- Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und
Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen mittendrin und bei uns und den Hunden
21.02.2012
Zur Abwechslung mal wieder was Schönes, über das man sich freuen kann, was wir nach der letzten Aktion auch dringend nötig haben.
Die kleine Lilly hat uns geschrieben. Sie kam vor knapp einem Jahr nach 8! Jahren aus der Vermittlung zurück. Angeblich unvermittelbar weil
unberechenbar in ihrem Verhalten und angeblich super schwierig mit ihr zurecht zu kommen. Lilly zeigte vom ersten Moment an bei uns auch nicht im Ansatz irgendeine der beschriebenen Verhaltensweisen. Ihr neues
Zuhause ließ zum Glück nicht lange auf sich warten und Lilly und ihr Frauchen sind nach wie vor sehr glücklich miteinander, ohne dass je die kleinste Kleinigkeit vorgefallen wäre. Sie hat zwei Blumenläden
und Lilly ist immer dabei, ob auf dem Großmarkt oder im Laden.

Unter diesem link http://gallery.me.com/tobiasvolk#100182 findet ihr wunderschöne Bilder von einem
glücklichen Hundemädchen.
19.02.2012
Wir haben schon so manche mail im Vorfeld einer Ab- oder Rückgabe eines Hundes bekommen, aber noch
keine, die so gefühllos war. Da hätte man sich lieber einen Hometrainer oder ein Laufband kaufen sollen, dem macht es wenigstens nichts aus, wenn es ungeliebt nach ein paar Wochen in die Ecke gestellt wird. So
ein Sportgerät hat außerdem den unglaublichen Vorteil nicht zu bellen, keine schmutzigen Pfoten zu bekommen und rundum anspruchslos zu sein. Die Menschen scheinen überhaupt nicht mehr miteinander
zu reden. Letztlich wollte nur der Vater einen Hund, damit er sich mehr bewegt und dem Rest der Familie war es schei... egal.
“Hallo Christian,
wir haben … jetzt seit 7 Wochen. Leider hat sich die Situation mit ihm nicht so entwickelt, wie wir
uns das vorgestellt haben. Es gibt eine Reihe von Schwierigkeiten und Umständen, die ich und meine Familie wohl unterschätzt haben.
Da ist zum Beispiel das Problem, dass ich einen Hund haben wollte, um einen Grund und Veranlassung
zu haben, mich mehr an der Luft zu bewegen. (mein Arzt hat mir mehr Bewegung verordnet). Da war … wohl mehr ein Mittel zum Zweck. Doch als vollwertiges "Familienmitglied" erfordert er generell mehr
Aufmerksamkeit und Zeit als gedacht. … hat alles in allem doch eine erhebliche Umstellung des Tagesablaufs mit sich gebracht. Auch meine Arbeitszeit wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Erschwerend kommt hinzu, dass ich mit ihm so oft spazieren war, dass ich mir eine
Achillessehnenreizung zugezogen habe und seit 5 Wochen nicht mehr richtig laufen kann. Meine Frau hat sich bei einem morgendlichen Gassigang auch noch den Arm gebrochen, so dass sie ebenfalls
ausfällt. Meine Kinder kommen in der Regel später aus Schule und Betrieb nach Hause und haben dann auch keinen Nerv mehr, mit … laufen zu gehen.
Unangenehm beim Spazierengehen ist auch … Verhalten, fremde Hunde schon von weitem anzubellen
und sich wie jeck aufzuführen. Wir hatten ja schon mal telefonisch darüber gesprochen. Um dieses Verhalten abzustellen, müßten wir wohl in die Hundeschule gehen. Dies ist aber ein zeitlicher
Aufwand, der nicht so recht in den beruflichen Alltag passt.
Ein Problem ergibt sich aufgrund meiner beruflichen Situation. Ich habe öfters in der Nähe von Kassel
zu tun. Da muss dann … den ganzen Tag im Auto mitfahren und während meiner Termine alleine im
Auto bleiben. Eine Situation, die ihm nicht so ganz gefällt.
Dann ist da der doch merkliche Mehraufwand, um die Wohnung sauber zu halten. Nach jedem
Spaziergang müssen wir … Füße säubern, die Wohnung muss mehrmals wöchentlich nass gewischt
werden, um den reingetragenen Dreck zu beseitigen. Ein Zustand, den meine Frau beklagt - zumal sie vollzeit berufstätig ist und erst am späten Nachmittag nach Hause kommt.
Weiterhin hat … die Angewohnheit, meine beiden Söhne immer anzubellen, wenn sie sich in der
Wohnung bewegen. Mein ältester Sohn war jetzt so genervt, dass er - wie er sagte - "froh" war, nach einer Woche Heimaturlaub wieder nach Marburg zurückkehren zu können, um endlich aus …
Reichweite zu sein. Mein jüngerer Sohn kommt gar nicht mehr gerne aus seinem Zimmer, weil er ebenfalls von … permanent angebellt wird.
Die gesamte Situation ist mittlerweile so unbefriedigend, dass mich meine Familie gebeten hat, eine
"Familienkonferenz" einzuberufen, um die Probleme mit … zu erörtern. Ergebnis der Beratung war,
dass meine Familie überwiegend der Ansicht ist, dass … sicherlich auch ein lieber und verschmuster Hund sein kann - wir aber insgesamt für ihn nicht die richtige Familie sind.
Überwiegend ist meine Familie der Meinung, dass wir … gerne zurückgeben würden, weil wir ihm als vollwertigem Familienmitglied nicht gerecht werden können oder wollen.
Lieber Christian, ich hoffe, du hast Verständnis dafür, wenn ich angesichts der gegebenen Umstände
mich leider dazu durchringen muss, … wieder in eure Obhut zu geben.
Schreib mir doch bitte, wann wir vorbeikommen können, um … wieder abzugeben.
Mit herzlichem Gruß”
Stunden und Stunden verbringen wir damit, den Leuten Haarklein auseinander zu setzen was es bedeutet,
einen Hund aufzunehmen. Wenn man es vergleicht, wie sich diese Menschen hier geben und was sie alles erzählen und leider inzwischen viel wichtiger, was sie alles verschweigen, dann ist das wirklich nur noch
ein unwürdiges Schmierentheater. Schade um unsere wertvolle Zeit und noch viel schlimmer, wieder ein armer Tropf, der um eine unschöne Erfahrung reicher ist. Aber wen interessiert das, ist doch völlig wurscht
, wenns einem nicht gefällt kann man ihn doch zurück geben. Dass es sich um ein Lebewesen mit Gefühlen handelt scheint völlig unwichtig zu sein. Der Hund ist nicht Partner und Freund, sondern wird
benutzt und wenn die Nachteile den Nutzen übersteigen wieder abgestoßen. Wen wunderst, dass sich ein Hund in einer solchen Situation nicht wohl fühlt und sich dann auch dementsprechend verhält.
In diesem Zusammenhang bitte ich um Spenden. Nein kein Geld, sondern etwas das uns inzwischen leider
völlig ausgegangen ist und mit dessen Nachlieferung auf absehbare Zeit nicht zu rechnen ist: VERSTÄNDNIS. Sollte jemand etwas davon erübrigen können, auch Kleinstmengen werden dankbar
angenommen....
Als logische Konsequenz werden wir ab sofort die folgenden Hunde in unser “Vermittlungssortiment”
aufnehmen. Jeder einzelne das absolute rundum Sorglospaket, das auch im gefühlskältesten Haushalt ohne Probleme überlebt. Lieferung natürlich weiterhin wie gewohnt frei Haus und wenn gewünscht auch in
Geschenkverpackung, denn Service ist wichtig und der Kunde König ......


18.02.2012
Als die Patin von unserem Waigel im Tagebuch stöberte, gefiel ihr Petras Idee mit der Besucher-
Spendendose und sie beschloss es ihr gleich zu tun. Nun steht eine “Waigel-Spendendose” auf dem Kachelofen und findet hoffentlich zahlreiche Gönner, die sie füllen.
16.02.2012
Die Bilder zeigen es deutlich - Fanni kann wieder lachen und hat sich einigermaßen mit ihrer neuen
Situation arrangiert, auch wenn sie, insbesondere wenn der tägliche Spaziergang losgeht, sehr aufgeregt ist und dann gar nicht weiß, wohin mit ihrer Freude.

Auch unser Rigdebackmädchen Zarah hat den größten Stress weg geschlafen und ihr Schneckenhaus
verlassen, so dass wir heute auch von ihr Bilder machen konnten. Am besten gefällt mir das Bild wo sie zusammen mit unserer Knuddelbacke George zu sehen ist - ein schönes, wenn auch ungleiches Paar...

15.02.2012
Jeder kennt das, man ist so richtig erkältet, die Nase läuft, Husten plagt einen, der Kopf ist wie in Watte
gepackt und die Beine sind auch eher wacklig. Wie gut, wenn man sich dann einfach ins Bett packen und
die Decke über den Kopf ziehen kann. Bei uns fällt das unter “Luxus” und ist wenn überhaupt nur
stundenweise mal möglich, zumal es Christian inzwischen auch erwischt hat. Kräftezehrende Arbeiten sind da eigentlich nicht angesagt, eigentlich... Letzte Woche hatte der Frost Nachts unseren 4000 Liter
Wassertank gesprengt, da wir vergessen hatten, das Wasser abzulassen. Das jetzt einsetzende Tauwetter
taut nun auch die 4000 Liter Wasser ab und zwar zügiger als gedacht, so dass heute am frühen Nachmittag das Haus der Junghundegruppe Knöcheltief unter Wasser stand.

Also musste ein neuer Ablaufgraben gebuddelt werden, der verschlammte Raum, nebst den Körben und
pitschenassen Decken gereinigt und trocken gelegt werden. Die Hunde fanden es spaßig, wir weniger.
Kurz vor der Fütterzeit schaffte es dann noch eine Frau das gesamte Hundeheim aufzumischen. Sie lief
mit einem jungen Golden Retriever den Fahrradweg hinunter. Der Junghund hatte seinen Spaß abwechselnd an der Leine und am Jackenärmel der völlig hilflos dran hängenden Frau herum zu zergeln,
die sich nicht anders zu helfen wusste, als permanent mit spitzen Schreien “Au,Au,Au” zu brüllen. Was
sagt uns das? Auch ein Golden Retriever kommt nicht schon erzogen auf die Welt und wer sonst keinen Hund bekommt, geht halt zum Züchter... Das nicht enden wollende Geschrei brachte wieder rum unsere
Hunde aus der Fassung. Der arme Waigel war davon so von der Rolle, dass er nur mit viel gutem Zureden irgendwann dazu zu bewegen war, zum fressen ins Hundehaus zu gehen. Ach ja, und beim
Abendessen ist mir dann auch noch ein Zahn raus gebrochen. War also wirklich ein prima Tag. Vielleicht versuche ich jetzt mal mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Irgendwie ist mir danach...
13.02.2012
So, da bin ich wieder, allerdings nicht in alter Frische, da sich seit der Rückfahrt eine fette Erkältung bei
mir eingenistet hat. Die Fahrt war dieses Mal wegen des schlechten Wetters und viel Schnee in Spanien um einiges anstrengender als sonst. Wir brauchten für den Hin- und Rückweg jeweils 20 Stunden. Zudem war
in Vitoria so viel zu tun, dass wir auch dort zu keiner Pause kamen, so dass wir schon ziemlich platt waren, als es auf den Rückweg ging.
Wir werden einen Reisebericht machen und unser Mitfahrer Robert hat ein Video gedreht, dass wir
allerdings noch zusammenstellen, schneiden und vertonen müssen. Wie immer haben wir auch viele ältere und alte Hunde und Hunde, die dringend unterschiedliche Operationen benötigen, mitgenommen. Die, die
ich für uns mitgenommen habe, habt ihr sicherlich schon auf der Vermittlungsseite entdeckt. Allerdings fehlt noch Zarah, eine knapp achtjährige Rhodesian Ridgebackhündin. Sie hat in Vitoria besonders unter
der Kälte und Nässe gelitten und ist deshalb auch erkältet. Sie mag im Moment das warme Hundehaus kaum verlassen und ist auch noch zu schüchtern und verängstigt um sich fotografieren zu lassen. Sie
bekommt die Zeit die sie braucht und wird sich sicher bald erholen und neue Kraft und Mut schöpfen.
07.02.2012
Bevor es losgeht habe ich noch eine Bitte: Da wir einen Großteil unseres Deckenbestandes mit nach
Vitoria und Miranda nehmen, bräuchten wir selbst Nachschub. Wer also ein paar warme Decken ausmustern kann macht uns damit eine große Freude.
06.02.2012
Ich werde euch für ein paar Tage “vernachlässigen” müssen, denn Morgen gehts beladen mit allerlei
Hilfsgütern und viel Futter nach Vitoria. Mit großer Unterstützung durch zahlreiche andere Tierheime und Tierschutzvereine werden wieder eine ganze Reihe frierender Nasen den Weg in ein besseres Leben
antreten. Die Temperaturen sind fast wie bei uns hier, also lausig kalt und wenn man sich überlegt, dass die Hunde Tag und Nacht bei dieser Kälte ohne irgendwas auf dem blanken Beton liegen, der die meiste
Zeit auch noch nass ist, da täglich ausgespritzt wird, dann wird so mancher von ihnen schon allein seine Transportbox mit einer weichen, warmen Decke drin, als puren Luxus empfinden. Wir haben zur
Sicherheit für den Fall der Fälle, der hoffentlich nicht eintreten wird, Schneeketten dabei. Also seid so lieb
und drückt uns ganz feste die Daumen, wer mag kann uns auch in sein Nachtgebet mit einschließen, dass alles gut geht und alle Zwei- und Vierbeiner gesund und heil wieder nach Hause kommen.
05.02.2012
Viele von euch haben mit Mola wegen ihrem schlimmen Unterschenkel Splitterbruch gebangt. Wenn ihr
euch fragt, wie es ihr geht und ob alles gut geheilt ist, kann ich nur sagen schaut euch die Bilder von der “Elbdeichrennsemmel” an. Besser geht glaube ich nicht....
04.02.2012
Heute kam mal wieder unsere schweizer Armee-Krankentrage zum Einsatz. Unser George wurde kastriert
und 50 Kg trägt man nicht einfach mal so. Mit Hilfe der Trage geht das für beide Seiten sehr komfortabel.

Nach getaner Arbeit an einem eisigkalten aber schönen Tag, überraschte uns Annuschka mit einer
köstlichen Kartoffelsuppe. Man konnte zwar kaum so schnell essen wie sie kalt wurde, das tat aber unserem Appetit und der Freude über die gelungene Überraschung keinen Abbruch. Vielen Dank
Annuschka - das war eine “heiße” Idee!

03.02.2012
Nicht nur wir brauchen jetzt Morgens etwas länger bis wir uns in die diversen Schichten warme Kleidung
gepackt haben, um die mindestens 10 Stunden die wir jeden Tag bei den Hunden draußen sind, gut zu überstehen. Auch so mancher unserer Vierbeiner ist selig warm eingepackt zu sein und so stehe ich jetzt
Morgens noch eine halbe Stunde früher auf, um die Zeit reinzuholen die ich brauche die ganzen Nasen anzuziehen. Hauptsache sie fühlen sich wohl. Ein paar unserer Hunde so wie Pica und Freud haben
allerdings das Pech mit äußerst unkollegialen und offensichtlich nicht verfrorenen( besser gesagt unverfrorenen..) Kumpels zusammen zu sein, die sich wie Java und Mina einen Spaß daraus machen, so
lange an ihnen rum zu zupfen bis der warme Mantel nur noch in Fetzen an ihnen hängt. Das tut mir wirklich leid für die Nasen. Zumindest können sie sich aber unter die Wärmelampen legen, wovon Pica
besonders ausgiebigen Gebrauch macht. Für euch ein paar Bilder von einem Teil unserer zwei- und vierbeinigen Wintermodels:


02.02.2012
Es gibt sie noch, diese lieben Menschen, die es ganz normal finden einem alten Hund eine Chance und ein
Zuhause zu geben und die daran große Freude haben. Leider, gibt es solche Menschen viel, viel zu selten.
Vor über 9 Jahren vermittelten wir an ein nettes Ehepaar die Pointerhündin Chica. Sie ist inzwischen ein
altes Mädchen, mit ein paar Alterswehwehchen. Ihren Menschen fiel auf, dass sie mit zunehmendem Alter große Freude daran hatte andere Hunde zu treffen und bei diesen Kontakten richtig aufblühte. Also
beschloss man mit unserer Hilfe einen passenden Gefährten für Chica zu suchen.
In einem befreundeten Tierheim wartete der ältere Pointermixrüde Robbie auf ein Zuhause. Er war bei
unserem Vitoriatransport im April letzten Jahres mitgekommen. Robbie ist etwa im gleichen Alter wie Chica, hat durch Arthrose etwas krumme Vorderbeine, braucht wie Chica Herzmedikamente und ist
genauso gemütlich wie sie. Am 31.1.2012 fand hier bei uns das Kennenlernen der beiden Hundesenioren und der Menschen statt. Sie verstanden sich gleich und wir begleiteten dann alle nach Hause und regelten
die Einführung von Robbie in seinem neuen Umfeld. Schon nach wenigen Stunden lagen die beiden Po an Po auf dem gleichen Kissen und gingen miteinander um, als würden sie sich schon ewig kennen. Alles lief
und läuft völlig ohne Stress, als wäre es nie anders gewesen.
Solche Erlebnisse sind Balsam für unsere Seele - eine Hundeliebe im Alter und für einen alten Knopf ein
schönes Zuhause. Robbie fühlt sich sauwohl und seine neuen Menschen sind ganz begeistert wie verschmust und anhänglich er schon ist und wie harmonisch alles läuft. Chica hatte leider gar keine Lust
sich fotografieren zu lassen, Hundemädchen in dem Alter sind halt auch noch eitel, aber von Robbie haben wir ein paar schöne Bilder von seinem Einzug.

01.02.2012
Der Tag fing für unseren Rolo ganz schlecht an, nämlich ohne Frühstück, da er heute zum Tierarzt musste.
Er wurde in Narkose gelegt und bekam die Ohren richtig sauber gemacht, den wenigen Zahnstein entfernt
und Blut abgenommen, um seine Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Hört sich so einfach an, war es aber
nicht, da Rolo durch seine panische Angst auch nur festgehalten zu werden soviel Adrenalin produzierte, dass er die doppelte Menge Narkosemittel brauchte, um wenigstens kurz einzuschlafen. Kurz darauf, lief
er schon wieder selbst zum Auto. Hier angekommen war er völlig durch den Wind, rannte fiepend mit immer wieder weg sackenden Hinterbeinen durchs Haus und stand völlig neben sich. Da half nur noch ihn
zur Ruhe zu zwingen. Wir brachten eine Transportbox ins Haus und setzen Rolo rein und schon wurde er ruhiger. Heute Nachmittag war er dann wieder so weit fit, dass wir ihn wieder mit seinen acht Kumpels
zusammen bringen konnten. Armer Tropf, es scheint als habe er eine Situation erlebt, in der er Todesangst empfunden hat, die in solchen Momenten sich wieder Bahn bricht. Na wenigstens ist jetzt mal alles
gemacht was notwendig war und Rolo bleibt es hoffentlich auf lange Zeit erspart noch mal in Narkose gelegt werden zu müssen.
Dann hatten wir heute zur Abwechslung mal einen lustigen Anruf: Die Koblenzer Rheinzeitung rief uns
wegen Twitter an. Wie das? Die Zeitung hat im Moment eine Artikelserie die sich mit dem Phänomen Twitter befasst. Der Journalist, der die Artikel schreibt, googelte was man so alles zu diesem Thema findet
und stieß so auf unseren Twitter. Er fand das sehr lustig und rief uns an, weil es ihn interessierte wie der Hund zu diesem Namen gekommen war. So wird nun morgen ein Artikel in der Rheinzeitung über Twitter
erscheinen und ihm, wer weiß, vielleicht zu einem schönen Zuhause verhelfen. http://www.rhein-zeitung
.de/regionales_artikel,-Sehr-kommunikativ-Tierschutzverein-sucht-Zuhause-fuer-Hund-Twitter-_arid,374316.html
30.01.2012
Bei Eiseskälte baden gehen? Brrrr - für jeden von uns ein schrecklicher Gedanke. Nicht so für unsere Mimi
. Die Maus ist heute in ihr neues Zuhause umgezogen und bei der Erkundung des Gartens entdeckte sie einen größeren Teich. Juchuu - Mimi hopste rein, spielte mit größtem Vergnügen Eisbrecher, schwamm
einmal durch und kam triefend nass am anderen Ende wieder heraus gehopst. Prima Einstand... Ihre neue Kumpeline, eine Irish Setterhündin ist genauso Wasser verrückt und so dass dieses Verhalten ihrer neuen
Familie vertraut ist. Anschließend wurde Mimi trocken gerubbelt, kuschelte sich auf die Couch und schien sich sehr wohl zu fühlen...
29.01.2012
Heute hatte unsere Cathay Besuch. Eine sehr nette Frau, die mit ihrer Familie in Nordhessen wohnt und
die Cathay vor Jahren im Internet entdeckt hat und die sie seitdem nicht mehr loslässt. Die Familie hat drei Hundesenioren von 13, 14 und 15 Jahren und die älteste eine Huskyhündin duldet keine andere Hündin
im Haus. Aber der Wunsch Cathay endlich einmal persönlich kennen zu lernen war jetzt so stark, dass sie den weiten Weg gerne auf sich nahmen. Nicht nur Cathay, auch Lasse hat sich ordentlich eingeschmeichelt
und die Familie begeistert. Nun hoffen alle, dass Cathay auf sie wartet, bis die Situation es ermöglicht, dass sie einziehen kann. Wir werden sehen - wenn es so sein soll, dann wird es so kommen. Grundsätzlich
wartet Cathay schon viel zu lange auf ein Zuhause, aber sie ist zum Glück ein starkes Hundemädchen mit großer Lebensfreude.

27.01.2012
Zwei weitere unserer Vierbeiner haben Paten gefunden. Zum einen Fanni, deren ehemaliges Frauchen sie
nun mit einer Patenschaft unterstützt. An Fannis fragendem Blick sieht man sehr deutlich, dass sie nicht versteht, warum sie ihr Zuhause verloren hat. Die Umstellung fällt ihr schwer
Zum anderen hatte unser lieber Waigel heute Besuch von einer sehr netten Frau, die uns einige Dinge von
ihrem verstorbenen Hund brachte und ihn sich als Patenhund ausgesucht hat. Sie hat sich sehr gefreut, ihn in Natura kennen zu lernen und wer weiß, vielleicht hat er irgendwann dort die Chance auf ein Zuhause.
Nach allem was Waigel schon in seinem Leben an Schlimmem erleben und ertragen musste, wäre es zu schön, wenn er endlich sein erstes, richtiges Zuhause finden würde. Im Gegensatz zu Fanni weiß Waigel
nicht wie schön das sein kann. Wir hoffen so sehr, dass er diese Erfahrung noch machen wird und auch dass Fanni es nicht zu lange entbehren muss.
25.01.2012
Während es draußen frostig kalt ist, liegen Antje und Lilly2 sich gemütlich räkelnd auf der Couch und
genießen es, wieder ein richtiges Zuhause zu haben. Antje fährt in zwei Wochen direkt nach Frankreich in den Urlaub. Lilly2 hatte besonderes Glück. Sie war am Samstag bei uns abgegeben worden, weil sie zu
lange alleine sein musste, da ihr Herrchen verstorben war und Frauchen den ganzen Tag arbeiten geht. Direkt am Samstag hatten wir einen netten Interessenten für Lilly und heute schon konnte sie umziehen.
Wenn das doch nur immer so wäre....
24.01.2012
Mola geht voll in ihrem Job als Büroassistentin von Solveig auf:
“Ich hab jetzt meine persönliche Bürostuhl-Popoheizung ;-)) - wann immer ich aus dem Büro rausgehe, thront
Ihre Majestät Mola of the Elbdyke auf meinem Schreibtischstuhl. Es ist echt zum Brüllen komisch. Meist liegt sie
auf der Sitzfläche wenn ich komme und möchte dann erst mal ausgiebig gekuschelt werden, aber wenn Fremde ins Büro kommen, richtet sie sich majestätisch auf und schaut…”
23.01.2012
Heute hätten wir zweimal unseren Lux “verkaufen” können. Beide Anrufer wollten ihn als Hofhund und
wollten ihn ungesehen umgehend abholen. Sie bräuchten ihn nicht kennenlernen, sie hätten doch die Bilder gesehen, das langt. Er hätte auch eine schöne, isolierte Hütte im Hof. Na prima was ein Luxus, ist ja
wie einkaufen per Katalog - aber wen wunderts, andere suchen sich so eine Frau aus. Grundsätzlich kommt ein Leben als Hofhund für keinen unserer Hunde in Frage.
22.01.2012
Zweimal die Woche lassen wir Cathay und ihre Kumpels sich oben auf der Trainingswiese so richtig
austoben. Die strahlenden Gesichter der Nasen und ihre unbändige Lebensfreude sind jedes Mal so schön zu sehen. Mit Fotos ist es allerdings verdammt schwierig, weil Cathay derartig schnell ist, deswegen sind
sie auch nicht so ganz scharf.
21.01.2012
Wegen einer langwierigen Erkrankung der Webmasterin und technischer Probleme war die Homepage
unseres deutschen Unterstützungsvereins der Perrera in Vitoria ja leider lange geschlossen. Nun ist wieder alles am laufen und auf Stand. Ihr habt also wieder Zugriff auf www.sos-vitoria.de
Demnächst werden auch aktuelle Bilder und Berichte von unseren letzten Reisen eingestellt werden. Es lohnt sich also wieder öfter drauf zu schauen.
19.01.2012
Erst die Ukraine – jetzt Aserbaidschan
Massentötung von Straßenhunden in Baku für den Eurovision Song Contest
Tierschützer und Journalisten in Aserbaidschan berichten seit einiger Zeit von der Massentötung
von Straßenhunden in der Hauptstadt ihres Landes. Dort scheint sich momentan dasselbe grausame Szenario abzuspielen wie in der Ukraine im Vorfeld der Fußball-EM. Nur geht es in
Aserbaidschan nicht um ein sportliches Großereignis, sondern um den Eurovision Song Contest. Im Mai diesen Jahres findet der Song Contest in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans statt und
während in den Teilnehmerländern fleißig nach Kandidaten gesucht wird, beginnt im Gastgeberland die „Säuberung“ der Straßen. Den Besuchern will man keine hungernden und
frierenden Streuner präsentieren und wie so oft muss eine schnelle Lösung her. Über humane Wege die Population der Straßentiere zu verkleinern, wie beispielsweise Kastrationsaktionen
denkt die Regierung Aserbaidschans nicht einmal nach. Stattdessen werden von der Regierung bezahlte Hundefänger in die Straßen Bakus ausgesendet, um wahllos Tiere zu ermorden. Dabei
stehen die Hundefänger Aserbaidschans den Häschern ukrainischer Behörden in nichts nach. Die Hunde werden vergiftet oder angeschossen und anschließend erschlagen. Dies geschieht am
helllichten Tag auf öffentlichen Plätzen. Sogar Welpen, die zuvor von Schulkindern versorgt wurden, werden vor den Augen der Kinder erschlagen.
Verantwortliche der Stadtverwaltung von Baku wollen die Öffentlichkeit glauben machen, dass nur
kranke und gefährliche Hunde getötet und alle Tiere von Amtsveterinären kontrolliert werden. Die Tötung der Straßenhunde diene der Sicherheit, heißt es von offizieller Seite, während gleichzeitig
ein Zusammenhang zwischen der „Säuberung“ der Straßen und dem Song Contest bestritten wird. Wie so oft verstricken sich Behörden und Regierungsvertreter in Lügen und Widersprüche, um die
eigene Bereicherung am blutigen Geschäft zu vertuschen.
Vor kurzem wurde zudem bekannt, dass in der Stadt Baku die Einrichtung eines Lagers für
Straßenhunde geplant ist. Der Leiter der Ordnungsbehörde Ahmed Memmedow gab zu, dass es sich dabei aber nicht um ein Tierheim handeln soll, da eine Vermittlung der Hunde „nicht
erwünscht“ sei. Vielmehr sollen die Tiere als billige Pelzlieferanten dienen. Auch dieses gewissenlose Vorgehen kennt man bereits aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern.
Mit der Massentötung von Straßentieren verstößt die Regierung Aserbaidschans nicht nur gegen
das eigene Gesetz, sondern missachtet auch die Europäische Konvention zum Schutz von Haustieren, die 2003 von Aserbaidschan unterzeichnet wurde. Tierschützer aus der ganzen Welt
protestieren gegen den Mord an Straßentieren und auch Sie, lieber Tierfreund, können etwas tun.
Bereits 10.000 Menschen haben diese Petition unterschrieben.
18.01.2012
Heute kam nach sechs Jahren Fanny aus der Vermittlung zurück. Wie so viele wegen Scheidung. Fanni
wurde damals als recht junger Hund auch schon wegen Scheidung bei uns abgegeben. Leider haben wir über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass die Beziehungen und Ehen von Mittzwanzigern sehr oft
scheitern. Dies hat man natürlich im Kopf, wenn man mal wieder ein jüngeres Paar hat, dass sich für einen Hund interessiert.
Was das Erstaunliche heute war, war Fannis Verhalten und Reaktion. Obwohl so viele Jahre vergangen
sind seit sie bei uns war, hat sie Christian sofort wieder erkannt, sich richtig gefreut und ihm direkt das
Gesicht abgeschleckt. Für ihr Herrchen hatte sie ab da, nur noch einen kurzen Blick übrig und das wars....
Aktuelle Bilder kommen in den nächsten Tagen - so sah Fanni damals aus:
16.01.2012
Ich hatte euch ja erzählt, dass unserer Lilly letzte Woche ein Zahn gezogen werden musste. Bei der
Gelegenheit ließen wir an einer Geschwulst am Oberschenkel eine Biopsie entnehmen, da die Tierärztin Verdacht auf einen Tumor hatte. Heute kam das Ergebnis: Es ist zum Glück nur ein Fettlipom. Puhh, was
sind wir froh über diese gute Nachricht!!!
15.01.2012
Zum zweiten Mal hätte unser lieber, großer Lohtse fast ein Zuhause gehabt. Ein Ehepaar hatte innerhalb
von vier Wochen zwei seiner drei Hunde verloren. Man verliebte sich in Lohtse, der sich beim Kennenlernen im Umgang mit den beiden kleinen Kindern und der Jack Russelhündin vorbildlich benahm,
wie immer lieb und verschmust war. Alles war klar, man wollte nur ein paar Tage abwarten bis sich ein weiterer Neuzugang, der am Samstag kommen sollte, eingelebt habe. Kommen sollte aus Ungarn ein
älterer Jack Russelmix von 10 Kg. Was letztlich ankam war ein offenbar sehr kranker Hund von 22 Kg, der nun die volle Aufmerksamkeit und intensive ärztliche Betreuung benötigt, so dass die Pläne Lohtse
ebenfalls aufzunehmen sich erledigt haben.
Wie so oft hören wir, dass wir bitte nicht böse sein sollen und Verständnis haben sollen. Aber warum?
Warum sollen wir immer Verständnis dafür haben, dass ein unseriös arbeitender Verein mal wieder mit seiner Masche durchkommt und einer unserer Hunde, in dem Fall Lohtse dafür in die Röhre schaut. Klar,
dem Lohtse geht es doch gut bei uns. Sicher, aber wenn er ein richtiges Zuhause hätte, gings ihm noch viel besser und das ist es was wir unserem Traumbären endlich wünschen...
13.01.2012
Heute hatten wir zusammen mit dem Amtsveterinär eine Beschlagnahme durchzuführen. Ein großer Rüde
( Näheres möchte ich im Moment dazu nicht sagen) war seit Jahren sich selbst überlassen und fristete ein schlimmes Dasein in einem kleinen, völlig zugemüllten Hof. Sein Besitzer kam nur sporadisch immer
wieder mal kurz vorbei. Der Rüde ist offensichtlich misshandelt worden, weist etliche Narben auf und ist sehr unsicher mit Menschen, da er zum einen den Umgang mit Menschen nicht gewohnt ist und zum
anderen auch nichts Gutes von ihnen erwartet. Er wird jetzt erst mal bei uns bleiben, bis die rechtlichen Dinge geklärt sind. Wir werden die Zeit nutzen, sein Vertrauen zu gewinnen und ihm zu zeigen, dass das
Leben angenehmere Dinge zu bieten hat, als er sie die letzten Jahre kennen gelernt hat.
12.01.2012
Unzählige Male haben wir schon den Satz gehört: “Ich habe mich in einen ihrer Hunde verliebt”. Dieses
Mal war Tonga der Traumhund. Die Leute kamen wenige Stunden nach dem Telefonat, da sie es gar nicht erwarten konnten Tonga kennen zu lernen. Tonga benahm sich super, hatte gleich einen guten Draht zu
dem Ehepaar, zeigte sich anschmiegsam und verschmust, benahm sich klasse gegenüber dem unsicheren Rüden und war auch beim gemeinsamen Spaziergang locker und guter Dinge. Dass Ehepaar strahlte übers
ganze Gesicht, genau so hätten sie sich Tonga vorgestellt. Tja, hört sich doch alles prima an und gerade bei
einem Hund der schon lange bei uns ist, hofft man dann um so mehr, dass es endlich mal mit einem Zuhause klappt, zumal sich Tonga in den letzten Monaten so positiv weiter entwickelt und große
Fortschritte gemacht hat.
Aber letzten Endes war es wohl mal wieder nur ein kurzes Strohfeuer, so wie meistens, wenn wir diesen
Satz gehört haben, denn gemeldet haben sich die Leute seit Montag nicht mehr. Dann waren es halt mal wieder nicht die Richtigen, aber schade ist es schon, denn Tonga wäre jetzt wirklich soweit. Nur gut, dass
die Enttäuschung nur uns bleibt und Tonga sich nicht damit belasten muss...
11.01.2012
Heute wurde Lilly endlich von ihren Zahnschmerzen befreit. Wir hatten gemerkt, dass sie immer wieder
schlecht oder gar nicht fressen wollte und dass sie Probleme hatte Lekkerchen zu kauen. Sie konnte sie nicht richtig aufnehmen und suchte dann irgendwie, auf welcher Seite sie sie kauen könnte. So wurde sie
heute Morgen in Narkose gelegt. Die Untersuchung ergab, dass sich einer der vorderen Schneidezähne in der Mitte gespalten hatte und gesplittert war. Er musste gezogen werden. Bei der Gelegenheit wurden
gleich alle Zähne gesäubert und noch der ein oder andere saniert. Inzwischen ist Lilly schon wieder fit und wartet ungeduldig auf ihr Abendessen.
10.01.2012
Heute war “Kleinhundetag” - jede Menge Anrufer auf der Suche nach kleinen, ganz kleinen und noch
kleineren Hunden. Es ist immer wieder interessant, dass die Gespräche oft so losgehen, das man einen mittelgroßen bzw. knie hohen Hund sucht, der gesuchte Zwerg diese Größe wahrscheinlich aber nur mit
Mühe erreicht, wenn er sich auf den Hinterpfoten hochstellt oder springt oder der Interessent Liliputaner
ist. Genaueres Nachfragen führt dann zu so erhellenden Angaben wie “ ei so ein weißer, so einer wie in der
Cäsar Werbung” oder “die mit dem Schleifchen im Haar”. Prima wenn man so gut informiert auf die Suche nach dem passenden Hund geht....
08.01.2012
Ich kämpfe gerade mit der Tücke des Objekts Computer. Bevor ich meinen heutigen Tagebucheintrag
speichern konnte, hat sich alles verabschiedet und weg wars, nicht nur das von heute sondern gleich das ganze Tagebuch. Christian konnte es im letzten Moment wieder herstellen. Puhh - also nochmal.
Wir sind sehr glücklich über einen gelungenen und schönen Jahresanfang, denn vier unserer Nasen, Dani,
Nati, Jannis und Beppo sind diese Woche zu ihren neuen Familien umgezogen. Wir hoffen, dass es weiterhin so gut für unsere Hunde läuft.
Viele von euch haben, ob von uns oder von einem anderen Verein, einen Auslandshund aufgenommen und
ihm ein Zuhause gegeben. Der Verein Parasitus Ex. e.V., der sich hauptsächlich mit den in den südlichen Ländern vorkommenden Reisekrankheiten beschäftigt, hat eine sehr lesenswerte Broschüre unter dem
Titel “Traumhund aus dem Süden” herausgegeben. Auch wenn wir bei der Vermittlung nach bestem
Wissen und Gewissen beraten und aufklären, viele tun dies nicht und so ist diese Broschüre für jeden mit
einem südländischen, vierbeinigen Familienmitglied hilfreich und informativ. Auch für die unter euch, die sich vielleicht gerade gedanklich damit auseinandersetzen, ob sie einen solchen Hund aufnehmen möchten
.
Ihr findet die Broschüre unter folgendem Link:
http://parasitus.com/parasitus/traumhund.pdf
05.01.2012
Wann wird es endlich Winter??? Ich sehne mich nach ordentlichen Minusgraden, denn dann wärs
wenigstens trocken. Der ewige Schlamm und die Nässe sind wirklich zum schwermütig werden und doch schaffen es Hunde wie der kleine Twitter blitzsauber zu sein.
Das was an Regenkleidung so angeboten wird ist für unsere Zwecke hier nicht robust genug und die
Imprägnierung hält nicht lange, so oft wie die Sachen gewaschen werden müssen. Auch Waschimprägnierung hilft da nicht lange weiter. So waren wir heute in dem Unwetter nach einiger Zeit
wieder bis auf die Unterwäsche pitschenass. Also wer von euch einen Tip für wirklich robuste, dauerhaft wasserdichte Klamotten hat, her damit.
Apropos waschen - unser Waschmittelvorrat ist fast aufgebraucht. Wem also bei einkaufen vielleicht ein
Sonderangebot über den Weg läuft..., der macht uns eine große Freude, wenn er uns ein paar Pakete Waschpulver mitbringt.
04.01.2012
Wir sind gerade dabei die Patenschaftsseite zu überarbeiten, da sich einiges geändert hat. So hat auch
Lohtse jetzt Paten, das Ehepaar, das in gerne aufgenommen hätte, was aber ja aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr geht und Snert ebenfalls.
Wir werden mal zu jedem Hund auf der Patenschaftsseite das Alter bzw. Geburtsdatum hinzufügen und
wie lange er schon bei uns ist. Ich war bei einigen selbst erstaunt, als ich die Aufstellung gemacht habe. Die Jahre vergehen und so viele Hunde gehören einfach dazu, sind immer da, dass einem gar nicht bewusst
ist, dass so mancher den Großteil seines Lebens schon bei uns ist. Trotz allem sind unsere Langzeitkandidaten alle gut drauf, fit und durch trainiert, aber es macht mich auch sehr traurig, dass sich
für so viele gar keiner interessiert. Ok, einige sind recht speziell in ihren Ansprüchen, aber auch solche
besonderen Menschen wird es irgendwo geben. Ich höre nicht auf zu hoffen, dass der ein oder andere doch noch irgendwann den Weg zu uns findet und die ein oder andere Nase, so wie Maris letztes Jahr nach drei
Jahren bei uns, doch noch ein schönes Plätzchen findet.
02.01.2012
Das Wichtigste zuerst - mein Pete ist wieder auf dem Damm, der Insulinspiegel ist wieder eingeregelt und
mein Stinker ist bester Laune und wieder ganz der Alte. Es ist einfach eine ganz dumme Kombination mit der Krebserkrankung und der Diabetes, aber jetzt ist zum Glück wieder alles im Lot. Ich kann euch gar
nicht sagen, wie froh und glücklich ich darüber bin!!!
Im Moment hagelt es ja überall Rabatte und günstige Angebote, um die Winterware los zu werden. Das hat
eine Anruferin heute wohl einfach übertragen. Sie meinte, wenn wir einen kleinen Chihuahua im Sonderangebot hätten, dann sollten wir uns doch bei ihr melden.....
01.01.2012
Dieses Silvester war ganz schön heftig für unsere armen Nasen. Seit gestern Nachmittag knallt es fast
ununterbrochen. Es war unglaublich laut und lang, vor allem deswegen weil eine Gruppe Halbstarker keine 100 m vom Hundeheim weg, am Regenauffangbecken, lautstark Fete gefeiert hat und Unmengen
von Kanonenschlägen los ließ. Heute Morgen war alles von den Überresten übersät. Gegen 14.00 Uhr machten sich zwei von ihnen den großen Spaß, alle 5 m einen Böller zu zünden und über den Zaun in
Richtung der Ausläufe zu werfen. Die Hunde werden einige Tage brauchen diesen enormen Stress weg zu schlafen. Hoffentlich ist inzwischen das meiste von dem Mist in die Luft gejagt worden, dass die nächsten
Tage wieder ruhiger werden...
31.12.2011
Pete hat heute Morgen zumindest eine halbe Portion gefressen und sich heute Nachmittag
aufgeschwungen die leider jetzt schon zahlreichen Böller und Raketen zu vertreiben. Wenn sich der Insulinspiegel wieder eingependelt hat, wird er auch wieder munterer werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt
und das ist auch gut so.
Aidin, Olga und Pica macht dir schei... Knallerei eine riesen Angst. An Silvester hätte ich am liebsten alle
unsere Nasen bei uns im Haus, um ihnen in ihrer Angst beistehen zu können. Und so wird es heute vielen
Vierbeinern gehen, die schon im normalen Leben oft ihre Menschen nicht verstehen, aber heute müssen
sie mit Recht denken, die Menschheit sei verrückt geworden. Aber so ist es leider jedes Jahr und wir werden es wie immer überstehen.
Für uns geht ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen und so manchem Abschied zu Ende. Aber es war auch
ein Jahr des Zusammenhalts, mit viel Zuspruch und Unterstützung ob durch helfende Hände oder durch finanzielle Hilfe in Form von Spenden und Patenschaften. Gemeinsam mit unseren Helfern ist es uns
gelungen vielen heimatlosen Hunden einen guten Start in ein neues Leben zu ermöglichen. Und dieses
Glück ist der Lohn für all unsere Arbeit, das uns Jahr für Jahr und Tag für Tag antreibt nicht nach zu lassen
, um für die die in unserer Obhut sind, die Welt ein bisschen besser zu machen und ihnen neue Hoffnung zu geben.
Lief es oft sehr schleppend mit den Vermittlungen, so haben die letzten sechs Wochen noch mal einen
richtigen Endspurt in Sachen Vermittlungen hingelegt und viele unserer Schützlinge konnten zu ihren
neuen Familien umziehen. Den letzten Tag dieses Jahres haben wir mit einem guten Vermittlungstermin abgeschlossen, so dass Dani und auch Nati im neuen Jahr in ihr neues Zuhause umziehen können. Wir
nehmen es als positives Omen für ein besseres 2012.
Euch allen, die ihr Christian und mir und natürlich vor allem unseren Hunden in welcher Form auch immer
geholfen habt ein riesen DANKESCHÖN von uns. Gemeinsam sind wir stark und diese Stärke werden wir auch im neuen Jahr brauchen, denn auch das nächste Jahr werden wieder viele heimatlose, verstoßene,
junge und alte, kranke und misshandelte Hunde unserer Hilfe bedürfen. Wir werden jeden von ihnen mit offenen Armen empfangen und unser Bestes geben, um ihnen eine gute Zeit zu bereiten, ihnen wieder
Vertrauen in die Menschen zu geben, sie zu pflegen und zu päppeln und hoffentlich ein gutes Zuhause zu finden. In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr, verbunden mit
der Bitte und der Hoffnung auch weiterhin auf euer aller Unterstützung zählen zu können, denn wir und die Hunde brauchen euch!!!
30.12.2011
Ich bin in großer Sorge, denn meinem Pete geht es seit gestern gar nicht gut. Sein bösartiger
Schilddrüsentumor, den wir seit drei Jahren bisher recht erfolgreich bekämpfen hat seinen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gebracht und das hat sich sofort auch auf seine Diabetes ausgewirkt. Als er gestern
auch nicht fressen wollte, fiel er dann in einen Unterzucker und taumelte nur noch durch die Gegend, Glucoselösung half auch nicht, so dass wir Nachmittags mit Pete zum Tierarzt sind. Er hat jetzt eine Art
Chip mit Depotinsulin gesetzt bekommen und bekommt erstmal eine Weile Schmerzmittel. Heute Morgen hat er wieder nicht gefressen und den ganzen Tag fast nur geschlafen. Seine Augen sagten mir, dass er
Schmerzen hat. Zum Abend hat er wenigstens eine halbe Portion gegessen und im Moment ist er etwas munterer.
Auch wenn man sein Leben mit so vielen Hunden teilt wie wir - trotzdem hat man einen Lieblingshund
und bei mir ist das eben mein Pete, der ganz tief in meinem Herzen ist, der immer meine Nähe sucht, dem
ich alles verzeihe und nicht schlafen kann, wenn er nicht zusammengerollt in meinen Kniekehlen liegt. Ich weiß, dass irgendwann der Moment des Abschieds kommen wird und die drei Jahre, die wir schon gegen
den Krebs gewonnen haben, sind viel, aber ich hoffe, dass das noch nicht alles war und uns noch eine gute
Zeit miteinander vergönnt ist. Wir beginnen jetzt zusätzlich eine Misteltherapie und wenn mein Pete so ein Kämpfer ist wie ich, dann bekommen wir noch einen Aufschub....
- 28.12.2011
Wie wir sie lieben diese unangenehmen Zeitgenossen, die hier nach dem Motto “hoppla, hier bin ich”
einfach so aufschlagen und dann mit Nachdruck und völlig ungebremstem Selbstbewusstsein verlangen, mal schnell alle Hunde anzuschauen. Während der Vater weiter insistiert jetzt die Hunde sehen zu wollen,
ärgern seine zwei Kinder in ähnlich penetranter Weise die Hunde vom Weg vor dem Haus aus. Als er merkt, dass er nicht zum Ziel kommt, beginnt er sofort uns zu beschimpfen und droht uns ( obwohl er
nicht einen Hund gesehen und das Gelände nicht betreten hat), wegen schlechter Hundehaltung anzuzeigen. Es ist immer wieder erschreckend was so alles frei rumläuft.....
- 27.12.2011
Mola hat schon den ersten Bericht über ihr neues Leben geschickt. Sie scheint sehr zufrieden mit unserer Wahl zu sein:
Liebe Karin, Lieber Christian,
lehnt Euch entspannt zurück und schubst mich von VERMITTLUNG auf ZUHAUSE GEFUNDEN – ich bin
angekommen. Ich liege hier in der Tischhöhle – Solveig ist mal eben raus und kuschelt den Kater (der findet
mich ziemlich uncool, weil ich ihn auf den Baum gejagt hab – Chaka! Kater: 0 - Mola: 1). Aber lasst mich lieber von vorne erzählen…
Ab ins Auto – Verabschiedung von Euch und Simone, war traurig, hab auch noch kurz gepienzt, aber das Auto
war ja perfekt auf mich ausgerichtet – 4 Schmusedecken, ganzer Kofferraum für mich – das ist ein Luxus… und
als Rüdi mir dann auch noch gleich die blöde Tüte abgenommen hat und mit mir kurz spazieren war, während
ihr da in der Hütte gesessen habt, war ich glücklich und müde und bin eingeschlafen. Aufgewacht bin ich
dann Mitten in Frankfurt… nach dem 5. Mal Kofferraumklappe auf und „Sitz“, hab ich kapiert, dass es
schneller geht, wenn ich warte, bis einer von den Beiden mich raus hebt. Rein zu Tante Kirsten – sie ganz
begeistert „…wenn ich mir einen Hund hätte backen sollen, dann hätte er ausgesehen, wie Du“ – die kann
Komplimente machen J. Nach 5 Minuten Wohnungsbeschau saßen/lagen wir um den Tisch rum, Solveig lag bei mir am Boden und wir kuschelten.
Das rote Geschirr steht mir übrigens prächtig und passt perfekt.
Nach dem Tee (ich bekam Wasser, Tee sei nix für Hunde, aber nicht mal probieren durfte ich…) sind wir dann
zurück ins Luxus-Hunde-Auto. Solveig ist mit mir nochmal kurz Gassi und war ganz perplex, als ich sofort an
der Straße „Sitz“ machte und wartete, bis das „Komm“ kam (ok – ich wollte nur zeigen, dass ich das kann …).
Dann sind wir los, auf die große Reise nach Hamburg. So ungefähr nach 3 richtig fiesen Püpsen machten wir
auf Höhe „Lich“ halt – Rüdi hatte „Felle vor den Augen“ und war der Meinung, ich müsste wohl mal dringend was loswerden. Wir also wieder raus aus dem Auto und Gassi mit Rüdi:
Nein Karin, ich schleime mich nicht ein… ich kann wirklich super auch an der kurzen Leine gehen, ohne dran
zu zerren… wenn ich zu schnell los hetze, dann bekomme ich ein kurzes Zeichen an der Leine (auch an der
langen) und bremse sofort ab. Nach nochmal 2 Stopps waren wir dann in Hamburg – menno – hier ist es ganz schön windig, mir hat es die ganze Frisur zerzaust.
Ab ins Haus, alles beschnuffeln und dann raus… direkt vor der Tür – das Mola-Paradies – eine riesige
Wiese mit lauter Mauselöchern. Dann wieder zurück rein (Frisur richten), gemampft und die Tischhöhle
eingeweiht (ich schick Euch später Fotos davon – ähnelt aber meiner Luxuskarosse). Dann ist das ganze
Rudel ins Bett. Ich hab es zumindest versucht, wurde aber auf den Korb, die Decke und den „Läufer“ vor
dem Bett verwiesen. Ihr Menschen seid manchmal echt komisch… „Läufer“ – ich schwöre es Euch, ich
hab die ganze Nacht draufgelegen und ihn heute ziemlich lange beobachtet – gelaufen ist der keinen Meter! Dann bin ich auf dem Ding eingeschlafen, Rüdi hat mich noch gekuschelt, aber ich erinner mich
nicht so richtig dran, hab ziemlich schnell geschlafen. Heute Morgen war Solveig dann mit mir im Nachthemd, Jogginghose, Gummistiefel und Pferdejacke „kurz Gassi“ – die Nachbarn hatten ihren Spaß
– wir sind eine halbe Stunde von Mauseloch zu Mauseloch gestürmt und hatten Spaß wie Bagger. Danach haben wir Rüdi geweckt, dann wurde es richtig spannend – hier gibt es noch 3 große Hunde
(Solveig nennt sie Pferde, aber da hat sie was falsch verstanden, das sind große Hunde… obwohl – die
Augen sitzen seitlich und ihre Pfoten sehen irgendwie komisch aus… ich schau mir das nochmal an und berichte Euch).
Rüdi hat also den weißen großen Hund im Kreis führen wollen, der wollte aber nicht so richtig und ist
auf 2 Pfoten hoch – uuuuhhhh – sah das gefährlich aus, da musste ich ihn gleich anbellen, er solle
meinen Rüdi bloß in Ruhe lassen. Schnaubt der mich an, das sei SEIN Rüdi und er wolle ihn nur ein
bisschen bewegen…. Das Spiel würde „wer bewegt wen“ heißen und er hätte es eindeutig gewonnen.
Komische Spiele haben die großen Hunde.. Dann ist Rüdi mit mir zu dem großen Wasser… er nennt das
Ding Elbe… woooow – ganz schön nass und riesig sag ich Euch. Hab mal lieber ein bisschen Abstand gehalten – aber faszinierend fand ich es schon.
So – wir haben dann noch ziemlich viel gefaulenzt heute, Solveig hat noch Hütchen-Spiele mit mir
gemacht (wo bin ich hier nur hingeraten – illegales Glückspiel mit Hundefutter….), ich hab noch einige Mauselöcher ausgebuddelt (und dabei nicht gemerkt, dass das Mäuschen aus dem nächsten Loch
rausgeschaut hat) und viel rudelgekuschelt. Keine Ahnung, warum ich soooo müde bin, aber ich glaube, ich muss mich auf den Bettvorleger werfen (das war das zweite Wort, das Solveig für meinen
Lieblingsplatz genannt hat – passt viel besser… Liegen kann der phantastisch und ich draufliegen
mindestens genauso gut, nur damit ihn keiner klaut, natürlich…) und ein bisschen die Augen zumachen
– nur gaaanz kurz…. Schlaft schön und ich soll Euch grüßen und endlich die Pfoten von der Tastatur nehmen, geht nicht mehr, bin so müde, dass ich den Kopf nicht mehr heben kann.
Liebe Grüße Eure Molaaaaaa (gäääähhhnn)
- 26.12.2011
Die Weihnachtshundemänner- und frauen Perlchen, Fox, Socke und Han hatten glaube ich nicht ganz so
viel Spaß bei der “Kostümierung” wie ihre Menschen ...., dafür hats aber bestimmt ein ganz besonderes Lekkerchen als Belohnung fürs Stillhalten gegeben.

Ich denke, ihr könnt euch nicht vorstellen, dass ein Weihnachtskeks einen Hund in Panik versetzen kann.
Leider doch. Ich hatte allen unseren Nasen ein extra dickes Lekkerchen mit in den Napf aufs Abendfutter
gelegt. Alle haben den dicken Keks genüsslich verspachtelt, nur unsere arme Java saß zitternd mit großen, vor Angst geweiteten Augen vor ihrem Napf, ob dieses komischen Dings im Napf, dass sonst nie da drin
ist und traute sich nicht zu fressen. Das war ein so trauriges Bild, dass man glatt hätte heulen können. Arme Java, was musst du alles erlebt haben....
25.12.2011
Nach der traurigen Nachricht gestern dafür heute was richtig Schönes - Mola ist heute nach Hamburg
umgezogen. Molas Bein ist prima verheilt und sie läuft schon wieder gut, auch wenn sie ihr Bein noch
etwas schonen muss. Ihr neues Frauchen ist eines unser langjährigen Mitglieder. Ihr Kalle den sie von uns vor über 9 Jahren adoptiert hatte war am 14.12.2011 verstorben. Der Nachruf den wir von Solveig
erhielten war so liebevoll und wenn man ihn gelesen hat, dann spürt und weiß man, dass Mola ein wunderschönes Hundeleben bei einfühlsamen Menschen bevorsteht:
Hallo Ihr alle,
gestern Morgen unter der Dusche streifte ein Gedanke mein Hirn: Kalle mit Sam, Chivi, Max, Anka, Lappes, Yön und
ganz vielen anderen wundervollen Gefährten, Hasen jagend, Rehe hetzend, sich Butterpapiere, Würste, Joghurtbecher wünschend und bekommend und sich bewegen könnend, ohne Schmerzen und ohne Atemnot. Ich
schüttelte mich, schalt mich eine Idiotin, es ging ihm doch (vermeintlich) besser.
Als wir los wollten, konnte er die Hinterbeine nicht mehr bewegen und hatte höllische Schmerzen. Wir verfrachteten
ihn ins Auto und als er im Kofferraum lag, war mir klar, dass es seine letzte Fahrt werden würde. Er war seit Sonntag
furchtbar unruhig, nach dem Tierarztbesuch am Montag hatte ich wieder einen Funken Hoffnung, aber eigentlich habe ich seit fast 2.5 Jahren (erfolglos) versucht, mich auf diesen Tag vorzubereiten.
Kalle hat im strömenden Regen in seinem geliebten Kofferraum mit Hilfe unserer Tierärztin die letzte Reise
angetreten, er musste nicht nochmal in die Praxis oder noch mehr Stress haben, Conny, Zwerg und ich waren die
ganze Zeit bei ihm. Danach sind wir mit ihm an seinen Lieblingsstrand an der Elbe gefahren, haben Elbsand geholt
und eine Welle für ihn gefangen. Wir haben ihm ein Grab unter dem Mammutbaum gemacht, der Sand, die Welle,
eine Butterdose zum Ausschlabbern, eine Schale mit Thunfischstreichresten & Leberwurst und seine Lieblingsdecke haben ihn begleitet.
Ich weiß, dass es ihm jetzt besser geht und er keine Schmerzen mehr hat, aber er fehlt mir jede Sekunde - keine
kalte Hundenase, die einen mit einem Hauch Fischatem aus dem Bett wirft, kein schwarzer Flokati, über den man
ständig steigen muss, keine Chance mehr, diese wundervolle, seidenweiche Fell zu streicheln oder eins seiner "huuuhuuu"s zu bekommen.
Loslassen muss ich ihn, aber vergessen werde ich ihn nicht. Ich vermute, er hat mir den Gedanken am Morgen unter
der Dusche geschickt um mir zu zeigen, dass es OK ist, vielleicht hat auch mein Hirn endlich registriert, dass es
Zeit war, ihn loszulassen, vielleicht hat der große Mann da oben ihn selber haben wollen, den wundervollen Schwarzbären. Egal was es war - mich tröstet der Gedanke ihn jagend übers Feld rennen zu sehen.
Liebe Grüße, Eure Solveig
24.12.2011
Die Nachricht dass Lhotse nun doch nicht nach Silvester in sein neues Zuhause umziehen kann, war leider
keine frohe Weihnachtsbotschaft. Seinem gedacht zukünftigen Herrchen fehlt an einer Hand ein Daumen und jetzt hat er sich unglücklicherweise am zweiten Daumen die Sehne abgerissen. Da Lhotse Dritthund
neben zwei großen Hündinnen gewesen wäre, wird das jetzt vom handling her zuviel. Leider hatten wir Lhotse schon auf vermittelt gesetzt und hoffen, dass ihm das nun nicht zum Nachteil gereicht, wenn er
plötzlich wieder oben bei den zu vermittelnden erscheint. Super schade ist das. In solchen Momenten bin ich immer froh, dass die Hunde im hier und jetzt leben und so durch verfrühte Freude dann nicht
enttäuscht sind, wenns doch nicht klappt. Der große Bub ist jedenfalls bester Laune und wir werden uns nun wieder auf die Suche nach einem guten Plätzchen für den Schatz machen.
23.12.2011
Und schon ist es wieder so weit, Morgen ist Weihnachten. Viele haben uns liebe Weihnachtsgrüße
geschickt und damit eine große Freude bereitet. Was immer für euch dieses Fest und die Feiertage bedeuten mögen - Stunden der Besinnung, der Völlerei, des Familientreffens, Stress, ein paar freie Tage
oder von allem etwas, wie auch immer, wir wünschen euch und euren Fellnasen von Herzen eine gute Zeit, die hoffentlich möglichst wenig in Stress ausartet, mit schönen, gemeinsamen Spaziergängen und
vielleicht Spiel und Spaß für alle.
22.12.2011
In den letzten zwei Wochen haben einige Hunde noch schnell vor Weihnachten und den drohenden Ferien
ihr Zuhause verloren. So Antje die Labradorhündin, das junge Mischlingsmädchen Indira, das riesen Rottweilerbubchen Beppo und ein junger Rüde, für den wir noch einen passenden Namen suchen.Leider
hat uns das Wetter bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht, von den Neuzugängen vernünftige Bilder zu machen. Bei dem ewigen Regen und Nebel kam bisher nix gescheites dabei raus. Wir versuchen
es aber weiter.
Andererseits hatten wir die letzten Wochen großes Glück gerade für unsere großen und vom Wesen her
anspruchsvolleren Hunde wie Yuri, Tobi, Paddy und Biggs richtig tolle Leute zu finden. Bei diesem Schmuddelwetter ist es noch schöner als sonst unsere Nasen in ihr neues Zuhause zu begleiten. Ich würde
was drum geben, wenn wir bald für die liebe Nati die richtigen Menschen finden würden, denn sie leidet
wegen dem Wetter so sehr, still, mit anklagendem Blick, dass es mich mehr als berührt. Nicht dass ihr kalt wäre, nein, der Regen und der Schlamm sind ihr ein Graus und so verlässt sie kaum das trockene
Hundehaus.
20.12.2011
Es häufen sich in den letzten Wochen die Anrufe von Vereinen die Hunde aus dem Ausland geholt haben
und sie nach missglückter Vermittlung nicht zurück nehmen wollen oder gar nicht dazu in der Lage sind,
weil sie Vermittlungen nur direkt per Internetbestellung machen, was wir grundsätzlich für unseriös halten. Genauso oft bekommen wir Anrufe von Menschen die auf diesem Weg einen Hund übernommen haben
und nun da sie mit dem Hund nicht zurecht kommen keinen Ansprechpartner mehr haben und nicht wissen wohin mit dem Hund. Erst heute wieder die lapidare Antwort des vermittelnden Vereins “ dann
schicken wir ihn halt zurück nach Spanien”. Man kann halt nicht nur mit geringst möglichem Aufwand
Kohle machen wollen und ist dann noch stolz darauf “Hunde gerettet” zu haben, wenn einen ihr Schicksal
und Wohlergehen anschließend nicht mehr die Bohne interessiert und man sogar so kaltschnäuzig ist die arme Socke wieder genau in den Dreck zu stoßen aus den man ihn vorher geholt hat.
Wir wundern uns immer wieder, dass sich Menschen auf so etwas einlassen und sich einen Hund einfach
nur per Bild im Internet aussuchen als wäre es ein Handy oder eine Kaffeemaschine. Nicht dass diese Vereine weniger Schutzgebühr verlangen, im Gegenteil sie verlangen für Nichts weit mehr als wir mit all
dem Service, der Beratung und der Betreuung. Wir hören dann immer wieder, wir würden uns doch mit bissigen Hunden auskennen, wir kämen doch damit zurecht und außerdem hätten wir ja Trainer, die mit
dem Hund arbeiten könnten. Ja genau, wir haben Trainer, zwei sehr gute sogar. Aber dafür haben wir über
10 000 Euro in deren Ausbildung investiert, sie bilden sich weiter und sind immer bemüht weiter zu lernen, um Hunden und auch ihren Menschen bestmöglichst helfen zu können. Wir sehen es nicht ein, dauernd
die Probleme anderer zu lösen, die sich aus ihrer Verantwortung stehlen, teilweise mehrfach die Schutzgebühr für einen Hund kassieren und wenn es Probleme gibt, nicht mehr zuständig zu sein oder
auch nur auf die Idee zu kommen, den Hund dann eben erstmal in einer Hundepension unterzubringen und sich einen Trainer zu suchen, der mit dem Hund arbeitet. Das kostet ja Geld, da ist es doch billiger die
arme Nase in einen Flieger zu setzen und zurück zu fliegen, egal wie seine Zukunft, wenn er denn eine hat,
dann aussieht oder ihn in ein deutsches Tierheim abzuschieben. Das ist kein Tierschutz, das ist einfach nur widerlich, verantwortungslos und unverschämt.
19.11.2011
Um die Weihnachtszeit bekommen wir viel nette Post mit den lustigsten Hundeweihnachtskarten. Aber
auch ettliche unser ehemaligen Schützlinge erzählen uns als Weihnachtsgeschenk von ihrem neuen Leben und diese guten Nachrichten sind für uns wirklich wie ein Geschenk. So wie die Nachrichten aus Lottes
neuem Leben:
Hallo.
So kurz vor Weihnachten möchte ich Euch gerne noch von Lotte (alias Miss Knutschkugel) berichten.
Also wie soll ich anfangen, Lotte ist einfach nur schrecklich………… lieb :-) und wir könnten uns keinen
besseren Hund vorstellen. Sie hat sich wirklich gut (und erstaunlich schnell) eingelebt, Kater Sylvester ist nicht mehr ganz so schlimm, darf sogar an Lotte schnuppern ohne dass sie gleich in die
andere Richtung schauen muss (andererseits ist Kater ja auch etwas unsensibel in der Beziehung, kennt sich ja schließlich mit Hunden aus, meint er…). Das Pferd findet Lotte auch nicht weiter
schlimm, das riecht nur etwas seltsam und sie würde gerne öfter mal dran schnüffeln, wenn es doch
nur mal stillhalten würde…… aber das findet sie noch raus, wie das große Tier mit den langen Ohren
funktioniert :-). Ansonsten ist unsere Lotte der Liebling der gesamten Nachbarschaft und aller Hunde die hier so unterwegs sind und sie hat schon einige gute Spielfreunde gefunden (der beste ist der
alte Bico, ein großer Rhodesian Ridgeback). Ansonsten ist die Lieblingsbeschäftigung eindeutig Futtern (auch die Sachen, sie so manchmal auf der Straße rumliegen, das müssen wir dann ab und
an ausdiskutieren und ich muss ihr erklären dass nicht alles was da so liegt auch so unbedingt gut ist für Hunde…. schließlich gibt es auch böse Menschen, die böses Zeugs hinlegen), prima findet sie
auch ihren Riesen-Kauknochen und das allerbeste überhaupt ist wenn wir nach Hause kommen aus dem Stall oder der Waldrunde und ihr großes Kuschelkissen auf sie wartet und das am besten noch
vor der Heizung…… mmmhhhhhhh :-). So, dass war dann mal der Zwischenstand, wir melden uns bald wieder (und dann gibt es auch Fotos, die sind leider flachgefallen, weil die Kamera das Zeitliche
gesegnet hat; aber vielleicht war ich ja brav genug und der Weihnachtsmann bringt mir eine Neue).
Wir wünschen Euch und den vielen Fellnasen ein ruhiges und gesegnetes Weihnachtsfest und viel Gesundheit.
Grüße aus Ludwigshafen,
Nicole , Norbert und Lotte

18.12.2011
Gestern wurde unsere Dorchen kastriert. Sie wurde direkt nach der ersten Hitze scheinschwanger und hat
diese Zeit auch psychisch nicht gut verkraftet. Die arme Maus ist total aufgeschmissen, wenn sie plötzlich
alleine ohne ihre Kameradinnen ist. Dann ist alles gefährlich und beängstigend für sie, besonders im Auto mit fahren findet sie ganz schrecklich. So hat sich Elisabeth auf der Fahrt zum Tierarzt zu ihr in den
Transporter gesetzt und sie in den Arm genommen. Das Schwänzchen hatte Dora zwar immer noch bis unter die Nase gezogen, aber so konnte sie es aushalten. Heute Morgen war sie dann heilfroh, als sie
wieder in ihre Gruppe konnte. Wenn ich ihr rasiertes, nacktes Bäuchlein bei der Kälte sehe, frierts mich vom anschauen. Aber so kommt sie wenigstens in den Genuß des schicken, warmen Mantels...
15.12.2011
Heute war der große Tag der Nachuntersuchung von Molas Bein. Allerdings hatte sie keinerlei Verständnis
dafür, dass sie deswegen bereits um 5.45 Uhr aufstehen musste, dass ist nun so gar nicht ihre Zeit. In der Klinik wurde das Bein geröntgt und anschließend wurden der Nagel und der Fixateur entfernt. Der
behandelnde Chirurg war sehr erstaunt wie gut der Splitterbruch nach nur sieben Wochen bereits verheilt
war und sprach von einer “erstaunlichen Blitzheilung”, die sehr ungewöhnlich sei. Für mich ist es das nicht
, denn Mola wurde von Anbeginn homöopathisch behandelt. Sie muss nun noch weitere drei Wochen ruhig gehalten werden. Wir sind Simone, der Pflegemama sehr dankbar, dass sie sich soviel Mühe mit Molas
Betreuung macht und so entscheidend zum guten Heilungsverlauf beigetragen hat. Mola ist nach wie vor guter Dinge und hat sich inzwischen auch mit den Katzen auf der Pflegestelle angefreundet.
14.12.2011
Wie heißt es so schön: “Es gibt Tage da wünschte ich, ich wär mein Hund”. So ein Tag war heute und ich
habe unsere 12 Vierbeiner im Haus aufs heftigste beneidet, dass sie dieses Scheißwetter wohlig im Warmen und Trockenen in ihren kuscheligen Betten einfach verschlafen konnten. Zappo, Mickey und
Rosi waren den ganzen Tag nicht vor die Tür zu bekommen und gingen erst kurz vorm Abendessen noch mal raus, aber als alles erledigt war, gings ganz fix wieder rein.
Wir waren schon nach der ersten Spaziergehrunde völlig durchgeweicht. Der Hagelschauer in den wir
kamen, machte Belgo und Tonga ganz schön Angst und sie versuchten erfolglos sich im Wingert und im Gebüsch zu verstecken, so dass wir vorzeitig den Heimweg antraten. Nati und Cathay sind zwei von den
Nasen, die Regen abgrundtief verabscheuen. Als von Christines mit Wasser voll gesogener Mütze einige Tropfen auf Nati herab fielen, bedachte sie Christine mit einem entsetzen und ziemlich indigniertem Blick.
Für Nati grenzte diese “Wasserattacke” fast an “Körperverletzung”. Nach sieben Stunden draußen waren
die Socken in den Gummistiefeln das Einzig trockene an uns, aber immerhin wenigstens was....
13.12.2011
Es gibt definitiv angenehmere Sachen, als bei Sturm und strömendem Regen im Dunkeln mit Türmen von
Futternäpfen übers Gelände zu stapfen und die vielen hungrigen Mäuler zu stopfen. Auch unsere Stromrechnung von Ende letzten Jahres bis jetzt war durch den letzten, langen und sehr kalten Winter
alles andere als erheiternd. Wenn 35 Infrarotlampen, selbst wenn es Sparlampen sind, über längere Zeiträume 24 Stunden Tag und Nacht an sind, dann treibt das den Stromverbrauch und die Kosten in
schwindelnde Höhen. Aber das ist neben Pullovern und Fleeceoveralls die einzige Möglichkeit die wir haben, um es unseren Nasen bei klirrender Kälte erträglich zu machen. Und wenn ich an die unzähligen
armen Hunde denke, die an vielen Orten der Welt in irgendwelchen Auffang- oder Tötungsstationen ungeschützt Kälte, Eis und Schnee ausgesetzt sind und dabei noch hungern müssen, dann bin ich so
unendlich dankbar und froh, dass unsere Fellnasen immer genug zu essen und ein warmes Plätzchen haben. Eher würde ich bei Wasser und Brot ausharren, als an diesen Kosten zu sparen.
Als kleinen Ausgleich habe ich zwei gute Nachrichten: Zum Einen, dass die Firma Platinum das
Nassfutter für Darius sponsort. Und auch die Physiotherapiepraxis Koudsi in Wörrstadt hatte eine tolle
Idee: Die Mitarbeiter, die fast alle selbst Hundehalter sind, waren sich einig, dass sie sich dieses Jahr
nichts schenken wollen, sondern das so gesparte Geld lieber für einen guten Zweck spenden. Sie haben beschlossen, für unsere Ayla eine Patenschaft mit 25 € monatlich für ein Jahr zu übernehmen.
Unterstützung in dieser Form ist so unglaublich wichtig für uns, da diese Hilfe in der Summe eine große
Entlastung für unser mageres Budget bringt. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an Alle, die uns helfen, damit wir den Hunden helfen und eine gute Versorgung in jeder Beziehung sicherstellen
können.
10.12.2011
Die Liebe auf den ersten Blick ist doch einfach was Wunderschönes. So passiert vor zwei Wochen hier bei
uns. O`Connors alte Hundekumpeline war über die Regenbogenbrücke gegangen und seinen Menschen war klar, dass ihr Bub eine Spielgefährtin brauchte. Sie hatten sich für Jade interessiert, die allerdings
schon vermittelt war. Aber wir konnten Jades Schwester Saba vorstellen. Und das hat sofort gepasst wie Ar... auf Eimer. Und hier sind die ersten Bilder von dem glücklichen jungen Paar. O`Connor sieht plötzlich
so erwachsen aus, neben seiner jungen Freundin...


09.12.2011
Nachdem so viele von euch mit Darius und Mola gebangt und gehofft haben, wirds Zeit mal eine
Krankenstandszwischenmeldung zu geben. Nach vielen, vielen Versuchen Darius Durchfall in den Griff zu bekommen, haben wir jetzt endlich ein Futter entdeckt, dass ihm gut zu bekommen scheint. Es
schmeckt ihm, was aber keine Kunst ist, da ihm ja alles schmeckt, ob verdaulich oder nicht. Ansonsten ist der Bub guter Dinge und voller Energie und schaut sehr munter in die Welt. Gestern haben wir beim
saubermachen seine Kumepline Ayla gesucht. Sie war weg, was aber eigentlich unmöglich ist. Letztlich haben wir sie zusammen mit Darius in seiner Hütte gefunden, eng aneinander gekuschelt. Da Ayla ja
genug Speck hat, der sich seit Jahren jeglicher Diät gegenüber als völlig resistent erwiesen hat, ist sie als Wärmekissen für Darius ideal, was dieser anscheinend auch genießt.
Mola hält ihre Pflegefamilie auf Trab und das nun schon seit 6 Wochen. Das Bein sieht total prima aus.
Heute war der letzte Verbandswechsel und nächste Woche Donnerstag wird das Bein geröntgt, um zu sehen, ob innen drin auch alles gut verheilt ist. Wenn ja, wird dann anschließend endlich auch der Fixateur
entfernt. Mola wird dann weiterhin auf ihrer Pflegestelle bleiben, da sie weitere 6 Wochen in ihrem Bewegungsdrang gebremst und kontrolliert werden muss, was bei uns in der Gruppe so nicht möglich ist.
Christian hat leider wieder ein Borrelioseschub die Füße weg gehauen und der arme Kerl hängt ganz schön
in den Seilen. Es ist dieses Mal heftiger als die letzten Male. Wir hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht.
08.12.2011
Kleine Dinge summieren sich oft zu etwas Großem. So zum Beispiel die wunderbare Idee von Petra der
Patin unserer Nessie. Sie hat ein Sparschwein bei sich aufgestellt und bittet schon im Vorhinein jeden Besuch ihr bitte keine Blumen oder ähnliche Aufmerksamkeiten mitzubringen, sondern stattdessen eine
Spende für den Tierschutz Wörrstadt in das Sparschwein zu tun. Da sie zum Glück des öfteren Besuch hat, kamen so in nur 4 Monaten 100 Euro zusammen. Vielen, vielen Dank liebe Petra für deine
Unterstützung, die wer weiß, vielleicht den ein oder anderen Nachahmer findet.
Wer uns ohne erst auf den nächsten Besuch zu warten etwas Gutes tun will, der kann uns gerne ein paar
Flaschen Spül- und Putzmittel sponsoren ( Herbstzauber vom Aldi hat einen schönen Duft, der prima gegen Pigeruch hilft...), denn die Vorräte sind alle aufgebraucht.
06.12.2011
Viele von euch lieben Hunde und sind auch Fussballfans. Leider gehen sportliche Großereignisse wie so
eine Fussball-EM immer einher mit großem Leid für die Hunde. Gerade in Ländern wo es größere Strassenhundpopulationen gibt, wird erbarmungslos gesäubert, damit der geneigte Sporttourist ein
“sauberes” Land vorfindet. Auf einen kurzen Nenner gebracht kann man sagen: Sport ist Mord!
Derzeit werden in der Ukraine in Vorbereitung der EM unzählige Hunde aufs grausamste getötet. Sie
werden erschlagen, vergiftet, lebendig in fahrbaren Krematorien verbrannt.... Wer es aushält und erträgt es
sich anzuschauen, findet im Internet zahlreiche Videos hierzu. Das müsst ihr selbst entscheiden, ich
erspare es mir hier entsprechende Bilder zu veröffentlichen. Fakt ist, dass wir alle unsere Macht die wir als
Verbraucher haben nutzen sollten, den Sponsoren dieser EM zu zeigen, dass es so nicht geht. Tierfreunde auf der ganzen Welt schließen sich zusammen, um die Verantwortlichen wach zurütteln.
Bitte unterstützt den Tierschutz und die Hunde in der Ukraine indem ihr den Sponsoren-Verteiler in das
Adressatenfeld kopiert und den nachstehenden Text, oder auch einen selbst formulierten einfügt.
Das ist der Sponsoren-Verteiler: jan.runau@adidas-group.com, katja.schreiber@adidas-group.com, sara
.sikora@adidas-group.com, rank.thomas@adidas-group.com, inken.schermann@adidas-group.com, presse@coca-cola-gmbh.de, info@coca-cola.de, birgit.kemperling@canon.at, anja.herberth@accedogroup.com, sabrina
.rachor@accedogroup.com, pr@canon.at, presse@carlsberg.de, hannes.boekhoff@conti.de, kristin.bartels@conti.de, antje.lewe@conti.de, vincent.charles@conti.de, silke.rosskothen@kia.de, judith.richter@kia.de, maria
.ziron@kia.de, presse@mcdonalds.de, ursula.riegler@at.mcd.com, presse@orange.co.at, journalistenservice@orange.co.at, tom.tesch@orange.co.at, martin.beckmann@sharp.eu, stefanie.schuenhoff@sharp.eu
Liebe Sponsoren der Fußball EM,
wen interessiert schon ein Straßenköter in der Ukraine? MICH, liebe Sponsoren!!! Wisst ihr, wer ich bin? Ich bin euer
Kunde. Und ich kann es nicht mit ansehen - aber vor allem will ich nicht wegsehen!
Deswegen verspreche ich euch Sponsoren etwas: Ich verzichte auf neue Jogging-Schuhe von ADIDAS. Ich verzichte
auf COCA COLA und alle anderen Drinks des Konzerns.
Ich hole mir bei McDONALDS nicht mal mehr Pommes. Ich trinke ab sofort weder CARLSBERG Bier noch ASTRA,
ELEPHANT, GATZ ALT, HANNEN ALT, HOLSTEN PILSENER oder LÜBZER. Meine Reifen (auch für’s Bike) werden nicht mehr von CONTINENTAL sein. HYUNDAI und KIA fallen ebenfalls flach...
Wenn für eure sauberen Spiele Tiere bestialisch gequält und ermordet werden, finden WIR euch nicht mehr attraktiv.
Das behalten wir im Gedächtnis und das wird euer neues Image prägen, wenn wir einkaufen gehen!!!
05.12.2011
Christine hat sich die Mühe gemacht mal alle Namen der Hunde die im diesjährigen Kalender sind aufzulisten. Schaut doch mal, ob eure Nase dabei ist:
Aida, Alex, Artus, Belgo, Benny, Biggs, Bina, Bonito, Carlo, Caro, Cathay, Curly, Dora, Duna, Eddie, Emmi, Evi,
Floppy, Freitag, Freud, Fritzi, Gerda, Ghandi, Hilde, Jacks, Jade, Java, Jamie, Jeanne, Juno, Kisha, Laika, Little,
Lotte, Loui, Marlon, Mercy, Mia, Mimi, Mola, Molly, Momo, Morris, Nauti, Nelson, Nessi, Olga, Ophelia, Paddy
, Peanut, Pica, Pina, Pippa, Quincy, Raja, Reni, Rolo, Romy, Roxy, Said, Sharif, Sina, Snert, Sting, Tatu, Tiffy, Tobi, Toto, Troll, Waigel, Wenda, Wimpi, Yucka, Yuri
Und dann möchte ich euch, auch wenn ich es erst vor Kurzem getan habe, nochmal eindringlich daran
erinnern, euch über eine OP-Kosten-Versicherung für euren Vierbeiner schlau zu machen. Susu, eine unser ehemaligen Nasen, musste vorgestern Abend wegen einer Magendrehung in eine Tierklinik und wurde
operiert. Zum Glück haben es ihre Menschen gleich bemerkt und sind umgehend in die Klinik, so dass keine weiteren inneren Organe geschädigt wurden. Heute Nachmittag konnte Simone ihre Susu schon
wieder nach Hause holen. Die Kosten dafür liegen bei mindestens 2000 Euro und das tut richtig weh. Da solche Ereignisse meistens Abends, Nachts und am Wochenende passieren, wirds dann nochmal teurer.
Also geht lieber einmal weniger im Monat essen, dann habt ihr schon mehrere Monatsbeträge der Versicherung bezahlt.....
03.12.2011
Viele von euch die Hunde mit extrem langen Schlappohren haben, wissen, dass diese Ohren intensiver
Pflege bedürfen (gell Thomas...). Leider sind nicht alle Vierbeiner bei dieser Prozedur sehr kooperativ.
Unser Hoovi ist da leider ein extrem schwieriger Fall. Er verfällt schon in Panik, wenn er nur sieht, dass ich einem der anderen Hunde die Ohren sauber mache. Vor zwei Monaten mussten wir ihn deshalb in
Narkose legen lassen, um ihm mal gründlich die Ohren spülen und reinigen zu können. Klar, danach müsste man dran bleiben und die Ohren regelmäßig säubern, nur wie, wenn der alte Knopf wie um sein
Leben kämpft und es einfach nicht geht. Wir haben es mit einem Beruhigungsmittel versucht. Die für Hoovi angemessene Dosis hat ihn nicht im Mindesten interessiert, war also nix mit Ohren sauber machen.
Heute haben wir es dann mit der doppelten Dosis versucht, da Hoovi nur noch am Ohren schütteln und die halbe Nacht am jammern war.
Während bei einem “normalen” Hund die Wirkung nach ca. 2 Stunden da ist, war das bei Hoovi erst nach
über 6 Stunden der Fall. Nein wir reden nicht von einem kraftstrotzenden Junghund, sondern von einem, zugegeben gut trainierten und sehr agilen Alterchen von 12 Jahren. Er hat trotzdem nach Kräften
protestiert und wir brauchten trotzdem einen Maulkorb. Aber jetzt sind die Ohren mal wieder sauber. Auch wenn uns das nicht gefällt ( und Hoovi schon gar nicht), werden wir das wohl einmal im Monat so
wiederholen müssen, eh es wieder zu schlimm wird. Aber jetzt schläft Hoovi erstmal tief und fest und morgen Früh wird er denken, er hätte einen schlechten Traum gehabt...
Unser Rolo ist übrigens genauso ein Paniker, für ihn ist schon das Verabreichen einer Spritze Höchststrafe.
Aber auch seine Ohren haben es bitter nötig. Rolo lässt sich aber noch nicht mal festhalten, allein das versetzt ihn so in Angst, dass ich mir nicht ausmalen möchte warum das so ist. Also werden wir wohl auch
ihm mit Beruhigungsmittel zu Leibe rücken müssen, um ihn von seinen Ohrenschmerzen zu befreien.
02.012.2011
Seit gestern werden wieder jede Menge Hunde mit einem Adventskalender verwöhnt. Als
außergewöhnliche und super tolle Idee möchten wir euch heute einen Denksport-Adventskalender vorstellen, der hoffentlich viele animiert mit ihrem Vierbeiner mitzumachen. Geht einfach auf den Link
http://www.spass-mit-hund.de/seiten/adventskalender/index.htm
und schon kanns los gehen. Wir wünschen euch gemeinsam viel Spaß!!! Über das ein oder andere Feedback würden wir uns freuen.
01.12.2011
Diese Woche waren Christian und ich ganz schön unterwegs um Yuri und Emmi zu ihren neuen Familien
zu bringen. Yuri wohnt jetzt in der Süd-Pfalz kurz vor der französischen Grenze und Emmi in Gießen, zusammen mit einem weiteren Hund und einer kleinen Katze. Das kostet jedes Mal viele Stunden, aber es
ist uns wichtig unsere Schützlinge persönlich in ihr neues Zuhause zu bringen und ihnen so den bestmöglichen Einstieg in ihr neues Leben zu ermöglichen.
30.12.2011
Heute hat Ron mal wieder gezeigt, was er für ein netter Kerl ist. Gegen Mittag kam ein Paketbote und als
er den Kofferraum öffnete hopste ein winziger Chihuahuarüde raus. Ich war gerade mit Ron vom spazieren gehen gekommen und der Zwerg stoffte im Galopp auf uns zu. Die Rufe seines Herrchens zurück zu
kommen ignorierte der Kleine. Sein Mensch rannte nun mit panischem Blick hinter seinem Hund her und
fürchtete offensichtlich, dass der “gefährliche” Dobermannmix seinen Zwerg gleich packen und schütteln
würde. Aber Ron war die Ruhe selbst, beugte sich ganz weit hinunter und die beiden ungleichen Rüden beschnüffelten sich ganz gelassen und freundlich. Der Mann hatte im Gegensatz zu seinem kleinen Hund
Angst vor Ron und war heilfroh, als der ihn wieder auf dem Arm in Sicherheit gebracht hatte. Ok, zugegeben, mit so manchem unserer Nasen wäre diese Begegnung für den Kleinen nicht gut ausgegangen,
aber zum Glück war es Ron und der hat sich mal wieder toll verhalten.
29.11.2011
Drei Tage Weihnachtsmarkt mit Stand direkt neben dem Kinderkarussell, auf den Punkt gebracht, alles
reine Nervensache... Insbesondere die leider überaus zahlreichen Hundebesitzer, die ihre armen Nasen teilweise über Stunden ohne Rücksicht auf Verluste natürlich am Halsband durchs Gedränge zerrten. Die
Hälse der völlig überforderten Hunde wurden immer länger vom vielen Hin- und Her reißen. So manchem hätte ich zu gerne die Leine aus der Hand genommen.
Aber es gab auch ein paar Lichtblicke, der Besuch von der lieben Maris mit Frauchen gehörte auf jeden
Fall dazu. Auch Claudi und Sylvi haben auf dem Wörrstädter Markt ihr Bestes gegeben. Die Ausbeute war insgesamt leider eher mäßig, aber besser wenig als nichts, auch wenn der Aufwand dazu in keinerlei
Verhältnis steht. Den vielen Helfern, die es mit ihrem Einsatz auch dieses Jahr wieder möglich machten, dass wir zwei Märkte parallel durchführen konnten und trotzdem im Hundeheim keiner zu kurz kam, ganz,
ganz lieben Dank für eure Hilfe.
24.11.2011
Die letzten Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte laufen auf Hochtouren, es wird wohl spät werden
heute. Zum Tagebuch schreiben werde ich bis Sonntag nicht kommen, da ich erst gegen 23.00 vom Markt Zuhause bin. Also bis nächste Woche - vielleicht sehen wir uns am Stand, ich würde mich freuen.
23.11.2011
In einer konzertierten Nachtaktion haben es Thomas, Sandra, Tanja und Ralf tatsächlich noch
hinbekommen die Kalender zu binden, damit sie für die Weihnachtsmärkte am Wochenende verfügbar sind. Wir hatten nicht gedacht, dass das zu schaffen ist. Wer also Interesse an unserem, wie immer von
Renè liebevoll gestalteten Kalender hat, kann sie auf den Weihnachtsmärkten in Nieder-Olm und Wörrstadt für 9 € erwerben. Gerne schicken wir sie natürlich auch wieder per Post zu. Schickt uns einfach
eine mail oder ruft uns an. Die Kalender sind auch ein nettes Weihnachtsgeschenk und der Erlös fließt komplett in die Begleichung der letzten großen Tierarztrechnung.
Während einige unserer dünnfelligen Friernasen sehr glücklich über ihre Pullover und Fleeceoveralls sind,
hat sich Paddy heute direkt nach dem Spaziergang mit völliger Selbstverständlichkeit in die Wassermuschel gelegt auf der eine dünne Eisschicht schwamm und sich genüßlich im eiskalten Wasser
gealt. Uns wurde allein vom Zuschauen schon kalt, aber Paddy fands prima.
21.11.2011
In den letzten Monaten häufen sich Anrufe von Eltern, deren Kinder von einem Therapeuten “einen Hund
verschrieben” bekommen haben. In allen Fällen wurde das “Medikament Hund” mit all seinen
dazugehörigen “Nebenwirkungen” überhaupt nicht hinterfragt, sondern man machte sich flugs auf die
Suche, schließlich meinte ja der Therapeut, ein Hund könnte dem Kind helfen. Auch wurde nicht mit dem Therapeuten geklärt wobei der Hund helfen solle. Komischerweise ist das dann wieder unser Job und wir
verbringen viel Zeit am Telefon, um die Eltern erstmal dazu zu bringen die wichtigen Dinge zu hinterfragen und ihnen klar zu machen, dass ein Hund nicht einfach eine Pille ist, die man täglich einwirft,
sondern was da alles dran hängt, wie ein Hund das Leben verändert, welche Bedürfnisse er hat und dass einem Kind, das zudem noch mit eigenen Problemen zu kämpfen hat, nicht die Verantwortung für einen
Hund aufgebürdet werden kann. Sicherlich kann ein Hund einem Kind möglicherweise helfen, wenn es denn der richtige ist und wenn die ganze Familie mitzieht. Wir würden gerne mal mit diesen Therapeuten
reden, um auch ihnen klar zu machen, was da an dem rezeptierten Hilfsmittel Hund so alles dran hängt....
Und dann hatte Christian heute noch ein Erlebnis der besonderen Art. Er wollte unsere Mina in ihr neues
Zuhause bringen. Als er die Wohnung betrat befand er sich in einer völlig versifften, vor Unrat und Schimmel starrenden Messiwohnung. Die Frau hatte offensichtlich Tage lang erfolglos versucht, dem
Chaos und dem unglaublichen Dreck Herr zu werden, denn eigentlich sollte Mina schon am Freitag umziehen, der Termin wurde aber immer wieder verschoben. Mitten in dem Chaos leben noch zwei
Katzen und mehrere Kleintiere, die unkontrolliert seit offensichtlich langer Zeit wo sie gehen und stehen ihr Geschäft verrichten. Christian flüchtete förmlich mit Mina aus der Wohnung und war fast sprachlos,
wie man erwarten konnte von einem Tierschutzverein einen Hund in solch eine Situation vermittelt zu bekommen. Die Frau meinte, mit einem guten Therapeuten sei das in den Griff zu bekommen. Wir hoffen,
für sie und die anderen Tiere, sie tut diesen Schritt...
Bilder,... diesmal besser keine.
20.11.2011
Mit wenigen bis gar keinen Helfern sind die Tage im Moment sehr anstrengend und wir wissen kaum, wie
wir die anstehenden, notwendigen Tierarztbesuche noch managen sollen, weil dann einer von uns teilweise wieder Stunden weg ist. Auch kann so das für November ungewöhnlich gute und trockene Wetter zum
bauen kaum genutzt werden und die großen Überdachungen kommen nur in ganz kleinen Schritten weiter. Aber irgendwie wird es gehen müssen. Parallel zu all der anderen Arbeit müssen noch die
Weihnachtsmärkte in Wörrstadt und Nieder-Olm, die leider beide gleichzeitig am nächsten Wochenende stattfinden vorbereitet werden. Aber wie sagte ein früherer Chef von mir: “Der Tag hat 24 Stunden und
wenn ihr die Mittagspause weg lasst 25...” Na also, schon wieder eine Stunde gewonnen...
Aber es ist wie es ist und deshalb wende ich mich lieber etwas erfreulicherem zu, nämlich dem ersten
Bericht von letzter Woche aus Tatus neuen Zuhause. Wie viele Junghunde zeigt auch Tatu viel Kreativität und bemüht sich nach Kräften, ihre Umwelt mit zu gestalten und zu verschönern, dass das nicht immer
mit dem Einrichtungsstil der Menschen konform geht, nun ja über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Lieber Herr Gansloweit,
die erste Woche mit Tatu ist nun schon wie im Fluge vergangen und wir hatten ja versprochen zu berichten, wie die ersten Tage verliefen:
Sie hat sich unglaublich rasch an ihre neue Lebenssituation gewöhnt und tut so, als wäre sie hier schon immer Zuhause. Bellt nur, wenn ein Fremder klingelt, aber nicht, wenn wir von der Arbeit
kommen. Geht gerne und viel spazieren und hat schon die ersten Hundefreunde aus der Nachbarschaft, alles Jungs ;-). Zum Glück ist sie sehr verfressen, was die Sache mit der
notwendigen Erziehung vereinfacht. Gestern sind wir zum ersten Mal Auto gefahren und sie war zwar etwas unruhig, hat aber nicht gejault. Auf der Rückfahrt vom tollen Feldspaziergang hat sie sich
sogar im Auto hingelegt, wir sind zuversichtlich, dass das noch besser wird mit der Zeit.
Hund und Katz verstehen sich soweit ganz gut, wobei Tatu ein größeres Interesse an Findus hat, als
umgekehrt. Zuweilen liegen wir mit allen beiden auf unserem Minisofa und kuscheln. Beide haben schon verstanden, dass der jeweils andere auch dazu gehört.
In den letzten Tagen ist auch nix mehr kaputt gegangen. Nachdem sie Montags den Seestern gefuttert hatte, hat sie am vergangenen Dienstag innerhalb einer Stunde (ich hatte mich mit
Kopfschmerzen kurz hingelegt) ein Heudekoherz zerpflückt, einen großen Naturbadeschwamm in klitzekleine Kosmetiktupfer verteilt und das Schaffell aus dem Wohnzimmer komplett abgemurkst,
geht nur noch als Flickenteppich. Aber wir hatten eh zu viel Schnickschnack rumliegen. Die wichtigen Sachen liegen im Schrank und dem Rest sehen wir gelassen entgegen.
Nachdem wir heute Morgen schon ne Stunde bei wunderschönem Nebelwetter im Feld waren, schläft Tatu nun friedlich in ihrer riesigen neuen Cudde bei uns im Schlafzimmer, für die Küche werden wir ein
kleineres Zweitbett kaufen, die sind einfach Spitze.
Schöne Grüße aus Waldalgesheim von
Pia, Jörg, Ninon, Findus und Tatu
Das Bild zeigt Tatu erschöpft aber glücklich nach dem gewonnenen Kampf mit dem Schaffell... ( und falls
es irgend jemand immer noch nicht erkannt hat - ein Hund braucht ein Kopfkissen!! - das ist einfach so, unsere im Haus haben auch alle eins und sie lieben es !)

17.11.2011
Ein sehr trauriger Tag geht zu Ende. Unser alter Yoshi ist gestorben. Er war den ganzen Tag fit und
munter wie immer, hat im kalten Wasser seine Kneipgänge gemacht und mit Appetit gefressen. Am frühen Abend lag er in seinem Bett und alles war voller Blut. Die Tierärztin vermutet, dass er einen
Magendurchbruch hatte. Es muss alles sehr schnell gegangen sein. Vor über 10 Jahren hatten wir das schon einmal bei unserem Linus erlebt. Es war fürchterlich und ich bin noch ganz neben mir. Zumindest ging es
Yoshi bis zum letzten Moment gut und er hatte Spaß.
Als Yoshi vor sieben Jahren zu uns kam, war er sehr misstrauisch und duldete keinerlei Berührungen. Er
kannte nur eines - Berührung bedeutete Schmerz. Jahrelang war er von einem Jäger misshandelt und mit Strom traktiert worden. Die ersten Jahre waren sehr schwierig mit Yoshi, Christian wurde mehrfach von
ihm gebissen. Aber mit der Zeit gewann er Zutrauen und wurde zu einem fröhlichen Hundesenior, der mit Hingabe seinen Job als Gouvernante der Welpen- und Junghundegruppe versah. Er wurde zusehends
verschmuster und wenn man ihn am hinteren Rücken kraulte, begann er zu tanzen. Yoshi war trotz seines hohen Alters agil und bewegungsfreudig, fing Bälle besser als jeder Torwart und liebte es bei jeder
Temperatur im Wasser zu planschen. Sein plötzlicher Tod kam völlig unerwartet und ohne Anzeichen. Wir sind sehr, sehr traurig nach Humano nun unseren zweiten Alterspräsidenten verloren zu haben. Auch wenn
es nicht immer einfach war mit Yoshi, wird sind froh, dass wir ihn bei uns hatten und ihm die Chance geben konnten zu erfahren, dass Menschen auch freundlich und liebevoll sein können. Er wird uns sehr fehlen.
15.11.2011
Darius hat seit ein paar Tagen einen schlimmen Durchfall. So ausgezehrt wie er inzwischen ist, setzt ihm
jetzt auch die Kälte ordentlich zu. Heute war es so schlimm, dass er vor Kälte mit den Zähnen klapperte. Wir haben deshalb bei ihm und Ayla eine zusätzliche Wärmelampe installiert, direkt unter den Lampen
dicke Strohbetten aufgeschüttet und Darius einen Pullover angezogen. Er hat sich sofort unter das Rotlicht gelegt und auch seinen Pullover scheint er als sehr angenehm zu empfinden.
Mola hingegen geht es prächtig. Die Wunde und die Stellen wo der Fixateur aus dem Bein herauskommt
sehen prima aus und am Freitag werden die Fäden gezogen. Es ist eine Herkulesaufgabe die Maus einigermaßen ruhig zu halten und wir können nur hoffen, dass die Röntgenkontrolle in dreieinhalb Wochen
auch ein positives Ergebnis bringt und die Knochen gut zusammengewachsen sind.
- 14.11.2011
Zwar ist es uns durch unsere vielen Mitstreiter des SOS Vitoria e.V. gelungen 45 Hunden und 3 Katzen zu
der Chance auf ein gutes, neues Leben zu verhelfen, trotzdem war die Stimmung auf der Rückfahrt ziemlich gedrückt. Die Krise in Spanien führt dazu, dass in allen Bereichen Gelder gekürzt werden und
erhebliche Sparanstrengungen unternommen werden müssen. So bürdet die Stadt Vitoria der die Hunde in der Perrera gehören sämtliche Tierarztkosten dem dortigen Tierschutzverein auf, ohne diesen aber das ihn
zustehende Budget zu zahlen. Das heißt, auch der dortige Verein weiß schon lange nicht mehr wie er die Kosten von 45 000 € bezahlen soll. Auch ist es kein Tabu mehr, wieder mit dem Töten der Hunde zu
beginnen, sollten sich mehr als 75 Hunde in der Perrera befinden. Nachdem wir über 7 Jahre verhindern konnten, dass Hunde getötet wurden, schwebt jetzt wieder das Damoklesschwert über allem. Dies führt
dazu, dass sich die Stimmung der Mitarbeiter in der Perrera völlig verändert hat und man auf dem Weg
zurück in die “Steinzeit” ist. Man wird wieder nachlässiger in der Betreuung der Hunde, versiertes Personal
wird durch Sozialstundenableister ersetzt. Die Hunde werden verschleudert, egal an wen, Hauptsache raus und weg, um die Zahlen niedrig zu halten. Diese Entwicklung erfüllt uns mit großer Sorge. Wir werden
erneut das Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt suchen. Dort haben die Ansprechpartner gewechselt und letztlich wird es um das große Ganze gehen und was zählt das schon das Leben der Hunde
in der Perrera ......
- 13.11.2011
Ich bin wieder zurück, allerdings noch etwas müde um die Augen...., deshalb finde ich Totos Schlafbild
lädt sehr zur Nachahmung ein und ich lasse für heute mal seine neuen Menschen von ihren ersten Erlebnissen mit Toto erzählen.

Liebe Karin, lieber Christian,
unsere Suche nach einer Erklärung für den Namen war ohne Erfolg. Ich dachte zuletzt an was Lateinisches,
als mir der Vorname/Spitzname (?) eines italienischen Fußballers einfiel. Das erinnerte an das gleichnamige
Glückspiel, bei dem man mit Glück und/oder etwas Sachverstand einen Gewinn erzielen kann - und Toto hat das Zeug zum Hauptgewinn. Deshalb: TOTO bleibt TOTO!!
Astrid hatte mal wieder den richtigen Riecher. Sein imposantes Äußeres ("Wunderschöner Hund") und sein
soziales Verhalten gegenüber Mensch und Artgenosse haben ihn schon rundum beliebt gemacht.
Er ist wahrlich noch ein "Kind" - ein ungestümer "Watz" und Grobmotoriker, der in mir auch schon sein erstes
Opfer gefunden hat. Auf der großen (!!!EINGEZÄUNTEN!!!) Wiese des Tierheims Olpe hat er mich mit ca. 20
m Anlauf auf der Jagd nach seinem Ball derart gestreift, dass ich aus dem Gleichgewicht kam, über die s.o. Wiese rollte und mir dabei einen hübschen Bluterguss im Fuß zuzog.
Er ist in den Dingen des täglichen Lebens noch sehr unerfahren und unendlich neugierig, aber auch lernwillig
und begreift schnell. Das Buch zur "Leinenführigkeit" ist übrigens durchaus hilfreich.
Astrid hat einige Bilder von Eurer Homepage geklaut, die Toto mit anderen Hunden zeigen. Ich bitte in ihrem
Namen um Vergebung und biete als Wiedergutmachung im Anhang ein paar Bilder von hier an!
Leider hatten wir bei den Spaziergängen keinen Fotoapparat dabei. Gerade heute morgen hätte es sich
gelohnt, ihn und den Australian Terrier "Filou" zu fotografieren. Toto hat ein "Problem" souverän gelöst: Er hat seinen Stock einfach mit anhängendem Terrier weitergeschleppt.
Von hier sonnige Grüße aus dem schönen Siegerland
TOTO, Astrid und Walter
08.11.2011
Bis Ende der Woche müsst ihr leider ohne neue Einträge im Tagebuch zurecht kommen, da ich von heute
bis Samstag mit einigen Tierschutzkollegen nach Vitoria und Miranda fahre. Durch die Mithilfe zahlreicher anderer Tierheime und Tierschutzvereine werden eine ganze Reihe von Hunde- und Katzennasen sich am
Freitag mit uns auf den Rückweg machen. Drückt uns die Daumen, dass alles gut läuft und wir alle wohlbehalten nach Hause kommen. Also bis dann - ich bin dann mal weg...
06.11.2011
Ich möchte unsere Monster-Tierarztrechnung mal zum Anlass nehmen, euch dringend zu raten zumindest
eine Op-Kosten-Versicherung für eure Nasen abzuschließen. Wir als Tierheim können das ja leider nicht. Bei 150 Euro Selbstbeteiligung liegt ihr bei einem Hund z.B. bei der Uelzener bei einem Monatsbeitrag
von ca. 14 €. Wenn man bedenkt, dass sich die Behandlung/OP z.B. bei einem Kreuzbandriss oder eine Magendrehung ganz fix auf 2000 € summieren, rechnet sich so eine Versicherung immer. Wir raten es
jedem bei der Vermittlung, aber oft gerät es dann doch in Vergessenheit.
Heute hat Ken mal ganze Arbeit geleistet. Mir war dummerweise mein Handy aus der Jacke gefallen. ich
habs nicht bemerkt, aber Ken, der sich anschließend offensichtlich mit großer Begeisterung darüber
hermachte und es zerkaute, es sich zum Glück aber nicht einverleibte... Das Dumme ist, dass meine ganzen vielen gespeicherten Nummern weg sind und ich jetzt mühsam versuchen muss, sie irgendwie
wieder aufzutreiben.

05.11.2011
Ich brauchte mal einen Tag Pause, um die Rechnung der Tierklinik für Darius und Mola zu verdauen. Die
Behandlungskosten summieren sich auf über 4333 € - puhh, 2900 € alleine für Darius. Das hat mir erst mal die Schuhe ausgezogen. Zusammen mit dieser Rechnung haben wir in den letzten 5 Monaten stolze 10
000 € an Tierarztkosten gehabt. Das ist heftig und bringt uns finanziell sehr an unsere Grenze. Zwei weitere Hunde müssten wir wegen Geschwulsten operieren lassen, aber ich denke, wir müssen noch etwas
warten, damit sich das Konto etwas erholen kann. Sollte also der ein oder andere von euch ein paar Euro übrig haben, es wäre uns eine riesen Hilfe.
Darius gehts dafür prächtig und er findet es ganz prima fünf mal am Tag was zu futtern zu bekommen,
auch wenn die Portionen klein sind. Beim spazieren gehen muss man allerdings höllisch aufpassen, dass er nichts aufnimmt und verschlingt. Auch der gestrige Verbandswechsel bei Mola lief gut. Die Naht und die
Stellen wo der Fixateur sitzt sind nach wie vor sauber, trocken und nicht entzündet. Die Spielestunde am Donnerstag fand nicht nur Mola sondern auch Bolle prima und beide waren hinterher sehr ausgeglichen
und zufrieden.
03.11.2011
Auch Hunde haben manchmal ganz spezielle Vorlieben und suchen Anschluß wo man es nicht vermutet.
Wer hätte gedacht, dass unser Ron die Kamerunschafe auf der Nachbarweide so sympathisch findet, dass er sie hingebungsvoll putzt und abschleckt. Die Schafe blieben geduldig stehen und es schien ihnen sogar
zu gefallen.

02.11.2011
Viele würden wohl einem Hundemädchen, dass von klein auf das erste Lebensjahr an 1 m Kette an einer
Hundhütte hängt ohne irgendwas kennen zu lernen, wenig Chancen geben ein ganz normaler, fröhlicher Hund zu werden. Solch ein Hund war unsere Stefka, lange Zeit voller Angst vor allem Neuen und immer
mit einem ernsten, und irgendwie traurigen Ausdruck in den Augen.
Was aus ihr wurde? Lest selbst:
Hallo,
ja, nun ist es schon über ein halbes Jahr her das wir die Annie (vormals Stefka) von euch haben.
Wir haben einen tollen neugierigen und dankbaren Hund bekommen.
Ihr macht alles Neue total Spaß egal ob Autofahren, herumtoben, spielen.
Natürlich genießt sie auch die Ruhe im Bett oder auf der Couch.
Einfach gesagt ein supertoller Hund.
Viele Grüße aus Worms
Chris und Michael
Gut schaust du aus und dein gelassener, offener Blick sagt mehr als tausend Worte..... Wir freuen uns so
sehr für dich und wünschen uns, dass auch deine Schwester Olga, die noch bei uns ist, endlich ihre Menschen findet.
01.11.2011
Gestern waren wir mit Mola zum ersten Verbandswechsel. Die Maus war cool und super lieb wie immer
und ließ alles klaglos geschehen. Die Wunde sieht prima aus, nichts ist geschwollen oder entzündet. Ich hab mal ein paar Bilder gemacht, wie es unter dem dicken Verband aussieht.
Darius hat sich schon wieder gut eingelebt und auch Ayla hat sich inzwischen beruhigt und an den
Halskragen gewöhnt. Darius bekommt jetzt 5-6 Mal am Tag was zu essen. Das hört sich viel an, es sind aber Winzportionen. Er bekommt pro Mahlzeit 3 Teelöffel einer Dosen-Schonkost mit viel warmem
Wasser verrührt. Nach und nach wird die Menge gesteigert, um den Magen langsam anzufüttern. Ayla die ja auch immer Hunger hat, bekommt jedes Mal große Augen wenn wir mit dem Napf kommen und ist sehr
enttäuscht, wenn er wieder nicht für sie ist.
31.10.2011
Heute war der große Tag - ich konnte Darius nach 12 Tagen runderneuert endlich wieder nach Hause
holen. Es war ein fröhliches Wiedersehen erst in der Klinik und dann hier im Hundeheim, von Darius mit vielen feuchten Hundeküssen garniert. Auch wenn wir lange Tage bangten, ob er das alles gut überstehen
würde, hat diese Zeit im Krankenhaus noch einen anderen positiven Effekt für Darius gehabt. Er hat im Umgang mit fremden Menschen und völlig ungewohnten Situationen große Fortschritte gemacht und sich
weiter entwickelt. Beim Abholen in der Klinik war er nicht ängstlich, sondern gelassen und freudig und begrüßte neugierig einen fremden Hund wie einen alten Kumpel.
Bis Darius wieder richtig auf dem Damm ist, sind er und Ayla in das Domizil von Tess und Diddl
eingezogen. Ayla hingegen tat sich mit der Veränderung sehr schwer und war sehr unsicher. Auch das Wiedersehen der beiden gestaltete sich nicht ganz einfach, da Ayla durch den Kragen den Darius jetzt
noch eine Weile tragen muss, zusätzlich komplett verunsichert war und sie eine ganze Weile brauchte um
zu verstehen, dass das ihr alter Kumpel ist. So ganz ist sie noch nicht davon überzeugt, aber sie wird sich wieder dran gewöhnen. Darius hingegen erkundete neugierig die neue Umgebung und war sehr entspannt.
Wir sind alle sehr froh, ihn wieder bei uns zu haben und werden alles dafür tun, dass er sich weiter gut erholt und wieder zu Kräften kommt.



29.10.2011
Nachdem Darius jetzt so lange nur per Infusion ernährt wurde, findet er die suppige Schonkost so prima,
dass er nichts davon hergibt, sprich er verträgt es und behält es bei sich. Auch Magen und Darm gehen
wieder ihrer Tätigkeit nach, dürfen aber natürlich nicht überlastet werden und so gibt es viele ganz kleine Süppchen am Tag. Nachdem es ja eine ganze Weile kritisch aussah, haben wir uns entschlossen Darius
lieber noch übers Wochenende in der Klinik zu lassen, wo er permanent unter Beobachtung ist und ihn dann am Montag heim zu holen. Seine Gefährtin Ayla wollte sich wohl heute schon mal alleine auf den
Weg zu ihm machen. Eine unserer Helferinnen hatte das Tor der großen Auslaufwiese nicht richtig geschlossen und als Ayla das merkte trabte sie mal los. Eine Frau hatte sie unterwegs nach Sulzheim
gesehen, wo sie sich freudestrahlend einem jungen Mann angeschlossen hatte. Als wir die beiden dann eingeholt hatten und Ayla riefen, verabschiedete sie sich und kam lachend angerannt. Zusammen haben
wir dann den Rückweg angetreten. Ayla war sehr zufrieden mit ihrem Ausflug...
Mola hat sich auf der Pflegestelle inzwischen gut eingelebt und hält die Familie auf Trab. Da sie ja keine
Spaziergänge machen darf ist ihr entsprechend langweilig und sie stellt einiges an Unsinn an, wenn sie nur einen Moment nicht unter Beobachtung ist. Ich glaube ich werde Christine bitten, mal eine Spielestunde
mit Mola einzulegen und Simone zu zeigen, wie sie die Maus vom Kopf her beschäftigen kann, damit sie wenigstens etwas ausgelastet werden kann. Ein Tierarzt in in der Nähe hat sich angeboten Molas
Verbände regelmäßig umsonst zu wechseln. Am Montag fahren wir zusammen hin und schauen wie es unter dem Verband aussieht.
28.10.2011
Gegen 14.00 konnte ich heute Mola aus der Klinik abholen. Sie war wie immer guter Dinge, voller
Tatendrang und eifrig bemüht jeden Mensch und jeden Hund aufs freundlichste zu begrüßen. Wenn sie verstanden hätte was der behandelnde Tierarzt sagte, nämlich Boxenruhe für 4 Wochen und nur kurz raus
um ihr Geschäft zu erledigen, sie hätte es nicht spaßig gefunden. Nur irgendwie muss es funktionieren,
Mola weitgehend ruhig zu halten, sonst läuft sich ernstlich Gefahr ihr Bein zu verlieren. Ich wäre sehr froh, wenn wir ihr das begreiflich machen könnten.

Auf der Pflegestelle war sie zunächst sehr aufgeregt und wanderte dauernd hin und her, wobei sie leider
nicht nur auf drei Beinen lief, sondern das verbundene auch benutzte, was nun gar nicht sein soll. So packten wir Mola in einen großen Zimmer-Kennel, was sie mit durchdringendem Geheul und Jammern
quittierte. Bolle der Hundekumpel auf der Pflegestelle hat ihr dann aber in Hundesprache kurz und knapp erklärt, dass sie sich nicht so anstellen soll. Das hat Mola gleich verstanden und ab da war Ruhe.
Inzwischen liegen beide einträchtig Kopf an Kopf nebeneinander und schlafen.
Darius macht weiter gute Fortschritte. Da er das Wasser bei sich behalten hat, durfte er heute etwas
suppige Schonkost essen. was heißt da essen - es ist quasi verdunstet kaum dass er die Nase im Napf hatte. Wenn er auch das gut verträgt, kann es sein, dass er am Sonntag nach Hause darf. Die letzte
Ultraschalluntersuchung von gestern Abend zeigte, dass die Darmnaht hält und nur noch eine kleine Entzündungsstelle da ist. Also bitte alle noch mal einen Endspurt im Daumendrücken einlegen!!!
27.10.2011
Um euch nicht unnötig zu verwirren, bleiben wir bei dem “bewährten” System - gute, schlechte, gute Nachricht.
Aus der Klinik erreichte uns heute die freudige Nachricht, dass Darius einen ersten kleinen Haufen
abgesetzt hat und sich die Darmperistaltik weiter zu stabilisieren scheint. Am frühen Abend hat er ein paar Schlucke Wasser bekommen. Zumindest zu dem Zeitpunkt meines Anrufes anderthalb Stunden später,
hatte er sie noch bei sich behalten. Ich werde Morgen erfahren, ob es dabei geblieben ist. Insgesamt gibt uns dieser Verlauf aber Anlaß zu vorsichtigem Optimismus, dass Darius auf einem guten Weg ist.
Der Wehrmutstropfen war die Mitteilung des Chirurgen nach Molas OP, dass sie einen Marknagel und
einen externen Fixateur bekommen hat. Die Knochen waren zersplittert und das Bein wäre anders nicht zu retten gewesen. Zumindest ist das Sprunggelenk nicht mit beschädigt, so dass die Heilungschancen gut
stehen. Die nächste Zeit muss Mola natürlich unter intensiver Betreuung sein, da sie ruhig gehalten werden muss, um die Heilung nicht zu gefährden. Alle 2-3 Tage muss der Verband gewechselt werden, der
insgesamt vier Wochen drauf bleiben muss und hilft, dass Bein zu stabilisieren. In sechs Wochen erfolgt dann eine Röntgenkontrolle.
Das Ehepaar, das Mola aufnehmen wollte, haben wir bisher nicht erreicht, sie sind bis Sonntag unterwegs.
Zum Glück hat sich unsere Helferin Simone angeboten, Mola in Pflege zu nehmen. So werde ich den kleinen Bruchpiloten Morgen aus der Klinik holen und nebst einem Berg Verbandsmaterial und für die
Heilung wichtiger homöopathischer Mittel zu Simone bringen.
Damit keiner einen Krankenhauskoller bekommt, noch etwas Handfestes - die Fundamente für die große
Überdachung in Ivys Auslauf sind gebuddelt und wurden heute auch noch betoniert. So dass wir es schaffen werden, auch diese beiden Dächer noch fertig zu bekommen, bevor das Wetter richtig scheußlich wird.
26.10.2011
Mal wieder Plan B - das ist ein geflügeltes Wort bei uns, denn selten verläuft bei uns ein Tag so wie er
eigentlich geplant war. Was heute Plan B hervorrief, war allerdings ein Ereignis der sehr unschönen Art. Wir wollten mit Diddl und Tess laufen und kamen auf dem Weg zu den beiden an Junos Gruppe vorbei.
Dabei fiel uns auf, dass Mola nicht zu sehen war. Wir suchten im Auslauf und den Häusern alles ab - keine Mola. Eine Stunde vorher war sie noch da, auch verursacht es erheblichen Lärm, wenn im Hundeheim ein
freilaufender Hund alleine unterwegs ist und den hatte es definitiv nicht gegeben. Letztlich fanden wir die Nase am oberen Tor sitzend. Ihr rechtes Hinterbein hing herunter und sie konnte es nicht benutzen. Es
war auf den ersten Blick klar, dass Mola sich das Bein gebrochen hatte. Wie??? Keine Ahnung - sie hat bisher keinerlei Anstalten gemacht, kletternd aus dem Auslauf kommen zu wollen und ist auch kein Hund
der hoch springt. Dennoch, es ist die einzige Möglichkeit, dass sie wie auch immer raus geklettert ist und sich wahrscheinlich beim Hinunterspringen und der Landung das Bein gebrochen hat. Also Mola
eingepackt und sofort in die Klinik.
Inzwischen liegt das Ergebnis der Röntgenuntersuchung vor: Mola hat sich einen komplizierten
Unterschenkelbruch zugezogen, der bis ans Sprunggelenk heranreicht. Man wird bei der morgigen Operation versuchen ihr einen Marknagel zu setzen. Sollte das nicht gehen, weil der Unterschenkel
gesplittert ist, was man derzeit noch nicht sagen kann, dann muss sie einen externen Fixateur bekommen - und damit würde mein Albtraum Wirklichkeit. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass Mola eigentlich am
nächsten Montag in ihr neues Zuhause umziehen sollte.... Jetzt können wir nur hoffen, dass die Menschen Mola trotzdem aufnehmen. Wir werden abwarten was die OP ergibt und dann mit ihnen reden. Sollte das
schief gehen, dann brauchen wir dringend einen Pflegeplatz für die Maus - aber warten wir erst mal ab....
Da ich eh da war, hatte ich heute Gelegenheit mit Darius Ärztin persönlich zu reden. Er macht sich recht
gut, arbeitet schön mit wie sie sagte. Der Bauch ist weich und der Darm zeigt wieder eine leichte Peristaltik. Klar zu trinken hat er noch nichts bekommen, dafür aber heute Hundegesellschaft in der
benachbarten Box, ebenfalls ein Tierschutzhund, über den er sich sehr gefreut hat.
25.10.2011
Nach Auskunft der behandelnden Ärztin hat Darius eine Boxendepression. Klar, der Bub ist es nicht
gewohnt den ganzen Tag in einem engen Käfig sein zu müssen, da er ja noch immer permanent an der Infusion hängt und auch grundsätzlich sich noch nicht viel bewegen soll. Er blüht aber jedes Mal auf,
wenn er die drei Mal am Tag zum pischern und Beine vertreten vor die Tür kommt. Er bekommt zusätzlich seine Globuli und ansonsten gibt es im Moment nichts Neues zu berichten. Wir müssen weiter
Daumen drücken, dass die Wundheilung nun besser funktioniert und die Naht jetzt hält.
Da ja für die meisten die Herbstferien und somit der Urlaub schon wieder vorbei sind, haben uns auch
wieder ein paar schöne Urlaubsfotos erreicht. Polly hat es mit Amadeo und ihren Menschen wieder ans Meer gezogen, genauso wie Petra mit Eddy und Drigo. Wie man auf den Bildern sieht hatten alle eine
schöne Zeit und haben es sehr genossen.

24.10.2011
Wir bangen um Darius Leben. Bei der Ultraschall Untersuchung gestern Abend wurde festgestellt, dass der
ganze Bauchraum voll Flüssigkeit war weil ein Teil der Darmnaht aufgegangen ist. Deshalb wurde Darius noch gestern Abend erneut operiert. Er ist zwar immer noch trotz allem recht gut drauf und auch fit, die
Prognose ist aber leider sehr ungünstig, sollte die Naht wieder aufgehen. Ich habe heute mit der Klinik vereinbart, dass wir jetzt versuchen mit homöopathischen Mitteln, mit denen ich sehr gute Erfahrungen
diesbezüglich gemacht habe, seine Wundheilung zu unterstützen. Denn genau darauf kommt es jetzt an.
Annuschka die Patin von Darius hat direkt die drei Mittel heute in die Klinik gebracht. Wir sind in großer Sorge und würden so gerne mehr für ihn tun.
23.10.2011
Vorm schlafen gehen nach einem anstrengenden, langen Tag für alle mit vielen, vielen Spaziergängen mit
unseren Vierbeinern, zwei Interessententerminen, betonieren der Pfostenfundamente in Artus Auslauf und dem erfolgreichen Markttag mit vielen netten Besuchern bei schönstem Herbstwetter, möchte ich euch auf
jeden Fall noch berichten, dass Darius weiterhin stabil ist. Sein Blutbild ist in Anbetracht der Schwere der OP im Rahmen, der Ultraschall war zum Zeitpunkt meiner Nachfrage in der Klinik wegen zu vieler
Notfälle noch nicht gemacht, es wurde mir aber zugesagt, es heute noch durchführen zu wollen. Das Ergebnis erfahre ich Morgen. Man hat Darius heute einige Schlucke Wasser angeboten, die er zwar nicht
sofort aber leider nach ca. zwei Stunden wieder erbrochen hat. Sie werden es Morgen wieder versuchen. Bei all der Sorge um Darius möchte ich aber auch seine langjährige Kumpeline Ayla nicht vergessen, die
ihn sehr vermisst und gar nicht versteht, warum sie so plötzlich alleine ist. Auch Ayla hofft, dass Darius ihr bald wieder Gesellschaft leistet.
22.10.2011
Darius hält sich tapfer und in der Klinik meinte man, dass es ihm erstaunlich gut ginge. Er wäre zwar
schon recht verzweifelt auf der Suche nach etwas Essbarem, aber Darius ließe sich gut behandeln und man komme problemlos mit ihm zurecht. Morgen sei der kritischste Tag nach der Operation, da er aber bisher
nicht erbrochen habe, sei man optimistisch. Morgen wird neben dem Blutbild noch eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Sollte dies alles positiv verlaufen, wird man am Montag beginnen ihm
kleine Mengen Wasser und Futter zu geben und ich wette, sie haben noch nie einen Hund sein Futter in so atemberaubender Geschwindigkeit so inhalieren sehen, der Napf wird leer sein, bevor er überhaupt auf
dem Boden steht....
Morgen ist auch für uns “Großkampftag”, da wir ja auf dem Oppenheimer Katharinenmarkt wieder einen
großen Stand haben. Das Wetter verspricht Morgen gut zu werden und so hoffen wir auf einen erfolgreichen Markttag mit vielen netten Menschen an unserem Stand. Wie immer rücken Mann und Maus
zum helfen an und es ist immer ein großes Hallo unter den Helfern, da selten so viele gleichzeitig da sind und sich manche länger nicht gesehen haben. Heute am späten Nachmittag haben wir die Transporter mit
all der notwendigen Ausrüstung beladen, wodurch wir ziemlich spät erst mit dem Füttern begonnen haben.
Mola fand das gar nicht spaßig und war ganz schön aufgeregt deswegen. Tja, nicht nur der Mensch auch der Hund ist ein Gewohnheitstier.
21.10.2011
Nach Auskunft der Klinik von heute Morgen und heute am Spätnachmittag geht es Darius in Anbetracht
der Schwere der OP gut. Er ist sehr ruhig, schaut alle mit großen Augen an, ist freundlich und wedelt, wenn er zum pischern nach draußen darf. Er darf weder trinken noch essen und wird komplett per Infusion
ernährt. Die Werte des täglich überprüften Blutbildes sind gut und alle in der Norm. Wollen wir hoffen, dass es so bleibt und Darius sich weiter gut erholt. Also weiter ganz feste die Daumen drücken!!
20.10.2011
Zuerst die gute Nachricht: Mola hat sich überraschend schnell eingelebt, spielt mit ihren drei Kumpels und
ist insgesamt viel ruhiger und gelassener als vorher und scheint auch ohne Menschen inzwischen gut zurecht zu kommen, zumindest wenn andere Hunde dabei sind. Eben rief mich die Trainerin an, wo Mola
mit ihren Menschen zur Hundeschule war. So wie wir vermuteten, sollte Mola alles können, alles sollte funktionieren. Auf den Hinweis der Trainerin, dass Mola ein absoluter Traumhund sei, sie sie aber
gnadenlos überfordern würden und alles doch mal langsamer angehen sollten, kamen sie nicht mehr ins Training. Die Trainerin kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass Mola geknurrt oder geschnappt haben
soll, da sie sich unglaublich sozial und freundlich mit allem und jedem zeigte. Ich würde wirklich mein letztes Hemd dafür geben, wenn wir den Menschen in den Kopf und nicht nur vor die Stirn schauen
könnten, dann könnten wir unseren Hunden so etwas ersparen.....
Und nun die schlechte Nachricht: Heute Morgen habe ich Darius in die Klinik nach Frankfurt gebracht. Er
hatte seit Vorgestern Abend nichts gefressen, was bei einem unbedingten Allesfresser so wie auch Chainy, immer Anlass zur Besorgnis ist. Er hatte Unmengen Galle erbrochen und sein Bauch verhärtete sich
zusehends. In der Klinik selbst benahm sich Darius unglaublich gut, ließ sich auf den Röntgentisch legen und den Venenzugang legen. Das Röntgenbild zeigte sofort, dass einiges im Argen lag und nach
Rücksprache mit der Internistin und dem Chirurgen wurde entschieden, dass Darius operiert werden muss. Der Chirurg erklärte mir eben, dass Darius große Mengen an Plastik im Magen hatte. Die Stücke waren so
groß, dass der Magen aufgeschnitten werden musste, um sie zu entfernen. Auch muss er etwas gefressen haben, wo ein Faden oder ähnliches dran hing, der mehrere Darmschlaufen richtiggehend aufgefädelt und
abgebunden hatte. Deshalb musste Darius zusätzlich zu dem Magenschnitt noch ein halber Meter Darm entfernt werden. Eine wirklich schwere OP und die Chancen, dass er das alles heil übersteht stehen 50:50,
da es sich zwangsläufig um eine nicht sterile OP handelte und zudem die Gefahr groß ist, dass die Nahtstelle die nun die beiden Darmenden verbindet reißt, da ja der Darm in Bewegung ist. Darius wird
eine ganze Weile in der Klinik bleiben müssen und wir können uns nur von Tag zu Tag hangeln und hoffen, dass er sich erholt. Denkt mal an den großen Bub, der sich so prima entwickelt hat und endlich wieder
ein gutes Stück Vertrauen in die Menschen gefunden hat und drückt ihm ganz feste die Daumen!!!
18.10.2011
Bevor der Regen kam, hat Christian die Überdachung bei Juno und seinen Mädels fertig bekommen. Nun
kommen auch diese Nasen in den Genuss von trockenen Decken auf den Liegepaletten und haben auch bei schlechtem Wetter mehr Bewegungsfreiheit. Sie findens gut und ich bin über jedes neue Dach sehr
glücklich, weil es für die Hunde eine erhebliche Verbesserung gerade bei der jetzt anstehenden kalten Jahreszeit bedeutet. Noch diese Woche werden wir die Pfostenfundamente bei Artus betonieren.
Nach nur 10 Wochen im neuen Zuhause kam unsere liebe Mola aus der Vermittlung zurück. Letztlich war
es im Büro doch nicht richtig abgeklärt wie bei der Vermittlung behauptet, dass Mola mit zur Arbeit kann. Einige der Kollegen waren gelinde gesagt nicht begeistert und verhielten sich entsprechend. Anscheinend
hatte Mola Kollegen angeknurrt und zuletzt einen in die Jacke geschnappt. Danach musste sie sofort weg. Wenn das nicht gewesen wäre, wäre sie ihr Traumhund gewesen. Nein natürlich braucht man als
Hundeanfänger keine Unterstützung und kommt noch nicht mal auf die Idee, Molas Verhalten zu hinterfragen oder die eigenen Fehler zu reflektieren. Wenn es denn überhaupt so war und nicht nur ein
Vorwand, um sie wieder abgeben zu können. Denn Mola fuhr vom ersten Tag an problemlos mit im Zug und Bus und war einfach nur lieb. Man habe von Mola wohl zuviel verlangt und sie überfordert. Es ist
immer wieder erstaunlich mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen davon ausgehen, dass der Hund alles können und leisten muss und natürlich das Nichtwissen und die Fehler der Menschen auch noch zu
kompensieren hat und das ohne dabei die geringste Hilfestellung zu erhalten. Mola die vorher schon nicht
gerne alleine war, hat das Ganze jedenfalls ganz schön die Pfoten weggezogen. Wir hoffen, dass sie bald wieder so lachen kann
wie hier auf dem Bild. 
17.0.2011
Unsere Helferinnen Claudi und Sylvi hatten eine ganz besonders schöne Idee: Für Humanos Grab haben
sie einen Zaubernussstrauch gekauft, denn zu Lebzeiten hat er alle im Nu mit seiner liebenswerten, freundlichen Art verzaubert. Er fehlt uns sehr....
16.10.2011
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Hallo Freunde und Unterstützer des Tierschutz
Wörrstadt-Hunde suchen ein Zuhause e.V.
Eure Stimme zählt! Unser Verein hat die Chance, 1.000 Euro für die
Vereinskasse zu gewinnen. Denn wir machen bei einer großen Vereins-Spendenaktion im Internet mit! Unter dem Motto „DiBaDu und Dein Verein“ spendet die ING-DiBa je 1.000 Euro an die
beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, bestimmen die Internetnutzer mit Ihrer Stimme – also auch Du! Jeder Internetnutzer darf 3 Stimmen vergeben. Man kann seine 3 Stimmen auch nur
einem Verein geben – wir freuen uns, wenn Du uns mit allen 3 Stimmen unterstützt und es möglichst vielen weitererzählst! Also gleich abstimmen: www.ing-diba.de/abstimmen
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15.10.2011
Zur Abwechslung mal wieder ein paar gute Nachrichten: Der kleine Tobi und Darius haben nette Paten gefunden.
Tobi hat sich auf seiner Pflegestelle wunderbar entwickelt. Das Cortison ist ausgeschlichen und hat einer
vernünftigen Behandlung Platz gemacht, die nun dazu geführt hat, dass die vielen Stellen, die er sich
vorher blutig gekratzt hatte, nun endlich abheilen konnten. Tobi hat 3,5 Kg Gewicht verloren, was bei so einem kleinen Kerl ja eine ganze Menge ist. Vieles waren auch Wasseransammlungen durch die
Cortisonbehandlung. Nun wiegt er 8,5 Kg, ist rank und schlank, ist wieder viel agiler und fühlt sich entsprechend nun auch viel wohler in seiner Haut als vorher. Heute hat Tobi noch Zahnstein entfernt
bekommen, so dass er jetzt sozusagen runderneuert ist. Seine beiden Patinnen Marie und Sabine werden
uns ab jetzt mit Tobis Unterhaltskosten unterstützen. Darüber sind wir sehr froh, denn die Tierarztkosten
für den kleinen Schatz haben sich inzwischen auf über 400 € summiert. Aber wenn man sieht, wie toll er
sich erholt hat und wieviel Lebensqualität er jetzt gewonnen hat, dann macht uns das sehr glücklich und klein Tobi erst recht!
Darius Paten Anuschka und Dieter haben ihn diese Woche kennengelernt und Darius war vor Freude ganz
aus dem Häuschen, so nette Gönner gefunden zu haben. Hingebungsvoll hat er großzügig Hundeküsse verteilt. Die beiden waren sehr angetan von ihrem Patenhund. Leider war der Akku der Kamera leer, so
dass wir keine Beweisfotos machen konnten, aber da dies nicht der letzte Besuch der beiden war, werden wir das bei nächster Gelegenheit nachholen. Das Zusammentreffen hat einmal mehr gezeigt, wie gut sich
Darius entwickelt hat und welch große Fortschritte er gemacht hat.
14.10.2011
Es kommt immer öfter vor, dass sich Interessenten benehmen, als wären sie in einem Hundesupermarkt.
Man möchte sich, möglichst ohne störende Beratung umschauen und sich dann das was einem rein optisch
gefällt mitnehmen. Erklärt man diesen Personen warum dieser oder jener Hund für sie nicht in Frage
kommt, heißt es dann ganz schnell, dann gehen wir woanders hin, es gibt ja noch andere Tierheime die ihre Hunde verkaufen wollen, was uns in diesen Fällen auch eindeutig am liebsten ist....
Es ist spürbar, dass wir von vielen als reine Dienstleister angesehen werden und uns demnach nach
“König Kunde” zu richten haben. Deswegen ist es natürlich auch völlig unnötig vereinbarte Einzeltermine
abzusagen, das macht man in einem Geschäft ja schließlich auch nicht. Allein Heute sind zwei von drei
Terminen nicht erschienen. Das ist einfach ärgerlich und unnötig. Wir hören oft, dass die Mitarbeitern anderer Tierheime so unfreundlich gewesen wären. Wer kann es ihnen verdenken, wenn man sieht welchen
Enttäuschungen und Frustrationen wir Tierheimmenschen tagtäglich ausgesetzt sind und die positiven Erlebnisse leider im Gegensatz dazu nur einen winzigen Teil ausmachen. Wir geben uns dennoch Mühe zu
jedem freundlich und höflich zu sein. Bei dem Auftreten so mancher Zeitgenossen stoßen allerdings auch wir an unsere Grenzen und machen das dann auch deutlich.
13.10.2011
Die Tage und Nächte werden spürbar kälter und so müssen wir uns sputen alles nach und nach winterfest
zu machen. Die Hunde haben immer viel Spaß, wenn sie frische, dicke Strohbetten bekommen und sind eifrig bemüht beim Stroh verteilen zu helfen. Während Cathay froh ist, wenn sie sich im Auslauf auf eine
Decke legen kann, sind die jungen Wilden in ihrer Gruppe wie Biggs und Paddy mit großem Elan dabei, die Decken als Zerrspielzeug zu benutzen und in viele kleine Stücke zu zerlegen.
Der Aufbau der großen Überdachung in Junos Auslauf macht gute Fortschritte und am Sonntag wird KD.
die neuen Löcher für die Pfostenfundamente bei Artus graben. Tiffi wird ihm sicherlich hilfreich zur Seite
stehen. Sie hat schon zahllose Löcher dort im Auslauf gebuddelt, leider nur nicht da wo sie hin sollen. Irgendwie haben wir da anscheinend aneinander vorbei geredet.
09.10.2011
Um 18.00 Uhr hat unser lieber Humano seine letzte Reise angetreten. So wie er im Leben war, freundlich,
still, bescheiden, unauffällig, immer auf Harmonie bedacht, so ist er auch gegangen. Es war so eine ganz
andere Art des Sterbens als wenn der Tierarzt kommt und man letztlich selbst den Zeitpunkt bestimmt. Es war natürlicher, so wie es sein soll, wenn die Lebenskraft aufgebraucht ist. Humano war die ganze Zeit
völlig ruhig und entspannt, hat gleichmäßig geatmet, so dass ich sicher bin, dass er keine Schmerzen hatte.
Jetzt wo es vorbei ist, fühle ich mich sehr erschöpft. Es ist als hätte er auch einen Teil meiner Kraft gebraucht, um sich auf den Weg machen zu können.

Wir waren uns sehr nahe. Da Humano der einzige unserer “Restpostenarmee” war, der mit seinem lieben
Wesen völlig unproblematisch war, hat er Christian und mich oft auf Reisen, Ausflügen und Seminaren begleitet und so verbinden uns viele, gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen. Auch Nachts war er
immer an meiner Seite. Er liebte es dabei zu sein und im Auto mit zu fahren. Humano war schon acht Jahre alt und sehr krank als er zu uns kam. Aber gemeinsam haben wir alles prima hinbekommen und
sieben wirklich gute Jahre miteinander verbracht. Ich werde dich sehr vermissen kleiner Kerl, aber irgendwann sehen wir uns alle wieder, da bin ich sicher. Bis dahin, leb wohl Mausebär.
08.10.2011
Im Laufe dieser Woche hat unser alter Humano plötzlich rasend schnell abgebaut. Noch vor drei Tagen
war er mit spazieren und nun kann er kaum noch aufstehen. Er verweigert Nahrung und Wasser und es schaut sehr danach aus, dass er sich darauf einrichtet uns zu verlassen. Sein Blick ist gelassen und ruhig,
nicht ängstlich oder aufgeregt. Ich habe ihn zugedeckt, denn er ist so schnell ganz dünn geworden. Schon
wieder steht uns also ein Abschied bevor, der 29. in 14 Jahren. Ich wünsche und hoffe, dass der kleine,
sanfte Knopf von selbst einschläft, so wie wir uns das wohl alle für unsere Hunde wünschen, wenn wir merken, dass ihre Zeit gekommen ist und die Kraft zu Ende geht.
07.10.2011
Es geht voran. Die Trainingswiese ist komplett eingezäunt, das Gartenhaus aufgebaut, mit zwei Fenstern
versehen und komplett isoliert. Dazu war diese Woche Großreinemachen verbunden mit einer umfangreichen Aufräumaktion angesagt. Das war anstrengend, hat sich aber gelohnt.
Wir haben immer wieder Hunde, die durch schlimme Erfahrungen mit Menschen jegliche Manipulation, so
auch z.B. das Saubermachen der Ohren an sich verweigern. Außer Joshi und Rolo ist auch unser alter Hoover so ein Kandidat. Er gerät völlig in Panik, wenn er merkt man möchte ihm die Ohren sauber
machen oder auch nur eine Augensalbe geben will. Da es aber dringend sein musste, wurde er heute beim
Tierarzt in Narkose gelegt und “runderneuert”. Mehrmalige Ohrenspülungen, Zahnstein entfernen und
Augensalbe verabreichen. Obwohl Hoover ja nun wirklich schon ein alter Knopf ist, hat er die Narkose wie nix weggesteckt und schon auf der Rückfahrt vom Tierarzt im Auto randaliert, weil er raus wollte. Von
wegen sich danach ausschlafen. Wieder Zuhause hat Hoovi erstmal im Garten inspiziert ob dort alles ok ist, den Kumpels deutlich gesagt bzw. geknottert, dass er seine Ruhe haben will und ungeduldig aufs
abendliche Füttern gewartet, denn er hatte einen Bärenhunger. Mit mir war er ziemlich beleidigt, denn
schließlich hatte ich ihn ja den Fängen des Tierarztes ausgeliefert, obwohl die Autofahrt zunächst einen Ausflug in Aussicht stellte..... Er ist schon eine besondere Marke unser Hoovi, der alte Grantler.
05.10.2011
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Gesetzliches Verbot von
Stachelhalsbändern: Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training"
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Tiermedizinische Untersuchungen zeigen, dass die Anwendung von Stachelhalsbändern für die
betroffenen Hunde mit zum Teil erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden ist. So kann der Einsatz dieser Halsbänder u. a. zum Durchstechen der Haut oder der Luftröhre,
Quetschungen von Kehlkopf, Schilddrüse und Halsarterien sowie zur Traumatisierung der Hals- und Rückenwirbelsäule führen. Darüber hinaus sind auch psychische Leiden, wie zum Beispiel
schmerzinduziertes Angst oder Aggressionsverhalten belegt. Stachelhalsbänder sind somit zu Recht als tierschutz- und verhaltenswidrige Erziehungshilfe zu bezeichnen.
Über 300 Hundeschulen aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz sehen dies genauso und haben sich inzwischen an der Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training" beteiligt, bei der Hundehalter ihr Stachelhalsband gegen eine
Einzelstunde mit einem Hundetrainer tauschen können. Hierbei wird den Hundebesitzern die Möglichkeit geboten, sich ausführlich über Erziehungsmethoden zu informieren, die nicht auf
Zwangseinwirkung oder der Zufügung von Schmerzen beruhen. Auch die “Hundeschule Wörrstadt” unserer Trainerin Christine Schnell, beteiligt sich an dieser Aktion.
Aufgrund der großen Resonanz
von "Tausche Stachelhalsband gegen Training" wurde nun im Rahmen dieser Aktion eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet, die ein gesetzliches Verbot von Stachelhalsungen
zum Ziel hat. Tierfreunde, die die Petition unterzeichnen möchten, finden die Unterschriftenliste als Download unter www.tausche-stachelhalsband-gegen-training.de/petition.php
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04.10.2011
Der 1. Oktober war Welt-Vegetariertag und am heutigen Dienstag, dem 4. Oktober, ist bekanntlich Welt
-Tierschutztag. Beide Tage gehen auf den Heiligen Franz von Assisi zurück, dem Schutzpatron aller Tiere,
der natürlich selbst auch Vegetarier war. Die weltweit größte Tierausbeutung geht nämlich nach wie vor vom exzessiven menschlichen Fleischkonsum und der damit verbundenen extremen Tierausbeutung aus:
So werden jährlich ca. 60 Milliarden „Nutz“-Tiere für die menschliche Ernährung geschlachtet, Fische und sog. „Meeresfrüchte“ noch gar nicht eingerechnet.
Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Die (Massen-)Tierhaltung ist laut
einer FAO-Studie für 18% der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich und somit mehr am Treibhauseffekt beteiligt als das gesamte weltweite Verkehrswesen! Mehr als 50% der
Wasserverschmutzung in Europa wird durch die Massentierhaltung verursacht, die Erzeugung von nur einem Kilogramm Rindfleisch verbraucht sage und schreibe 15.000 Liter Wasser! Zudem vergrößert hoher
Fleisch-Konsum die Gefahr von Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Gicht
sowie der – v.a. bei Jugendlichen immer mehr verbreiteten - Fettleibigkeit. Und über 40% der weltweiten
Getreideernte werden an unser „Nutz“-Vieh verfüttert, während ca. 1 Milliarde Menschen hungern muß!
Wenn man also persönlich etwas für die Rettung dieses Planeten beitragen will, ist nichts so effizient wie weniger oder besser kein Fleisch mehr zu essen!“
03.10.2011
Im Moment herrscht völlige Flaute mit Interessententerminen und Vermittlungen. So machen zumindest
unsere baulichen Projekte Fortschritte, das ist ja auch ok und auch notwendig, denn der nächste Winter
kommt bestimmt. Aber bevor es soweit ist, möchte ich mit euch diese schönen Bilder von “unserem”
Montes teilen, der wie man sieht, seit knapp zwei Jahren ein rechtes Luxusleben führt und nach Strich und
Faden verwöhnt wird. Manchmal hat es also durchaus auch sein Gutes, wenn man als Welpe ausgesetzt wird und dann so ein tolles Zuhause bei lieben Menschen findet.



30.09.2011
Said macht gute Fortschritte auf seiner Pflegestelle, aber Fahrräder ängstigen ihn nach wie vor sehr. Er
fährt inzwischen gerne im Auto mit, freut sich wenn es auf den Reiterhof zu den Pferden geht und hat sich
als Wassernarr entpuppt. Gestern hat er mit seinen Kumpels einen Ausflug an die Ruhr gemacht, den auch Said wie man sieht, sehr genossen hat.

28.09.2011
Heute kam der kleine Bretonenbub Neo nach zwei Jahren wegen Scheidung aus der Vermittlung zurück.
Der Mann hatte Neo nach der Trennung behalten. Aber 10 Stunden Abwesenheit sind auch mit einem Spaziergang dazwischen einfach zu lang und deswegen brachte er ihn schweren Herzens wieder. Neo kann
das alles noch nicht verstehen und ist im Moment recht verunsichert, wer will es ihm verdenken. Wir
werden ihm so gut es nur geht helfen, sich möglichst rasch wieder bei uns einzuleben und hoffen, dass der brave Knopf nicht allzu lange auf ein neues Zuhause warten muss..

Der heutige Abendspaziergang mit Humano, Rolo und Figo hatte für die Jungs eine besondere
Überraschung parat. Jemand hatte auf dem Fahrradweg nach Sulzheim großflächig Popcorn verteilt. Die
Drei fanden es klasse und säuberten mit viel Akribie und Eifer den Weg. Wieder Zuhause erfuhr ich, dass
Christian das Ganze am späten Nachmittag beobachtet hatte. Einem Mann war ein großer Becher Popcorn herunter gefallen. Woraufhin er fluchte und dann zornig den Becher mit dem Fuß weiter kickte und so
alles schön verteilte. Des einen Leid, des anderen Freud....
26.09.2011
Es berührt uns immer wieder sehr, was sich unsere Helfer und andere nette Menschen so einfallen lassen,
um uns zu unterstützen. So hat sich unsere liebe Helferin Elisabeth zu ihrem 60. Geburtstag selbstlos wie
sie ist, nichts für sich sondern für unsere zwei Langzeitbewohner Darius und Ayla gewünscht. Nämlich Geld, um den beiden ein neues Hundehaus bauen zu können. Ihre Familie und Freunde waren sehr
großzügig und so kamen unglaubliche 320 € zusammen. Das Geld war in einer wunderschön gebastelten
Hundehütte, die sogar mit einem extra genähten Kissen ausgestattet war. Was für eine tolle Idee! Wir
danken Elisabeth und allen die daran beteiligt waren von Herzen. Viele feuchte Hundeküsse von Darius und Ayla sind euch gewiss.....
Auch gestern hatte ich an unserem Stand einige schöne Erlebnisse und viel Besuch von Hundeeltern. ein
Teil in Begleitung ihrer Vierbeiner. Es ist jedes Mal so eine Freude, ehemalige Schützlinge wieder zu
sehen, zu erfahren wie es ihnen geht und neue Geschichten zu hören. So waren auch Bazis Eltern da. Die
beiden sind Künstler und anlässlich eines Malkurses entstand unter den Teilnehmern die Idee für uns zu
sammeln. Bazi, der ja schon auf seine Geburtstagsgeschenke verzichtet hatte, um den Kumpels in Bilbao mit einer sehr großzügigen Spende zu helfen, überbrachte nun auch diese Spende von 125€ aus dem
Malkurs. Damit dürfte das neue Domizil für Darius und Ayla gesichert sein. Jetzt müssen wir nur noch das Material kaufen und Christian muss die Zeit finden es zu bauen.
Lässig hingekuschelt auf seinem Diwan winkt uns der Bazi, liebevoll genannt der Super Bazi, zu. Auch euch und den Teilnehmern eures Malkurses ein ganz
herzliches Dankeschön für die spontane Idee und die gute Tat!
24.09.2011
Die letzten Tage waren sehr arbeitsreich, der heutige insbesondere. Bernd und Hans bauten den ganzen
Tag ein gespendetes Gartenhaus ab, K.D. war mit Mäharbeiten beschäftigt, ein erfolgreicher Interessententermin für Enya, nach der Arbeit im Hundeheim wurde der Transporter mit der ganzen
Ausrüstung für den Markt beladen, Steffi übernahm die nachmittägliche “Bespaßung” unserer Vierbeiner
und packte kräftig mit an und noch vieles mehr... Heute Abend noch die letzten Vorbereitungen für den Markt. Wünscht uns Glück für Morgen.
21.09.2011
Wer Zeit uns Lust hat kann uns am Sonntag 25.9. gerne an unserem Stand auf der Wörrstädter
Gewerbemesse besuchen. Der Gewerbeverein war so freundlich uns kostenfrei einen Stand anzubieten, was wir natürlich gerne in Anspruch nehmen. Wir stehen in der Friedrich-Ebert-Strasse und haben eine
Auswahl an leckeren Hundekeksen, Kauartikeln, hochwertigen Brustgeschirren, Halsbändern und Leinen, Spielzeug und vieles mehr dabei. Vorbeischauen lohnt sich und wir würden uns freuen, den ein oder
anderen von euch wieder zu sehen.
20.09.2011
Hier nun wie versprochen die ersten Bilder von Said, der nun bei Renate, der befreundeten Tierschützerin
bleibt, da er sich mit ihrer Familie und ihren Hunden und Katzen wohler fühlt, als auf der Pflegestelle. Besonders Renates 12 jährige Tochter hat es ihm angetan.


19.09.2011
Gestern nahmen wir einen kleinen Jagdterrierrüden als Fundhund auf. Intensive Nachforschungen ergaben,
dass sein Besitzer im Nachbarort wohnt. Als dieser gestern Abend gegen 21.00 Uhr erfuhr, dass sein Hund
bei uns ist, war das kein Grund ihn gleich abzuholen. Er würde ihn heute holen. Gegen Mittag riefen wir
an, um zu fragen, wann er seinen Hund abholen würde. Der Mann war offensichtlich stark alkoholisiert
und meinte, er habe Urlaub und besseres zu tun.... Das hörte sich wirklich nach einem “tollen” Zuhause an
.... Bei den Nachforschungen waren wir auch auf den Vorbesitzer gestoßen, der den Hund vor zwei Jahren
an diesen Mann verkauft hatte. Er war sehr besorgt und sagte zu, seinen Hund zurückzunehmen und ihn umgehend abzuholen. So geschah es dann auch. Somit hat der kleine Kerl letztlich Glück im Unglück
gehabt. Das sind oft sehr schwierige Situationen für uns, wenn wir einen Fundhund an Menschen aushändigen müssen, wo man genau spürt, der Hund hat es da nicht wirklich gut und ist seinen Menschen
ziemlich egal. Zum Glück war es dieses Mal anders.
Da heute sehr viele Helfer da waren, konnten wir außer der normalen Arbeit im Tierheim auch noch die
ersten sechs Pfostenfundamente bei Juno betonieren. Das ist immer schön, wenn man an einem Tag so richtig viel geschafft bekommt und es wieder ein Stück vorwärts gegangen ist.
17.09.2011
Heute ist unser schüchterner Schatz Said umgezogen, da uns eine befreundete Tierschützerin die Said
schon lange kennt, eine ihrer Pflegestellen angeboten hat. Der Abschied war schwer, aber wir wollten ihm
gerne die Chance geben, dort vieles lernen zu können, was wir ihm hier in der Form nicht ermöglichen können. Dort lebt er in der Familie zusammen mit zwei anderen Hunden und das Pflegefrauchen ist
ganztags Zuhause. Es lässt sich alles ganz gut an und sobald wir die ersten Bilder haben werden wir sie mit euch teilen.
15.09.2011
Erst die gute Nachricht: Dank ettlicher lieber und großzügiger Spender sind insgesamt 2250 € für Futter
für die Tötung in Bilbao eingegangen. Das ist enorm in der kurzen Zeit und eine riesengroße Hilfe etwas
beruhigter in die Zukunft zu schauen. Diejenigen, die ihre Spenden über das Spendenportal überwiesen haben, bekommen von uns die Spendenbescheinigungen ausgestellt. Die Reise nach Bilbao hat sich um
eine Woche verschoben und wird mit der von uns gesponsorten Tonne Futter und anderen Hilfsgütern nächsten Dienstag starten. Die Kolleginnen von den Armen Pfoten werden wenn sie zurück sind Bericht
erstatten und Bilder schicken. Wir sind gespannt.
Die schlechte Nachricht ist, dass Christian seit 2 Wochen einen neuerlichen, ganz schweren
Borrelioseschub hat. Die notwendigen Bauarbeiten für die Überdachungen sind also auf ungewisse Zeit verschoben. Unser lieber Helfer K.D. wird aber schon mal mit den Fundamenten für die Stützbalken
anfangen, damit wir direkt loslegen können, sobald Christian wieder fit genug ist. Wollen wir hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht.
13.09.2011
Auch unsere Nasen haben es gerne bequem und so suchen wir 3 gebrauchte, große Sessel und eine
Zweiercouch. Wenn ihr etwas anzubieten habt, meldet euch bitte bei uns, damit wir das absprechen können.
11.09.2011
Und auch von Beauty, genannt Souris müssen wir uns verabschieden. Sie war schon ein älteres
Hundemädchen, als sie das Glück hatte dieses Zuhause zu finden. Ihr Menschen stellten sich auf sie ein
und statt Wanderurlauben gab es gemeinsame Urlaube am Meer, wo alles schön eben und flach ist. Sie hat
es genossen. Dank euch, dass ihr Souris so eine gute Zeit gegeben habt. Und du kleine Maus, lass es dir gutgehen im tiefen Schnee...
Liebe Karin, lieber Christian,
ich sende Euch einen letzten Gruß.
Am 5.9. - auf den Tag genau zwei Jahre nachdem ich bei Arndt und Andrea in Trier eingezogen bin -
musste ich die Stadt mit den schönsten Teichhühnern weltweit verlassen... .
Es ging mir schon länger nicht mehr so gut. Der Rücken machte mir zu schaffen und wegen der
Nieren hab ich oft nachts eingepieselt, wenn ich es nicht merkte. Aber das war nicht so schlimm. Mit Schmerzmitteln, Nierenfutter und viel Liebe konnte ich mich jeden Tag auf´s Neue über kleine Dinge
freuen.
Als ich plötzlich anfing unter Belastung zu röcheln dachten alle ich sei wohl etwas erkältet. Aber
leider stellte der Tierarzt meines Vertrauens einen bösen Schilddrüsentumor fest. Bloss nicht ersticken müssen... Danach war am Weiher, wo ich immer viel spazieren war, ein großer Regenbogen.
Oma Gisela sagte, die Wolke darunter sieht aus wie ein weißer Hund, der in den Himmel springt...
Ich würde Euch gerne noch ganz viel erzählen, aber ich bekomme gerade mein neues Geschirr
angelegt. Denn ich lebe jetzt in der Region des Hundehimmels wo der Schnee am tiefsten ist und werde dort den Schlitten ziehen, den ich im Leben nie ziehen konnte...
Nicht traurig sein und Danke - für Andrea und Arndt hattet Ihr die ideale Hündin ausgesucht!
Eure Souris


Souris Menschen wollten nicht lange ohne vierbeinige Gefährtin sein und so hatte unser Krümelchen
gestern das Glück bei Arndt und Andrea einziehen zu können. In zwei Wochen fahren die drei an die Ostsee. Wir wünschen euch einen wunderschönen Urlaub und viele schöne, gemeinsame Erlebnisse.
10.09.2011
Kalles Frauchen hat uns noch ein paar wunderschöne Bilder geschickt, da sie meinte, es wäre Kalle etwas
“peinlich” wie pummelig er mal war und wenn er als Dickerchen in Erinnerung bliebe.

Was zusätzlich noch ganz besonders schlimm ist, ist dass die alte Mendi nun schon zum dritten Mal ihren
Gefährten verloren hat. Dass dadurch ihre alte Allergie wieder ausbrach, sie traurig und in sich gekehrt ist.


- 09.09.2011

Na was meint ihr wonach das aussieht? Ich kanns euch sagen, das sieht nach sehr viel Arbeit aus! Das sind
über 1,5 Tonnen Balken und dicke Bretter, um weitere drei große Überdachungen in den Ausläufen von
Artus, Juno und Ivy zu bauen. Wir hoffen, dass wir sie noch fertig bekommen bevor im Spätherbst dann so
richtig das miese Wetter losgeht. Über Hilfe beim Aufbau und den ganzen Vorbereitungsarbeiten würde sich Christian sehr freuen.
08.09.2011
Heute war “Geiz ist geil Tag”. Jede Menge Anrufer die auf der Suche waren nach Yorkis, Labradoren und
Golden Retrievern zum Teil gedacht als Spielzeug für mehrere Kleinkinder. Man habe sich beim Züchter erkundigt und die wären ja so teuer. Ach! Ja und nun meint man beim Tierschutz bekommt man seinen
Wunschhund geschenkt - aber ein Welpe muss es natürlich sein. Klar doch! Da kann ich doch nur noch
irre kichern, wenn ich so einen Mist höre. Leute, wenn wir mal soweit sind, dann habe ich die Uniform der Heilsarmee an und stehe mit Gitarre und Spendendose in der Fussgängerzone....
Aber zum Glück gibt es ja auch noch Menschen die der Auffassung sind “helfen ist geil” und deswegen
freuen wir uns riesig, dass unser Billie jetzt auch nette Paten gefunden hat, nämlich die neuen Eltern vom
Perlchen, die seine kostenintensive Behandlung vor allem wegen seiner Krebserkrankung großzügig jeden Monat unterstützen.

Tja und wo wir beim Thema Patenschaften sind, möchte ich euch ganz arg den kleinen, alten Tobi ans
Herz legen. Ihr erinnert euch sicher, sein Frauchen war verstorben und weder Sohn noch sonstige Angehörige wollten sich seiner annehmen. Tobi ist auf einer tollen Pflegestelle, wo er aufs Beste versorgt
und gepflegt wird, leider erweist sich der kleine Mann aber als Großbausstelle, da seine vorherigen Besitzer
offensichtlich von Tierarztbesuchen wenig hielten. Seine komplett vereiterten Ohren und Augen werden so langsam. Seine Allergie mit dem starken Juckreiz und dass er sich permanent blutig kratzt ist in
Behandlung, bessert sich aber nur langsam. Stoffwechsel und Immunsystem sind durch reine Cortisonbehandlung über einen längeren Zeitraum sehr angegriffen und müssen erstmal entgiftet und
aufgebaut werden. Zudem müssen seine Zähne noch in Ordnung gebracht werden und auch sein Herz wurde lange nicht behandelt, wodurch erstmal entwässern angesagt ist. All die notwendigen Behandlungen
lässt der liebe, alte Knopf geduldig über sich ergehen ohne zu murren Und weil er so unglaublich lieb ist,
hat seine Pflegestelle schon zugesagt, dass er bleiben kann. Da dort aber gleichzeitig noch sechs andere
alte bis steinalte Kerlchen ihren Altersruhesitz haben, ist klar, dass wir auch weiterhin für Tobis Behandlungskosten aufkommen. So eine Patenschaft ist übrigens auch ein schönes Geschenk...

07.09.2011
Gestern Abend bemerkten wir bei Waigel, dass der rechte Lymphknoten ganz dick angeschwollen war.
Heute Morgen war dann die ganze rechte Gesichtshälfte und der Hals stark angeschwollen und Waigel hatte erhöhte Temperatur. Die Tierärztin konnte keine direkte Ursache feststellen, die Zähne sind es
jedenfalls nicht, auch frisst er zum Glück mit Appetit. Heute Abend hatten die verabreichten Medikamente schon spürbar angeschlagen und alles ist schon erheblich abgeschwollen. Was ein Glück.
Die Fahrt zum Tierarzt und das ganze Procedere an sich fand der große Kerl nicht so klasse, aber lieb wie er ist, hat er alles tapfer über sich ergehen lassen.
Es gibt immer wieder Situationen wo ich denke, nein - es gibt keine Gerechtigkeit auf Erden. So wie heute
. Es gibt Hunde die haben kein schönes Zuhause, werden weder gut behandelt noch gut versorgt und werden dabei bedauerlicherweise oft auch noch steinalt. Und dann gibt es Hunde die es super getroffen
haben und dann ist ihnen viel zu wenig Zeit vergönnt. So wie unserem sanften Riesen Kailash, genannt
Kalle, der letzte Woche verstorben ist. Wir haben ihn alle geliebt als er hier bei uns war und er wird uns
mit seinem wunderbaren Wesen und seiner imposanten Größe unvergessen bleiben. Ich möchte mit euch die traurige mail die ich von seinen Menschen bekommen habe und die schönen Erinnerungen an die
gemeinsame Zeit teilen . Wir sind sehr. sehr traurig, leb wohl großer Bär.


Hallo Karin und Christian,
diese Mail habe ich nun bestimmt 5 mal angefangen und wieder gelöscht, weil mir einfach immer noch die richtigen Worte fehlen.
Ich muss euch heute eine traurige Mitteilung machen: Unser Kalle ist letzte Woche gestorben.
Wir haben 2 Tage um ihn gekämpft und ich kann trotzdem nicht genau sagen, was die eigentliche Ursache war.
Es begann mit einer plötzlichen massiven Aufgasung von Magen und Darm ohne echten Verschluss und ohne feststellbare Ursache.
Die Not-OP hat er zunächst gut überstanden, kam dann aber nicht richtig auf die Beine, er entwickelte eine Sepsis,
die Blutwerte verschlechterten sich rasant und beinahe stündlich. Trotz Blutspende - Mendi hatte sich noch tapfer zur
Verfügung gestellt - konnte er nicht stabilisiert werden. Es ging so rasend schnell und auch die Tierklinik, die wirklich alles für ihn getan hat, war fassungslos.
Wir sind sehr traurig und trotz der vielen Abschiede, die wir schon von unseren Hunden nehmen mussten, hat uns Kalle besonders mitgenommen, da er einfach viel zu jung war und so ein Goldstück.
Er hatte in den zwei Jahren bei uns super viel gelernt, sich zu einem zu allem freundlichen und inzwischen auch
mutigen selbstbewußten Hund entwickelt. Im letzten Jahr habe ich mit ihm einen Bodenarbeitsworkshop gemacht - er
wurde zum richtigen Bodenarbeits-Junkie, sobald er irgendetwas draußen entdeckt hat, dann hat er selber Bänke und
Baumstämme erklettert, schön langsam und vorsichtig, wie er es gelernt hat und war immer ganz stolz, wenn wir
ihm gesagt haben, was er für ein Held ist. In diesem Jahr haben wir einen Bodenarbeitsworkshop für Fortgeschrittene
gemacht und er war einfach klasse. Er wußte immer ganz genau, wenn wieder Mittwoch war und er endlich wieder
"arbeiten" durfte. Er hat sich die schwierigsten Geräte mit Herdenschutzhund-Manier - alles langsam und gründlich -
vorgenommen und wenn er dann keine Lust mehr hatte, dann hat er sich einfach neben die Aufgabe gesetzt und
gewartet, bis der Entspannungsteil drankam - entspannen war fast so toll, wie die eigentliche Bodenarbeit.
Kalle hat nie Ärger mit anderen Hunden bekommen, ganz im Gegenteil, halbstarke Raufbolde haben sich immer
gefreut, wenn sie ihn getroffen haben, mit ihm konnte man wunderbar spielen - und wenn Kalle dann keine Lust
mehr hatte oder ihm das Spiel zu wild wurde, dann kam er schnell zu uns gelaufen, in der Hoffnung, dass wir ihm die jungen Ungestümen vom Hals halten.
Bei uns war Kalle bei allen Menschen bekannt, da er so freundlich zu jedem Menschen draußen war. Lediglich in der
Dämmerung oder im Dunkeln bei jugendlichen oder lauten Menschen kam dann auch mal der wachsame Herdenschutzhund in ihm durch.
Besonders hat er die "stillen" Spaziergänge mit mir geliebt, wenn wir lange ohne Kommandos nur zu zweit spazieren
gegangen sind. Er hat dann immer besonders gut darauf geachtet, was ich von ihm möchte und war immer eifrig darauf bedacht, alles richtig zu machen.
Kalle hat so vieles gelernt und ich konnte von ihm lernen, dass auch ein Herdenschutzhund richtig viel Spaß an
artgerechten Aufgaben und Tricks haben kann. Ich musste mir immer viele Sachen einfallen lassen um ihn zu beschäftigen.
So haben wir z.B. das tolle Spiel gemeinsam entwickelt, unser Auto mit Leckerchen zu bestücken. Er sass dann
immer ganz entspannt daneben und wartete, bis ich alle Leckerchen rund um unser Auto versteckt hatte und dann
hat er mit Ausdauer jedes einzelne Leckerchen mit viel Geduld gesucht. Manchmal blieb er dann aber auch bei
Spaziergängen an fremden Autos stehen - er hatte halt selbständig ein tolles Gerät für unsere Leckerchen-Spiele gefunden......
Er liebte Nasenarbeit, im Sommer haben wir gerne die Kirmes besucht - natürlich nicht, wenn sie geöffnet war. Aber
morgens früh um 6 Uhr, wenn alle Fahr- und Ess-Buden geschlossen sind, hat es Kalle einen riesigen Spaß gemacht,
sämtliche Gerüche an den Fahrgeschäften aufzunehmen und dann die einzelnen Buden zu inspizieren, was es dort
wohl für Leckereien gegeben hatte. Wir konnten uns stundenlang dort aufhalten und er hatte immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Er hatte inzwischen sogar gelernt, gefundenes Freßbares nicht sofort panisch herunterzuschlucken, weil man es ihm
wegnehmen könnte. Er hat die Sachen zwar immer noch aufgenommen, kam dann aber damit schnell zu mir, damit
ich sie ihm gegen geeignete Leckerchen aus meiner Tasche "eintauschen" konnte und ich durfte dann den eigentlichen Fund nehmen und sinnvoll entsorgen.
Wir wollen uns bei euch nochmal von Herzen bedanken, dass ihr uns diesen tollen Hund vermittelt habt und uns auch
in den ersten schwierigen Wochen mit Rat unterstützt habt, sodass wir mit ihm eine tolle und lehrreiche gemeinsame Zeit verbringen durften.
Liebe und traurige Grüße
Claudia Schulz und Nico Fischer
06.09.2011
Heute habe ich mal wieder was richtig Nettes für euch. Ich hatte euch ja erzählt, dass die liebe Rika vor
vier Wochen zu ihrer neuen Familien umgezogen ist. Nach zwei Wochen des einlebens gings dann mit der
Hundeschule bei unserer Trainerin Christine Schnell los. Und wie sich das zur “Einschulung” gehört,
bekam Rika von der Tochter mit viel Liebe eine Schultüte gebastelt, die mit allerlei leckeren
“Motivationshilfen” gefüllt war. Das ist eine richtig tolle Idee, auch wenn Rika natürlich mehr am Inhalt
interessiert war. Da haben Hunde halt den Blick fürs Wesentliche.
05.09.2011
Als heute Vormittag das Futter geliefert wurde, war die Überraschung groß, denn zusätzlich zu dem
gewährten Naturalrabatt von 4 Säcken, hatten die Säcke statt normalerweise 20 Kg im Rahmen einer Aktion 22 Kg. Das bedeutet, dass wir 180 Kg Futter mehr bekommen haben, als bezahlt. Das ist
gigantisch und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Heute Nachmittag Habe ich das Futter - 1018 Kg! -.
dann zur Sammelstelle weitergefahren. In Spanien ist Hundefutter sehr teuer. Wenn man bedenkt, dass
Shiva für 400 Kg Billigfutter 500 € bezahlt hat und wir nun für 1018 Kg 580 € dann hat sich das wirklich gelohnt. Nächste Woche Dienstag geht die ganze Fuhre dann auf die Reise nach Spanien.
04.09.2011
Im Namen der Armen Pfoten möchte ich allen die bisher so großzügig und spontan geholfen haben ganz,
ganz herzlichen Dank sagen. Morgen kommt eine Tonne Futter hier bei uns an, das ich dann überbringe.
Es wird nächste Woche nach Bilbao gebracht und die Armen Pfoten werden sehen, ob sie in Gesprächen
die Verantwortlichen der Stadt dazu bringen können, ihrer Verpflichtung sich um die in der Perrera
befindlichen Hunde zu kümmern bzw. sie mit Futter zu versorgen, nachzukommen. Sollte dies nicht der
Fall sein, wollen wir hoffen, dass insgesamt genug Spenden zusammen kommen, damit die Versorgung der Hunde bis zum Jahresende sichergestellt werden kann.
Alles was an Geld nicht für den Futterkauf jetzt benötigt wird und das ist jede Menge, im Moment sind wir
bei 880 € werde ich direkt an Shiva, das ist die spanische Tierschützerin vor Ort, überweisen, damit sie
alles weitere was sie an Futter braucht in Spanien kaufen kann. So sind z.B. zahlreiche Welpen und Junghunde zu versorgen, die natürlich anderes Futter brauchen.
Das was hier gerade geschieht kommt in Tierschutzkreisen äußerst selten vor. An andere Spenden
abzugeben oder sie mit Geld zu unterstützen macht man normalerweise nur wenn es einem selbst nützt
bzw. an die direkten Partner im Ausland.. Davon halten wir nichts. Wenn wir geben und helfen können
tun wir das. Ich hoffe, dass wir mit unserem Hundeheim nie in eine so schreckliche Situation kommen und
deshalb ist für uns Solidarität das Gebot der Stunde. Keiner der Hunde in der Perrera soll zu seinem
Unglück dort gelandet zu sein auch noch hungern, das geht gar nicht. Ich denke, ihr sehts genauso und bin euch für eure Hilfe unendlich dankbar auch wenn sie nicht unmittelbar für uns ist!!!
02.09.2011
Habe noch etwas aktuelles und sehr dringendes. Vor ein paar Tagen haben wir über den befreundeten
Tierschutzverein die Armen Pfoten erfahren, dass die Hunde in der Tötungsstation in Bilbao kein Futter
mehr haben. Die Stadt sagt das Budget ist leer und fertig, sie kaufen kein Futter mehr. Wir haben schon
viele wunderbare Nasen von dort übernommen und so werden wir den dortigen Hunden in Not helfen. So
sind z.B unsere Vierbeiner Milena, Lore, Toto und Mimi von Bilbao. Die Vorstellung wir hätten kein Geld
mehr um unsere Hunde zu versorgen ist ein absoluter Alptraum für mich und so werde ich nächste Woche
700 Kg Futter übergeben. Unser lieber Helfer KD, dessen wunderbarer Dante von dort stammt wird uns
mit einer großzügigen Spende unterstützen Vielleicht finden sich ja noch ein paar nette Gönner die auch mithelfen möchten, die Not dort zu lindern. Auf der Seite www.arme-pfoten.eu könnt ihr euch näher informieren und auch direkt spenden. Wenn ihr eure Hilfe lieber über uns laufen lassen wollt ist das auch
ok. Dann schickt mir bitte eine kurze mail in welcher Form ihr helfen wollt - am sinnvollsten ist Geld für
das ich dann bei unserem Großhändler entsprechend mehr Futter als die geplanten 700 Kg bestellen kann.
Da das Futter am Montag geliefert wird, müsste ich wegen der Bestellung bis spätestens Morgen Abend wissen, wer wie helfen möchte, dann könnte ich entsprechend mehr Futter ordern, das ich dann am
Montag weiterfahre. Wäre schön, wenn wir noch mehr zusammen bekämen, bitte helft!
02.09.2011
Die meisten haben ihren Sommerurlaub hinter sich und so erreichen uns immer wieder schöne
Urlaubsbilder und Nachrichten unserer ehemaligen Nasen. So wie von Stella:
Liebe Karin, lieber Christian,
endlich findet mein Frauchen mal die Zeit, Euch zu schreiben. Ihr könnt Euch doch bestimmt noch an mich erinnern.
..Ich bin's...Stella, die getigerte Eurasier-Mix-Hündin. Als meine Hunde-Eltern mich zu sich geholt haben, war ich 18
Monate alt und noch ziemlich schüchtern und zurückhaltend, weil ich es leider in meiner Vergangenheit auch nicht
sehr gut hatte. Mittlerweile bin ich 5 Jahre und ein absoluter Temperamentsbolzen und sprühe nur so vor Lebensfreude. Meine Hunde-Eltern sind sogar mit mir von der Stadt auf das Land, genauer gesagt mitten in das
wunderschöne Ahrtal, gezogen (mein Herrchen sagt immer, hier kommt der beste Rotwein her...na ja...ich bleib dann
wohl doch lieber bei meinen Schweineohren). Hier kann ich mich so richtig nach Herzenslust austoben und habe auch viele Hundefreunde gefunden.


Leider habe ich vor einiger Zeit plötzlich ganz furchtbar angefangen zu humpeln. Meine Hunde-Eltern sind dann mit
mir zu ganz vielen Tierärzten gefahren, aber keiner konnte so genau sagen, was es ist. Sie waren schon völlig
verzweifelt...Mama hat immer gesagt, sie kann es nicht ertragen, mich so zu sehen, weil ich doch so gerne rumtobe
und spiele und das alles nicht mehr ging. Gott sei Dank bin ich dann in die Hände eines ganz tollen Tierarztes
geraten, der erkannt hat, was mir fehlt. Ich bin dann mit meinen Hunde-Eltern in eine Tierklinik überwiesen worden
und operiert worden. Ich muss in jungen Jahren mal einen Unfall oder ähnliches gehabt haben, wo ich eine Fraktur
am Vorderbein erlitten habe. Diese ist dann irgendwie komisch zusammengewachsen und tat auf einmal ganz doll
weh. Leider hatte sich mit der Zeit schon eine leichte Athrose gebildet, aber ich bekomme immer so kleine grüne
Kügelchen in mein Futter, die den Verlauf aufhalten bzw. verlangsamen sollen. Der Tierarzt meinte, ich kann damit
uralt werden. Das hört sich doch gut an;-))) Nach der Operation hat mein Frauchen dann ganz viel Gymnastik und so komische Sachen mit mir gemacht, damit alles wieder schön beweglich wird.
Und was soll ich sagen.....heute bin ich absolut beschwerdefrei und kann toben und rumtollen wie ich will. Die Zeit
des Bangens ist für mein Herrchen und Frauchen vorbei und erst letztens hat mein Tierarzt mich (oder doch eher
Herrchen und Frauchen?) ganz doll gelobt, wie top fit ich bin...kein Übergewicht, super Zähne und auch sonst alles
bestens. Einem glücklichen, gesunden und vor allem langen Hundeleben steht nun nichts mehr im Wege und ich werde mit meinen Hunde-Eltern wohl noch ganz viele Abenteuer erleben;-))

So...nun möchte mein Frauchen auch noch mal was loswerden:
Wie möchten uns bei Euch noch mal ganz herzlich für diesen tollen Hund bedanken. Sie hat unser Leben so
bereichert, dass man es in Worten wohl nicht ausdrücken kann. Es war eine schwere Zeit für uns, als es Stella gar
nicht gut ging...es zog sich fast anderthalb Jahre hin. Aber rückblickend kann ich nur sagen, wie sehr es sich lohnt,
alle Mühen und Strapazen für seinen Hund auf sich zu nehmen. Wenn ich sie heute wieder über die Wiesen toben
sehe, kommen mir fast die Tränen. Genau deswegen macht es mich oft auch so wütend und traurig, wenn ich in Eurem Tagebuch lese, wie sich die Menschen alter oder kranker Hunde einfach so entledigen. Wenn ich mich für ein Tier
entscheide, so heißt das auch, Verantwortung zu übernehmen, auch in schlechten Zeiten und meinen Partner Hund,
der mich sein Leben lang treu begleitet und alles für mich tut, bis an sein Lebensende würdevoll zu begleiten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen irgendwann einmal umdenken.
Liebe Karin, lieber Christian...nach all den schlechten Erfahrungen und Erlebnissen, mit denen Ihr leider beinahe
tagtäglich zu kämpfen habt, hoffen wir doch, Euch mit dem Bericht über Stella ein wenig aufmuntern zu können.
Durch Euer Engagement und Euer großes Herz für die Hundenasen hat Stella ein schönes Zuhause und wir einen
wundervollen Partner, der uns tagtäglich Freude und Glück beschert, gefunden. Wir haben Euch noch ein paar Fotos als Anhang mitgeschickt.....viel Spass beim Anschauen.
Ganz liebe Grüße aus Ahrweiler senden Euch Nina, Marcus und natürlich die Stella-Nase;-)
01.09.2011
Zuviel Büroarbeit macht mich kribbelig, bekomme so viel zu wenig von unseren ganzen Nasen mit. Das
ist mir zu öde und geht so nicht weiter. Der Abendspaziergang mit den Alterchen geht schon wieder, also
gehts Morgen wieder richtig los. OK, ein paar Tage werde ich es noch anderen überlassen müssen die ganz
schwere Arbeit zu machen und mit den jungen Wilden zu laufen, aber wir haben ja auch noch andere etwas ruhigere Vierbeiner und auch jede Menge leichtere Arbeiten.
Am Sonntag 04.09.2011 sind wir von 10.00 - 14.00 mit einem Stand auf dem Flohmarkt der im Rahmen
des Wörrstädter Marktes stattfindet. Wir haben jede Menge schöne Sachen, nicht nur für Hunde und
hoffen, dass sich für Vieles ein Liebhaber findet und wir damit die Tierheimkasse etwas aufbessern können. Schaut doch mal vorbei, wir würden uns freuen.
29.08.2011
Ein Orthopäde hat mich heute erlöst - ein Brustwirbel war ausgerenkt und hatte sich in einen anderen
verhakt. Nun kann ich zumindest wieder aufrecht gehen. Es ist zwar noch alles sehr schmerzhaft aber es
wird mit etwas Schonung schon werden. Claudi war so lieb die letzten zwei Abende beim füttern zu helfen
, das war prima. So werde ich die nächsten Schontage dazu nutzen liegen gebliebene Büroarbeiten zu erledigen - hat halt auch alles sein Gutes....
27.08.2011
So ein Unwetter ist ja nicht so schlimm, wenn man im Trockenen sitzt. Gestern Abend allerdings fiel es
leider voll in unsere Fütterzeit. Der ein oder anderen Nase, z.B. unserem Yoshi, hat das Donnern glatt den
Appetit verschlagen. Dafür ist der Hundeopa heute aber wieder bester Dinge. Sein Jungbrunnen heißt im
Moment Dora, denn die hat gerade ihre erste Hitze. Obwohl Opa Yoshi seit ewigen Jahren kastriert ist,
fühlt er sich sehr geschmeichelt von der Werbung der jungen Hundedame und lässt sein Herzblatt kaum aus den Augen.
Ausnahmsweise bin ich mal völlig außer Gefecht. Ich habe mir eine Rippenprellung zugezogen und kann
mich vor Schmerzen kaum bewegen. Das ist sehr ungewohnt für mich, wo ich sonst immer am schaffen bin und zähneknirschend muss ich einsehen, dass es einfach nicht geht. Zum Glück sind Christian und
einige Helfer fit. Vielleicht wäre jetzt die seltene Chance mal wieder ein Buch zu lesen, dazu bin ich seit Monaten nicht gekommen....
25.08.2011
Tja, und dann gibt es da noch solch unangenehme Zeitgenossen, die meinen, sie müssten uns beleidigen,
beschimpfen, Rufmord betreiben und uns bedrohen. Wie heißt es so treffend: “Freunde kommen und gehen, Feinde sammeln sich an.” (Thomas Jones)
Aber all diese Menschen sind völlig unwichtig im Vergleich zu dem Wohlergehen, dem Lachen und der Liebe unserer Hunde....
Und da kann es kein schöneres Bild geben, als das von unserem Smiley, der schwere Verletzungen erlitten hatte, weil ihn Jugendliche hinter ihrem Moped herschleiften. Er
konnte lange kaum laufen und hat viel durchgemacht, aber mit seiner unerschütterlichen Liebe zu den
Menschen hat er alles weggesteckt und nie sein Lachen verloren. Das werden wir wohl nicht schaffen, aber wir versuchen es immer wieder.....
23.08.2011
Der heutige Tag hatte es wieder in sich. Aber ich fange mal am Anfang an, nämlich bei letzter Woche. Wir
hatten einen Termin mit einer älteren Dame von 80 Jahren wegen einem Hund, ihr letzter sei verstorben
und sie würde wieder gerne einen bei sich aufnehmen. Sie kam mit dem eigenen Auto angefahren und
schien geistig und körperlich für ihr Alter in einem bemerkenswert gutem Zustand. Sie lebt alleine, hat
noch ein Pferd und eine Katze. Es war ihr und uns klar, dass nur ein älterer Hund in Frage kam und so
stellten wir unsere Nessie vor. Das Gespräch an dem auch ihr Begleiter teilnahm war sehr positiv, (für
einen Spaziergang war es zu heiß für beide), so dass Christian mit Nessie am Freitag in ihr neues Zuhause
fuhr. Nessie war völlig gelassen mit dem Pferd und auch mit der Katze, lernte auch noch den Nachbarshund kennen, der zeitweise bei der alten Dame in Betreuung ist. Alles schien bestens und so
blieb Nessie da.

Gestern dann ein Anruf auf dem Anrufbeantworter, dass Nessie wieder zurück müsse. Ich hatte ein
längeres Gespräch mit der alten Dame, in dem dann alles wieder abgeschwächt wurde, sie habe nur Streit
mit der Nachbarin gehabt, weil sich die beiden Hunde nicht gut vertragen hätten. Heute dann der erneute
Anruf Nessie müsse wieder weg, sie hätte das ganze Haus mit Durchfall vollgemacht. Christian ruft an und
die alte Dame erinnert sich nicht an das gestrige Gespräch mit mir. Auf die Frage was sie füttere (wir
hatten Nessie ihr gewohntes Futter mitgegeben) sagte sie sie hätte keines, es wäre etwas von der
Nachbarin. Es wurde nun klar, dass die Frau offensichtlich zeitweise keinerlei Erinnerung an Dinge und
Geschehnisse hat, also dement ist, was vorher nicht zu bemerken war, wie auch. Christian fährt hin, um Nessie abzuholen. Der Futtersack stand in der Waschküche, was sie vergessen hatte, Nessies
Medikamente waren im Haus verteilt und sie hatte sie nicht bekommen. Nessie hatte von Freitag Abend
bis Dienstag früh nichts gegessen. Wir sind froh, dass Nessie wieder bei uns ist und nichts weiter passiert
ist. Es ist schade, wir hatten uns gefreut, dass Nessie diese Chance bekam. Wir waren immer positiv
eingestellt, wenn ältere Menschen, die ihr Leben mit Hunden verbrachten, wieder einen Hund wollten.
Wenn die Person entsprechend rüstig war, wir einen passenden älteren Hund hatten und geklärt war, wer
den Hund übernimmt, sollte es dem älteren Menschen nicht mehr möglich sein, sich zu kümmern. Dieser
Fall nun mit Nessie ist vor allem menschlich tragisch, da die Betroffene es selbst gar nicht merkt, dass sie
alles vergisst. Sie hat aber ihr Umfeld, das hoffentlich zur rechten Zeit, die Notbremse zieht und ihr hilft.
Keine Vorwürfe an die nette alte Dame, die schon immer Hunde hatte, und wir wünschen ihr alle Hilfe die sie braucht.
Der anschließende Termin war ein echtes Negativ Highlight. Gestern sprach ich mit einer Frau. Man habe
noch eine fitte 11 jährige Hündin, der Rüde war gestorben und man interessierte sich für Lotte, alles hört
sich prima an. Da sie sehbehindert sei und der Mann frisch Unterschenkelamputiert, sei man im Moment
nicht in der Lage, vorbei zu kommen. Nun gut, Christian lädt Lotte ein und fährt hin. Beim Aussteigen
eröffnet im die Frau, ihr Mann wisse noch gar nichts. Mit ungutem Gefühl geht Christian ins Haus. Dort
liegt der Mann auf einer Couch, Lotte läuft freundlich auf ihn zu und der Mann brüllt mit sich überschlagender Stimme: Schon wieder ein Hund. Schaff den sofort hier raus, ich kann keine Hunde mehr
sehen. Lotte macht einen erschrockenen Satz zurück und sucht Schutz bei Christian, der sie sofort anleint
und mit ihr das Haus verlässt. Die eigene Hündin kannte das wohl, denn sie hatte das Haus erst gar nicht
betreten..... Und dann platzt Christian der Kragen, und wer ihn kennt wäre jetzt geschockt, denn so laut hättet ihr ihn noch nie gehört.
Würden wir für unsere Arbeit hier Geld bekommen, dann wäre es an so Tagen wie Heute Schmerzensgeld..
.. Ist halt alles reine Nervensache, vielleicht haben wir ja auch gar keine mehr, denn die Chance sie zu
regenerieren liegen zur Zeit bei fast Null. Und gebetsmühlenartig sagen wir uns, es kommen auch wieder bessere Zeiten - ehrlich? Wann?
21.08.2011
Für alle, die auf der Suche sind, womit sie uns eine Freude machen und uns unterstützen können, habe ich
eine neue Anregung, da wir mit den Vorräten an gespendeten Wasch-, Putz- und Spülmitteln noch eine
ganze Weile hinkommen werden. Was wir aber in größeren Mengen täglich brauchen sind die grünen 60L
Müllbeutel vom Aldi und 10 L Gießkannen, da inzwischen die meisten dem Spieltrieb der Hunde zum Opfer gefallen sind...
19.08.2011
Für unsere schüchternen und ängstlichen Nasen hat jetzt eine schlimme Zeit begonnen. In den
Weinbergen um uns rum wurden überall die Schußapparate zur Starenabwehr aufgestellt. Von Morgens um
7.00 bis Abends um 20.00 knallt es in unregelmäßigen Abständen unheimlich laut. Am meisten leidet der
arme Said, der sich kaum noch aus dem Hundehaus traut und auf den Spaziergängen nach kurzer Zeit am
liebsten nur wieder zurück flüchten will. Ganz unangenehm ist es, wenn so ein Ding losgeht, wenn man
gerade dran vorbei läuft. Wenn man Glück hat hört man es noch zischen bevor es knallt und kann dann
noch die Beine in die Hand nehmen, aber besonders für die Vierbeiner ist es sehr erschreckend. Die Einzigen die das nicht interessiert sind die Stare...
18.08.2011
Heute war Waschtag - Krümel roch etwas arg streng. Auch wenn sie mit Wasser nicht viel am Hut hat,
hat sie es lieb wie sie ist, ruhig über sich ergehen lassen. Am nächsten Freitag haben wir einen Termin
beim Hundefriseur, da das Fell teilweise so verfilzt ist, dass mit bürsten nichts mehr auszurichten ist.
Klein Mimi hingegen liebt es im strömenden Regen zu spielen und ihr Lieblingszustand ist nass, was aber
durchaus noch steigerungsfähig ist, nämlich nass und dreckig = schööön. Aber Mimi ist irgendwie
selbstreinigend und strahlt Stunden später, wenn sie getrocknet ist wieder in strahlendem Weiß. Dass sie so sparsam schaut, liegt an der Kamera, die sie gar nicht mag.
16.08.2011
So heute jetzt wie versprochen der Bericht aus Curlys neuem Leben:
Hallo Christian, Hallo Karin !
Ich dachte, ich melde mich mal, bevor ihr mich ganz vergesst !
Mir geht es fantastisch, kein Wunder, denn mit meiner neuen Familie habe ich das große Los gezogen.
Ich habe die 3 Mädels voll im Griff - oder wenigstens ein bisschen.und das Haus und der Hof sind auch sehr schön.
Sie versuchen ständig, mir neue Dinge beizubringen, das ist ja auch schön, aber eins werde ich aus Prinzip
nicht lernen: was ich in der Schnauze habe, gehört mir ! Basta !
Wir gehen viel spazieren, im Feld kenne ich mich schon gut aus und darf, weil ich so lieb bin, auch mal ein Stückchen frei laufen.
Mit einigen Hunden hier verstehe ich mich nicht so gut, andere sind ganz okay. Aber das Wichtigste ist,
daß ich mich mit den 3 Hunden, die es in der Verwandtschaft noch gibt, gut verstehe, auch wenn sie mein Spielzeug benutzen.

Mein Lieblingsspielzeug sind nach wie vor Plastikflaschen, die machen so schön Krach, wenn man drauf rum beißt.

Ich bin froh, daß ich hier meinen eigenen Fressnapf habe, ganz für mich alleine und der wird auch
immer mit leckeren Sachen gefüllt.....yummie !!
Extra Klasse ist das Wellness-Angebot: Massagen ohne Ende mit Bürsten, Kämmen. Einmal war ich sogar
duschen! Aber nicht zu toppen ist die Massage mit dem Staubsauger.....ja, richtig gehört: das lieeeeeeeebe ich! Grundsätzlich komme zuerst ich dran, dann der langweilige Teppich.

Und dann das Kuscheln und streicheln.....jeden Tag... von allen... mehrmals !!!!!!
Ich habe auch einen kuschelig weichen Schlafplatz, ganz in der Nähe von meinem Aussichtsfenster im ersten Stock,
zu dem ich immer laufe, wenn ich draußen auf der Straße etwas höre ( Pferde oder so) oder mein Frauchen weg
geht. Manchmal gehen die Mädels einkaufen, dann darf ich zu Hause bleiben und auf das Haus aufpassen.
Sie sagen, ich mache das gut und bin ganz lieb. Bin ich ja auch, nur wenn sie mich mal ärgern, dann räche ich mich
.....ich zerreiße Tempo Taschentücher oder klaue Papier aus dem Papierkorb oder verschleppe Strümpfe ( ich habe auch schon mal einen verschluckt....urrgs).
Letzte Woche durfte ich mit dem Auto fahren. Sie haben es mir im Kofferraum bequem gemacht...am Anfang habe
ich noch aus dem Fenster geschaut, aber dann habe ich mich ausgeruht und mich kutschieren lassen.
Außerdem passe ich auf, daß kein fremdes Tier in meinem Garten herum läuft: ich habe schon 2 kleine Mäuse gefangen.....selbst schuld, was schleichen die auch in meinen Büschen herum.

Sie sagen oft, ich bin ein Komiker.....versteh ich gar nicht. Ich verhalte mich doch ganz normal, aber manchmal finden sie das einfach zum Lachen. Ich bin froh, daß ich hier gelandet bin und bin mir sicher, daß ich und die 3
anderen Damen noch viel Spaß miteinander haben werden.
Ich hoffe, euch gehts auch gut. Das wars für heute, tschüss bis bald mal wieder.
Curly
12.08.2011
Milena hat sich wieder einigermaßen gefangen und wir konnten es so einrichten, dass sie wieder bei ihrer
alten Gruppe bei Juno, Olga und Suki einziehen konnte. Sie hat sich riesig gefreut, sie wieder zu sehen und hat Olga sofort angespielt. Es ist schön Milena wieder lachen zu sehen.
Einige mitfühlende Tagebuchleser haben ihr Bestes gegeben um uns aufzumuntern und uns das geschickt
was für uns das “Lebenselixir” ist, Bilder und gute Nachrichten von unseren ehemaligen Schützlingen Polly
und Mola. Und die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, denn sie werden euch bestimmt genauso viel Freude machen wie uns.
Auch Curly hat einen längeren Bericht mit vielen schönen Bildern von ihrem neuen Leben geschickt, den
gibts die nächsten Tage. Ebenso wie das Lebenszeichen von dem Brackenmädchen Wendy, die 2004 vermittelt wurde und die nun schon zu den grauen Schnauzen gehört.

Polly mit Kumpel Matheo

Mola hat es lieber gemütlich und trocken auf ihrem Lieblings-Aussichtsplatz. Das Fensterbrett wird noch
verbreitert, damit sie es bequemer hat. Ihre Menschen sind sehr glücklich mit Mola. Sie fährt super Bus und Bahn mit, ist der perfekte Bürohund und einfach nur lieb.
10.08.2011
Das mit dem Licht am Ende des Tunnels waren auf die letzten Tage bezogen, wohl eher die Lichter des entgegenkommenden Zuges...
Gestern wird uns dann nach 7 Wochen die zarte Milena zurück gebracht. Der Hund sei zu lebhaft. Ach,
das ist ja völlig ungewöhnlich für eine 1 jährige Pointermixhündin. Kann ja mal passieren würde man
denken, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Die sieht nämlich so aus, dass die Familie, vornehmlich
Frau und 14 jährige Tochter über 4 Wochen mindestens dreimal die Woche bei uns waren, um mit Milena
spazieren zu gehen. Sich jedes Mal stundenlang bei uns aufhielten, kaum zum gehen zu bewegen waren, immer in Gesellschaft von Milena und sie so wirklich in allen Facetten erlebten und zudem geduldig
jegliche Fragen beantwortet bekamen. Noch nie hatten wir einen derartigen Zeitaufwand mit einer Vermittlung, weit über 30 Stunden.
Dass Milena nicht gerne alleine ist, war von vorneherein bekannt. Dies wurde auch gar nicht als Problem
gesehen, da die Frau ja Zuhause wäre. Nun hat man aber plötzlich jede Menge Verpflichtungen in der Verwandschaft, zu denen man Milena nicht mitnehmen könne. Außerdem habe man gedacht, dass es ja
wohl ausreichend sein sollte, wenn man sich 2 Stunden am Tag um den Hund kümmert und er den Rest
der Zeit einfach da ist. Davon war hier in den endlosen Gesprächen nie die Rede, unter den Umständen
wäre nie ein Hund in diese Familie gegangen. Plötzlich hätte man lieber einen Hund wie der Nachbar
gehabt - der ist 12 Jahre alt, geht 2 kleine Gassirunden und verschläft den Rest des Tages. Wie praktisch -
ein alter Hund kam aber von Anfang an überhaupt nicht in Frage. Wir sollten doch Verständnis haben mit der Frau - nein, wirklich nicht,
Ist es ein Zufall, dass die große Liebe zu Milena genauso lange dauerte wie die Tochter Schulferien hatte?
Wer weiß, oder hat sie wie so viele Jugendliche schnell die Lust an den Pflichten verloren die damit auch
verbunden sind? Wie auch immer, das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist, dass Milena, die sehr
schüchtern zu uns kam, sich hier mit unserer Hilfe zu einem fröhlichen Hundemädchen entwickelte nun wieder in dem gleichen bedauernswerten Zustand ist, wie sie vor Monaten hier ankam. Ängstlich,
unterwürfig und total verunsichert. Es schert uns nicht, wenn sich die Menschen für das was sie selbst
verbockt haben nun vor lauter Selbstmitleid die Augen ausheulen, aber was sie mit ihrem Egoismus und
ihrer Rücksichtslosigkeit bei einem so sensiblen Hund wie Milena angerichtet haben, das macht uns mehr
als wütend. In ihrem Zustand ist sie im Moment nicht in der Lage in einer Hundegruppe zu leben, so
verunsichert ist sie. Sie muss jetzt erst mal zur Ruhe kommen. Komisch, dass sie sich bei uns schon nach
einem Tag an den Ablauf gewöhnt hat und durchaus stundenweise alleine zurecht kommt. Aber von ihrer
vorher so fröhlichen, freudigen Art ist noch nichts wieder zu sehen, das ist es was wirklich weh tut. Und wir fragen uns, wem man überhaupt noch vertrauen kann.

09.08.2011
Wenn bei Gewitter und Starkregen ein Fenster offen steht ist das Mist. Wenn bei diesem Wetter das
Dachfenster im Arbeitszimmer direkt über dem Schreibtisch offen steht, ist das gelinde gesagt großer Mist.
So passiert bei uns vor zwei Tagen. Heute ist die Tastatur soweit getrocknet, dass wir sie wieder benutzen können.
Ich hätte euch viel zu erzählen, denn wir haben viel Schei.... erlebt die letzten drei Tage. Soviel, dass
unsere Toleranzgrenze definitiv erreicht ist, das zumutbare Mass bei weitem überschritten wurde. Euch
heute davon zu berichten, würde dazu führen, dass meine Wortwahl mehr als deutlich ausfällt. Also werde
ich eine Nacht darüber schlafen bzw. wohl eher nicht, derartig ärgerlich sind wir. Nur eins kann ich mir
einfach nicht verkneifen: Wir können verheulte, vor Selbstmitleid triefende Gesichter, denen das schlechte
Gewissen aus jeder Pore strömt nicht mehr sehen!!! Auch ist unser Vorrat an Verständnis komplett aufgebraucht und auch nicht so einfach erneuerbar. Vielleicht wird ja alles besser, wenn wir erst
Tamagotchis, Stofftiere und Porzellanhunde im Sortiment haben, aber selbst deren Überlebenszeit wäre
bei so manchem Zeitgenossen wahrscheinlich sehr begrenzt und sie würden nach kurzer Zeit im Müll landen ......
05.08.2011
Und dann ist da immer wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Und so habe ich heute gleich drei gute Nachrichten für euch.
Chainy frisst mit gutem Appetit und schaut endlich wieder fröhlich und gut gelaunt in die Welt.
Es ist als ob meine Wünsche und Hoffnungen erhört wurden, denn unsere kleine Jagdnase Rika hat nach
11 Monaten bei uns endlich ihre Familie gefunden. Als sie kam waren ihr Menschen ziemlich egal und
schmusen schien sie nicht zu kennen. Aber mit der Zeit und unserer Hilfe änderte sich das und sie lernte,
dass Zuwendung was richtig schönes ist. In ihrem neuen Zuhause ist sie jetzt die Ruhe selbst, so
unwahrscheinlich wie das für die die sie kennen auch klingt. Ihre neuen Menschen sind überzeugt, dass
Rika nur auf sie gewartet hat und sie lieben sie so wie sie ist, auch wenn sie nie wird freilaufen können.
Tja und dann werden sich Yvonne und Roland einen neuen Patenhund suchen müssen, denn Maris hat
nach drei Jahren bei uns endlich ein schönes Zuhause gefunden. Dieses Glück treibt sicher nicht nur uns
Freudentränen in die Augen. Ihr neuen Menschen hatten vor vielen Jahren schon zwei Hunde von uns
adoptiert, den alten Grin und die Schäferhündin Ursel. Inzwischen sind beide verstorben und ihr Rüde
Kalle brauchte wieder Gesellschaft. Maris ist Ursel vom Wesen her recht ähnlich und so fiel die Wahl auf
sie. Maris war überglücklich nach der langen Zeit wieder in ein richtiges Zuhause umzuziehen und hat sich
dort sofort wohl gefühlt. Ihr langjähriger Gefährte Lou ist jetzt erstmal alleine, bis wir passende
Gesellschaft für ihn gefunden haben. Wir werden die Zeit nutzen verstärkt mit ihm alleine zu arbeiten, in der Hoffnung, dass auch er noch die Chance auf ein neues Zuhause bekommt.
03.08.2011
Tja der Fremdkörper ist zwar raus, aber irgendwie kommt Chainy nicht so recht auf die Pfoten. Er mag
einfach nichts fressen. Egal was ich ihm anbiete, er dreht angewidert den Kopf weg. So bekomme ich seine
Medikamente nicht in das Kerlchen. Einiges können wir spritzen aber eben nicht alles. Dreieinhalb Kilo
hat er schon abgenommen. Wenigstens trinkt er, so dass wir ihm Elektrolytlösung mit ins Wasser gemischt
haben, damit er wenigstens etwas nahrhaftes bekommt. Im Moment will er nur eines - schmusen. Er ist
ungeheuer anlehnungsbedürftig und wir sind so oft bei ihm wie es nur geht. Da der Spielzeugrest durch die
Speiseröhre raus geholt wurde, ist sicherlich alles noch sehr wund und schmerzhaft, dazu die Gastritis, ich möchte nicht in seinem Fell stecken im Moment.
Puhh, endlich, heute Abend hat er eine kleine Portion Spezialfutter gefressen. Wollen wir hoffen, dass das
der Durchbruch war. Drückt die Daumen.
01.08.2011
Dem armen Chainy gings am Wochenende schon wieder richtig schlecht. Wollte wieder nichts fressen und
hing total in den Seilen. So fuhr ich heute mit ihm in die Tierklinik nach Frankfurt, um eine Magen und
Darmspiegelung machen zu lassen. Als ich ihn heute Abend abholte bekam ich ein richtig großes Stück
eines Vollgummispielzeuges überreicht, dass man durch die Untersuchungen im Magen entdeckt hatte und
dass man zum Glück ohne Chainy aufzuschneiden entfernen konnte. Das Teil wanderte im Magen hin und her und verursachte dadurch eine schwere Gastritis. Kein Wunder, dass es ihm so schlecht ging. Der
behandelnde Arzt war richtig verliebt in den Bub, da er aber den ganzen Tag arbeitet kann er ihn leider
nicht adoptieren, was er am liebsten getan hätte. Wirklich schade, denn unsere liebenswerte Knutschkugel
hätte wirklich so langsam ein richtiges Zuhause verdient. Mit seiner Spielzeugleidenschaft müssen wir uns
jetzt was einfallen lassen. Morgen bekommt er erst mal einen schwarzen Extrem Kong, den wird er
hoffentlich nicht so schnell klein bekommen, hoffentlich, denn oft können wir uns solche Klinikaktionen nicht leisten. Aber Hauptsache es geht ihm wieder gut!!!

31.07.2011
Puhh, das war eine anstrengende Woche, vor allem emotional. Das anstrengenste an unserer Arbeit sind
nicht die Hunde, sondern der Faktor Mensch, der uns in letzter Zeit immer häufiger mit den unmöglichsten Situationen konfrontiert. Wären nicht im gleichen Moment unsere Hunde wieder die
Leidtragenden, müsste man sagen, lass sie doch, sind doch alles erwachsene Menschen. Und doch belasten auch uns viele dieser Situationen. Situationen wie diese:
Ein Hund kommt nach 5 Tagen trotz wochenlanger Besuche der neuen Familie aus der Vermittlung
zurück. Der Familienvater kämpft mit seelischen Problemen durch den Verlust des Arbeitsplatzes. Der
langersehnte Hund gibt ihm die Lebensfreude zurück, die er lange nicht mehr empfunden hat. Man sollte
meinen, dass die Partnerin froh ist über diese positive Entwicklung. Weit gefehlt, der plötzlich wieder gut
gelaunte Mann lässt sie ins schwarze Loch stürzen, da jetzt plötzlich das ganze Leben anders ist. Und
wenns noch so positiv ist, nix da, das geht nicht, der Hund, der das angerichtet hat, muss wieder weg und
endlich hat alles wieder seine Ordnung und außerdem wollte sie ja eigentlich eh keinen Hund. Der Mann hat wieder seine Depressionen, stärker als zuvor und das Leben geht wieder seinen gewohnten
(unglücklichen) Gang....
Wir stehen fassungslos vor solchem Umgang miteinander, vor soviel Rücksichtslosigkeit und Unehrlichkeit
und sind mehr als froh, dass der liebe Paddy das Ganze recht gut wegsteckt und hoffen, dass der Mann, der
Paddy sehr liebte, auch bald wieder auf die Füße kommt. Gerade mit Frauen haben wir schon die abstrusesten Reaktionen auf eine neue Mann-Hund Freundschaft erlebt. Bis hin zu Selbstmorddrohungen -
der Hund oder ich, einem Ausbruch totaler Eifersucht und Lebensängste als Reaktion auf die veränderte
Situation und das meist schon nach einer Woche. Man muss nicht alles verstehen, aber hilfreich wärs
schon zu wissen, warum so viele Menschen so weit weg sind von sich selbst und sich und ihrer Umwelt
das Leben so unnötig schwer machen. Und den meisten steht es leider nicht auf der Stirn geschrieben, sonst könnten wir diese unschönen Erlebnisse uns und unseren Hunden ersparen....
28.07.2011
Das dauernde Regenwetter der letzten Tage hat uns wieder ganz deutlich gezeigt, dass wir noch mehr
Überdachungen für unsere Nasen bauen müssen. Sollte also jemand von euch seinen alten Carport (
bevorzugt Doppelcarport) durch einen neuen ersetzen wollen oder jemanden kennen, der das vorhat, dann bitte, bitte denkt an uns. Wir bauen ihn auch selbst ab.
27.07.2011

Hallo, hier ist der kleine Monty!
Nach einem halben Jahr bei meiner neuen Familien wollte ich mal ein paar Fotos von mir senden.
Mir geht es sehr gut, ich kann im Garten schön toben und habe die Gärtnerei für mich entdeckt. Da ernte ich
zum Beispiel Äpfel oder Erdbeeren, oder ich verändere die Position von Blumen oder Dekoelementen.
Auch die Katze lieeeeebe ich… ich würde am liebsten den ganzen Tag mit ihr spielen… nur sie nicht mit mir, ich
bin ihr wohl zu wild. Aber wenn ich müde und nicht so hektisch bin verstehen wir uns toll.
Vor 3 Wochen war ich zum 1. Mal im Urlaub: es ging nach Bayern zum Wandern. Mein Herrchen und mein
Frauchen wussten erst nicht wie viel ich schon laufen kann, aber ich war super fit, und weder Berge noch Seen konnten mich abschrecken. Sogar abends im Restaurant war ich sehr brav.
Weiter unten habe ich euch ein paar Urlaubsfotos mitgeschickt.
Liebe Grüße an meine alten Freunde,
Monty
und Familie Janz


Und das ist unser Perlchen mit ihrem neuen Lebensgefährten Fox. Der kleine Kerl ist zwar eigentlich schon 11 Jahre alt, aber Perlchen ist die reinste Verjüngungskur für ihn und die beiden haben richtig viel
Spaß miteinander .


Polly