, so lieb und sanft ist er mit den vier- und siebenjährigen Töchtern. Fein Coppelchen, siehst du, was länge währt, wird gut. Jetzt ist mittendrin auch dabei und das hast du doch so gerne. Wie sagte einer der Mitarbeiter heute: Ja, das ist ein richtiger Hund. Dem ist nichts hinzuzufügen 😉 Werd glücklich Großer, hast lange gewartet aber es hat sich gelohnt.

  In Vorbereitung auf den Weihnachtsmarkt haben einige unserer Helferinnen heute einen mega kreativen und produktiven Tag verbracht. Die Mädels haben wieder Advents- und Türkränze gezaubert. Wunderschön sind sie geworden und werden sicher am Weihnachtsmarkt nächsten Sonntag ihre Liebhaber finden. Hier z.B. eine kleine Auswahl der Türkranz Kreationen, mehr Bilder gibts die Tage:

 

 

 

 

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16.11.2017

Unheilschwanger zog der neue Tag herauf. Dichter Nebel umschloss das Hundeheim. Unerbittlich kroch die feuchte Kälte in die Knochen und das alte Hundemädchen spürte ganz deutlich, der Lack ist ab, die besten Jahre sind vorbei. Aber sie lies sich nicht beirren und trappelte die Treppen hinauf, schließlich war bald Frühstückszeit. Näpfe klapperten und der erwartungsvolle Blick wich ungläubigem Entsetzen. Durch das Kindergitter musste die alte Hündin mit schreckensgeweiteten Augen mitansehen, wie alle Futter bekamen nur ihr Napf blieb leer. Sie protestierte lautstark, drohte sie werde den Tierschutzverein informieren, aber alles vergebens.

Statt Futter zu bekommen wurde ihr das Brustgeschirr angezogen. Etwas Hoffnung keimte auf, dass aus diesem Tag auch wenn er schlimm angefangen hatte, doch noch etwas schönes werden könnte. Sie stiefelten los doch statt ins Feld zu gehen war der Ausflug schon am Auto zu Ende. Kräftige Hände packten den alten Hund und steckten ihn in eine Box. Oh nein, das macht ihr nicht mit mir, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt mir so etwas anzutun. Der süssliche Geruch von frischem, warmem Hundehaufen zog durchs Auto und zwang nach fünfhundert Metern zum anhalten. Ein triumphales Grinsen überzog das weiße Gesicht als sie aus der Box geholt wurde. Doch im gleichen Moment wurde ihr die Abscheulichkeit der menschlichen Rasse bewusst, denn statt aussteigen zu können wurde sie ohne Rücksicht auf Gegenwehr in den hinteren Teil des Autos gesetzt und weiter ging die Fahrt. Fierberhaft suchte die verzweifelte alte Hündin nach einem Ausgang. Auch ihr lautes Jammern bewegte die herzlose Fahrerin nicht zum anhalten.

Dann endlich, das Auto hielt an und das alte Mädchen hechtete mit einem beherzten Sprung nach draußen sobald sich die Tür öffnete. Aber auch dieses Mal gab es kein Entkommen und keinen Spaziergang. Das Gebäude das sie betraten roch komisch und in einem Raum traf sie auf weitere Leidensgenossen, die ihr versuchten Mut zu machen. Aber die waren ja noch viel zu jung und unerfahren, als alter Hund hat man doch ein ganz anderes Gespür für Gefahr.

Kurz darauf bestätigten sich die schlimmen Ahnungen, fremde Hände berührten sie, hielten sie fest und führten einen langen, spitzen Gegenstand in ihr Bein. Der Schmerz wich schnell einer bleiernen Müdigkeit und einem tiefen Schlaf. Als sie wieder erwachte hatte sie einen komischen Geschmack im Maul. Mist, habe ich geschwächelt und einen Moment nicht aufgepasst, das passiert mir nicht nochmal. Jetzt wird es aber Zeit, dass ich abgeholt werde. Haallooo, ich möchte endlich gehen. GEHEN habe ich gesagt, NEIN nicht schon wieder in diese Blechkiste, GEHEN. Es ist unglaublich wie rücksichtslos manche Menschen mit alten Hunden sein können.

Ich glaube, so würde unser Röslein seinen heutigen Vormittag, den Besuch beim Tierarzt und die erfolgte Zahnsanierung beschreiben 😉 Natürlich war unter dem Zahnstein alles bestens und nicht einer ihrer Zähne musste gezogen werden, was nach ihrer Rückkehr sofort von klein Bambi überprüft wurde. Wäre ja noch schöner, bin doch kein altes Wrack. Nein, Röslein das bist du mit deinen zarten 14 Jahren wirklich nicht. Süßer Dickkopf, dafür gibts ganz lecker Abendessen, versprochen!

 

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15.11.2017

Hier ist ganz schön was los. Jede Menge Termine, ein Anruf nach dem anderen und Christian läuft zeitweise Gefahr, dass ihm das Handy am Ohr festwächst 😉 Zwei unserer Nasen werden noch diese Woche in ihr neues Zuhause umziehen und das ein oder andere ist noch im Schwange, mal sehen, ob es noch mehr Happy Ends zu berichten gibt.

Wir haben sehr schöne Bilder von Kofis neuem Leben bekommen. Der Große macht das ganz prima und sein älterer Hundekumpel blüht auf mit dem freundlichen, gutmütigen und verspielten Kofi an seiner Seite. So solls sein und wir freuen uns mit und wie!!!

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14.11.2015

Endlich gibt es Neuigkeiten zu unseren Shanghaihunden. Die ersten drei werden am 15.12. am Flughafen ankommen. Wir dürfen uns auf Timmy, Heimei und Jack freuen. Die drei Nachrücker sind durch die lange Vorbereitungszeit erst Ende Januar reisefertig und kommen dann im Februar zu uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich muss es heute leider ziemlich kurz machen, da noch ettliches organisatorisches für den Weihnachtsmarkt zu machen ist und ganz so spät wie gestern solls nicht wieder werden…

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13./14.11.2017

Ui ist ja schon ganz schön spät oder früh, je nachdem wie mans sieht.

Deshalb jetzt nur ein paar schöne Bilder von zwei ehemaligen Wörrstädter Hundeopas, die ihr neues Zuhause soo sehr genießen:

Der alte Leo ist dank der guten Pflege und viel Liebe und Fürsorge bei Ute und Michael total aufgeblüht und freut sich seines Lebens und der ganzen vorher ungekannten Annehmlichkeiten. Wie schön, dass du mit deinen alten Knochen nun im Warmen bist und vor allem inzwischen gelernt hast, dass es drin auch schön ist. Das hat ein paar Monate gedauert, da Leo sein Leben in einem Schrebergarten verbracht hat und es lange vorzog draußen zu bleiben. Aber rechtzeitig vorm Winter hats der alte Bub verstanden, was ein Glück!

Man ist nie zu alt für die Liebe, gell Freud! Wie mir da das Herz aufgeht, ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich mich das macht!!!

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12.11.2017

So da ist sie nun wieder, diese Jahreszeit mit dem ekligen, kalten und nassen Schmuddelwetter. Bäh, das war kein Spaß heute, aber unsere Helferinnen waren sehr tapfer, auch wenn einige komplett durchgeweicht waren. Ihr lieben Outdoor Klamotten Hersteller, hier bei uns solltet ihr euer Zeug testen lassen, dann wüsstet ihr obs wirklich hält was es verspricht…

Es ist eine Sache mit seinem Fiffi bei dem Wetter draußen spazieren zu gehen, wenn der Wuffel anschließend wieder im Warmen in seinem Nest liegt. Ganz so komfortabel ist das für die meisten unserer Hunde nicht und deswegen haben wir mal geschaut was unser Fundus an Regenmänteln so hergibt, damit wenigstens die ganz kurzhaarigen Hunde nicht pitschenass wurden. Die Wärmelampen brummen in allen Häusern wieder, so dass sich alle wärmen und trocknen konnten.

Mario war heute nicht gut drauf, das ist definitiv so gar nicht sein Wetter. Seine Laune besserte sich aber spürbar, seit er seinen Fleecemantel anhat. Aber so wirklich helfen würde ihm nur eines, endlich das richtige Zuhause zu finden.

Erstaunlich war, dass wir trotz des Wetters eine ganze Reihe Termine mit Interessenten hatten und keiner gekniffen hat 😉 Einige sind richtig gut gewesen, mal sehen ob für den ein oder anderen unserer Nasen das ersehnte warme Couchplätzchen dabei herausspringt…

 

 

 

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09.11.2017

Das Verbandsteil mit einem Beinärmel ( gibts das Wort? Na egal, ich denke ihr wisst was ich meine, wenn nicht schaut mal auf das gestrige Bild ) hat die Nacht nicht überlebt (Mist, hatten die direkt beim Tierarzt angezogen und war ziemlich teuer) da es Toffee wohl zu unbequem war oder nicht hübsch genug da es zu sehr nach krank sein aussah.

Wie auch immer, wir haben den Bub dann heute Morgen von den Resten befreit und überlegt was wir Toffee anziehen, damit der Verband hält und er es warm hat.

  Ich habe einen gespendeten Hundepullover gefunden, der Toffee eigentlich viel zu klein wäre. Da er aber nur die Brustpartie bedecken muss war er genau richtig. Nachdem wir die Ärmelchen für die Vorderbeine etwas modifiziert hatten saß das Teil ganz prima und bisher hat Toffee es auch angelassen. Ist ja auch um Längen schicker und jugendlicher das Modell.  Seinen heutigen Spaziergang fand Toffee viel zu kurz aber im Moment sind wir da nicht gewillt mit ihm zu diskutieren;-) Morgen gehts zum Verbandswechsel und dann schaun wir mal wie es drunter aussieht.

 

 

 

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08.11.2017

Es war noch dunkel als ich mich mit Toffee auf den Weg nach Wiesbaden machte, denn der OP Termin war früh angesetzt. Der Bub war not amused, ganz früh raus aus dem warmen Nest und dann noch ohne Frühstück…

Die Op bestätigte die Diagnose OCD was Osteochondrosis dissecans bedeutet. Eine Osteochondrose ist eine Störung der Umwandlung von Knorpel zu Knochen im Wachstum, „dissecans“ heißt „zerschneidend“. Bei der OCD führt dies zum Absterben von Knochengewebe direkt unterhalb des gesunden Gelenkknorpels. Bei einer OCD der Schulter kommt es zu einer Störung der Verknöcherung im Bereich des Oberarmkopfes. Betroffen von der OCD der Schulter sind vor allem Hunde großer Rassen, und hier mehr Rüden als Hündinnen. Die ersten Lahmheiten treten meist schon mit vier bis acht Monaten auf.

Im Rahmen der OP wurden bei Toffee zahlreiche Knochen- und Knorpelsplitter entfernt und der Schultergelenksknorpel geglättet. Es wird jetzt etwas dauern bis Toffee realisiert, dass er „keinen Stein mehr im Schuh hat“ und beginnt, sein Bein wieder ganz normal zu benutzen. Ihm war das erstmal egal und er meinte er könne ja auch auf drei Beinen in der Gegend herumflitzen. Deshalb mussten wir den jungen Mann heute mal etwas zur Ruhe zwingen. Zum Glück hatte er ja auch noch etwas Narkose wegzuschlafen, aber das brachte er fix hinter sich und wollte spazieren gehen, der Clown… Wir sollen ihn erstmal schonen. Mhhh, super Sache, er ist da nicht sehr einsichtig. Das werden wir wohl noch mal eingehender bereden müssen 😉

Die 1000 € der IngDiBa haben wir somit schon verbraten bevor sie überhaupt auf dem Konto sind. Dank der sicheren Diagnose von Dr. König konnten wir uns aber das CT bzw. MRT sparen und das wäre ja auch nochmal ein riesen Batzen gewesen. Also alles gut und die Hauptsache ist sowieso, dass Toffee geholfen werden konnte und er jetzt wieder ohne Schmerzen laufen und gesund groß werden kann.

 

 

 

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