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So, jetzt will der LEO euch aber erstmal die beiden vorstellen, denen wir
all das hier zu verdanken haben:
Das hier ist der Christian, unser Hundechef! Der hat`s wirklich drauf. Im
Gegensatz zu den meisten Menschen, kann er die Hundesprache und das ist soo wichtig. Gerade für die, die herkommen und erstmal ganz durcheinander und verängstigt sind. Vor zehn Jahren hat er seinen
Halbtagsjob aufgegeben um Vollzeit für uns da sein zu können. Was ein Glück, denn viele meiner Kumpels brauchen ganz intensive Betreuung. Manche müssen sich erstmal seelisch wieder fangen, anderen muss erstmal
eine Grunderziehung beigebracht werden. Dabei geht er auf jeden ein so wie er es braucht, mit viel Einfühlungsvermögen. Also unter uns Hunden ist er echt anerkannt.
Und das ist Karin, die Frau vom Christian, die
sich das alles hier vor vielen Jahren in den Kopf gesetzt und wie bei ihr üblich, in die Tat umgesetzt hat. Sie ist inzwischen frühpensioniert und und hat jetzt endlich auch den ganzen Tag Zeit für uns. Sie
ist eine richtige Hundemutter, die uns behandelt und tröstet, wenn wir mal krank sind und managt Hundeheim und den Verein, damit alles läuft. Und auch wenn sie uns alle hier lieb hat, ihre größtes
Anliegen sind die alten Hunde. Und die wissen das ganz genau...wenn Karin kommt da werden die Alterchen aktiv, trappeln aufgeregt rum, wollen spazieren gehen und werden richtig übermütig.
Auch wenn die Beiden erst im Juni 2001 den Verein gegründet haben, angefangen hat das alles schon 1997. Über die Jahre entstand auf dem Gelände ihres
alten Bahnwärterhauses, ausschließlich in Eigenarbeit und ohne jegliche finanzielle Unterstützung unser Hundeparadies.
2002 hatten Karin und Christian das Glück noch 4000 m² angrenzenden Ackerlandes hinzupachten zu können, womit uns jetzt eine Gesamtfläche von 8000 m² zur Verfügung steht .
Unser Hundeheim unterscheidet sich völlig von einem herkömmlichen Tierheim. Wir sind nicht einzeln in Zwingern eingesperrt. In sorgfältig zusammen gestellten Rudeln können wir den ganzen Tag in
großzügigen Freiläufen, mit jederzeit zugänglichen (beheizten und richtig gemütlich eingerichteten) Hundehäusern herumtollen. Die Freiläufe sind mit heiß begehrten Kletter- und Spielgeräten ausgestattet.
Was für uns Hunde einfach nur Klasse ist, sehen die Beiden so:
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Hunde in Rudelhaltung
sehr schnell erholen. Viele Defizite und Fehlverhalten können so spielerisch ausgeglichen werden, die vorher durch mangelnde bis gar keine Sozialkontakte zu Artgenossen entstanden.
Wir legen großen Wert darauf kein Massenbetrieb zu sein und die Hunde nur bis zur Weitervermittlung zu verwahren. Wir nehmen nur so viele Tiere auf, wie wir sie gut und
sorgfältig betreuen können. Viele wurden von den Vorbesitzern misshandelt, litten unter völliger Vernachlässigung oder wurden ausgesetzt und bedürfen einfühlsamer, intensiver Beschäftigung und eines
individuellen Trainings, um über diese schlimmen Erlebnisse hinwegzukommen.
So mancher unserer Schützlinge, der heute problemlos in einer neuen Familie lebt, hätte in einem normalen Tierheim keine Chance auf seine Resozialisierung gehabt. Um dies leisten zu können bilden wir uns auf
speziellen Seminaren ständig weiter. Christian hat 2006 seine Trainerausbildung bei Animal-Learn abgeschlossen. So sind wir in der Lage den Hunden eine wirklich qualifizierte Betreuung zu bieten.
Viele Hunde werden abgegeben, wenn sie dem niedlichen Welpenalter entwachsen sind und aus ihnen ein großer und zumeist völlig unerzogener Hund geworden ist. Auch mit diesen Tieren arbeiten wir von Anfang an
, da sie nur so eine Chance auf Vermittlung haben .
Diese Art der intensiven und individuellen Betreuung ist für uns die einzig sinnvolle Vorgehensweise, denn den meisten Hunden wird es so ermöglicht recht rasch fit für den Start in ein neues Leben zu werden. Dass
ein Hund länger als sechs Monate bei uns ist, ist die Ausnahme. Wenn Sie mehr über einige Einzelschicksale und unsere Arbeit mit ihnen erfahren möchten klicken Sie auf unser Tagebuch.
Zahlreiche Hunde müssen jahrelange Quälereien über sich ergehen lassen, nur weil die Nachbarn vor einer Anzeige zurück schrecken, um sich nur ja keinen Ärger einzuhandeln. Hunde empfinden Schmerz,
Vernachlässigung und Hunger genau wie wir. Damit wir solchen Hunden helfen können, bedarf es ihrer Mitarbeit und Zivilcourage”
 

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