Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden.

19.02.2018

Lotti hat die Nacht gut in ihrem Kuschelbett unter der Wärmelampe verbracht. Heute Morgen gabs dann erstmal was zum anziehen. Morgen ist direkt die Operation und wir hoffen, dass alles gut geht für die süße Maus.

Heute war es Zeit für Nala die Gruppe zu wechseln. Das kleine Mädchen ist Pinschertypisch recht selbstbewusst und so machte das Weichei Lino in ihrer Gruppe keine Schnitte. Toffee ist da nicht so zart besaitet und nach ein paar Diskussionen hatte sich alles beruhigt. Toffee handelt immer direkt und denkt dann erst nach, das muss man lenken und wenn der Verstand dann wieder einhakt ist alles ok.

Lexi zog dafür zu den drei Jungs Boogie, Luca und Lino, die sich über das verspielte, freundliche Mädchen freuen.

Ganz arg freuen sich Zippos neue Väter, denn der Bub lässt voll den Musterschüler und Streber raushängen. Unglaublich, tut so als könnte er kein Wässerchen trüben und hört wie ne Eins.

Viel Abwechslung und zwischendurch schön chillen. Hey Zippo, du weißt wie mans macht 😉

 

 

 

 

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18.02.2018

Um vernachlässigte, verwahrloste und völlig lieblos behandelte Hunde zu finden braucht man nicht ins Ausland zu schauen. Vor vier Tagen sollte in der Alzeyer Tierarztpraxis Thissen & Weber ein kleiner Chihuahuabub mit stark geschwollenem und blutunterlaufenem Auge abgegeben werden. Die Op wäre zu teuer außerdem bekäme man eine Sozialwohnung in der keine Hunde erlaubt seien.

Die Praxis informierte die Tierhilfe Phoenix e.V., die den Zwerg übereignet bekamen. Valentin wie der Kleine heißt blieb aber erstmal in der Praxis um direkt am nächsten Tag das Äuglein operiert zu bekommen. Das Auge konnte zum Glück erhalten bleiben, ob er wieder richtig damit wird sehen können, bleibt abzuwarten. Während der Übergabe von Valentin erwähnten die Besitzer einen zweiten Hund, eine angebliche Boxer-Malteserhündin, die ebenfalls dringend weg müsse. Man wolle den Hund ja nicht aussetzen müssen…

 

Heute kam Lotti wie sie nun heißt zu uns. Sie ist ein 11 jähriges englisches Bulldogenmixmädchen und wie ihr Kumpel Valentin ebenfalls in bedauernswertem Zustand. Lotti ist nun zu Juno und Suki in die Rentner WG gezogen und die Drei verstehen sich gut.

 

Lottis trauriger Blick lässt erahnen, dass sie noch nicht viel Schönes im Leben gesehen hat. Sie genießt jegliche Zuwendung sehr und ist ein ganz feines Mädchen. Morgen werden wir mit ihr direkt zum Tierarzt gehen, denn auch sie benötigt dringend Hilfe. Mal sehen was dann außer dem Offensichtlichen noch alles zu Tage befördert wird… Aber Hauptsache die beiden Nasen sind jetzt in Sicherheit und es wird alles für sie getan, dass sie gesund werden, wieder Freude am Leben haben und schöne, liebevolle Zuhause finden.

Drei im Gegensatz zu Lotti fröhliche und gut gelaunte Neuzugänge kamen dann am frühen Nachmittag aus Georgien bei uns an. Hier schon mal die ersten Schnappschüsse kurz nach der Ankunft:

Pepsi, ein lustiges, quietschvergnügtes, 10 monatiges Mischlingsmädchen. Lieblingsbeschäftigungen sind schmusen und spielen.

Ihre gleichaltrige Kumpeline Cheeky (ganz rechts im Bild) steht ihr da in nichts nach 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Die bildschöne, zweijährige Kishu Inuhündin Kisha komplettiert das Trio. Kisha hat von der Sonnenseite des Lebens auch noch nichts weiter gesehen und ist noch recht zurückhaltend und vorsichtig. Ihre zwei unbeschwerten Freundinnen sind ihr eine große Hilfe und bringen ihr jetzt erstmal bei wie man spielt und Spaß hat. Und das ist im Moment das Wichtigste, alles andere kommt dann schon.

Na dann schauen wir mal was die neue Woche so bringt.

 

 

 

 

 

 

 

 

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16.02.2018

Bei strahlendem Sonnenschein ist unser Gute Laune Hund Zippo in sein neues Zuhause gezogen. Ok erstmal gings über Tisch und Bänke aber die süße Flietzpiepe hat sich schnell beruhigt und letztlich ist er der Typ Hund, dem man mit seinem Unschuldsblick einfach nicht böse sein kann.

Alleine sein findet der anhängliche Bub nicht so doll, aber seine neuen Väter arbeiten zeitversetzt und so ist eigentlich immer einer von beiden da und das auch mal alleine bleiben kann in aller Ruhe Stück für Stück aufgebaut werden. Machs gut Süßer und lass es nicht zu sehr „krachen“ 😉

Für Juno hat sich leider noch nichts getan, denn zwischen total dafür und komplett dagegen gibt es halt leider keinen für alle Seiten und vor allem auch für Juno verträglichen Kompromiss. Die Suche geht also weiter.

 

 

 

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15.02.2018

Ich weiß, ihr seid neugierig wie das Zusammentreffen mit Juno und Susa verlaufen ist. Susa war Anfangs sehr unsicher aber Christian hat die Begegnung gelenkt und so hat die Kleine Juno nach einer Weile sogar angespielt. Leider ist Juno bekennender Nichtspieler. Hinzu kommt, dass leider nicht alle in der Familie davon begeistert sind, sich einen alten Tierheimhund „ans Bein zu binden“. Wir müssen das jetzt alle mal sacken lassen und dann sehen wir weiter.

Glück, Bestimmung, Zufall was auch immer es war das dazu führte dass die chinesische Shelterbetreiberin Katherine den kleinen Timmi bei einem Hundefleischhändler eingepfercht in einem kleinen Käfig entdeckte und ihn freikaufte, es rettete ihm das Leben.

  Seine neue Familie schenkte ihm die Chance auf ein neues, gutes Leben, das er nun ganz mutig zu entdecken beginnt. Kessy möchte unbedingt mit ihrem Kumpel spielen und toben aber das ist noch zuviel für Timmi. Katzendame Sheila war sofort verliebt in das neue Familienmitglied und gibt ihm ständig Küsschen 🙂 Auch Kater Bolli findet den Kleinen nett und unbedrohlich und so liegen nun schon alle vier zusammen vor dem Bollerofen.

Die ausgedehnten Spaziergänge machen Timmi Spaß und er genießt es sehr anschließend in ein kuscheliges und gemütliches Zuhause bei lieben Menschen zurück kehren zu können. Lieber Timmi, du musst nie wieder Angst um dein Leben haben. Du bist in Sicherheit und deine neue zwei- und vierbeinige Familie wird alles dafür tun, dass du mehr und mehr Selbstvertrauen gewinnst und lernst das Leben einfach zu genießen. Du schaffst das kleiner Schatz, da sind wir alle sicher!

 

 

 

 

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14.02.2018

Junos Hilferuf erfährt großen Zuspruch und wir hatten schon ein par Anrufe für ihn. Leider bisher nichts passendes. Morgen kommt die ehemalige Wörrstädterin Susa mit ihrer Familie und wir schauen mal was Juno und das kleine selbstbewusste Persönchen zueinander sagen… Auch auf Facebook rattert die Maschinerie und viele helfen mit Junos Herzenswunsch weiter zu tragen. Dieses Mal muss es einfach klappen….

Während Juno seit vielen Jahren sucht, war Imani nur eine Woche nach ihrer Rückgabe hier und ist gestern zu ihrer neuen Familie umgezogen. Imani hat sofort gespürt, dass sie dieses Mal wirklich von allen mit offenen Armen und Herzen empfangen wurde und entsprechend entspannt war sie. Manchmal braucht es einen zweiten Anlauf, wenn sich nach der Vermittlung Bedingungen und Umstände ergeben, die vorher so nicht einschätzbar und absehbar waren.

Die neue Familie hatte sich sobald Imani auf der Homepage war sofort auf sie gemeldet und es hat beim Kennenlernen auch gleich gefunkt. So soll es sein und wir sind guter Dinge, dass es dieses Mal wirklich die Richtigen für das hübsche Mädel sind.

Wir hatten es schon öfter davon, dass es wichtig ist, für die Hunde die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Unser unsicherer Joey war zunehmend in dem riesen Auslauf den er mit Paula und Askan bewohnte gestresst. Nicht wegen seiner Kumpels sondern wegen zu vielen Reizen von außen, zu viele Dinge die ihn dazu brachten lautstark zu reagieren und sich mit exessiver Bewegung hochzuschaukeln. Das musste dringend geändert werden und deswegen waren heute einige Umzüge und Neugruppierungen notwendig.

Joey ist jetzt in einem ruhigeren und kleineren Auslauf mit weniger Reizen untergebracht und lebt nun mit Askan und Jette zusammen. Jette war sehr angetan von dem souveränen Askan und spielte mit ihm wie ein wirbelnder Derwisch. Joey braucht wie immer etwas länger um sich umzustellen. Er beruhigte sich zusehends als sein Kumpel Askan dazu kam, da dieser ihm viel Sicherheit vermittelt. Joey ist so der „ich muss erst mal ne Nacht drüber schlafen“ Typ. Aber schon heute Nachmittag war auch er recht entspannt und in ein, zwei Tagen wird auch er mit Jette spielen.

Der große Zar ist zu Paula umgezogen und die beiden fanden sich auf Anhieb sehr sympathisch. Tja Mastins unter sich, die verstehen sich halt fast blind. Paula war hoch erfreut so einen stattlichen Kerl statt der zwei jungen Buben um sich zu haben auch wenn die drei gut zurecht kamen und auch viel miteinander spielten, aber Joey war Paula einfach zu hektisch und sie griff immer wieder massregelnd ein, wenn er ihr mit seinem Getue zu sehr auf die Nerven ging. Das hat sie jetzt nicht mehr nötig.

Und last but not least zog Lilo wieder zu Loop und auch die beiden freuten sich wieder zusammen zu sein. Wenn unsere Hunde zufrieden sind und sich wohl fühlen sind wir es auch und so war es ein erfolgreicher und positiver Tag.

 

 

 

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13.02.2018

Eines der bedrückensten Dinge im Tierheimalltag ist, wenn Hunde einfach keine Familie finden und fast ihr ganzes Leben hier bei uns verbringen. Vielen unserer Langzeitkandidaten geht es gut damit. Sie kennen nichts anderes, für sie sind wir ihre Familie und ihr Zuhause.

Aber einige sind so sensibel, so anhänglich, sehnen sich so sehr nach viel mehr Nähe, nach viel mehr Zeit die man gemeinsam verbringt als es möglich und leistbar ist.

Einer davon ist unser Juno. Seit 8 Jahren ist er bei uns und inzwischen 12 Jahre jung muss man bei ihm sagen, so fit wie er körperlich noch ist. Aber sein Kopf scheint müde zu sein, müde und enttäuscht vom ewigen Warten, von dem sich verzehren nach Nähe und Geborgenheit. Seit zwei Wochen findet er Nachts kaum noch Schlaf, bellt immer wieder, ruft nach uns.

Im Alter verändern die Hunde oft ihr Wesen, werden viel anhänglicher und noch abhängiger von unserer Gesellschaft und Zuwendung. In einem Zuhause ist das kein Problem, da kann man entsprechend darauf eingehen aber im Tierheim ist das so nicht zu bewerkstelligen. Warum so manche Hunde wie unsichtbar sind, wie Schattenhunde, wir können es leider nicht erklären.

Was ist so schlimm? Juno ist schwarz, na und? Er mag andere Rüden nicht, ja soll es geben, solche Hunde leben zu Hauf in Familien und werden trotzdem geliebt. Juno hat so viel Liebe zu geben und weiß kaum wohin damit, hat sie im Überfluss und gerade das bringt irgendwie das Fass jetzt zum überlaufen. Wir hätten ihn längst in die Hausgruppe aufgenommen aber da leben 10 Rüden und somit war das leider nie eine Option.

UNSER JUNO BRAUCHT DRINGEND HILFE!!! Eine Pflegestelle oder natürlich am Besten endlich, endlich ein Zuhause. Andere Hunde waren ihm nie besonders wichtig, da er so sehr die Menschen liebt. Er mag nicht mehr warten, nicht länger verzichten. Die Zeit rinnt ihm durch die Pfoten und es wäre einfach schrecklich, wenn sein Leben irgendwann hier bei uns zu Ende gehen würde. Er soll doch noch mal die Wärme und Geborgenheit eines eigenen Zuhauses kennenlernen, das kann doch noch nicht alles gewesen sein.

Bitte helft alle mit, damit Junos größter und sehnlichster Wunsch noch in Erfüllung geht. Er läuft fein an der Leine, ist ruhig und sauber im Haus, fährt gerne im Auto mit und hat so viel zu geben.

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12.02.2018

Manche Hunde haben es einfach drauf. Noch nie ein eigenes Zuhause gehabt, na und! In die Box im Auto ist sie reingehopst als mache sie das jeden Tag. Die kleine Lizzy nahm alles ganz gelassen und hat es super gemacht. Die Katze des Hauses hat den Neuzugang erstmal sehr vorsichtig beäugt und dann langsam den Rückzug angetreten. Lizzy war genauso vorsichtig und das ist auf jeden Fall hundert Mal besser als hinterher zu flitzen. Die beiden werden sich schon Stück für Stück annähern. Lizzys Menschen haben gaanz viel Zeit für sie und gemeinsam werden sie die umliegenden Wälder von Wiesbaden Naurod erkunden. Das wird dem kleinen pfiffigen Mädchen großen Spaß machen, das ist sicher. Ihre Menschen wussten gleich als sie ihr Bild sahen, das ist sie. Na dann lebt mal los ihr Vier.

Unser empfindsames Ilkamädchen hat der Umzug doch um einiges mehr gestresst. Besonders der Fernseher ist ihr total unheimlich. Sie schläft viel im Moment, da sie so viel Neues zu verarbeiten hat. Aber draußen ist Ilka dann wieder hellwach und scannt mit ihrer guten Nase alles ab. Ihre Menschen wollen mit ihr Mantrailing machen, genau das Richtige für Ilka und die beste Möglichkeit für einen zufriedenen und ausgelasteten Hund. Und irgendwann wird auch der Fernseher seine Gefährlichkeit verloren haben….

Wir sind ja nicht so die Karnevalsfreaks aber wir haben uns riesig darüber gefreut, dass ein paar liebe Menschen die tolle Idee hatten, am Samstag am Wörrstädter Fanstnachtsumzug uns den Erlös vom Verzehr im Glühweinhäusschen in der Herrmannstrasse zu spenden. Über 120,00 Euro kamen so zusammen.  Prima dass es so kalt war, da hat der Glühwein auch richtig gut geschmeckt und unsere Chinesenbande hat sich bei der Übergabe über ein paar extra Hände zum streicheln gefreut. Herzlichen Dank für eure Unterstützung.

 

 

 

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11.02.2018

Wie konnte das passieren? Habe ich doch glatt vergessen unseren Neuzugang vom Donnerstag, die süße Lizzie, vorzustellen. Kaum dass am Donnerstag Abend ihre Bilder auf der Homepage waren, kamen am Freitag schon die ersten Anrufe für das Mädchen. Beim Termin mit den Interessenten, die die Hundeeltern unseres am 21.03.2003 bei uns geborenen Stan waren der nun leider gestorben ist, sprang die kleine Lizzie ihnen direkt ins Herz und darf Morgen umziehen. Das ist ein glatter Durchmarsch liebe Lizzie 😉

Am Freitag und Samstag Abend kamen die nächsten drei chinesischen Glückskekse an. Sie sind allesamt super lieb und haben unseren Helferinnen am Wochenende Herzchen in die Augen gezaubert. Das Lustige ist, dass die Kerlchen in Shanghai als große Hunde bezeichnet und uns deshalb angeboten wurden. Wir hatten schon lange nicht mehr so viele kleine Hunde…

Krabbe, ein knapp zweijähriges, pfiffiges Hundemädchen,

Benny, ein zweieinhalb jähriger Herzensbrecher

und Pauli, ein anderthalb jähriger sanfter Hundebub, der einfach nur Nähe und schmusen will.

Der schüchterne Timmi hat sich angesichts der neuen Kumpels gedacht, dass er wohl besser mal Platz macht und ist heute zu der ehemaligen Wörrstädterin Trini/Kessy und den beiden Katzen gezogen. Ich denke, wir werden bald schöne Bilder von dem Schatz bekommen.

Und last but not least kam am Samstag noch ein Hundebub aus Bilbao bei uns an. Der freundliche Schäferhundrüde Lino, zu dem es Morgen mehr gibt.

 

 

 

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09.02.2018

Unsere Hunde lieben ihre Spiel- und Klettergerüste heiß und innig. Nach der Schlammschlacht der letzten Wochen und Monate war es an der Zeit der Patina mal an den Kragen zu gehen und so wurde heute das Spielgerüst bei Toffee und Lexi mal von seiner Lehmschicht befreit. Mit dem schön gefrorenen Boden machen auch mal wieder frische Decken Sinn.

Toffee war nach dem Beaufsichtigen unserer Arbeiten ziemlich müde 😉

 

 

 

 

Am Nachmittag hatte der kleine, schüchterne Timmi Besuch von seiner neuen Familie. Sie haben letztes Jahr Trini/Kessy von uns adoptiert. Timmi hat das prima gemacht und sich auch schon richtig schmusen lassen. In Kessy hat er die richtige selbstbewusste Partnerin an seiner Seite, die ihm die Welt und alles Wichtige erklären wird. Wenn alles gut geht, kann Timmy am Sonntag umziehen und die Wärme eines schönen Bullerofens genießen.

Am Abend holte unsere liebe Helferin Anja die nächsten zwei Shanghaischnuffels vom Flughafen ab. Noch heißen die beiden Kong (ein Mädchen links im Bild) und Benni. Die zwei Fellschnuten haben einen langen Flug mit Zwischenstop in Zürich hinter sich und entsprechend müde waren sie. Nach einem leckeren Abendessen, ist jetzt erstmal ein ausgiebiges Schläfchen angesagt und Morgen Früh sieht die Welt dann bestimmt schon anders aus. Morgen Abend kommt Pauli, ein weiterer Kumpel der beiden an und auch er wird hoffentlich den langen Flug gut überstehen.

 

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08.02.2018

Durch die Hunde haben wir mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun. Nette und weniger nette, Bescheidene und Wichtigtuer, Menschen mit einem wunderbaren Bauchgefühl für die Hunde und welche die nur meinen es zu haben, Anfänger und Alleswisser, eben die ganze Bandbreite was Menschen so zu bieten haben.

Und hin und wieder Menschen die sich genauso wie wir mit Haut und Haaren den Hunden verschrieben haben. Die ihr ganzes Leben dafür geben, ihre ganze Kraft dafür einsetzen denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. Solange man noch fit ist, ist das alles gut. Doch es zehrt einen auch aus, über 20 Jahre ohne Pause durchzuarbeiten, keinen freien Tag, nie ausschlafen, immer präsent sein mit einer imensen Verantwortung 365 Tage im Jahr, Jahr für Jahr.

Ein Ehepaar Anfang 70 hat vor 20 Jahren einen Tierschutzverein gegründet und die ganzen Jahre Hunde, Katzen und andere Tiere die in Not waren aufgenommen, gepflegt und neue Zuhause gesucht. Da sie niemanden gefunden haben, der ihre Auffangstation weiterführt, müssen sie nun alles auflösen. Immer wieder stiegen neue, jüngere Menschen mit anfänglich viel Elan ein mit dem Ziel das Ganze zu übernehmen. Aber keiner hielt lange durch, alle warfen das Handtuch als sie merkten was da alles dran hängt, wieviel Arbeit es ist, dass es einem alles abverlangt.  Nun sind sie alt und krank und von dem was sie 20 Jahre ihres Lebens angetrieben hat, wird bald nichts mehr übrig sein.

Das ist unendlich traurig und sehr, sehr schade. Und wir fragen uns, wie wird uns das mal ergehen? Wie kann man das alles was wir hier in den vielen Jahren aufgebaut haben finanziell absichern? Wir arbeiten komplett ehrenamtlich aber sollte sich jemand finden, der es irgendwann weiterführen möchte/würde/ könnte, so muss er auch davon leben können. Auch wir möchten dass mal was bleibt, dass es irgendwann wenn wir nicht mehr so können weitergeht. Es ist schwierig sich mit diesen Gedanken zu beschäftigen und wir hoffen, dass das noch lange hin ist, aber klar ist, dass es wie ein 6er im Lotto wäre Menschen zu finden, die unser Lebenswerk mit dem gleichen Idealismus, dem gleichen Enthusiasmus und in unserem Sinne was den Umgang mit den Hunden angeht weiterführen.

 

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