01.06.2012
Die letzten Tränen sind kaum getrocknet und schon wieder müssen wir schweren Herzens Abschied von der großen, faszinierenden, alten Dame Afra nehmen.
Sie hat sich leider von dem schweren Schlaganfall letzte Woche nicht mehr erholt und war ab der Brust komplett gelähmt. Im Moment scheint der Tod unser ständiger Begleiter zu sein und die Entscheidung ist
gerade bei so starken Persönlichkeiten mit einem eisernen Willen wie Afra unglaublich schwer. Claudi bei der Afra die letzten vier Jahre ein richtig gutes Leben hatte und in deren Arm sie nun 14 jährig
ihre letzte Reise antrat, möchte ihr und uns noch ein paar Gedanken mit auf den Weg geben:
Afra, die mit den Hirschen rennt,
Afra, geliebter Monsterhund,
Afra, meine Große musste ich heute über die Regenbogenbrücke schicken.
Danke für 4 Jahre, die nicht immer einfach waren…..
Im März 2008 bist du als Notfall bei uns eingezogen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir einigermaßen
entspannt miteinander Gassi gehen konnten. Andere Gassigeher sind uns meist großräumig ausgewichen, weil
du Töne von dir gegeben hast, die sich nicht wirklich freundlich angehört haben. Das Mitleid der anderen war
auf meiner Seite, wenn du laut und ungestüm erst los gerannt bist, um dann genauso laut zurückzukommen um mir in den Unterarm zu beißen…..
Du hast es aber geschafft, dich in die Herzen zumindest der Menschen zu schleichen, über andere Hunde bist
du meist einfach drüber gepoltert (die kleine Baffy kann ein Lied davon singen). Am Grillplatz gibt es sogar eine Pfütze, die nach dir benannt wurde: Afra-Pfütze.
So viele Geschichten…..
Wir haben ganz viele blöde Krankheiten gemeistert, viele Höhen und Tiefen gehabt. Und heute nun, musste ich
dich ziehen lassen und kann nur hoffen, in deinem Sinn gehandelt zu haben. Du wirst ganz viele Hundekumpels treffen, aber benimm dich, drüber poltern ist schlichtweg unhöflich.
Du wirst uns hier ganz arg fehlen…..
Deine traurige Claudi
31.05.2012
Waigel macht sich unglaublich gut im Zusammenleben im Haus. Das zeigt, dass auch ein Hund der noch
nie ein richtiges Zuhause hatte in der Lage ist, sich ohne große Probleme an ein enges Zusammenleben mit Menschen, einen neuen Tagesablauf und an unbekannte Annehmlichkeiten zu gewöhnen. Er liegt
völlig entspannt unter dem Küchentisch oder in den diversen Hundebetten, als wäre das schon immer sein Platz gewesen. Nur die ersten drei Tage hatte Waigel ein Halsband mit drei Meter Wäscheleine dran
an, damit wir ihn im Hof “einfangen” und nach drinnen führen konnten. Inzwischen kommt er wenn wir
ihn rufen freudestrahlend angerannt, holt uns am Tor ab wenn wir in den Hof kommen und begleitet uns ins Haus. Es macht soviel Freude diese schöne Entwicklung zu sehen und so einen lieben,
unkomplizierten und angenehmen, neuen Mitbewohner zu haben.
Hier sammelt er übrigens nur das auf was Tongas Rabaukentruppe zerlegt hat.
Gestern wurde Christian mit dem Aufbau der großen Überdachung bei Ivy fertig. Nun haben alle
Ausläufe einen großen Regen- und Sonnenschutz. Das war viel Arbeit, hat sich aber gelohnt, denn es bedeutet für die Hunde eine große Verbesserung.
29.05.2012
Das Leben geht weiter, auch wenn ich viele Dinge wie mechanisch erledige. Die vielen Hundenasen
fordern meine Aufmerksamkeit und Zuneigung und das ist auch gut so und lenkt ab, auch wenn die Tagesabläufe ganz automatisch immer wieder viele Erinnerungen lebendig werden lassen und sich so in
ganz banalen Momenten ein schwarzes Loch auftut, weil Pete einfach nicht mehr da ist und das tut was er immer getan hat....
Die Planung und Vorbereitungen für das Sommerfest sind in vollem Gange. Vielleicht hat der ein oder
andere von euch die Möglichkeit einen schönen Tombolagewinn beizusteuern. Wir haben schon einige sehr attraktive Preise zusammen. Hat jemand Kontakt von euch zu einem Bäcker der uns eine größere
Anzahl Brötchen (300 Stück) gegen Spendenbescheinigung liefern würde?
Morgen sind Claudi und Sylvi mit einem Flohmarktstand für uns in Mainz Hechtsheim unterwegs. Das
Angebot das sie mithaben ist groß und wird hoffentlich viele Abnehmer finden.
27.05.2012
An Tagen wie diesen steht die Welt für einen Moment still. Mein Herzenshund Pete hat heute Nacht um
kurz vor 02.00 die Seite des Weges gewechselt und ist über die Regenbogenbrücke gegangen.
Es war nicht unerwartet, ich wusste , dass es bevorsteht und hatte Zeit mich auf diesen Moment
vorzubereiten. Das Schlimme war nicht dass mein Pietie gestorben ist, sondern wie. Es war kein sanftes gehen, der letzte Weg war steinig und schwer. Am späten Abend bekam Pete fürchterliche Krampfanfälle
und es war ein Segen, als er nach einer Weile ins Koma fiel und sein Herz nach einer gefühlten Ewigkeit aufhörte zu schlagen.
Am 23.12.2002 kam Pete 7 Monate jung, zu uns, fast verhungert und schwer traumatisiert. Er kam nie
mit der Welt da draußen zurecht, war glücklich mit seinem ruhigen, behüteten Leben bei uns. Pietie hatte Narrenfreiheit bei mir und bei den anderen Hunden im Haus. Er war der Einzige, dem ich nie böse sein
konnte, dem ich alles verzieh. Christian nannte ihn oft “white Ninja” wenn er ihn im Garten suchte und
nicht fand. Ein Rufen von mir und schon war er da. Wie auch der liebe Humano, war Pietie immer an meiner Seite, uns verband eine tiefe Liebe und ein starkes Band. Umgeben von all den Nasen die mit uns
im Haus leben, fühle ich mich dennoch im Moment einsam ohne ihn, fühle seinen warmen Körper immer noch in meine Kniekehlen gekuschelt liegen, aber ich bin froh, dass mein Hundebub jetzt erlöst ist. In
einem knappen Jahr haben wir mit Nelly, Humano, Zappo und Pietie vier Familienmitglieder verloren. Es ist so schwer und jedes Mal geht ein Teil von mir mit.....

Bis zum Wiedersehen mein Sonnenanbeter, ich weiß du wartest auf mich.....
26.05.2012
Afra kann zwar nach wie vor nicht aufstehen, aber sie frisst mit Appetit, trinkt und nimmt an dem was
um sie herum geschieht Anteil. Das Augenzucken wird langsam besser und wie Pete, schläft sie viel, was aber nach einem schweren Schlaganfall normal ist.
Manche unserer Vierbeiner tun sich schwer mit den dauernden Veränderungen in den Gruppen, wenn
bekannte Hunde gehen und neue dazu kommen, auf Dauer zurecht zu kommen. So z.B. unser Coby, ihm ist das alles zuviel und er begann sich mehr und mehr zurück zu ziehen. Er ist jetzt bei Steffi auf
Pflegestelle und fühlt sich nun sehr wohl. Er bleibt problemlos Halbtags alleine, benimmt sich vorbildlich und genießt die Nähe und die vielen Streicheleinheiten. Und auch unser Waigel ist umgezogen - zu uns
ins Haus. Auch ihm war es zu stressig in der Gruppe mit den “jungen Wilden” und da Zappo ja nicht mehr da ist, wollten wir ihm gerne die Chance geben, sich an ein Leben im Haus zu gewöhnen und so
weitere Fortschritte in seiner Entwicklung machen zu können und somit bessere Vermittlungschancen zu haben. Waigel der noch nie im Haus gelebt hat, tut so als wäre er nie woanders gewesen und hat sich
nahtlos integriert. Auch ihm tut die Ruhe gut und Micky und Rosi haben ihn freundlich willkommen geheißen.
24.05.2012
Das schwüle, heiße Wetter setzt unseren alten und kranken Hunden sehr zu. Pete baut zusehends ab und
wird erst spät Abends bei kühleren Temperaturen etwas munterer.
Das 14 jährige, kranke Aframädchen, die bei Claudi in Dauerpflege ist hat heute einen schweren
Schlaganfall gehabt. Ich habe sie am Nachmittag mit den notwendigen Medikamenten versorgt und nun hoffen wir, dass sie sich nochmal wieder berappelt. Auch ihr macht die Hitze schwer zu schaffen. Im
Gegensatz zu Pete, ist Afra groß und wiegt gut 45 Kg, das ist macht es ungleich schwieriger sie zu handeln, da sie im Moment nicht aufstehen kann und die Beine ihren Dienst versagen. Aber Afra ist eine
Kämpfernatur und Claudi auch...
23.05.2012
Eigentlich ist es viel zu heiß um sich aufzuregen, aber die letzten drei Wochen gab es reichlich Anlass
dazu, auch wenn ich euch im Tagebuch lange mit unserem oft sehr frustrierenden Alltag verschont habe.
Nein es ist leider nichts Neues, dass es Menschen immer wieder gelingt in wenigen Monaten ein
absolutes rundum-Sorglos-Paket von Hund durch konsequentes Nichtzulassen von Hundekontakten an der Leine unfreundlich werden zu lassen. Dass Menschen bei uns keinen Hund bekommen und wir ihnen
bei der gegebenen Konstellation dringend davon abraten sich einen Hund zu holen, sie es natürlich dennoch tun. Der dann angeschaffte Welpe soll dann allerdings nach nur 1 Woche wieder weg, weil man
es nicht erträgt wieviel Sand und Dreck er mit seinen (winzigen) Pfoten in die klinisch, sterile Wohnung trägt..... Den Welpen sollten dann allerdings wieder wir aufnehmen, denn die wo er her war, wollten ihn
nicht wieder haben.
Reihenweise normal intelligente Menschen die im Umgang mit ihrem Hund jegliche Sensibilität vermissen
lassen, selbst ganz schnell überfordert sind, aber der Hund solls wie immer richten und die völlig unnötigen Fehler der Menschen ausbügeln. Unnötig weil die Fehler auch ohne Hundeverstand unter
Einschaltung des einfachen gesunden Menschenverstandes zu vermeiden gewesen wären. Das scheint aber immer mehr außer Mode zu kommen - die Bedienungsanleitung an die man sich sklavisch hält liegt
im Trend. Und wenns nicht klappt, na dann ist doch eh der Hund schuld, der leider so anpassungsfähig ist, dass er sich auch noch nach dem ganzen Blödsinn richtet, den seine Menschen von ihm verlangen.
Die zahlreichen Anrufe von Leuten die sich aus dem Internet einen Hund bestellten, dann nicht mit ihm
zurecht kamen und von dem Verein der den Hund nach erfolgter Zahlung nach Deutschland holte, im Regen stehen gelassen wurden und lediglich den Tip bekamen, ihn doch in einem Tierheim abzugeben. Ja
so gehts natürlich auch - Schutzgebühr einsacken ja gerne - Verantwortung und Hilfestellung nein Danke.
Ich hätte noch vieles zu erzählen, aber besser wirds davon ja auch nicht, deswegen mache ich es jetzt so
wie der kleine Muck und suche mir eine schöne Abkühlung....
21.05.2012
Endlich steht unser schönes, neues Schild. Die Druckerei Bayer in Wonsheim hat es uns netterweise
hergestellt und gesponsort. Wir hoffen, dass das Schild hilft, Leute davon abzuhalten, quer übers Gelände zu rennen, um einen Eingang zu suchen...

20.05.2012
Ausgerechnet direkt zur Fütterzeit fiel uns heute Morgen der Himmel auf den Kopf in Form eines
heftigen Gewitters. Das Füttern dauerte dann ziemlich lange, da einige sehr verängstigt waren und erstmal ausgiebig getröstet und beschmust werden wollten. Vor allem Marlon, Felix, Lilly und Troll taten
sich schwer mit dem lauten Donner klar zu kommen. Coby hatte schon gestern Abend ein noch weit entferntes Gewitter gespürt und lag zitternd in der Strohkaute und wollte erst gar nicht fressen. Die
Sonne und ein schöner Spaziergang hat dann alle wieder versöhnt.
Gute Nachrichten kommen von unserer Lore:
Liebe Karin, lieber Christian,
jetzt habe wir unsere Lore schön über ein halbes Jahr und werden am 24. Mai ihren Geburtstag feiern.
Ich schicke euch einige Bilder. Ihre Freundin ist Biene, die hier auch im Haus lebt. Die beiden haben viel
Freude miteinander. Natürlich müssen wir noch etwas arbeiten, da Lore an der Leine zieht, wenn sie etwas
Aufregendes sieht (z.B. ein Vögelchen oder einen anderen Hund). Davon trage ich eine bleibende Erinnerung (Sehne gerissen).
Nichtsdestotrotz möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei euch bedanken. Mit Lore habe ich viel Spaß
und ich bin froh, dass ich mich 100% auf eure Empfehlung verlassen habe. Sie ist tatsächlich ein frohes, intelligentes, pfiffiges, temperamentvolles Mädchen,
liebe Grüße
Dagmar
18.05.2012
Letztes Jahr haben wir es ja leider wegen zuviel Arbeit einfach nicht hinbekommen unser 10 jähriges und die Einweihung der Trainingswiese zu feiern. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wir dann eben dieses
Jahr unser 11 jähriges feiern und zwar auf der Trainingswiese bei hoffentlich schönem Wetter am Sonntag dem 24.06.2012. Es wird leckere Sachen für die Zwei- und Vierbeiner geben und Christine wird mit
einem Stand der Hundeschule Wörrstadt vertreten sein. Auch werdet ihr eine große Auswahl an sinnvollem Zubehör wie Brustgeschirre, Leinen, Spielzeug und empfehlenswerte Hundebücher finden.
Weitere Programmpunkte sind noch in der Vorbereitung - lasst euch überraschen. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns besucht und mit uns feiern würdet.
17.05.2012
So mancher unserer Schützlinge kommt auf den Bildern nicht so gut rüber oder ist einfach eher
unscheinbar, deswegen aber nicht minder liebenswert und hat es genauso verdient ein schönes Zuhause zu finden. Um gerade diesen Hunden und insbesondere auch unseren vielen Langzeitkandidaten bessere
Chancen zu eröffnen werden in Kürze auf den einzelnen Seiten der Hunde Videos von ihnen zu finden sein. Unsere Helferin Steffi macht seit zwei Wochen von all unseren Nasen kleine Filme und alle haben
viel Spaß dabei. Bewegte Bilder sind einfach in der Lage viel mehr von einem Hund zu zeigen, als nur ein Foto und wir hoffen, dass es dem ein oder anderen zu seinem Glück verhilft.
16.05.2012
Eben waren ein paar Freudentränen fällig: Venus wurde gefunden!!! Nachdem sie in einem Wäldchen ca.
1,5 Km weg von der Stelle wo sie entlaufen war, gesichtet wurde, machte sich ihr Frauchen sofort mit Ollie auf den Weg dorthin. Ollie war es dann auch der sie fand. Venus hat noch ihr Brustgeschirr an und
die Leine hängt auch noch dran. Nun sind die drei überglücklich sich gefunden zu haben, auf dem Weg nach Hause - endlich. Wir alle sind so froh, dass es gut ausgegangen ist, denn es gehen einem in so einer
Situation schon schlimme Gedanken durch den Kopf ......
15.05.2012
Bis jetzt 10.00 Uhr leider immer noch keine Spur von Venus. Das Gebiet ist wellenförmig von vielen
stark bewaldeten und zugewucherten Senken durchschnitten. 1000 Möglichkeiten sich zu verstecken und nicht einsehbar. Steffi ist schon ganz früh los, um suchen zu helfen. Ich halte euch auf dem Laufenden.
22.00 Uhr - leider hat sich nichts Neues ergeben. Wir und etliche unserer Helfer haben zu Fuß, mit dem
Auto und mit Hund leider ergebnislos nach Venus gesucht. Das schlimme ist, dass es auch keinerlei Sichtung von ihr gab. Auch ihr Frauchen war mit Ollie den ganzen Tag unterwegs. Wir haben jetzt den
Einsatz eines Dogtrailers empfohlen, denn nur einem ausgebildeten Spürhund wird es in dem unübersichtlichen Gelände gelingen, eine Spur von Venus zu finden und damit hoffentlich heraus zu
finden, in welche Richtung sie überhaupt geflüchtet ist, um die Suche wenigstens etwas konzentrierter angehen zu können. Drückt der Maus und uns ganz fest die Daumen, dass wir sie finden.
14.05.2012
Heute Abend um 20.00, wir hatten gerade angefangen zu füttern, erreichte uns die schlimme Nachricht,
dass Venus entlaufen ist. Als sie mit ihren Menschen am Sportplatz in Gabsheim vorbei ging, ertönte plötzlich lautes Freudengeschrei über ein gefallenes Tor. Venus hat sich total erschrocken und ist in ihrer
Angst einfach los gerannt, wodurch ihrem Frauchen die Flexi aus der Hand gerissen wurde. Christian hat sich sofort auf den Weg gemacht um Venus suchen zu helfen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnte
die arme Maus bisher in dem unübersichtlichen Gelände nicht gefunden oder auch nur gesichtet werden. Sollte jemand von euch vielleicht auch in der Ecke wohnen und sie sehen oder einen Hinweis haben, wo
sie sich aufhält, ruft uns bitte umgehend an!!! Wir sind in großer Sorge, da Venus sich dort noch nicht gut auskennt und in ihrer Panik vielleicht auch nicht wieder von alleine nach Hause findet.
13.05.2012
Die Gründe die zur Abgabe eines Hundes führen können vielfältig und oft auch unverständlich sein, aber
manchmal sind auch menschliche Tragödien der Grund. So bei der gestrigen Abgabe von dem 8 jährigen Berner Sennenrüden Benni und seinem Kumpel, dem 9 jährigen Neufundländerrüden Bär. Nach dem Tod
des Mannes hörte die Chow Chowmixhündin mit dem fressen auf und starb zwei Wochen später. Der Vater der Frau starb ebenfalls und sie musste aus dem Haus ausziehen, da sie es alleine nicht mehr tragen
konnte. Da sie wieder voll arbeiten gehen muss, waren die Bären 12 Stunden allein Zuhause und so hat sich die Frau jetzt auch noch schweren Herzens von ihren Hunden trennen müssen. Bei manchen
Menschen kommts wirklich dicke... Zum Glück sind die zwei großen Jungs sehr gelassene und ruhige Naturen, so dass wenigstens sie es gut zu verkraften scheinen.

12.05.2012
Zappos Todestag war ausgerechnet der Geburtstag von Sylvi, eine der sieben Menschen die Zappo liebte
und vertraute. Auch Sylvi möchte ihm ein paar Gedanken mit auf den letzten Weg geben:
Lieber Zappo,
ich bin sehr sehr traurig, dass Du nicht mehr da bist! Viel zu früh bist Du gegangen, aber Deine Krankheit hat Dir leider in den letzten Wochen so schwer zu schaffen gemacht.
Trotzdem bin ich auch froh darüber, dass wir uns immer prima verstanden haben und ich mit Hilfe von Karin und Christian lernte, wie ich mir Dir am besten umgehen kann, damit Du auch mir vertrauen konntest. In
liebevoller Erinnerung bleibst Du mir nicht nur, weil Du ein ganz besonderer Kumpel warst, sondern weil es auch viele kleine nette Erlebnisse mir Dir gab,
z.B. als ich das erste Mal mit Dir spazieren ging; Christian hat mir noch viele Tipps mit auf den Weg gegeben -
und es hat prima funktioniert; oder unsere kleinen liebevoll aufgebauten Rituale, wenn ich mit Dir unterwegs
war: auf halber Strecke haben wir immer eine Pause eingelegt, Du hast gerne gekuschelt und Leckerchen gesucht, die ich Dir in die Umgebung geworfen hatte oder beim zurückgehen, wenn wir als erste wieder in die
Küche gingen: ich habe Dich abgeleint, dann hast Du kurz getrunken, Dir das Geschirr ausziehen lassen und dann ganz lieb auf Deine Belohnung gewartet, die Du immer ganz sanft von meiner Hand genommen hast.
Oder als wir vor ein paar Jahren mal viel zu spät ins Tierheim zurückkamen: wir mussten auf unserem Rückweg
so vielen Fußgängern auf den Wegen ausweichen, dass wir völlig andere Wege und teils sogar über die Äcker
stapfen mussten; dabei habe ich mich so konzentrieren müssen, dass ich völlig vergaß, Bescheid zu geben.
Karin rief dann an, ob etwas passiert sei... Du aber hast es sichtlich genossen, einen verlängerten Spaziergang querfeldein zu machen, dass das für Dich gar kein Stress war.
Leb' wohl, kleiner Zappel, Dein "Putzen" werde ich vermissen - grüß die
anderen von mir - jetzt bist Du wieder mit Nelly zusammen.
Traurige Grüße.
Sylvi
11.05.2012
Heute mussten wir unseren Zappo auf seine letzte Reise schicken, seine Atemnot war so groß geworden,
dass es Zeit war ihn zu erlösen. Er wurde leider nur neuneinhalb Jahre alt.
Zappos Leben fing nicht sehr vielversprechend an. Geboren auf einem Bauernhof, schlug der Besitzer im
Suff drei seiner Geschwister tot, was seine Mutter und die anderen drei Welpen mit ansehen mussten. Familienangehörigen gelang es in letzter Sekunde die Mutterhündin, Zappo und seine beiden Geschwister
bei uns kurz vor Weihnachten 2002 in Sicherheit zu bringen.

Zappo wurde später an eine Familie mit einer jungen Doggenhündin und zwei Kindern vermittelt. Alles
schien gut zu laufen, bis sie eines Abends nach 15 Monaten auf unserer Mitgliederversammlung auftauchten und uns Zappo in die Hand drückten. Der Hund sei bösartig, hätte gebissen usw. Was war
passiert? Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Zappo, ein hypersensibler Hund, durch übermäßigen Stress ausgetickt war. Er hatte den ganzen Tag Programm, konnte nie zur Ruhe kommen und knallte
dann irgendwann durch, ging Männer und Kinder an. Es war klar, Zappo bleibt bei uns. Seine Welt war ab diesem Zeitpunkt sehr klein und überschaubar, denn es gab nur noch sieben Menschen auf er Welt,
die er mochte und denen er vertraute. Sein Bruder, der unter völlig anderen Umständen groß wurde, entwickelte sich ähnlich wie Zappo. Auch er vertraut lediglich den Menschen aus seinem direkten
Umfeld und lässt sich sonst von niemandem anfassen.
Das Zusammenleben mit Zappelchen war nicht immer einfach, aber wir liebten ihn wie er war und
wussten mit ihm umzugehen. Er ertrug keinerlei Stress, kein lautes Wort und seine Art Stress abzubauen war die Vorderpfoten auf Christians Knie zu stellen und ihm das Gesicht zu putzen, nur das konnte ihn
beruhigen. Leb wohl Zappelchen du wirst uns fehlen, aber du hast jetzt deinen Frieden gefunden und bist jetzt in einer besseren Welt.
08.05.2012
Da bin ich wieder - unserem Computer waren alle Lichter ausgegangen. Wir befürchteten schon, dass
alles weg ist, aber Thomas hat heute zum Glück wieder alles ans laufen gebracht. Es ist schon verrückt, wie abhängig man von diesen Maschinen ist...
Natürlich waren wir hier nicht untätig. Tschara macht sich gut und meistert immer besser die
gemeinsamen Spaziergänge. Betty ist sehr glücklich, dass sie in die Junghundgruppe umziehen konnte. Jetzt hat sie endlich rund um die Uhr die ersehnten Spielkameraden. Christian hat begonnen die große
Überdachung im Auslauf von Ivy und ihren Jungs zu montieren und auch KDs Trockenmauer wächst. Die Trockenphasen werden zum mähen genutzt, einem Arbeits-Dauerbrenner im Frühjahr. Einige
Termine mit Interessenten waren auch dazwischen. So haben z.B. Venus und Ollie das Glück Morgen gemeinsam das neue Zuhause zu beziehen.
Alles soweit im grünen Bereich, nur die Tierarztrechnung von letzter Woche über knapp 4000 € hat mir
weiche Knie verursacht. Finanziell kommen wir dieses Jahr einfach nicht auf die Füsse, das macht mir ganz schön Kopfschmerzen....
04.05.2012
Wenn schon mit Vermittlungen wieder tote Hose ist im Moment, so habe ich doch wenigstens ein paar gute Nachrichten von Kelly aus ihrem neuen Zuhause:
Hallo liebes Team,
Ginger (ehemals Kelly) ist nun schon seit 5 Wochen bei uns, sie macht uns sehr viiiiiel Freude, sie ist ein
aufgewecktes, verschmustes, verspieltes und gehorsames Mädchen. Wir können uns bereits jetzt schon kein Leben mehr ohne sie vorstellen….wir hoffen, sie bleibt uns lange erhalten.
Wir durchforsten die Rheinauen, Wiesen, Bauern- u. Pferdehöfe, sie ist jedem Tier freundlich gesinnt
(obwohl sie `Geflügel´ wohl eher gerne jagen würde – bis jetzt akzeptiert sie sehr gut, dass wir uns die
Tiere nur ansehen), auch unseren Meerschweinchen gegenüber ist sie freundlich und zurückhaltend, sie klaut ab und zu etwas Heu aus der Raufe (was die haben will ich auch) und kaut genüsslich darauf herum
. Auch die Meerschweinchen haben keinen Stress, im Gegenteil, sie beschnüffeln sich gegenseitig durch die Gitter (total süß).
Ob sie eine gute Bootsfrau wird, konnten wir leider noch nicht testen, aber ich werde euch auf dem
Laufenden halten. Anbei ein paar Bilder.
Bis bald und liebe Grüße aus Speyer senden
Familie Löffler
01.05.2012
Zwar haben wir 365 Tage der Arbeit, aber an so einem Tag wie heute sollte es außer dem Gewohnten
noch etwas Besonderes sein: Unsere Hunde bekamen einen Pool. Damit wir das Loch nicht per Hand ausheben mussten, hatte Simone einen Bekannten gebeten, diese Arbeit mit seinem kleinen Bagger zu
erledigen. Das war eine riesen Erleichterung und ging ganz fix.
Anschließend waren zahllose Giesskannen mit Wasser nötig, um den Pool zu füllen.
Eingeweiht wurde unser Hundepool, na klar von einem Labrador, nämlich unserer Duna.

Um den Nachmittag nicht mit einer Verschnaufpause zu “vergeuden”, schaufelten Christian und ich den
großen Hänger leer, der voll mit der ausgehobenen Erde war, setzen einen Hund in eine andere Gruppe
um und hatten dann noch richtig Freude, Darius und Ayla einzufangen, die einen ungeplanten Ausflug über das Gelände unternommen hatten.... Ayla nahm anschließend ein abkühlendes Bad im Pool. Nach
dem Füttern wurde noch die große Wiese fertig gemäht. So Feiertage sind einfach immer wieder toll....
30.04.2012
Es geht voran - Sylvi nutzte ihren freien Tag netterweise um die Hundehäuser von Ron und Duna auf
Vordermann zu bringen und KD ist dabei eine wunderschöne Trockensteinmauer zu bauen.
29.04.2012
Das war wirklich ein sehr arbeitsintensives Wochenende. Zahlreiche fleißige Helfer waren im Hundeheim
zugange, brachten die Hundehäuser von George, Tonga, Artus und Becky auf Hochglanz, räumten weiter das Gelände auf, holten Sachspenden in Form eines Carports, Baustahlmatten und vielem anderem mehr
ab und Biggs, Rhomo und Irmi zogen zu ihren neuen Familien. Nur nicht nachlassen, kurz Luft holen denn Morgen gehts gleich weiter...
28.04.2012
Es ist immer wieder schön zu sehen, was sich liebe Menschen einfallen lassen, um uns zu unterstützen.
Dieses Mal hatte unser Mitglied Sigi Prokasky eine gute Idee. Sigi und ihre Trainerinnen spendeten uns den gesamten Erlös einer Hundewanderung, die sie mit ihrer Hundeschule im April im Hunsrück
machten. Stolze 130 € kamen so zusammen. Ganz herzlichen Dank an euch für eure Hilfe, die wir mehr als gut gebrauchen können!
26.04.2012
Danke für die vielen Pflegestellenangebote, aber Omi ist leider nicht mehr bei uns. Die Besitzer haben
sich gemeldet und wir mussten sie leider nach unerfreulichen Diskussionen herausgeben. Das Ordnungsamt war beteiligt und hat Anzeige beim Amtsveterinär erstattet. Ob Omi, die in 15 Jahren nur
einmal geimpft wurde, nun wie vereinbart wirklich einem Tierarzt vorgestellt wird, wird vom Amtsveterinär kontrolliert. Wollen wir es hoffen....
25.04.2012
Die Aufräumarbeiten auf unserem Gelände machen gute Fortschritte. Christian und Dieter schuften
schwer und unser alter Kramer Traktor leistet dabei wieder wertvolle Dienste.

Heute Morgen kam ein winziger Neuzugang, ein steinaltes Yorkimädchen dass an der B 420 Richtung
Vendersheim entlang dappelte. Der Finder brachte sie sofort zu unserer Tierärztin wo wir sie dann abholten. Omi wie die Kleine jetzt heißt, wiegt nur knapp 1,5 Kg, hat nur noch einen Zahn im Mäulchen
, ist total verfilzt und ungepflegt, mit super lange Krallen und ohne jede Muskulatur. Das Fell ist schütter
und teilweise hat sie ganz kahle Stellen auf dem Rücken. Wo Omi gefunden wurde ist weit und breit kein Haus und in dem Zustand in dem die Kleine ist, können wir wohl davon ausgehen, dass man sie
ausgesetzt hat. Bis jetzt mag sie noch nichts fressen und schläft die ganze Zeit. Morgen werden wir Blut
nehmen lassen, um zu sehen wie ihre Werte sind. Das kleine Herz schlägt kräftig meinte unsere Tierärztin
. Was sind das nur für widerliche Menschen, die so etwas fertig bringen ....? Wenn Omi untersucht ist und wir wissen was wie behandelt werden muss, brauchen wir für sie eine Pflegestelle. Wer kann die Kleine
aufnehmen?

Weil die Maus so gefroren hat, bekam sie erst mal ein kuscheliges Fleecemäntelchen an.

22.04.2012
Heute war ein guter Tag. Die Anfangs schüchterne Tschara hat in den 10 Tagen seit sie bei uns ist
schöne Fortschritte gemacht und ist zusehends aufgetaut. An der Leine wollte sie bisher nicht laufen, das machte ihr riesen Angst. Doch heute war es dann schon soweit. Zusammen mit Nedka und Jette lief sie
ganz mutig auf dem Spaziergang mit. Autos sind ihr zwar noch etwas suspekt aber für den Anfang war das ganz prima.
Auch Waigel hat sich in den letzten Wochen verändert. Er ist viel zugänglicher und mutiger geworden,
nimmt leichter Kontakt auf und läuft viel ruhiger und entspannter an der Leine. Fremden Menschen und Fahrradfahrern weicht er unterwegs zwar noch weiträumig aus, aber es wird immer besser.
Das Spielgerüst im Auslauf von Cobi und seiner Truppe hat heute ein neues Dach bekommen. Jetzt fehlt
nur noch die Teerpappe oben drauf und eine Liegefläche muss noch erneuert werden. Ab Morgen beginnt das Großreinemachen. Einige Freiwillige haben sich schon gemeldet. In Anbetracht der vielen zu
erledigenden Arbeiten wärs schön, wenn noch ein paar mehr außer dem “harten Kern” der eh jede Woche hier hilft, mit anpacken würden.
20.04.2012
Diese Woche wurde uns mal ein ganz anderer Vierbeiner zur Aufnahme angeboten: ein kleiner Frischling,
den eine Frau beim spazieren gehen gefunden hatte. Inzwischen ist er gut untergekommen, wir konnten ihm leider nicht die passenden Voraussetzungen bieten.
19.04.2012
WIR BRAUCHEN EURE HILFE!!!
Wobei? Beim FRÜHJAHRSPUTZ! Die 17 Hundehäuser müssen Grund gereinigt werden, die
Hundehütten und alle Bauten/Zäune aus Holz müssen gesäubert und gestrichen werden. Die Klettergerüste sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. Ivy soll endlich ihre Überdachung
mit integriertem Klettergerüst bekommen, die Überdachung bei Juno soll vergrößert werden und im Küchenhof soll ein weiteres Spielgerüst entstehen. Das Gelände muss auch mal wieder aufgeräumt
werden. Tausend größere und kleiner Arbeiten rund um die Hundehäuser, Hundeausläufe und auf dem Gelände sind zu machen nur wir wissen nicht wann, denn all das ist in dem täglichen Arbeitsablauf und
in der Arbeit mit den Hunden nicht unter zu bekommen.
Deshalb suchen wir Helfer, die Vor- oder Nachmittags ein paar Stunden Zeit erübrigen können und uns
helfen, hier Klar Schiff zu machen und die Christian beim bauen zur Hand gehen. Egal wo eure Talente liegen - ich bin sicher, es ist für jeden etwas dabei. Wer Lust zum werkeln hat ruft uns einfach an, wann
er Zeit hat und los gehts.....
18.04.2012
Bei Tschara musste heute nur Zahnstein entfernt und zum Glück kein Zahn gezogen werden. Nedka
lacht uns jetzt mit einem strahlenden Lächeln mit blitz sauberen Zähnen an und ist bester Dinge. Wir sind immer wieder erstaunt aber natürlich auch sehr froh darüber, wie die Vierbeiner solche Eingriffe und
Operationen wegstecken.
17.04.2012
Wer schon mal Zahnschmerzen hatte weiß wie schlimm das ist und war dann heilfroh wenn durch die
Schmerztabletten endlich der Schmerz nach lies. Was für ein Martyrium über Jahre die arme Nedka ertragen musste, zeigte sich heute beim Tierarzt. Statt nur den sichtbaren massiven Zahnstein zu
entfernen, mussten ihr 6 Zähne gezogen werden. Das Zahnfleisch war teilweise bereits bis auf den Kieferknochen zurück gegangen, so dass es nicht möglich war, die durch das Ziehen der Zähne
entstandenen Wunden zu vernähen. Nun bekommt die Maus ab Morgen erstmal Gulasch in kleinen Brocken gefüttert, damit sich kein Futterbrei in den Wundräumen absetzen kann. Wenn man gesehen hat,
wie fröhlich Nedka trotz allem durchs Leben spazierte und mit welcher Begeisterung sie gefressen hat, kann man sich nur noch wundern. Wenn alles verheilt ist, wird sie es aber sicher als große Erleichterung
empfinden, endlich keine Zahnschmerzen mehr zu haben. Morgen gehen wir mit Tschara zum Zahnstein entfernen und sind gespannt, was wir bei ihr vorfinden werden.
15.04.2012
Mein Pete ist langsam aber stetig auf dem Weg der Besserung. Gestern hat er mich wieder auf einem
Spaziergang begleitet und war schon ganz tapfer unterwegs. Er frisst wieder regelmäßig, kann alles beim laufen wieder gut koordinieren und genießt es sehr, wenn er als alter Sonnenanbeter auf seiner
Gartencouch in der Sonne liegen kann. So bin ich guter Hoffnung, dass mein Liebling noch eine Weile bei mir sein wird.
14.04.2012
Früher war Samstags immer Badetag. So auch heute für Edda. Da die liebe Maus total verfilzt war, war
ein Besuch bei Geli, der Hundefriseurin notwendig. Edda lies die ganze Prozedur und das laute Brummen der Schermaschine meist geduldig über sich ergehen, nur das baden war nicht so ganz ihr Ding.

Im Bademantel fühlte sich Edda dann schon gleich viel wohler. Man erkennt sie jetzt zwar kaum noch
wieder, aber der Filz musste komplett runter. Jetzt ist sie wieder seidenweich und zum Glück wächst ja auch alles nach.

13.04.2012
Freitag der 13. muss nicht unbedingt ein schlechter Tag sein. Für unseren Biggs war er es aber leider,
denn er verlor nun zum zweiten mal sein Zuhause. Seine ersten Besitzer gaben ihn bei uns ab als er sich anschickte ein ansehnlicher, großer Hund zu werden und kein putziger Welpe mehr war und seine
nächsten Menschen haben nun beschlossen sich zu trennen. Das ist sehr schade, denn Biggs fühlte sich in seiner Familie sehr wohl und kam wunderbar mit den beiden Kindern zurecht. Seine Menschen
bescheinigen ihm, ein toller Familienhund zu sein. Schade, dass sein Glück nur vier Monate währte. Zum
Glück ist Biggs ein stabiler Charakter und hat sich nahtlos in seine neue Gruppe mit Snert, Tonga, Henni
, Edda und Dora eingefügt. Da alle sehr verspielt sind, hat er genügend Ablenkung und Spaß, was ihn über den Verlust hinwegtröstet. Wir hoffen, dass dieser tolle, liebenswerte Kerl bald seinen endgültigen
Platz findet.
12.04.2012
Heute war ein ganz besonderer Tag. Unsere Helferin Claudi unterstützt seit Jahren die deutsch
-bulgarische Tierhilfe und hat in der Auffangstation in Rousse seit 3 Jahren eine Patenhündin, die süße Nedka. Der Verein kam nun in große Bedrängnis da die Stadt auf dem Gelände der Auffangstation
angeblich einen Hubschrauberlandeplatz bauen will. Deshalb muss das Gelände mit den dort untergebrachten 250 Hunden bis Anfang Mai komplett geräumt werden. 130 Hunde haben bereits Plätze
in Deutschland gefunden, wo sie von verschiedensten Tierschutzvereinen und Tierheimen, Privatpersonen und Pflegestellen aufgenommen werden sollen. Heute nun kamen die ersten Glückspilze
an. Drei davon finden bei uns ihr Plätzchen, darunter natürlich auch Claudis Patenkind Nedka. Ihr könnt
euch vielleicht vorstellen, wie überglücklich Claudi ist, dass Nedka nun hier und in Sicherheit ist. In den nächsten Tagen werden wir euch Nedka, Tschara und Dolly näher vorstellen.
Hier schon mal ein paar Bilder kurz nach der Ankunft der drei Mädels:


10.04.2012
Irgendwie war der heutige Tag nicht so klasse. Pete ist nach wie vor kaum zu fressen zu motivieren,
obwohl er als gestern die Hausgruppe zum spazieren gehen aufbrach, unbedingt mit wollte und wir einen ersten kleinen Gang gemacht haben.
Heute Morgen riss die Leine als Troll eines Hasen ansichtig wurde und sofort los sprintete. Wer den
kleinen Kerl kennt, weiß was er für ungeheure Kräfte freisetzen kann... Er hatte auf jeden Fall seinen Spaß, die Hasenspur führte zum Glück nicht über die Landstrasse und nachdem sie abgearbeitet war und
der Hase weg, kam Troll auf Zuruf freudestrahlend zu uns gelaufen.
Als ich nach der Vormittagsarbeit gerade den mit Futter voll geladenen Transporter rückwärts nach
hinten fahren wollte hupte es plötzlich und im gleichen Moment schepperte es auch schon. Im toten Winkel war der Wagen eines Paketdienstes hinter mir rein gefahren und ich ihm in den Kotflügel. Super -
ein Paketdienst der noch nie hier war und irgendeinen Werbemist für Katzenfutter brachte den ich nicht bestellt hatte. Das hat sich ja wirklich gelohnt
Anschließend öffnete ich die Rechnung von der Tierklinik über den letzten Aufenthalt und die
Behandlung von Aiko und Darius. ich musste mich erst mal hinsetzen - knapp 1000 €. Sauschade, auch dort scheint es nur noch um Gewinnmaximierung zu gehen. Dr. Hach würde sich im Grabe rumdrehen,
da bin ich sicher.
Die Futterrechnung mache ich Morgen auf - sind auch knapp 800 € und das ist erst die zweite für den
Monat.... Ich glaube, ich lasse es mal damit bewenden für heute und hoffe, ihr hattet einen besseren Tag. Ich werde mich jetzt in das schöne Bild von Mellow nach einem zweistündigen Osterspaziergang
vertiefen - ich finde es hat eine ungeheuer beruhigende und entspannende Wirkung....
07.04.2012
Wir wünschen allen unseren Tagebuchlesern schöne Osterfeiertage.
Und das war definitiv unser nettester und schönster Ostergruß:
“In Wirklichkeit ist der Osterhase ein englisches Settermädchen.
Hat sie gerade verraten - deswegen dieses verschmitzte Mona-Lisa-Lächeln!
Euch und allen Schützlingen ein tolles Osterfest!
Viele Grüße,
Claudia und Püppi”


06.04.2012
Es war sehr viel zu tun mit unseren ganzen Pflegefällen im Moment.
Pete frisst langsam etwas mehr und scheint auch wieder etwas Appetit zu bekommen. Ist einfach eine
ganz ungünstige Kombination mit der Krebserkrankung, seiner Diabetes und dem Schlaganfall jetzt. Aber wir lassen nichts unversucht und Stück für Stück wird er sich hoffentlich wieder ganz berappeln.
Darius konnten wir am Mittwoch aus der Klinik holen. Er ist wieder guter Dinge und war nicht wirklich
beeindruckt, als wir ihm erklärten, dass er sich noch mal umbringt, wenn er weiterhin alles frisst, was er findet.
Zu Aiko dessen Bein ganz gut verheilt, kommt noch unser Zappo von der Restpostenarmee bei dem eine
Verkalkung der Lunge und des Herzens festgestellt wurde und der sich wie Darth Vader anhört und unser Micky, der diese ganz seltene Muskelerkrankung hat, wo ihm nur am Kopf und anscheinend jetzt auch in
der Lunge das Muskelgewebe zerfällt. Derzeit hat er wieder einen akuten, sehr schmerzhaften Schub und kann inzwischen das Maul nicht mehr sehr weit aufmachen. So wird das fressen immer schwieriger und
Micky ist insgesamt mit seiner Situation im Moment recht unleidlich - wer kann es ihm verdenken.
Hoover bekam heute mal wieder Beruhigungs- und ein angstlösendes Mittel, damit wir ihm die Ohren
säubern konnten. Es ging gut und der Angstlöser hat sehr geholfen, dass ihm die verhasste Prozedur dieses Mal gar nicht viel ausgemacht hat.
03.04.2012
Die Behandlung von Pete schlägt gut an und so war er heute in der Lage langsam etwas herum zu
dappeln ohne gleich wieder um zu fallen. Als wir heute mit der Restpostenarmee zum spazieren gehen aufbrechen wollten, stand Pete plötzlich auch da und wollte mit. Klar, das ging nicht, aber er war dann
auch zufrieden es von seinem Gartensofa aus zu beobachten. Heute Nachmittag kam er dann schon ohne Hilfe aufs Sofa und auch wieder runter und sogar ein Häufchen konnte er machen ohne dass wir ihn
dabei stützen mussten. Als er es dann allerdings mit der Nase zuschieben wolle, fiel er doch noch um. Fressen ist immer noch nicht so sein Ding. Wenigstens zwei Hände Trockenfutter hat er heute genascht,
so dass wir ihm etwas Insulin geben konnten, damit er nicht total aus dem Gleichgewicht kommt. Heute Abend hat er das erste Mal wieder gebellt, es tut so gut das zu hören...
Aiko konnten wir gestern noch aus der Klinik holen. Sein Bein ist inzwischen gut abgeschwollen und er
läuft fast ohne zu humpeln. Ansonsten ist er guter Dinge und tut so als wäre nichts gewesen.
Darius konnten wir leider noch nicht nach Hause holen, er muss immer noch am Tropf hängen. Wir hoffen, dass wir ihn Morgen holen können.
01.04.2012
Nur selten in den letzten 15 Jahren gab es einen Morgen wo wir sehnlicher gewünscht hätten einfach
einmal liegen bleiben und ausschlafen zu können. Dieses Wochenende hatte es wirklich in sich und nach 30 Stunden ohne Schlaf sind wir platt wie die Flundern.
Die letzten Tage schon war es meinem Pete wieder schlechter gegangen. Er taumelte durch die Gegend
und ab Samstag Abend wollte er auch nicht mehr fressen. Um Mitternacht hatte er einen schweren Schlaganfall und so durchwachte ich die Nacht mit und bei ihm. An fressen war wegen des Schwindels
und der dadurch verursachten Übelkeit nicht zu denken und alle 4 Beine versagten ihm seinen Dienst.
Eigentlich hätte ich mich am Sonntag wieder auf den Weg nach Vitoria gemacht, aber nach dieser Nacht
war klar, dass ich für Pete da bleibe. Das erste Mal in den fast 8 Jahren seit wir die Perrera in Vitoria betreuen hatten wir mit drei Fahrern geplant. Was ein Glück. Da im Dillenburger Tierheim große Mengen
ans Hilfsgütern und Futter für Vitoria und Miranda lagerte machte ich mich mit unserer Helferin Steffi und dem gemieteten Transporter dorthin auf den Weg. Wir bauten für die Kollegen alle Boxen auf und
richteten den Transporter mit allem her, da ich für die Transport- und Beladeplanung zuständig war.
Zur gleichen Zeit tobte im Tierheim der Bär. Eine am Morgen aufgenommener Fundhund wurde uns
zunächst von der vermeintlichen Eigentümerin übereignet. Der Hund war offensichtlich alles andere als freundliche Behandlung gewöhnt und wurde draußen an der Terrasse angebunden gehalten. Nachbarn
hatten uns informiert, aber da jeder Angst vor den Besitzern hatte, traute sich keiner etwas zu machen. Kurz darauf tauchte die Frau mit Verstärkung hier auf und verlangte wieder die Herausgabe des Hundes.
Da sie den Übereignungsvertrag unterschrieben hatte, lies sich Christian nicht darauf ein. Die Frau brüllte
, tobte und drohte auf unflätigtse Weise und kam kurz darauf mit Verstärkung wieder. Nun hieß es der Hund sei der erwachsenen Tochter, die darauf bestand ihr Eigentum wieder zu bekommen. Die
Drohungen wurden immer massiver und so gaben wir ihr letztlich den Hund heraus. Der Amtsveterinär war bereits zuvor tätig geworden, nachdem es aber hieß man ziehe um, veranlasste er nichts weiter.
Gleichzeitig liefen zwei Vermittlungstermine und Pete musste beaufsichtigt werden. Dank ettlicher
Helfer konnte dies und die ganze Arbeit im Hundeheim bewältigt werden. Darius war es schon am Morgen nicht gut gegangen und auch er wollte nicht fressen. Gegen Abend stellten wir fest, dass er einen
brettharten Bauch hatte. Vermutlich mal wieder irgendwo einen Mist gefressen, also erstmal Notfall
mäßig versorgt und dann ab in die Klinik. Nur noch schnell zu Ende füttern. Christian findet Aiko mit schwer verletztem Bein vor. Ihn also auch noch gleich mit eingepackt und Christian macht sich mit
Claudi auf den Weg nach Frankfurt, während ich hier weiter füttere und zwischendurch immer wieder im Haus nach Pete sehe. Nach 30 Stunden ohne Schlaf und mit dem ganzen Stress, fühle ich mich wie durch
den Wolf gedreht. Nach Mitternacht kommen die beiden endlich aus der Klinik heim beide Hunde mussten dort bleiben. Darius hatte kurz nach Ankunft in der Klinik ein großes Stück Spielzeug mit
Durchfall rausgejagt, aber er war so dehydriert, dass er erstmal an den Tropf gehängt werden musste.
Es ist fast nebensächlich, dass Christian starke Zahnschmerzen und seit dem frühen Morgen nichts mehr
gegessen hatte und mein total dickes Knie still vor sich hin pochte.... was ein Wochenende.....
30.03.2012
Es wird mal wieder Zeit für einige erfreuliche Nachrichten:
Mercy alias Püppi macht mit Hilfe unserer Trainerin Christine und ihrem super lieben Frauchen Claudia
gute Fortschritte und fühlt sich sehr wohl in ihrem neuen Zuhause.
Auch Pica hat sich inzwischen gut eingelebt :
Liebe Tierschützer,
nun ist Pica - Pia wie wir sie nun rufen gerade zwei Wochen bei uns und wir wollen gern anbei ein paar erste
Momentaufnahmen aus ihrem neuem Zuhause schicken. Sie ist wirklich eine super Schmusemaus und
total lieb. Sie genießt einfach alles, was man ihr "gibt". Die erste Nacht war etwas unruhig, da ist sie im Haus herumgelaufen und hat dann auch noch ihr Spiegelbild angewinselt. Aber seit dem 2. Tag
schläft sie entspannt und ruhig in ihrem Bettchen. Sie freut sich dann wie eine Schneekönigin, wenn es dann zum
Morgengassi geht. Sie freut sich genau so, wenn sie bei dem schönen Wetter momentan im Garten rumstromern
darf und beobachtet gern unsere Mimi (Zwergkaninchen) im Freigehege. Da könnte sie stundenlang zuschauen und legt das Köpfchen schief, winselt und animiert Mimi zum Spiel.
Unterwegs haben wir auch schon ein Reh gesehen, das sie zwar beobachtet hat, aber bisher keinerlei Jagdtrieb
gezeigt. Selbstverständlich läuft sie mit uns an der langen Leine und verhält sich dabei vorbildlich. Wenn sie sich
noch etwas mehr eingelebt hat, werden wir gern weiteres über ihre Entwicklung berichten. Ich hoffe, Ihr habt Freude an den Fotos im Anhang.
Liebe Grüße von Brigitte, Rudi und Pia



28.03.2012
Am Samstag bekamen wir einen Hundebub abgegeben - 16 Monate und bereits 3. Hand. Die letzten
Besitzer - komplette Hundeanfänger ohne jeden Plan - hatten den netten Kerl, den wir Tommi genannt
haben, erst eine Woche. Gekauft für 50 €, echtes Schnäppchen - Geiz ist geil.... Die Leute von denen sie
Tommi gekauft hatten, waren in einer dieser unsäglichen Hundeschulen, die ihm weil er an der Leine zog,
gleich mal einen Stachelwürger verpassten. Geschlagen wurde er “wenn nötig” mit einem Schlappen, was
ja viel besser sei als mit der Hand... Der Hundebub war durch diese ganze miese Behandlung zu dem Schluss gekommen, dass Menschen etwas sehr unerfreuliches sind und verbellte den neuen Besitzer, der
dann gleich Schiss bekam und somit musste Tommi ( zum Glück!) nach nur einer Woche wieder weg, denn man wolle ihn ja nicht dauernd in den Keller sperren.... Auch uns verbellte er Anfangs.
Komischerweise hörte er damit sofort auf, als das Auto seiner letzten Besitzer außer Sicht war.
Es ist wie ein Wunder, dass der süße Knopf ein super Sozialverhalten hat und sich seit er hier ist ein
Loch in den Bauch freut, weil er den ganzen Tag mit anderen Hunden spielen kann. Er genießt die Freiheit die er hier hat und verhält sich auch gegenüber allen unseren Helfern freundlich. So wie man in
den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Verhält sich der Mensch richtig und behandelt seinen Hund vernünftig, dann gibt er seinem Hund damit die Möglichkeit sich ebenfalls korrekt zu verhalten. Wir sind
froh, dass er bei uns ist und sind sicher, dass wir nette, verständige Menschen für ihn finden werden.
25.03.2012
Das war ein schöner Auftakt der Marktsaison. Herrliches Wetter, viele nette Besuche von Hundeeltern
unserer Nasen mit und ohne Vierbeiner und ein ganz ordentlicher Verkauf. Dank der vielen Helfer im Hundeheim und am Stand ist alles prima gelaufen.
Nun freue ich mich sehr auf eine Mütze Schlaf, denn die letzte Nacht war daran nicht zu denken, da 8
unserer Restpostenarmee sich gestern alle Mühe gaben, mir bei den Vorbereitungen zum Markt zu helfen. Wir hatten aus Versehen 3 Kartons mit bereits abgepackten, diversen Hundekeksen stehen lassen. Die
Bande merkte das natürlich sofort und beschloss uns die Arbeit zu erleichtern, sprich, dass wir die nicht auch noch einladen müssen. Mit vereinten Kräften machten sie sich über einige Kilo Kekse her und die
Beute wurde in Windeseile vertilgt. Den Löwenanteil sicherten sich wohl Ghandi, Hoover und Billie die gestern mit kugelrunden Bäuchen kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen wollten und konnten.
In der Nacht führte die Aktion dann zu einem “durchschlagenden Erfolg” . Hoover und Billie übergaben
sich alle halbe Stunde, der andere Teil reagierte mit Durchfall. Billie kotzte zielsicher in die Körbe mit den dicken Schlafkissen, so dass ich nicht nur die ganze Nacht mit sauber machen sondern auch noch mit
Hundebetten abziehen und frisch machen beschäftigt war. Wie gut, dass die Nacht eh eine Stunde kürzer war, es hat auch so gelangt. So war heute für die Truppe mal ein Tag fasten angesagt, nur Pete bekam
sein Futter wegen der Diabetes und weil er sich wie auch Aidin nicht an der Keksschlacht beteiligt hatte.
Heute Morgen war den meisten noch so übel, dass sie das Frühstück nicht vermissten, als allerdings auch noch die Abendmahlzeit ausfiel kamen vor allem von Billie und Hoover heftige Proteste. Ich hoffe, dass
nun die Kekse komplett verdaut sind und es eine ruhige Nacht wird .....gäähhhn....
23.03.2012
Das neue Frauchen von Mercy, die jetzt Püppi heißt, hat uns eine riesen lange mail mit ihren Erlebnissen
für jeden Tag den Mercy jetzt da ist, geschrieben. Da das den Rahmen des Tagebuches sprengt möchte ich euch zumindest Auszugsweise davon erzählen. Vor allem die, die Mercy/Püppi kennen, werden ihren
Spaß haben:
Fressen war heute nicht so dolle - ich glaube, ich mag kein Olivenöl -bäh!! Karin hat wohl immer anderes Öl
ans Futter getan. Naja, muss Frauchen das irgendwie ausgleichen - vielleicht mit Würstchen? Auf jeden Fall
haben wir ganz gut geschlafen, denn ich habe einen Hundeplatz auf dem breiten Bett am Fußende. Außerdem
habe ich noch eine Decke auf dem Sofa (Fernsehen!!! Fürch-ter-lich!! Alles blitz, funkelt und dann sind da
sooooviele Leute. Ich habe mir den Film Sex & the City gaaanz anders vorgestellt.... mit mehr Würstchen!).
Dann gab's wieder einen Spaziergang mit Peter und Rex, was nicht so dolle war, weil Rex allein vorne weg
laufen darf und ich an der Leine bin. Pfff. Außerdem hat Peter Frauchen immer in die Erziehungsmethode reingequatscht
und zwischendurch seinem Hund, der abgehauen ist zum Jagen (hihihi) angebrüllt. Das macht Frauchen gottseidank nie! Wir sind dann einfach abgebogen und hatten es dann ganz entspannt. Anschließend gab es
lecker Abendessen (Bio-Trockenfutter mit Bio-Quark und Bio-getrockneten Möhrchen mit 1 TL Speiseöl .Verträgt sie super - O-Ton Frauchen).
Dann haben wir Fernsehen geschaut - geht auch schon ganz gut! Nur ein halbes Stündchen. Und dann haben wir GEKUSCHELT und gelesen. Um 22.00h ging's noch mal raus. Und dann haben wir bis heute morgen um
6.00h toll geschlafen, um in einen super spannenden Gassi-Gang zu starten, aus dem ich mit 27 Kletten in den langen Ohren und dem Schwänzchen wiedergekommen bin. (SO EINE SCH.....! Da gehen wir nie wieder lang
. Aber ich hab beim Pulen ganz toll geschlafen. (Ich habe eine Stunde gepult statt Steuererklärung zu machen!!! Anm. der Redaktion).Aber das Herausfummeln der Kletten war ganz schön; es gab nämlich immer
Beruhigungskäse und jetzt sehe ich ganz toll aus.
Gestern war es echt heftig! Das blöde Geschäft. Ich bin zwar von alleine fix ins Auto eingestiegen und dann wie Bolle ins Geschäft hinten gerannt, hatte aber wieder total Angst. Bis Frauchen die Tür nach oben
aufgemacht hat. Da bin ich - bin halt doch ein bißchen neugierig - rauf gelaufen und finde das oben ganz prima.
Frauchen hat dann wohl irgendwie mit Christian telefoniert und schwups, kam mein Körbchen nach oben. Und
Wasser. Aber ich konnte nicht mehr runter! Die Treppe ist schei....... steil und auch der leckerste Käse und
liebstes Rufen von Claudia hat da nix, aber auch gar nix geholfen. Frauchen und ich haben uns dann bis zum Treppenanfang per Käse vorgearbeitet. Irgendwann - war wohl wieder mal die Idee von Christian - hat
Frauchen mich auf den Arm genommen und ist mit mir auf dem Po die Treppe runtergerutscht. Unten war es wieder blöd. Und dann wieder ins Auto - auch blöd.
ABER DANN! Dann sind wir ganz toll Gassi gegangen, obwohl die Mittagspause schon rum war. Leider mußte ich dann doch wieder in das blöde Geschäft und bin sofort nach oben verschwunden. Dort hat Frauchen
mich auch oft besucht und mit mir gespielt. War super und ich habe mich dolle gefreut. So toll mit dem Schwanz gewedelt, daß ich bald umgefallen bin! Doch dann kam wieder diese blöde Treppe. Frauchen scheint
in der Zwischenzeit Muskelmasse aufgebaut zu haben. Jedenfalls hat sie mich dann wieder vorsichtig runter getragen und unten etwas früher abgesetzt. MANN ist das STEIL da! Ich war dann ein bißchen stinkig und
habe sie gar nicht mehr angeschaut. Und dann mußten wir NOCH MAL ins Auto. Und dann kamen auch noch ganz viele Leute!!!!Gottseidank haben die mich aber in Ruhe gelassen und ich hab mich ganz fest in mein
Kissen im Fußraum gekuschelt. Die Fahrt war dann ganz ruhig, ich hab mir alles angesehen und weißte was? Dann sind wir NOCHMAL Gassi gegangen. Und von da aus nach Hause.Dann gab's wieder eine Prise
Fernsehen und dann fix ins Bett.
Liebe Grüße von Püppi und Claudia
22.03.2012
Vor lauter Arbeit und der Freude über die vielen guten Nachrichten der letzten Tage habe ich ganz
vergessen euch zu sagen, dass wir am kommenden Sonntag 25.03.2012 von 11.00 - 18.00 Uhr mit unserem Stand auf dem Oster- und Künstlermarkt in Oppenheim in der Mainzerstrasse vertreten sind.
Wir haben wie immer (fast) alles was das Hundeherz begehrt dabei und würden uns über euren Besuch freuen.
22.03.2012
Viele euch werden sich sicher an die unschöne Geschichte mit Milena im letzten Jahr erinnern. Zum
Glück ist auch dies alles Schnee von gestern und wir freuen uns über die guten Nachrichten von Milenas neuer Familie:
Hallo Ihr lieben Wörrstädter,
jetzt da Mina nun auch schon fast ein halbes Jahr bei uns ist, wollten Sabrina und ich, uns gerne mal kurz
melden.
Wir hatten das Gefühl, dass sich die Maus vom ersten Tag an zuhause bei uns gefühlt hat. Anfangs noch etwas
schüchtern, taute Mina mit jedem Tag zusehends auf. Sie ist mittlerweile gegenüber Fremden (das war gerade bei großen Männern) so gut wie nicht mehr ängstlich, ja fast schon zutraulich J wenn wir beim Gassi gehen
andere Hunde treffen, freut sie sich und ist beim spielen fast gar nicht mehr einzukriegen.
Mina ist ein Hund der viel Gassi-Zeit braucht, und die kriegt sie… es ist einfach toll mit zuzusehen, wie die
Maus über Wiesen galoppiert und den Wald unsicher macht J Manchmal sogar ein wenig zu sehr, da ist sie
kaum zu bremsen…
Mina ist mega clever, dass merkt man daran, dass sie super schnell lernt! Dass merkt man aber auch daran,
dass sie das was sie gut findet echt super kapiert und dass was weniger toll ist (z.B. im Wald zurück kommen und Sitz machen) sie manchmal einfach keinen Bock drauf hat (kleine Diva halt J ).
Ihr Lieben, mit Mina haben Sabrina und ich eine Bereicherung für den Alltag bekommen. Sie war vom ersten
Tag an ein Familienmitglied und wird dies auch bleiben!! Die Maus wäre gar nicht wegzudenken!!!
Am Beispiel Mina kann man super sehen, wie ein wirklich verängstigter Hund ohne Selbstvertrauen mit toller
Aufbauarbeit wieder zu einem stolzen lebensfrohen Hundi werden kann! Das habt Ihr geschafft!!! Dafür und dafür dass wir die Maus über Euch finden konnten „Vielen Dank“ !!!!!
Liebe Grüße
Heiko + Sabrina
Und auch bei Milena/Mina sieht man auf den Bildern den Unterschied im Blick, nicht mehr angespannt
und unsicher, sondern gelassen und ruhig. Jeder der sich mit seinem Herzen auf einen unsicheren, ängstlichen Hund einlässt, der seinem Hund einfühlsam hilft im neuen Leben zurecht zu kommen, ihn im
richtigen Maß fördert und auch fordert, wird ebenso reich belohnt werden und spürt, was es für ein großes, wunderschönes Geschenk ist, diese Entwicklung zu einem offenen, selbstbewussten,
lebensfrohen Hund mit zu erleben.
21.03.2012
Ich muss soviel an Lohtse denken und habe ihm obwohl er ja weg ist, noch zweimal zur Futterzeit seinen
Napf Futter gemacht... OK, inzwischen habe ich verstanden, dass der Große umgezogen ist und natürlich sind aus seinem neuen Zuhause nur gute Nachrichten gekommen. Er heißt nun Lhaotse, residiert in der
Lüneburger Heide und darf 20 000 m² sein eigen nennen:
Liebe Karin,
der dicke Kuss ist übermittelt und wurde mit heftigem Schwanzwedeln quittiert. Deiner Bitte nach Fotos
bin ich sofort gefolgt, zwei der Bilder zeigen den Bären gerade ganz entspannt beim Verdauungsschläfchen und das erste ist von unserer Ankunft am Montag, als die Jungs einen ersten Gang über das Grundstück
gemacht haben.
Lhaotse zeigt - wie wir finden - ein hohes Maß an Zufriedenheit und gibt sich sehr große Mühe, die neuen
Spielregeln zu verstehen. Gestern hat er auch gleich den ganz normalen Alltag erlebt, inklusive zweier ausführlicher Spaziergänge, Kennenlernen der Nachbarschaft, Handwerkerbesuch und ausgiebigem
Striegeln. Er hat das alles wunderbar gemeistert und erobert die Herzen im Sturm!
Wir werden weiterhin berichten und grüßen herzlich aus der Heide,
Kathrin & Fritz-Jörg & Lhaotse

Aber nicht nur unser größtes Goldstück, sondern auch unsere kleinste Maus die süße Mercy ist am Dienstag endlich in ihr erstes richtiges Zuhause umgezogen.
Zwei Jahre war der Spatz bei uns. Zwei Jahre in denen sie lernte wieder aufrecht zu gehen, wieder
Lebensmut- und Freude zu entwickeln, sich Stück für Stück an uns Menschen herantraute und wieder lernte zu vertrauen, obwohl sie so schwer misshandelt worden war, dass sie von ihrer Persönlichkeit fast
komplett zerstört schien, als sie hier bei uns ankam. Wir alle hier haben die kleine Jagdnase in dieser Zeit sehr lieb gewonnen und uns über jeden kleinsten Fortschritt mit Mercy wie Bolle gefreut. Aber der
passende Mensch schien nicht so einfach zu finden zu sein. Und dann kam diese nette Frau die sich schon über die Homepage in Mercy verliebt hatte. Und siehe da, das war das passende Deckelchen mit
viel Einfühlungsvermögen, freundlich, verständig und sanft.
Über fünf Stunden nahm sich Christian am Dienstag Zeit, um Mercy ihre neue Umgebung zu zeigen und
ihr begreiflich zu machen, dass sie dort in Sicherheit ist. Die kleine Nase hat es für ihre Verhältnisse wirklich gut gemeistert, wenn es auch unglaublich anstrengend für sie war, so viel Neues und Fremdes
auf einmal bewältigen zu müssen. Als Christian dann ging, war Mercy soo müde und erschöpft, dass sie kaum noch die Augen offen halten konnte. Wir werden die beiden auf ihrem neuen, gemeinsamen Weg
begleiten und unterstützen so gut es nur geht. Momente wie diese sind so etwas besonders Schönes, weil trotz anfänglicher Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und panischer Angst vor den Menschen mit der Zeit
und unserer Hilfe ein Hundemädchen geworden ist, dass nun eine Zukunft hat und für all das entschädigt werden wird, was ihr angetan wurde. Und nicht nur wir vermissen sie, auch unser George, der sich so
daran gewöhnt hatte, dass ihm klein Mercy Morgens die Augen sauber putzt ....

19.03.2012
Heute hieß es mal wieder Abschied nehmen. Abschied von unserem lieben Lhotse der heute in sein neues
Zuhause umgezogen ist. Er hat es wunderschön getroffen unser Großer und doch ist es uns bei ihm besonders schwer gefallen, weil er so ein besonderer Hund ist. So lieb und freundlich wie groß, mit
seinem offenen Wesen und seiner Lebensfreude. Lhotse macht es jedem leicht ihn zu lieben. Und auch wenn wir uns für jeden unserer Schützlinge riesig freuen wenn dann die richtigen Menschen für sie
kommen und sie in ein gutes Zuhause umziehen können und Lhotse letztlich auch nur vier Monate bei uns war - er ist ganz tief in unseren Herzen und wir wünschen ihm alles erdenkliche Glück und noch viele
, schöne gemeinsame Jahre mit seiner neuen Familie.

16.03.2012
Christian kam heute total glücklich von einem Besuch bei Mimi heim. Das schüchterne, kleine
Settermädchen hatte er vor 4 Wochen in ihr erstes richtiges Zuhause gebracht. Mit Hilfe ihrer neuen
Menschen und ihrer neuen Gefährtin einer sechsjährigen Irish Setterhündin hat sie in dieser kurzen Zeit eine ganz erstaunliche Wandlung vollzogen. Mimi ist ein rundum glücklicher, fröhlicher und sicherer
Hund geworden. Ihre Menschen und die ältere, sehr verspielte Hündin geben ihr die Sicherheit die sie braucht. Die beiden Hundemädchen suchen viel Körperkontakt zum anderen und als Christian ging,
lagen beide ineinander gekuschelt auf dem Sofa. Bei uns war Mimi eine absolute Wassernase. Obwohl sie in ihrem neuen Zuhause einen großen Teich hat, hat sie dort nur direkt nach ihrer Ankunft gebadet und
seitdem nicht mehr. Als Christian da war, hat sie sich wohl erinnert und war gleich zweimal im Teich planschen.
Die Geschichten von Chessy, Coster und Mimi zeigen wie so viele zuvor, welches Glück es für die
Hunde bedeutet, einen Hundekumpel zu haben. Als Einzelhund wären diese positiven Veränderungen vor allem in der kurzen Zeit nie möglich gewesen. Wir sind sehr froh, dass es uns so häufig gelingt unsere
Hunde als Zweit-, manchmal auch Dritt- und Vierthund zu vermitteln.
14.03.2012
Chessys neues Frauchen kann es gar nicht fassen, wie nahtlos sich alles zusammen fügt. Es sei, als wäre
die Maus schon immer dort, so selbstverständlich und sicher bewegt sich Chessy in ihrem neuen Zuhause. Coster meistert die Spaziergänge zusammen mit Jessy mit großem Vergnügen und das wo er sich alleine
nur unter größten Bedenken und Zögern ein kurzes Stück vor die Tür gewagt hatte. Die beiden Nasen sind ein wunderschönes und absolut harmonisches Paar. Sie spielen viel miteinander und fressen ohne
jegliche Probleme abwechselnd aus dem Napf des anderen. Auch für uns ist das alles etwas ganz besonderes und macht uns sehr glücklich!!!
12.03.2012
Heute gibts mal wieder eine Geschichte fürs Herz :-))
Ich hatte euch Ende Februar von dem älteren Colliemädchen Chessy erzählt, die auf der Suche nach
einem neuen Zuhause war, da ihre Menschen ins Pflegeheim müssen. Auf unsere Anzeige hin, meldete sich eine sehr nette Collieliebhaberin mit vierjährigem Rüden. Der Rüde namens Coster ist ein recht
ängstlicher Bub, der sich kaum vor die Tür zum spazieren gehen traut. Das erste Kennenlernen bei ihm Zuhause verlief so gut, dass Chessy gestern endgültig umzog. Als Coster Chessy aus dem Auto aussteigen
sah, erkannte er sie sofort wieder. Er war er vor Freude total aus dem Häuschen und begrüßte seine neue Gefährtin begeistert. Auch Chessy, die ihr Leben bisher allein verbracht hatte, war die Freude
anzumerken.

Kurz darauf erkannte sein Frauchen ihren eigentlich so unsicheren Rüden nicht mehr wieder. Coster
forderte Chessy zum spielen auf und dann sausten beide lachend durch den Garten.

Es gibt nichts Schöneres als solche Momente des Glücks für alle beteiligten Zwei- und Vierbeiner. Später
stellte sich anhand der Papiere noch heraus, dass die beiden Nasen die gleichen Urgroßeltern haben. Wir sind sicher, dass Chessy und Cöster mit ihrem Frauchen ihr neues gemeinsames Leben genießen und
beide davon sehr profitieren werden. Zwei Hunde die zusammen passen sind ein bisschen mehr Arbeit aber dafür doppeltes Glück!

10.03.2012
Eigentlich sagt einem der ganz normale gesunde Menschenverstand, dass man einen neuen Hund nicht 5
Tage am Stück rund um die Uhr betüdeln kann, um ihn dann Knall auf Fall 5 Stunden alleine zu lassen. Und wenn man meint es so machen zu müssen, dann sollte man sich zumindest nicht beschweren, wenn
dann vielleicht etwas kaputt geht. Der Mensch hat zwei Ohren und man sollte meinen, dass man zumindest in der Lage sein sollte mit einem zuzuhören, wenn wir solche Dinge wie das Aufbauen des
allein bleibens erklären, was wir einmal beim Termin tun und ein zweites Mal, wenn wir die Hunde in ihr neues Zuhause bringen. Vergebliche Liebesmüh, wie die Rückgabe von Mina nach nur 7 Tagen zeigt.
Mina und ihre Kumpels haben sich jedenfalls sehr gefreut wieder zusammen zu sein....
08.03.2012
Manchmal geschehen Dinge, die bei den Hunden starke, ganz unterschiedliche Reaktionen auslösen, weil
sie sie vermutlich an schon erlebte, oft unschöne Geschehnisse erinnern. So passiert vor einigen Wochen in Wien mit unserem Doggenbub Nelson. Während eines Spaziergangs in bekannter Gegend rasselte
plötzlich mit laut krachendem Geräusch der Metallrollladen eines Geschäftes nach unten. Der laute metallische Knall lies Nelson förmlich zusammen brechen. Wie sich kurz darauf zeigte, nicht nur
körperlich, sondern vor allem auch psychisch. Nelson der bis zu diesem Erlebnis ein völlig gelassener, souveräner Hund war, hatte ab da plötzlich vor allem Angst und wollte kaum noch vor die Tür gehen. Er
verkroch sich und zog sich völlig in sich zurück. Besorgt riefen uns seine Menschen an. Im Gespräch bekamen wir heraus, dass sie Nelson zu sehr umhegten, sie ihn in ihrer Sorge so sehr in Watte packten,
dass sie ihm dadurch förmlich den Weg zurück ins Leben abschnitten.
Heute kam die frohe Nachricht, dass Nelson dank unserer Beratung, wie man seinem Vierbeiner in
solchen Situationen am besten helfen und sich verhalten kann, zu 90 % wieder ganz der alte Charmeur ist
. Darüber sind nicht nur wir, sehr glücklich. Nur den Weg an diesem Geschäft vorbei, den will Nelson nicht mehr gehen. Aber vielleicht geht das auch irgendwann wieder und wenn nicht, auch nicht schlimm,
es gibt genug andere Wege.

06.03.2012
George und Mercy finden Gefallen an der Morgendlichen Augenpflege und heute waren wir mit der Kamera dabei:


05.03.2012
In den schönsten Momenten hat man leider immer keine Kamera dabei, so wie heute Morgen, als klein
Mercy den George um die Augen geputzt hat. George war im ersten Moment etwas irritiert und ging einen Schritt zurück, Mercy stellt sich auf die Hinterpfoten, legt George ihre Vorderpfoten auf die
Schultern und putzt ihn weiter. George findet es angenehm und legt sich hin, Mercy legt sich direkt vor ihn und verrichtet mit Hingabe weiter ihre Putzarbeiten... Das war richtig rührend anzusehen.
Am frühen Vormittag dann kam die Schreckensnachricht, dass Cory, die seit drei Tagen in ihrem neuen
Zuhause ist, entlaufen ist. Ausgerechnet Cory, die so scheu ist. Oh je. Sie saß mit ausbruchsicherem Geschirr und Leine dran in Kofferraum, aber die Leine war nicht im Auto befestigt. Als dann der
Kofferraum geöffnet wurde, gab sie Gas und sprang aus dem Auto, da ihr Autofahren und Auto an sich noch sehr unheimlich sind. Nach Stundenlanger Suche fanden sie ihre Leute mitten in einem Weinberg
und robbten auf dem Bauch zu ihr hin. Cory blieb zum Glück sitzen. Ihr neues Frauchen weinte vor Erleichterung, als sie uns die gute Nachricht mitteilte, dass Cory wieder zu Hause war. Puhh - uns fiel ein
riesen Stein vom Herzen, denn das hätte ganz schön schief gehen können, vor allem da sich Cory ja auch noch nicht in der neuen Gegend auskennt. Nach dem Schreck werden ihre Menschen jetzt sicherlich
vorsichtiger sein.
03.03.2012
Unsere langjährige Helferin Sylvi hat einen Herzenswunsch: sie würde gerne unserem Huskymädchen
Lilly ein Zuhause geben. Alles nötige war schon organisiert, doch dann machten Sylvis Vermieter ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie ist jetzt auf der Suche nach einer Wohnung in der Hundehaltung
erlaubt ist. Ihr lieben Tagebuchleser, vielleicht weiß ja einer von euch etwas und kann helfen oder hat eine guten Tip. Die Wohnung sollte ca 70 qm² haben, Balkon oder kleines Gärtchen wäre schön und
nicht zu weit von Wörrstadt gelegen sein. Solltet ihr Sylvi helfen können meldet euch bitte bei ihr unter
sylvia.kolasa@freenet.de

01.03.2012
Tut mir leid, dass ich im Moment etwas sparsam bin mit dem Tagebuch. Die Erkältung ist dieses Mal
sehr hartnäckig und der abgebrochene Zahn war vereitert und musste gezogen werden. So bin ich alles andere als fit und ziemlich froh, wenn wir Abends um 21.00 mit dem Füttern durch sind und ich mich
früher als sonst verkrümeln kann.
27.02.2012
Wir alle werden mal alt und irgendwann kommt dann der schlimme Moment, wo man erkennen muss,
dass man seinem Hund nicht mehr gerecht werden kann. Der Moment wo die Menschen ins Alters- oder Pflegeheim müssen und der Hund ins Tierheim. Vor dieser Situation steht nun Jesse, eine neunjährige,
freundliche Colliehündin. Noch kann sie in ihrem Zuhause bleiben. Wir hoffen, dass wir für sie bald ein neues Zuhause finden und sie nicht erst zu uns muss, denn Jesse hat in den neun Jahren ihres Lebens
nicht viele andere Hunde getroffen und relativ abgeschlossen gelebt, so dass es sie sicherlich überfordern würde, sich plötzlich in einer größeren Gruppe mit anderen Hunden arrangieren zu müssen.
25.02.2012
Die letzten zwei Tage waren Tierarzttage. Gestern war die Tierärztin bei uns, um 11 Hunde zu impfen
und Blut abzunehmen. Heute wurde Rico kastriert und Lanz bekam endlich sein Entropium operiert. Lanz hatte an den unteren Lidern sog. Rolllider, d.h., dass sich das Augenlid nach innen einrollt und
deswegen die Wimpern permanent auf der Linse scheuern. Das ist für den betroffenen Hund sehr unangenehm, verursacht Schmerzen und führt wegen des Reizes zu stark tränenden und immer
entzündeten Bindehäuten. Unbehandelt kann dadurch die Linse zerstört werden und der Hund wird blind. Einige von euch werden sich sicher noch an den armen alten Chow Chowrüden Chan erinnern, der
dadurch blind geworden war. Lanz sieht im Moment aus wie Klitschko nach einem verlorenen Kampf, aber die Schwellung wird die nächsten Tage zurück gehen und er wird gleich viel entspannter in die Welt blicken.
24.02.2012
Was so jeder einzelne als Glück empfindet ist unterschiedlich und sehr individuell. Was bei uns
Hundemenschen Glücksgefühle auslöst, ist für Nicht-Hundemenschen oft nicht nach zu vollziehen, z.B. so ein feuchter Hundekuss. Hierzu passt ganz wunderbar Irmtruds mail unter dem Betreff “unerhört
glücklich”:
also neulich im Wald da war ich auf einmal unerhört glücklich
und das kam so:
Beim allmorgendlichen Waldspaziergang mit den beiden Vierbeinern, der derzeit noch in der
Dämmerung stattfindet blieb ich auf dem tiefgefrorenen Boden vielleicht noch nicht so richtig wach an irgendetwas hängen und eh ich mich versehen hab lag ich langgestreckt auf dem Boden...
Bevor ich mich wieder sortieren konnte waren zwei besorgte kalte und feuchte Hundenasen und Zungen zur Stelle die wohl ebenfalls erschrocken vom Sturz des Frauchens mich fürsorglich tröstend
von oben bis unten ableckten. Da war ich auf einmal unerhört glücklich, dass ich zwei so tolle Begleiter habe.
Hier noch ein Foto vom 1. Advent ind Südtirol! Ja Ihr lest richtig: bei 16°C nach einem langen Spaziergang auf der Wiese liegen! Advent in den Bergen mal anders, aber irgendwie auch schön!

Viele liebe Grüsse aus Kaiserslautern
Terry, Dayo und Irmtrud
21.02.2012
Zur Abwechslung mal wieder was Schönes, über das man sich freuen kann, was wir nach der letzten Aktion auch dringend nötig haben.
Die kleine Lilly hat uns geschrieben. Sie kam vor knapp einem Jahr nach 8! Jahren aus der Vermittlung
zurück. Angeblich unvermittelbar weil unberechenbar in ihrem Verhalten und angeblich super schwierig mit ihr zurecht zu kommen. Lilly zeigte vom ersten Moment an bei uns auch nicht im Ansatz irgendeine
der beschriebenen Verhaltensweisen. Ihr neues Zuhause ließ zum Glück nicht lange auf sich warten und Lilly und ihr Frauchen sind nach wie vor sehr glücklich miteinander, ohne dass je die kleinste Kleinigkeit
vorgefallen wäre. Sie hat zwei Blumenläden und Lilly ist immer dabei, ob auf dem Großmarkt oder im Laden.

Unter diesem link http://gallery.me.com/tobiasvolk#100182 findet ihr wunderschöne Bilder von
einem glücklichen Hundemädchen.
19.02.2012
Wir haben schon so manche mail im Vorfeld einer Ab- oder Rückgabe eines Hundes bekommen, aber
noch keine, die so gefühllos war. Da hätte man sich lieber einen Hometrainer oder ein Laufband kaufen sollen, dem macht es wenigstens nichts aus, wenn es ungeliebt nach ein paar Wochen in die Ecke gestellt
wird. So ein Sportgerät hat außerdem den unglaublichen Vorteil nicht zu bellen, keine schmutzigen Pfoten zu bekommen und rundum anspruchslos zu sein. Die Menschen scheinen überhaupt nicht mehr
miteinander zu reden. Letztlich wollte nur der Vater einen Hund, damit er sich mehr bewegt und dem Rest der Familie war es schei... egal.
“Hallo Christian,
wir haben … jetzt seit 7 Wochen. Leider hat sich die Situation mit ihm nicht so entwickelt, wie wir
uns das vorgestellt haben. Es gibt eine Reihe von Schwierigkeiten und Umständen, die ich und meine Familie wohl unterschätzt haben.
Da ist zum Beispiel das Problem, dass ich einen Hund haben wollte, um einen Grund und
Veranlassung zu haben, mich mehr an der Luft zu bewegen. (mein Arzt hat mir mehr Bewegung verordnet). Da war … wohl mehr ein Mittel zum Zweck. Doch als vollwertiges "Familienmitglied"
erfordert er generell mehr Aufmerksamkeit und Zeit als gedacht. … hat alles in allem doch eine erhebliche Umstellung des Tagesablaufs mit sich gebracht. Auch meine Arbeitszeit wurde in
Mitleidenschaft gezogen.
Erschwerend kommt hinzu, dass ich mit ihm so oft spazieren war, dass ich mir eine
Achillessehnenreizung zugezogen habe und seit 5 Wochen nicht mehr richtig laufen kann. Meine Frau hat sich bei einem morgendlichen Gassigang auch noch den Arm gebrochen, so dass sie
ebenfalls ausfällt. Meine Kinder kommen in der Regel später aus Schule und Betrieb nach Hause und haben dann auch keinen Nerv mehr, mit … laufen zu gehen.
Unangenehm beim Spazierengehen ist auch … Verhalten, fremde Hunde schon von weitem anzubellen und sich wie jeck aufzuführen. Wir hatten ja schon mal telefonisch darüber gesprochen.
Um dieses Verhalten abzustellen, müßten wir wohl in die Hundeschule gehen. Dies ist aber ein zeitlicher Aufwand, der nicht so recht in den beruflichen Alltag passt.
Ein Problem ergibt sich aufgrund meiner beruflichen Situation. Ich habe öfters in der Nähe von
Kassel zu tun. Da muss dann … den ganzen Tag im Auto mitfahren und während meiner Termine
alleine im Auto bleiben. Eine Situation, die ihm nicht so ganz gefällt.
Dann ist da der doch merkliche Mehraufwand, um die Wohnung sauber zu halten. Nach jedem
Spaziergang müssen wir … Füße säubern, die Wohnung muss mehrmals wöchentlich nass gewischt
werden, um den reingetragenen Dreck zu beseitigen. Ein Zustand, den meine Frau beklagt - zumal sie vollzeit berufstätig ist und erst am späten Nachmittag nach Hause kommt.
Weiterhin hat … die Angewohnheit, meine beiden Söhne immer anzubellen, wenn sie sich in der
Wohnung bewegen. Mein ältester Sohn war jetzt so genervt, dass er - wie er sagte - "froh" war, nach einer Woche Heimaturlaub wieder nach Marburg zurückkehren zu können, um endlich aus …
Reichweite zu sein. Mein jüngerer Sohn kommt gar nicht mehr gerne aus seinem Zimmer, weil er ebenfalls von … permanent angebellt wird.
Die gesamte Situation ist mittlerweile so unbefriedigend, dass mich meine Familie gebeten hat, eine
"Familienkonferenz" einzuberufen, um die Probleme mit … zu erörtern. Ergebnis der Beratung war,
dass meine Familie überwiegend der Ansicht ist, dass … sicherlich auch ein lieber und verschmuster Hund sein kann - wir aber insgesamt für ihn nicht die richtige Familie sind.
Überwiegend ist meine Familie der Meinung, dass wir … gerne zurückgeben würden, weil wir ihm als vollwertigem Familienmitglied nicht gerecht werden können oder wollen.
Lieber Christian, ich hoffe, du hast Verständnis dafür, wenn ich angesichts der gegebenen
Umstände mich leider dazu durchringen muss, … wieder in eure Obhut zu geben.
Schreib mir doch bitte, wann wir vorbeikommen können, um … wieder abzugeben.
Mit herzlichem Gruß”
Stunden und Stunden verbringen wir damit, den Leuten Haarklein auseinander zu setzen was es bedeutet,
einen Hund aufzunehmen. Wenn man es vergleicht, wie sich diese Menschen hier geben und was sie alles erzählen und leider inzwischen viel wichtiger, was sie alles verschweigen, dann ist das wirklich nur noch
ein unwürdiges Schmierentheater. Schade um unsere wertvolle Zeit und noch viel schlimmer, wieder ein armer Tropf, der um eine unschöne Erfahrung reicher ist. Aber wen interessiert das, ist doch völlig
wurscht, wenns einem nicht gefällt kann man ihn doch zurück geben. Dass es sich um ein Lebewesen mit Gefühlen handelt scheint völlig unwichtig zu sein. Der Hund ist nicht Partner und Freund, sondern wird
benutzt und wenn die Nachteile den Nutzen übersteigen wieder abgestoßen. Wen wunderst, dass sich ein Hund in einer solchen Situation nicht wohl fühlt und sich dann auch dementsprechend verhält.
In diesem Zusammenhang bitte ich um Spenden. Nein kein Geld, sondern etwas das uns inzwischen
leider völlig ausgegangen ist und mit dessen Nachlieferung auf absehbare Zeit nicht zu rechnen ist: VERSTÄNDNIS. Sollte jemand etwas davon erübrigen können, auch Kleinstmengen werden dankbar
angenommen....
Als logische Konsequenz werden wir ab sofort die folgenden Hunde in unser “Vermittlungssortiment”
aufnehmen. Jeder einzelne das absolute rundum Sorglospaket, das auch im gefühlskältesten Haushalt ohne Probleme überlebt. Lieferung natürlich weiterhin wie gewohnt frei Haus und wenn gewünscht auch
in Geschenkverpackung, denn Service ist wichtig und der Kunde König ......


18.02.2012
Als die Patin von unserem Waigel im Tagebuch stöberte, gefiel ihr Petras Idee mit der Besucher-
Spendendose und sie beschloss es ihr gleich zu tun. Nun steht eine “Waigel-Spendendose” auf dem Kachelofen und findet hoffentlich zahlreiche Gönner, die sie füllen.
16.02.2012
Die Bilder zeigen es deutlich - Fanni kann wieder lachen und hat sich einigermaßen mit ihrer neuen
Situation arrangiert, auch wenn sie, insbesondere wenn der tägliche Spaziergang losgeht, sehr aufgeregt ist und dann gar nicht weiß, wohin mit ihrer Freude.

Auch unser Rigdebackmädchen Zarah hat den größten Stress weg geschlafen und ihr Schneckenhaus
verlassen, so dass wir heute auch von ihr Bilder machen konnten. Am besten gefällt mir das Bild wo sie zusammen mit unserer Knuddelbacke George zu sehen ist - ein schönes, wenn auch ungleiches Paar...

15.02.2012
Jeder kennt das, man ist so richtig erkältet, die Nase läuft, Husten plagt einen, der Kopf ist wie in Watte
gepackt und die Beine sind auch eher wacklig. Wie gut, wenn man sich dann einfach ins Bett packen und
die Decke über den Kopf ziehen kann. Bei uns fällt das unter “Luxus” und ist wenn überhaupt nur stundenweise mal möglich, zumal es Christian inzwischen auch erwischt hat. Kräftezehrende Arbeiten
sind da eigentlich nicht angesagt, eigentlich... Letzte Woche hatte der Frost Nachts unseren 4000 Liter Wassertank gesprengt, da wir vergessen hatten, das Wasser abzulassen. Das jetzt einsetzende Tauwetter
taut nun auch die 4000 Liter Wasser ab und zwar zügiger als gedacht, so dass heute am frühen Nachmittag das Haus der Junghundegruppe Knöcheltief unter Wasser stand.

Also musste ein neuer Ablaufgraben gebuddelt werden, der verschlammte Raum, nebst den Körben und
pitschenassen Decken gereinigt und trocken gelegt werden. Die Hunde fanden es spaßig, wir weniger.
Kurz vor der Fütterzeit schaffte es dann noch eine Frau das gesamte Hundeheim aufzumischen. Sie lief
mit einem jungen Golden Retriever den Fahrradweg hinunter. Der Junghund hatte seinen Spaß abwechselnd an der Leine und am Jackenärmel der völlig hilflos dran hängenden Frau herum zu zergeln,
die sich nicht anders zu helfen wusste, als permanent mit spitzen Schreien “Au,Au,Au” zu brüllen. Was
sagt uns das? Auch ein Golden Retriever kommt nicht schon erzogen auf die Welt und wer sonst keinen Hund bekommt, geht halt zum Züchter... Das nicht enden wollende Geschrei brachte wieder rum unsere
Hunde aus der Fassung. Der arme Waigel war davon so von der Rolle, dass er nur mit viel gutem Zureden irgendwann dazu zu bewegen war, zum fressen ins Hundehaus zu gehen. Ach ja, und beim
Abendessen ist mir dann auch noch ein Zahn raus gebrochen. War also wirklich ein prima Tag. Vielleicht versuche ich jetzt mal mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Irgendwie ist mir danach...
13.02.2012
So, da bin ich wieder, allerdings nicht in alter Frische, da sich seit der Rückfahrt eine fette Erkältung bei
mir eingenistet hat. Die Fahrt war dieses Mal wegen des schlechten Wetters und viel Schnee in Spanien um einiges anstrengender als sonst. Wir brauchten für den Hin- und Rückweg jeweils 20 Stunden. Zudem
war in Vitoria so viel zu tun, dass wir auch dort zu keiner Pause kamen, so dass wir schon ziemlich platt waren, als es auf den Rückweg ging.
Wir werden einen Reisebericht machen und unser Mitfahrer Robert hat ein Video gedreht, dass wir
allerdings noch zusammenstellen, schneiden und vertonen müssen. Wie immer haben wir auch viele ältere und alte Hunde und Hunde, die dringend unterschiedliche Operationen benötigen, mitgenommen.
Die, die ich für uns mitgenommen habe, habt ihr sicherlich schon auf der Vermittlungsseite entdeckt. Allerdings fehlt noch Zarah, eine knapp achtjährige Rhodesian Ridgebackhündin. Sie hat in Vitoria
besonders unter der Kälte und Nässe gelitten und ist deshalb auch erkältet. Sie mag im Moment das warme Hundehaus kaum verlassen und ist auch noch zu schüchtern und verängstigt um sich fotografieren
zu lassen. Sie bekommt die Zeit die sie braucht und wird sich sicher bald erholen und neue Kraft und Mut schöpfen.
07.02.2012
Bevor es losgeht habe ich noch eine Bitte: Da wir einen Großteil unseres Deckenbestandes mit nach
Vitoria und Miranda nehmen, bräuchten wir selbst Nachschub. Wer also ein paar warme Decken ausmustern kann macht uns damit eine große Freude.
06.02.2012
Ich werde euch für ein paar Tage “vernachlässigen” müssen, denn Morgen gehts beladen mit allerlei
Hilfsgütern und viel Futter nach Vitoria. Mit großer Unterstützung durch zahlreiche andere Tierheime und Tierschutzvereine werden wieder eine ganze Reihe frierender Nasen den Weg in ein besseres Leben
antreten. Die Temperaturen sind fast wie bei uns hier, also lausig kalt und wenn man sich überlegt, dass die Hunde Tag und Nacht bei dieser Kälte ohne irgendwas auf dem blanken Beton liegen, der die meiste
Zeit auch noch nass ist, da täglich ausgespritzt wird, dann wird so mancher von ihnen schon allein seine Transportbox mit einer weichen, warmen Decke drin, als puren Luxus empfinden. Wir haben zur
Sicherheit für den Fall der Fälle, der hoffentlich nicht eintreten wird, Schneeketten dabei. Also seid so lieb und drückt uns ganz feste die Daumen, wer mag kann uns auch in sein Nachtgebet mit einschließen,
dass alles gut geht und alle Zwei- und Vierbeiner gesund und heil wieder nach Hause kommen.
05.02.2012
Viele von euch haben mit Mola wegen ihrem schlimmen Unterschenkel Splitterbruch gebangt. Wenn ihr
euch fragt, wie es ihr geht und ob alles gut geheilt ist, kann ich nur sagen schaut euch die Bilder von der “Elbdeichrennsemmel” an. Besser geht glaube ich nicht....
04.02.2012
Heute kam mal wieder unsere schweizer Armee-Krankentrage zum Einsatz. Unser George wurde
kastriert und 50 Kg trägt man nicht einfach mal so. Mit Hilfe der Trage geht das für beide Seiten sehr komfortabel.

Nach getaner Arbeit an einem eisigkalten aber schönen Tag, überraschte uns Annuschka mit einer
köstlichen Kartoffelsuppe. Man konnte zwar kaum so schnell essen wie sie kalt wurde, das tat aber unserem Appetit und der Freude über die gelungene Überraschung keinen Abbruch. Vielen Dank
Annuschka - das war eine “heiße” Idee!

03.02.2012
Nicht nur wir brauchen jetzt Morgens etwas länger bis wir uns in die diversen Schichten warme Kleidung
gepackt haben, um die mindestens 10 Stunden die wir jeden Tag bei den Hunden draußen sind, gut zu überstehen. Auch so mancher unserer Vierbeiner ist selig warm eingepackt zu sein und so stehe ich jetzt
Morgens noch eine halbe Stunde früher auf, um die Zeit reinzuholen die ich brauche die ganzen Nasen anzuziehen. Hauptsache sie fühlen sich wohl. Ein paar unserer Hunde so wie Pica und Freud haben
allerdings das Pech mit äußerst unkollegialen und offensichtlich nicht verfrorenen( besser gesagt unverfrorenen..) Kumpels zusammen zu sein, die sich wie Java und Mina einen Spaß daraus machen, so
lange an ihnen rum zu zupfen bis der warme Mantel nur noch in Fetzen an ihnen hängt. Das tut mir wirklich leid für die Nasen. Zumindest können sie sich aber unter die Wärmelampen legen, wovon Pica
besonders ausgiebigen Gebrauch macht. Für euch ein paar Bilder von einem Teil unserer zwei- und vierbeinigen Wintermodels:


02.02.2012
Es gibt sie noch, diese lieben Menschen, die es ganz normal finden einem alten Hund eine Chance und
ein Zuhause zu geben und die daran große Freude haben. Leider, gibt es solche Menschen viel, viel zu selten.
Vor über 9 Jahren vermittelten wir an ein nettes Ehepaar die Pointerhündin Chica. Sie ist inzwischen ein
altes Mädchen, mit ein paar Alterswehwehchen. Ihren Menschen fiel auf, dass sie mit zunehmendem Alter große Freude daran hatte andere Hunde zu treffen und bei diesen Kontakten richtig aufblühte. Also
beschloss man mit unserer Hilfe einen passenden Gefährten für Chica zu suchen.
In einem befreundeten Tierheim wartete der ältere Pointermixrüde Robbie auf ein Zuhause. Er war bei
unserem Vitoriatransport im April letzten Jahres mitgekommen. Robbie ist etwa im gleichen Alter wie Chica, hat durch Arthrose etwas krumme Vorderbeine, braucht wie Chica Herzmedikamente und ist
genauso gemütlich wie sie. Am 31.1.2012 fand hier bei uns das Kennenlernen der beiden Hundesenioren und der Menschen statt. Sie verstanden sich gleich und wir begleiteten dann alle nach Hause und regelten
die Einführung von Robbie in seinem neuen Umfeld. Schon nach wenigen Stunden lagen die beiden Po an Po auf dem gleichen Kissen und gingen miteinander um, als würden sie sich schon ewig kennen. Alles
lief und läuft völlig ohne Stress, als wäre es nie anders gewesen.
Solche Erlebnisse sind Balsam für unsere Seele - eine Hundeliebe im Alter und für einen alten Knopf ein
schönes Zuhause. Robbie fühlt sich sauwohl und seine neuen Menschen sind ganz begeistert wie verschmust und anhänglich er schon ist und wie harmonisch alles läuft. Chica hatte leider gar keine Lust
sich fotografieren zu lassen, Hundemädchen in dem Alter sind halt auch noch eitel, aber von Robbie haben wir ein paar schöne Bilder von seinem Einzug.

01.02.2012
Der Tag fing für unseren Rolo ganz schlecht an, nämlich ohne Frühstück, da er heute zum Tierarzt
musste. Er wurde in Narkose gelegt und bekam die Ohren richtig sauber gemacht, den wenigen Zahnstein entfernt und Blut abgenommen, um seine Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Hört sich so
einfach an, war es aber nicht, da Rolo durch seine panische Angst auch nur festgehalten zu werden soviel Adrenalin produzierte, dass er die doppelte Menge Narkosemittel brauchte, um wenigstens kurz
einzuschlafen. Kurz darauf, lief er schon wieder selbst zum Auto. Hier angekommen war er völlig durch den Wind, rannte fiepend mit immer wieder weg sackenden Hinterbeinen durchs Haus und stand völlig
neben sich. Da half nur noch ihn zur Ruhe zu zwingen. Wir brachten eine Transportbox ins Haus und setzen Rolo rein und schon wurde er ruhiger. Heute Nachmittag war er dann wieder so weit fit, dass wir
ihn wieder mit seinen acht Kumpels zusammen bringen konnten. Armer Tropf, es scheint als habe er eine Situation erlebt, in der er Todesangst empfunden hat, die in solchen Momenten sich wieder Bahn bricht.
Na wenigstens ist jetzt mal alles gemacht was notwendig war und Rolo bleibt es hoffentlich auf lange Zeit erspart noch mal in Narkose gelegt werden zu müssen.
Dann hatten wir heute zur Abwechslung mal einen lustigen Anruf: Die Koblenzer Rheinzeitung rief uns
wegen Twitter an. Wie das? Die Zeitung hat im Moment eine Artikelserie die sich mit dem Phänomen Twitter befasst. Der Journalist, der die Artikel schreibt, googelte was man so alles zu diesem Thema
findet und stieß so auf unseren Twitter. Er fand das sehr lustig und rief uns an, weil es ihn interessierte wie der Hund zu diesem Namen gekommen war. So wird nun morgen ein Artikel in der Rheinzeitung
über Twitter erscheinen und ihm, wer weiß, vielleicht zu einem schönen Zuhause verhelfen. http://www
.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Sehr-kommunikativ-Tierschutzverein-sucht-Zuhause-fuer-Hund-Twitter-_arid,374316.html
30.01.2012
Bei Eiseskälte baden gehen? Brrrr - für jeden von uns ein schrecklicher Gedanke. Nicht so für unsere
Mimi. Die Maus ist heute in ihr neues Zuhause umgezogen und bei der Erkundung des Gartens entdeckte sie einen größeren Teich. Juchuu - Mimi hopste rein, spielte mit größtem Vergnügen Eisbrecher,
schwamm einmal durch und kam triefend nass am anderen Ende wieder heraus gehopst. Prima Einstand... Ihre neue Kumpeline, eine Irish Setterhündin ist genauso Wasser verrückt und so dass dieses Verhalten
ihrer neuen Familie vertraut ist. Anschließend wurde Mimi trocken gerubbelt, kuschelte sich auf die Couch und schien sich sehr wohl zu fühlen...
29.01.2012
Heute hatte unsere Cathay Besuch. Eine sehr nette Frau, die mit ihrer Familie in Nordhessen wohnt und
die Cathay vor Jahren im Internet entdeckt hat und die sie seitdem nicht mehr loslässt. Die Familie hat drei Hundesenioren von 13, 14 und 15 Jahren und die älteste eine Huskyhündin duldet keine andere
Hündin im Haus. Aber der Wunsch Cathay endlich einmal persönlich kennen zu lernen war jetzt so stark, dass sie den weiten Weg gerne auf sich nahmen. Nicht nur Cathay, auch Lasse hat sich ordentlich
eingeschmeichelt und die Familie begeistert. Nun hoffen alle, dass Cathay auf sie wartet, bis die Situation
es ermöglicht, dass sie einziehen kann. Wir werden sehen - wenn es so sein soll, dann wird es so kommen. Grundsätzlich wartet Cathay schon viel zu lange auf ein Zuhause, aber sie ist zum Glück ein starkes
Hundemädchen mit großer Lebensfreude.

27.01.2012
Zwei weitere unserer Vierbeiner haben Paten gefunden. Zum einen Fanni, deren ehemaliges Frauchen sie
nun mit einer Patenschaft unterstützt. An Fannis fragendem Blick sieht man sehr deutlich, dass sie nicht versteht, warum sie ihr Zuhause verloren hat. Die Umstellung fällt ihr schwer
Zum anderen hatte unser lieber Waigel heute Besuch von einer sehr netten Frau, die uns einige Dinge
von ihrem verstorbenen Hund brachte und ihn sich als Patenhund ausgesucht hat. Sie hat sich sehr gefreut, ihn in Natura kennen zu lernen und wer weiß, vielleicht hat er irgendwann dort die Chance auf
ein Zuhause. Nach allem was Waigel schon in seinem Leben an Schlimmem erleben und ertragen musste, wäre es zu schön, wenn er endlich sein erstes, richtiges Zuhause finden würde. Im Gegensatz zu Fanni
weiß Waigel nicht wie schön das sein kann. Wir hoffen so sehr, dass er diese Erfahrung noch machen wird und auch dass Fanni es nicht zu lange entbehren muss.
25.01.2012
Während es draußen frostig kalt ist, liegen Antje und Lilly2 sich gemütlich räkelnd auf der Couch und
genießen es, wieder ein richtiges Zuhause zu haben. Antje fährt in zwei Wochen direkt nach Frankreich in den Urlaub. Lilly2 hatte besonderes Glück. Sie war am Samstag bei uns abgegeben worden, weil sie zu
lange alleine sein musste, da ihr Herrchen verstorben war und Frauchen den ganzen Tag arbeiten geht. Direkt am Samstag hatten wir einen netten Interessenten für Lilly und heute schon konnte sie umziehen.
Wenn das doch nur immer so wäre....
24.01.2012
Mola geht voll in ihrem Job als Büroassistentin von Solveig auf:
“Ich hab jetzt meine persönliche Bürostuhl-Popoheizung ;-)) - wann immer ich aus dem Büro rausgehe, thront
Ihre Majestät Mola of the Elbdyke auf meinem Schreibtischstuhl. Es ist echt zum Brüllen komisch. Meist liegt
sie auf der Sitzfläche wenn ich komme und möchte dann erst mal ausgiebig gekuschelt werden, aber wenn Fremde ins Büro kommen, richtet sie sich majestätisch auf und schaut…”
23.01.2012
Heute hätten wir zweimal unseren Lux “verkaufen” können. Beide Anrufer wollten ihn als Hofhund und
wollten ihn ungesehen umgehend abholen. Sie bräuchten ihn nicht kennenlernen, sie hätten doch die Bilder gesehen, das langt. Er hätte auch eine schöne, isolierte Hütte im Hof. Na prima was ein Luxus, ist
ja wie einkaufen per Katalog - aber wen wunderts, andere suchen sich so eine Frau aus. Grundsätzlich kommt ein Leben als Hofhund für keinen unserer Hunde in Frage.
22.01.2012
Zweimal die Woche lassen wir Cathay und ihre Kumpels sich oben auf der Trainingswiese so richtig
austoben. Die strahlenden Gesichter der Nasen und ihre unbändige Lebensfreude sind jedes Mal so schön zu sehen. Mit Fotos ist es allerdings verdammt schwierig, weil Cathay derartig schnell ist, deswegen sind
sie auch nicht so ganz scharf.
21.01.2012
Wegen einer langwierigen Erkrankung der Webmasterin und technischer Probleme war die Homepage
unseres deutschen Unterstützungsvereins der Perrera in Vitoria ja leider lange geschlossen. Nun ist wieder alles am laufen und auf Stand. Ihr habt also wieder Zugriff auf www.sos-vitoria.de
Demnächst werden auch aktuelle Bilder und Berichte von unseren letzten Reisen eingestellt werden. Es lohnt sich also wieder öfter drauf zu schauen.
19.01.2012
Erst die Ukraine – jetzt Aserbaidschan
Massentötung von Straßenhunden in Baku für den Eurovision Song Contest
Tierschützer und Journalisten in Aserbaidschan berichten seit einiger Zeit von der Massentötung
von Straßenhunden in der Hauptstadt ihres Landes. Dort scheint sich momentan dasselbe grausame Szenario abzuspielen wie in der Ukraine im Vorfeld der Fußball-EM. Nur geht es in
Aserbaidschan nicht um ein sportliches Großereignis, sondern um den Eurovision Song Contest. Im Mai diesen Jahres findet der Song Contest in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans statt und
während in den Teilnehmerländern fleißig nach Kandidaten gesucht wird, beginnt im Gastgeberland die „Säuberung“ der Straßen. Den Besuchern will man keine hungernden und
frierenden Streuner präsentieren und wie so oft muss eine schnelle Lösung her. Über humane Wege die Population der Straßentiere zu verkleinern, wie beispielsweise Kastrationsaktionen
denkt die Regierung Aserbaidschans nicht einmal nach. Stattdessen werden von der Regierung bezahlte Hundefänger in die Straßen Bakus ausgesendet, um wahllos Tiere zu ermorden. Dabei
stehen die Hundefänger Aserbaidschans den Häschern ukrainischer Behörden in nichts nach. Die Hunde werden vergiftet oder angeschossen und anschließend erschlagen. Dies geschieht
am helllichten Tag auf öffentlichen Plätzen. Sogar Welpen, die zuvor von Schulkindern versorgt wurden, werden vor den Augen der Kinder erschlagen.
Verantwortliche der Stadtverwaltung von Baku wollen die Öffentlichkeit glauben machen, dass
nur kranke und gefährliche Hunde getötet und alle Tiere von Amtsveterinären kontrolliert werden. Die Tötung der Straßenhunde diene der Sicherheit, heißt es von offizieller Seite, während
gleichzeitig ein Zusammenhang zwischen der „Säuberung“ der Straßen und dem Song Contest bestritten wird. Wie so oft verstricken sich Behörden und Regierungsvertreter in Lügen und
Widersprüche, um die eigene Bereicherung am blutigen Geschäft zu vertuschen.
Vor kurzem wurde zudem bekannt, dass in der Stadt Baku die Einrichtung eines Lagers für
Straßenhunde geplant ist. Der Leiter der Ordnungsbehörde Ahmed Memmedow gab zu, dass es sich dabei aber nicht um ein Tierheim handeln soll, da eine Vermittlung der Hunde „nicht
erwünscht“ sei. Vielmehr sollen die Tiere als billige Pelzlieferanten dienen. Auch dieses gewissenlose Vorgehen kennt man bereits aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern.
Mit der Massentötung von Straßentieren verstößt die Regierung Aserbaidschans nicht nur gegen
das eigene Gesetz, sondern missachtet auch die Europäische Konvention zum Schutz von Haustieren, die 2003 von Aserbaidschan unterzeichnet wurde. Tierschützer aus der ganzen Welt
protestieren gegen den Mord an Straßentieren und auch Sie, lieber Tierfreund, können etwas tun.
Bereits 10.000 Menschen haben diese Petition unterschrieben.
18.01.2012
Heute kam nach sechs Jahren Fanny aus der Vermittlung zurück. Wie so viele wegen Scheidung. Fanni
wurde damals als recht junger Hund auch schon wegen Scheidung bei uns abgegeben. Leider haben wir über die Jahre die Erfahrung gemacht, dass die Beziehungen und Ehen von Mittzwanzigern sehr oft
scheitern. Dies hat man natürlich im Kopf, wenn man mal wieder ein jüngeres Paar hat, dass sich für einen Hund interessiert.
Was das Erstaunliche heute war, war Fannis Verhalten und Reaktion. Obwohl so viele Jahre vergangen
sind seit sie bei uns war, hat sie Christian sofort wieder erkannt, sich richtig gefreut und ihm direkt das
Gesicht abgeschleckt. Für ihr Herrchen hatte sie ab da, nur noch einen kurzen Blick übrig und das wars....
Aktuelle Bilder kommen in den nächsten Tagen - so sah Fanni damals aus:
16.01.2012
Ich hatte euch ja erzählt, dass unserer Lilly letzte Woche ein Zahn gezogen werden musste. Bei der
Gelegenheit ließen wir an einer Geschwulst am Oberschenkel eine Biopsie entnehmen, da die Tierärztin Verdacht auf einen Tumor hatte. Heute kam das Ergebnis: Es ist zum Glück nur ein Fettlipom. Puhh,
was sind wir froh über diese gute Nachricht!!!
15.01.2012
Zum zweiten Mal hätte unser lieber, großer Lohtse fast ein Zuhause gehabt. Ein Ehepaar hatte innerhalb
von vier Wochen zwei seiner drei Hunde verloren. Man verliebte sich in Lohtse, der sich beim Kennenlernen im Umgang mit den beiden kleinen Kindern und der Jack Russelhündin vorbildlich
benahm, wie immer lieb und verschmust war. Alles war klar, man wollte nur ein paar Tage abwarten bis sich ein weiterer Neuzugang, der am Samstag kommen sollte, eingelebt habe. Kommen sollte aus Ungarn
ein älterer Jack Russelmix von 10 Kg. Was letztlich ankam war ein offenbar sehr kranker Hund von 22 Kg, der nun die volle Aufmerksamkeit und intensive ärztliche Betreuung benötigt, so dass die Pläne
Lohtse ebenfalls aufzunehmen sich erledigt haben.
Wie so oft hören wir, dass wir bitte nicht böse sein sollen und Verständnis haben sollen. Aber warum?
Warum sollen wir immer Verständnis dafür haben, dass ein unseriös arbeitender Verein mal wieder mit seiner Masche durchkommt und einer unserer Hunde, in dem Fall Lohtse dafür in die Röhre schaut. Klar,
dem Lohtse geht es doch gut bei uns. Sicher, aber wenn er ein richtiges Zuhause hätte, gings ihm noch viel besser und das ist es was wir unserem Traumbären endlich wünschen...
13.01.2012
Heute hatten wir zusammen mit dem Amtsveterinär eine Beschlagnahme durchzuführen. Ein großer
Rüde ( Näheres möchte ich im Moment dazu nicht sagen) war seit Jahren sich selbst überlassen und fristete ein schlimmes Dasein in einem kleinen, völlig zugemüllten Hof. Sein Besitzer kam nur sporadisch
immer wieder mal kurz vorbei. Der Rüde ist offensichtlich misshandelt worden, weist etliche Narben auf und ist sehr unsicher mit Menschen, da er zum einen den Umgang mit Menschen nicht gewohnt ist und
zum anderen auch nichts Gutes von ihnen erwartet. Er wird jetzt erst mal bei uns bleiben, bis die rechtlichen Dinge geklärt sind. Wir werden die Zeit nutzen, sein Vertrauen zu gewinnen und ihm zu
zeigen, dass das Leben angenehmere Dinge zu bieten hat, als er sie die letzten Jahre kennen gelernt hat.
12.01.2012
Unzählige Male haben wir schon den Satz gehört: “Ich habe mich in einen ihrer Hunde verliebt”. Dieses
Mal war Tonga der Traumhund. Die Leute kamen wenige Stunden nach dem Telefonat, da sie es gar nicht erwarten konnten Tonga kennen zu lernen. Tonga benahm sich super, hatte gleich einen guten
Draht zu dem Ehepaar, zeigte sich anschmiegsam und verschmust, benahm sich klasse gegenüber dem unsicheren Rüden und war auch beim gemeinsamen Spaziergang locker und guter Dinge. Dass Ehepaar
strahlte übers ganze Gesicht, genau so hätten sie sich Tonga vorgestellt. Tja, hört sich doch alles prima
an und gerade bei einem Hund der schon lange bei uns ist, hofft man dann um so mehr, dass es endlich mal mit einem Zuhause klappt, zumal sich Tonga in den letzten Monaten so positiv weiter entwickelt
und große Fortschritte gemacht hat.
Aber letzten Endes war es wohl mal wieder nur ein kurzes Strohfeuer, so wie meistens, wenn wir diesen
Satz gehört haben, denn gemeldet haben sich die Leute seit Montag nicht mehr. Dann waren es halt mal wieder nicht die Richtigen, aber schade ist es schon, denn Tonga wäre jetzt wirklich soweit. Nur gut, dass
die Enttäuschung nur uns bleibt und Tonga sich nicht damit belasten muss...
11.01.2012
Heute wurde Lilly endlich von ihren Zahnschmerzen befreit. Wir hatten gemerkt, dass sie immer wieder
schlecht oder gar nicht fressen wollte und dass sie Probleme hatte Lekkerchen zu kauen. Sie konnte sie nicht richtig aufnehmen und suchte dann irgendwie, auf welcher Seite sie sie kauen könnte. So wurde sie
heute Morgen in Narkose gelegt. Die Untersuchung ergab, dass sich einer der vorderen Schneidezähne in der Mitte gespalten hatte und gesplittert war. Er musste gezogen werden. Bei der Gelegenheit wurden
gleich alle Zähne gesäubert und noch der ein oder andere saniert. Inzwischen ist Lilly schon wieder fit und wartet ungeduldig auf ihr Abendessen.
10.01.2012
Heute war “Kleinhundetag” - jede Menge Anrufer auf der Suche nach kleinen, ganz kleinen und noch
kleineren Hunden. Es ist immer wieder interessant, dass die Gespräche oft so losgehen, das man einen mittelgroßen bzw. knie hohen Hund sucht, der gesuchte Zwerg diese Größe wahrscheinlich aber nur mit
Mühe erreicht, wenn er sich auf den Hinterpfoten hochstellt oder springt oder der Interessent Liliputaner
ist. Genaueres Nachfragen führt dann zu so erhellenden Angaben wie “ ei so ein weißer, so einer wie in
der Cäsar Werbung” oder “die mit dem Schleifchen im Haar”. Prima wenn man so gut informiert auf die Suche nach dem passenden Hund geht....
08.01.2012
Ich kämpfe gerade mit der Tücke des Objekts Computer. Bevor ich meinen heutigen Tagebucheintrag
speichern konnte, hat sich alles verabschiedet und weg wars, nicht nur das von heute sondern gleich das ganze Tagebuch. Christian konnte es im letzten Moment wieder herstellen. Puhh - also nochmal.
Wir sind sehr glücklich über einen gelungenen und schönen Jahresanfang, denn vier unserer Nasen, Dani,
Nati, Jannis und Beppo sind diese Woche zu ihren neuen Familien umgezogen. Wir hoffen, dass es weiterhin so gut für unsere Hunde läuft.
Viele von euch haben, ob von uns oder von einem anderen Verein, einen Auslandshund aufgenommen
und ihm ein Zuhause gegeben. Der Verein Parasitus Ex. e.V., der sich hauptsächlich mit den in den südlichen Ländern vorkommenden Reisekrankheiten beschäftigt, hat eine sehr lesenswerte Broschüre
unter dem Titel “Traumhund aus dem Süden” herausgegeben. Auch wenn wir bei der Vermittlung nach
bestem Wissen und Gewissen beraten und aufklären, viele tun dies nicht und so ist diese Broschüre für jeden mit einem südländischen, vierbeinigen Familienmitglied hilfreich und informativ. Auch für die
unter euch, die sich vielleicht gerade gedanklich damit auseinandersetzen, ob sie einen solchen Hund aufnehmen möchten.
Ihr findet die Broschüre unter folgendem Link:
http://parasitus.com/parasitus/traumhund.pdf
05.01.2012
Wann wird es endlich Winter??? Ich sehne mich nach ordentlichen Minusgraden, denn dann wärs
wenigstens trocken. Der ewige Schlamm und die Nässe sind wirklich zum schwermütig werden und doch schaffen es Hunde wie der kleine Twitter blitzsauber zu sein.
Das was an Regenkleidung so angeboten wird ist für unsere Zwecke hier nicht robust genug und die
Imprägnierung hält nicht lange, so oft wie die Sachen gewaschen werden müssen. Auch Waschimprägnierung hilft da nicht lange weiter. So waren wir heute in dem Unwetter nach einiger Zeit
wieder bis auf die Unterwäsche pitschenass. Also wer von euch einen Tip für wirklich robuste, dauerhaft wasserdichte Klamotten hat, her damit.
Apropos waschen - unser Waschmittelvorrat ist fast aufgebraucht. Wem also bei einkaufen vielleicht ein
Sonderangebot über den Weg läuft..., der macht uns eine große Freude, wenn er uns ein paar Pakete Waschpulver mitbringt.
04.01.2012
Wir sind gerade dabei die Patenschaftsseite zu überarbeiten, da sich einiges geändert hat. So hat auch
Lohtse jetzt Paten, das Ehepaar, das in gerne aufgenommen hätte, was aber ja aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr geht und Snert ebenfalls.
Wir werden mal zu jedem Hund auf der Patenschaftsseite das Alter bzw. Geburtsdatum hinzufügen und
wie lange er schon bei uns ist. Ich war bei einigen selbst erstaunt, als ich die Aufstellung gemacht habe. Die Jahre vergehen und so viele Hunde gehören einfach dazu, sind immer da, dass einem gar nicht
bewusst ist, dass so mancher den Großteil seines Lebens schon bei uns ist. Trotz allem sind unsere Langzeitkandidaten alle gut drauf, fit und durch trainiert, aber es macht mich auch sehr traurig, dass sich
für so viele gar keiner interessiert. Ok, einige sind recht speziell in ihren Ansprüchen, aber auch solche besonderen Menschen wird es irgendwo geben. Ich höre nicht auf zu hoffen, dass der ein oder andere
doch noch irgendwann den Weg zu uns findet und die ein oder andere Nase, so wie Maris letztes Jahr nach drei Jahren bei uns, doch noch ein schönes Plätzchen findet.
02.01.2012
Das Wichtigste zuerst - mein Pete ist wieder auf dem Damm, der Insulinspiegel ist wieder eingeregelt und
mein Stinker ist bester Laune und wieder ganz der Alte. Es ist einfach eine ganz dumme Kombination mit der Krebserkrankung und der Diabetes, aber jetzt ist zum Glück wieder alles im Lot. Ich kann euch
gar nicht sagen, wie froh und glücklich ich darüber bin!!!
Im Moment hagelt es ja überall Rabatte und günstige Angebote, um die Winterware los zu werden. Das
hat eine Anruferin heute wohl einfach übertragen. Sie meinte, wenn wir einen kleinen Chihuahua im Sonderangebot hätten, dann sollten wir uns doch bei ihr melden.....
01.01.2012
Dieses Silvester war ganz schön heftig für unsere armen Nasen. Seit gestern Nachmittag knallt es fast
ununterbrochen. Es war unglaublich laut und lang, vor allem deswegen weil eine Gruppe Halbstarker keine 100 m vom Hundeheim weg, am Regenauffangbecken, lautstark Fete gefeiert hat und Unmengen
von Kanonenschlägen los ließ. Heute Morgen war alles von den Überresten übersät. Gegen 14.00 Uhr machten sich zwei von ihnen den großen Spaß, alle 5 m einen Böller zu zünden und über den Zaun in
Richtung der Ausläufe zu werfen. Die Hunde werden einige Tage brauchen diesen enormen Stress weg zu schlafen. Hoffentlich ist inzwischen das meiste von dem Mist in die Luft gejagt worden, dass die
nächsten Tage wieder ruhiger werden...
31.12.2011
Pete hat heute Morgen zumindest eine halbe Portion gefressen und sich heute Nachmittag
aufgeschwungen die leider jetzt schon zahlreichen Böller und Raketen zu vertreiben. Wenn sich der Insulinspiegel wieder eingependelt hat, wird er auch wieder munterer werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt
und das ist auch gut so.
Aidin, Olga und Pica macht dir schei... Knallerei eine riesen Angst. An Silvester hätte ich am liebsten alle
unsere Nasen bei uns im Haus, um ihnen in ihrer Angst beistehen zu können. Und so wird es heute vielen
Vierbeinern gehen, die schon im normalen Leben oft ihre Menschen nicht verstehen, aber heute müssen
sie mit Recht denken, die Menschheit sei verrückt geworden. Aber so ist es leider jedes Jahr und wir werden es wie immer überstehen.
Für uns geht ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen und so manchem Abschied zu Ende. Aber es war auch
ein Jahr des Zusammenhalts, mit viel Zuspruch und Unterstützung ob durch helfende Hände oder durch finanzielle Hilfe in Form von Spenden und Patenschaften. Gemeinsam mit unseren Helfern ist es uns
gelungen vielen heimatlosen Hunden einen guten Start in ein neues Leben zu ermöglichen. Und dieses Glück ist der Lohn für all unsere Arbeit, das uns Jahr für Jahr und Tag für Tag antreibt nicht nach zu
lassen, um für die die in unserer Obhut sind, die Welt ein bisschen besser zu machen und ihnen neue Hoffnung zu geben.
Lief es oft sehr schleppend mit den Vermittlungen, so haben die letzten sechs Wochen noch mal einen
richtigen Endspurt in Sachen Vermittlungen hingelegt und viele unserer Schützlinge konnten zu ihren
neuen Familien umziehen. Den letzten Tag dieses Jahres haben wir mit einem guten Vermittlungstermin abgeschlossen, so dass Dani und auch Nati im neuen Jahr in ihr neues Zuhause umziehen können. Wir
nehmen es als positives Omen für ein besseres 2012.
Euch allen, die ihr Christian und mir und natürlich vor allem unseren Hunden in welcher Form auch
immer geholfen habt ein riesen DANKESCHÖN von uns. Gemeinsam sind wir stark und diese Stärke werden wir auch im neuen Jahr brauchen, denn auch das nächste Jahr werden wieder viele heimatlose,
verstoßene, junge und alte, kranke und misshandelte Hunde unserer Hilfe bedürfen. Wir werden jeden von ihnen mit offenen Armen empfangen und unser Bestes geben, um ihnen eine gute Zeit zu bereiten,
ihnen wieder Vertrauen in die Menschen zu geben, sie zu pflegen und zu päppeln und hoffentlich ein gutes Zuhause zu finden. In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein gesundes und glückliches neues
Jahr, verbunden mit der Bitte und der Hoffnung auch weiterhin auf euer aller Unterstützung zählen zu können, denn wir und die Hunde brauchen euch!!!
30.12.2011
Ich bin in großer Sorge, denn meinem Pete geht es seit gestern gar nicht gut. Sein bösartiger
Schilddrüsentumor, den wir seit drei Jahren bisher recht erfolgreich bekämpfen hat seinen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gebracht und das hat sich sofort auch auf seine Diabetes ausgewirkt. Als er
gestern auch nicht fressen wollte, fiel er dann in einen Unterzucker und taumelte nur noch durch die Gegend, Glucoselösung half auch nicht, so dass wir Nachmittags mit Pete zum Tierarzt sind. Er hat jetzt
eine Art Chip mit Depotinsulin gesetzt bekommen und bekommt erstmal eine Weile Schmerzmittel. Heute Morgen hat er wieder nicht gefressen und den ganzen Tag fast nur geschlafen. Seine Augen sagten
mir, dass er Schmerzen hat. Zum Abend hat er wenigstens eine halbe Portion gegessen und im Moment ist er etwas munterer.
Auch wenn man sein Leben mit so vielen Hunden teilt wie wir - trotzdem hat man einen Lieblingshund
und bei mir ist das eben mein Pete, der ganz tief in meinem Herzen ist, der immer meine Nähe sucht, dem ich alles verzeihe und nicht schlafen kann, wenn er nicht zusammengerollt in meinen Kniekehlen
liegt. Ich weiß, dass irgendwann der Moment des Abschieds kommen wird und die drei Jahre, die wir schon gegen den Krebs gewonnen haben, sind viel, aber ich hoffe, dass das noch nicht alles war und uns
noch eine gute Zeit miteinander vergönnt ist. Wir beginnen jetzt zusätzlich eine Misteltherapie und wenn mein Pete so ein Kämpfer ist wie ich, dann bekommen wir noch einen Aufschub....
- 28.12.2011
Wie wir sie lieben diese unangenehmen Zeitgenossen, die hier nach dem Motto “hoppla, hier bin ich”
einfach so aufschlagen und dann mit Nachdruck und völlig ungebremstem Selbstbewusstsein verlangen, mal schnell alle Hunde anzuschauen. Während der Vater weiter insistiert jetzt die Hunde sehen zu wollen
, ärgern seine zwei Kinder in ähnlich penetranter Weise die Hunde vom Weg vor dem Haus aus. Als er merkt, dass er nicht zum Ziel kommt, beginnt er sofort uns zu beschimpfen und droht uns ( obwohl er
nicht einen Hund gesehen und das Gelände nicht betreten hat), wegen schlechter Hundehaltung anzuzeigen. Es ist immer wieder erschreckend was so alles frei rumläuft.....
- 27.12.2011
Mola hat schon den ersten Bericht über ihr neues Leben geschickt. Sie scheint sehr zufrieden mit unserer Wahl zu sein:
Liebe Karin, Lieber Christian,
lehnt Euch entspannt zurück und schubst mich von VERMITTLUNG auf ZUHAUSE GEFUNDEN – ich bin
angekommen. Ich liege hier in der Tischhöhle – Solveig ist mal eben raus und kuschelt den Kater (der findet
mich ziemlich uncool, weil ich ihn auf den Baum gejagt hab – Chaka! Kater: 0 - Mola: 1). Aber lasst mich lieber von vorne erzählen…
Ab ins Auto – Verabschiedung von Euch und Simone, war traurig, hab auch noch kurz gepienzt, aber das Auto
war ja perfekt auf mich ausgerichtet – 4 Schmusedecken, ganzer Kofferraum für mich – das ist ein Luxus…
und als Rüdi mir dann auch noch gleich die blöde Tüte abgenommen hat und mit mir kurz spazieren war, während ihr da in der Hütte gesessen habt, war ich glücklich und müde und bin eingeschlafen. Aufgewacht
bin ich dann Mitten in Frankfurt… nach dem 5. Mal Kofferraumklappe auf und „Sitz“, hab ich kapiert, dass es
schneller geht, wenn ich warte, bis einer von den Beiden mich raus hebt. Rein zu Tante Kirsten – sie ganz
begeistert „…wenn ich mir einen Hund hätte backen sollen, dann hätte er ausgesehen, wie Du“ – die kann
Komplimente machen J. Nach 5 Minuten Wohnungsbeschau saßen/lagen wir um den Tisch rum, Solveig lag bei mir am Boden und wir kuschelten.
Das rote Geschirr steht mir übrigens prächtig und passt perfekt.
Nach dem Tee (ich bekam Wasser, Tee sei nix für Hunde, aber nicht mal probieren durfte ich…) sind wir
dann zurück ins Luxus-Hunde-Auto. Solveig ist mit mir nochmal kurz Gassi und war ganz perplex, als ich
sofort an der Straße „Sitz“ machte und wartete, bis das „Komm“ kam (ok – ich wollte nur zeigen, dass ich das
kann …). Dann sind wir los, auf die große Reise nach Hamburg. So ungefähr nach 3 richtig fiesen Püpsen
machten wir auf Höhe „Lich“ halt – Rüdi hatte „Felle vor den Augen“ und war der Meinung, ich müsste wohl mal dringend was loswerden. Wir also wieder raus aus dem Auto und Gassi mit Rüdi:
Nein Karin, ich schleime mich nicht ein… ich kann wirklich super auch an der kurzen Leine gehen, ohne dran
zu zerren… wenn ich zu schnell los hetze, dann bekomme ich ein kurzes Zeichen an der Leine (auch an der
langen) und bremse sofort ab. Nach nochmal 2 Stopps waren wir dann in Hamburg – menno – hier ist es ganz schön windig, mir hat es die ganze Frisur zerzaust.
Ab ins Haus, alles beschnuffeln und dann raus… direkt vor der Tür – das Mola-Paradies – eine riesige
Wiese mit lauter Mauselöchern. Dann wieder zurück rein (Frisur richten), gemampft und die Tischhöhle eingeweiht (ich schick Euch später Fotos davon – ähnelt aber meiner Luxuskarosse). Dann
ist das ganze Rudel ins Bett. Ich hab es zumindest versucht, wurde aber auf den Korb, die Decke und
den „Läufer“ vor dem Bett verwiesen. Ihr Menschen seid manchmal echt komisch… „Läufer“ – ich
schwöre es Euch, ich hab die ganze Nacht draufgelegen und ihn heute ziemlich lange beobachtet – gelaufen ist der keinen Meter! Dann bin ich auf dem Ding eingeschlafen, Rüdi hat mich noch
gekuschelt, aber ich erinner mich nicht so richtig dran, hab ziemlich schnell geschlafen. Heute Morgen
war Solveig dann mit mir im Nachthemd, Jogginghose, Gummistiefel und Pferdejacke „kurz Gassi“ –
die Nachbarn hatten ihren Spaß – wir sind eine halbe Stunde von Mauseloch zu Mauseloch gestürmt und hatten Spaß wie Bagger. Danach haben wir Rüdi geweckt, dann wurde es richtig spannend – hier
gibt es noch 3 große Hunde (Solveig nennt sie Pferde, aber da hat sie was falsch verstanden, das sind
große Hunde… obwohl – die Augen sitzen seitlich und ihre Pfoten sehen irgendwie komisch aus… ich schau mir das nochmal an und berichte Euch).
Rüdi hat also den weißen großen Hund im Kreis führen wollen, der wollte aber nicht so richtig und ist
auf 2 Pfoten hoch – uuuuhhhh – sah das gefährlich aus, da musste ich ihn gleich anbellen, er solle
meinen Rüdi bloß in Ruhe lassen. Schnaubt der mich an, das sei SEIN Rüdi und er wolle ihn nur ein
bisschen bewegen…. Das Spiel würde „wer bewegt wen“ heißen und er hätte es eindeutig gewonnen.
Komische Spiele haben die großen Hunde.. Dann ist Rüdi mit mir zu dem großen Wasser… er nennt das
Ding Elbe… woooow – ganz schön nass und riesig sag ich Euch. Hab mal lieber ein bisschen Abstand gehalten – aber faszinierend fand ich es schon.
So – wir haben dann noch ziemlich viel gefaulenzt heute, Solveig hat noch Hütchen-Spiele mit mir
gemacht (wo bin ich hier nur hingeraten – illegales Glückspiel mit Hundefutter….), ich hab noch einige Mauselöcher ausgebuddelt (und dabei nicht gemerkt, dass das Mäuschen aus dem nächsten Loch
rausgeschaut hat) und viel rudelgekuschelt. Keine Ahnung, warum ich soooo müde bin, aber ich glaube, ich muss mich auf den Bettvorleger werfen (das war das zweite Wort, das Solveig für meinen
Lieblingsplatz genannt hat – passt viel besser… Liegen kann der phantastisch und ich draufliegen
mindestens genauso gut, nur damit ihn keiner klaut, natürlich…) und ein bisschen die Augen zumachen
– nur gaaanz kurz…. Schlaft schön und ich soll Euch grüßen und endlich die Pfoten von der Tastatur nehmen, geht nicht mehr, bin so müde, dass ich den Kopf nicht mehr heben kann.
Liebe Grüße Eure Molaaaaaa (gäääähhhnn)
- 26.12.2011
Die Weihnachtshundemänner- und frauen Perlchen, Fox, Socke und Han hatten glaube ich nicht ganz so
viel Spaß bei der “Kostümierung” wie ihre Menschen ...., dafür hats aber bestimmt ein ganz besonderes Lekkerchen als Belohnung fürs Stillhalten gegeben.

Ich denke, ihr könnt euch nicht vorstellen, dass ein Weihnachtskeks einen Hund in Panik versetzen kann.
Leider doch. Ich hatte allen unseren Nasen ein extra dickes Lekkerchen mit in den Napf aufs Abendfutter gelegt. Alle haben den dicken Keks genüsslich verspachtelt, nur unsere arme Java saß zitternd mit großen
, vor Angst geweiteten Augen vor ihrem Napf, ob dieses komischen Dings im Napf, dass sonst nie da drin ist und traute sich nicht zu fressen. Das war ein so trauriges Bild, dass man glatt hätte heulen können.
Arme Java, was musst du alles erlebt haben....
25.12.2011
Nach der traurigen Nachricht gestern dafür heute was richtig Schönes - Mola ist heute nach Hamburg
umgezogen. Molas Bein ist prima verheilt und sie läuft schon wieder gut, auch wenn sie ihr Bein noch
etwas schonen muss. Ihr neues Frauchen ist eines unser langjährigen Mitglieder. Ihr Kalle den sie von uns vor über 9 Jahren adoptiert hatte war am 14.12.2011 verstorben. Der Nachruf den wir von Solveig
erhielten war so liebevoll und wenn man ihn gelesen hat, dann spürt und weiß man, dass Mola ein wunderschönes Hundeleben bei einfühlsamen Menschen bevorsteht:
Hallo Ihr alle,
gestern Morgen unter der Dusche streifte ein Gedanke mein Hirn: Kalle mit Sam, Chivi, Max, Anka, Lappes, Yön
und ganz vielen anderen wundervollen Gefährten, Hasen jagend, Rehe hetzend, sich Butterpapiere, Würste, Joghurtbecher wünschend und bekommend und sich bewegen könnend, ohne Schmerzen und ohne Atemnot. Ich
schüttelte mich, schalt mich eine Idiotin, es ging ihm doch (vermeintlich) besser.
Als wir los wollten, konnte er die Hinterbeine nicht mehr bewegen und hatte höllische Schmerzen. Wir verfrachteten
ihn ins Auto und als er im Kofferraum lag, war mir klar, dass es seine letzte Fahrt werden würde. Er war seit
Sonntag furchtbar unruhig, nach dem Tierarztbesuch am Montag hatte ich wieder einen Funken Hoffnung, aber eigentlich habe ich seit fast 2.5 Jahren (erfolglos) versucht, mich auf diesen Tag vorzubereiten.
Kalle hat im strömenden Regen in seinem geliebten Kofferraum mit Hilfe unserer Tierärztin die letzte Reise
angetreten, er musste nicht nochmal in die Praxis oder noch mehr Stress haben, Conny, Zwerg und ich waren die
ganze Zeit bei ihm. Danach sind wir mit ihm an seinen Lieblingsstrand an der Elbe gefahren, haben Elbsand geholt
und eine Welle für ihn gefangen. Wir haben ihm ein Grab unter dem Mammutbaum gemacht, der Sand, die Welle, eine Butterdose zum Ausschlabbern, eine Schale mit Thunfischstreichresten & Leberwurst und seine
Lieblingsdecke haben ihn begleitet.
Ich weiß, dass es ihm jetzt besser geht und er keine Schmerzen mehr hat, aber er fehlt mir jede Sekunde - keine
kalte Hundenase, die einen mit einem Hauch Fischatem aus dem Bett wirft, kein schwarzer Flokati, über den man
ständig steigen muss, keine Chance mehr, diese wundervolle, seidenweiche Fell zu streicheln oder eins seiner "huuuhuuu"s zu bekommen.
Loslassen muss ich ihn, aber vergessen werde ich ihn nicht. Ich vermute, er hat mir den Gedanken am Morgen
unter der Dusche geschickt um mir zu zeigen, dass es OK ist, vielleicht hat auch mein Hirn endlich registriert,
dass es Zeit war, ihn loszulassen, vielleicht hat der große Mann da oben ihn selber haben wollen, den wundervollen
Schwarzbären. Egal was es war - mich tröstet der Gedanke ihn jagend übers Feld rennen zu sehen.
Liebe Grüße, Eure Solveig
24.12.2011
Die Nachricht dass Lhotse nun doch nicht nach Silvester in sein neues Zuhause umziehen kann, war
leider keine frohe Weihnachtsbotschaft. Seinem gedacht zukünftigen Herrchen fehlt an einer Hand ein Daumen und jetzt hat er sich unglücklicherweise am zweiten Daumen die Sehne abgerissen. Da Lhotse
Dritthund neben zwei großen Hündinnen gewesen wäre, wird das jetzt vom handling her zuviel. Leider hatten wir Lhotse schon auf vermittelt gesetzt und hoffen, dass ihm das nun nicht zum Nachteil gereicht,
wenn er plötzlich wieder oben bei den zu vermittelnden erscheint. Super schade ist das. In solchen Momenten bin ich immer froh, dass die Hunde im hier und jetzt leben und so durch verfrühte Freude
dann nicht enttäuscht sind, wenns doch nicht klappt. Der große Bub ist jedenfalls bester Laune und wir werden uns nun wieder auf die Suche nach einem guten Plätzchen für den Schatz machen.
23.12.2011
Und schon ist es wieder so weit, Morgen ist Weihnachten. Viele haben uns liebe Weihnachtsgrüße
geschickt und damit eine große Freude bereitet. Was immer für euch dieses Fest und die Feiertage bedeuten mögen - Stunden der Besinnung, der Völlerei, des Familientreffens, Stress, ein paar freie Tage
oder von allem etwas, wie auch immer, wir wünschen euch und euren Fellnasen von Herzen eine gute Zeit, die hoffentlich möglichst wenig in Stress ausartet, mit schönen, gemeinsamen Spaziergängen und
vielleicht Spiel und Spaß für alle.
22.12.2011
In den letzten zwei Wochen haben einige Hunde noch schnell vor Weihnachten und den drohenden
Ferien ihr Zuhause verloren. So Antje die Labradorhündin, das junge Mischlingsmädchen Indira, das riesen Rottweilerbubchen Beppo und ein junger Rüde, für den wir noch einen passenden Namen suchen
.Leider hat uns das Wetter bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht, von den Neuzugängen vernünftige Bilder zu machen. Bei dem ewigen Regen und Nebel kam bisher nix gescheites dabei raus.
Wir versuchen es aber weiter.
Andererseits hatten wir die letzten Wochen großes Glück gerade für unsere großen und vom Wesen her
anspruchsvolleren Hunde wie Yuri, Tobi, Paddy und Biggs richtig tolle Leute zu finden. Bei diesem Schmuddelwetter ist es noch schöner als sonst unsere Nasen in ihr neues Zuhause zu begleiten. Ich
würde was drum geben, wenn wir bald für die liebe Nati die richtigen Menschen finden würden, denn sie leidet wegen dem Wetter so sehr, still, mit anklagendem Blick, dass es mich mehr als berührt. Nicht dass
ihr kalt wäre, nein, der Regen und der Schlamm sind ihr ein Graus und so verlässt sie kaum das trockene Hundehaus.
20.12.2011
Es häufen sich in den letzten Wochen die Anrufe von Vereinen die Hunde aus dem Ausland geholt haben
und sie nach missglückter Vermittlung nicht zurück nehmen wollen oder gar nicht dazu in der Lage sind, weil sie Vermittlungen nur direkt per Internetbestellung machen, was wir grundsätzlich für unseriös
halten. Genauso oft bekommen wir Anrufe von Menschen die auf diesem Weg einen Hund übernommen haben und nun da sie mit dem Hund nicht zurecht kommen keinen Ansprechpartner mehr haben und
nicht wissen wohin mit dem Hund. Erst heute wieder die lapidare Antwort des vermittelnden Vereins “ dann schicken wir ihn halt zurück nach Spanien”. Man kann halt nicht nur mit geringst möglichem
Aufwand Kohle machen wollen und ist dann noch stolz darauf “Hunde gerettet” zu haben, wenn einen ihr Schicksal und Wohlergehen anschließend nicht mehr die Bohne interessiert und man sogar so
kaltschnäuzig ist die arme Socke wieder genau in den Dreck zu stoßen aus den man ihn vorher geholt hat.
Wir wundern uns immer wieder, dass sich Menschen auf so etwas einlassen und sich einen Hund einfach
nur per Bild im Internet aussuchen als wäre es ein Handy oder eine Kaffeemaschine. Nicht dass diese Vereine weniger Schutzgebühr verlangen, im Gegenteil sie verlangen für Nichts weit mehr als wir mit all
dem Service, der Beratung und der Betreuung. Wir hören dann immer wieder, wir würden uns doch mit bissigen Hunden auskennen, wir kämen doch damit zurecht und außerdem hätten wir ja Trainer, die mit
dem Hund arbeiten könnten. Ja genau, wir haben Trainer, zwei sehr gute sogar. Aber dafür haben wir über 10 000 Euro in deren Ausbildung investiert, sie bilden sich weiter und sind immer bemüht weiter zu
lernen, um Hunden und auch ihren Menschen bestmöglichst helfen zu können. Wir sehen es nicht ein, dauernd die Probleme anderer zu lösen, die sich aus ihrer Verantwortung stehlen, teilweise mehrfach die
Schutzgebühr für einen Hund kassieren und wenn es Probleme gibt, nicht mehr zuständig zu sein oder auch nur auf die Idee zu kommen, den Hund dann eben erstmal in einer Hundepension unterzubringen
und sich einen Trainer zu suchen, der mit dem Hund arbeitet. Das kostet ja Geld, da ist es doch billiger die arme Nase in einen Flieger zu setzen und zurück zu fliegen, egal wie seine Zukunft, wenn er denn
eine hat, dann aussieht oder ihn in ein deutsches Tierheim abzuschieben. Das ist kein Tierschutz, das ist einfach nur widerlich, verantwortungslos und unverschämt.
19.11.2011
Um die Weihnachtszeit bekommen wir viel nette Post mit den lustigsten Hundeweihnachtskarten. Aber
auch ettliche unser ehemaligen Schützlinge erzählen uns als Weihnachtsgeschenk von ihrem neuen Leben und diese guten Nachrichten sind für uns wirklich wie ein Geschenk. So wie die Nachrichten aus Lottes
neuem Leben:
Hallo.
So kurz vor Weihnachten möchte ich Euch gerne noch von Lotte (alias Miss Knutschkugel) berichten.
Also wie soll ich anfangen, Lotte ist einfach nur schrecklich………… lieb :-) und wir könnten uns
keinen besseren Hund vorstellen. Sie hat sich wirklich gut (und erstaunlich schnell) eingelebt, Kater Sylvester ist nicht mehr ganz so schlimm, darf sogar an Lotte schnuppern ohne dass sie gleich in
die andere Richtung schauen muss (andererseits ist Kater ja auch etwas unsensibel in der Beziehung, kennt sich ja schließlich mit Hunden aus, meint er…). Das Pferd findet Lotte auch nicht
weiter schlimm, das riecht nur etwas seltsam und sie würde gerne öfter mal dran schnüffeln, wenn es doch nur mal stillhalten würde…… aber das findet sie noch raus, wie das große Tier mit den
langen Ohren funktioniert :-). Ansonsten ist unsere Lotte der Liebling der gesamten Nachbarschaft und aller Hunde die hier so unterwegs sind und sie hat schon einige gute Spielfreunde gefunden (der
beste ist der alte Bico, ein großer Rhodesian Ridgeback). Ansonsten ist die Lieblingsbeschäftigung eindeutig Futtern (auch die Sachen, sie so manchmal auf der Straße rumliegen, das müssen wir
dann ab und an ausdiskutieren und ich muss ihr erklären dass nicht alles was da so liegt auch so unbedingt gut ist für Hunde…. schließlich gibt es auch böse Menschen, die böses Zeugs hinlegen),
prima findet sie auch ihren Riesen-Kauknochen und das allerbeste überhaupt ist wenn wir nach Hause kommen aus dem Stall oder der Waldrunde und ihr großes Kuschelkissen auf sie wartet und
das am besten noch vor der Heizung…… mmmhhhhhhh :-). So, dass war dann mal der Zwischenstand, wir melden uns bald wieder (und dann gibt es auch Fotos, die sind leider
flachgefallen, weil die Kamera das Zeitliche gesegnet hat; aber vielleicht war ich ja brav genug und der Weihnachtsmann bringt mir eine Neue).
Wir wünschen Euch und den vielen Fellnasen ein ruhiges und gesegnetes Weihnachtsfest und viel Gesundheit.
Grüße aus Ludwigshafen,
Nicole , Norbert und Lotte

18.12.2011
Gestern wurde unsere Dorchen kastriert. Sie wurde direkt nach der ersten Hitze scheinschwanger und hat
diese Zeit auch psychisch nicht gut verkraftet. Die arme Maus ist total aufgeschmissen, wenn sie plötzlich alleine ohne ihre Kameradinnen ist. Dann ist alles gefährlich und beängstigend für sie,
besonders im Auto mit fahren findet sie ganz schrecklich. So hat sich Elisabeth auf der Fahrt zum Tierarzt zu ihr in den Transporter gesetzt und sie in den Arm genommen. Das Schwänzchen hatte Dora
zwar immer noch bis unter die Nase gezogen, aber so konnte sie es aushalten. Heute Morgen war sie dann heilfroh, als sie wieder in ihre Gruppe konnte. Wenn ich ihr rasiertes, nacktes Bäuchlein bei der
Kälte sehe, frierts mich vom anschauen. Aber so kommt sie wenigstens in den Genuß des schicken, warmen Mantels...
15.12.2011
Heute war der große Tag der Nachuntersuchung von Molas Bein. Allerdings hatte sie keinerlei
Verständnis dafür, dass sie deswegen bereits um 5.45 Uhr aufstehen musste, dass ist nun so gar nicht ihre
Zeit. In der Klinik wurde das Bein geröntgt und anschließend wurden der Nagel und der Fixateur entfernt. Der behandelnde Chirurg war sehr erstaunt wie gut der Splitterbruch nach nur sieben Wochen bereits
verheilt war und sprach von einer “erstaunlichen Blitzheilung”, die sehr ungewöhnlich sei. Für mich ist es
das nicht, denn Mola wurde von Anbeginn homöopathisch behandelt. Sie muss nun noch weitere drei Wochen ruhig gehalten werden. Wir sind Simone, der Pflegemama sehr dankbar, dass sie sich soviel
Mühe mit Molas Betreuung macht und so entscheidend zum guten Heilungsverlauf beigetragen hat. Mola ist nach wie vor guter Dinge und hat sich inzwischen auch mit den Katzen auf der Pflegestelle angefreundet.
14.12.2011
Wie heißt es so schön: “Es gibt Tage da wünschte ich, ich wär mein Hund”. So ein Tag war heute und ich
habe unsere 12 Vierbeiner im Haus aufs heftigste beneidet, dass sie dieses Scheißwetter wohlig im Warmen und Trockenen in ihren kuscheligen Betten einfach verschlafen konnten. Zappo, Mickey und
Rosi waren den ganzen Tag nicht vor die Tür zu bekommen und gingen erst kurz vorm Abendessen noch mal raus, aber als alles erledigt war, gings ganz fix wieder rein.
Wir waren schon nach der ersten Spaziergehrunde völlig durchgeweicht. Der Hagelschauer in den wir
kamen, machte Belgo und Tonga ganz schön Angst und sie versuchten erfolglos sich im Wingert und im Gebüsch zu verstecken, so dass wir vorzeitig den Heimweg antraten. Nati und Cathay sind zwei von den
Nasen, die Regen abgrundtief verabscheuen. Als von Christines mit Wasser voll gesogener Mütze einige Tropfen auf Nati herab fielen, bedachte sie Christine mit einem entsetzen und ziemlich indigniertem
Blick. Für Nati grenzte diese “Wasserattacke” fast an “Körperverletzung”. Nach sieben Stunden draußen
waren die Socken in den Gummistiefeln das Einzig trockene an uns, aber immerhin wenigstens was....
13.12.2011
Es gibt definitiv angenehmere Sachen, als bei Sturm und strömendem Regen im Dunkeln mit Türmen
von Futternäpfen übers Gelände zu stapfen und die vielen hungrigen Mäuler zu stopfen. Auch unsere Stromrechnung von Ende letzten Jahres bis jetzt war durch den letzten, langen und sehr kalten Winter
alles andere als erheiternd. Wenn 35 Infrarotlampen, selbst wenn es Sparlampen sind, über längere Zeiträume 24 Stunden Tag und Nacht an sind, dann treibt das den Stromverbrauch und die Kosten in
schwindelnde Höhen. Aber das ist neben Pullovern und Fleeceoveralls die einzige Möglichkeit die wir haben, um es unseren Nasen bei klirrender Kälte erträglich zu machen. Und wenn ich an die unzähligen
armen Hunde denke, die an vielen Orten der Welt in irgendwelchen Auffang- oder Tötungsstationen ungeschützt Kälte, Eis und Schnee ausgesetzt sind und dabei noch hungern müssen, dann bin ich so
unendlich dankbar und froh, dass unsere Fellnasen immer genug zu essen und ein warmes Plätzchen haben. Eher würde ich bei Wasser und Brot ausharren, als an diesen Kosten zu sparen.
Als kleinen Ausgleich habe ich zwei gute Nachrichten: Zum Einen, dass die Firma Platinum das
Nassfutter für Darius sponsort. Und auch die Physiotherapiepraxis Koudsi in Wörrstadt hatte eine tolle
Idee: Die Mitarbeiter, die fast alle selbst Hundehalter sind, waren sich einig, dass sie sich dieses Jahr
nichts schenken wollen, sondern das so gesparte Geld lieber für einen guten Zweck spenden. Sie haben beschlossen, für unsere Ayla eine Patenschaft mit 25 € monatlich für ein Jahr zu übernehmen.
Unterstützung in dieser Form ist so unglaublich wichtig für uns, da diese Hilfe in der Summe eine große
Entlastung für unser mageres Budget bringt. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an Alle, die uns helfen, damit wir den Hunden helfen und eine gute Versorgung in jeder Beziehung sicherstellen
können.
10.12.2011
Die Liebe auf den ersten Blick ist doch einfach was Wunderschönes. So passiert vor zwei Wochen hier
bei uns. O`Connors alte Hundekumpeline war über die Regenbogenbrücke gegangen und seinen Menschen war klar, dass ihr Bub eine Spielgefährtin brauchte. Sie hatten sich für Jade interessiert, die
allerdings schon vermittelt war. Aber wir konnten Jades Schwester Saba vorstellen. Und das hat sofort gepasst wie Ar... auf Eimer. Und hier sind die ersten Bilder von dem glücklichen jungen Paar. O`Connor
sieht plötzlich so erwachsen aus, neben seiner jungen Freundin...


09.12.2011
Nachdem so viele von euch mit Darius und Mola gebangt und gehofft haben, wirds Zeit mal eine
Krankenstandszwischenmeldung zu geben. Nach vielen, vielen Versuchen Darius Durchfall in den Griff zu bekommen, haben wir jetzt endlich ein Futter entdeckt, dass ihm gut zu bekommen scheint. Es
schmeckt ihm, was aber keine Kunst ist, da ihm ja alles schmeckt, ob verdaulich oder nicht. Ansonsten ist der Bub guter Dinge und voller Energie und schaut sehr munter in die Welt. Gestern haben wir beim
saubermachen seine Kumepline Ayla gesucht. Sie war weg, was aber eigentlich unmöglich ist. Letztlich haben wir sie zusammen mit Darius in seiner Hütte gefunden, eng aneinander gekuschelt. Da Ayla ja
genug Speck hat, der sich seit Jahren jeglicher Diät gegenüber als völlig resistent erwiesen hat, ist sie als Wärmekissen für Darius ideal, was dieser anscheinend auch genießt.
Mola hält ihre Pflegefamilie auf Trab und das nun schon seit 6 Wochen. Das Bein sieht total prima aus.
Heute war der letzte Verbandswechsel und nächste Woche Donnerstag wird das Bein geröntgt, um zu sehen, ob innen drin auch alles gut verheilt ist. Wenn ja, wird dann anschließend endlich auch der
Fixateur entfernt. Mola wird dann weiterhin auf ihrer Pflegestelle bleiben, da sie weitere 6 Wochen in ihrem Bewegungsdrang gebremst und kontrolliert werden muss, was bei uns in der Gruppe so nicht möglich ist.
Christian hat leider wieder ein Borrelioseschub die Füße weg gehauen und der arme Kerl hängt ganz
schön in den Seilen. Es ist dieses Mal heftiger als die letzten Male. Wir hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht.
08.12.2011
Kleine Dinge summieren sich oft zu etwas Großem. So zum Beispiel die wunderbare Idee von Petra der
Patin unserer Nessie. Sie hat ein Sparschwein bei sich aufgestellt und bittet schon im Vorhinein jeden Besuch ihr bitte keine Blumen oder ähnliche Aufmerksamkeiten mitzubringen, sondern stattdessen eine
Spende für den Tierschutz Wörrstadt in das Sparschwein zu tun. Da sie zum Glück des öfteren Besuch hat, kamen so in nur 4 Monaten 100 Euro zusammen. Vielen, vielen Dank liebe Petra für deine
Unterstützung, die wer weiß, vielleicht den ein oder anderen Nachahmer findet.
Wer uns ohne erst auf den nächsten Besuch zu warten etwas Gutes tun will, der kann uns gerne ein paar
Flaschen Spül- und Putzmittel sponsoren ( Herbstzauber vom Aldi hat einen schönen Duft, der prima gegen Pigeruch hilft...), denn die Vorräte sind alle aufgebraucht.
06.12.2011
Viele von euch lieben Hunde und sind auch Fussballfans. Leider gehen sportliche Großereignisse wie so
eine Fussball-EM immer einher mit großem Leid für die Hunde. Gerade in Ländern wo es größere Strassenhundpopulationen gibt, wird erbarmungslos gesäubert, damit der geneigte Sporttourist ein
“sauberes” Land vorfindet. Auf einen kurzen Nenner gebracht kann man sagen: Sport ist Mord!
Derzeit werden in der Ukraine in Vorbereitung der EM unzählige Hunde aufs grausamste getötet. Sie
werden erschlagen, vergiftet, lebendig in fahrbaren Krematorien verbrannt.... Wer es aushält und erträgt
es sich anzuschauen, findet im Internet zahlreiche Videos hierzu. Das müsst ihr selbst entscheiden, ich erspare es mir hier entsprechende Bilder zu veröffentlichen. Fakt ist, dass wir alle unsere Macht die wir
als Verbraucher haben nutzen sollten, den Sponsoren dieser EM zu zeigen, dass es so nicht geht. Tierfreunde auf der ganzen Welt schließen sich zusammen, um die Verantwortlichen wach zurütteln.
Bitte unterstützt den Tierschutz und die Hunde in der Ukraine indem ihr den Sponsoren-Verteiler in das
Adressatenfeld kopiert und den nachstehenden Text, oder auch einen selbst formulierten einfügt.
Das ist der Sponsoren-Verteiler: jan.runau@adidas-group.com, katja.schreiber@adidas-group.com, sara
.sikora@adidas-group.com, rank.thomas@adidas-group.com, inken.schermann@adidas-group.com, presse@coca-cola-gmbh.de, info@coca-cola.de, birgit.kemperling@canon.at, anja.herberth@accedogroup.com, sabrina
.rachor@accedogroup.com, pr@canon.at, presse@carlsberg.de, hannes.boekhoff@conti.de, kristin.bartels@conti.de, antje.lewe@conti.de, vincent.charles@conti.de, silke.rosskothen@kia.de, judith.richter@kia.de, maria
.ziron@kia.de, presse@mcdonalds.de, ursula.riegler@at.mcd.com, presse@orange.co.at, journalistenservice@orange.co.at, tom.tesch@orange.co.at, martin.beckmann@sharp.eu, stefanie.schuenhoff@sharp.eu
Liebe Sponsoren der Fußball EM,
wen interessiert schon ein Straßenköter in der Ukraine? MICH, liebe Sponsoren!!! Wisst ihr, wer ich bin? Ich bin
euer Kunde. Und ich kann es nicht mit ansehen - aber vor allem will ich nicht wegsehen!
Deswegen verspreche ich euch Sponsoren etwas: Ich verzichte auf neue Jogging-Schuhe von ADIDAS. Ich
verzichte auf COCA COLA und alle anderen Drinks des Konzerns.
Ich hole mir bei McDONALDS nicht mal mehr Pommes. Ich trinke ab sofort weder CARLSBERG Bier noch ASTRA,
ELEPHANT, GATZ ALT, HANNEN ALT, HOLSTEN PILSENER oder LÜBZER. Meine Reifen (auch für’s Bike) werden nicht mehr von CONTINENTAL sein. HYUNDAI und KIA fallen ebenfalls flach...
Wenn für eure sauberen Spiele Tiere bestialisch gequält und ermordet werden, finden WIR euch nicht mehr attraktiv
. Das behalten wir im Gedächtnis und das wird euer neues Image prägen, wenn wir einkaufen gehen!!!
05.12.2011
Christine hat sich die Mühe gemacht mal alle Namen der Hunde die im diesjährigen Kalender sind aufzulisten. Schaut doch mal, ob eure Nase dabei ist:
Aida, Alex, Artus, Belgo, Benny, Biggs, Bina, Bonito, Carlo, Caro, Cathay, Curly, Dora, Duna, Eddie, Emmi, Evi,
Floppy, Freitag, Freud, Fritzi, Gerda, Ghandi, Hilde, Jacks, Jade, Java, Jamie, Jeanne, Juno, Kisha, Laika, Little,
Lotte, Loui, Marlon, Mercy, Mia, Mimi, Mola, Molly, Momo, Morris, Nauti, Nelson, Nessi, Olga, Ophelia,
Paddy, Peanut, Pica, Pina, Pippa, Quincy, Raja, Reni, Rolo, Romy, Roxy, Said, Sharif, Sina, Snert, Sting, Tatu, Tiffy, Tobi, Toto, Troll, Waigel, Wenda, Wimpi, Yucka, Yuri
Und dann möchte ich euch, auch wenn ich es erst vor Kurzem getan habe, nochmal eindringlich daran
erinnern, euch über eine OP-Kosten-Versicherung für euren Vierbeiner schlau zu machen. Susu, eine unser ehemaligen Nasen, musste vorgestern Abend wegen einer Magendrehung in eine Tierklinik und
wurde operiert. Zum Glück haben es ihre Menschen gleich bemerkt und sind umgehend in die Klinik, so dass keine weiteren inneren Organe geschädigt wurden. Heute Nachmittag konnte Simone ihre Susu
schon wieder nach Hause holen. Die Kosten dafür liegen bei mindestens 2000 Euro und das tut richtig weh. Da solche Ereignisse meistens Abends, Nachts und am Wochenende passieren, wirds dann nochmal
teurer. Also geht lieber einmal weniger im Monat essen, dann habt ihr schon mehrere Monatsbeträge der Versicherung bezahlt.....
03.12.2011
Viele von euch die Hunde mit extrem langen Schlappohren haben, wissen, dass diese Ohren intensiver
Pflege bedürfen (gell Thomas...). Leider sind nicht alle Vierbeiner bei dieser Prozedur sehr kooperativ.
Unser Hoovi ist da leider ein extrem schwieriger Fall. Er verfällt schon in Panik, wenn er nur sieht, dass ich einem der anderen Hunde die Ohren sauber mache. Vor zwei Monaten mussten wir ihn deshalb in
Narkose legen lassen, um ihm mal gründlich die Ohren spülen und reinigen zu können. Klar, danach müsste man dran bleiben und die Ohren regelmäßig säubern, nur wie, wenn der alte Knopf wie um sein
Leben kämpft und es einfach nicht geht. Wir haben es mit einem Beruhigungsmittel versucht. Die für Hoovi angemessene Dosis hat ihn nicht im Mindesten interessiert, war also nix mit Ohren sauber machen
. Heute haben wir es dann mit der doppelten Dosis versucht, da Hoovi nur noch am Ohren schütteln und die halbe Nacht am jammern war.
Während bei einem “normalen” Hund die Wirkung nach ca. 2 Stunden da ist, war das bei Hoovi erst nach
über 6 Stunden der Fall. Nein wir reden nicht von einem kraftstrotzenden Junghund, sondern von einem, zugegeben gut trainierten und sehr agilen Alterchen von 12 Jahren. Er hat trotzdem nach Kräften
protestiert und wir brauchten trotzdem einen Maulkorb. Aber jetzt sind die Ohren mal wieder sauber. Auch wenn uns das nicht gefällt ( und Hoovi schon gar nicht), werden wir das wohl einmal im Monat so
wiederholen müssen, eh es wieder zu schlimm wird. Aber jetzt schläft Hoovi erstmal tief und fest und morgen Früh wird er denken, er hätte einen schlechten Traum gehabt...
Unser Rolo ist übrigens genauso ein Paniker, für ihn ist schon das Verabreichen einer Spritze
Höchststrafe. Aber auch seine Ohren haben es bitter nötig. Rolo lässt sich aber noch nicht mal festhalten,
allein das versetzt ihn so in Angst, dass ich mir nicht ausmalen möchte warum das so ist. Also werden wir wohl auch ihm mit Beruhigungsmittel zu Leibe rücken müssen, um ihn von seinen Ohrenschmerzen zu
befreien.
02.012.2011
Seit gestern werden wieder jede Menge Hunde mit einem Adventskalender verwöhnt. Als
außergewöhnliche und super tolle Idee möchten wir euch heute einen Denksport-Adventskalender vorstellen, der hoffentlich viele animiert mit ihrem Vierbeiner mitzumachen. Geht einfach auf den Link
http://www.spass-mit-hund.de/seiten/adventskalender/index.htm
und schon kanns los gehen. Wir wünschen euch gemeinsam viel Spaß!!! Über das ein oder andere Feedback würden wir uns freuen.
01.12.2011
Diese Woche waren Christian und ich ganz schön unterwegs um Yuri und Emmi zu ihren neuen Familien
zu bringen. Yuri wohnt jetzt in der Süd-Pfalz kurz vor der französischen Grenze und Emmi in Gießen, zusammen mit einem weiteren Hund und einer kleinen Katze. Das kostet jedes Mal viele Stunden, aber
es ist uns wichtig unsere Schützlinge persönlich in ihr neues Zuhause zu bringen und ihnen so den bestmöglichen Einstieg in ihr neues Leben zu ermöglichen.
30.12.2011
Heute hat Ron mal wieder gezeigt, was er für ein netter Kerl ist. Gegen Mittag kam ein Paketbote und als
er den Kofferraum öffnete hopste ein winziger Chihuahuarüde raus. Ich war gerade mit Ron vom spazieren gehen gekommen und der Zwerg stoffte im Galopp auf uns zu. Die Rufe seines Herrchens
zurück zu kommen ignorierte der Kleine. Sein Mensch rannte nun mit panischem Blick hinter seinem
Hund her und fürchtete offensichtlich, dass der “gefährliche” Dobermannmix seinen Zwerg gleich packen
und schütteln würde. Aber Ron war die Ruhe selbst, beugte sich ganz weit hinunter und die beiden ungleichen Rüden beschnüffelten sich ganz gelassen und freundlich. Der Mann hatte im Gegensatz zu
seinem kleinen Hund Angst vor Ron und war heilfroh, als der ihn wieder auf dem Arm in Sicherheit gebracht hatte. Ok, zugegeben, mit so manchem unserer Nasen wäre diese Begegnung für den Kleinen
nicht gut ausgegangen, aber zum Glück war es Ron und der hat sich mal wieder toll verhalten.
29.11.2011
Drei Tage Weihnachtsmarkt mit Stand direkt neben dem Kinderkarussell, auf den Punkt gebracht, alles
reine Nervensache... Insbesondere die leider überaus zahlreichen Hundebesitzer, die ihre armen Nasen teilweise über Stunden ohne Rücksicht auf Verluste natürlich am Halsband durchs Gedränge zerrten. Die
Hälse der völlig überforderten Hunde wurden immer länger vom vielen Hin- und Her reißen. So manchem hätte ich zu gerne die Leine aus der Hand genommen.
Aber es gab auch ein paar Lichtblicke, der Besuch von der lieben Maris mit Frauchen gehörte auf jeden
Fall dazu. Auch Claudi und Sylvi haben auf dem Wörrstädter Markt ihr Bestes gegeben. Die Ausbeute war insgesamt leider eher mäßig, aber besser wenig als nichts, auch wenn der Aufwand dazu in keinerlei
Verhältnis steht. Den vielen Helfern, die es mit ihrem Einsatz auch dieses Jahr wieder möglich machten, dass wir zwei Märkte parallel durchführen konnten und trotzdem im Hundeheim keiner zu kurz kam,
ganz, ganz lieben Dank für eure Hilfe.
24.11.2011
Die letzten Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte laufen auf Hochtouren, es wird wohl spät werden
heute. Zum Tagebuch schreiben werde ich bis Sonntag nicht kommen, da ich erst gegen 23.00 vom Markt Zuhause bin. Also bis nächste Woche - vielleicht sehen wir uns am Stand, ich würde mich freuen.
23.11.2011
In einer konzertierten Nachtaktion haben es Thomas, Sandra, Tanja und Ralf tatsächlich noch
hinbekommen die Kalender zu binden, damit sie für die Weihnachtsmärkte am Wochenende verfügbar sind. Wir hatten nicht gedacht, dass das zu schaffen ist. Wer also Interesse an unserem, wie immer von
Renè liebevoll gestalteten Kalender hat, kann sie auf den Weihnachtsmärkten in Nieder-Olm und Wörrstadt für 9 € erwerben. Gerne schicken wir sie natürlich auch wieder per Post zu. Schickt uns
einfach eine mail oder ruft uns an. Die Kalender sind auch ein nettes Weihnachtsgeschenk und der Erlös fließt komplett in die Begleichung der letzten großen Tierarztrechnung.
Während einige unserer dünnfelligen Friernasen sehr glücklich über ihre Pullover und Fleeceoveralls sind,
hat sich Paddy heute direkt nach dem Spaziergang mit völliger Selbstverständlichkeit in die Wassermuschel gelegt auf der eine dünne Eisschicht schwamm und sich genüßlich im eiskalten Wasser
gealt. Uns wurde allein vom Zuschauen schon kalt, aber Paddy fands prima.
21.11.2011
In den letzten Monaten häufen sich Anrufe von Eltern, deren Kinder von einem Therapeuten “einen
Hund verschrieben” bekommen haben. In allen Fällen wurde das “Medikament Hund” mit all seinen
dazugehörigen “Nebenwirkungen” überhaupt nicht hinterfragt, sondern man machte sich flugs auf die Suche, schließlich meinte ja der Therapeut, ein Hund könnte dem Kind helfen. Auch wurde nicht mit
dem Therapeuten geklärt wobei der Hund helfen solle. Komischerweise ist das dann wieder unser Job und wir verbringen viel Zeit am Telefon, um die Eltern erstmal dazu zu bringen die wichtigen Dinge zu
hinterfragen und ihnen klar zu machen, dass ein Hund nicht einfach eine Pille ist, die man täglich einwirft
, sondern was da alles dran hängt, wie ein Hund das Leben verändert, welche Bedürfnisse er hat und dass einem Kind, das zudem noch mit eigenen Problemen zu kämpfen hat, nicht die Verantwortung für einen
Hund aufgebürdet werden kann. Sicherlich kann ein Hund einem Kind möglicherweise helfen, wenn es denn der richtige ist und wenn die ganze Familie mitzieht. Wir würden gerne mal mit diesen Therapeuten
reden, um auch ihnen klar zu machen, was da an dem rezeptierten Hilfsmittel Hund so alles dran hängt....
Und dann hatte Christian heute noch ein Erlebnis der besonderen Art. Er wollte unsere Mina in ihr neues
Zuhause bringen. Als er die Wohnung betrat befand er sich in einer völlig versifften, vor Unrat und Schimmel starrenden Messiwohnung. Die Frau hatte offensichtlich Tage lang erfolglos versucht, dem
Chaos und dem unglaublichen Dreck Herr zu werden, denn eigentlich sollte Mina schon am Freitag umziehen, der Termin wurde aber immer wieder verschoben. Mitten in dem Chaos leben noch zwei
Katzen und mehrere Kleintiere, die unkontrolliert seit offensichtlich langer Zeit wo sie gehen und stehen ihr Geschäft verrichten. Christian flüchtete förmlich mit Mina aus der Wohnung und war fast sprachlos,
wie man erwarten konnte von einem Tierschutzverein einen Hund in solch eine Situation vermittelt zu bekommen. Die Frau meinte, mit einem guten Therapeuten sei das in den Griff zu bekommen. Wir
hoffen, für sie und die anderen Tiere, sie tut diesen Schritt...
Bilder,... diesmal besser keine.
20.11.2011
Mit wenigen bis gar keinen Helfern sind die Tage im Moment sehr anstrengend und wir wissen kaum, wie
wir die anstehenden, notwendigen Tierarztbesuche noch managen sollen, weil dann einer von uns teilweise wieder Stunden weg ist. Auch kann so das für November ungewöhnlich gute und trockene
Wetter zum bauen kaum genutzt werden und die großen Überdachungen kommen nur in ganz kleinen Schritten weiter. Aber irgendwie wird es gehen müssen. Parallel zu all der anderen Arbeit müssen noch
die Weihnachtsmärkte in Wörrstadt und Nieder-Olm, die leider beide gleichzeitig am nächsten Wochenende stattfinden vorbereitet werden. Aber wie sagte ein früherer Chef von mir: “Der Tag hat 24
Stunden und wenn ihr die Mittagspause weg lasst 25...” Na also, schon wieder eine Stunde gewonnen...
Aber es ist wie es ist und deshalb wende ich mich lieber etwas erfreulicherem zu, nämlich dem ersten
Bericht von letzter Woche aus Tatus neuen Zuhause. Wie viele Junghunde zeigt auch Tatu viel Kreativität und bemüht sich nach Kräften, ihre Umwelt mit zu gestalten und zu verschönern, dass das
nicht immer mit dem Einrichtungsstil der Menschen konform geht, nun ja über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.
Lieber Herr Gansloweit,
die erste Woche mit Tatu ist nun schon wie im Fluge vergangen und wir hatten ja versprochen zu berichten, wie die ersten Tage verliefen:
Sie hat sich unglaublich rasch an ihre neue Lebenssituation gewöhnt und tut so, als wäre sie hier schon immer Zuhause. Bellt nur, wenn ein Fremder klingelt, aber nicht, wenn wir von der Arbeit
kommen. Geht gerne und viel spazieren und hat schon die ersten Hundefreunde aus der Nachbarschaft, alles Jungs ;-). Zum Glück ist sie sehr verfressen, was die Sache mit der
notwendigen Erziehung vereinfacht. Gestern sind wir zum ersten Mal Auto gefahren und sie war zwar etwas unruhig, hat aber nicht gejault. Auf der Rückfahrt vom tollen Feldspaziergang hat sie
sich sogar im Auto hingelegt, wir sind zuversichtlich, dass das noch besser wird mit der Zeit.
Hund und Katz verstehen sich soweit ganz gut, wobei Tatu ein größeres Interesse an Findus hat,
als umgekehrt. Zuweilen liegen wir mit allen beiden auf unserem Minisofa und kuscheln. Beide haben schon verstanden, dass der jeweils andere auch dazu gehört.
In den letzten Tagen ist auch nix mehr kaputt gegangen. Nachdem sie Montags den Seestern gefuttert hatte, hat sie am vergangenen Dienstag innerhalb einer Stunde (ich hatte mich mit
Kopfschmerzen kurz hingelegt) ein Heudekoherz zerpflückt, einen großen Naturbadeschwamm in klitzekleine Kosmetiktupfer verteilt und das Schaffell aus dem Wohnzimmer komplett abgemurkst,
geht nur noch als Flickenteppich. Aber wir hatten eh zu viel Schnickschnack rumliegen. Die wichtigen Sachen liegen im Schrank und dem Rest sehen wir gelassen entgegen.
Nachdem wir heute Morgen schon ne Stunde bei wunderschönem Nebelwetter im Feld waren, schläft Tatu nun friedlich in ihrer riesigen neuen Cudde bei uns im Schlafzimmer, für die Küche
werden wir ein kleineres Zweitbett kaufen, die sind einfach Spitze.
Schöne Grüße aus Waldalgesheim von
Pia, Jörg, Ninon, Findus und Tatu
Das Bild zeigt Tatu erschöpft aber glücklich nach dem gewonnenen Kampf mit dem Schaffell... ( und
falls es irgend jemand immer noch nicht erkannt hat - ein Hund braucht ein Kopfkissen!! - das ist einfach so, unsere im Haus haben auch alle eins und sie lieben es !)

17.11.2011
Ein sehr trauriger Tag geht zu Ende. Unser alter Yoshi ist gestorben. Er war den ganzen Tag fit und
munter wie immer, hat im kalten Wasser seine Kneipgänge gemacht und mit Appetit gefressen. Am frühen Abend lag er in seinem Bett und alles war voller Blut. Die Tierärztin vermutet, dass er einen
Magendurchbruch hatte. Es muss alles sehr schnell gegangen sein. Vor über 10 Jahren hatten wir das schon einmal bei unserem Linus erlebt. Es war fürchterlich und ich bin noch ganz neben mir. Zumindest
ging es Yoshi bis zum letzten Moment gut und er hatte Spaß.
Als Yoshi vor sieben Jahren zu uns kam, war er sehr misstrauisch und duldete keinerlei Berührungen. Er
kannte nur eines - Berührung bedeutete Schmerz. Jahrelang war er von einem Jäger misshandelt und mit Strom traktiert worden. Die ersten Jahre waren sehr schwierig mit Yoshi, Christian wurde mehrfach von
ihm gebissen. Aber mit der Zeit gewann er Zutrauen und wurde zu einem fröhlichen Hundesenior, der mit Hingabe seinen Job als Gouvernante der Welpen- und Junghundegruppe versah. Er wurde zusehends
verschmuster und wenn man ihn am hinteren Rücken kraulte, begann er zu tanzen. Yoshi war trotz seines hohen Alters agil und bewegungsfreudig, fing Bälle besser als jeder Torwart und liebte es bei jeder
Temperatur im Wasser zu planschen. Sein plötzlicher Tod kam völlig unerwartet und ohne Anzeichen. Wir sind sehr, sehr traurig nach Humano nun unseren zweiten Alterspräsidenten verloren zu haben. Auch
wenn es nicht immer einfach war mit Yoshi, wird sind froh, dass wir ihn bei uns hatten und ihm die Chance geben konnten zu erfahren, dass Menschen auch freundlich und liebevoll sein können. Er wird
uns sehr fehlen.
15.11.2011
Darius hat seit ein paar Tagen einen schlimmen Durchfall. So ausgezehrt wie er inzwischen ist, setzt ihm
jetzt auch die Kälte ordentlich zu. Heute war es so schlimm, dass er vor Kälte mit den Zähnen klapperte. Wir haben deshalb bei ihm und Ayla eine zusätzliche Wärmelampe installiert, direkt unter den Lampen
dicke Strohbetten aufgeschüttet und Darius einen Pullover angezogen. Er hat sich sofort unter das Rotlicht gelegt und auch seinen Pullover scheint er als sehr angenehm zu empfinden.
Mola hingegen geht es prächtig. Die Wunde und die Stellen wo der Fixateur aus dem Bein herauskommt
sehen prima aus und am Freitag werden die Fäden gezogen. Es ist eine Herkulesaufgabe die Maus einigermaßen ruhig zu halten und wir können nur hoffen, dass die Röntgenkontrolle in dreieinhalb
Wochen auch ein positives Ergebnis bringt und die Knochen gut zusammengewachsen sind.
- 14.11.2011
Zwar ist es uns durch unsere vielen Mitstreiter des SOS Vitoria e.V. gelungen 45 Hunden und 3 Katzen
zu der Chance auf ein gutes, neues Leben zu verhelfen, trotzdem war die Stimmung auf der Rückfahrt ziemlich gedrückt. Die Krise in Spanien führt dazu, dass in allen Bereichen Gelder gekürzt werden und
erhebliche Sparanstrengungen unternommen werden müssen. So bürdet die Stadt Vitoria der die Hunde in der Perrera gehören sämtliche Tierarztkosten dem dortigen Tierschutzverein auf, ohne diesen aber das
ihn zustehende Budget zu zahlen. Das heißt, auch der dortige Verein weiß schon lange nicht mehr wie er die Kosten von 45 000 € bezahlen soll. Auch ist es kein Tabu mehr, wieder mit dem Töten der Hunde zu
beginnen, sollten sich mehr als 75 Hunde in der Perrera befinden. Nachdem wir über 7 Jahre verhindern konnten, dass Hunde getötet wurden, schwebt jetzt wieder das Damoklesschwert über allem. Dies führt
dazu, dass sich die Stimmung der Mitarbeiter in der Perrera völlig verändert hat und man auf dem Weg
zurück in die “Steinzeit” ist. Man wird wieder nachlässiger in der Betreuung der Hunde, versiertes Personal wird durch Sozialstundenableister ersetzt. Die Hunde werden verschleudert, egal an wen,
Hauptsache raus und weg, um die Zahlen niedrig zu halten. Diese Entwicklung erfüllt uns mit großer Sorge. Wir werden erneut das Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt suchen. Dort haben die
Ansprechpartner gewechselt und letztlich wird es um das große Ganze gehen und was zählt das schon das Leben der Hunde in der Perrera ......
- 13.11.2011
Ich bin wieder zurück, allerdings noch etwas müde um die Augen...., deshalb finde ich Totos Schlafbild
lädt sehr zur Nachahmung ein und ich lasse für heute mal seine neuen Menschen von ihren ersten Erlebnissen mit Toto erzählen.

Liebe Karin, lieber Christian,
unsere Suche nach einer Erklärung für den Namen war ohne Erfolg. Ich dachte zuletzt an was Lateinisches,
als mir der Vorname/Spitzname (?) eines italienischen Fußballers einfiel. Das erinnerte an das gleichnamige
Glückspiel, bei dem man mit Glück und/oder etwas Sachverstand einen Gewinn erzielen kann - und Toto hat das Zeug zum Hauptgewinn. Deshalb: TOTO bleibt TOTO!!
Astrid hatte mal wieder den richtigen Riecher. Sein imposantes Äußeres ("Wunderschöner Hund") und sein
soziales Verhalten gegenüber Mensch und Artgenosse haben ihn schon rundum beliebt gemacht.
Er ist wahrlich noch ein "Kind" - ein ungestümer "Watz" und Grobmotoriker, der in mir auch schon sein
erstes Opfer gefunden hat. Auf der großen (!!!EINGEZÄUNTEN!!!) Wiese des Tierheims Olpe hat er mich mit
ca. 20 m Anlauf auf der Jagd nach seinem Ball derart gestreift, dass ich aus dem Gleichgewicht kam, über die s.o. Wiese rollte und mir dabei einen hübschen Bluterguss im Fuß zuzog.
Er ist in den Dingen des täglichen Lebens noch sehr unerfahren und unendlich neugierig, aber auch lernwillig
und begreift schnell. Das Buch zur "Leinenführigkeit" ist übrigens durchaus hilfreich.
Astrid hat einige Bilder von Eurer Homepage geklaut, die Toto mit anderen Hunden zeigen. Ich bitte in ihrem
Namen um Vergebung und biete als Wiedergutmachung im Anhang ein paar Bilder von hier an!
Leider hatten wir bei den Spaziergängen keinen Fotoapparat dabei. Gerade heute morgen hätte es sich
gelohnt, ihn und den Australian Terrier "Filou" zu fotografieren. Toto hat ein "Problem" souverän gelöst: Er hat seinen Stock einfach mit anhängendem Terrier weitergeschleppt.
Von hier sonnige Grüße aus dem schönen Siegerland
TOTO, Astrid und Walter
08.11.2011
Bis Ende der Woche müsst ihr leider ohne neue Einträge im Tagebuch zurecht kommen, da ich von
heute bis Samstag mit einigen Tierschutzkollegen nach Vitoria und Miranda fahre. Durch die Mithilfe zahlreicher anderer Tierheime und Tierschutzvereine werden eine ganze Reihe von Hunde- und
Katzennasen sich am Freitag mit uns auf den Rückweg machen. Drückt uns die Daumen, dass alles gut läuft und wir alle wohlbehalten nach Hause kommen. Also bis dann - ich bin dann mal weg...
06.11.2011
Ich möchte unsere Monster-Tierarztrechnung mal zum Anlass nehmen, euch dringend zu raten zumindest
eine Op-Kosten-Versicherung für eure Nasen abzuschließen. Wir als Tierheim können das ja leider nicht. Bei 150 Euro Selbstbeteiligung liegt ihr bei einem Hund z.B. bei der Uelzener bei einem Monatsbeitrag
von ca. 14 €. Wenn man bedenkt, dass sich die Behandlung/OP z.B. bei einem Kreuzbandriss oder eine Magendrehung ganz fix auf 2000 € summieren, rechnet sich so eine Versicherung immer. Wir raten es
jedem bei der Vermittlung, aber oft gerät es dann doch in Vergessenheit.
Heute hat Ken mal ganze Arbeit geleistet. Mir war dummerweise mein Handy aus der Jacke gefallen. ich
habs nicht bemerkt, aber Ken, der sich anschließend offensichtlich mit großer Begeisterung darüber
hermachte und es zerkaute, es sich zum Glück aber nicht einverleibte... Das Dumme ist, dass meine ganzen vielen gespeicherten Nummern weg sind und ich jetzt mühsam versuchen muss, sie irgendwie
wieder aufzutreiben.

05.11.2011
Ich brauchte mal einen Tag Pause, um die Rechnung der Tierklinik für Darius und Mola zu verdauen. Die
Behandlungskosten summieren sich auf über 4333 € - puhh, 2900 € alleine für Darius. Das hat mir erst mal die Schuhe ausgezogen. Zusammen mit dieser Rechnung haben wir in den letzten 5 Monaten stolze
10 000 € an Tierarztkosten gehabt. Das ist heftig und bringt uns finanziell sehr an unsere Grenze. Zwei weitere Hunde müssten wir wegen Geschwulsten operieren lassen, aber ich denke, wir müssen noch
etwas warten, damit sich das Konto etwas erholen kann. Sollte also der ein oder andere von euch ein paar Euro übrig haben, es wäre uns eine riesen Hilfe.
Darius gehts dafür prächtig und er findet es ganz prima fünf mal am Tag was zu futtern zu bekommen,
auch wenn die Portionen klein sind. Beim spazieren gehen muss man allerdings höllisch aufpassen, dass er nichts aufnimmt und verschlingt. Auch der gestrige Verbandswechsel bei Mola lief gut. Die Naht und
die Stellen wo der Fixateur sitzt sind nach wie vor sauber, trocken und nicht entzündet. Die Spielestunde am Donnerstag fand nicht nur Mola sondern auch Bolle prima und beide waren hinterher sehr
ausgeglichen und zufrieden.
03.11.2011
Auch Hunde haben manchmal ganz spezielle Vorlieben und suchen Anschluß wo man es nicht vermutet.
Wer hätte gedacht, dass unser Ron die Kamerunschafe auf der Nachbarweide so sympathisch findet, dass er sie hingebungsvoll putzt und abschleckt. Die Schafe blieben geduldig stehen und es schien ihnen sogar
zu gefallen.

02.11.2011
Viele würden wohl einem Hundemädchen, dass von klein auf das erste Lebensjahr an 1 m Kette an einer
Hundhütte hängt ohne irgendwas kennen zu lernen, wenig Chancen geben ein ganz normaler, fröhlicher Hund zu werden. Solch ein Hund war unsere Stefka, lange Zeit voller Angst vor allem Neuen und immer
mit einem ernsten, und irgendwie traurigen Ausdruck in den Augen.
Was aus ihr wurde? Lest selbst:
Hallo,
ja, nun ist es schon über ein halbes Jahr her das wir die Annie (vormals Stefka) von euch haben.
Wir haben einen tollen neugierigen und dankbaren Hund bekommen.
Ihr macht alles Neue total Spaß egal ob Autofahren, herumtoben, spielen.
Natürlich genießt sie auch die Ruhe im Bett oder auf der Couch.
Einfach gesagt ein supertoller Hund.
Viele Grüße aus Worms
Chris und Michael
Gut schaust du aus und dein gelassener, offener Blick sagt mehr als tausend Worte..... Wir freuen uns so
sehr für dich und wünschen uns, dass auch deine Schwester Olga, die noch bei uns ist, endlich ihre Menschen findet.
01.11.2011
Gestern waren wir mit Mola zum ersten Verbandswechsel. Die Maus war cool und super lieb wie immer
und ließ alles klaglos geschehen. Die Wunde sieht prima aus, nichts ist geschwollen oder entzündet. Ich hab mal ein paar Bilder gemacht, wie es unter dem dicken Verband aussieht.
Darius hat sich schon wieder gut eingelebt und auch Ayla hat sich inzwischen beruhigt und an den
Halskragen gewöhnt. Darius bekommt jetzt 5-6 Mal am Tag was zu essen. Das hört sich viel an, es sind aber Winzportionen. Er bekommt pro Mahlzeit 3 Teelöffel einer Dosen-Schonkost mit viel warmem
Wasser verrührt. Nach und nach wird die Menge gesteigert, um den Magen langsam anzufüttern. Ayla die ja auch immer Hunger hat, bekommt jedes Mal große Augen wenn wir mit dem Napf kommen und ist
sehr enttäuscht, wenn er wieder nicht für sie ist.
31.10.2011
Heute war der große Tag - ich konnte Darius nach 12 Tagen runderneuert endlich wieder nach Hause
holen. Es war ein fröhliches Wiedersehen erst in der Klinik und dann hier im Hundeheim, von Darius mit vielen feuchten Hundeküssen garniert. Auch wenn wir lange Tage bangten, ob er das alles gut überstehen
würde, hat diese Zeit im Krankenhaus noch einen anderen positiven Effekt für Darius gehabt. Er hat im Umgang mit fremden Menschen und völlig ungewohnten Situationen große Fortschritte gemacht und sich
weiter entwickelt. Beim Abholen in der Klinik war er nicht ängstlich, sondern gelassen und freudig und begrüßte neugierig einen fremden Hund wie einen alten Kumpel.
Bis Darius wieder richtig auf dem Damm ist, sind er und Ayla in das Domizil von Tess und Diddl
eingezogen. Ayla hingegen tat sich mit der Veränderung sehr schwer und war sehr unsicher. Auch das Wiedersehen der beiden gestaltete sich nicht ganz einfach, da Ayla durch den Kragen den Darius jetzt
noch eine Weile tragen muss, zusätzlich komplett verunsichert war und sie eine ganze Weile brauchte um
zu verstehen, dass das ihr alter Kumpel ist. So ganz ist sie noch nicht davon überzeugt, aber sie wird sich wieder dran gewöhnen. Darius hingegen erkundete neugierig die neue Umgebung und war sehr entspannt.
Wir sind alle sehr froh, ihn wieder bei uns zu haben und werden alles dafür tun, dass er sich weiter gut erholt und wieder zu Kräften kommt.



29.10.2011
Nachdem Darius jetzt so lange nur per Infusion ernährt wurde, findet er die suppige Schonkost so prima,
dass er nichts davon hergibt, sprich er verträgt es und behält es bei sich. Auch Magen und Darm gehen
wieder ihrer Tätigkeit nach, dürfen aber natürlich nicht überlastet werden und so gibt es viele ganz kleine Süppchen am Tag. Nachdem es ja eine ganze Weile kritisch aussah, haben wir uns entschlossen Darius
lieber noch übers Wochenende in der Klinik zu lassen, wo er permanent unter Beobachtung ist und ihn dann am Montag heim zu holen. Seine Gefährtin Ayla wollte sich wohl heute schon mal alleine auf den
Weg zu ihm machen. Eine unserer Helferinnen hatte das Tor der großen Auslaufwiese nicht richtig geschlossen und als Ayla das merkte trabte sie mal los. Eine Frau hatte sie unterwegs nach Sulzheim
gesehen, wo sie sich freudestrahlend einem jungen Mann angeschlossen hatte. Als wir die beiden dann eingeholt hatten und Ayla riefen, verabschiedete sie sich und kam lachend angerannt. Zusammen haben
wir dann den Rückweg angetreten. Ayla war sehr zufrieden mit ihrem Ausflug...
Mola hat sich auf der Pflegestelle inzwischen gut eingelebt und hält die Familie auf Trab. Da sie ja keine
Spaziergänge machen darf ist ihr entsprechend langweilig und sie stellt einiges an Unsinn an, wenn sie nur einen Moment nicht unter Beobachtung ist. Ich glaube ich werde Christine bitten, mal eine Spielestunde
mit Mola einzulegen und Simone zu zeigen, wie sie die Maus vom Kopf her beschäftigen kann, damit sie wenigstens etwas ausgelastet werden kann. Ein Tierarzt in in der Nähe hat sich angeboten Molas
Verbände regelmäßig umsonst zu wechseln. Am Montag fahren wir zusammen hin und schauen wie es unter dem Verband aussieht.
28.10.2011
Gegen 14.00 konnte ich heute Mola aus der Klinik abholen. Sie war wie immer guter Dinge, voller
Tatendrang und eifrig bemüht jeden Mensch und jeden Hund aufs freundlichste zu begrüßen. Wenn sie verstanden hätte was der behandelnde Tierarzt sagte, nämlich Boxenruhe für 4 Wochen und nur kurz raus
um ihr Geschäft zu erledigen, sie hätte es nicht spaßig gefunden. Nur irgendwie muss es funktionieren,
Mola weitgehend ruhig zu halten, sonst läuft sich ernstlich Gefahr ihr Bein zu verlieren. Ich wäre sehr froh, wenn wir ihr das begreiflich machen könnten.

Auf der Pflegestelle war sie zunächst sehr aufgeregt und wanderte dauernd hin und her, wobei sie leider
nicht nur auf drei Beinen lief, sondern das verbundene auch benutzte, was nun gar nicht sein soll. So packten wir Mola in einen großen Zimmer-Kennel, was sie mit durchdringendem Geheul und Jammern
quittierte. Bolle der Hundekumpel auf der Pflegestelle hat ihr dann aber in Hundesprache kurz und knapp erklärt, dass sie sich nicht so anstellen soll. Das hat Mola gleich verstanden und ab da war Ruhe.
Inzwischen liegen beide einträchtig Kopf an Kopf nebeneinander und schlafen.
Darius macht weiter gute Fortschritte. Da er das Wasser bei sich behalten hat, durfte er heute etwas
suppige Schonkost essen. was heißt da essen - es ist quasi verdunstet kaum dass er die Nase im Napf hatte. Wenn er auch das gut verträgt, kann es sein, dass er am Sonntag nach Hause darf. Die letzte
Ultraschalluntersuchung von gestern Abend zeigte, dass die Darmnaht hält und nur noch eine kleine Entzündungsstelle da ist. Also bitte alle noch mal einen Endspurt im Daumendrücken einlegen!!!
27.10.2011
Um euch nicht unnötig zu verwirren, bleiben wir bei dem “bewährten” System - gute, schlechte, gute Nachricht.
Aus der Klinik erreichte uns heute die freudige Nachricht, dass Darius einen ersten kleinen Haufen
abgesetzt hat und sich die Darmperistaltik weiter zu stabilisieren scheint. Am frühen Abend hat er ein paar Schlucke Wasser bekommen. Zumindest zu dem Zeitpunkt meines Anrufes anderthalb Stunden
später, hatte er sie noch bei sich behalten. Ich werde Morgen erfahren, ob es dabei geblieben ist. Insgesamt gibt uns dieser Verlauf aber Anlaß zu vorsichtigem Optimismus, dass Darius auf einem guten Weg ist.
Der Wehrmutstropfen war die Mitteilung des Chirurgen nach Molas OP, dass sie einen Marknagel und
einen externen Fixateur bekommen hat. Die Knochen waren zersplittert und das Bein wäre anders nicht zu retten gewesen. Zumindest ist das Sprunggelenk nicht mit beschädigt, so dass die Heilungschancen
gut stehen. Die nächste Zeit muss Mola natürlich unter intensiver Betreuung sein, da sie ruhig gehalten werden muss, um die Heilung nicht zu gefährden. Alle 2-3 Tage muss der Verband gewechselt werden,
der insgesamt vier Wochen drauf bleiben muss und hilft, dass Bein zu stabilisieren. In sechs Wochen erfolgt dann eine Röntgenkontrolle.
Das Ehepaar, das Mola aufnehmen wollte, haben wir bisher nicht erreicht, sie sind bis Sonntag unterwegs
. Zum Glück hat sich unsere Helferin Simone angeboten, Mola in Pflege zu nehmen. So werde ich den kleinen Bruchpiloten Morgen aus der Klinik holen und nebst einem Berg Verbandsmaterial und für die
Heilung wichtiger homöopathischer Mittel zu Simone bringen.
Damit keiner einen Krankenhauskoller bekommt, noch etwas Handfestes - die Fundamente für die große
Überdachung in Ivys Auslauf sind gebuddelt und wurden heute auch noch betoniert. So dass wir es schaffen werden, auch diese beiden Dächer noch fertig zu bekommen, bevor das Wetter richtig scheußlich wird.
26.10.2011
Mal wieder Plan B - das ist ein geflügeltes Wort bei uns, denn selten verläuft bei uns ein Tag so wie er
eigentlich geplant war. Was heute Plan B hervorrief, war allerdings ein Ereignis der sehr unschönen Art. Wir wollten mit Diddl und Tess laufen und kamen auf dem Weg zu den beiden an Junos Gruppe vorbei.
Dabei fiel uns auf, dass Mola nicht zu sehen war. Wir suchten im Auslauf und den Häusern alles ab - keine Mola. Eine Stunde vorher war sie noch da, auch verursacht es erheblichen Lärm, wenn im
Hundeheim ein freilaufender Hund alleine unterwegs ist und den hatte es definitiv nicht gegeben. Letztlich fanden wir die Nase am oberen Tor sitzend. Ihr rechtes Hinterbein hing herunter und sie konnte
es nicht benutzen. Es war auf den ersten Blick klar, dass Mola sich das Bein gebrochen hatte. Wie??? Keine Ahnung - sie hat bisher keinerlei Anstalten gemacht, kletternd aus dem Auslauf kommen zu wollen
und ist auch kein Hund der hoch springt. Dennoch, es ist die einzige Möglichkeit, dass sie wie auch immer raus geklettert ist und sich wahrscheinlich beim Hinunterspringen und der Landung das Bein
gebrochen hat. Also Mola eingepackt und sofort in die Klinik.
Inzwischen liegt das Ergebnis der Röntgenuntersuchung vor: Mola hat sich einen komplizierten
Unterschenkelbruch zugezogen, der bis ans Sprunggelenk heranreicht. Man wird bei der morgigen Operation versuchen ihr einen Marknagel zu setzen. Sollte das nicht gehen, weil der Unterschenkel
gesplittert ist, was man derzeit noch nicht sagen kann, dann muss sie einen externen Fixateur bekommen - und damit würde mein Albtraum Wirklichkeit. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass Mola eigentlich am
nächsten Montag in ihr neues Zuhause umziehen sollte.... Jetzt können wir nur hoffen, dass die Menschen Mola trotzdem aufnehmen. Wir werden abwarten was die OP ergibt und dann mit ihnen reden.
Sollte das schief gehen, dann brauchen wir dringend einen Pflegeplatz für die Maus - aber warten wir erst mal ab....
Da ich eh da war, hatte ich heute Gelegenheit mit Darius Ärztin persönlich zu reden. Er macht sich recht
gut, arbeitet schön mit wie sie sagte. Der Bauch ist weich und der Darm zeigt wieder eine leichte Peristaltik. Klar zu trinken hat er noch nichts bekommen, dafür aber heute Hundegesellschaft in der
benachbarten Box, ebenfalls ein Tierschutzhund, über den er sich sehr gefreut hat.
25.10.2011
Nach Auskunft der behandelnden Ärztin hat Darius eine Boxendepression. Klar, der Bub ist es nicht
gewohnt den ganzen Tag in einem engen Käfig sein zu müssen, da er ja noch immer permanent an der Infusion hängt und auch grundsätzlich sich noch nicht viel bewegen soll. Er blüht aber jedes Mal auf,
wenn er die drei Mal am Tag zum pischern und Beine vertreten vor die Tür kommt. Er bekommt zusätzlich seine Globuli und ansonsten gibt es im Moment nichts Neues zu berichten. Wir müssen weiter
Daumen drücken, dass die Wundheilung nun besser funktioniert und die Naht jetzt hält.
Da ja für die meisten die Herbstferien und somit der Urlaub schon wieder vorbei sind, haben uns auch
wieder ein paar schöne Urlaubsfotos erreicht. Polly hat es mit Amadeo und ihren Menschen wieder ans Meer gezogen, genauso wie Petra mit Eddy und Drigo. Wie man auf den Bildern sieht hatten alle eine
schöne Zeit und haben es sehr genossen.

24.10.2011
Wir bangen um Darius Leben. Bei der Ultraschall Untersuchung gestern Abend wurde festgestellt, dass
der ganze Bauchraum voll Flüssigkeit war weil ein Teil der Darmnaht aufgegangen ist. Deshalb wurde Darius noch gestern Abend erneut operiert. Er ist zwar immer noch trotz allem recht gut drauf und auch
fit, die Prognose ist aber leider sehr ungünstig, sollte die Naht wieder aufgehen. Ich habe heute mit der Klinik vereinbart, dass wir jetzt versuchen mit homöopathischen Mitteln, mit denen ich sehr gute
Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe, seine Wundheilung zu unterstützen. Denn genau darauf kommt es jetzt an. Annuschka die Patin von Darius hat direkt die drei Mittel heute in die Klinik gebracht. Wir
sind in großer Sorge und würden so gerne mehr für ihn tun.
23.10.2011
Vorm schlafen gehen nach einem anstrengenden, langen Tag für alle mit vielen, vielen Spaziergängen mit
unseren Vierbeinern, zwei Interessententerminen, betonieren der Pfostenfundamente in Artus Auslauf und dem erfolgreichen Markttag mit vielen netten Besuchern bei schönstem Herbstwetter, möchte ich
euch auf jeden Fall noch berichten, dass Darius weiterhin stabil ist. Sein Blutbild ist in Anbetracht der Schwere der OP im Rahmen, der Ultraschall war zum Zeitpunkt meiner Nachfrage in der Klinik wegen
zu vieler Notfälle noch nicht gemacht, es wurde mir aber zugesagt, es heute noch durchführen zu wollen. Das Ergebnis erfahre ich Morgen. Man hat Darius heute einige Schlucke Wasser angeboten, die er zwar
nicht sofort aber leider nach ca. zwei Stunden wieder erbrochen hat. Sie werden es Morgen wieder versuchen. Bei all der Sorge um Darius möchte ich aber auch seine langjährige Kumpeline Ayla nicht
vergessen, die ihn sehr vermisst und gar nicht versteht, warum sie so plötzlich alleine ist. Auch Ayla hofft, dass Darius ihr bald wieder Gesellschaft leistet.
22.10.2011
Darius hält sich tapfer und in der Klinik meinte man, dass es ihm erstaunlich gut ginge. Er wäre zwar
schon recht verzweifelt auf der Suche nach etwas Essbarem, aber Darius ließe sich gut behandeln und man komme problemlos mit ihm zurecht. Morgen sei der kritischste Tag nach der Operation, da er aber
bisher nicht erbrochen habe, sei man optimistisch. Morgen wird neben dem Blutbild noch eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Sollte dies alles positiv verlaufen, wird man am Montag beginnen ihm
kleine Mengen Wasser und Futter zu geben und ich wette, sie haben noch nie einen Hund sein Futter in so atemberaubender Geschwindigkeit so inhalieren sehen, der Napf wird leer sein, bevor er überhaupt auf
dem Boden steht....
Morgen ist auch für uns “Großkampftag”, da wir ja auf dem Oppenheimer Katharinenmarkt wieder einen
großen Stand haben. Das Wetter verspricht Morgen gut zu werden und so hoffen wir auf einen erfolgreichen Markttag mit vielen netten Menschen an unserem Stand. Wie immer rücken Mann und
Maus zum helfen an und es ist immer ein großes Hallo unter den Helfern, da selten so viele gleichzeitig da sind und sich manche länger nicht gesehen haben. Heute am späten Nachmittag haben wir die
Transporter mit all der notwendigen Ausrüstung beladen, wodurch wir ziemlich spät erst mit dem Füttern
begonnen haben. Mola fand das gar nicht spaßig und war ganz schön aufgeregt deswegen. Tja, nicht nur der Mensch auch der Hund ist ein Gewohnheitstier.
21.10.2011
Nach Auskunft der Klinik von heute Morgen und heute am Spätnachmittag geht es Darius in Anbetracht
der Schwere der OP gut. Er ist sehr ruhig, schaut alle mit großen Augen an, ist freundlich und wedelt, wenn er zum pischern nach draußen darf. Er darf weder trinken noch essen und wird komplett per
Infusion ernährt. Die Werte des täglich überprüften Blutbildes sind gut und alle in der Norm. Wollen wir
hoffen, dass es so bleibt und Darius sich weiter gut erholt. Also weiter ganz feste die Daumen drücken!!
20.10.2011
Zuerst die gute Nachricht: Mola hat sich überraschend schnell eingelebt, spielt mit ihren drei Kumpels
und ist insgesamt viel ruhiger und gelassener als vorher und scheint auch ohne Menschen inzwischen gut zurecht zu kommen, zumindest wenn andere Hunde dabei sind. Eben rief mich die Trainerin an, wo Mola
mit ihren Menschen zur Hundeschule war. So wie wir vermuteten, sollte Mola alles können, alles sollte funktionieren. Auf den Hinweis der Trainerin, dass Mola ein absoluter Traumhund sei, sie sie aber
gnadenlos überfordern würden und alles doch mal langsamer angehen sollten, kamen sie nicht mehr ins Training. Die Trainerin kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass Mola geknurrt oder geschnappt haben
soll, da sie sich unglaublich sozial und freundlich mit allem und jedem zeigte. Ich würde wirklich mein letztes Hemd dafür geben, wenn wir den Menschen in den Kopf und nicht nur vor die Stirn schauen
könnten, dann könnten wir unseren Hunden so etwas ersparen.....
Und nun die schlechte Nachricht: Heute Morgen habe ich Darius in die Klinik nach Frankfurt gebracht.
Er hatte seit Vorgestern Abend nichts gefressen, was bei einem unbedingten Allesfresser so wie auch Chainy, immer Anlass zur Besorgnis ist. Er hatte Unmengen Galle erbrochen und sein Bauch verhärtete
sich zusehends. In der Klinik selbst benahm sich Darius unglaublich gut, ließ sich auf den Röntgentisch legen und den Venenzugang legen. Das Röntgenbild zeigte sofort, dass einiges im Argen lag und nach
Rücksprache mit der Internistin und dem Chirurgen wurde entschieden, dass Darius operiert werden muss. Der Chirurg erklärte mir eben, dass Darius große Mengen an Plastik im Magen hatte. Die Stücke waren
so groß, dass der Magen aufgeschnitten werden musste, um sie zu entfernen. Auch muss er etwas gefressen haben, wo ein Faden oder ähnliches dran hing, der mehrere Darmschlaufen richtiggehend
aufgefädelt und abgebunden hatte. Deshalb musste Darius zusätzlich zu dem Magenschnitt noch ein halber Meter Darm entfernt werden. Eine wirklich schwere OP und die Chancen, dass er das alles heil
übersteht stehen 50:50, da es sich zwangsläufig um eine nicht sterile OP handelte und zudem die Gefahr groß ist, dass die Nahtstelle die nun die beiden Darmenden verbindet reißt, da ja der Darm in Bewegung
ist. Darius wird eine ganze Weile in der Klinik bleiben müssen und wir können uns nur von Tag zu Tag hangeln und hoffen, dass er sich erholt. Denkt mal an den großen Bub, der sich so prima entwickelt hat
und endlich wieder ein gutes Stück Vertrauen in die Menschen gefunden hat und drückt ihm ganz feste die Daumen!!!
18.10.2011
Bevor der Regen kam, hat Christian die Überdachung bei Juno und seinen Mädels fertig bekommen. Nun
kommen auch diese Nasen in den Genuss von trockenen Decken auf den Liegepaletten und haben auch bei schlechtem Wetter mehr Bewegungsfreiheit. Sie findens gut und ich bin über jedes neue Dach sehr
glücklich, weil es für die Hunde eine erhebliche Verbesserung gerade bei der jetzt anstehenden kalten Jahreszeit bedeutet. Noch diese Woche werden wir die Pfostenfundamente bei Artus betonieren.
Nach nur 10 Wochen im neuen Zuhause kam unsere liebe Mola aus der Vermittlung zurück. Letztlich
war es im Büro doch nicht richtig abgeklärt wie bei der Vermittlung behauptet, dass Mola mit zur Arbeit kann. Einige der Kollegen waren gelinde gesagt nicht begeistert und verhielten sich entsprechend.
Anscheinend hatte Mola Kollegen angeknurrt und zuletzt einen in die Jacke geschnappt. Danach musste sie sofort weg. Wenn das nicht gewesen wäre, wäre sie ihr Traumhund gewesen. Nein natürlich braucht
man als Hundeanfänger keine Unterstützung und kommt noch nicht mal auf die Idee, Molas Verhalten zu hinterfragen oder die eigenen Fehler zu reflektieren. Wenn es denn überhaupt so war und nicht nur ein
Vorwand, um sie wieder abgeben zu können. Denn Mola fuhr vom ersten Tag an problemlos mit im Zug und Bus und war einfach nur lieb. Man habe von Mola wohl zuviel verlangt und sie überfordert. Es ist
immer wieder erstaunlich mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen davon ausgehen, dass der Hund alles können und leisten muss und natürlich das Nichtwissen und die Fehler der Menschen auch noch zu
kompensieren hat und das ohne dabei die geringste Hilfestellung zu erhalten. Mola die vorher schon nicht gerne alleine war, hat das Ganze jedenfalls ganz schön die Pfoten weggezogen. Wir hoffen, dass sie
bald wieder so lachen kann
wie hier auf dem Bild. 
17.0.2011
Unsere Helferinnen Claudi und Sylvi hatten eine ganz besonders schöne Idee: Für Humanos Grab haben
sie einen Zaubernussstrauch gekauft, denn zu Lebzeiten hat er alle im Nu mit seiner liebenswerten, freundlichen Art verzaubert. Er fehlt uns sehr....
16.10.2011
|
Hallo Freunde und Unterstützer des Tierschutz
Wörrstadt-Hunde suchen ein Zuhause e.V.
Eure Stimme zählt! Unser Verein hat die Chance, 1.000 Euro für die
Vereinskasse zu gewinnen. Denn wir machen bei einer großen Vereins-Spendenaktion im Internet mit! Unter dem Motto „DiBaDu und Dein Verein“ spendet die ING-DiBa je 1.000 Euro an die
beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, bestimmen die Internetnutzer mit Ihrer Stimme – also auch Du! Jeder Internetnutzer darf 3 Stimmen vergeben. Man kann seine 3 Stimmen auch nur
einem Verein geben – wir freuen uns, wenn Du uns mit allen 3 Stimmen unterstützt und es möglichst vielen weitererzählst! Also gleich abstimmen: www.ing-diba.de/abstimmen
|
15.10.2011
Zur Abwechslung mal wieder ein paar gute Nachrichten: Der kleine Tobi und Darius haben nette Paten gefunden.
Tobi hat sich auf seiner Pflegestelle wunderbar entwickelt. Das Cortison ist ausgeschlichen und hat einer
vernünftigen Behandlung Platz gemacht, die nun dazu geführt hat, dass die vielen Stellen, die er sich
vorher blutig gekratzt hatte, nun endlich abheilen konnten. Tobi hat 3,5 Kg Gewicht verloren, was bei so einem kleinen Kerl ja eine ganze Menge ist. Vieles waren auch Wasseransammlungen durch die
Cortisonbehandlung. Nun wiegt er 8,5 Kg, ist rank und schlank, ist wieder viel agiler und fühlt sich entsprechend nun auch viel wohler in seiner Haut als vorher. Heute hat Tobi noch Zahnstein entfernt
bekommen, so dass er jetzt sozusagen runderneuert ist. Seine beiden Patinnen Marie und Sabine werden
uns ab jetzt mit Tobis Unterhaltskosten unterstützen. Darüber sind wir sehr froh, denn die Tierarztkosten
für den kleinen Schatz haben sich inzwischen auf über 400 € summiert. Aber wenn man sieht, wie toll er
sich erholt hat und wieviel Lebensqualität er jetzt gewonnen hat, dann macht uns das sehr glücklich und klein Tobi erst recht!
Darius Paten Anuschka und Dieter haben ihn diese Woche kennengelernt und Darius war vor Freude
ganz aus dem Häuschen, so nette Gönner gefunden zu haben. Hingebungsvoll hat er großzügig Hundeküsse verteilt. Die beiden waren sehr angetan von ihrem Patenhund. Leider war der Akku der
Kamera leer, so dass wir keine Beweisfotos machen konnten, aber da dies nicht der letzte Besuch der beiden war, werden wir das bei nächster Gelegenheit nachholen. Das Zusammentreffen hat einmal mehr
gezeigt, wie gut sich Darius entwickelt hat und welch große Fortschritte er gemacht hat.
14.10.2011
Es kommt immer öfter vor, dass sich Interessenten benehmen, als wären sie in einem Hundesupermarkt.
Man möchte sich, möglichst ohne störende Beratung umschauen und sich dann das was einem rein optisch gefällt mitnehmen. Erklärt man diesen Personen warum dieser oder jener Hund für sie nicht in
Frage kommt, heißt es dann ganz schnell, dann gehen wir woanders hin, es gibt ja noch andere Tierheime die ihre Hunde verkaufen wollen, was uns in diesen Fällen auch eindeutig am liebsten ist....
Es ist spürbar, dass wir von vielen als reine Dienstleister angesehen werden und uns demnach nach
“König Kunde” zu richten haben. Deswegen ist es natürlich auch völlig unnötig vereinbarte
Einzeltermine abzusagen, das macht man in einem Geschäft ja schließlich auch nicht. Allein Heute sind
zwei von drei Terminen nicht erschienen. Das ist einfach ärgerlich und unnötig. Wir hören oft, dass die Mitarbeitern anderer Tierheime so unfreundlich gewesen wären. Wer kann es ihnen verdenken, wenn man
sieht welchen Enttäuschungen und Frustrationen wir Tierheimmenschen tagtäglich ausgesetzt sind und die positiven Erlebnisse leider im Gegensatz dazu nur einen winzigen Teil ausmachen. Wir geben uns
dennoch Mühe zu jedem freundlich und höflich zu sein. Bei dem Auftreten so mancher Zeitgenossen stoßen allerdings auch wir an unsere Grenzen und machen das dann auch deutlich.
13.10.2011
Die Tage und Nächte werden spürbar kälter und so müssen wir uns sputen alles nach und nach winterfest
zu machen. Die Hunde haben immer viel Spaß, wenn sie frische, dicke Strohbetten bekommen und sind eifrig bemüht beim Stroh verteilen zu helfen. Während Cathay froh ist, wenn sie sich im Auslauf auf eine
Decke legen kann, sind die jungen Wilden in ihrer Gruppe wie Biggs und Paddy mit großem Elan dabei, die Decken als Zerrspielzeug zu benutzen und in viele kleine Stücke zu zerlegen.
Der Aufbau der großen Überdachung in Junos Auslauf macht gute Fortschritte und am Sonntag wird KD.
die neuen Löcher für die Pfostenfundamente bei Artus graben. Tiffi wird ihm sicherlich hilfreich zur Seite
stehen. Sie hat schon zahllose Löcher dort im Auslauf gebuddelt, leider nur nicht da wo sie hin sollen. Irgendwie haben wir da anscheinend aneinander vorbei geredet.
09.10.2011
Um 18.00 Uhr hat unser lieber Humano seine letzte Reise angetreten. So wie er im Leben war, freundlich,
still, bescheiden, unauffällig, immer auf Harmonie bedacht, so ist er auch gegangen. Es war so eine ganz andere Art des Sterbens als wenn der Tierarzt kommt und man letztlich selbst den Zeitpunkt bestimmt.
Es war natürlicher, so wie es sein soll, wenn die Lebenskraft aufgebraucht ist. Humano war die ganze
Zeit völlig ruhig und entspannt, hat gleichmäßig geatmet, so dass ich sicher bin, dass er keine Schmerzen
hatte. Jetzt wo es vorbei ist, fühle ich mich sehr erschöpft. Es ist als hätte er auch einen Teil meiner Kraft gebraucht, um sich auf den Weg machen zu können.

Wir waren uns sehr nahe. Da Humano der einzige unserer “Restpostenarmee” war, der mit seinem lieben
Wesen völlig unproblematisch war, hat er Christian und mich oft auf Reisen, Ausflügen und Seminaren begleitet und so verbinden uns viele, gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen. Auch Nachts war er
immer an meiner Seite. Er liebte es dabei zu sein und im Auto mit zu fahren. Humano war schon acht Jahre alt und sehr krank als er zu uns kam. Aber gemeinsam haben wir alles prima hinbekommen und
sieben wirklich gute Jahre miteinander verbracht. Ich werde dich sehr vermissen kleiner Kerl, aber irgendwann sehen wir uns alle wieder, da bin ich sicher. Bis dahin, leb wohl Mausebär.
08.10.2011
Im Laufe dieser Woche hat unser alter Humano plötzlich rasend schnell abgebaut. Noch vor drei Tagen
war er mit spazieren und nun kann er kaum noch aufstehen. Er verweigert Nahrung und Wasser und es schaut sehr danach aus, dass er sich darauf einrichtet uns zu verlassen. Sein Blick ist gelassen und ruhig,
nicht ängstlich oder aufgeregt. Ich habe ihn zugedeckt, denn er ist so schnell ganz dünn geworden. Schon
wieder steht uns also ein Abschied bevor, der 29. in 14 Jahren. Ich wünsche und hoffe, dass der kleine,
sanfte Knopf von selbst einschläft, so wie wir uns das wohl alle für unsere Hunde wünschen, wenn wir merken, dass ihre Zeit gekommen ist und die Kraft zu Ende geht.
07.10.2011
Es geht voran. Die Trainingswiese ist komplett eingezäunt, das Gartenhaus aufgebaut, mit zwei Fenstern
versehen und komplett isoliert. Dazu war diese Woche Großreinemachen verbunden mit einer umfangreichen Aufräumaktion angesagt. Das war anstrengend, hat sich aber gelohnt.
Wir haben immer wieder Hunde, die durch schlimme Erfahrungen mit Menschen jegliche Manipulation,
so auch z.B. das Saubermachen der Ohren an sich verweigern. Außer Joshi und Rolo ist auch unser alter Hoover so ein Kandidat. Er gerät völlig in Panik, wenn er merkt man möchte ihm die Ohren sauber
machen oder auch nur eine Augensalbe geben will. Da es aber dringend sein musste, wurde er heute beim
Tierarzt in Narkose gelegt und “runderneuert”. Mehrmalige Ohrenspülungen, Zahnstein entfernen und
Augensalbe verabreichen. Obwohl Hoover ja nun wirklich schon ein alter Knopf ist, hat er die Narkose wie nix weggesteckt und schon auf der Rückfahrt vom Tierarzt im Auto randaliert, weil er raus wollte.
Von wegen sich danach ausschlafen. Wieder Zuhause hat Hoovi erstmal im Garten inspiziert ob dort alles ok ist, den Kumpels deutlich gesagt bzw. geknottert, dass er seine Ruhe haben will und ungeduldig
aufs abendliche Füttern gewartet, denn er hatte einen Bärenhunger. Mit mir war er ziemlich beleidigt,
denn schließlich hatte ich ihn ja den Fängen des Tierarztes ausgeliefert, obwohl die Autofahrt zunächst
einen Ausflug in Aussicht stellte..... Er ist schon eine besondere Marke unser Hoovi, der alte Grantler.
05.10.2011
|
Gesetzliches Verbot von
Stachelhalsbändern: Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training"
|
|
|
|
Tiermedizinische Untersuchungen zeigen, dass die Anwendung von Stachelhalsbändern für die
betroffenen Hunde mit zum Teil erheblichen Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden ist. So kann der Einsatz dieser Halsbänder u. a. zum Durchstechen der Haut oder der Luftröhre,
Quetschungen von Kehlkopf, Schilddrüse und Halsarterien sowie zur Traumatisierung der Hals- und Rückenwirbelsäule führen. Darüber hinaus sind auch psychische Leiden, wie zum Beispiel
schmerzinduziertes Angst oder Aggressionsverhalten belegt. Stachelhalsbänder sind somit zu Recht als tierschutz- und verhaltenswidrige Erziehungshilfe zu bezeichnen.
Über 300 Hundeschulen aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz sehen dies genauso und haben sich inzwischen an der Aktion "Tausche Stachelhalsband gegen Training" beteiligt, bei der Hundehalter ihr Stachelhalsband gegen eine
Einzelstunde mit einem Hundetrainer tauschen können. Hierbei wird den Hundebesitzern die Möglichkeit geboten, sich ausführlich über Erziehungsmethoden zu informieren, die nicht auf
Zwangseinwirkung oder der Zufügung von Schmerzen beruhen. Auch die “Hundeschule Wörrstadt” unserer Trainerin Christine Schnell, beteiligt sich an dieser Aktion.
Aufgrund der großen Resonanz
von "Tausche Stachelhalsband gegen Training" wurde nun im Rahmen dieser Aktion eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet, die ein gesetzliches Verbot von Stachelhalsungen
zum Ziel hat. Tierfreunde, die die Petition unterzeichnen möchten, finden die Unterschriftenliste als Download unter www.tausche-stachelhalsband-gegen-training.de/petition.php
|
04.10.2011
Der 1. Oktober war Welt-Vegetariertag und am heutigen Dienstag, dem 4. Oktober, ist bekanntlich Welt
-Tierschutztag. Beide Tage gehen auf den Heiligen Franz von Assisi zurück, dem Schutzpatron aller Tiere
, der natürlich selbst auch Vegetarier war. Die weltweit größte Tierausbeutung geht nämlich nach wie vor
vom exzessiven menschlichen Fleischkonsum und der damit verbundenen extremen Tierausbeutung aus:
So werden jährlich ca. 60 Milliarden „Nutz“-Tiere für die menschliche Ernährung geschlachtet, Fische und sog. „Meeresfrüchte“ noch gar nicht eingerechnet.
Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Die (Massen-)Tierhaltung ist
laut einer FAO-Studie für 18% der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich und somit mehr am Treibhauseffekt beteiligt als das gesamte weltweite Verkehrswesen! Mehr als 50% der
Wasserverschmutzung in Europa wird durch die Massentierhaltung verursacht, die Erzeugung von nur einem Kilogramm Rindfleisch verbraucht sage und schreibe 15.000 Liter Wasser! Zudem vergrößert
hoher Fleisch-Konsum die Gefahr von Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Gicht sowie der – v.a. bei Jugendlichen immer mehr verbreiteten - Fettleibigkeit. Und über 40% der
weltweiten Getreideernte werden an unser „Nutz“-Vieh verfüttert, während ca. 1 Milliarde Menschen
hungern muß! Wenn man also persönlich etwas für die Rettung dieses Planeten beitragen will, ist nichts so effizient wie weniger oder besser kein Fleisch mehr zu essen!“
03.10.2011
Im Moment herrscht völlige Flaute mit Interessententerminen und Vermittlungen. So machen zumindest
unsere baulichen Projekte Fortschritte, das ist ja auch ok und auch notwendig, denn der nächste Winter
kommt bestimmt. Aber bevor es soweit ist, möchte ich mit euch diese schönen Bilder von “unserem”
Montes teilen, der wie man sieht, seit knapp zwei Jahren ein rechtes Luxusleben führt und nach Strich und Faden verwöhnt wird. Manchmal hat es also durchaus auch sein Gutes, wenn man als Welpe
ausgesetzt wird und dann so ein tolles Zuhause bei lieben Menschen findet.



30.09.2011
Said macht gute Fortschritte auf seiner Pflegestelle, aber Fahrräder ängstigen ihn nach wie vor sehr. Er
fährt inzwischen gerne im Auto mit, freut sich wenn es auf den Reiterhof zu den Pferden geht und hat
sich als Wassernarr entpuppt. Gestern hat er mit seinen Kumpels einen Ausflug an die Ruhr gemacht, den auch Said wie man sieht, sehr genossen hat.

28.09.2011
Heute kam der kleine Bretonenbub Neo nach zwei Jahren wegen Scheidung aus der Vermittlung zurück.
Der Mann hatte Neo nach der Trennung behalten. Aber 10 Stunden Abwesenheit sind auch mit einem Spaziergang dazwischen einfach zu lang und deswegen brachte er ihn schweren Herzens wieder. Neo
kann das alles noch nicht verstehen und ist im Moment recht verunsichert, wer will es ihm verdenken. Wir werden ihm so gut es nur geht helfen, sich möglichst rasch wieder bei uns einzuleben und hoffen,
dass der brave Knopf nicht allzu lange auf ein neues Zuhause warten muss..

Der heutige Abendspaziergang mit Humano, Rolo und Figo hatte für die Jungs eine besondere
Überraschung parat. Jemand hatte auf dem Fahrradweg nach Sulzheim großflächig Popcorn verteilt. Die
Drei fanden es klasse und säuberten mit viel Akribie und Eifer den Weg. Wieder Zuhause erfuhr ich, dass Christian das Ganze am späten Nachmittag beobachtet hatte. Einem Mann war ein großer Becher
Popcorn herunter gefallen. Woraufhin er fluchte und dann zornig den Becher mit dem Fuß weiter kickte und so alles schön verteilte. Des einen Leid, des anderen Freud....
26.09.2011
Es berührt uns immer wieder sehr, was sich unsere Helfer und andere nette Menschen so einfallen lassen,
um uns zu unterstützen. So hat sich unsere liebe Helferin Elisabeth zu ihrem 60. Geburtstag selbstlos wie
sie ist, nichts für sich sondern für unsere zwei Langzeitbewohner Darius und Ayla gewünscht. Nämlich Geld, um den beiden ein neues Hundehaus bauen zu können. Ihre Familie und Freunde waren sehr
großzügig und so kamen unglaubliche 320 € zusammen. Das Geld war in einer wunderschön gebastelten
Hundehütte, die sogar mit einem extra genähten Kissen ausgestattet war. Was für eine tolle Idee! Wir
danken Elisabeth und allen die daran beteiligt waren von Herzen. Viele feuchte Hundeküsse von Darius und Ayla sind euch gewiss.....
Auch gestern hatte ich an unserem Stand einige schöne Erlebnisse und viel Besuch von Hundeeltern. ein
Teil in Begleitung ihrer Vierbeiner. Es ist jedes Mal so eine Freude, ehemalige Schützlinge wieder zu
sehen, zu erfahren wie es ihnen geht und neue Geschichten zu hören. So waren auch Bazis Eltern da. Die
beiden sind Künstler und anlässlich eines Malkurses entstand unter den Teilnehmern die Idee für uns zu
sammeln. Bazi, der ja schon auf seine Geburtstagsgeschenke verzichtet hatte, um den Kumpels in Bilbao mit einer sehr großzügigen Spende zu helfen, überbrachte nun auch diese Spende von 125€ aus dem
Malkurs. Damit dürfte das neue Domizil für Darius und Ayla gesichert sein. Jetzt müssen wir nur noch das Material kaufen und Christian muss die Zeit finden es zu bauen.
Lässig hingekuschelt auf seinem Diwan winkt uns der Bazi, liebevoll genannt der Super Bazi, zu. Auch euch und den Teilnehmern eures Malkurses ein ganz
herzliches Dankeschön für die spontane Idee und die gute Tat!
24.09.2011
Die letzten Tage waren sehr arbeitsreich, der heutige insbesondere. Bernd und Hans bauten den ganzen
Tag ein gespendetes Gartenhaus ab, K.D. war mit Mäharbeiten beschäftigt, ein erfolgreicher Interessententermin für Enya, nach der Arbeit im Hundeheim wurde der Transporter mit der ganzen
Ausrüstung für den Markt beladen, Steffi übernahm die nachmittägliche “Bespaßung” unserer Vierbeiner
und packte kräftig mit an und noch vieles mehr... Heute Abend noch die letzten Vorbereitungen für den Markt. Wünscht uns Glück für Morgen.
21.09.2011
Wer Zeit uns Lust hat kann uns am Sonntag 25.9. gerne an unserem Stand auf der Wörrstädter
Gewerbemesse besuchen. Der Gewerbeverein war so freundlich uns kostenfrei einen Stand anzubieten, was wir natürlich gerne in Anspruch nehmen. Wir stehen in der Friedrich-Ebert-Strasse und haben eine
Auswahl an leckeren Hundekeksen, Kauartikeln, hochwertigen Brustgeschirren, Halsbändern und Leinen, Spielzeug und vieles mehr dabei. Vorbeischauen lohnt sich und wir würden uns freuen, den ein oder
anderen von euch wieder zu sehen.
20.09.2011
Hier nun wie versprochen die ersten Bilder von Said, der nun bei Renate, der befreundeten Tierschützerin
bleibt, da er sich mit ihrer Familie und ihren Hunden und Katzen wohler fühlt, als auf der Pflegestelle. Besonders Renates 12 jährige Tochter hat es ihm angetan.


19.09.2011
Gestern nahmen wir einen kleinen Jagdterrierrüden als Fundhund auf. Intensive Nachforschungen
ergaben, dass sein Besitzer im Nachbarort wohnt. Als dieser gestern Abend gegen 21.00 Uhr erfuhr, dass
sein Hund bei uns ist, war das kein Grund ihn gleich abzuholen. Er würde ihn heute holen. Gegen Mittag
riefen wir an, um zu fragen, wann er seinen Hund abholen würde. Der Mann war offensichtlich stark
alkoholisiert und meinte, er habe Urlaub und besseres zu tun.... Das hörte sich wirklich nach einem
“tollen” Zuhause an.... Bei den Nachforschungen waren wir auch auf den Vorbesitzer gestoßen, der den
Hund vor zwei Jahren an diesen Mann verkauft hatte. Er war sehr besorgt und sagte zu, seinen Hund zurückzunehmen und ihn umgehend abzuholen. So geschah es dann auch. Somit hat der kleine Kerl
letztlich Glück im Unglück gehabt. Das sind oft sehr schwierige Situationen für uns, wenn wir einen
Fundhund an Menschen aushändigen müssen, wo man genau spürt, der Hund hat es da nicht wirklich gut und ist seinen Menschen ziemlich egal. Zum Glück war es dieses Mal anders.
Da heute sehr viele Helfer da waren, konnten wir außer der normalen Arbeit im Tierheim auch noch die
ersten sechs Pfostenfundamente bei Juno betonieren. Das ist immer schön, wenn man an einem Tag so richtig viel geschafft bekommt und es wieder ein Stück vorwärts gegangen ist.
17.09.2011
Heute ist unser schüchterner Schatz Said umgezogen, da uns eine befreundete Tierschützerin die Said
schon lange kennt, eine ihrer Pflegestellen angeboten hat. Der Abschied war schwer, aber wir wollten ihm
gerne die Chance geben, dort vieles lernen zu können, was wir ihm hier in der Form nicht ermöglichen können. Dort lebt er in der Familie zusammen mit zwei anderen Hunden und das Pflegefrauchen ist
ganztags Zuhause. Es lässt sich alles ganz gut an und sobald wir die ersten Bilder haben werden wir sie mit euch teilen.
15.09.2011
Erst die gute Nachricht: Dank ettlicher lieber und großzügiger Spender sind insgesamt 2250 € für Futter
für die Tötung in Bilbao eingegangen. Das ist enorm in der kurzen Zeit und eine riesengroße Hilfe etwas
beruhigter in die Zukunft zu schauen. Diejenigen, die ihre Spenden über das Spendenportal überwiesen haben, bekommen von uns die Spendenbescheinigungen ausgestellt. Die Reise nach Bilbao hat sich um
eine Woche verschoben und wird mit der von uns gesponsorten Tonne Futter und anderen Hilfsgütern nächsten Dienstag starten. Die Kolleginnen von den Armen Pfoten werden wenn sie zurück sind Bericht
erstatten und Bilder schicken. Wir sind gespannt.
Die schlechte Nachricht ist, dass Christian seit 2 Wochen einen neuerlichen, ganz schweren
Borrelioseschub hat. Die notwendigen Bauarbeiten für die Überdachungen sind also auf ungewisse Zeit verschoben. Unser lieber Helfer K.D. wird aber schon mal mit den Fundamenten für die Stützbalken
anfangen, damit wir direkt loslegen können, sobald Christian wieder fit genug ist. Wollen wir hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht.
13.09.2011
Auch unsere Nasen haben es gerne bequem und so suchen wir 3 gebrauchte, große Sessel und eine
Zweiercouch. Wenn ihr etwas anzubieten habt, meldet euch bitte bei uns, damit wir das absprechen können.
11.09.2011
Und auch von Beauty, genannt Souris müssen wir uns verabschieden. Sie war schon ein älteres
Hundemädchen, als sie das Glück hatte dieses Zuhause zu finden. Ihr Menschen stellten sich auf sie ein
und statt Wanderurlauben gab es gemeinsame Urlaube am Meer, wo alles schön eben und flach ist. Sie hat es genossen. Dank euch, dass ihr Souris so eine gute Zeit gegeben habt. Und du kleine Maus, lass es
dir gutgehen im tiefen Schnee...
Liebe Karin, lieber Christian,
ich sende Euch einen letzten Gruß.
Am 5.9. - auf den Tag genau zwei Jahre nachdem ich bei Arndt und Andrea in Trier eingezogen bin -
musste ich die Stadt mit den schönsten Teichhühnern weltweit verlassen... .
Es ging mir schon länger nicht mehr so gut. Der Rücken machte mir zu schaffen und wegen der
Nieren hab ich oft nachts eingepieselt, wenn ich es nicht merkte. Aber das war nicht so schlimm. Mit Schmerzmitteln, Nierenfutter und viel Liebe konnte ich mich jeden Tag auf´s Neue über kleine
Dinge freuen.
Als ich plötzlich anfing unter Belastung zu röcheln dachten alle ich sei wohl etwas erkältet. Aber
leider stellte der Tierarzt meines Vertrauens einen bösen Schilddrüsentumor fest. Bloss nicht ersticken müssen... Danach war am Weiher, wo ich immer viel spazieren war, ein großer Regenbogen
. Oma Gisela sagte, die Wolke darunter sieht aus wie ein weißer Hund, der in den Himmel springt...
Ich würde Euch gerne noch ganz viel erzählen, aber ich bekomme gerade mein neues Geschirr
angelegt. Denn ich lebe jetzt in der Region des Hundehimmels wo der Schnee am tiefsten ist und werde dort den Schlitten ziehen, den ich im Leben nie ziehen konnte...
Nicht traurig sein und Danke - für Andrea und Arndt hattet Ihr die ideale Hündin ausgesucht!
Eure Souris


Souris Menschen wollten nicht lange ohne vierbeinige Gefährtin sein und so hatte unser Krümelchen
gestern das Glück bei Arndt und Andrea einziehen zu können. In zwei Wochen fahren die drei an die Ostsee. Wir wünschen euch einen wunderschönen Urlaub und viele schöne, gemeinsame Erlebnisse.
10.09.2011
Kalles Frauchen hat uns noch ein paar wunderschöne Bilder geschickt, da sie meinte, es wäre Kalle etwas
“peinlich” wie pummelig er mal war und wenn er als Dickerchen in Erinnerung bliebe.

Was zusätzlich noch ganz besonders schlimm ist, ist dass die alte Mendi nun schon zum dritten Mal ihren
Gefährten verloren hat. Dass dadurch ihre alte Allergie wieder ausbrach, sie traurig und in sich gekehrt ist.


- 09.09.2011

Na was meint ihr wonach das aussieht? Ich kanns euch sagen, das sieht nach sehr viel Arbeit aus! Das
sind über 1,5 Tonnen Balken und dicke Bretter, um weitere drei große Überdachungen in den Ausläufen
von Artus, Juno und Ivy zu bauen. Wir hoffen, dass wir sie noch fertig bekommen bevor im Spätherbst dann so richtig das miese Wetter losgeht. Über Hilfe beim Aufbau und den ganzen Vorbereitungsarbeiten
würde sich Christian sehr freuen.
08.09.2011
Heute war “Geiz ist geil Tag”. Jede Menge Anrufer die auf der Suche waren nach Yorkis, Labradoren
und Golden Retrievern zum Teil gedacht als Spielzeug für mehrere Kleinkinder. Man habe sich beim Züchter erkundigt und die wären ja so teuer. Ach! Ja und nun meint man beim Tierschutz bekommt man
seinen Wunschhund geschenkt - aber ein Welpe muss es natürlich sein. Klar doch! Da kann ich doch nur noch irre kichern, wenn ich so einen Mist höre. Leute, wenn wir mal soweit sind, dann habe ich die
Uniform der Heilsarmee an und stehe mit Gitarre und Spendendose in der Fussgängerzone....
Aber zum Glück gibt es ja auch noch Menschen die der Auffassung sind “helfen ist geil” und deswegen
freuen wir uns riesig, dass unser Billie jetzt auch nette Paten gefunden hat, nämlich die neuen Eltern vom
Perlchen, die seine kostenintensive Behandlung vor allem wegen seiner Krebserkrankung großzügig jeden Monat unterstützen.

Tja und wo wir beim Thema Patenschaften sind, möchte ich euch ganz arg den kleinen, alten Tobi ans
Herz legen. Ihr erinnert euch sicher, sein Frauchen war verstorben und weder Sohn noch sonstige Angehörige wollten sich seiner annehmen. Tobi ist auf einer tollen Pflegestelle, wo er aufs Beste versorgt
und gepflegt wird, leider erweist sich der kleine Mann aber als Großbausstelle, da seine vorherigen Besitzer offensichtlich von Tierarztbesuchen wenig hielten. Seine komplett vereiterten Ohren und Augen
werden so langsam. Seine Allergie mit dem starken Juckreiz und dass er sich permanent blutig kratzt ist in Behandlung, bessert sich aber nur langsam. Stoffwechsel und Immunsystem sind durch reine
Cortisonbehandlung über einen längeren Zeitraum sehr angegriffen und müssen erstmal entgiftet und aufgebaut werden. Zudem müssen seine Zähne noch in Ordnung gebracht werden und auch sein Herz
wurde lange nicht behandelt, wodurch erstmal entwässern angesagt ist. All die notwendigen Behandlungen lässt der liebe, alte Knopf geduldig über sich ergehen ohne zu murren Und weil er so
unglaublich lieb ist, hat seine Pflegestelle schon zugesagt, dass er bleiben kann. Da dort aber gleichzeitig
noch sechs andere alte bis steinalte Kerlchen ihren Altersruhesitz haben, ist klar, dass wir auch weiterhin
für Tobis Behandlungskosten aufkommen. So eine Patenschaft ist übrigens auch ein schönes Geschenk...

07.09.2011
Gestern Abend bemerkten wir bei Waigel, dass der rechte Lymphknoten ganz dick angeschwollen war.
Heute Morgen war dann die ganze rechte Gesichtshälfte und der Hals stark angeschwollen und Waigel hatte erhöhte Temperatur. Die Tierärztin konnte keine direkte Ursache feststellen, die Zähne sind es
jedenfalls nicht, auch frisst er zum Glück mit Appetit. Heute Abend hatten die verabreichten Medikamente schon spürbar angeschlagen und alles ist schon erheblich abgeschwollen. Was ein Glück.
Die Fahrt zum Tierarzt und das ganze Procedere an sich fand der große Kerl nicht so klasse, aber lieb wie er ist, hat er alles tapfer über sich ergehen lassen.
Es gibt immer wieder Situationen wo ich denke, nein - es gibt keine Gerechtigkeit auf Erden. So wie
heute. Es gibt Hunde die haben kein schönes Zuhause, werden weder gut behandelt noch gut versorgt und werden dabei bedauerlicherweise oft auch noch steinalt. Und dann gibt es Hunde die es super
getroffen haben und dann ist ihnen viel zu wenig Zeit vergönnt. So wie unserem sanften Riesen Kailash,
genannt Kalle, der letzte Woche verstorben ist. Wir haben ihn alle geliebt als er hier bei uns war und er
wird uns mit seinem wunderbaren Wesen und seiner imposanten Größe unvergessen bleiben. Ich möchte
mit euch die traurige mail die ich von seinen Menschen bekommen habe und die schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit teilen . Wir sind sehr. sehr traurig, leb wohl großer Bär.


Hallo Karin und Christian,
diese Mail habe ich nun bestimmt 5 mal angefangen und wieder gelöscht, weil mir einfach immer noch die richtigen Worte fehlen.
Ich muss euch heute eine traurige Mitteilung machen: Unser Kalle ist letzte Woche gestorben.
Wir haben 2 Tage um ihn gekämpft und ich kann trotzdem nicht genau sagen, was die eigentliche Ursache war.
Es begann mit einer plötzlichen massiven Aufgasung von Magen und Darm ohne echten Verschluss und ohne feststellbare Ursache.
Die Not-OP hat er zunächst gut überstanden, kam dann aber nicht richtig auf die Beine, er entwickelte eine Sepsis,
die Blutwerte verschlechterten sich rasant und beinahe stündlich. Trotz Blutspende - Mendi hatte sich noch tapfer
zur Verfügung gestellt - konnte er nicht stabilisiert werden. Es ging so rasend schnell und auch die Tierklinik, die wirklich alles für ihn getan hat, war fassungslos.
Wir sind sehr traurig und trotz der vielen Abschiede, die wir schon von unseren Hunden nehmen mussten, hat uns Kalle besonders mitgenommen, da er einfach viel zu jung war und so ein Goldstück.
Er hatte in den zwei Jahren bei uns super viel gelernt, sich zu einem zu allem freundlichen und inzwischen auch
mutigen selbstbewußten Hund entwickelt. Im letzten Jahr habe ich mit ihm einen Bodenarbeitsworkshop gemacht -
er wurde zum richtigen Bodenarbeits-Junkie, sobald er irgendetwas draußen entdeckt hat, dann hat er selber Bänke
und Baumstämme erklettert, schön langsam und vorsichtig, wie er es gelernt hat und war immer ganz stolz, wenn
wir ihm gesagt haben, was er für ein Held ist. In diesem Jahr haben wir einen Bodenarbeitsworkshop für
Fortgeschrittene gemacht und er war einfach klasse. Er wußte immer ganz genau, wenn wieder Mittwoch war und er
endlich wieder "arbeiten" durfte. Er hat sich die schwierigsten Geräte mit Herdenschutzhund-Manier - alles langsam
und gründlich - vorgenommen und wenn er dann keine Lust mehr hatte, dann hat er sich einfach neben die Aufgabe
gesetzt und gewartet, bis der Entspannungsteil drankam - entspannen war fast so toll, wie die eigentliche Bodenarbeit.
Kalle hat nie Ärger mit anderen Hunden bekommen, ganz im Gegenteil, halbstarke Raufbolde haben sich immer
gefreut, wenn sie ihn getroffen haben, mit ihm konnte man wunderbar spielen - und wenn Kalle dann keine Lust
mehr hatte oder ihm das Spiel zu wild wurde, dann kam er schnell zu uns gelaufen, in der Hoffnung, dass wir ihm die jungen Ungestümen vom Hals halten.
Bei uns war Kalle bei allen Menschen bekannt, da er so freundlich zu jedem Menschen draußen war. Lediglich in der
Dämmerung oder im Dunkeln bei jugendlichen oder lauten Menschen kam dann auch mal der wachsame Herdenschutzhund in ihm durch.
Besonders hat er die "stillen" Spaziergänge mit mir geliebt, wenn wir lange ohne Kommandos nur zu zweit
spazieren gegangen sind. Er hat dann immer besonders gut darauf geachtet, was ich von ihm möchte und war immer eifrig darauf bedacht, alles richtig zu machen.
Kalle hat so vieles gelernt und ich konnte von ihm lernen, dass auch ein Herdenschutzhund richtig viel Spaß an
artgerechten Aufgaben und Tricks haben kann. Ich musste mir immer viele Sachen einfallen lassen um ihn zu beschäftigen.
So haben wir z.B. das tolle Spiel gemeinsam entwickelt, unser Auto mit Leckerchen zu bestücken. Er sass dann
immer ganz entspannt daneben und wartete, bis ich alle Leckerchen rund um unser Auto versteckt hatte und dann
hat er mit Ausdauer jedes einzelne Leckerchen mit viel Geduld gesucht. Manchmal blieb er dann aber auch bei
Spaziergängen an fremden Autos stehen - er hatte halt selbständig ein tolles Gerät für unsere Leckerchen-Spiele gefunden......
Er liebte Nasenarbeit, im Sommer haben wir gerne die Kirmes besucht - natürlich nicht, wenn sie geöffnet war. Aber
morgens früh um 6 Uhr, wenn alle Fahr- und Ess-Buden geschlossen sind, hat es Kalle einen riesigen Spaß gemacht
, sämtliche Gerüche an den Fahrgeschäften aufzunehmen und dann die einzelnen Buden zu inspizieren, was es dort
wohl für Leckereien gegeben hatte. Wir konnten uns stundenlang dort aufhalten und er hatte immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Er hatte inzwischen sogar gelernt, gefundenes Freßbares nicht sofort panisch herunterzuschlucken, weil man es ihm
wegnehmen könnte. Er hat die Sachen zwar immer noch aufgenommen, kam dann aber damit schnell zu mir, damit
ich sie ihm gegen geeignete Leckerchen aus meiner Tasche "eintauschen" konnte und ich durfte dann den eigentlichen Fund nehmen und sinnvoll entsorgen.
Wir wollen uns bei euch nochmal von Herzen bedanken, dass ihr uns diesen tollen Hund vermittelt habt und uns
auch in den ersten schwierigen Wochen mit Rat unterstützt habt, sodass wir mit ihm eine tolle und lehrreiche gemeinsame Zeit verbringen durften.
Liebe und traurige Grüße
Claudia Schulz und Nico Fischer
06.09.2011
Heute habe ich mal wieder was richtig Nettes für euch. Ich hatte euch ja erzählt, dass die liebe Rika vor
vier Wochen zu ihrer neuen Familien umgezogen ist. Nach zwei Wochen des einlebens gings dann mit der
Hundeschule bei unserer Trainerin Christine Schnell los. Und wie sich das zur “Einschulung” gehört,
bekam Rika von der Tochter mit viel Liebe eine Schultüte gebastelt, die mit allerlei leckeren
“Motivationshilfen” gefüllt war. Das ist eine richtig tolle Idee, auch wenn Rika natürlich mehr am Inhalt
interessiert war. Da haben Hunde halt den Blick fürs Wesentliche.
05.09.2011
Als heute Vormittag das Futter geliefert wurde, war die Überraschung groß, denn zusätzlich zu dem
gewährten Naturalrabatt von 4 Säcken, hatten die Säcke statt normalerweise 20 Kg im Rahmen einer Aktion 22 Kg. Das bedeutet, dass wir 180 Kg Futter mehr bekommen haben, als bezahlt. Das ist
gigantisch und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Heute Nachmittag Habe ich das Futter - 1018 Kg! -.
dann zur Sammelstelle weitergefahren. In Spanien ist Hundefutter sehr teuer. Wenn man bedenkt, dass
Shiva für 400 Kg Billigfutter 500 € bezahlt hat und wir nun für 1018 Kg 580 € dann hat sich das wirklich gelohnt. Nächste Woche Dienstag geht die ganze Fuhre dann auf die Reise nach Spanien.
04.09.2011
Im Namen der Armen Pfoten möchte ich allen die bisher so großzügig und spontan geholfen haben ganz,
ganz herzlichen Dank sagen. Morgen kommt eine Tonne Futter hier bei uns an, das ich dann überbringe.
Es wird nächste Woche nach Bilbao gebracht und die Armen Pfoten werden sehen, ob sie in Gesprächen
die Verantwortlichen der Stadt dazu bringen können, ihrer Verpflichtung sich um die in der Perrera
befindlichen Hunde zu kümmern bzw. sie mit Futter zu versorgen, nachzukommen. Sollte dies nicht der Fall sein, wollen wir hoffen, dass insgesamt genug Spenden zusammen kommen, damit die Versorgung
der Hunde bis zum Jahresende sichergestellt werden kann.
Alles was an Geld nicht für den Futterkauf jetzt benötigt wird und das ist jede Menge, im Moment sind
wir bei 880 € werde ich direkt an Shiva, das ist die spanische Tierschützerin vor Ort, überweisen, damit
sie alles weitere was sie an Futter braucht in Spanien kaufen kann. So sind z.B. zahlreiche Welpen und Junghunde zu versorgen, die natürlich anderes Futter brauchen.
Das was hier gerade geschieht kommt in Tierschutzkreisen äußerst selten vor. An andere Spenden
abzugeben oder sie mit Geld zu unterstützen macht man normalerweise nur wenn es einem selbst nützt
bzw. an die direkten Partner im Ausland.. Davon halten wir nichts. Wenn wir geben und helfen können
tun wir das. Ich hoffe, dass wir mit unserem Hundeheim nie in eine so schreckliche Situation kommen
und deshalb ist für uns Solidarität das Gebot der Stunde. Keiner der Hunde in der Perrera soll zu seinem
Unglück dort gelandet zu sein auch noch hungern, das geht gar nicht. Ich denke, ihr sehts genauso und bin euch für eure Hilfe unendlich dankbar auch wenn sie nicht unmittelbar für uns ist!!!
02.09.2011
Habe noch etwas aktuelles und sehr dringendes. Vor ein paar Tagen haben wir über den befreundeten
Tierschutzverein die Armen Pfoten erfahren, dass die Hunde in der Tötungsstation in Bilbao kein Futter
mehr haben. Die Stadt sagt das Budget ist leer und fertig, sie kaufen kein Futter mehr. Wir haben schon
viele wunderbare Nasen von dort übernommen und so werden wir den dortigen Hunden in Not helfen. So sind z.B unsere Vierbeiner Milena, Lore, Toto und Mimi von Bilbao. Die Vorstellung wir hätten kein
Geld mehr um unsere Hunde zu versorgen ist ein absoluter Alptraum für mich und so werde ich nächste Woche 700 Kg Futter übergeben. Unser lieber Helfer KD, dessen wunderbarer Dante von dort stammt
wird uns mit einer großzügigen Spende unterstützen Vielleicht finden sich ja noch ein paar nette Gönner die auch mithelfen möchten, die Not dort zu lindern. Auf der Seite www.arme-pfoten.eu könnt ihr euch näher informieren und auch direkt spenden. Wenn ihr eure Hilfe lieber über uns laufen lassen wollt ist das
auch ok. Dann schickt mir bitte eine kurze mail in welcher Form ihr helfen wollt - am sinnvollsten ist
Geld für das ich dann bei unserem Großhändler entsprechend mehr Futter als die geplanten 700 Kg
bestellen kann. Da das Futter am Montag geliefert wird, müsste ich wegen der Bestellung bis spätestens
Morgen Abend wissen, wer wie helfen möchte, dann könnte ich entsprechend mehr Futter ordern, das ich dann am Montag weiterfahre. Wäre schön, wenn wir noch mehr zusammen bekämen, bitte helft!
02.09.2011
Die meisten haben ihren Sommerurlaub hinter sich und so erreichen uns immer wieder schöne
Urlaubsbilder und Nachrichten unserer ehemaligen Nasen. So wie von Stella:
Liebe Karin, lieber Christian,
endlich findet mein Frauchen mal die Zeit, Euch zu schreiben. Ihr könnt Euch doch bestimmt noch an mich
erinnern...Ich bin's...Stella, die getigerte Eurasier-Mix-Hündin. Als meine Hunde-Eltern mich zu sich geholt haben,
war ich 18 Monate alt und noch ziemlich schüchtern und zurückhaltend, weil ich es leider in meiner Vergangenheit
auch nicht sehr gut hatte. Mittlerweile bin ich 5 Jahre und ein absoluter Temperamentsbolzen und sprühe nur so vor Lebensfreude. Meine Hunde-Eltern sind sogar mit mir von der Stadt auf das Land, genauer gesagt mitten in das
wunderschöne Ahrtal, gezogen (mein Herrchen sagt immer, hier kommt der beste Rotwein her...na ja...ich bleib
dann wohl doch lieber bei meinen Schweineohren). Hier kann ich mich so richtig nach Herzenslust austoben und habe auch viele Hundefreunde gefunden.


Leider habe ich vor einiger Zeit plötzlich ganz furchtbar angefangen zu humpeln. Meine Hunde-Eltern sind dann mit
mir zu ganz vielen Tierärzten gefahren, aber keiner konnte so genau sagen, was es ist. Sie waren schon völlig
verzweifelt...Mama hat immer gesagt, sie kann es nicht ertragen, mich so zu sehen, weil ich doch so gerne
rumtobe und spiele und das alles nicht mehr ging. Gott sei Dank bin ich dann in die Hände eines ganz tollen
Tierarztes geraten, der erkannt hat, was mir fehlt. Ich bin dann mit meinen Hunde-Eltern in eine Tierklinik
überwiesen worden und operiert worden. Ich muss in jungen Jahren mal einen Unfall oder ähnliches gehabt haben,
wo ich eine Fraktur am Vorderbein erlitten habe. Diese ist dann irgendwie komisch zusammengewachsen und tat
auf einmal ganz doll weh. Leider hatte sich mit der Zeit schon eine leichte Athrose gebildet, aber ich bekomme
immer so kleine grüne Kügelchen in mein Futter, die den Verlauf aufhalten bzw. verlangsamen sollen. Der Tierarzt
meinte, ich kann damit uralt werden. Das hört sich doch gut an;-))) Nach der Operation hat mein Frauchen dann
ganz viel Gymnastik und so komische Sachen mit mir gemacht, damit alles wieder schön beweglich wird.
Und was soll ich sagen.....heute bin ich absolut beschwerdefrei und kann toben und rumtollen wie ich will. Die Zeit
des Bangens ist für mein Herrchen und Frauchen vorbei und erst letztens hat mein Tierarzt mich (oder doch eher
Herrchen und Frauchen?) ganz doll gelobt, wie top fit ich bin...kein Übergewicht, super Zähne und auch sonst alles
bestens. Einem glücklichen, gesunden und vor allem langen Hundeleben steht nun nichts mehr im Wege und ich werde mit meinen Hunde-Eltern wohl noch ganz viele Abenteuer erleben;-))

So...nun möchte mein Frauchen auch noch mal was loswerden:
Wie möchten uns bei Euch noch mal ganz herzlich für diesen tollen Hund bedanken. Sie hat unser Leben so
bereichert, dass man es in Worten wohl nicht ausdrücken kann. Es war eine schwere Zeit für uns, als es Stella gar
nicht gut ging...es zog sich fast anderthalb Jahre hin. Aber rückblickend kann ich nur sagen, wie sehr es sich lohnt,
alle Mühen und Strapazen für seinen Hund auf sich zu nehmen. Wenn ich sie heute wieder über die Wiesen toben
sehe, kommen mir fast die Tränen. Genau deswegen macht es mich oft auch so wütend und traurig, wenn ich in Eurem Tagebuch lese, wie sich die Menschen alter oder kranker Hunde einfach so entledigen. Wenn ich mich für ein Tier
entscheide, so heißt das auch, Verantwortung zu übernehmen, auch in schlechten Zeiten und meinen Partner
Hund, der mich sein Leben lang treu begleitet und alles für mich tut, bis an sein Lebensende würdevoll zu begleiten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen irgendwann einmal umdenken.
Liebe Karin, lieber Christian...nach all den schlechten Erfahrungen und Erlebnissen, mit denen Ihr leider beinahe
tagtäglich zu kämpfen habt, hoffen wir doch, Euch mit dem Bericht über Stella ein wenig aufmuntern zu können.
Durch Euer Engagement und Euer großes Herz für die Hundenasen hat Stella ein schönes Zuhause und wir einen
wundervollen Partner, der uns tagtäglich Freude und Glück beschert, gefunden. Wir haben Euch noch ein paar Fotos als Anhang mitgeschickt.....viel Spass beim Anschauen.
Ganz liebe Grüße aus Ahrweiler senden Euch Nina, Marcus und natürlich die Stella-Nase;-)
01.09.2011
Zuviel Büroarbeit macht mich kribbelig, bekomme so viel zu wenig von unseren ganzen Nasen mit. Das
ist mir zu öde und geht so nicht weiter. Der Abendspaziergang mit den Alterchen geht schon wieder, also
gehts Morgen wieder richtig los. OK, ein paar Tage werde ich es noch anderen überlassen müssen die ganz schwere Arbeit zu machen und mit den jungen Wilden zu laufen, aber wir haben ja auch noch
andere etwas ruhigere Vierbeiner und auch jede Menge leichtere Arbeiten.
Am Sonntag 04.09.2011 sind wir von 10.00 - 14.00 mit einem Stand auf dem Flohmarkt der im Rahmen
des Wörrstädter Marktes stattfindet. Wir haben jede Menge schöne Sachen, nicht nur für Hunde und
hoffen, dass sich für Vieles ein Liebhaber findet und wir damit die Tierheimkasse etwas aufbessern können. Schaut doch mal vorbei, wir würden uns freuen.
29.08.2011
Ein Orthopäde hat mich heute erlöst - ein Brustwirbel war ausgerenkt und hatte sich in einen anderen
verhakt. Nun kann ich zumindest wieder aufrecht gehen. Es ist zwar noch alles sehr schmerzhaft aber es
wird mit etwas Schonung schon werden. Claudi war so lieb die letzten zwei Abende beim füttern zu
helfen, das war prima. So werde ich die nächsten Schontage dazu nutzen liegen gebliebene Büroarbeiten zu erledigen - hat halt auch alles sein Gutes....
27.08.2011
So ein Unwetter ist ja nicht so schlimm, wenn man im Trockenen sitzt. Gestern Abend allerdings fiel es
leider voll in unsere Fütterzeit. Der ein oder anderen Nase, z.B. unserem Yoshi, hat das Donnern glatt
den Appetit verschlagen. Dafür ist der Hundeopa heute aber wieder bester Dinge. Sein Jungbrunnen heißt
im Moment Dora, denn die hat gerade ihre erste Hitze. Obwohl Opa Yoshi seit ewigen Jahren kastriert
ist, fühlt er sich sehr geschmeichelt von der Werbung der jungen Hundedame und lässt sein Herzblatt kaum aus den Augen.
Ausnahmsweise bin ich mal völlig außer Gefecht. Ich habe mir eine Rippenprellung zugezogen und kann
mich vor Schmerzen kaum bewegen. Das ist sehr ungewohnt für mich, wo ich sonst immer am schaffen bin und zähneknirschend muss ich einsehen, dass es einfach nicht geht. Zum Glück sind Christian und
einige Helfer fit. Vielleicht wäre jetzt die seltene Chance mal wieder ein Buch zu lesen, dazu bin ich seit Monaten nicht gekommen....
25.08.2011
Tja, und dann gibt es da noch solch unangenehme Zeitgenossen, die meinen, sie müssten uns beleidigen,
beschimpfen, Rufmord betreiben und uns bedrohen. Wie heißt es so treffend: “Freunde kommen und gehen, Feinde sammeln sich an.” (Thomas Jones)
Aber all diese Menschen sind völlig unwichtig im Vergleich zu dem Wohlergehen, dem Lachen und der Liebe unserer Hunde....
Und da kann es kein schöneres Bild geben, als das von unserem Smiley, der schwere Verletzungen erlitten hatte, weil ihn Jugendliche hinter ihrem Moped
herschleiften. Er konnte lange kaum laufen und hat viel durchgemacht, aber mit seiner unerschütterlichen
Liebe zu den Menschen hat er alles weggesteckt und nie sein Lachen verloren. Das werden wir wohl nicht schaffen, aber wir versuchen es immer wieder.....
23.08.2011
Der heutige Tag hatte es wieder in sich. Aber ich fange mal am Anfang an, nämlich bei letzter Woche.
Wir hatten einen Termin mit einer älteren Dame von 80 Jahren wegen einem Hund, ihr letzter sei verstorben und sie würde wieder gerne einen bei sich aufnehmen. Sie kam mit dem eigenen Auto
angefahren und schien geistig und körperlich für ihr Alter in einem bemerkenswert gutem Zustand. Sie
lebt alleine, hat noch ein Pferd und eine Katze. Es war ihr und uns klar, dass nur ein älterer Hund in
Frage kam und so stellten wir unsere Nessie vor. Das Gespräch an dem auch ihr Begleiter teilnahm war
sehr positiv, (für einen Spaziergang war es zu heiß für beide), so dass Christian mit Nessie am Freitag in
ihr neues Zuhause fuhr. Nessie war völlig gelassen mit dem Pferd und auch mit der Katze, lernte auch
noch den Nachbarshund kennen, der zeitweise bei der alten Dame in Betreuung ist. Alles schien bestens und so blieb Nessie da.

Gestern dann ein Anruf auf dem Anrufbeantworter, dass Nessie wieder zurück müsse. Ich hatte ein
längeres Gespräch mit der alten Dame, in dem dann alles wieder abgeschwächt wurde, sie habe nur Streit
mit der Nachbarin gehabt, weil sich die beiden Hunde nicht gut vertragen hätten. Heute dann der erneute
Anruf Nessie müsse wieder weg, sie hätte das ganze Haus mit Durchfall vollgemacht. Christian ruft an
und die alte Dame erinnert sich nicht an das gestrige Gespräch mit mir. Auf die Frage was sie füttere (wir
hatten Nessie ihr gewohntes Futter mitgegeben) sagte sie sie hätte keines, es wäre etwas von der
Nachbarin. Es wurde nun klar, dass die Frau offensichtlich zeitweise keinerlei Erinnerung an Dinge und
Geschehnisse hat, also dement ist, was vorher nicht zu bemerken war, wie auch. Christian fährt hin, um Nessie abzuholen. Der Futtersack stand in der Waschküche, was sie vergessen hatte, Nessies
Medikamente waren im Haus verteilt und sie hatte sie nicht bekommen. Nessie hatte von Freitag Abend
bis Dienstag früh nichts gegessen. Wir sind froh, dass Nessie wieder bei uns ist und nichts weiter passiert
ist. Es ist schade, wir hatten uns gefreut, dass Nessie diese Chance bekam. Wir waren immer positiv
eingestellt, wenn ältere Menschen, die ihr Leben mit Hunden verbrachten, wieder einen Hund wollten.
Wenn die Person entsprechend rüstig war, wir einen passenden älteren Hund hatten und geklärt war, wer
den Hund übernimmt, sollte es dem älteren Menschen nicht mehr möglich sein, sich zu kümmern. Dieser
Fall nun mit Nessie ist vor allem menschlich tragisch, da die Betroffene es selbst gar nicht merkt, dass sie
alles vergisst. Sie hat aber ihr Umfeld, das hoffentlich zur rechten Zeit, die Notbremse zieht und ihr hilft.
Keine Vorwürfe an die nette alte Dame, die schon immer Hunde hatte, und wir wünschen ihr alle Hilfe die sie braucht.
Der anschließende Termin war ein echtes Negativ Highlight. Gestern sprach ich mit einer Frau. Man
habe noch eine fitte 11 jährige Hündin, der Rüde war gestorben und man interessierte sich für Lotte, alles
hört sich prima an. Da sie sehbehindert sei und der Mann frisch Unterschenkelamputiert, sei man im Moment nicht in der Lage, vorbei zu kommen. Nun gut, Christian lädt Lotte ein und fährt hin. Beim
Aussteigen eröffnet im die Frau, ihr Mann wisse noch gar nichts. Mit ungutem Gefühl geht Christian ins
Haus. Dort liegt der Mann auf einer Couch, Lotte läuft freundlich auf ihn zu und der Mann brüllt mit sich
überschlagender Stimme: Schon wieder ein Hund. Schaff den sofort hier raus, ich kann keine Hunde
mehr sehen. Lotte macht einen erschrockenen Satz zurück und sucht Schutz bei Christian, der sie sofort
anleint und mit ihr das Haus verlässt. Die eigene Hündin kannte das wohl, denn sie hatte das Haus erst
gar nicht betreten..... Und dann platzt Christian der Kragen, und wer ihn kennt wäre jetzt geschockt, denn so laut hättet ihr ihn noch nie gehört.
Würden wir für unsere Arbeit hier Geld bekommen, dann wäre es an so Tagen wie Heute Schmerzensgeld
.... Ist halt alles reine Nervensache, vielleicht haben wir ja auch gar keine mehr, denn die Chance sie zu
regenerieren liegen zur Zeit bei fast Null. Und gebetsmühlenartig sagen wir uns, es kommen auch wieder bessere Zeiten - ehrlich? Wann?
21.08.2011
Für alle, die auf der Suche sind, womit sie uns eine Freude machen und uns unterstützen können, habe
ich eine neue Anregung, da wir mit den Vorräten an gespendeten Wasch-, Putz- und Spülmitteln noch
eine ganze Weile hinkommen werden. Was wir aber in größeren Mengen täglich brauchen sind die grünen
60L Müllbeutel vom Aldi und 10 L Gießkannen, da inzwischen die meisten dem Spieltrieb der Hunde zum Opfer gefallen sind...
19.08.2011
Für unsere schüchternen und ängstlichen Nasen hat jetzt eine schlimme Zeit begonnen. In den
Weinbergen um uns rum wurden überall die Schußapparate zur Starenabwehr aufgestellt. Von Morgens
um 7.00 bis Abends um 20.00 knallt es in unregelmäßigen Abständen unheimlich laut. Am meisten leidet
der arme Said, der sich kaum noch aus dem Hundehaus traut und auf den Spaziergängen nach kurzer Zeit
am liebsten nur wieder zurück flüchten will. Ganz unangenehm ist es, wenn so ein Ding losgeht, wenn
man gerade dran vorbei läuft. Wenn man Glück hat hört man es noch zischen bevor es knallt und kann
dann noch die Beine in die Hand nehmen, aber besonders für die Vierbeiner ist es sehr erschreckend. Die Einzigen die das nicht interessiert sind die Stare...
18.08.2011
Heute war Waschtag - Krümel roch etwas arg streng. Auch wenn sie mit Wasser nicht viel am Hut hat,
hat sie es lieb wie sie ist, ruhig über sich ergehen lassen. Am nächsten Freitag haben wir einen Termin
beim Hundefriseur, da das Fell teilweise so verfilzt ist, dass mit bürsten nichts mehr auszurichten ist.
Klein Mimi hingegen liebt es im strömenden Regen zu spielen und ihr Lieblingszustand ist nass, was aber
durchaus noch steigerungsfähig ist, nämlich nass und dreckig = schööön. Aber Mimi ist irgendwie
selbstreinigend und strahlt Stunden später, wenn sie getrocknet ist wieder in strahlendem Weiß. Dass sie so sparsam schaut, liegt an der Kamera, die sie gar nicht mag.
16.08.2011
So heute jetzt wie versprochen der Bericht aus Curlys neuem Leben:
Hallo Christian, Hallo Karin !
Ich dachte, ich melde mich mal, bevor ihr mich ganz vergesst !
Mir geht es fantastisch, kein Wunder, denn mit meiner neuen Familie habe ich das große Los gezogen.
Ich habe die 3 Mädels voll im Griff - oder wenigstens ein bisschen.und das Haus und der Hof sind auch sehr schön.
Sie versuchen ständig, mir neue Dinge beizubringen, das ist ja auch schön, aber eins werde ich aus Prinzip
nicht lernen: was ich in der Schnauze habe, gehört mir ! Basta !
Wir gehen viel spazieren, im Feld kenne ich mich schon gut aus und darf, weil ich so lieb bin, auch mal ein Stückchen frei laufen.
Mit einigen Hunden hier verstehe ich mich nicht so gut, andere sind ganz okay. Aber das Wichtigste ist,
daß ich mich mit den 3 Hunden, die es in der Verwandtschaft noch gibt, gut verstehe, auch wenn sie mein Spielzeug benutzen.

Mein Lieblingsspielzeug sind nach wie vor Plastikflaschen, die machen so schön Krach, wenn man drauf rum beißt.

Ich bin froh, daß ich hier meinen eigenen Fressnapf habe, ganz für mich alleine und der wird auch
immer mit leckeren Sachen gefüllt.....yummie !!
Extra Klasse ist das Wellness-Angebot: Massagen ohne Ende mit Bürsten, Kämmen. Einmal war ich sogar
duschen! Aber nicht zu toppen ist die Massage mit dem Staubsauger.....ja, richtig gehört: das lieeeeeeeebe ich! Grundsätzlich komme zuerst ich dran, dann der langweilige Teppich.

Und dann das Kuscheln und streicheln.....jeden Tag... von allen... mehrmals !!!!!!
Ich habe auch einen kuschelig weichen Schlafplatz, ganz in der Nähe von meinem Aussichtsfenster im ersten
Stock, zu dem ich immer laufe, wenn ich draußen auf der Straße etwas höre ( Pferde oder so) oder mein Frauchen
weg geht. Manchmal gehen die Mädels einkaufen, dann darf ich zu Hause bleiben und auf das Haus aufpassen.
Sie sagen, ich mache das gut und bin ganz lieb. Bin ich ja auch, nur wenn sie mich mal ärgern, dann räche ich
mich.....ich zerreiße Tempo Taschentücher oder klaue Papier aus dem Papierkorb oder verschleppe Strümpfe ( ich habe auch schon mal einen verschluckt....urrgs).
Letzte Woche durfte ich mit dem Auto fahren. Sie haben es mir im Kofferraum bequem gemacht...am Anfang habe
ich noch aus dem Fenster geschaut, aber dann habe ich mich ausgeruht und mich kutschieren lassen.
Außerdem passe ich auf, daß kein fremdes Tier in meinem Garten herum läuft: ich habe schon 2 kleine Mäuse gefangen.....selbst schuld, was schleichen die auch in meinen Büschen herum.

Sie sagen oft, ich bin ein Komiker.....versteh ich gar nicht. Ich verhalte mich doch ganz normal, aber manchmal finden sie das einfach zum Lachen. Ich bin froh, daß ich hier gelandet bin und bin mir sicher, daß ich und die 3
anderen Damen noch viel Spaß miteinander haben werden.
Ich hoffe, euch gehts auch gut. Das wars für heute, tschüss bis bald mal wieder.
Curly
12.08.2011
Milena hat sich wieder einigermaßen gefangen und wir konnten es so einrichten, dass sie wieder bei ihrer
alten Gruppe bei Juno, Olga und Suki einziehen konnte. Sie hat sich riesig gefreut, sie wieder zu sehen und hat Olga sofort angespielt. Es ist schön Milena wieder lachen zu sehen.
Einige mitfühlende Tagebuchleser haben ihr Bestes gegeben um uns aufzumuntern und uns das geschickt
was für uns das “Lebenselixir” ist, Bilder und gute Nachrichten von unseren ehemaligen Schützlingen
Polly und Mola. Und die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, denn sie werden euch bestimmt genauso viel Freude machen wie uns.
Auch Curly hat einen längeren Bericht mit vielen schönen Bildern von ihrem neuen Leben geschickt, den
gibts die nächsten Tage. Ebenso wie das Lebenszeichen von dem Brackenmädchen Wendy, die 2004 vermittelt wurde und die nun schon zu den grauen Schnauzen gehört.

Polly mit Kumpel Matheo

Mola hat es lieber gemütlich und trocken auf ihrem Lieblings-Aussichtsplatz. Das Fensterbrett wird noch
verbreitert, damit sie es bequemer hat. Ihre Menschen sind sehr glücklich mit Mola. Sie fährt super Bus und Bahn mit, ist der perfekte Bürohund und einfach nur lieb.
10.08.2011
Das mit dem Licht am Ende des Tunnels waren auf die letzten Tage bezogen, wohl eher die Lichter des entgegenkommenden Zuges...
Gestern wird uns dann nach 7 Wochen die zarte Milena zurück gebracht. Der Hund sei zu lebhaft. Ach,
das ist ja völlig ungewöhnlich für eine 1 jährige Pointermixhündin. Kann ja mal passieren würde man denken, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Die sieht nämlich so aus, dass die Familie,
vornehmlich Frau und 14 jährige Tochter über 4 Wochen mindestens dreimal die Woche bei uns waren, um mit Milena spazieren zu gehen. Sich jedes Mal stundenlang bei uns aufhielten, kaum zum gehen zu
bewegen waren, immer in Gesellschaft von Milena und sie so wirklich in allen Facetten erlebten und zudem geduldig jegliche Fragen beantwortet bekamen. Noch nie hatten wir einen derartigen Zeitaufwand
mit einer Vermittlung, weit über 30 Stunden.
Dass Milena nicht gerne alleine ist, war von vorneherein bekannt. Dies wurde auch gar nicht als Problem
gesehen, da die Frau ja Zuhause wäre. Nun hat man aber plötzlich jede Menge Verpflichtungen in der Verwandschaft, zu denen man Milena nicht mitnehmen könne. Außerdem habe man gedacht, dass es ja
wohl ausreichend sein sollte, wenn man sich 2 Stunden am Tag um den Hund kümmert und er den Rest
der Zeit einfach da ist. Davon war hier in den endlosen Gesprächen nie die Rede, unter den Umständen
wäre nie ein Hund in diese Familie gegangen. Plötzlich hätte man lieber einen Hund wie der Nachbar
gehabt - der ist 12 Jahre alt, geht 2 kleine Gassirunden und verschläft den Rest des Tages. Wie praktisch
- ein alter Hund kam aber von Anfang an überhaupt nicht in Frage. Wir sollten doch Verständnis haben mit der Frau - nein, wirklich nicht,
Ist es ein Zufall, dass die große Liebe zu Milena genauso lange dauerte wie die Tochter Schulferien hatte?
Wer weiß, oder hat sie wie so viele Jugendliche schnell die Lust an den Pflichten verloren die damit auch
verbunden sind? Wie auch immer, das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist, dass Milena, die sehr
schüchtern zu uns kam, sich hier mit unserer Hilfe zu einem fröhlichen Hundemädchen entwickelte nun wieder in dem gleichen bedauernswerten Zustand ist, wie sie vor Monaten hier ankam. Ängstlich,
unterwürfig und total verunsichert. Es schert uns nicht, wenn sich die Menschen für das was sie selbst
verbockt haben nun vor lauter Selbstmitleid die Augen ausheulen, aber was sie mit ihrem Egoismus und
ihrer Rücksichtslosigkeit bei einem so sensiblen Hund wie Milena angerichtet haben, das macht uns mehr
als wütend. In ihrem Zustand ist sie im Moment nicht in der Lage in einer Hundegruppe zu leben, so
verunsichert ist sie. Sie muss jetzt erst mal zur Ruhe kommen. Komisch, dass sie sich bei uns schon nach
einem Tag an den Ablauf gewöhnt hat und durchaus stundenweise alleine zurecht kommt. Aber von ihrer
vorher so fröhlichen, freudigen Art ist noch nichts wieder zu sehen, das ist es was wirklich weh tut. Und wir fragen uns, wem man überhaupt noch vertrauen kann.

09.08.2011
Wenn bei Gewitter und Starkregen ein Fenster offen steht ist das Mist. Wenn bei diesem Wetter das
Dachfenster im Arbeitszimmer direkt über dem Schreibtisch offen steht, ist das gelinde gesagt großer
Mist. So passiert bei uns vor zwei Tagen. Heute ist die Tastatur soweit getrocknet, dass wir sie wieder benutzen können.
Ich hätte euch viel zu erzählen, denn wir haben viel Schei.... erlebt die letzten drei Tage. Soviel, dass
unsere Toleranzgrenze definitiv erreicht ist, das zumutbare Mass bei weitem überschritten wurde. Euch
heute davon zu berichten, würde dazu führen, dass meine Wortwahl mehr als deutlich ausfällt. Also
werde ich eine Nacht darüber schlafen bzw. wohl eher nicht, derartig ärgerlich sind wir. Nur eins kann ich
mir einfach nicht verkneifen: Wir können verheulte, vor Selbstmitleid triefende Gesichter, denen das
schlechte Gewissen aus jeder Pore strömt nicht mehr sehen!!! Auch ist unser Vorrat an Verständnis
komplett aufgebraucht und auch nicht so einfach erneuerbar. Vielleicht wird ja alles besser, wenn wir erst
Tamagotchis, Stofftiere und Porzellanhunde im Sortiment haben, aber selbst deren Überlebenszeit wäre
bei so manchem Zeitgenossen wahrscheinlich sehr begrenzt und sie würden nach kurzer Zeit im Müll landen ......
05.08.2011
Und dann ist da immer wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Und so habe ich heute gleich drei gute Nachrichten für euch.
Chainy frisst mit gutem Appetit und schaut endlich wieder fröhlich und gut gelaunt in die Welt.
Es ist als ob meine Wünsche und Hoffnungen erhört wurden, denn unsere kleine Jagdnase Rika hat nach
11 Monaten bei uns endlich ihre Familie gefunden. Als sie kam waren ihr Menschen ziemlich egal und
schmusen schien sie nicht zu kennen. Aber mit der Zeit und unserer Hilfe änderte sich das und sie lernte,
dass Zuwendung was richtig schönes ist. In ihrem neuen Zuhause ist sie jetzt die Ruhe selbst, so
unwahrscheinlich wie das für die die sie kennen auch klingt. Ihre neuen Menschen sind überzeugt, dass
Rika nur auf sie gewartet hat und sie lieben sie so wie sie ist, auch wenn sie nie wird freilaufen können.
Tja und dann werden sich Yvonne und Roland einen neuen Patenhund suchen müssen, denn Maris hat
nach drei Jahren bei uns endlich ein schönes Zuhause gefunden. Dieses Glück treibt sicher nicht nur uns
Freudentränen in die Augen. Ihr neuen Menschen hatten vor vielen Jahren schon zwei Hunde von uns
adoptiert, den alten Grin und die Schäferhündin Ursel. Inzwischen sind beide verstorben und ihr Rüde
Kalle brauchte wieder Gesellschaft. Maris ist Ursel vom Wesen her recht ähnlich und so fiel die Wahl auf
sie. Maris war überglücklich nach der langen Zeit wieder in ein richtiges Zuhause umzuziehen und hat
sich dort sofort wohl gefühlt. Ihr langjähriger Gefährte Lou ist jetzt erstmal alleine, bis wir passende
Gesellschaft für ihn gefunden haben. Wir werden die Zeit nutzen verstärkt mit ihm alleine zu arbeiten, in der Hoffnung, dass auch er noch die Chance auf ein neues Zuhause bekommt.
03.08.2011
Tja der Fremdkörper ist zwar raus, aber irgendwie kommt Chainy nicht so recht auf die Pfoten. Er mag
einfach nichts fressen. Egal was ich ihm anbiete, er dreht angewidert den Kopf weg. So bekomme ich
seine Medikamente nicht in das Kerlchen. Einiges können wir spritzen aber eben nicht alles. Dreieinhalb
Kilo hat er schon abgenommen. Wenigstens trinkt er, so dass wir ihm Elektrolytlösung mit ins Wasser
gemischt haben, damit er wenigstens etwas nahrhaftes bekommt. Im Moment will er nur eines - schmusen
. Er ist ungeheuer anlehnungsbedürftig und wir sind so oft bei ihm wie es nur geht. Da der Spielzeugrest
durch die Speiseröhre raus geholt wurde, ist sicherlich alles noch sehr wund und schmerzhaft, dazu die Gastritis, ich möchte nicht in seinem Fell stecken im Moment.
Puhh, endlich, heute Abend hat er eine kleine Portion Spezialfutter gefressen. Wollen wir hoffen, dass
das der Durchbruch war. Drückt die Daumen.
01.08.2011
Dem armen Chainy gings am Wochenende schon wieder richtig schlecht. Wollte wieder nichts fressen
und hing total in den Seilen. So fuhr ich heute mit ihm in die Tierklinik nach Frankfurt, um eine Magen
und Darmspiegelung machen zu lassen. Als ich ihn heute Abend abholte bekam ich ein richtig großes Stück eines Vollgummispielzeuges überreicht, dass man durch die Untersuchungen im Magen entdeckt
hatte und dass man zum Glück ohne Chainy aufzuschneiden entfernen konnte. Das Teil wanderte im Magen hin und her und verursachte dadurch eine schwere Gastritis. Kein Wunder, dass es ihm so
schlecht ging. Der behandelnde Arzt war richtig verliebt in den Bub, da er aber den ganzen Tag arbeitet
kann er ihn leider nicht adoptieren, was er am liebsten getan hätte. Wirklich schade, denn unsere liebenswerte Knutschkugel hätte wirklich so langsam ein richtiges Zuhause verdient. Mit seiner
Spielzeugleidenschaft müssen wir uns jetzt was einfallen lassen. Morgen bekommt er erst mal einen
schwarzen Extrem Kong, den wird er hoffentlich nicht so schnell klein bekommen, hoffentlich, denn oft können wir uns solche Klinikaktionen nicht leisten. Aber Hauptsache es geht ihm wieder gut!!!

31.07.2011
Puhh, das war eine anstrengende Woche, vor allem emotional. Das anstrengenste an unserer Arbeit sind
nicht die Hunde, sondern der Faktor Mensch, der uns in letzter Zeit immer häufiger mit den unmöglichsten Situationen konfrontiert. Wären nicht im gleichen Moment unsere Hunde wieder die
Leidtragenden, müsste man sagen, lass sie doch, sind doch alles erwachsene Menschen. Und doch belasten auch uns viele dieser Situationen. Situationen wie diese:
Ein Hund kommt nach 5 Tagen trotz wochenlanger Besuche der neuen Familie aus der Vermittlung
zurück. Der Familienvater kämpft mit seelischen Problemen durch den Verlust des Arbeitsplatzes. Der
langersehnte Hund gibt ihm die Lebensfreude zurück, die er lange nicht mehr empfunden hat. Man sollte
meinen, dass die Partnerin froh ist über diese positive Entwicklung. Weit gefehlt, der plötzlich wieder gut
gelaunte Mann lässt sie ins schwarze Loch stürzen, da jetzt plötzlich das ganze Leben anders ist. Und
wenns noch so positiv ist, nix da, das geht nicht, der Hund, der das angerichtet hat, muss wieder weg und
endlich hat alles wieder seine Ordnung und außerdem wollte sie ja eigentlich eh keinen Hund. Der Mann hat wieder seine Depressionen, stärker als zuvor und das Leben geht wieder seinen gewohnten
(unglücklichen) Gang....
Wir stehen fassungslos vor solchem Umgang miteinander, vor soviel Rücksichtslosigkeit und
Unehrlichkeit und sind mehr als froh, dass der liebe Paddy das Ganze recht gut wegsteckt und hoffen,
dass der Mann, der Paddy sehr liebte, auch bald wieder auf die Füße kommt. Gerade mit Frauen haben wir schon die abstrusesten Reaktionen auf eine neue Mann-Hund Freundschaft erlebt. Bis hin zu
Selbstmorddrohungen - der Hund oder ich, einem Ausbruch totaler Eifersucht und Lebensängste als Reaktion auf die veränderte Situation und das meist schon nach einer Woche. Man muss nicht alles
verstehen, aber hilfreich wärs schon zu wissen, warum so viele Menschen so weit weg sind von sich
selbst und sich und ihrer Umwelt das Leben so unnötig schwer machen. Und den meisten steht es leider
nicht auf der Stirn geschrieben, sonst könnten wir diese unschönen Erlebnisse uns und unseren Hunden ersparen....
28.07.2011
Das dauernde Regenwetter der letzten Tage hat uns wieder ganz deutlich gezeigt, dass wir noch mehr
Überdachungen für unsere Nasen bauen müssen. Sollte also jemand von euch seinen alten Carport ( bevorzugt Doppelcarport) durch einen neuen ersetzen wollen oder jemanden kennen, der das vorhat,
dann bitte, bitte denkt an uns. Wir bauen ihn auch selbst ab.
27.07.2011

Hallo, hier ist der kleine Monty!
Nach einem halben Jahr bei meiner neuen Familien wollte ich mal ein paar Fotos von mir senden.
Mir geht es sehr gut, ich kann im Garten schön toben und habe die Gärtnerei für mich entdeckt. Da ernte ich
zum Beispiel Äpfel oder Erdbeeren, oder ich verändere die Position von Blumen oder Dekoelementen.
Auch die Katze lieeeeebe ich… ich würde am liebsten den ganzen Tag mit ihr spielen… nur sie nicht mit mir,
ich bin ihr wohl zu wild. Aber wenn ich müde und nicht so hektisch bin verstehen wir uns toll.
Vor 3 Wochen war ich zum 1. Mal im Urlaub: es ging nach Bayern zum Wandern. Mein Herrchen und mein
Frauchen wussten erst nicht wie viel ich schon laufen kann, aber ich war super fit, und weder Berge noch Seen konnten mich abschrecken. Sogar abends im Restaurant war ich sehr brav.
Weiter unten habe ich euch ein paar Urlaubsfotos mitgeschickt.
Liebe Grüße an meine alten Freunde,
Monty
und Familie Janz


Und das ist unser Perlchen mit ihrem neuen Lebensgefährten Fox. Der kleine Kerl ist zwar eigentlich schon 11 Jahre alt, aber Perlchen ist die reinste Verjüngungskur für ihn und die beiden haben richtig viel
Spaß miteinander .


Polly