Tagebuch
  • Mit unserem Tagebuch möchten wir euch einen kleinen Einblick in den ganz normalen Wahnsinn des Tierheimalltags, unsere Arbeit und Erlebnisse geben. Ihr könnt Freude und  Trauer mit uns teilen und seid so einfach ein bisschen
  • mittendrin und bei uns und den Hunden.
  • 24.07.2011

    Wenn die Vermittlungen im Moment genauso zahlreich wären wie die Fundhunde die wir aufnehmen, wäre ich glücklich. Nicht dass wir keine Anfragen hätten. Oh ja, jede Menge nach mittelgroßen, rundum sorglos Hunden, de natürlich alles können müssen und wenig dürfen. Wenn all diese Menschen genauso lernwillig wären und genauso schnell lernen würden , wie sie es von den Hunden verlangen, wäre ja alles gut. Nur blenden viele Menschen ihren sehr gewichtigen Anteil an all dem völlig aus und projizieren alles ausschließlich auf den Hund. Warum und wie soll ein Hund die von ihm verlangten Dinge richtig tun, wenn der Mensch seinerseits mitnichten willens oder  in der Lage ist, es ihm vernünftig nahe zu bringen, was er von ihm möchte?

    Wenn es dann nicht klappt, dann ist der Hund lernresistent oder es liegt daran, dass er ja “nur” ein Tierheimhund ist. Dann doch lieber einen Welpen. Warum fragt sich denn keiner, wie all diese Hunde ins Tierheim kommen und vor allem warum? Sehr  viele von ihnen wurden als Welpe angeschafft und die dazugehörigen Menschen waren nicht in der Lage das Hundekind vernünftig zu prägen, zu sozialisieren und zu erziehen. Da das Endprodukt dann doch so gar nicht den Vorstellungen entspricht fliegt es halt raus. Natürlich war der Hund dann besonders schwierig.......  Wenn diese Menschen nur halb so flexibel wären wie es die Hunde sind, dann hätten wir nur glückliche Hunde und Tierheime wären überflüssig. Ein schöner Wunschtraum, erstrebenswert aber eben doch nur ein Traum, leider.....

    Und du Hund, du denkst in deiner grenzenlosen Naivität und Gutmütigkeit, dass es ausreicht, dass du ein angenehmes Äußeres hast, einen offenen, treuen Blick, dass du dich gut mit Artgenossen verträgst, freundlich mit Menschen und Kinderlieb bist, dass du schon ganz gut an der Leine läufst, im Auto mitfährst, ohne die Wohnung zu zerstören ein paar Stunden alleine bleiben kannst, dass du sauber bist. Dass das langt ein Zuhause zu bekommen, ein Zuhause bei Menschen die dich schon meist mögen, aber dann doch immer wieder schlecht gelaunt von der Arbeit nach Hause kommen und so gar keine Lust mehr haben sich auch noch mit dir zu beschäftigen, die sich immer wieder streiten und laut sind, manchmal viel später als gewohnt nach Hause kommen, denen ihre Hobbys oft wichtiger sind als deine paar Bedürfnisse, denen du an manchen Tagen so gar nichts recht machen kannst.

    Nein Hund, selbst dafür langt es nicht was du alles kannst, was du alles tolerierst, dich immer noch über deine Menschen freust, was du bereit bist zu lernen, denn du hast eine Kleinigkeit vergessen: du jagst, es würde dir Spaß machen einem Hasen oder Vogel hinterher zu rennen. Selbst wenn du es für ein paar Lekkerchen lassen würdest oder deine Menschen lernen würden, wie man einen Spaziergang so interessant macht, dass der Hase oder der Vogel gar nicht mehr so wichtig sind, nein vergiss es, leider verloren. Einen Hund der sich wie ein Hund benimmt und seine Instinkte auch mal versucht auszuleben, wer will das schon? Zum Glück immerhin ein paar wenige Menschen, aber eben viel zu wenige für all die liebenswerten, tollen, freundlichen Hunde, die auf ein Zuhause warten und im Gegensatz zu den Menschen nur diesen einen, kleinen Makel haben......

     19.07.2011

    Wir möchten uns ganz herzlich bei allen lieben Spendern bedanken, denen unsere Wasserratten so am Herzen gelegen haben, dass sie uns mit einer Vielzahl von Wassermuscheln versorgt haben. Ich denke, dass wir für diesen und den nächsten Sommer gut gerüstet sind und die Nasen nach Herzenslust planschen können. Klein Ida bevorzugt leider trotz Planschbecken nach wie vor den Wassereimer.

    Zu diesem Thema solltet ihr euch das Video von dem “coolsten Hund der Welt”, einer surfenden englischen Bulldogge nicht entgehen lassen. Viel Spaß dabei!!! Hier der Link

     http://www.zapiks.fr/le-chien-le-plus-cool-du-mon.html

    18.07.2011

    Vor vier Tagen hat Christian dieses Hundemädchen buchstäblich in  letzter Sekunde davor retten können direkt vorm Hundeheim auf der Landstraße überfahren zu werden. Nach Stunden konnte der Besitzer ausfindig gemacht werden, der die alte 14 jährige Maus dann am Abend bei uns abholte. Das Hoftor wäre nicht richtig zu gewesen und deshalb habe sie weglaufen können.

    Ricky4

    Das sollte ihr letzter Ausflug gewesen sein, denn heute wurde sie beim Bahnwärterhaus in Sulzheim von einem Zug überfahren. Wir waren darüber mehr betroffen und traurig, als der Besitzer, dem wir es telefonisch mitteilten.  Wieder eine arme Hundeseele, die die Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit ihrer Menschen das Leben gekostet hat. Arme Ricky.....

    17.07.2011

    Das Wichtigste zuerst: Chainy ist wieder Zuhause, heute Vormittag konnte ich ihn runderneuert und fit wieder aus der Klink holen, was ein Glück. Er bekommt jetzt noch ein paar Tage Kohletabletten. Die Heckenkirschen in seiner Nähe haben wir entfernt, dass das hoffentlich nicht wieder passiert.

    Unsere Helferinnen Claudi und Sylvia waren gestern in Worms mit unserem ersten Flohmarktstand. Der Flohmarkt war nicht sehr groß und auch nicht so gut besucht, so dass das Ergebnis nicht sehr üppig ausfiel, aber wir werden es wieder versuchen. Vielleicht hat einer von euch einen Tip für einen richtig guten Flohmakrt.

    Die für heute geplanten weiteren Arbeiten an der Umzäunung der Trainingswiese sind leider dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen und wurden aufs nächste Wochenende verschoben.

    16.07.2011

    Bei so vielen Hunden hat immer einer was. Duna hat Durchfall weil sie grüne Pflaumen futtert, Snert hat sich einen Leistenbruch zugezogen und unseren lieben Chainy habe ich heute Nachmittag in die Tierklinik gefahren, da er sich mit roten Heckenkirschen vergiftet hat. Wie Duna ist Chainy ein absoluter Allesfresser, aber das ging dieses Mal gründlich schief. Er hängt jetzt am Tropf und wird entgiftet und ich hoffe, dass ich ihn Morgen wieder heimholen kann. 

    14.07.2011

    Alt, ungewollt und abgeschoben. So ergeht es nicht nur vielen Menschen, sondern auch vielen Hunden. Der kleine 12 jährige Tobi, ein Cairn Terriermixrüde ist einer von ihnen. Sein Frauchen verstarb mit nur 49 Jahren. Der Sohn und seine Lebensgefährtin wollten ihn nicht aufnehmen, weil er ihn so an seine Mutter erinnert. Man sollte meinen gerade das wäre ein Grund dem Alterchen noch eine schöne Zeit zu machen....

    Der behandelnde Tierarzt meinte, er wäre von seinen Menschen nicht geliebt worden. Wir konnten ihn zum Glück auf einer sehr lieben Pflegestelle unterbringen, wo er nun zusammen mit sechs weiteren Alterchen lebt. Er versteht sich mit allen prima und scheint es sehr zu genießen . Dort entdeckte das Pflegefrauchen als sie ihn badete, eine völlig vereiterte Analdrüse. Das Badewasser sah aus, als hätte er im Kohlekeller gelebt. Wir werden ihn jetzt erstmal dem Tierarzt vorstellen, um zu sehen, ob er außer seinen Schilddrüsen- und Herzmedikamenten noch etwas braucht. Über eine Patenschaft für den liebenswerten alten Knopf würden wir uns freuen.

    TobiTB

  • 12.07.2011
  • Anstrengende Tage liegen hinter uns. Außer leider nicht erfolgreichen Vermittlungs- und Beratungsgesprächen, wurden die noch fehlenden Pfosten auf der Trainingswiese gesetzt und 120 m Hecke gestutzt. Bei 12000 m² zu pflegendem Gelände ist einfach immer was zu tun. Die letzten zwei Abende hat Christian bis Morgens um 01.00 die Homepage mit einem neuen System auf auf den neuen Computer übertragen und somit kann ich jetzt auch wieder das Tagebuch bestücken.
  • Hecke1

    Hecke4

    Wenn wir um 21.30 dann endlich draußen fertig sind, bleibt vom Abend nicht mehr viel übrig.... Darauf freut sich Pete immer ganz besonders

    ChristianPete2TB

  • 08.07.2011

  • Gestern war die Manu da und hat bei Micky eine Blutegeltherapie gemacht. Als wir ein Bild machen wollten, war der Egel allerdings schon so vollgesogen, dass er sich abgeseilt hat. Normalerweise werden Blutegel ja nur einmal benutzt d.h. dass sie nach getaner Arbeit getötet werden. Das behagt uns garnicht, also wurde der Blutegel jetzt auf den Namen Micky getauft und darf die nächsten 8 Monate in seinem Wasserglas die letzte Blutmahlzeit von Micky verdauen und kommt dann wieder zum Einsatz.

  • 07.07.2011

  • Der vorwurfsvolle Blick der kleinen Nasen soll sagen: Hilfe uns gehen die Planschbecken aus.
  • Dexter Claire Rana1TB

    Im Moment haben wir unglaublich viele Wassernasen bei uns und bei entsprechender Beanspruchung ist die Lebenszeit einer Wassermuschel endlich..., deshalb die herzliche Bitte an alle die so was bei sich rumstehen haben und es nicht mehr brauchen, bitte nicht wegwerfen, gebt sie uns, ihr macht damit viele Hunde glücklich.

  • Blue Nixe2TB
  • Karo AlexTB
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  • 04.07.2011

  • Heute war ich mit unserem Nessiekind zum scheren. Sie hat einen unglaublich dicken Pelz, bürsten mag sie nicht und der Fellwechsel funktionierte irgendwie auch nicht. Da sie es zudem mit dem Herz hat und ihr dichtes Fell sie bei der Hitze sicher ziemlich warm hält war es an der Zeit ihr Erleichterung zu verschaffen. Also brachen wir heute auf zu Sissys Hundesalon. Die Fahrt fand Nessie nicht klasse, aber auf dem Tisch benahm sie sich weitaus besser als ich zu hoffen gewagt hatte. Da Nessie nicht viel hört, störte sie das Gebrumm der Schermaschine auch nicht - hat halt auch alles seine Vorteile. Das Ergebnis ist unglaublich. Die meisten haben die Maus garnicht wieder erkannt,  da sie jetzt wie ein Welpe aussieht. Auch die Kumpels ihrer Hundegruppe erkannten sie nicht gleich wieder und mussten erstmal ausgiebig schnuffeln. Nessie findets prima und fühlt sich viel wohler als vorher. Also wenn Nessie jetzt kein Zuhause findet, dann weiß ich auch nicht...
     
    NessiFriseur2   NessiFriseur3
  • NessiFriseur5
  • NessiFriseur6
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  • 03.07.2011

  • Einem normalsterblichen Nicht-Hundemenschen wird es wohl immer ein Rätsel bleiben und mit unverhohlener Abscheu registriert werden, wie sich unsereiner über einen schönen, festen Haufen freuen kann. Die Eltern vom Bazi dem es vor kurzem eine Weile lang mit Durchfall und Erbrechen richtig schlecht ging, wissen wovon ich rede. Auch wir hatten über Wochen ein solches Sorgenkind, die kleine und sehr dünne Mimi. Egal was sie aß, der Durchfall war nicht zu stoppen.  Die Untersuchungen ergaben, dass sie zwar keinerlei Parasiten aber überhaupt keine Darmflora mehr hat. Die Bauchspeicheldrüse arbeitet zum Glück gut. Einige Versuche waren notwendig, um das richtige Futter für sie zu finden und wir werden mittels einer Haaranalyse feststellen lassen, ob und wenn ja welche Futterunverträglichkeiten sie hat. Die Darmflora bauen wir jetzt mit allem was sie dazu braucht wieder auf.  Tja und wenn dann so ein Hundekind endlich einen richtig schönen Haufen produziert, dann ist das wirklich ein Grund zum freuen, zumindest für uns..;))

  • Kopie von Mimi7
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  • 02.07.2011


    Heute trafen sich 5 arbeitswütige, kräftige Männer, um die Zaunpfosten auf der Trainingswiese zu setzen. Der Boden war teilweise so hart und verdichtet, dass Martin sich auf den Erdbohrer setzen musste, um ihn tief genug in die Erde zu bekommen. Zum Glück hat Thomas dass alles fotografiert, so dass wir alle etwas davon haben. Zwei Drittel der Zaunpfosten sind nun schon gesetzt und weil die Männer zusammen soviel Spaß hatten, gehts dieses Wochenende weiter.
      
    Zaun1  Zaun3

    Zaun2  Zaun4

                                                           Zaun5
                                               

              
    01.07.2011


    Ich muss gestehen, dass ich bei so vielen Hunden die schon mit uns im Haus gelebt haben, es nicht bei jedem einzelnen präsent habe, wann er bei uns eingezogen ist. Christine und Martin haben da noch den Überblick und deshalb erreichte uns diese schöne mail ( wobei ich mich noch genau daran erinnere als ich Milli zu euch brachte):
    01.07.2011
     
    Hallo Karin & Christian,
     
    erinnert ihr euch noch an den 01.07.2004? Nein? Wir schon!
     
    Genau heute vor 7 Jahren haben wir von euch unsere Milli bekommen. Mensch, was waren wir aufgeregt. Und dann hatten wir es Zuhause, dieses dürre, struppige Häufchen Angst aus dem mal ein ganz normaler Hund werden sollte.

                Milli2004TB

    Ein ganz normaler Hund ist Milli nie geworden - sie ist ein ganz besonders toller Hund geworden!  Wir denken, das Foto beweist, dass sie ihre Lebensfreude wieder gefunden hat, das Leben genießt und rennen und lachen kann.

                                       MillilachtTB

    Wie viele ängstliche Hunde hat sie mittlerweile schon im Hundeheim oder im Training auf den Spaziergängen begleitet, sie "an die Pfote genommen" und ihnen gezeigt, dass man auch nach sehr schlechten Erfahrungen mit Menschen wieder Vertrauen fassen kann. Cookie, Penny und auch unser Chun seien hier stellvertretend genannt. Und nebenbei muss sie ja auch noch Zuhause unsere 5er-Gruppe leiten.
     
    Zur Feier des Tages hat sie ein neues Bett bekommen. Und wie ihr auf den Fotos seht, passt es wie eine Maßanfertigung. Hund kann sich prima auf die Seite fläzen, die Beine lang machen, hat es dabei noch bequem im Rücken und ganz wichtig: eine Lehne für den Kopf. Perfekt!
    Nach gelungenem Probeliegen gab's dann noch ein Hirsch- bzw. Kaninchenohr für alle und die Hundebande war zufrieden.

        Milli2011TB

    So, und jetzt wird's mal Zeit, euch "DANKE" zu sagen. Danke, dass ihr uns Milli anvertraut habt. Dass ihr uns Milli zugetraut habt. Danke, dass ihr in allen Verhaltens- und Gesundheitsfragen immer für uns da wart. Danke, dass wir von euch sooo viel über Hunde lernen durften. Danke für eure Freundschaft.

                                       Milli01.07.2008TB

    Ach ja, und schönen Dank auch für die anderen 4 verhaltensoriginellen Hunde ;)
     
    Auf die nächsten 7 Jahre,
    Christine & Martin mit Milli, Nubita, Chun, Mango & Trudi.

    30.06.2011

    Seit einer Woche lebt Eddy nun in seinem neuen Zuhause und alle sind glücklich sich gefunden zu haben. Eddy hatte das Glück von seiner Patin Petra adoptiert zu werden. Nachdem ihr letzter Patenhund Filippo ein Zuhause gefunden hatte, legte ich Petra Eddy ans Herz und sie begann bei ihren wöchentlichen Besuchen draußen mit ihm arbeiten. Eddy schlich sich mit seinem schelmischen Blick unter seinen ellenlangen Wimpern ganz schnell in Petras Herz und nachdem auch der ältere Herr Drigo einwilligte Frauchen und Sofa künftig zu teilen, stand dem flotten Dreier nichts mehr im Wege. Petras nächster Patenhund ist nun Nessie. Vielleicht bringt sie der alten Maus genauso viel Glück, das wäre wunderschön....


    Eddie4TB   Eddie3TB

     

    28.06.2011

    Viele von euch kennen das : der Vierbeiner hatte eine Op oder hat eine Verletzung und soll nicht an die Nähte bzw. Wunde kommen. In der Regel bekommt der arme Knopf dann einen dieser schrecklichen Plastiktrichter übergestülpt, die ihn behindern egal ob es beim schnuffeln, trinken oder fressen ist. Sie rauben die Sicht und der Hund stößt dauernd irgendwo damit an. Vor Jahren hat unsere Afra wegen einer sehr großen Oberschenkelwunde so ein Plastikkragen tragen sollen und sie fand es schlichtweg zum kotzen, so unwohl fühlte sie sich damit.

    Damals haben wir nach einer Alternative gesucht und sind auf den “Moon-Collar” gestoßen. Im Moment trägt ihn unser lieber Waigel, da er gestochen wurde und sich durch das Belecken ein Leckekzem entwickelt hat. Auch wenn Waigelchen nicht der Mutigsten einer ist und ja auch schon viel mitgemacht hat, toleriert er seinen Mondkragen gut. Er behindert ihn nicht, ist weich und angenehm und er hat sozusagen immer sein Kissen dabei. Und die anderen Hunde reagieren darauf auch durchweg positiv, was bei einem Plastiktrichter eher nicht der Fall ist.

       

    25.06.2011

    Diese Woche haben wir eine traurige und gleichzeitig sehr schöne mail bekommen. Sie hat den Titel - Yuko verabschiedet sich

  • Hallo Christian, hallo Karin,
     
    Erinert ihr euch noch an mich? Ich bin der süße schwarze Belgier, der sich nicht mit anderen Hunden verstanden hat. Ihr habt mich vor über sieben Jahren zu meinen Menschen vermittelt, wo ich seither trotz meiner Marotte bleiben konnte und geliebt wurde. Ich durfte mir hier (fast) alles erlauben – und ich habe viel Unsinn angestellt.
    Aber was es auch war – ein Blick mit meinen großen braunen Augen und jeglicher Ärger war vergessen.
    Vor einiger Zeit haben sie mir sogar ein neues Haus gekauft, mit Hof und Garten, damit ich mich schön austoben könne. Aber das war vielleicht komisch zu Anfang, daß ich jetzt hier zuhause sein sollte...  und ich musste immer Treppen laufen...  aber eines war unbestreitbar besser: Ich hatte Platz (und keine Tibetaner in der Nachbarschaft)!!!
    Dann hat sich das Alter bemerkbar gemacht und meine Knochen haben angefangen zu schmerzen. Deswegen musste ich so kleine weiße dinger nehmen. Mama hat gesagt, damit gehen die Schmerzen weg – das hat ja wohl auch eine ganze Zeit lang funktioniert.
    Doch im letzten Winter wurden meine Beine dann immer schwächer und ich bin auf einmal ausgelaufen, ohne das ich was dafür konnte. Da hat Mama mir dann so komische Binden um den Bach gemacht, in denen weiche Polster gelegen haben. Sie sagte, das seien Windeln, die mein Pipi aufsaugen. Zu Glück waren die Dinger schwarz und sind nicht so aufgefallen...
    Wir sind dann auch regelmäßig zur Britta gefahren. Sie hat mich immer schön massiert und mir so komische Stromdinger ins Fell geklebt. Das hat dann gebitzelt und ich konnte mich entspannen. Stellt euch vor, ich musste sogar in so ein komische Gestell einsteigen, da wurde die Tür zugemacht und wasser reingelassen  --  IIIIIIHHH Wasser!!!!  --  und dann ist auch noch der Boden weggerutsch, so das ich laufen musste. Frechheit!  Aber es gab Käse, also hab ich meiner Mama den Gefallen getan und bin gelaufen.
    Doch dann war es plötzlich vorbei mit dem Wasserbad: Ich bekam Wunden an die Pfoten, zuerst nur eine, dann immer mehr. Der Tierarzt hat gesagt, ich hätte eine Staphylokokkeninfektion. Die bekommt man, wenn das Immunsystem nicht mehr so gut funktioniert. Mamahat mir von da an immer Spritzen gegeben. Sie sagt, das sei ein Impfstoff, der dem Immunsystem helfe, diese Staphylodinger zu bekämpfen. Na ja, die Spritzen waren ja nicht so schlimm, aber die ständige Verbandswechselei hat mich doch sehr genervt. Aber ich hab das ewige Rumgefummel an meinen Pfoten tapfer ertragen. Mit offenen Wunden rumlaufen wollte ich ja auch nicht.
     
    Dann hat der Tierarzt noch gesagt, daß meine Nieren nicht mehr so gut arbeiten. Hm, das war mir aber ganz recht, denn von da an habe ich abends immer frisches Fleisch mit Gemüse und Kartoffeln bekommen. Man war das lecker! Ich frag mich, warum sie das nicht schon früher gemacht haben !!
     
    Aber in letzer Zeit haben meine Hinterbeine kaum noch funktioniert und ich konnte nicht mehr alleine aufstehen und kaum noch alleine laufen. Mama hat mir dann so ein Geschirr genäht, mit dem sie mich tragen konnte (vorallem die Treppe war immer schlimm) und so einen Hunderolli habe ich auch bekommen. Aber das Ding mochte ich nicht, das hat mir immer so auf den Schultern gelegen. Also sind Mana und Papa losgezogen und haben Material gekauft, ich sollte eine Rollwagen maßgeschneidert bekommen .
    Dier Fertigstellung habe ich aber nicht mehr mitbekommen. Letzte Woche hatte ich dann kaum noch Kraft in den Vorderbeinen und ich habe auch schlecht Luft bekommen. Mama hat es mir dann im Wohnzimmer gemütlich gemachtr und ich hab mich an sie angelehnt. Der Tierarzt ist auch vorbeigekommen, um zu gucken, wie es mir geht. Dann bin ich eingeschlafen.
     
    Jetzt kann ich wieder laufen, habe keine Wunden und auch keine Schmerzen mehr.
     
    Machts gut und helft bitte auch weiterhin Hunden wie mir, die Hilfe brauchen, auch wenn sie sich nicht mit anderen vertragen, denn die finden in dieser Welt nur wenig Verständnis.
     
    Viele Grüße und ein freundliches Wuff
    Euer Yuko
  • Yuko war ein Hund der immer wieder von anderen Hunden gebissen worden war und für sich zu dem Schluss kam, keine anderen Hunde zu brauchen. Er war mit Menschen ganz wunderbar und wir waren sehr froh, als wir so liebe Menschen für ihn fanden. Solche Menschen sind wie ein 6er im Lotto, denn so gut wie alle wollen immer nur das rundum Sorglos Paket an Hund - nett, lieb, verträglich, keine Unarten, kein Beller, am liebsten schon komplett erzogen, Autofahrtauglich, und natürlich frei laufen könnend, inclusive Bedienungsanleitung, Fernbedienung und Handbuch für die einfachen “Wartungsarbeiten”.

    All den vielen Nasen, die bei uns zum Teil schon Jahre sitzen und auf ihre Chance warten, weil sie keine rundum Sorgloshunde sind, weil sie jagen, nicht so gut alleine bleiben können, weil sie sich mit ihresgleichen nicht gut vertragen, weil sie durch Misshandlung scheu und ängstlich geworden sind, weil sie das ein oder andere Handicap haben oder eine Macke die einfühlsam gehandelt werden will, weil sie alt sind, all denen wünsche ich so sehr solche Menschen, die sie dennoch lieben und in guten wie schlechten Zeiten zu ihnen stehen. Und  gleichzeitig habe ich die traurige Gewissheit, dass es für die meisten von ihnen kein solches Happy End geben wird.  Um jeden von ihnen ist es schade, jeder hat ein richtiges Zuhause verdient und Menschen, die sich die Mühe machen, die inneren Werte zu entdecken. Aber es ist mit den Hunden wie bei uns Menschen auch - du wirst  nur geliebt, wenn du funktionierst, keinen Ärger machst und im Strom mitschwimmst, wenn du angepasst bis bis zur Unkenntlichkeit......    Vielleicht sind genau deswegen so viele Individualisten zwei- wie vierbeinig bei uns anzutreffen.

    23.06.2011

  • Hallo, hier ist mal wieder eure Trudi. Heute ist ein Feiertag. Nee, nicht nur einer für Menschen - auch einer nur für mich.
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  • Genau heute vor einem Jahr war schon mal ein ganz besonderer Tag für mich, allerdings ein besonders unschöner. Mitten in der Nacht wurde ich einfach zwischen Wörrstadt und Sulzheim ausgesetzt. Als man mich dann fand und ins Hundeheim brachte, wusste ich überhaupt nicht wie mir geschieht, wer die fremden Menschen da sind und die wussten nicht wer ich bin. Völlig verstört schaute ich mit meinen kleinen Knopfäuglein in die Welt und verstand diese einfach nicht mehr.
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  • So lernte die Christine mich kennen und nahm mich mit nach Hause. Und dort lebe ich nun schon seit einem Jahr! Niemand hätte gedacht, dass ich diesen Tag noch erleben würde. Vor einem Jahr wagte keiner zu sagen, ob ich noch ein paar Wochen oder doch wenige Monate zu leben hätte, die Prognose war einfach nur schlecht.
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  • Aber ich bin ein tapferes kleines Mädchen und genieße das Leben solange es geht.
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  • Zu meinem heutigen Ehrentag gab es kein besonderes Geschenk; ich habe ja in letzter Zeit schon ziemlich viele tolle neue Sachen bekommen, wie mein TrudiMobil. Aber damit ich für heute nochmal so richtig chic bin und in Westie-Weiß erstrahle, gab es einen Friseurbesuch. Auf den Fotos seht ihr mich in der Badewanne und anschließend im Wellness-Mantel. Ich sehe irgendwie nur mäßig begeistert aus, aber das täuscht, ich genieße die Besuche immer sehr, vor allem weil ich danach ganz befreit bin von der vielen Wolle und wieder viel flotter unterwegs bin.
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  • Ab heute sehe ich jeden Tag als Geschenk und hoffe, es werden noch ganz ganz viele.
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  • Christine und Martin sagen, dass ja eigentlich ich das Geschenk bin...
  • 21.06.2011

    Heute wurde Christians Daumen operiert. Dabei wurde festgestellt, dass der eingedrungene Metallsplitter die Sehne durchschlagen hat bevor er sich ins Gelenk bohrte. Die Sehne wurde geflickt - nur gut, dass sie nicht gerissen war, wie zunächst befürchtet. Die weitere Prognose hängt vom Heilungsverlauf ab. Aber ich habe Christian und zahllose Hunde schon verarztet, so dass wir auch das hinbekommen werden.

    19.06.2011

    Nächsten Sonntag am 26.06.2011 haben wir unser offizielles 10 jähriges Bestehen. Eigentlich hatten wir vor, das mit euch zu feiern, aber wir haben im Moment für jegliche Vorbereitungen einfach keine Zeit. Deshalb werden wir es etwas verschieben. Wenn die Trainingswiese oberhalb des Hundeheims eingezäunt ist werden wir zur Eröffnung zusammen mit der Hundeschule Wörrstadt ein Fest machen, zu dem ihr alle herzlich eingeladen seid.

    Im Moment sind wir dabei einen Flohmarktstand vorzubereiten und haben schon so einiges zusammengetragen was wir an unserem Hundestand anbieten wollen. Wenn ihr Zuhause das ein oder andere noch gut brauchbare Hundezubehör habt könnt ihr es gerne hier vorbei bringen. Der Stand wird von unseren versierten Flohmarktfrauen Claudi, Marion und Sylvi bestritten werden. Wenn Datum und Ort fest stehen, erfahrt ihrs hier im Tagebuch.

    15.06.2011

    Marlon hat wohl gemeint, dass Christian mal wieder eine Pause braucht und da ihm nichts besseres eingefallen ist hat er eine Metalltür an der Christian gerade am arbeiten war umgerannt, die prompt auf Christians linken Daumen gefallen ist. Da die Schmerzen für eine simple Prellung viel zu heftig waren und sich auch nach Tagen keinerlei Besserung einstellte wurde heute mal geröngt. Ergebnis: Die Beugesehne des Daumens ist wahrscheinlich abgerissen und ein Metallsplitter sitzt direkt im Gelenk. Das heißt, dass Christian in den nächsten Tagen in der Handklinik der Uni Mainz operiert werden wird. Tja, halbe Sachen sind einfach nicht unser Ding....

    12.06.2011

    Eine ganze Reihe unserer Nasen hat in den letzten Wochen ein neues Zuhause gefunden. Wollen wir hoffen, dass alle sich so gut einleben und sich so wohlfühlen wie Kisha, Polly, Nike und Bhuba.

     

     

    09.06.2011

    Wir haben immer viel Arbeit, aber im Moment ist es wirklich arg. Kaum ist man an einer Sache, kommt etwas anderes was noch dringender gemacht werden muss, natürlich neben all der anderen Arbeit und den ganzen Vermittlungsgesprächen die wir derzeit haben. Zum Glück ist Christian handwerklich so geschickt, dass wir alles alleine bewerkstelligen und bauen können. Aber auch er hat nur 2 Hände und der Tag nur 24 Stunden. Den Umbau des Arbeitszimmers haben wir jetzt bis zum Winter auf Eis gelegt.

    Auch wenn das Wort Urlaub schon seit Ewigkeiten nicht mehr zu unserem Wortschatz gehört, freuen wir uns jedes Mal riesig wenn wir von unseren vermittelten Nasen Urlaubsbilder bekommen, vor allem wenn es so schöne sind wie von O`Connor und Carlo und seinem Kumpel Marvin.

     

     

     

    07.06.2011

    Falls ihr ihn nicht erkennen solltet, das ist der kleine Eddie freudestrahlend und vor Schlamm strotzend nach seinem heutigen Spaziergang. Seinem verwegenen Grinsen und Lachen nach zu urteilen hat er es sehr genossen....

    06.06.2011

    Ich hatte euch ja berichtet, dass Humano mit Christian seine Paten aus der Klasse 7c der IGS in Sprendlingen besuchen würde. Heute war der große Tag. Die beiden wurden freudig empfangen und Christian hatte viele Fragen zu unserem Hundeheim, zu Hunden und Rassen, zu Erziehung und Tierschutz zu beantworten. Humano bekam reichlich Streicheleinheiten und auch das ein oder andere Lekkerchen ab. Als er wieder zu Hause war, hat er den Rest des Tages verschlafen, denn für unseren Hundeopa war es bei der Hitze ganz schön anstrengend.

    Das ist Humano mit den Schülern der Tierschutz-AG, die auch seine Paten sind und ihrer Lehrerin Frau Hartmann. Auf dem unteren Bild ist die ganze Klasse zu sehen. Wir finden, das solche Tierschutz-AGs eine sehr sinnvolle und wichtige Einrichtung und Initiative sind und hoffen, dass sich immer mehr Lehrer-/innen finden, die auf diesem Wege Verständnis und Kenntnisse über die Bedürfnisse von Tieren vermitteln und den ein oder anderen damit auch auf den Weg bringen sich für die Rechte und den Schutz von Tieren einzusetzen, die durch uns Menschen oft so viel Leid und Grausamkeit erfahren.

    03.06.2011

    Diesem kleinen Kerl war es tagsüber langweilig und so kletterte er in der Abwesenheit seiner Leute durch ein offenes Dachfenster aufs Dach. Nachbarn bemerkten es zum Glück und krabbelten durch das Dachfenster der Nachbarwohnung um ihn in Sicherheit zu bringen. Wir nahmen ihn auf, bis ihn seine Menschen Abends bei uns ziemlich aufgeregt abholten.

    31.05.2010

    Und hier ist schon wieder eure Trudi mit ganz tollen Neuigkeiten. Ich bin zwar für mein hohes Alter noch sehr fit, aber die anderen Vierbeiner meiner Hundefamilie sind halt viel jünger und möchten dementsprechend auch länger spazieren gehen als ich das noch leisten kann. Deshalb wurde jetzt extra für mich ein TrudiMobil angeschafft. Ich finde das Ding super klasse und fühl mich total wohl darin. Da ich als Terrier aber natürlich einen gehörigen Dickkopf habe, steige ich erst ein, wenn ich garnicht mehr kann,  dann kann ich es erst so richtig genießen, vor allem wenn wir mit offenem Verdeck fahren....

       

    30.05.2011

    Ich möchte gerne ein paar wunderschöne Bilder mit euch teilen, die wir von Nelsons neuer Familie aus Österreich bekommen haben. Sie beweisen ganz klar mal wieder eines: je größer desto Schoßhund;-)))

    29.05.2011

    Heute waren mal wieder Baumaßnahmen angesagt. Der Auslauf von Ron und seinen Mädels bekommt auch einen Carport als Sonnen- und Regenschutz. Christian, Martin und Thomas haben bei den heißen Temperaturen und der schweren Arbeit ordentlich geschwitzt. Die Vorbereitungsarbeiten wurden komplett fertig, so dass der Feiertag am Donnerstag zum Aufbau des Carports genutzt werden kann.

    28.05.2011

    Gestern hatten wir unsere jährliche Mitglieder- und Helferversammlung. Von 105 Mitgliedern waren 27 gekommen und weitere 8 Unterstützer. Von unseren 105 Mitgliedern sind 27 die aktiv bei uns mithelfen, dass ist eine stolze Zahl und wir sind froh, auf so viele helfende Hände zählen zu können. Das letzte Jahr war durch die gesundheitlichen Probleme Christians und die äußerst zäh laufenden Vermittlungen das schwierigste Jahr das wir bisher hatten. Dank des guten Zusammenhalts und des guten Miteinanders haben wir alle Widrigkeiten gemeistert und irgendwann geht ja zum Glück auch das schlechteste Jahr zu Ende. Wir nahmen 164 Hunde auf und konnten 128 von ihnen in ein neues Zuhause vermitteln. Zeitweise hatten wir eine Warteliste für deutsche Abgabehunde. Einige der aufgenommenen Hunde waren in so einem schlechten Zustand bzw. es wurden gravierende Krankheiten festgestellt, dass sie direkt als Gandenbrothunde von uns übernommen wurden und nun dauerhaft auf Pflegestellen oder bei uns im Haus leben. Die größten Posten unserer Ausgaben waren wie immer die Futter- und Tierarztkosten, die allein mit je 21.000 € zu Buche schlugen. Wenn wir nicht alle komplett ehrenamtlich arbeiten würden, wäre das alles garnicht zu stemmen.

    Unsere “Restpostenarmee” im  Haus gab sich bei der Gästebetreuung alle Mühe wie man auf den Bildern sieht und hat selbstverständlich im Anschluss freiwillig den Grill geputzt....

        

    22.05.2011

    Nachdem nun Billies Flohplage bekämpft ist, konnte er heute zu uns ins Haus ziehen. Alle acht dieser Gruppe unserer Restpostenarmee hießen ihn herzlich willkommen und waren sofort total lieb mit ihm. Sogar die alte Kratzbürste Luzi benahm sich äußerst zuvorkommend und passte auf, dass auch die anderen nett mit Billie waren ( das hat sie noch nie gemacht... ;)) Billie hat sich gefreut wie Bolle und tut so als ob er schon immer bei uns gewesen wäre.

    20.05.2011

    Heute Nachmittag um 16.30 hat uns unsere Nelly verlassen. Da sie so gut wie nichts mehr aß und vor lauter Luftnot kaum noch trinken konnte, hatte ich kurz vorher den Tierarzt angerufen, der nach der Sprechstunde kommen wollte, um sie zu erlösen. Ich war rausgegangen, weil ich nicht wollte dass du es hörst. Aber du hast es natürlich trotzdem gewusst, hast immer dein eigenes Ding gemacht und klar gezeigt was du magst und was nicht. Und so hast du beschlossen nicht mehr zu warten und dass es Zeit war zu gehen. Es war an der Zeit,  aber das Schlimmste ist, dass wir ausgerechnet in diesem Moment nicht bei dir waren. Aber vielleicht wolltest du das so. Schon gestern Abend begannst du  dich von der Gruppe abzusetzen, wolltest alleine sein, wolltest keine Nähe mehr und kein schmusen und verstecktest dich zeitweise. Du warst so eine starke Persönlichkeit, mit einem starken Willen, einem riesen Dickkopf  und sehr sicheren Instinkten. Jeder der diese Situationen kennt, ist froh, wenn ihm der Hund die Entscheidung abnimmt. Und so hast du es auch gemacht. Achteinhalb Jahre hast du zu unserem Leben gehört, so wie die 14 anderen unserer Hunde, die wir schon zu Grabe getragen haben. Viele Tränen haben wir im Laufe der Jahre schon vergossen, aber das Ausmaß unserer Trauer wird immer begrenzt werden von der Fürsorge für die vielen anderen Nasen, die in unserer Obhut sind. Auch wenn irgendwann ein anderer Notfall deinen Platz im Haus einnehmen wird, in unseren Herzen hast du deinen festen Platz und außerdem - irgendwann sehen wir uns alle wieder. Hab eine gute Reise meine unbeugsame, starke Nelly.

    19.05.2011

    Heute bekamen wir einen Hundebub zurück, den wir vor über 6 Jahren vermittelt hatten, man habe sich getrennt und fände keine Wohnung, wo man den Hund mitnehmen dürfe.  Billies schlechter Zustand, lässt uns aber an diesen Angaben erheblich zweifeln. Eine umgehende Vorstellung bei unserer Tierärztin ergab einen traurigen Befund: Plattenepithelkarzinom im Zungenbereich und schwerste Arthrose, zudem ist Billie total verfloht . Über weiteres wird uns wohl das Ergebnis des Blutbildes noch Auskunft geben. Fakt ist, dass Billie, der ein absolut liebenswerter und freundlicher älterer Hund ist, bei uns bleiben wird. Wir werden ihn ins Hausrudel integrieren, ihn aufs Beste behandeln mit allem was machbar und möglich ist und ihm die Zeit die ihm noch bleibt so schön wie möglich machen. Es ist so schlimm und wir werden es nie verstehen und nachvollziehen können, wie man so einen lieben Knopf einfach so entsorgt und ihn in der schwersten Zeit seines Lebens im Stich lässt. Und wir fragen uns, ob man sich seiner entledigt hat weil man um seine Krankheiten weiß oder was noch viel schlimmer wäre, es seine Menschen vielleicht noch nicht einmal gemerkt haben. Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, dann werden solche Menschen hoffentlich irgendwann im Laufe ihres Lebens die Rechnung dafür präsentiert bekommen und vielleicht irgendwann am eigenen Leib in einer Situation in der sie auf Hilfe angewiesen sind erfahren, was es heißt im Stich gelassen zu werden. Billie der treue Knopf versteht das alles garnicht und weint weil er jetzt erstmal alleine sein muss, bis seine Flöhe ausgerottet sind.

    Ihr werdet Billie in Kürze auf der Patenseite finden. Es wäre schön, wenn sich liebe Menschen fänden, die ihn gerne als Patenhund nehmen würden und uns damit helfen würden, seine Behandlungskosten zu finanzieren.

      

      

     

    18.05.2011

    Die Interessenten von heute waren mal wieder nur zum Kopf schütteln und zum grausen. Rentner, sie kann kaum noch laufen, aber ein junger Hund muss es natürlich sein. Der letzte den sie ausprobiert haben war ein 8 Monate junger Golden Retrievermixrüde. Aber der war unmöglich, der hat im Garten gegraben, hat an der Leine gezogen, hat Leute angesprungen, wollte spielen und rennen und ist dann auch noch weggerannt als man ihn natürlich gleich abgeleint hat und hat einfach nicht gehört.....  Diesen Hund, der so dankbar hätte sein sollen weil er auch noch so eine schöne Hundehütte bekommen hat, war natürlich nicht tragbar und man hat ihn zurück gegeben. Es passiert uns oft und es erschüttert uns immer wieder, dass Menschen nach so vielen Jahren die sie schon mit Hunden zugebracht haben nichts, aber auch garnichts wissen und verstehen. Aber auch diese Leute werden irgendwoher irgendeine arme Nase bekommen, sie werden reihenweise verschenkt, weil man ihrer übberdrüssig ist.

    17.05.2011

    Heute war Manu da und hat Nelly und Micky physiotherapeutisch behandelt. Es hat beiden gut getan und gut gefallen. Nelly hat anschließend ein Kneipbad genommen und Micky hat sich mit vielen zärtlichen Hundeküssen bedankt.

     

      

    13.05.2011

    Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab und es ist zeitweise schwer für mich, immer einen klaren Kopf zu behalten und an 1000 Dinge gleichzeitig zu denken. Christian ging es ja geraume Zeit richtig gut und so wurde er leichtsinnig und ließ seine Medikamente weg. Und schon bricht sich der nächste Borrelioseschub Bahn, dieses Mal wieder sehr heftig. Auch Nelly macht uns immer mehr Sorgen. Sie mag nicht so recht fressen und das atmen wird auch langsam mühsamer. Heute haben wir begonnen ihr Schmerzmittel zu geben. Dem kleinen herzkranken Danny macht die Hitze sehr zu schaffen und er ist zum zweiten Mal umgekippt. Seine Pflegefrauchen ist sehr besorgt, zumal es dem eigenen Vierbeiner Luca und der alten Katze auch nicht gut geht.

    Und damit nicht genug, unser Mitbewohner Micky wurde gestern geröngt und dabei wurde ein Kreuzbandriss festgestellt. Micky ist inzwischen 10 Jahre alt und kam als Welpe mit seinen drei Schwestern zu uns. Er war von Anfang an anders als die anderen, brökelte immer für sich rum und war sehr ängstlich und schreckhaft. Da er sich über Jahre versteckte sobald Fremde kamen oder sie andauernd verbellte, war an eine Vermittlung nicht zu denken und so blieb er bei uns. Micky ist bis heute änsgtlich geblieben und sein Vetrauen in Menschen ist nach wie vor begrenzt. Seit zwei Jahren leidet er zudem an einer äußerst seltenen Muskelerkrankung, die dazu führt, dass ausschließlich am Kopf die Muskeln zerfallen und sich auflösen. Dies geschieht in Schüben und ist sehr schmerzhaft. In letzter Konsequenz führt es irgendwann dazu, dass er die Augen nicht mehr schließen und das Maul nicht mehr öffnen kann und somit nicht mehr fressen und trinken kann Eine Behandlung gibt es nicht. Zumindest ist es mit homöopathischen Mitteln gelungen ein Fortschreiten seit einigen Monaten zu verhindern und den jetzigen Status quo zu halten, womit er derzeit gut leben kann.

       

     

    12.05.2011

  • Da Trudi sich schon seit Weihnachten nicht mehr bei den Tagebuchlesern und ihren Paten gemeldet hat, wird es mal wieder Zeit für eine Nachricht.
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  • Freud und Leid liegen oft dicht beieinander. So auch bei uns. Zu Trudis Lungenemphysem und dem stark vergrößerten Herz haben wir nun auch noch die Diagnose bekommen, dass sie einen Mammatumor hat. Eine Operation kommt nicht in Frage, da Trudi aufgrund ihres Herzens nicht narkosefähig ist. So erhält jetzt auch sie eine alternative Krebstherapie.
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  • Über die Extraportion Hüttenkäse mit Leinöl freut sie sich jeden Tag sehr, was uns etwas Bauchschmerzen machte war, dass wir ihr zweimal die Woche eine Spritze geben müssen. Aber unsere kleine Highländerin konnte uns völlig beruhigen. Es ist so anrührend zu sehen, wie sich dieser kleine alte Hund über jede Art der Zuwendung -und wenn es in Form einer Spritze ist- freut. Ganz vertrauensvoll kommt sie zu uns, wenn wir sie mit der Spritze in der Hand rufen, lässt sich vorne kraulen und an der Seite pieksen. Sie steht dabei ganz still, zuckt nicht und macht keinen Mucks. Wenn es dann vorbei ist, strahlt sie uns an und freut sich auf ihr Superleckerlie. Wir sind ganz stolz auf unser tapferes Mädchen!
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  • Bei all dem geht es ihr trotzdem gut und sie genießt ihr Leben in vollen Zügen. Weil wir das selbst kaum glauben können, haben wir die Maus beim Spaziergang gefilmt. Wie man sieht, trabt sie eifrig mit und kann sogar rennen :) http://www.youtube.com/watch?v=Px0Rpcnyqog&feature=youtu.be
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  • Wir sind sehr froh, dass Trudi bei uns ist. Als wir sie aufgenommen haben, dachten wir, dass wir ihr einfach einen schönen Lebensabend mit viel Zuwendung und guter Pflege bieten können. Tun wir auch. Aber wir hätten nicht gedacht, dass man dafür soviel zurück bekommt, obwohl man doch weiß, dass die gemeinsame Zeit begrenzt ist.
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  • Wir wissen jetzt, welchen ganz besonderen Charme ein alter Hund hat und wie lustig Trudi noch manchmal ist. Wir hätten ganz schön was verpasst, hätten wir uns nicht getroffen.
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  • Trudi wünscht sich, dass Nessie auch nochmal das Glück hat zu Menschen zu kommen, die nicht davor zurück schrecken einen alten Hund bei sich aufzunehmen...
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  • 11.05.2011

    Filippos Patin Petra hat jetzt den kleinen Eddy als Patenhund übernommen und so war heute erstmal Vertrauensaufbau mit dem süßen, schüchternen Kerlchen angesagt. Das ein oder andere Lekkerchen war da durchaus eine Hilfe. Auf dem Bild seht ihr den kleinen Mann mit seiner Lieblingsfreundin der alten Nessie.

    10.05.2011

    Nachdem Filippo ja nun vermittelt ist war unsere Ivy alleine. Das konnte natürlich nicht so bleiben und so zogen heute zwei fesche, freundliche Hundemänner bei ihr ein- Bonito ( der weiße Bub) und Freud. Bisher lief das erste Kennenlernen von Ivy mit neuen Hunden immer recht laut und grob von ihrer Seite aus. Heute war das erste Mal, dass sie ihr unbekannte Hunde aufgeschlossen, neugierig und positiv empfangen und aufgenommen hat und sogar gleich zum spielen aufgefordert hat. Das will echt was heißen und wir waren sehr erleichtert, dass es dieses Mal so reibungslos von Statten ging. Vielleicht ist es auch so langsam die Weisheit des Alters, die sich bei Ivy durchsetzt. Sie fühlt sich jedenfalls rundum wohl mit den beiden Buben und sie haben viel Spaß zusammen.

    09.05.2011

    Auch der gestrige Maimarkt in Sprendlingen war leider alles andere als erfolgreich. Vielleicht war es zu warm, auch der gleichzeitige Gutenberg-Marathon in Mainz und die Formel1 haben wohl viele Leute ferngehalten. Schade, denn der Aufwand ist für uns jedesmal groß, aber man kann es halt nur immer wieder versuchen.

    05.05.2011

    Heute war Frühjahrsputz in zwei Hundehäusern angesagt. Unsere Hunde lieben es, wenn sie frische Strohbetten haben, aber am meisten macht es ihnen Spaß, zu helfen das Stroh zu verteilen. Am Nachmittag hat Christian mit Elisabeths Hilfe das Mittelstück von wuchernden Brombeerranken ua. Unkraut befreit. Das war wirklich mal nötig und hat jede Menge Platz gebracht.  

    04.05.2011

    Freud und Leid liegen oft dicht beieinander, so auch heute:

    Fangen wir mit der guten, mit der sehr guten Nachricht an: Unser Filippo hat endlich sein Zuhause gefunden! Filippo, der immer übersehen wurde, der von seinen sechseinhalb Lebensjahren fünfeinhalb in Tierheimen verbrachte. Als wir ihn im Januar 2009 übernahmen, hofften wir, dass er bei uns nach den vier Jahren die er bereits in einem anderen Tierheim verbracht hatte, zügig ein Zuhause finden würde. Aber nichts tat sich, keiner schaute nach ihm. Filippo sah in seiner Gruppe die Hunde kommen und gehen und als Seelchen das er ist, waren ihm diese dauernden Wechsel irgendwann zuviel und er wurde zunehmend nervöser. Als dann der alte Ludwig starb, brauchte Ivy einen neuen Kameraden und der wurde Filippo. Das ruhigere Umfeld tat ihm sichtlich gut. Als dann vor einigen Monaten seine Patin Petra regelmäßig einmal die Woche mit ihm lange Spaziergänge unternahm und unterwegs mit ihm arbeitete, ging eine große Veränderung mit Filippo vor. Er wurde ausgeglichener und gelassener. Und nun war heute endlich sein großer Tag. Er lebt nun bei einem freundlichen Ehepaar, die alle Zeit der Welt für ihn haben und die ihm ein ruhiges, geregeltes und trotzdem abwechslungsreiches Leben u.a. mit ihrem Wohnmobil bieten können. Auch seine Patin Petra ist überglücklich darüber. Sie wird jetzt unseren kleinen, schüchternen Eddy unter ihre Fittiche nehmen und wir hoffen, dass sie ihm genauso viel Glück bringt wie Filippo.

    Und wer nun wieder mal, wie schon seit 9 Jahren zurück bleibt ist die arme Ivy. Sie wird einen neuen Hundekumpel bekommen, aber es ist einfach traurig, dass es Hundenasen gibt, denen es ihr Leben lang verwehrt bleibt ein richtiges Zuhause zu haben. Klar, nach 9 Jahren kennt sie es gar nicht anders, aber wir wissen wieviel schöner es für Ivy wäre.

    Tja und jetzt zu den traurigen Nachrichten. Heute war ich mit Nelly und Pete in der Tierklinik in Frankfurt. Nellys Röntgenkontrolle ergab, dass sich Metastasen gebildet haben und die Lunge völlig verschattet ist. Dennoch hat sie zum Glück noch keinerlei Atemprobleme und ist ansonsten auch ganz die alte. Da Nelly ebenso wie ich eine absolute Kämpfernatur ist, haben wir zwei beschlossen, dass wir alles tun, um zusammen noch eine möglichst gute Zeit zu haben und die Zeit auch zu nutzen, dagegen anzugehen.

     Die Untersuchung von  Pete ergab, dass sich um seine Speise- und Luftröhre ein Tumor gebildet hat, der aufgrund seiner Lage inoperabel ist. Lunge und Blutbild sind völlig ok und so werden wir Pete zusammen mit Nelly behandeln. Also wünscht uns Glück, dass die Therapie unseren beiden Schnuten helfen kann.

    28.04.2011

    Einige unserer Nasen haben ihr Deckelchen gefunden. Es freut uns bei jedem unserer Schützlinge, aber bei Stefka haben wir uns ganz besonders gefreut. Es gibt Hunde so wie Stefka und ihre Schwester Olga die völlig verstört ankommen, scheu und verängstigt, nichts bzw. nichts Gutes kennen. In 14 Monaten intensiver Arbeit mit ihnen haben sie bei uns das Rüstzeug für ihr zukünftiges Leben bekommen und dann kommt der Punkt wo wir spüren, jetzt sind sie soweit. Umso schöner, wenn dann auch gleich die richtigen Menschen kommen. Als Christian Stefka in ihr neues Zuhause brachte hätte man nie vermutet, dass sie noch nie im Haus gelebt hat so selbstverständlich hat sie sich umgesehen und neugierig ihre neue Umgebung erkundet. Sie war vom ersten Tag an stubenrein und benahm sich als wäre sie immer schon dort bei diesen beiden Menschen. Auch Olga ist jetzt soweit und wir hoffen sehr, dass sich auch für sie bald die richtigen Menschen finden.  

    Auch Chilina und Roxy haben sich ganz fix eingelebt wie man auf den Bildern sieht.

     

    23.04.2011

    Das Frühjahr ist die Zeit der heißen Hündinnen und damit auch die Zeit in der besonders viele unkastrierte Rüden Zuhause ausbüchsen . So hatten wir gestern und heute allein drei Fundhunde, alles Rüden auf Freiersfüssen. Zwei davon sind inzwischen wieder in ihrem Zuhause, einer davon war allerdings heute schon wieder unterwegs.

    20.04.2011

    Viele quält die Frage wie sie eine gute Hundeschule finden. Zu diesem Thema habe ich einen ganz besonders empfehlenswerten Link für euch:

  • http://www.gewaltfreies-hundetraining.com/index.php/adressen/tierschutz.html
  • http://www.gewaltfreies-hundetraining.com/index.php/adressen/hundetrainer.html#d5
  • 19.04.2011

    Heute möchte ich mich endlich mal für die vielen nützlichen Spenden der letzten Wochen bedanken. Unser Computer Problem ist Dank einiger nobler Spender gelöst und auch der Vorrat an Wasch- und Putzmitteln ist inzwischen beachtlich. Dies alles ist für uns eine riesen Hilfe und es ist schön soviel Unterstützung durch euch Tagebuchleser zu erfahren.

    17.04.2011

    Ich war eine Woche in unserem Partnertierheim der Perrera in Vitoria/Nordspanien und musste euch deshalb etwas vernachlässigen. Seit 6 Jahren betreuen wir zusammen mit dem Tierheim in Dillenburg diese Perrera. In dieser Zeit ist es uns in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Vitoria und den Amtsveterinären, sowie dem spanischen Tierschutzverein APASOS vor Ort gelungen aus einer Tötungsstation ein Tierheim zu machen, das nicht schlechter ist als so manches deutsche Tierheim. Sehr vieles hat sich in diesen Jahren zum Vorteil für die Hunde verbessert und der gute Ruf, den die Perrera inzwischen hat, führt dazu, dass zahlreiche Hunde aus anderen Regionen nun in deren Zuständigkeitsbereich ausgesetzt werden, da die Besitzer wissen, dass dort nicht mehr getötet wird. Die Ehrenamtlichen von APASOS gewährleisten eine gute Betreuung und arbeiten mit den Hunden, was sich auch in steigenden Vermittlungszahlen vor Ort ausdrückt.

    Wen es interessiert, der kann sich auf unserer deutschen Vitoria Seite www.sos-vitoria.de  über die Entwicklung der letzten Jahre informieren. Derzeit ist die homepage allerdings im Umbau, wird aber in Kürze wieder funktionieren.

    Jeder unsrer Transporte ist angemeldet und von den Amtsveterinären genehmigt. So war auch die polizeiliche Kontrolle, der wir in Freiburg unterzogen wurden kein Problem, da wir die entsprechenden ofiziellen Papiere, sowie korrekte Impfausweise vorlegen konnten. Auch die Transportbedingungen der Hunde sind vorbildlich. Fünf Hundenasen habe ich für uns mitgebracht, die ihr in den nächsten Tagen auf unserer Vermittlungsseite kennenlernen könnt.

    11.04.2011

    Heute bekamen wir eine sehr traurige Nachricht: Unser ehemaliges Hundemädchen Nuba ist an den Folgen einer Vergiftung mit Rattengift gestorben. Ende letzter Woche fingen bei ihr plötzlich alle Schleimhäute an zu bluten. Alle Versuche Nuba noch zu retten schlugen fehl. Sie wurde leider nur 11 Jahre alt.

    Ich werde nie vergessen wie ich Nuba 2002 in einer portugiesischen Tötungsstaion das erste Mal sah. Über 350 Hunde waren dort, aber sie stach einfach heraus. In dem Moment wo ich sie sah, wusste ich sofort sie kommt mit zu uns und Nuba spürte das auch. Vom ersten Moment an hatten wir eine Bindung zueinander. Die letzten acht Jahre lebte sie zusammen mit Chewie, der im Oktober 2003 bei uns geboren wurde bei Freunden von uns. Sie war ein ganz besondere Fellnase, die ich nie vergessen werde. Ich bin sehr, sehr traurig über ihren grausamen Tod.

    10.04.2011

    Der heutige Tag mit unserem Stand auf dem Oster- und Künstlermarkt in Oppenheim war leider nur mäßig erfolgreich. Trotz schönstem Wetter waren viele Leute irgendwie nicht gut drauf und die Kauflaune war sehr gebremst. Aber ein kleines Zubrot was uns die nächste Kastration ermöglicht ist besser als garnichts. Wir hoffen, dass der Maimarkt in Sprendlingen am 8. Mai besser läuft. Eine große Freude war der Besuch unseres ehemaligen Rottweilermädchens Polly, das inzwischen eine Therapiehundeausbildung absolviert hat und erfolgreich mit ihrem Frauchen arbeitet.

    09.04.2011

    Beim heutigen Verbandswechsel in der Klinik bekamen wir leider eröffnet, dass es zwar ein sehr untypischer aber doch bösartiger Tumor war. Da Lungentumore bei Hunden in der Regel nicht streuen und auch keine Metastasen gefunden wurden und der betroffene Teil komplett entfernt wurde ist die Prognose trotzdem ganz positiv. Wir haben sofort mit einer alternativen Krebstherapie begonnen und hoffen, dass die Heilung weiter gut fortschreitet.

    07.04.2011

    Nelly unser unverwüstliches Hundemädchen ist schon wieder Zuhause!!! Bei der gestrigen Operation musste ihr der rechte Lungenflügel zur Hälfte entfernt werden. Man fand in diesem Lungenflügel einen großen Hohlraum der mit eitriger Flüssigkeit gefüllt war. Möglicherweise war ein Fremdkörper in die Lunge gelangt, der diesen schlimmen Prozess in Gang setzte. Die pathologische Untersuchung des entfernten Gewebes steht noch aus, aber es besteht gute Hoffnung, dass es kein Tumor war.

    Der Chirurg der Nelly operiert hat, sagte mir heute, dass er so etwas wie sie noch nie erlebt habe. Normalerweise würden die Hunde  nach so einer schweren Op die ersten drei Tage nur auf der Seite liegen und sich kaum bewegen. Nelly wollte gestern Abend, acht Stunden nach der Operation schon wieder spazieren gehen und habe die Pflegerin durch den Park geschleift.... Nachdem dann auch die heutige Röntgenkontrolle positiv war durfte ich Nelly dann schon heute Nachmittag nach Hause holen. Am Samstag fahren wir zu einer erneuten Röntgenkontrolle und zum Verbandswechsel wieder hin. Da Nelly äußerst großzügig geschoren wurde, werden wir wohl die nächsten Wochen dann erstmal Sonnencreme brauchen, damit sie sich keinen Sonnenbrand holt.  Euer aller Daumendrücken hat also geholfen. Wenn jetzt noch die pathologische Untersuchung einen guten Befund ergibt sind wir rundum glücklich.

    05.04.2011

    Morgen ganz früh bringe ich Nelly zur OP in die Klinik nach Frankfurt. Bitte drückt alle ganz fest die Daumen, dass alles gut geht und wir sie bald wieder nach Hause holen können!!!

    03.04.2011

    Das Bild ist leider etwas unscharf, aber ich finds trotzdem süß, wie klein Eddy wie der Prinz auf der Erbse auf dem Deckenberg thront...

    02.04.2011

    Gestern Abend bekommen wir einen Anruf, dass man einen Hund, einen sechs monatigen Rüden ( woher wissen die das so genau?), angeblich unter einer Brücke angebunden in Alzey gefunden habe. Wir erklären, dass der Hund in Alzey zur Polizei muss, die ihn dann nach Worms bringt und dass sie Anzeige erstatten müssen. Bei dem Wort Polizei reagierte der Anrufer sofort ziemlich merkwürdig.

    Heute holen wir einen ca. sechs Monate alten Rüden bei Leuten ab, die ihn gestern Abend zwischen Saulheim und Wörrstadt aufgelesen haben und ihn zunächst über Nacht mit nach Hause nahmen. Zufall oder doch eher das was wir denken...??? Wir nennen den kleinen Kerl Freitag. Er ist super lieb, recht dünn und hat keinerlei Muskulatur, so als ob er nie raus kam.

    30.03.2011

    Ich habe leider schlechte Nachrichten was unsere Nelly angeht. Es handelt sich nicht um eine eitrige Lungenentzündung sondern um einen einseitigen Lungentumor. Das Atmen ist inzwischen zeitweise recht mühsam und schwer, aber die Medikamente machen es noch erträglich. Trotzdem ist Nelly guter Dinge, spielt und lässt sich ihr Futter schmecken. Nächste Woche Mittwoch am 6.4. wird sie in der Klinik in Frankfurt operiert, d.h. man wird ihr einen Lungenflügel entfernen. Wir hoffen, dass sie das alles gut übersteht. Wer sie kennt der weiß, dass sie eine absolute Kämpfernatur ist und so sind wir guter Hoffnung. Finanziell reißt das ein ziemliches Loch in unser mageres Budget. Mit dem was bisher an Untersuchungen schon gelaufen ist plus die OP kommen wir auf 1600 €. Wer also ein paar Euro übrig hätte - es würde uns sehr helfen.

    29.03.2011

    Der Büroumbau stockt, da wir uns entschieden haben vorrangig den Auslauf von den ganz großen wie Aida und ihren Kumpels zum Teil zu überdachen. Ende letzten Jahres hatten wir einen Doppel-Carport gegen Selbstabbau geschenkt bekommen. Dieser findet nun Verwendung.  Am Wochenende kommt noch die Bedachung auf die Balken und die Hunde haben es wieder ein Stückchen besser und wir können dann auch bei Regen im Trockenen schmusen.

       

    28.03.2011

    Über viele Jahre hat uns unsere Helferin Sylvi mit Wasch-, Putz- und Spülmitteln versorgt. Diese Quelle ist nun leider versiegt. Bei dem Berg von Futternäpfen der täglich zu spülen ist, der großen Waschmaschine die täglich mindestens 2 Mal läuft und den vielen Hundehäusern die zu putzen sind ist der Verbrauch entsprechend hoch.  Da sich viele oft fragen, was wir gut gebrauchen können, in dem Fall ganz einfach: Wenn ihr mal wieder ein Angebot an Putz-, Wasch- oder Spülmittel seht, denkt doch bitte mal an uns und nehmt eine Packung mehr mit. Wir sind dafür äußerst dankbare Abnehmer.

    27.03.2011

    Lilly hat sich inzwischen gut in ihrer Gruppe eingelebt und ist schon viel fröhlicher unterwegs. Sie hat bisher bei uns noch nicht mal ansatzweise das Verhalten gezeigt, das zu ihrer Abgabe führte. Es sind wie meist einfach Fehler im Umgang mit den Hunden, die es ihnen gar nicht ermöglichen bzw. es wird schlicht weg unterbunden, dass sie sich richtig verhalten können. Wir bekommen Hunde abgegeben wie Lilly, Dayo, Belgo, Snert, von denen die Besitzer sagten, sie wären unvermittelbar, nicht mehr tragbar, völlig unberechenbar und nichts von alledem stimmt. Der Schlüssel ist der Umgang mit den Hunden, das erkennnen und achten ihrer Signale.                                                                              Alle diese Vorbesitzer haben behauptet, in kompetenten Hundeschulen gewesen zu sein.  Und alle diese Hunde hatten eins gemeinsam, in diesen ach so kompetenten Hundeschulen wurden die Signale der Hunde unterdrückt weil unerwünscht, allein das funktionieren zählte und nicht die Befindlichkeit des Hundes.  Das einzige was damit erreicht wurde, war eine ungeheure Verunsicherung und der Verlust des Vertrauens. Eine echte Kommunikation war so nicht mehr möglich. Bei den Hunden baute sich zwangsläufig eine enorme Frustration auf, die sich irgendwann entladen musste.              Und obwohl alle Probleme ausschließlich von den Menschen verursacht wurden und werden, ist letztlich der angeblich Schuldige der Hund, der der am wenigsten dafür kann. Es tut weh und macht wütend, das immer wieder zu erleben, weil das alles so unnötig ist und mit einem fairen partnerschaftlichen Umgang nichts zu tun hat.  Aber dafür ist kein Platz bei Menschen, denen es vorrangig nur um Kontrolle geht und darum , dass der Hund funktioniert.

    Aus dem vorher angebliche untragbar gewordenen Belgo ist inzwischen wieder ein fröhlicher, offener Hund geworden, der auf den Spaziergängen freudig andere Hunde begrüßt. Dayo lebt nun zufrieden und verstanden von seinen Menschen in seiner neuen Familie. Auch die Arbeit mit Snert hat Früchte getragen. Er ist kein völlig verunsicherter junger Hund mehr, der in seiner Not und dem durch Menschen zugefügten enormen Stress alles und jeden anbellen muss. Auch er kann inzwischen die Spaziergänge und seine Umwelt wieder genießen und allem freundlich begegnen. Auch Lilly zeigt nach gerade mal einer Woche, die sie nun bei uns ist, ein völlig korrektes Verhalten, beschwichtigt deutlich und ist draußen ohne Probleme zu führen.                                                                                      Warum sich die Hunde bei uns richtig verhalten ist ganz einfach. Bei uns dürfen sie es, wir ermuntern sie dazu, wenn sie es fast verlernt haben ihre Gefühle auszudrücken. Wir zeigen ihnen, dass wir ihnen vertrauen, selbst wenn sie es manchmal am Anfang noch nicht können. Und das zahlt sich aus, manchmal gehts schnell, manchmal braucht es länger, aber jeder dieser unverstandenen Nasen bekommt seine Chance und bisher haben dies noch alle verstanden und sind mit unserer Hilfe wieder auf die Pfoten gekommen. Schade ist, dass es überhaupt erst soweit kommen muss.                       Aber manchmal treffen wir auch auf Menschen, die ihre Fehler einsehen und dann zusammen mit ihrem Hund daran arbeiten, das verloren gegangene Vertrauen wieder aufzubauen und gemeinsam einen neuen, sinnvollen Weg mit unserer Hilfe zu beschreiten. Wir wünschten es gäbe mehr davon, aber die Halbwertzeit menschlicher Beziehungen untereinander wie zu ihren Hunden gibt wenig Anlass zu Optimismus.

    25.03.2011

    Es ist sehr schade, wie leichtfertig viele Menschen den Satz “Ich habe mich sooo in Hund XY verliebt” über die Lippen bringen. Leider ist gerade in diesen Fällen die Liebe nicht wirklich groß und oft noch nicht mal ein Strohfeuer. Heute hätte Snert einen Termin mit Menschen haben sollen, die sich ach so sehr in ihn verliebt hatten. Sie sind noch nicht mal zum Termin erschienen, auch eine Absage war es ihnen nicht wert......

    22.03.2011

    Es gibt Abgaben von Hunden, da sind wir einfach nur froh, dass der jeweilige Hund sein Umfeld endlich verlassen kann und somit die Chance auf ein besseres Leben hat und in diesen Fällen registriert der Hund das auch sehr rasch und ist einfach nur froh den Umständen endlich entronnen zu sein. Und dann gibt es Abgaben, so wie vorgestern, wo es die arme Nase so gar nicht versteht warum sie plötzlich im Stich gelassen wird. So ergeht es gerade der kleinen Lilly. Als ganz junger Hund wurde sie von uns vermittelt. Nun nach achteinhalb Jahren! kam sie zu uns zurück. Ettliche Missverständnisse und durch Hundeschulen fehlinterpretiertes Verhalten führten dazu. Lilly ist völlig von der Rolle, ruft über Stunden nach ihren Menschen und ist richtig gehend verzweifelt. Lilly war wie orientierungslos und man konnte sehen, wie verloren sie sich fühlte. Inzwischen geht es ein wenig besser, zumindest sucht sie jetzt unsere Nähe aber soviel davon wie sie es in ihrem Zuhause gewöhnt war, können wir ihr nicht geben. Leider können wir keine weitere Hündin mit ins Haus nehmen. Ich würde was dafür geben, könnte die Kleine wenigstens mit bei uns sein, dann wäre es nicht so schwer für sie.  Wir hoffen bald ein schönes Zuhause für Lilly zu finden.

    21.03.2011

    Wir hören oft von Leuten, dass  große Hunde - in der Regel sind damit Hunde von gerade mal Schäferhundgröße gemeint, doch zu groß wären um sie mit im Haus leben zu lassen geschweige denn ihnen ein Plätzchen auf der Couch zuzugestehen. Für uns gehört jeder! Hund egal wie groß er ist ins Haus zu seiner Familie und wie die Bilder von Buba und Nelson zeigen, die sich gemütlich und entspannt auf der Couch im neuen Zuhause räkeln, ist es einfach nur wichtig, dass die Couch groß genung ist.... Bei Nelson ist die Couch riesig, denn zu seiner neuen Familie zählt noch das Doggenmädchen Olga, die diesen Luxus ebenfalls sehr genießt.

    20.03.2011

    Neben der tagesfüllenden Arbeit mit und bei den Hunden versuchen wir nebenbei noch unser Arbeitszimmer/Büro umzubauen. Es ist nicht einfach, wenn man an solchen Arbeiten einfach nicht mal dran bleiben kann, sich immer nur mal ein paar Stunden abknapst und oft etwas dazwischen kommt, was dann einfach wichtiger ist.  So wird es sich wohl über einige Wochen hinziehen. Da wir nur in den späten Abend- bzw. Nachtstunden dazu kommen die Homepage zu aktualisieren, die Bilder zu bearbeiten und die Texte zu schreiben behindert es sehr, dass sich unser zweiter Computer und gleichzeitig auch noch das Notebook wegen Altersschwäche verabschiedet haben. Sollte jemand von euch einen funktionstüchtigen Compi oder ein Notebook  übrig haben wäre das eine große Hilfe für uns, weil Christian und ich dann gleichzeitig an den mails, sonstiger Büroarbeit und der Homepage arbeiten könnten. Schaut doch bitte mal nach, vielleicht habt ihr irgendwo sowas rumstehen.

    18.03.2011

    Auch wenns noch recht kühl ist, egal - Rika und Ron haben die Badesaison schon eröffnet. Nachdem sich Rika auf den Spaziergängen mit Begeisterung in jede größere Pfütze, ob mit oder ohne Eis drauf, gestürzt hat, haben wir für sie früher als sonst das Planschbecken wieder aufgestellt.

     

    17.03.2011

    Wir sind in großer Sorge um unsere Nelly. Sie kam als Welpe 2002 als letzte ihres Wurfes zu uns. Von den Besitzern der Elterntiere war sie an einen Bekannten gegeben worden. Als sie kurz darauf feststellten, dass Nelly zusammen mit der Katze in einer Vitrine der Schrankwand im Wohnzimmer eingesperrt war, holte man sie dort wieder raus und brachte sie ebenfalls zu uns. Nelly ist ein blitzgescheiter Wirbelwind, aber oder vielleicht deswegen hat sich in all den Jahren nur einmal jemand für sie interessiert. Da die Welpen damals alle bei uns im Haus lebten, blieb sie bei uns und das ist nun schon über acht Jahre her und sie ist ein fester Bestandteil unserer Familie.

    Seit Wochen hat sie einen Husten der sich überhaupt nicht löst und alle bisherigen Behandlungsversuche haben keine Verbesserung gebracht. Letzten Freitag waren wir in Frankfurt in der Tierklinik, um nochmal zu röntgen, ein CT machen und Gewebeproben nehmen zu lassen. Derzeit sprechen alle Befunde für eine einseitige eitrige Lungenentzündung. Nelly ist zwar ruhiger als sonst, aber sie hat zum Glück kein Fieber und frisst nach wie vor mit großem Appetit. Wir hoffen sehr, dass die Behandlung jetzt anschlägt und werden in zwei Wochen erneut röntgen, um zu sehen ob und was sich hoffentlich zum Besseren verändert hat. 

    15.03.2011

    Heute meldete sich die Interessentin für Troll. Sie fand es nicht gut, von mir der Lüge bezichtigt worden zu sein und wollte daher meinen Tagebucheintrag nicht so stehen lassen. Im Gespräch legte sie mir private Gründe dar, die gegen eine Aufnahme Trolls sprachen. Letztlich waren diese nachvollziehbar, es wäre aber für alle Beteiligten einfacher gewesen hätten wir gleich offen darüber gesprochen.

    13.03.2011

    Das war eine sehr bewegte Woche und ich bin mal wieder so froh, dass die Hundenasen die ganzen leeren Versprechungen der Menschen nicht verstehen, wie sollten sie es sonst schaffen den Menschen noch oder wieder zu vertrauen und nicht in Enttäuschung zu versinken.

    Eigentlich sollte Curly diese Woche in ihr neues Zuhause umziehen. Das Ehepaar war zweimal da, wir nahmen uns wie immer viel Zeit und alles sah prima aus. Die Sympathie füreinander war bei Mensch und Hund offensichtlich vorhanden und als sie letzten Sonntag gingen, wollten sie diese Woche anrufen, wann wir Curly bringen können. Auf diesen Anruf warten wir immer noch bzw. inzwischen nicht mehr....    Noch kurioser lief es mit den Interessenten für Troll. In zwei Terminen nahm sich Christian über 4 Stunden Zeit für Beratung, Spaziergänge und das Kennenlernen. Auch hier schien alles zu passen. Troll sollte Anfang April umziehen und bis dahin wollte man jedes Wochenende kommen, um mit ihm spazieren zu gehen und sich schon mal aneinander zu gewöhnen. Dann diese Woche die Absage, daß es sich mit dem neuen Arbeitsplatz der Frau doch nicht vereinbaren ließe.  Gut, kann ja sein - oder aber auch nicht, denn gestern interessieren sie sich per mail für einen Chow Chowrüden der auf einer der entsprechenden Notseiten steht. Dabei ist ihnen noch nichtmal aufgefallen, dass es die gleichen Bilder sind wie auf unserer Homepage, dass die Beschreibung des Hundes sich mit unserer deckt und dass es sich dabei auch um Troll handelt, den die Betreuerin der Seite dort lediglich mit seinem vorherigen Namen “Tro” vorgestellt hat.  

     Ich weiß wirklich nicht was diese ganze blöde Lügerei immer soll. Wenn sich jemand für einen Hund interessiert und ihn hier kennenlernt, dann ist das erstmal für beide Seiten unverbindlich. Auch wir müssen oft die Eindrücke nach einem Termin erstmal sacken lassen und wenn man zu dem Schluss kommt, dass es doch nicht der Hund ist, den man sucht, dann kann man das doch sagen. Wo ist das Problem? Wir sind inzwischen schon richtig erfreut und bedanken uns, wenn uns jemand  anschließend anruft und uns ehrlich sagt, dass man sich aus diesen oder jenen Gründen oder auch ohne einen Grund zu nennen, sich nicht für den Hund entschieden hat. Es passiert garnicht so selten, dass sich Leute trotz Zusage nicht mehr melden, uns aber erneut anrufen, wenn sie meinen wir haben einen Hund, der sie dann wieder interessiert. Der Zug ist aber dann unwiederruflich weg. Wer sich so unzuverlässig und unehrlich verhält, dem werden wir mit Sicherheit keinen unserer Hunde anvertrauen.

    Inzwischen haben wir eine Warteliste für Hunde, die wir aufnehmen sollen. Eine unserer Hündinnen kommt nach achteinhalb Jahren zu uns zurück und eine Hündin die dringend von ihrer Besitzerin weg muss, wartet bereits in einer Pension, dass wir sie übernehmen können. Ein Podencorüde aus Essen  soll zu uns und sogar aus Wismar hat man uns angerufen, da man die Hündin nicht in ein normales Tierheim geben will, sondern nur in Gruppenhaltung.

    Zum Ausgleich für die vielen unschönen Begebenheiten haben wir diese Woche Post von unserem ehemaligen Hundemädchen Luba bekommen, die wir vor sieben Jahren zu ihrer Familie gebracht haben. Alle sind nach wie vor sehr glücklich miteinander. Sie hatte jetzt Geburtstag und zu ihrem 11. Lebensjahr haben wir ein schönes Foto von ihr bekommen - in Ehren ergraut kann sie geliebt von ihren Menschen ihr Hundeleben ganz in Ruhe leben so lange es währt. So und nicht anders haben das all die treuen Hundenasen verdient, die im Gegensatz zu den Menschen nie auf die Idee kämen ihn im Stich zu lassen.....

               so sah Luba vor 7 Jahren aus

    10.03.2011

    Heute haben wir mal ein paar Beweisfotos gemacht wie locker Stefka und Olga inzwischen unterwegs sind. Beide, aber insbesondere Stefka, haben riesen Fortschritte gemacht und so können wir nun nach einem Jahr auch endlich daran denken nach einem passenden Zuhause zu suchen.

    Wie ihr seht ist sogar die Straße kein unüberwindliches Hindernis mehr.

 

    07.03.2011

    Wir bekommen oft schöne Urlaubsbilder und mails von Erlebnissen mit unseren Hunden. Als ich heute die Zeitschrift “WUFF” aufschlage sehe ich auch eine unserer Nasen - unsere VEGA. Sie befindet sich derzeit mit ihrem Reisegefährten Karl-Heinz Dienstl in einem Expeditionstruck auf einer zweijährigen Asienreise. Ganz Afrika haben die beiden schon zusammen bereist und Vega kennt inzwischen 60 Länder dieser Erde und alles an Tieren was dort so heimisch ist.                                       Wie das kam? Im Herbst 2006 bearbeitete ich gerade mails, als über den Tierschutzverteiler eine mail ankam, dass jemand einen Hund suchte, der im Truck mit durch Afrika reisen sollte. Karl-Heinz hatte schon viele lange Reisen mit Truck nach Afrika unternommen und seine beiden langjährigen Reisebegeleiterinnen, eine Rottweilerhündin und eine Cane Corsohündin waren inzwischen verstorben . In dem Moment wo ich die mail las, dachte ich, wenn ein Hund cool genug ist, mit all dem zurecht zu kommen was solche Reisen mit sich bringen, dann unsere Vega, eine damals viereinhalb jährige Mastin Espagnolmixhündin. Ich antwortete sofort und zwei Wochen später war Karl-Heinz  mit seinem Expeditionstruck bei uns und lernte Vega kennen.

     

    Ohne Scheu stieg sie gleich die Leiter hoch und sah sich drinnen um. Nach einem gemeinsam verbrachten Test-Wochenende war klar, Vega ist es. Zwei Monate später brachen die zwei zu einer zweijährigen Afrika-Tour auf und Vega meisterte alle Herausforderungen mit Bravour. Christian und ich sind beide Afrika Fans und dort viel gereist - in grauer Vorzeit als wir noch”jung” und ohne Hunde waren. Bei den Reiseberichten, die wir dann in der Wuff verfolgen konnten, hat uns schon manchmal das Fernweh gepackt, aber vor allem haben wir uns gefreut, denn das was Vega nun schon so alles zusammen mit Karl-Heinz erlebt hat, werden die allermeisten Menschen nie sehen und erleben. Falls ihr Lust habt mehr darüber zu lesen schaut mal unter  www.reise-abenteuer.net  Dort haben wir ein paar Bilder für euch rauskopiert, aber es sind soviele tolle Reiseindrücke- und berichte, dass man sich richtig festlesen kann....   Viel Spaß dabei.....

    05.03.2011

    Nauti hat sich sehr schnell bei uns eingelebt und an den Ablauf gewöhnt. Hundeopa Hoover hat Nautis Betreuung in die Pfoten genommen - will sagen, Hoovi bringt ihm allen Blödsinn bei, den man sich nur denken kann. Zusammen mit Aidin bilden die drei ein “Trio”, das mit Hingabe alles schreddert was sie finden bzw. wo sie dran kommen. Nauti käme von sich aus nicht auf solche Ideen, aber Hoovi hat klar erkannt, dass er noch viel lernen muss und legt sich als Lehrmeister mächtig ins Zeug.....

       

    Nachdem was Nauti an Schrecklichem erlebt hat, ist es unglaublich wie sehr er trotzdem Menschen mag, wie verschmust er ist und wieviel Nähe er sucht. Auch beim spazieren gehen macht er sich prima und zeigt sich viel entspannter als wir erwartet hätten. Er orientiert sich sehr an seinen Kumpels und wir werden hoffentlich das Glück haben, für ihn ein Zuhause mit Hundekumpel zu finden. Auf dem Bild seht ihr unseren Ghandi mit Nauti beim spielen.

    03.03.2011

    Wundert euch nicht, dass Danny auf der Vermittlungsseite verschwunden ist, aber nicht bei den vermittelten Hunden zu finden ist. Danny ist jetzt auf die Patenseite umgezogen, denn aus gesundheitlichen Gründen steht Danny nicht mehr zur Vermittlung. Er hat ein stark vergrößertes Herz , was ihm sehr zu schaffen macht. Wir haben seine Wirbelsäule röntgen lassen. Dabei wurde festgestellt, dass sie durch Schläge/Tritte teilweise ganz krumm ist und einige Bandscheiben ganz fehlen. Die gute Nachricht ist, dass Danny auf Dauerpflege bei seiner Pflegefamilie - bei unserer Helferin Claudia bleiben kann. Alle haben ihn ins Herz geschlossen, samt Hundekumpel Luca und der Katze. Dort wird er behütet und umsorgt und kann die Zeit die ihm noch bleibt genießen. Eine liebe Patin, das Frauchen von unserem Ray, ist auch schon gefunden.

    02.03.2011

    Unser lieber Doggerich Nelson hat das Glück gehabt, dass er verdient hat und ist gestern nach Österreich umgezogen.  Unglaublich nette Menschen mit einem groooßen Herz für diese sanften Riesen. Ihr Rüde war verstorben und ihr 5 jähriges Doggenmädchen Olga trauerte sehr. Seit 3 Monaten standen sie bei den “Notdoggen” auf der Warteliste für einen älteren Rüden, wo wir auch Nelson gemeldet hatten. Er wars und bemühte sich beim Kennenlernen äußerst charmant um Olga, die genau wie ihre Menschen von Nelson begeistert war. Unsere Kamera ist leider einigen unserer Mitbewohner zum Opfer gefallen.....wie kommt ihr auf Hundeopa Hoover...?! so dass wir leider keine Bilder machen konnten, aber wir werden sicherlich bald welche aus Österreich bekommen und sie dann mit euch teilen.

    25.02.2011

    Aller guten Dinge sind 13 und so zog heute eine neue Hundenase bei uns im Haus ein - der liebe Nauti.

    Freunde von uns, die bei Malaga leben und arbeiten und dort sehr aktiv im Tierschutz sind, sahen vor ein paar Monaten wie ein junger Mann dabei war einen jungen Hund totzuschlagen. Er hatte ihm alle vier Pfoten zusammen gebunden und um den Hals war an einem Strick ein Stock befestigt, mit dem er ihn hinter sich herschleifte. Dann begann er auf ihn einzuprügeln und zu treten. Als er dachte er wäre tot, lies er ihn in dem ausgetrockneten Flussbett liegen und ging. Unsere Freunde kamen in diesem Moment hinzu und kümmerten sich sofort um den in Todesangst um sich beissenden Hund und nahmen ihn mit nach Hause. Der kleine Kerl war fast verhungert und in einem erbärmlichen physischen wie psychischen Zustand. Nach und nach fasste er Vertrauen, wobei ihm das große Hunderudel der beiden eine große Hilfe war. Um den nächsten Notfall aufnehmen zu können, suchten sie nun einen Platz für Nauti und es war klar, dass wir nicht nein sagen konnten.

    Nauti ist jetzt knapp ein Jahr alt und fantastisch mit anderen Hunden, so dass er sich problemlos bei uns einfügte und so tut als er wäre er schon immer da. Trotz seiner schlimmen Erlebnisse mag er die Menschen und war mit Imkes und Michaels Hilfe in der Lage wieder Vertrauen zu fassen. Wir werden hier jetzt weiter mit ihm arbeiten, denn draußen hat er noch vor vielem Angst. Nauti soll ein glückliches Leben haben, auch wenn sein Start ins Leben als junger Hund so schrecklich war. Gerade deswegen werden wir ihn auch nur an ganz besonders liebe Menschen geben, wenn er dann soweit ist.

    24.02.2011

    Nach so vielen Jahren meint man an Skurilitäten eigentlich alles schon mal erlebt zu haben - weit gefehlt! Eine von uns als Junghund vermittelte Hündin kam jetzt nach über vier Jahren wegen dem Tod des Besitzers zu uns zurück. In dem kleinen Kaff im Taunus wo sie lebte, scheint eine Sorte Mensch ganz besonders häufig anzutreffen zu sein - Denunzianten und Intriganten. Insgesamt lebten dort drei von uns vermittelte Hunde und immer wieder bekamen wir in den letzten Jahren von dort Anrufe, dass sich jemand berufen fühlte einen dieser Hundebesitzer  schlecht zu machen. Das was wir jetzt erlebten ist allerdings die Krönung: Die Hündin sollte eigentlich von der Nachbarin übernommen werden, die sie von Welpe an kannte und sich auch immer wieder, insbesondere nach dem Tod ihres Herrchens um sie gekümmert hatte. Heute nun erhielten wir einen anonymen Anruf. Die Anruferin erklärt uns kurz und bündig, dass wenn wir es wagen würden die Hündin wieder dorthin zu vermitteln, ihr etwas passieren würde...   Schön wenn man solche Mitmenschen hat. Da wir nicht die geringste Lust haben, dass man unseren Hund dort vergiftet oder sonst wie Schaden zufügt, haben wir die Vermittlung natürlich sein lassen. Der Dorffrieden ist jetzt hoffentlich wieder hergestellt. Würg - in dem Kaff möchte ich nicht tot über der Mauer hängen...

    20.02.2011

    Ich hatte euch ja vor kurzem von Smittys Interessenten erzählt, dass die Frau des Hauses es als unerträglich ansah, dass Smitty beim Essen neben dem Tisch saß und immer so schaute....    Als Reaktion darauf haben wir jetzt ein nettes Foto von Falcones Familie bekommen. Falcone fixiert ein halbes Brathänchen - wenn das mal kein Abgabegrund ist - NEIN - war zum Glück nur Spaß!!!

    18.02.2011

    Es macht wirklich so einen Spaß, was ich oft an Rückmeldungen zum Tagebuch bekomme. Heute wars eine Reaktion auf die Hundepulloverstrickaktionen.  Conny, das Frauchen unseres Pepo hat für die Friernase Elsa, die bei einer Freundin von ihr lebt und auch einer unserer ehemaligen Vierbeiner ist, einen super tollen Pullover gestrickt. Das Werk musste auch diverse Male aufgezogen und umgestaltet werden, aber das Endergebnis ist einfach Klasse und Elsa präsentiert das Prachtstück zu Recht mit Stolz.....

         

    17.02.2011

    Viele von euch werden sich sicherlich an den armen Chow Chow Buben Chan erinnern, den wir vor zwei Jahren aufnahmen. Er hatte Rolllider wie sie die Chows oft haben - auch unserem Troll wurden gestern die Augenlider korrigiert damit sie nicht mehr scheuern. Bei Chan hatte sich niemand darum gekümmert und unter großen Schmerzen scheuerten jahrelang die Wimpern übers Auge bis die Linse völlig zerstört war und er blind wurde. Er hat so einige Operationen in den letzten Jahren überstanden - riesige Blasensteine wurden entfernt, ein Tumor im Ohr und gestern musste ihm jetzt das eine Auge herausgenommen werden, da sich eine Geschwulst innen am Lid gebildet hatte und ihm wieder große Schmerzen verursachte. Die Lidpsalte ist jetzt zugenäht. Er wird froh sein, denn es war sehr unangenehm am Auge auch wenn er damit nichts mehr sieht.

    15.02.2011

    Und dann hat da noch jemand eine ganz tolle Idee gehabt - unser Mitglied Werner Holzhäuser. Er wünschte sich zu seinem 70. Geburtstag keine Geschenke, sondern Geldspenden fürs Wörrstädter Hundeheim. Und unglaublich aber wahr, es kamen 800 € zusammen. Wow - ganz, ganz lieben Dank dafür Werner und dir ein gesundes, glückliches neues Lebensjahr.

    14.02.2011

    Eine nette Geschichte hätte ich in dem ganzen Trubel fast vergessen: Vor einiger Zeit hatte ich im Tagebuch geschrieben, dass unsere Helferin Petra  dabei ist einen Pullover für Cathay zu stricken. Eine fleissige Leserin unseres Tagebuches, Brigitte das Frauchen unseres Tobi, fand die Idee prima. Da sie eine strickwütige Seniorin in einem Altenheim betreut, kam ihr die Idee die ältere Dame dafür zu gewinnen. Gesagt, getan. Die Dame bekam Wolle und eine Strickanleitung und legte los. Vielleicht war auch die Strickanleitung nicht so eindeutig, na jedenfalls hatte der Hundepullover keine Löcher für die Beine...  Tobis Frauchen brach das Experiment ab und kaufte mehrere Hundemäntel in verschiedenen Größen. Liebe Brigitte vielen Dank für deinen Einsatz und die gespendeten Hundemäntel.

    13.02.2011

    Ein Mann der kaum einen geraden Satz zusammenbringt möchte eine Katze. Wir sagen ihm, dass wir ausschließlich Hunde bei uns haben. Na gut, dann will er halt ein Golde Redrivver. Wir versuchen dem Herrn den Unterschied zwischen Hund und Katze zu erklären, er meint das wäre doch völlig egal , Hauptsache irgendwas......    Wollen wir hoffen, das er weder das eine noch das andere irgend woher bekommt.....

    11.02.2011

    Bei der Durchsicht der Kontoauszüge fällt mir eine Überweisung der evangelischen Kirchengemeinde auf, die uns 222 € aus der Kollekte vom 29.01.2011 überwiesen hat. Wir wissen, dass der evangelische Pfarrer in Wörrstadt einen irischen Wolfshund hat, aber das war bestimmt nicht der Anlass, uns diese Kollekte zukommen zu lassen. Des Rätsels Lösung: Es war ein Traugottesdienst und es war der Wunsch des Brautpaares uns diese Kollekte zu spenden. Was für eine wunderschöne Idee! Wir bedanken uns ganz herzlich und wünschen dem Brautpaar ein langes und glückliches gemeinsames Leben.

    10.02.2011

    Im April 2004 nahmen wir das Hundemädchen Pati auf, der die linke Voderpfote fehlte. Sie war ausgesetzt worden und hatte sich mit der Pfote so in einem Zaun verfangen, dass die Pfote, als sie endlich gefunden wurde nicht mehr zu retten war und amputiert werden musste. Sie war sehr schüchtern und ängstlich und es brauchte ein Jahr bis wir beginnen konnten das an der Leine laufen zu üben.

                   

    Viele interessierten sich für sie, aber letztlich ist ein Hund mit einem halben Bein ja behindert und wer will das schon. Allein die Angst darauf angesprochen zu werden, schreckte die Menschen schon ab. So ging die Zeit ins Land, bis endlich Anfang 2007 Susanne auftauchte und sofort ihr Herz an Pati verlor. Inzwischen lebt sie seit Jahren in Susannes gemütlichem Zuhause, das mit sieben weiteren, teilweise auch behinderten Hunden und einigen Katzen eine Insel der Glückseligkeit für jede Fellnase ist, die dort einziehen darf. Nach Pati hatten noch zwei weitere unserer Vierbeiner das riesen Glück von ihr aufgenommen zu werden. Unzählige Bilder haben wir inzwischen bekommen aber das ist für mich das Schönste und bedarf keines weiteren Kommentars:

    09.02.2011

    Heute wurde Doggerich Nelson kastriert und die Warze am Auge entfernt. So ein Riesenbaby mit 61,5 Kg Gewicht zudem wenn es dann noch in Narkose liegt, ist alles andere als einfach zu transportieren und zu tragen. Zum Glück hatte ich für solche Fälle letztes Jahr sehr günstig eine stabile Krankentrage der schweizer Armee erstanden. Da passte Nelson prima drauf und war selbst zu zweit gut zu tragen. Ein Foto konnten wir leider nicht machen, da wir keine Hand frei hatten.....;))

    08.02.2011

    Heute bekamen wir die unglaublich traurige Nachricht, dass unser ehemaliges Hundemädchen Karla mit nur knapp drei Jahren am 04.02.2011 an Krebs gestorben ist. Mit ihrer ruhigen und lieben Art hatte sie nicht nur unser aller Herzen im Sturm erobert. Leider hatte sie nur 10 Monate ihr schönes Zuhause genießen dürfen. Ihre Familie ist unendlich traurig.                                                                              Wie uns ihre Familie mitteilte, wurde bei Karla ein Geschwür festgestellt. Die Röntgenaufnahmen erbrachten einen schlimmen Befund: Eine Gewehrkugel hatte irgendwann lange bevor sie zu uns kam, nicht nur eine Niere und die Bauchspeicheldrüse verletzt sondern auch den Darm auf einer Länge von 10 cm durchschlagen. Die Wunde war zwar irgendwie verheilt, aber mit der Zeit hatten sich ein faustgroßer Tumor um die Kugel und weitere Geschwüre in dem betroffenen Teil des Darmes gebildet. Die Geschwüre hatten den Darm fast vollständig verschlossen. Eine Not-OP konnte leider ihr Leben nicht retten, da der Darm nicht mehr wieder hergestellt werden konnte.

    Leb wohl liebe Maus. Deine Zeit auf der Erde war leider viel zu kurz, aber zumindest die letzten 10 Monate davon waren wirklich schön, ausgefüllt von Liebe und Nähe.

     

    07.02.2011

    Heute kam eine nette Hundebesitzerin und überbrachte uns von einer Kollegin eine Spende. Einen ganzen Beutel voll wunderschöner, kuscheliger Hundemäntel. Vielen, vielen Dank dafür. Der Winter ist noch lange nicht vorbei und da die Mäntel alle in großen Größen sind, haben wir hier ettliche dankbare Friernasen dafür.

    06.02.2011

    Wir bekommen oft Futterspenden angeboten, die wir allerdings manchmal auch ablehnen, so unverständlich es den Spendern auch erscheinen mag, die dann in der Regel ziemlich brüskiert sind und meinen wir hätten es wohl nicht nötig... . Dies geschieht in den Fällen, wo Menschen zig verschiedene Sorten Hundefutter einfach zusammen werfen, alles das was ihr Hund halt nicht mag und es dann uns bringen wollen.  Das macht so aber weder für die Hunde noch für uns Sinn, denn wir füttern unsere Vierbeiner nicht einfach mit irgendwas. Eine gute, ausgewogene Ernährung ist uns wichtig und sie reagieren schnell mit Durchfall, wenn ich dauernd das Futter wechseln würde und dann noch irgenwelche wilden Mischungen, wo ich noch nicht mal weiß was es ist. Wenn wir einen ganzen Sack abgegeben bekommen, dann wird ein Hund darauf umgestellt und bekommt ihn verfüttert. Das macht mehr Sinn, als allen von diesem Sack zu geben, der dann in einem Tag leer wäre und ich gleich wieder auf etwas anderes umsteigen muss.                                                                                                  Manche Futterspenden entpuppen sich leider als reine Müllentsorgung, oder wie soll ich Hundefutter sonst nennen, das 1-2 Jahre schon abgelaufen und total muffig und ranzig ist?

    Mit der heutigen Futterspende von einer riesen Menge Dosenfutter dagegen war ich richtig froh. Damit wird unser Budget wirklich entlastet. Viel lieben Dank dafür.

    05.02.2011

    Es war so ettliches liegen geblieben und die Erlebnisse der letzten Woche waren auch nicht wirklich berauschend, so dass ich lieber warten wollte, bis mal wieder etwas Schönes kommt. Und da ist es:

    Diese beiden Buben, die sich da so aneinander kuscheln heißen Dante (links) und Akki. Dante und unsere damals noch scheue Nina zogen Anfang 2009 zusammen bei unserem lieben Helfer Klaus Dieter und seiner Meike ein. Im Herbst letzten Jahres erzählte ich K.D. von einem Rüden, der aussieht wie eine Mischung aus Dante und Nina und der in der von uns mitbetreuten Tötungsstation von Vitoria saß. Akki hat ebenso wie Dante brutal abgeschnittene Ohren. K.D.`s und Meikes einziger Kommentar dazu war: “Und was macht der noch da? Wie kommt der jetzt zu uns?... Tja und dann ging alles ganz fix und eine Woche später kam Akki hier in Deutschland an und zog direkt in sein neues Zuhause.               Akki kannte nicht viel und hatte offensichtlich so wie auch Nina vorher noch nie ein richtiges Zuhause gehabt. Aber mit der liebevollen Hilfe seiner neuen Menschen und Dante als ruhendem Pol hat er schon viel gelernt, genießt sein Leben und fühlt sich so richtig wohl und geborgen.

    Das ist mal wieder ein Happy End, dass uns so richtig glücklich macht, weil alle Drei Hunde waren, die keiner wollte, die sterben sollten und die jetzt, für alles was ihnen von den Menschen vorher angetan wurde, mit viel Liebe und Fürsorge entschädigt werden. DANKE K.D. und Meike, dass ihr den Dreien so wunderbare Hundeeltern seid!

    31.01.2011

    Es ist immer wieder erschreckend zu erleben, wenn ein Hund als Kinderspielzeug herhalten muss und  die Erwachsenen überhaupt nicht regelnd eingreifen, sondern die Kinder einfach gewähren lassen. Ein solches Erlebniss hatten wir am Wochenende. Eine Familie mit drei Kindern und einem kleinen Hund suchten einen Zweithund, da der andere Zuhause gar nichts mehr machen würde, auch nicht mehr mit den Kindern spielen. Sie würden ihm Puppenkleider anziehen und er würde alles mit sich geschehen lassen. Tolle Sache - muss man so etwas normal finden?                                                                       Als wir alle hier zusammen gesehen haben, war schnell klar, warum der kleine Kerl sich so verhält. Eines der Kinder verfolgte ihn ständig und trieb den Hund vor sich her, der nur am flüchten war. Das andere Kind hob ihn an den Vorderbeinen hoch und wollte ihn sich irgendwie auf den Arm packen. Als die Eltern merkten, dass uns dieses Benehmen gegenüber dem kleinen Hund überhaupt nicht passte, erfolgten lediglich halbherzige Versuche die Kinder davon abzuhalten, was natürlich erfolglos war, denn das dürfen sie ja sonst auch alles mit dem Hund machen.                                                         Armer kleiner Kerl. Wenn ein solcher Hund, weil er es irgendwann einfach nicht mehr erträgt dann mal zuschnappt oder beisst, ist er dann der böse, aggressive Hund, der sofort weg muss.

    28.01.2011

    Der Rottweilerbub wird jetzt doch nicht bei uns abgegeben, man versucht lieber ihn für 650 € zu verscherbeln, sein Kumpel ein Labrador wird sogar verschenkt .... ebenso steht das arme Doggenmädchen Freia zum Verkauf. Was für ein fürchterlicher Umgang mit einem Lebewesen, gerade so als ob es sich um einen Gebrauchtwagen handeln würde.

  • 27.01.2011
  • Nelson frisst endlich wieder. Wir fanden heraus, dass er vorher offensichtlich mit Frolic gefüttert wurde. In diesem Futter sind derartig viele künstliche Lockstoffe, dass es ein Hund essen muss, er aber anderes Futter überhaupt nicht mehr als etwas essbares erkennt. Die Umstellung auf ein gutes! Futter ist dann jedes Mal ein Problem und dauert ettliche Tage.
  • 26.01.2011

    Es gibt Tage da sollte man am besten gar nicht ans Telefon gehen, aber da ja auch mal ein guter Anruf , vielleicht mit netten Interessenten für einen unserer Vierbeiner darunter sein könnte, tun wir es natürlich doch. Nach dem gestrigen Tag hätten wir gut einen Sandsack oder ähnliches gebrauchen können um uns abzureagieren. Warum ? - hier eine kleine Auswahl der deprimierenden und  frustrierenden Anrufe:

    - ein junger Mann schafft sich einen Staffmixwelpen an, obwohl er weiß, dass er einige Monate später zur Bundeswehr muss. Der kleine Knopf wird dann also von einem zum anderen weitergereicht, schläft im Bett, muss nie alleine sein, bis jetzt plötzlich keiner mehr Bock auf ihn hat und ihn dringend loswerden möchte.  - Was für ein Drama für das Kerlchen, dass jetzt 8 Monate jung ist und in einem Tierheim nur sehr düstere Aussichten auf eine Vermittlung hat. -

    - Mal wieder eine Trennung, das Opfer dieses Mal ein 7 Monate junger Rottweilerrüde, der jetzt natürlich ganz fix weg soll, weil angeblich der Vermieter, bei dem man allerdings schon sechs Jahre mit Hunden gelebt hat, jetzt plötzlich keine Hunde mehr will. Unserer Bitte uns schon mal vorab Bilder zu schicken kommt man nicht nach, so eilig oder so wichtig kanns den Menschen dann ja wohl doch nicht sein...

    - Eine Familie adoptiert einen Welpen zu einem vorhandenen erwachsenen Hund. Monatelang ist alles prima. In den Zeiten der Abwesenheit können die Hunde durch eine Hundeklappe nach draußen und haben den Flur und die Küche zur Verfügung während Schlafzimmer und Wohnzimmer zu sind. Die Menschen vergessen nun einmal die Schlafzimmertür zu schließen und oh Wunder der inzwischen 9 Monate alte Junghund hat einiges kaputtgemacht. Für die Menschen ein Drama - warum eigentlich, war doch ihr eigener Fehler und der Hund ist immer noch sehr jung. Freunde und Bekannte raten nun sofort dazu den Hund abzugeben, denn so etwas geht doch nicht. Das spricht doch für eine sehr innige Beziehung und macht uns wirklich sehr wütend, dass die eigene Dummheit dem armen Hund angelastet wird und er mit dem Verlust seines Zuhauses dafür bestraft werden soll.

    - Ein Hund gerät zwischen die Fronten eines Familienstreits und wird übelst instrumenatlisiert. Er rennt unabsichtlich eines der Kinder um, das sich durch den Sturz den Arm verletzt. Wie in guten Familien so üblich, wird sofort Anzeige erstattet, der Hund habe das Kind verletzt. Der Hund muss zum Wesenstest, den er prima besteht und seitens der Polizei sieht man keinen Grund dem Hund irgendwelche Beschränkungen aufzuerlegen. Das Ordnunsgamt hält ihn trotzdem für gefährlich und ordnet Maulkorbzwang an. Der Hund hat inzwischen sein Zuhause verloren, was aber in diesem Fall wohl auch ganz gut ist.

    - Eine Frau adoptiert einen Hund und alle sind glücklich. Bis sie sich trennt, völlig am Rad dreht und den Hund wieder loswerden will bzw. sagt, er könne bis zur neuen Vermittlung bleiben. Sie zieht weg, ohne jemandem die neue Adresse zu hinterlassen und schiebt den Hund irgendwohin ab. Durch Zufall bekommt die Vermittlerin heraus wo sich der Hund aufhält und mittels einer ernsthaften Interessentin gelingt es den armen Knopf dort heraus zu holen. Der ehemals sehr zierliche, mittelgroße Podencorüde ist völlig verfettet und verwahrlost, hat aber jetzt hoffentlich die zweite Chance auf ein gutes Leben.

    - Die zu Weihnachten gekauften Farbratten haben ihren Reiz als Spielzeug für die Kinder verloren, also weg damit. Ebenso die Katze für die die Tochter (12 Jahre) nicht mehr sorgen kann... Ach so und die Mutter ist dazu auch außer Stande - na dann weiß man doch gleich woher die Tochter sich ihr nicht vorhandenes Verantwortungsgefühl abgeschaut hat.

    Es folgen noch ettliche andere Anrufe, die uns wirklich sehr wütend gemacht haben und die ich mir hier einfach verkneifen muss, sonst....

    Puhhh -ganz tief Luft holen und immer positiv denken, nichts einfacher als das!?                                Und deshalb möchte ich euch noch etwas von Menschen erzählen die ihren Hund wirklich lieben und zwar bedingungslos, was eine ziemliche Rarität darstellen dürfte. Es ist die Familie, die letztes Jahr unseren Rudi aufgenommen hat. Ein liebes, aber hypersensibles, hypernervöses Seelchen, dass die Liebe auf harte Proben stellte bis es dank der bedingungslosen Zuneigung seiner Menschen Stück für Stück zur Ruhe kam und alle zusammen mit der Hilfe unserer Trainerin Christine Schnell viel gelernt haben. Menschen die sich über jeden kleinen Fortschritt ihres Rudis aufrichtig wie die Schneekönige freuen. Menschen die nicht gleich bei einem Problem den Kopf in den Sand stecken und sofort wieder an Abgabe denken, sondern gemeinsam lernen Situationen zu handeln, daran kontinuierlich arbeiten und deshalb auch dafür belohnt werden.

    Lieber Rudi - du hast zum Glück wirklich gut lachen....

    23.01.2011

    Am Jahresanfang und im Frühjahr rollt die Trennungswelle und damit die Abgabe der Hundewaisen. Es ist jedes Jahr so, so auch dieses Jahr. Keine Ahnung warum, vielleicht sind das die guten Vorsätze fürs neue Jahr. So kam heute der sechsjährige Doggenrüde Nelson zu uns. Er mag noch nicht fressen und wird noch einige Tage brauchen sich zu sortieren aber immerhin spielt er gerne und ausdauernd mit Teddy, einem anderen Neuzugang.

    22.01.2011

    Das erste Weihnachtsgeschenk ist angelandet. Es ist der kleine Monti, ein 12 Wochen junger Labradormixwelpe, der seit seiner Geburt im Oktober 2010 so unglaublich wie es scheint, nun schon zum dritten Mal sein Zuhause verloren hat. Die letzten Besitzer hatten ihn eine Woche, in der sie erkannten, dass es absolut keinen Sinn macht sich einen Welpen zu holen, wenn man ganztags berufstätig ist. Zum Glück ist der kleine Spatz gut drauf und hat sich ganz schnell in seiner Gruppe mit Fritzi, Tiffi, Yoshi und Nessie zurecht gefunden.

    20.01.2011

    Heute bekamen wir eine Futterspende, aber mal ganz anders als sonst. Ein netter Metzger hier aus der Gegend spendete uns 25 Hundewürste à 3 Kg.  Es sieht aus wie eine weiche Blutwurst was für mich als Vegetarierin  beim Futter zubereiten ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Aber die Hunde finden es sehr lecker und dann will ich auch kein Spielverderber sein.....

    19.01.2010

    Es gibt leider immer wieder Hundenasen, denen das Pech an den Pfoten zu kleben scheint, so wie unserem lieben Smitty. Schon zwei Jahre ist er bei uns. Er hatte immer wieder mal Interessenten, die aber alle letztlich wegen seines vorhandenen, aber nicht übermäßigen Jagdtriebes von einer Adoption absahen. Ist es nicht viel wichtiger, dass Smitty einen tollen Character hat, sollte es da nicht zweitrangig sein, dass er bei spazieren gehen an der Leine bleiben muss? Leider offensichtlich nicht.

    Ein befreundetes Tierheim hatte nun Interessenten für Smitty. Eine nette Familie mit drei Kindern, die Smitty sehr mag und mit denen er prima zurecht kommt. Der Mann der Familie kam über zwei Wochen täglich um mit Smitty spazieren zu gehen. Die zwei wurden ein richtig gutes Team. Da die Leute Hundeanfänger sind baten sie, dass Smitty am Sonntag mal einige Stunden bei ihnen Zuhause verbringen dürfe, um zu sehen, wie er sich im Haus verhalte. Gut auch das. Am Dienstag dann rief die Frau des Hauses an um mitzuteilen, dass man Smitty doch nicht aufnehmen könne denn:                          - er habe beim essen immer so neben dem Tisch gestanden und geschaut, das wäre sehr unangenehm gewesen. ( Hätte Smitty auf dem Tisch gestanden oder einem das Schnitzel vom Teller gezerrt hätte ich es vielleicht noch verstanden, aber so...???                                                                                                    - beim spazieren gehen habe sich eines der Kinder in der Laufleine verfangen ( oh Gott, das ist ja wirklich ein schrecklicher Vorfall und spricht eindeutig gegen den Hund - häh...???)                                   - um dem ganzen die Krone aufzusetzen hat Smitty dann im Garten auch noch ein Loch gebuddelt (so ein unmöglicher Hund....)

    Kurz und gut, mal wieder eine Frau die gar keinen Hund will, es nicht sagt und mit ihrem Mann auch nicht offen darüber redet und deshalb solche abstrusen Gründe anführen muss, die gegen eine Aufnahme des Hundes sprechen. Der Mann hingegegen hat eine enge Bindung zu Smitty aufgebaut und möchte ihn unbedingt adoptieren. Er will nun versuchen, seine Frau dazu zu überreden, was aber überhaupt keinen Sinn macht, denn diese wird irgendeine weitere Kleinigkeit finden, die ihn in ihren Augen untragbar macht und warum er dann schnellstens wieder weg muss.                                                            Leider haben wir solche Situationen und Konstellationen ganz oft. Ein Teil der Familie möchte den Hund, einer nicht, nur dass es der- oder diejenige nicht sagt - wegen des lieben Familienfriedens. Es ist so schade!!! Smitty ist jetzt sehr traurig, da er sich auf die täglichen Spaziergänge sehr gefreut und sie sehr genossen hatte. Jetzt sitzt er da und wartet und weiß nicht warum er schon wieder im Stich gelassen wurde.

    17.01.2011

    Heute mal wieder etwas aus der Rubrik “Anrufe die es eigentlich nicht geben sollte”:                             Ist das Tierschutz, wenn ein Tierheim Hunde aus dem Ausland aufnimmt, sie vermittelt und dann wenn die Leute mit dem Hund nicht zurecht kommen, diesen nicht wieder zurück nimmt, sondern sagt, sie sollen den Hund in einem anderen Tierheim abgeben? Mit Sicherheit nicht!! Es ist nicht der Punkt, ob der Hund aus dem Ausland kommt sondern wie ernst ich meine Verantwortung gegenüber dem Tier nehme, dem ich einfach die Tür vor der Nase zuschlage und es mir nach der Vermittlung egal ist was mit ihm geschieht. Und zudem die Menschen mit ihrem Problem im Regen stehen lasse. Ist schon abenteuerlich was sich so teilweise im Tierschutz tummelt und als Tierschützer bezeichnet und als öffentliches Tierheim auch noch finanziell unterstützt wird...

    16.01.2011

    Wer meint Hundeopas wären langweilig und würden den ganzen Tag verschlafen, der kennt mich nicht - Hoovi der Kissenterminator, das ist aber nur eines meiner vielen, nicht immer mit Begeisterung aufgenommenen Talente. Ich lese auch sehr gerne, dabei helfen mir Aidin und Rolo, die auch sehr “belesen sind”. Manchmal kommt das garnicht gut, vor allem wenn es ein Buch erwischt, was Karin und Christian noch nicht gelesen haben.  Karin meint oft sie hätte einen Welpen im Haus, soviel Unsinn stelle ich an mit meinen 12 Jahren. Selber schuld - wozu hat sie mich denn aufgepäppelt?! Dann muss sie auch mit den Folgen leben, dass ich mit viel Elan und Begeisterung meine verpasste Kindheit nachhole...:))

            Das Schläfchen habe ich mir nach dem anstrengenden Kissenkampf aber wirklich verdient gehabt.

    15.01.2011

    Es gibt sie die Liebe auf den ersten Blick. Nicht nur bei uns Menschen sondern auch bei Hunden und jedes Mal wenn wir das hier erleben, ist es für uns eine ganz besondere Freude wenn zwei solche Hunde zueinander finden und ihr Leben dann gemeinsam verbringen dürfen. So war es jetzt bei Molly und ihrem neuen Kumpel Lenny, einem Rottweilermixrüden. Die beiden sahen sich, sausten aufeinander zu und fingen sofort an miteinander zu spielen. So soft, nachgiebig und freundlich hatten wir Molly im Umgang mit einem fremden Hund bisher noch nie erlebt. Gestern haben wir sie dann zu ihrer neuen Familie gebracht und Lenny grinste wie ein Honigkuchenpferd als “seine” Molly aus dem Auto stieg. Das sind schöne Momente, die uns für so manches entschädigen.

    Ein anderes Hunde-Liebespaar hat sich schon letztes Jahr im September hier gefunden - Elmo und Elsa, ich hatte euch im Tagebuch davon berichtet. Aber manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte - schaut selbst......

    13.01.2011

    Gestern haben wir das Doggenmädchen Freia aufgenommen. Sie wurde wegen Trennung abgegeben und fristete bis dahin ihr Leben mit 4 Personen in einer kleinen Wohnung mit 2 x 15 Minuten Auslauf täglich. Das ist ein ödes Leben für jeden Hund, für so ein großes Doggenmädchen eher unerträglich. Und so genoß sie es unglaublich rumtoben und rennen zu können und war die ganze Zeit mit den Hundekumpels am spielen. Heute mussten wir die arme Maus leider wieder zurückgeben, weil plötzlich ein vorher nicht existenter Kaufvertrag auftauchte und der Mann, dem vorher völlig egal war was mit dem Hund geschieht und der die Familie verlassen hatte, sie weiter verscherbeln will. Um das zu erreichen bezichtigte er seine Frau, die den Hund bezahlt hat, dies aber mangels Kaufvertrag nicht nachweisen konnte, bei der Polizei des Diebstahls. Ich könnte kotz....  und darf garnicht daran denken , wie der weitere Lebensweg von Freia aussehen wird. So gut muss es ihr vorher nicht gegangen sein, denn sie zeigte keinerlei Grundvertrauen in Menschen, taute aber hier bei uns schnell auf und begann erste Freude zu zeigen. Wir hätten ihr so gerne zu einem schönen Leben verholfen und sind sehr, sehr traurig, dass wir nichts für sie tun können. Wenigstens hatte sie 30 schöne Stunden....

    11.01.2011

    Die Vermittlungen lassen sich ganz gut an, schon vier unserer Nasen konnten zu ihren neuen Familien umziehen. Das tut gut und lässt hoffen, dass es ein besseres Jahr wird.

    Gestern haben sich Darius und Ayla in Selbstbedienung geübt und mal richtig satt gefressen. Eine Spenderin hatte uns an den Zaun des oberen Auslaufs einen Tüte gehängt, gefüllt mit zwei Beuteln kleiner Kaustangen und zwei Beuteln Hundekeksen die für frischen Atem sorgen sollen. Die beiden fanden es prima und futterten die dünnen Rinderhautstangen wie Salzstangen. Die Hundekekse sorgen vielleicht für frischen Atem, aber in der Menge genossen fand sich der gute Geruch heute in den Haufen leider nicht wieder...

    06.01.2011

    So jetzt wirds aber Zeit, das neue Jahr auch Tagebuchmäßig zu beginnen.

    Ich hoffe alle Hundenasen haben inzwischen den Sylvesterschock überwunden und dass keiner ein Knalltrauma davon getragen hat. Auch bei uns hat sich inzwischen alles wieder beruhigt, auch wenn es drei Tage gedauert hat bis so einige Sensibelchen wieder im Lot waren.

    Als schöne Überraschung zum Jahresende haben wir erfahren, dass unsere mit Sicherheit am weitesten weg wohnenden Tagebuchfans sich in Südschweden befinden! Es sind unsere ehemaligen Helfer Astrid und Andreas die samt klein Jona vorletztes Jahr dorthin ausgewandert sind. Hat mich wirklich riesig gefreut - seid herzlich gegrüßt ihr Drei!                                                                                             Und dann gabs noch ein schönes, nachträgliches Weihnachtsgeschenk - eine Patenschaft für Hundeopa Hoover von unserer lieben Helferin Sylvi. Jetzt schmeckt Hoovi die teure Nierendiät nochmal so gut....

    Nicht für alle fing das neue Jahr gut an. Die kleine Tiffy, die am 13.09.2009 bei uns das Licht der Welt erblickte, wurde am 3.1. zu uns zurück gebracht. Ein Jahr lebte sie glücklich mit ihrer Familie. Nun musste sie diese wegen gesundheitlicher Probleme ihrer Menschen verlassen. Zunächst war die kleine Maus ganz schön verunsichert. Da sie aber jetzt in einer netten Gruppe in dem gleichen Hundehaus lebt wo sie damals geboren wurde und die ersten vier Monate ihres Lebens verbrachte, erkannte sie gleich alles wieder und fühlte sich schon sicherer. Klar, ihre Familie fehlt ihr sehr, zumal sie vorher kaum allein sein musste, aber nach und nach lebt sie sich ein und wird etwas ruhiger.

    30.12.2010

    Der letzte Tagebucheintrag für dieses Jahr, Anlass und Gelegenheit zu einigen Gedanken zum fast vergangenen Jahr:

    Es war ein schweres Jahr in jeder Hinsicht, dass uns vielerlei Prüfungen auferlegte und uns alle Kraft abverlangte. Ein Jahr, das schöne Momente aber auch viele vor allem menschliche Enttäuschungen für uns parat hielt. Viele Hundeschicksale waren schwer zu verdauen, die Brutalität, Gleichgültigkeit, Gefühllosigkeit, Dummheit und Ignoranz von so manchem Zeitgenossen nicht minder.                          Aber wir haben auch viel Unterstützung erfahren, ob in Form unserer ehrenamtlichen Helfer, durch die Begegnung mit lieben, einfühlsamen Menschen die einem unserer Schützlinge ein schönes Zuhause gegeben haben, durch Menschen die uns mit Spenden oder auch moralisch unterstützt haben. Von diesen Augenblicken und Begegnungen zehren wir, schöpfen wir unsere Kraft und den Willen nicht nachzulassen in unserem Bemühen die Welt für unsere Hunde besser und lebenswerter zu machen.

         

    Es ist eine große Last zu wissen, dass man nie allen Hunden wird helfen können die Hilfe brauchen. Dass die Not unermesslich groß ist und die Hilfe, die wir leisten können begrenzt ist. Doch für uns wäre es verwerflich und undenkbar einen Kampf nicht zu führen, nur weil wir ihn nicht gewinnen können, denn jede einzelne, gerettete Seele zählt und für diesen einen Hund unter zig zehntausenden, denen wir nicht helfen können, macht es einen Unterschied.

    110 Millionen Euro werden Morgen um Mitternacht in die Luft geblasen. Ich habs nie verstanden und wenn ich daran denke, was man mit diesem vielen Geld alles Gutes tun könnte, kommt es mir noch sinnloser vor als so schon.                                                                                                                    Ich weiß, dass wir Exoten sind in einer Welt die so auf Oberflächlichkeit, eigenen Profit und Nutzen, auf höher, schneller, weiter ausgerichtet ist.  Aber wir möchten mit keinem tauschen. Unser Lohn hat nichts mit materiellen Dingen zu tun. Es sind ein paar glücklich strahlende Hundeaugen, eine scheue Nase die ihre Angst überwindet und wieder Vertrauen und Lebensfreude findet, ein verhungertes Bündel Hund, das sich erholt und wieder zu neuer Kraft und Stärke gelangt, ein Alterchen dem wir einfach noch eine schöne Zeit bereiten können. Es sind die ungeheuren, leider oft verkannten Fähigkeiten unserer Hunde, ihre Loyalität und Zuneigung, ihre Anpassungsfähigkeit und Toleranz, trotz der vielen Fehler die wir Menschen uns ihnen gegenüber leisten, die wir lieben und die uns faszinieren. Ihre klare Sprache, die leider viel zu wenige Menschen zu lesen verstehen oder sich auch nur im Ansatz die Mühe machen sie zu erlernen. Die dadurch zwangsläufig entstehenden Missverständnisse führen jedes Jahr für unzählige Hunde zum Verlust ihres Zuhauses und bedeuten für viele Endstation Tierheim.

         

    Im Juni nächsten Jahres hat der Tierschutz Wörrstadt-Hunde suchen ein Zuhause e.V. sein 10 jähriges Bestehen. Unglaublich viel hat sich in diesen Jahren getan und entwickelt, ist gewachsen und wir mit. Wir haben nur einen Wunsch: Helft und unterstützt uns weiterhin. Als Helfer, als Pate, als Pflegeplatz , als Spender, damit wir den Hunden helfen können, denn jeder von ihnen hat seine Chance auf ein glückliches Leben verdient und ist etwas ganz besonderes.

  • Wenn du den Tag ohne Kaffee beginnen kannst, ohne gereizt zu sein;
    Wenn du immer fröhlich bist und Wehwehchen und Schmerzen ignorieren kannst;
    Wenn du jeden Tag dasselbe essen kannst und dafür noch dankbar bist;
    Wenn du Verständnis hast, dass die Menschen, die du liebst, manchmal ohne Grund ihre Aggressionen an dir auslassen;

    Wenn du einen reichen Freund nicht besser als einen Armen behandelst;
    Wenn du der Welt ohne Lüge und ohne Täuschung gegenüberstehen kannst;
    Wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt;
    Wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben;
    Dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund. ( Verfasser unbekannt)
  • In diesem Sinne wünschen wir euch allen und euren Hunden ein gesundes, glückliches, erfülltes und zufriedenes neues Jahr, das für uns mit der Hoffnung verknüpft ist, dass hoffentlich viele unserer Schützlinge ein neues, gutes Zuhause bei einfühlsamen Hundemenschen finden.

    Karin+Christian+Ghandi+Humano+Hoover+Pete+Rolo+Lucy+Aidin+Sumo+Nelly+Zappo+Mick y+Rosie+Nessie+Yoshi+Feli+Mia+Snert+Fritzi+Tonga+Ken+Quincy+Artus+Curly+Chilly+Jeann e+Maris+Lou+Mercy+Belgo+Chainy+Becky+Sascha+Han+Reni+Pina+Juno+Suki+Stefka+Olga+ Tess+Diddl+Ivy+Filippo+Duna+Marlon+Aida+Sally+Sting+Molly+Sharif+Darius+Ayla+Ron+Ca thay+Rika+Sina+Elfie+Figo+Gerti+Troll+Danny+Canela+Afra+Trudi

        

    26.12.2010

    Chainy hatte einfach zuviel Schnee und Eis gefressen. Inzwischen macht er wieder Luftsprünge  vor Freude wenn man mit seinem Futter kommt. Zu Freudensprüngen haben wir ansonsten leider keinen Anlass, denn Christian hat seit anderthalb Wochen wieder einen neuerlichen, schweren Borrelioseschub, der ihn sehr schwächt. Zum Glück waren Christine und Claudia trotz der Feiertage zum helfen da, dafür vielen Dank euch beiden.  

    25.12.2010

    Auch wenn wir nicht die Weihnachtsfreaks sind wollten wir gestern Abend doch etwas früher füttern um auch mal etwas früher zum essen zu kommen. Aber daraus wurde nichts denn Chainy gings richtig schlecht. Er wollte nicht aufstehen, der Kreislauf war ganz unten und fressen wollte er auch nicht, was bei einem derart verfressenen Hund wie Chainy heißt, es ging ihm wirklich mies. Das ist  auch das Problem - für Chainy ist fast alles essbar und so kommt es schon mal vor, dass er sich den Magen verrenkt. Wir haben ihn dann behandelt und heute Morgen gings dann auch schon etwas besser. Zu unserem Weihnachtsessen, das dann nicht mehr ganz so gut aussah, kamen wir dann doch schon um 21.30...

    Heute Nacht meinte dann jemand uns für anderthalb Stunden mit Anrufen auf dem Festnetz und Christians Handy terrorisieren zu müssen. Ist ja wohl auch eine Unverschämtheit von uns, dass wir auf eine um 23.57 erhaltene mail in der dieser Jemand sein Interesse für Tonga bekundet, weil seine Tochter eben diese als Weihnachtsgeschenk haben will nicht sofort antworten. Also werden wir und auch unsere Helferin Christine von einem offensichtlich angetrunkenen Mann mit Anrufen bis 01.30 bombardiert. Stille Nacht, heilige Nacht....

    Heute Morgen dann hing Hundeopa Hoover total in den Seilen, aber heute Abend gings schon wieder nach der Behandlung und einem durchgeschlafenen Tag. So ist das halt mit den alten Knöpfen, da ist nicht jeder Tag wie der andere. Unsere Helfer Yvonne und Roland hinderte der Schnee am kommen - der Preis der weißen Weihnachten die alle haben wollten. Also so wirklich besinnlich ist das alles bisher nicht. Schaun wir mal, obs Morgen was damit wird.

    24.12.2010

    Als die Manu heute zum helfen kam hatte sie eine Weihnachtsüberraschung für unsere Nasen mit: eine riesen Schüssel mit gekochten Hühnerherzen. Mich als Vegetarierin kann das zwar nicht begeistern aber die Hunde lieben es nun mal. Und so bekommt heute jeder 5 Hühnerherzen in seinen Napf dazu plus einem besonderen Leckkerchen - einen Honigteddy. Die Hunde werden es inhalieren und kaum registrieren, aber uns Menschen macht es einfach Spaß den Nasen eine Freude zu machen.

    23.12.2010

  • Weihnachtsgrüße von Trudi? Am 23. Dezember? Ja ist denn heut schon Weihnachten?
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  • Für mich schon! Denn heute vor einem halben Jahr wurde ich alt, krank und verwahrlost ausgesetzt und keiner, der mich damals so gesehen hat, hätte geglaubt, dass ich diesen Tag noch erleben würde.
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  • Aber seit dem 23. Juni hat sich das Blatt für mich gewendet und es hat sich einiges zum Positiven verändert - wenn das kein Grund zum Feiern ist.
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  • Deshalb habe ich mein Weihnachtsgeschenk schon heute bekommen: meinen eigenen Kong. Ist ja auch viel besser als die angesabberten und geköpften Dinger von Nubita (die sich für "Queen Kong" hält *pah*). Außerdem sind die schwarzen Teile für mich viel zu hart. Auch wenn es nur natriumarmes Spezialfutter aus dem Kong für mich gibt, schmeckt es daraus gleich viel besser. Und Spaß macht es auch noch, wie man hoffentlich auf den Fotos sehen kann.
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  • Auf dem nächsten Foto seht ihr mich auf meiner eigenen Trudi-Treppe. Jetzt kann ich endlich so oft ich möchte und ohne zweibeinige Hilfe das Sofa erklimmen. Den Bogen hatte ich ruck zuck raus.
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  • Apropos ruck zuck: Ihr müsst euch unbedingt noch das Foto anschauen, auf dem ich das Dog Brick von Nina Ottoson "knacke". Auf Anhieb habe ich mit meinen kleinen Pfötchen zwei Fächer aufgeschoben und die Leckerlies ergattert.
  • Selbst meinen Grundgehorsam musste ich nochmal umstellen, weil die Christine ja nach "animal learn" arbeitet, aber auch das fiel mir leicht. Und wenn ich dann was richtig gut gemacht habe, werde ich ganz viel gelobt und meine trüben Knopfäuglein strahlen richtig vor Stolz. Manchmal klappt es mit dem Gehorsam nicht ganz auf Anhieb, aber nur weil ich altersbedingt nicht mehr soooo gut höre. Aber wenn Christine dann "Truhudeli, schau mal her" flötet, komme ich angeflitzt. (Martin kann mittlerweile fast genauso hochtönig flöten *grins*)
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  • Rolle machen und Pfötchen geben kann ich obendrein auch noch. Bin ich nicht die Super-Trudi?
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  • Ich hätte euch gerne noch ein Foto von mir als "Schneepflug" geschickt. Aber weißer Hund auf weißem Grund macht nicht soviel her. Schade, dann könnt ihr gar nicht sehen, wie viel Spaß ich draußen habe.
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  • Wie ihr seht, gehöre ich noch lange nicht zum "alten Eisen", sondern lerne auch mit meinen 12 bis 14 Jahren (eine Dame redet nicht über ihr genaues Alter) ständig noch dazu. Und weil mir das so gut gefällt, habe ich beschlossen noch eine Zeit lang hier zu bleiben. Ich möchte doch noch unbedingt wissen, was ich zum Jahrestag bekomme und nächstes Weihnachten!
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  • Ich wünsche allen im Hundeheim, allen Tagebuchlesern und besonders meinen Paten Kerstin und Mike (auch wenn wir uns bisher noch nicht persönlich kennen gelernt haben) und allen Hunden überall ein so schönes Weihnachten wie ich es heute schon hatte.
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  • Bis bald, eure Trudi
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  • PS: Ganz liebe Grüße von meinen Hundekumpels Milli, Nubita, Chun und Mango soll ich noch ausrichten.
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  • 22.12.2010

    In zwei Tagen ist also mal wieder Weihnachten. Die meisten von euch werden wahrscheinlich mit mehr oder weniger passenden Geschenken, Besuchen der Verwandschaft und reichlich bis zu vielem Essen zu kämpfen haben oder sich auch einfach darüber freuen. Vielleicht fahrt ihr ein paar Tage weg oder habt einen ersehnten Urlaub vor euch. Wie auch immer wir wünschen euch von Herzen, dass die Weihnachtstage mit möglichst wenig Stress und viel Harmonie und Freude verbunden sind.

    Bei uns wird von all dem nichts weiter zu spüren sein, denn die Hunde kennen keine Feiertage und so werden es für uns Tage wie die anderen 362 Tage im Jahr werden mit viel Arbeit und einer ausgeprägten Müdigkeit am Abend. Unsere Gedanken kreisen um all die armen, zumeist sehr jungen Hundeseelen die sich an Weihnachten als Geschenk unterm Weihnachtsbaum wiederfinden mit all dem Stress der damit verbunden ist. Gedanken daran wieviele von ihnen in kurzer Zeit wieder rausgeworfen werden, weil der Beschenkte gar keinen Hund wollte oder schon garnicht so einen, weil das neue Spielzeug schon seinen Reiz verloren hat, weil es mit seinen Welpenzähnchen das Kind “gebissen” hat, weil es sich auf dem Teppich erleichtert hat oder halt einfach doch alles nicht so toll ist wie man gedacht hat.                                                                                                                      Das sind keine schönen Gedanken, aber die Erfahrung und die vielen Anrufe die wir täglich erhalten zeigen, dass es viel zu viele Unbelehrbare gibt, die nach wie vor ein Tier für ein geeignetes (Überraschungs-)Geschenk halten. Für unzählige dieser Geschenke wird das Fest der Liebe dann jäh in einem der eh überfüllten Tierheime enden um dann hoffentlich im zweiten Anlauf ein passendes Zuhause zu finden.                                                                                                                                     Also - macht das Beste aus diesen freien Tagen, wir versuchen es auch......

    20.12.2010

    Wie man sieht sind Nixes und O`Connors Weihnachtswünsche in Erfüllung gegangen. Sie haben ein wunderschönes Zuhause bei lieben Menschen gefunden. Wir alle haben ihnen das so sehr gewünscht und hoffen, dass noch dem ein oder anderen unserer Schützlinge vor Ablauf des Jahres das gleiche Glück wiederfährt.

    19.12.2010

    Nach vier Tagen ist Nessie endlich auf dem Wege der Besserung. Sie frisst wieder und was das Wichtigste ist, sie behält das Futter endlich wieder bei sich und erbricht sich nicht mehr. Seit die Behandlung jetzt Erfolg zeigt, ist ganz deutlich zu merken, dass sie plötzlich wieder zu hören scheint. Sie reagiert wenn man sie anspricht.  Leute es geht dem neuen Jahr entgegen, ich glaube es geht aufwärts....

    17.12.2010

    Zum Ende dieses sehr durchwachsenen Jahres haben wir nochmal richtig Glück gehabt. Ich hatte euch ja erzählt, dass der Landtagsabgeordnete Herr Sippel Anfang Oktober am Welttierschutztag bei uns zu Besuch war. Er brachte uns einen Antrag mit, mit dem wir beim Ministerium für Landwirtschaft, Forsten und Verbraucherschutz in Mainz eine finanzielle Unterstützung beantragen konnten. Diese wurde bewilligt und zwar noch für dieses Jahr, da noch Geld im Topf war. Das war eine unglaublich freudige Nachricht, denn diese 3500 € verschaffen uns ein wenig Luft und lässt uns etwas gelassener in die Zulunft schauen.

    16.12.2010

    Vorgestern hat unser schwerhöriges Hundemädchen Nessie einen leichten Schlaganfall gehabt. Korrekt heißt das Vestibulär Syndrom und bezeichnet eine Durchblutungsstörung im Gleichgewichtsorgan des Innenohres. Durch den hervorgerufenen Schwindel ist ihr fürchterlich übel und sie mag garnichts fressen. Und wenn wir sie überreden können ein bisschen zu essen kommt es ziemlich postwendend wieder raus. So ghet es jetzt schon den dritten Tag. Sie torkelt durch die Gegend und hält den Kopf ganz schief, was aber inzwischen schon etwas besser geworden ist. Zum Glück sind die Kumpels in ihrer Gruppe lieb mit ihr. Sie wird jetzt  behandelt und wir hoffen, dass es ihr bald wieder besser geht, aber ich wäre so froh und erleichtert, wenn sich für die ältere Maus eine liebe Pflegestelle finden würde, wo sie mehr Ansprache hätte als es bei uns mit so vielen Hunden möglich ist und wo sie  mehr am Leben teilhaben könnte. Ich wünsche ihr das so sehr, denn sie hat so vieles ihr Leben lang entbehren müssen.

    14.12.2010

    Wir freuen uns über jede Patenschaft, aber über diese ganz besonders: Die Klasse 7c der IGS  hat eine Patenschaft für unseren Hundeopa Humano übernommen. Die Entscheidung für ihn traf die Klasse gemeinsam mit ihrer Lehrerin aufgrund meines Berichts über ihn. Vielen, vielen Dank dafür. Das ist wie ein Licht am Ende des Tunnels, denn nur wenn schon die Kinder lernen Tieren mit Liebe, Achtung und Respekt zu begegnen, werden sie es auch als Erwachsene tun. Die Schule hat hier eine sehr wichtige Funktion und auch Einfluss, denn Zuhause haben die Kinder oft nicht die besten Vorbilder. Immer mehr Schulen richten Tierschutz AGs ein, mit einigen von ihnen hier in der Nähe kooperieren wir und leisten unseren Beitrag, Verständnis für hundliches Verhalten und den richtigen Umgang mit Vierbeinern den Kindern und deren Eltern nahe zu bringen.

    13.12.2010

    Anstrengende Tage liegen hinter uns. Die Organisation der beiden gleichzeitig stattfindenden Weihnachtsmärkte vom Wochenende mit der ganzen dazu gehörigen Logistik war viel Arbeit und hat viel Zeit in Anspruch genommen, so dass ich das Tagebuch vernachlässigen musste. Nur Dank unserer vielen treuen Helfer war es möglich beide Stände zu besetzen, den Auf- und Abbau spät Abends zu bewältigen und ganz wichtig, natürlich auch die Betreuung unserer Hunde im Hundeheim zu gewährleisten. Aber die Arbeit hat sich gelohnt und unsere Stände in Wöllstein und vor allem in Nieder-Olm waren gut besucht und vieles aus unserem großen Angebot an Spielzeug, Lekkerchen und Zubehör hat den Besitzer gewechselt. Also hier in der Gegend werden viele Hundenasen zu Weihnachten so manche Überraschung unterm Weihnachtsbaum finden.

    Auch die Spendenbereitschaft war groß. Ganz besonders schön fand ich die Spende von Chumbas/Chibas Herrchen. Er gab uns den Betrag, den 60 Schweineohren kosten. Für jeden unserer Schützlinge eines. Da das wegen der Gruppenhaltung nicht geht ist es ein symbolisches Schweineohr für jeden. Aber auf jeden Fall bekommt jede unserer Hundenasen an Weihnachten etwas ganz besonderes in den Napf, halt etwas Kleineres worum es keinen Ärger geben kann.

    03.12.2010

    Vielleicht ist euch schon mal aufgefallen, dass unsere Hunde auf den Bildern oft mit Brustgeschirren zu sehen sind. Diejenigen die von uns einen Hund adoptiert haben, haben diesbezüglich eine eingehende Beratung erhalten und wissen, warum es uns wichtig es ist, dass unsere Hunde im Brustgeschirr geführt werden. Das ist keine Frage der Optik sondern der Gesundheit und Fürsorge unserer Vierbeiner.

    Hier nun ein wirklich guter Artikel zur Frage “Halsband oder Brustgeschirr” von Clarissa v. Reinhardt. Wer nach diesem Artikel seinen Hund immer noch am Halsband führt, der war mit Sicherheit zu feige den Test am eigenen Leib durchzuführen..... Ist doch nur fair wenn man als Mensch wenigstens weiß wie es sich anfühlt und wie weh es tut was man seinem Hund da zumutet...... Eure Hunde werden es euch danken, wenn ihr den Artikel lest und euch mal ein paar Gedanken darüber macht, dass es Sinn macht auf ein Brustgeschirr umzusteigen. Wir beraten euch gerne und haben gute Brustgeschirre in allen Größen vorrätig.

    01.12.2010

    Inzwischen ist es so kalt geworden, dass Marlon nun 2 Mäntel anhat und auch Artus wurde heute warm eingekleidet.

    Der Futterverbrauch steigt im Moment ziemlich an, da die Hundenasen mit der Kälte mehr zum verbrennen brauchen und gut genährt kommen sie mit den niedrigen Temperaturen einfach besser zurecht. Sind halt leider keine Couchpotatoes die in einer gemütlich geheizten Wohnung leben. Normalerweise sind all unsere Hunde rank und schlank, aber im Winter mit dem eisigen Wetter darfs auch mal ein Kilo mehr auf den Rippen sein. Aber auch für uns ist es nicht gerade ein Zuckerschlecken fast den ganzen Tag bei dieser Kälte draußen zu sein, wohl dem der nicht verfroren ist...

    Für euch ein paar winterliche Impressionen von heute:

       

    30.11.2010

    Stefka und Olga werden immer mutiger und so haben wir heute einen richtig schönen Schneespaziergang unternommen. Das Überqueren der Strasse macht den beiden im Moment noch Probleme aber auch damit werden sie mit der Zeit sicherer werden. Zum Abschluss haben die beiden noch den netten Sting kennengelernt und sind zusammen über die Wiese getobt.

    29.11.2010

    Der gestrige Weihnachtsmarkt in Wörrstadt war ein voller Erfolg. Da Wörrstadt für uns ein “Heimspiel” ist, haben wir hier immer  viel “Stammkundschaft”. Ganz besonders gefreut haben wir uns über die Besuche unserer ehemaligen Schützlinge Mali, Elmo und Elsa, Chumba, Lennox, und einigen mehr mit ihren Familien.  Es ist immer schön, wenn wir unsere Nasen mal wieder sehen und sie uns, selbst wenn sie schon länger vermittelt sind immer noch begeistert begrüßen und uns einen feuchten Hundekuss auf die Wange drücken. Unser diesjähriger Kalender fand reißenden Absatz und wir sind guter Hoffnung, dass die kommenden Weihnachtsmärkte in Wöllstein und Nieder-Olm eine genauso gute Resonanz haben werden.

    25.11.2010

    Es wird von Tag zu Tag kälter und wir arbeiten auf Hochtouren um alles winterfest zu machen, zusätzlich zu isolieren und jede Menge zusätzliche Infrarot-Wärmelampen zu installieren. Unser Stromzähler macht wieder “Überstunden”.  Da wir eine Vielzahl von Hunden bei lieben Menschen mit Pferden haben, ist auch der Nachschub an Stroh für die Hundehütten immer gesichert. Am meisten friert der arme Marlon, der jetzt am liebsten in seinem Korb unter der Wärmelampe liegt. Cathay die ein ebenso dünnes Fell und kein Unterfell hat dagegen ist putzmunter und trotzt auch ohne Mantel der Kälte. Nicht dass sie keinen haben könnte. Sie will es nicht! Aber Pullover mag sie, ist wahrscheinlich für ein eitles Hundemädchen eher angesagt diesen Winter. Petra strickt ihr gerade einen ganz besonders schönen. Beweisfotos folgen in Kürze.

    22.11.2010

    Nach anderthalb Jahren kam heute unser Snoopy aus der Vermittlung zurück. Nein Snoopy hat keine Probleme gemacht, er wurde “um des lieben Familienfriedens Willen” zurückgegeben, weil es jeden Tag Streit gab, weil keiner mehr Lust hatte mit ihm spazieren zu gehen. Dafür müssten wir doch Verständnis haben. Haben wir nicht, ehrlich gesagt. Das kleine dreijährige Mädchen der Familie wird sich sicher fragen, wo ihr lieber Hundekumpel auf einmal hin ist. Wahrscheinlich hat man uns deshalb gebeten, ihn nicht wieder in den gleichen Ort zu vermitteln, damit man nicht Gefahr läuft dem Kind plötzlich die Wahrheit sagen zu müssen. Wie so oft haben auch die Eltern in diesem Fall die Rechnung ohne ihre Kinder gemacht. So sehr die Jugendlichen auch beteuern, sich natürlich mit um den Hund zu kümmern, meist ist diese Lust früher oder später verflogen und sie gehen ihren eigenen Interessen nach. Das sollten Eltern nie vergessen - es ist immer ihr Hund und die Kinder können mitmachen solange sie das möchten aber es darf nie Grundvorraussetzung sein, dass die Kinder sich beteiligen.

    Und der arme Snoopy versteht die Welt nicht mehr. Er ist sehr traurig und weiß überhaupt nicht was los ist, warum er im Stich gelassen wurde. Sein Hundekumpel Sting gibt sich alle Mühe ihn aufzuheitern und es gelingt ihm immer öfter Snoopy zum Spiel zu animieren. Wir hoffen, dass der liebe Kerl bald wieder ein Zuhause findet, dieses Mal für den Rest seines Hundelebens.

    20.11.2010

    Wie die meisten von euch ja wissen, bekam Nixe wegen ihrer Hüfte im August Goldimplantate gesetzt , die ihr, wie auch schon allen anderen Hunden, die wir vorher mit dieser Methode behandeln ließen wunderbar geholfen haben. Diese Goldimplantate verhindern dauerhaft das Schmerzen auftreten und das ist das Wichtigste überhaupt. Denn ohne Schmerzen bleibt die Bewegungsfreude erhalten und damit auch eine stabile, kräftige Muskulatur.

    Nachdem Christian nun bereits 15 Jahren mit schlimmen Rückenschmerzen lebt, mit immer wieder kehrenden Zeiten völliger Bewegungsunfähigkeit, einer endlosen und erfolglosen Odyssee zu Ärzten, Orthopäden, Physiotherapeuten, Schmerzkliniken und Osteopaten, kam uns die Idee, dass diese Methode auch ihm helfen könnte. Doch in Deutschland ist die Anwendung beim Menschen völlig unbekannt, warum ist uns ein Rätsel, da es bei Tieren seit über 20 Jahren erfolgreich angewandt wird.

    In der Tierklinik Dr. Horch in Schweinfurt, wo Nixe behandelt wurde, bekamen wir den Tip, dass es in Dänemark Ärzte gibt, die diese Behandlung auch bei Menschen durchführen. So nahmen wir mit Dr. Kjerkegaard einem Orthopäden und Akkupunkteur, der bereits 10 000 Patienten erfolgreich mit Goldakkupunktur behandelt hat, Kontakt auf. Er zeigte sich zuversichtlich Christian helfen zu können und so fuhr er letzte Woche zur Behandlung nach Dänemark.

    Das eigentliche Setzen der Golddrahtstücke erfolgt durch eine schmale Kanüle, nachdem der jeweilige Bereich lediglich lokal betäubt wurde. Insgesamt bekam Christian 12 x 3 Stücke Golddraht gesetzt. Kleiner Eingriff - große Wirkung. Bereits zwei Tage danach war Christian schmerzfrei und hat nun nach so vielen Jahren endloser Schmerzen endlich wieder ein neues Lebensgefühl. Die Behandlung kostete soviel wie  bei Nixe und hatte den gleichen wunderbaren Effekt. Wir können nur sagen, zur Nachahmung empfohlen!!! Wen es interessiert hier der Link: www.gold-implant-clinic.com                     Von einer Tierschutzkollegin habe ich erfahren, dass Dr. Roisin aus Berlin ebenfalls berechtigt ist, diese Behandlung bei Menschen durchzuführen. Im Bereich der Goldakkupunktur bei Tieren gehört er zu den führenden Spezialisten in Deutschland.

    15.11.2010

    Unsere liebe Helferin Rene hat auch dieses Jahr wieder ihr Bestes gegeben und einen wirklich schönen Kalender gestaltet. Der Kalender wird ab Ende November für 8 € ( ggfls. plus 1,45 € Versandkosten) erhältlich sein und eignet sich auch prima als nettes Weihnachtsgeschenk.  Wir werden ihn an unseren Ständen auf den Weihnachtsmärkten in Wörrstadt am 28.11.2010, sowie in Wöllstein und Nieder-Olm jeweils 11.-12.12.2010 anbieten. Er kann aber auch per mail bestellt werden und wird euch dann zugeschickt.  Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

    14.11.2010

    Herbstzeit ist Pflanzzeit - auch bei uns. Die Eltern unseres Hundemädchens Emma haben eine Baumschule. Und als Dankeschön für uns, weil Emma so eine Zuckerschnute ist, haben sie uns einen ganzen großen Hänger voll mit Pflanzen spendiert, die Martin und Phillip heute am Rand der neuen Trainingswiese eingegraben haben.

    13.11.2010

    Vor zwei Wochen konnte ich euch die freudige Mitteilung machen, dass Biddy in ihr neues Zuhause umgezogen ist. Andrea und Thierry sind total begeistert von der lieben, sanften Maus. Heute nun kam bei uns eine Gefährtin von Biddy an, die Zuckerschnute Reina, die ebenfalls zu den vor drei Jahren bei dem Jäger beschlagnahmten Hunden gehörte und das gleiche Martyrium wie Biddy hinter sich hat. Reina ist 5 Jahre jung und lange nicht so schüchtern wie Biddy es war. Sie versteht sich wunderbar mit anderen Hunden und auch Katzen und hat mit ihrer ruhigen Art und den schönen bernsteinfarbenen Augen einen ganz besonderen Charme, dem auch Andrea sofort erlegen ist. Mal sehen, ob der Trend zum Zweithund auch hier zuschlägt..;-))

     

    12.11.2010

    Angeregt über die Berichte im Tagebuch zu den Patenschaften für unsere Vierbeiner hat sich Irmtrud, die Mama von Terry und Dayo ( weiter unten findet ihr ihren wunderschönen Reisebericht) entschlossen Patentante von Suki zu werden. Das freut uns riesig, denn auch Suki ist nun schon seit 2 1/2 Jahren bei uns und hat sehr wenig Aussichten ein Zuhause zu finden. Suki war ausgesetzt worden und es dauerte drei Wochen, bis die total scheue Hündin mit Hilfe einer anderen Hundebesitzerin aus Wallertheim eingefangen werden konnte. Auch heute noch, nach dieser langen Zeit bestimmt die Angst Sukis Leben. Am zutraulichsten ist sie, wenn sie merkt es geht spazieren, dann drängelt sie sich förmlich nach vorne damit wir ihr das ausbruchssichere Geschirr anziehen können. Suki liebt und braucht andere Hunde und wird auf jeden Fall irgendwann wenn bei uns in der Haustruppe wieder ein Platz frei ist, bei uns einziehen. Und ich bin sicher, dass sie, wenn sie erstmal in einer häuslichen Umgebung und mehr mit Menschen zusammen ist, zu den gleichen Fortschritten fähig ist, wie der ehemals völlig scheue Aidin, den ich vor einiger Zeit im Tagebuch vorgestellt habe und der seit knapp drei Jahren mit uns lebt. 

    10.11.2010

    Vor etwas über drei Wochen ist unsere Annie bei Elisabeth und ihrer Familie eingezogen. Das ehemals so scheue Hundemädchen hat in dieser kurzen Zeit eine unglaubliche Entwicklung und riesen Fortschritte gemacht. Hätte uns jemand gesagt, dass Annie bereits nach einer Woche wie selbstverständlich ins Auto springt, dass sie die Spaziergänge vor allem auch in belebter Gegend und im Dunkeln ganz souverän meistert, dann hätten wir es nicht für möglich gehalten. Im Vergleich zu ihrem bisherigen Leben, zu den sechs Jahren, dass sie vom Welpen an im Tierheim verbrachte sind das Quantensprünge und wie schon so oft der Beweis, welches Potential scheue, ängstliche Hunde bei liebevoller Behandlung mit Hundeverstand haben. Und hier die ersten Bilder aus Annies neuem Leben:

                

    07.11.2010

    Es ist unglaublich toll: 17 unserer Gnadenbrothunde und Langzeitkandidaten haben inzwischen Paten gefunden. Allen ein ganz, ganz herzliches Dankeschön, denn die finanzielle Unterstützung durch die Patenschaften ist eine große Entlastung. Viele der Gnadenbrothunde benötigen täglich ihre Medikamente wie z.B.  Insulin und die dazugehörigen Spritzen, spezielle Diätfutter wie Diabetes- oder Nierenschonkost, Schmerzmittel für unsere Krebspatienten, Tabletten wegen Inkontinenz, Herz- und Schilddrüsenmedikamente, eine Vielzahl homöopathischer Mittel zur Unterstützung des Bewegungsapparates und von Herz, Leber, Niere, für die homöopathische Krebsbehandlung,  usw. Das geht bei so vielen bedürftigen Hundern jeden Monat ganz schön ins Geld und mit Hilfe der Patenschaften können wir so unser knappes Budget etwas entlasten.                                                        Wer Interesse an einer Patenschaft hat, der möge uns bitte ansprechen, wir haben noch eine ganze Reihe liebe Vierbeiner, die sich über eine Unterstützung und einen Paten/-in freuen würden.

    Z.B unser lieber Humano, ein inzwischen knapp vierzehnjähriger Labradormixrüde, der mit acht Jahren als Gandenbrothund in unsere Familie aufgenommen wurde.

     

    Er war ausgesetzt worden, lebte in einem anderen Tierheim und war dabei sich aufzugeben. Als ich Humano kennnelernte beschloß ich sofort, ihn zu uns zu nehmen. Er war sehr krank, teilweise Tierärztlich falsch behandelt worden, was alles noch verschlimmerte und seine Schilddrüsenunterfunktion war garnicht erkannt worden. Ich behandelte ihn und sein Zustand besserte sich zusehends. Der Tierarzt der ihn vorher behandelt hatte war sprachlos als er ihn nach einigen Monaten wieder sah. Auch seine Psyche erholte sich und Humano, der einer der liebsten Hunde ist, die wir je kennengelernt haben, entwickelte große Lebensfreude. Das ist er heute, er sieht jetzt viel jünger aus als auf den Bildern oben, obwohl er nun ein richtig alter Herr ist.

     

    Mit großer Freude begleitet er uns auf den täglich Spaziergängen. Humano wird seit sechs Jahren wegen Leishmaniose mit Allopurinol behandelt und es geht ihm nach wie vor prima. Er bekommt seine Herz- und Schilddrüsenmedikamente und wie man sieht, sieht man ihm sein Alter nicht an. Wir hoffen, dass er noch lange bei uns sein wird!!!

    05.11.2010

    Es gibt Tage die sind einfach anders weil etwas besonders schönes passiert und so ein Tag war heute, denn Olga und Stefka haben ihren ersten Spaziergang unternommen. Mitte Februar kamen die beiden ungleichen Schwestern zu uns. Völlig verschreckt und mit großer Angst vor Menschen. Sie kannten rein garnichts und waren nur auf der Flucht.                                                                                              Es stellte sich schnell heraus, dass Olga die Mutigere ist. Die ganzen Monate seit ihrer Ankunft haben wir nun daran gearbeitet, dass sie Vertrauen zu uns entwickeln. Sie wurden an das Tragen eines ausbruchssicheren Brustgeschirrs gewöhnt und lernten, dass es nicht gefährlich ist, wenn man eine Schleppleine hinter sich herzieht. Das alles ging in ganz kleinen Schritten und alles Neue musste dann wieder und wieder wiederholt werden, bis sich die beiden damit sicher fühlten. Und heute war es dann so weit, dass wir den ersten Ausflug wagen konnten.

    Bei Olga siegte rasch die Neugier, während Stefka zwischendrin doch immer wieder der Mut verließ. Als wir letztlich im großen Freilauf angekommen waren und sie sich dort frei bewegen konnten war eine unglaublich große Freude und auch Stolz auf das Erreichte auf ihren Gesichtern zu lesen. Die ernste Stefka lachte plötzlich. Beide sausten zusammen mit Suki und Juno mit denen sie in einer Gruppe sind, freudig über die große Wiese und bewegten sich viel selbstbewusster als wir es zu hoffen gewagt hätten. Das sind die schönen Augenblicke unserer Arbeit mit den Hunden, verbunden mit der Hoffnung, dass auch diese beiden Hundemädchen mal ein richtiges Zuhause finden. Wir werden alles dafür tun, sie darauf so gut wie möglich vorzubereiten.

      

    30.10.2010

    Nachdem Annie jetzt seit knapp zwei Wochen in ihrem neuen Zuhause ist und in der kurzen Zeit ganz unglaubliche Fortschritte gemacht hat, ist gestern auch ihre Gefährtin Biddy zu ihren neuen Menschen, unseren lieben Helfern Andrea und Thierry umgezogen.

    Ähnlich wie Annie hat Biddy harte Jahre hinter sich. Drei davon lebte sie unter fürchterlichen Bedingungen bei einem Jäger zusammengepfercht mit 20 anderen Hunden in einem dunklen Verlies, das die Hunde nur hin und wieder wenn sie zum jagen benutzt wurden verlassen durften. Schläge und Misshandlungen waren an der Tagesordnung und Biddy bekam die Ohren abgeschnitten.

     

    Biddy und die anderen Hunde wurden 2007 befreit und beschlagnahmt. Doch der Jäger klagte auf Herausgabe seines Eigentums und dieser Rechtsstreit dauerte weitere drei Jahre, die Biddy in einem anderen Tierheim in einem Zwinger verbrachte. Im Dezember 2009 kam sie dann zu uns.  Scheu und ängstlich, nichts Gutes von den Menschen erwartend und immer bereit zu flüchten.

    Doch nach und nach fand sie Gefallen an den Streicheleinheiten und wurde immer etwas mutiger. Und nun endlich nach sieben verlorenen Jahren hat sie endlich ihr erstes richtiges Zuhause. Das sind für uns die Momente wo wir noch intensiver als sonst spüren, wofür wir die ganze viele Arbeit tag ein tag aus leisten - diese ganz besonderen Momente der Freude sind unsere Belohnung, die uns die Kraft geben nicht nach zu lassen und weiter zu machen.  Biddy ist mit vielem im neuen Zuhause noch vorsichtig aber sie genießt es und muss von der Katze des Hauses getrennt gefüttert werden - weil diese ihr sonst den Napf wegnimmt und ihr Futter wegfrisst... Andrea und Thierry haben uns versprochen bald ein paar Bilder zu schicken. Wir freuen uns schon sehr drauf!!!

     

    Biddy ist das große, weiße Hühnchen, wie ich sie immer genannt habe, die sich hinter Marly versteckt.

    25.10.2010

    Gestern waren wir wieder mit unserem Stand auf dem Katahrinenmarkt in Oppenheim vertreten. Wir sind gerne dort, es ist ein besonders schöner Markt mit einer guten Atmosphäre und netten Menschen. Das Wetter spielte zum Glück mit und lockte viele Leute auf den Markt. Auch unser Stand war gut besucht und wir konnten uns über zahlreiche Spenden freuen. Neben einer großen Auswahl an Spielzeug und Hundelekkereien haben wir zum ersten Mal auch schöne, kuschelige Hundebetten angeboten. Insgesamt war es Dank vieler helfender Hände unserer Mitglieder ein erfolgreicher Tag.

     

    19.10.2010

    In dieser Nacht ist das Unfassbare geschehen - der Tierarzt und Leiter der Tierklinik Hach in Frankfurt, Dr. Volker Hach wurde heute Nacht von seinem Stiefsohn mit einem Baseballschläger im Bett erschlagen. Der mutmaßliche Täter soll psychisch krank sein.

    Was ein unglaublicher Verlust. Dr. Hach war nicht nur ein sehr guter Chirurg, er war viel mehr. Er war ein echter Freund der Tiere in Not und auch der Menschen. Vielen unserer Vierbeiner hat er geholfen, war immer mit Rat und Tat zur Stelle, immer freundlich, kompetent und hilfsbereit.

    Es ist zu schrecklich - mir fehlen die Worte.  Leben sie wohl.....

    18.10.2010

    War gestern ein besonders guter Tag, so war der heutige besonders schlecht - Christian hat sich das Kreuzbein ausgerenkt und ist komplett außer Gefecht. Das Kreuzbein wurde zwar wieder eingerenkt, aber es wird eine ganze Weile dauern, bis er sich wieder ohne Schmerzen einigermaßen wird bewegen können. Es ist einfach nicht sein Jahr. Wollen wir hoffen, dass das nächste besser wird.

    17.10.2010

    Heute war ein ganz besonderer Tag, denn unsere Annie ist in ihr neues Zuhause umgezogen. Annies Start ins Leben vor fast sechs Jahren war denkbar schlecht. Nur wenige Wochen alt, wurde sie zusammen mit ihren Geschwistern in einem Pappkarton for einem Tierheim ausgesetzt.  Die  Kleinen mussten schon Schlimmes erlebt haben, denn beim Anblick von Menschen begannen sie panisch zu schreien und unter sich zu machen. Einige der Welpen erholten sich besser, andere schienen die schlimmen Erlebnisse nicht zu verwinden. So saß Annie 4 Jahre in einem kleinen Zwinger und das Leben und all die Erfahrungen die ein junger Hund in dieser Zeit seines Lebens macht gingen an ihr vorrüber und sie hatte keine Cance viel zu erleben und daurch zu lernen. Irgendwann war der Punkt gekommen an dem Annie dieses Leben nicht mehr aushielt. Sie bekm einen schlimmen Zwingerkoller und verletzte sich ihre Vorderbeine  schwer. Als ich von Annie hörte, beschloß ich sofort, dass wir sie aufnehmen. Schon viele Hunde mit Zwingerkoller haben sich bei uns gut und schnell erholt.   So kam sie im Oktober 2008 zu uns. Sie war super ängstlich, kein Vertrauen zu Menschen, alles machte ihr Angst. Irgendwann war sie soweit, dass wir ihr ein ausbruchsicheres Geschirr anziehen konnten. In dem Moment wo sie es anhatte, ging eine sichtbare Veränderung in ihr vor. Sie wirkte gleich selbstbewusster und schien irgendwie richtig stolz darauf zu sein.

    Es folgten viele, viele Spaziergänge und es dauerte lange, bis sich Annie einigermaßen an eine belebte Umwelt gewöhnt hatte. Aber Stück für Stück wurde sie sicherer und mutiger und wurde Chefin in ihrer Gruppe. Sie lernte durch die anderen Hunde zu spielen, merkte, dass Menschen richtig nett sein können und bekam immer mehr Zutrauen. Eine lange Zeit bellte sie fremde Personen misstrauisch und ängstlich an. Die letzte Zeit war auch das Vergangenheit. Sie gewöhnte sich eine Art um Aufmerksamkeit zu bitten an, die einen dahin schmelzen ließ. Am liebsten legte sie einem den Kof zwischen Hals und Schulter und rieb sich an einem.

    Und nun nach sechs Jahren hat Annie endlich das erste richtige Zuhause und zwar bei unserer lieben Elisabeth und ihrem Mann Walter, denen im Frühjahr so tragisch und unvorbereitet ihr Kobo verstorben war. Nun ist wieder alles neu und unbekannt, aber Annie hat viel gelernt und schlägt sich tapfer. Sicher wird sie manche Ängste nie so richtig ablegen, aber im Vergleich zu dem Zustand in dem sie zu uns kam, hat sie sich so gut entwickelt, dass sie jetzt das Rüstzeug hat ihr Leben mit liebevoller Unterstützung und viel Einfühlungsvermögen ihrer neuen Menschen in die Pfoten zu nehmen und es endlich so richtig zu genießen.

    Annie wir freuen uns alle so, so sehr für dich - aber wir müssen uns erst daran gewöhnen ohe dich zu sein...

    14.10.2010

    Jetzt beginnt wieder die Schlimmste Zeit des Jahres nicht nur für die Hunde, sondern auch für mich, da ich wenn es kalt wird, am liebsten alle unsere Nasen mit ins Haus nehmen würde, was natürlich leider nicht geht. So haben wir jetzt alle Hände voll zu tun, alles winterfest zu machen, dicke, warme Strohbetten zu richten, die Wärmelampen zu installieren und tausend ander Dinge, die es unseren Hunden ermöglichen, so gut wie möglich durch diese Zeit zu kommen.  Die meisten unserer Nasen haben ein schönes, dickes Fell und kommen auch mit den kalten Temperaturen gut zurecht. Aber so einige wie unser Galgomixmädchen Cathay, der verfrorene Juno, unser Dalmatinerbub Marlon und auch die kleine Settermaus Mercy sind da schon schlechter dran. Auch Hundeopa Yoshi zeigt deutlich, dass es jetzt an der Zeit ist, seine Wärmelampe anzumachen.   Annie und Biddy haben die Sonne der vergangenen Tage sehr genossen und förmlich aufgesaugt - Morgens aufstehen im Kalten und Dunklen mögen sie aber nicht, genausowenig wie Juno, den man frühestens zum Frühstücksfüttern zu Gesicht bekommt.

    Gerade noch rechtzeitig vor dem kommenden schlechten Wetter haben wir es geschafft den Auslauf von Tess, Jaimie und Diddl komplett zu überdachen. Jaimie war total glücklich, als wir ihm seinen großen Trekkerreifen mit Stroh gefüllt haben und hat sich gleich ein Nest darin gemacht. Bald gibts auch ein Bild dazu.

    13.10.2010

    Frau Karin Peters-Knäbel, in deren Familie drei unserer Hunde leben, Bene, Kalle und Zwina, hat eine Patenschaft für unseren Pete übernommen. Wir freuen uns sehr, denn Pete ist Diabetiker und benötigt daher ein spezielles Diätfutter und 2 x täglich seine Insulinspritze, was sich über den Monat auch zusammen läppert.

    Pete ist ein zwergwüchsiger türkischer Kangal und lebt schon seit sechs Jahren bei uns im Haus. Er war knapp ein Jahr alt als er zu uns kam und war fast verhungert. Sein erstes Lebensjahr hatte er auf 1 qm² im Dunkeln in einem Bretterverschlag verbracht, ohne ihn je zu verlassen.  Diese schlimme Zeit hat er nie ganz überwunden und ist, da er ohne jegliche Außenreize aufwuchs, völlig unresistent gegen Stress. Fast alles regt ihn auf, an schlechten Tagen sogar ein Vogel auf der Hochspannungsleitung. An diesem Verhalten hat sich über die Jahre trotz aller Hilfestellungen kaum etwas geändert. Da Pete so nicht vermittelbar war, nahmen wir ihn bald mit in die Restpostenarmee im Haus auf. Er genießt dieses ruhige, gleichmäßige und geregelte Leben, es gibt ihm die Sicherheit die er so dringend braucht. Er liebt die Sonne und fällt mit Beginn der dunklen, kalten Jahreszeit fast in einen Winterschlaf - kluger Hund, das wäre mir auch das Liebste. Anfang letzen Jahres musste Pete wegen eines bösartigen Schilddrüsentumors operiert werden, der inzwischen wieder nachgewachsen ist. Wir hoffen, dass eine erneute Operation möglich sein wird. Seit knapp einem Jahr ist er Diabetiker, ist aber inzwischen gut eigestellt und kommt prima damit zurecht.

    Sommerbild von Pete

     

    Winterbild von Pete

    12.10.2010

    Heute ruft ein Mann an und erklärt uns, dass sein Hund, der seit 17 Jahren bei ihm lebt, jetzt alt sei und weg müsse. Wir sollten die Einschläferung und Entsorgung bezahlen, er habe kein Geld für so was....

    Armer, alter Hund, was für ein Leben hast du wohl geführt an der Seite eines Menschen, der dich nach all den Jahren entsorgt wie einen alten Lumpen?! Das hast du mit Sicherheit nicht verdient.        Hunde haben im Gegensatz zu vielen Menschen einige wunderbare Fähigkeiten - sie wissen was Loyalität, Treue und selbtslose Liebe sind und leben es uns jeden Tag unerschütterlich und ohne nachzulassen vor,  selbst wenn sie schlecht behandelt und vernachlässigt werden.

    Wie sagte Franz von Assisi so richtig: “ Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.”

    10.10.2010

    Zur Abwechslung mal eine schöne Neuigkeit: Frau Gisela Schneider, die mit ihrer Familie vor Jahren die liebe Tine adoptiert haben, hat für unseren Hundeopa Yoshi und für Figo, der ebenfalls schon seit sechs Jahren bei uns ist Patenschaften übernommen. Auch unsere Hundefreundin Susanne Schmitz, die dreien unserer Hundenasen -dem Dreibeinchen Pati, Lumpes und Lotta ein tolles Zuhause bietet, möchte Figo monatlich als Patin unterstützen. Vielen herzlichen Dank dafür, in schweren Zeiten wie diesen ist diese Form der Unterstützung ganz besonders wichtig für uns und die Hunde.

    Wie Yoshi gehört auch Figo längst zum “Inventar” unseres Hundeheims und ist uns mit seiner unbestechlichen, sicheren und souveränen Art schon unzählige Male eine große Hilfe beim Einschätzen von Neuankömmlingen und Hunden gewesen, die zur Abgabe vorgestellt wurden.

    Figos ( der große weiße links) Vertrauen zu Menschen ist zwar nach wie vor begrenzt, aber sein Einfühlungsvermögen mit Hunden ist enorm und so ist er im Laufe der Jahre zu einem unserer wichtigsten “Mitarbeiter” geworden.

    08.10.2010

    Ich weiß dass viele von euch regelmäßig aufs Tagebuch gehen, um zu sehen was es Neues gibt. Nicht dass die letzten Wochen nichts passiert wäre, im Gegenteil, aber das Meiste war so frustrierend und hat soviel Nerven gekostet, dass ich mal eine Auszeit gebraucht habe, ansonsten wäre ich wohl deutlicher geworden als gut gewesen wäre.....

    Die Vermittlungsflaute zehrt an den Nerven, die Kosten insbesondere für Tierärzte sind im Moment immens hoch und so laufen uns die Kosten weg und wir zehren von den paar angesparten Kröten, die noch auf dem Konto sind. Wie so manches Mal können wir nur hoffen, dass wir auch dieses Tief wieder überstehen ohne pleite zu gehen.

    Klar könnten wir Hunde vermitteln, aber an was für Leute? An Leute, die ihre eigenen Hunde nach vielen Jahren des Zusammenlebens überhaupt nicht kennen, deren Bedürfnisse konsequent ignorieren und noch nicht mal merken wie schlecht es ihren Vierbeinern damit geht. An Menschen, für die ein Hund nur wie ein Automat funktionieren soll, an Menschen wo wir direkt erkennen können, dass sie unseren Vierbeiner unterdrücken und nur mit Zwang traktieren werden. Nein, dann lieber keine Vermittlungen.                                                                                                                                        Alle unsere Nasen vertrauen uns und mit allen haben wir ein gutes Verhältnis und ein liebevolles Miteinander. Obwohl sie Tierheimhunde sind und somit auf vieles verzichten müssen, was ein Hund in einem guten Zuhause  an Nähe, Abwechslung und Lebensqualität hat, sind unsere Hunde gut drauf, sind lebensfroh und zeigen uns auf ihre ganz persönliche Art und Weise ihre Zuneigung und ihr Vertrauen. Das setzen wir nicht leichtfertig aufs Spiel, denn wenns schief geht zahlt immer der Hund die Zeche und ist der angeblich Schuldige.

    So wie unser Belgo, den wir vor anderthalb Jahren vermittelt hatten und der jetzt zu uns zurück kam. Schon der Anruf indem uns die Rückgabe angekündigt wurde, war an Ignoranz und Kaltschnäuzigkeit - oder doch eher Dummheit - nicht zu überbieten. Oder wie nennt man das, wenn einem jemand erzählt, man habe im Laufe der Zeit die verschiedensten Hundeschulen ausprobiert, aber der Hund habe es einem ja nicht gedankt!? Er hätte es sicher gedankt, hätte man ihn dort und Zuhause vernünftig behandelt und hätte ihn nicht durch unsachgemäße und grobe Behandlung dazu gezwungen sich zur Wehr zu setzen.

     Angeblich hat man ja nur mit den absoluten Experten mit Belgo gearbeitet. Experten in was? In Verunsicherung und Einschüchterung. Wir kennen keinen guten Hundetrainer der es nötig hat mit einem Halti zu arbeiten. Man kann Belgo nicht mehr am Halsband anfassen - na warum das denn nicht? Bestimmt nicht weil man in einer Hundeschule war, die in der Lage ist auch einen Hund der im Brustgeschirr läuft ( so wie alle unsere Hunde) freundlich zu erziehen sondern weil die “Experten “ nach vorsintflutlicher Methode nur über Einwirkung auf den Hals und damit mit Schmerz arbeiteten und man Belgo auf diese Art und Weise eine Leinenaggression beigebracht hat, die aufzulösen sie nicht in der Lage waren, die Experten.... 

    Warum man nicht uns um Rat gefragt hat? Weil wir in deren Augen weltfremd sind, da wir die Ansicht vertreten dass man einen Hund auch ohne Gewalt erziehen kann und wir es ablehnen, dass man aus einem Hund einen seelenlosen Automaten macht, der nur aus Angst vor Strafe funktioniert. Inzwischen hat sich Belgo wieder erholt, lässt sich ohne Probleme am Halsband anfassen und sein Vertrauen in uns war nach kurzer Zeit wieder da.

    Die 12 Hunde die mit uns leben haben im Vergleich zu den meisten Hunden nur wenige Regeln und vor allem haben sie viel Freiheit. Und das danken sie uns jeden Tag aufs Neue und zeigen, dass es so auch geht. Wenn einfühlsamer Umgang und Achtung der Gefühle eines Hundes weltfremd sind, dann wirds wohl doch langsam Zeit, dass wir unsere Hunde nehmen und auf eine einsame Insel ziehen. In letzter Zeit träume ich immer öfter davon....

    05.10.2010

    Gestern war anlässlich des Welttierschutztages der Landtagsabgeordnete Herr Heiko Sippel bei uns zu Besuch. Selbst Besitzer eines spanischen Mischlings hatte er davon gehört, dass bei uns vieles so ganz anders ist als in einem normalen Tierheim und wollte sich mal selbst vor Ort ein Bild davon machen. Da Politikern oft ein Termin den nächsten jagt, war eigentlich nur eine halbe Stunde hierfür vorgesehen. Aber es gab soviel zu bereden und zu sehen, dass daraus knapp zwei Stunden wuden. Uns hats gefreut und wir hoffen, dass der Artikel, der nächste Woche im Wochenblatt erscheint positiv ausfällt.

    15.09.2010

    Eine Frau ruft um 09.30 an und erklärt uns, dass sie dringend ihren Hund abgeben müsse, da der Sohn eine plötzliche Allergie entwickelt habe ( das hören wir normalerweise immer nur wenn Ferien bevorstehen...) Es sei ein kleiner, 2 jähriger spanischer Mischlingsrüde und sie könne sich nicht erinnern wo sie ihn herhabe. Sie habe schon überall rumgefragt, aber keiner wolle ihn haben, deshalb will sie ihn jetzt uns bringen. Da sie es offensichtlich eilig hat den Kleinen los zu werden, vereinbaren wir 11.00.  Christian wartet bis 11.30 aber die Frau taucht nicht auf. Wie gut, das wir nichts besseres zu tun haben, als auf irgendwelche unzuverlässigen Menschen zu warten... In solchen Momenten hoffen wir immer, dass der arme Vierbeiner nicht einfach irgendwo unter die Räder geraten ist und es ihm gut geht.

    12.09.2010

    Gestern ist die kleine Elsa, Funnys Tochter, die bei uns am 13.09.2009 geboren wurde und seit Januar in ihrer Familie lebte wieder bei uns. Wie so viele Hunde ist nun auch sie eine Scheidungswaise. Aber das Glück meinte es gut mit der Süßen. Elmos neue Menschen verliebten sich auf den ersten Blick auch in Elsa und beschlossen spontan, dass beide zusmmen einziehen dürfen. So hat sie ihren 1. Geburtstag mit einem tollen Hundekumpel bei lieben Menschen feiern dürfen. Besser gehts nicht....

       

         

    10.09.2010

    Bei Hoovi ist wieder alles im Lot - was ein Glück. so hat er es sich nicht nehmen lassen, mich beim sortieren von Sachspenden zu beausfsichtigen und mir zu helfen...

     

    09.09.2010

    Hundeopa Hoover hat mir die letzten zwei Tage richtig Sorgen gemacht. Er wollte kaum fressen und kaum aufstehen. Gestern Morgen hatte er 40 Fieber, also nix wie zur Tierärztin. Hoover schnorchelt schon seit einer ganzen Weile durch die Nase und es wollte einfach nicht besser werden. Jetzt hat sich eine fette Erkältung wohl so richtig Bahn gebrochen. Er bekommt nun eine Woche Antibiotika und die Aufbauspritze hat ihm offensichtlich auch gut getan, denn seit gestern Abend gehts wieder aufwärts und Hoovi hat mit Begeisterung seinen Napf gelehrt und heute Morgen wieder lautstark seinem kleinen Spaziergang eingefordert, obwohl ihm sein Arthroseknie bei dem feuchten Wetter ganz schön zu schaffen macht.

    08.09.2010

    Am Samstag haben wir den kleinen Danny, einen Bretonenrüden aufgenommen. Das Kerlchen ist in einem schlechten Zustand, ganz mager und ausgezehrt und dauernd am zittern. Er ist so hungrig, dass er soviel Futter wie es nur geht in sein Mäulchen nimmt und als er schluckt fällt er plötzlich um und zappelt mit den Beinen. Er kommt kurz darauf wieder zu sich und frisst dann im liegen weiter. Am nächsten Morgen passiert das gleiche. Wir bekommen einen riesen Schreck und befürchten schon, dass er epileptische Anfälle hat. Die Erklärung dafür ist zum Glück eine ganz andere: Durch das viele Futter das beim Schlucken in die Speiseröhre wandert wird auf die Halsschlagadern soviel Druck ausgeübt, dass dadaurch für einen Moment die Blutzufuhr unterbrochen wird und klein Danny für einen kurzen Moment ohnmächtig wird. Puh - wir füttern ihn ab sofort dreimal täglich mit Breifutter und schon geht es besser. Die Tierärztin stellt am Montag fest, dass eine Herzklappe nicht richtig schließt. Nun bekommt er Herztabletten und von allem nur das Beste, dass er sich möglichst bald erholt.

    Ich mache mich auf die Suche nach einer Pflegestelle für den kleinen Knopf, wo er sich richtig erholen kann. Spontan beschließen Christine und Martin, dass Danny erstmal bei ihnen einziehen kann, bis ein anderer Platz gefunden ist. DANKE ihr Zwei - was würden wir und die bedürftigen Nasen ohne euch machen? So ist Danny nun zumindest vorrübergehend Hund Nr. 6 in eurem Haushalt - seht ihr, wir haben es immer gesagt, ab drei Hunden ist es völlig egal, dann zählt man nicht mehr, dann freut man sich nur noch... Und wir würden uns riesig freuen, wenn sich jemand dem kleinen Schatz bis zur Vermittlung annehmen würde. Die Kosten werden selbstverständlich von uns übernommen.

    07.09.2010

    Mal wieder einer dieser wunderbaren Anrufe, die einem die Sprache verschlagen. Der Hund eines Ehepaares ist verstorben und drei Tage später hat man sich in einem anderen Tierheim ganz in der Nähe einen neuen geholt. Der Hund lief dann nach nur einem Tag weg. Für uns wäre es normal dass man nun alles unternimmt um seinen Hund wieder zu finden. Nöö, weitgefehlt - soll sich doch das Tierheim wo man ihn her hat darum kümmern, dass sie ihn wieder finden. Ist doch auch viel einfacher nun bei uns anzurufen und von uns einen neuen Hund haben zu wollen.....  Wollen kann man viel und ich bin sicher, dass diese Menschen auch vorher bei uns keinen Hund bekommen hätten. 

    Aber ich möchte auch die netten Anrufe, die wir ja zum Glück auch bekommen erwähnen. Zum Beispiel den Anruf einer Dame aus dem Münsterland, die eifrige Leserin unseres Tagebuches ist. Letzte Woche rief sie an, um uns zu sagen, dass sie das Tagebuch mit großer Begeisterung lese. Leider wäre nun aber schon seit zwei Tagen kein neuer Eintrag da und sie sei doch schon so gespannt auf die Fortsetzung. Uns freuen die positiven Rückmeldungen über das Tagebuch sehr. Euch macht das lesen Spaß und mir das schreiben. 

    05.09.2010

    Am Abend ist plötzlich unsere Rosi weg. Sie ist eine von 12 Hundenasen, die zu unserer Familie gehören. Wir suchen, rufen, nichts. Dann finden wir sie doch noch - unter dem Küchentisch hat sie sich so komplett in eine Decke gewickelt, dass nur die schwarze Nase rausschaut. Sie schläft tief und fest und hat von unseren Suchaktionen nicht das Geringste mitbekommen.

     

    Rosi hat schon immer ein Faible für besondere Schlaf- und Ruheplätze. Ach ja und ehe jemand auf die Idee kommt sich über den Zustand unserer Weichholzmöbel zu mokieren - diese haben schon Generationen von Welpen und Junghunden im Zahnwechsel getrotzt, ein gewisser Schwund war da nicht zu vermeiden....

    03.09.2010

    Gestern wurden in den umliegenden Weinbergen die Schußanlagen zur Starenabwehr in Betrieb genommen. Viele unserer Hunde, insbesondere die misshandelten Jagdhunde leiden sehr unter der permanenten lauten Kanllerei. Manche von ihnen trauen sich nicht mehr zum spazieren gehen raus. Ganz besonders leiden Biddy und Figo darunter. Biddy sucht Zuflucht in einer der Hundehütten wenns knallt und kauert sich in die hinterste Ecke. Leider gibt es nichts was wir tun könnten, um unsere Vierbeinern davor zu schützen. So werden sie wie jedes Jahr die zwei Monate die es mindestens so weiter geht irgendwie durchstehen müssen.

    31.08.2010

    Christian und ich werden immer wieder gefragt, ob wir auch eigene Hunde hätten. Oh ja und seit ein paar Tagen einen mehr, nämlich 12 an der Zahl, von uns liebevoll die “Restpostenarmee” genannt. Unsere Familie besteht aus 9 Rüden und 3 Hündinnen zwischen 13 und 6 Jahren, alle aus unserem Hundeheim, die wegen Alter, Krankheit oder auch wegen ihrer psychischen Eigenarten nicht für eine Vermittlung in Frage kommen. Sie teilen unser Leben und bereichern es mit ihren ganz unterschiedlichen Macken ungemein. Ich werde euch in loser Folge immer mal wieder einen dieser Gnadenbrothunde vorstellen, vielleicht findet sich für den ein oder anderen ja ein Pate, der uns mit den laufenden Kosten unterstützt, denn einige benötigen Medikamente wie Herztabletten, Insulin u.a. was einiges Geld jeden Monat verschlingt.

    Aber heute ist unser Neuzugang dran, nämlich Hundeopa Hoover, der am 13.08.2010 zu uns ins Hundeheim kam. Hoover ist ein ausgemusterter Jagdhund - ein Schwyzer Laufhundrüde - zwischen 10 und 12 Jahren alt. Als sich nach den ersten Tierarztbesuchen zeigte, dass er so einige gesundheitliche Baustellen hat und die homöopathische Behandlung es erfordert, dass er mehrmals täglich seine Globuli bekommen muss und ich ihn deswegen auch lieber unter genauer Beobachtung habe, beschlossen wir, dass er als Nr. 12 bei uns einzieht. Große Vermittlungschancen hat so ein alter Knopf eh nicht und bevor es jetzt anfängt richtig kalt zu werden, wollte ich ihn unbedingt im Warmen wissen.                                                                                                    Hoover hat das Kennenlernen mit den anderen, die  alle größer sind als er selbst, souverän gemeistert und sich erstaunlich rasch an den Ablauf gewöhnt. Er ist ein wundervoller Hundesenior mit viel Lebenserfahrung und einem gesunden Selbstvertrauen, sehr verschmust und Menschbezogen. Mit seiner schon ziemlich rostig klingenden Stimme verkündet er seine Spaziergehzeit und der Anblick eines Hasen bringt ihn immer noch in Wallung. Hoover wird zusehends fitter und die Behandlung tut ihm augenscheinlich gut. Er fühlt sich sauwohl und obwohl er mit Sicherheit noch nie einen gemütlichen, weichen Hundekorb hatte, hat er sich mit großer Bestimmheit direkt nach Betreten des Hauses einen ausgesucht, ihn mit Beschlag belegt und sich sofort wohlig drin herum geräkelt. Wir freuen uns, dass er jetzt mit uns lebt und werden alles tun, damit er eine gute und noch möglichst lange, schöne Zeit bei uns hat. 

    Viele Menschen schrecken leider davor zurück einem alten Hund ein Zuhause zu geben. Die Angst vor einem baldigen Verlust ist größer als der Wunsch einem Hundesenior einfach nochmal eine gute Zeit zu bereiten. So mancher unserer Gnadenbrothunde war schon 13, 14 oder sogar 15 Jahre alt als sie bei uns einzogen. Reife Persönlichkeiten, mit einer großen Lebenserfahrung und Lebensweisheit, aber auch mit jeder Menge Lebenswillen und Lebensfreude. Ganz entscheidend ist glaube ich, dass sie nicht alleine sind, sondern in einer Gruppe mit ettlichen anderen Hunden ganz unterschiedlichen Alters leben. Das bringt Abwechslung in den Alltag, fordert die Alterchen und hält sie so auch wacher. Sie nehmen intensiver am Leben teil, als wenn sie nur alleine sind.                                                                                                                                                                                              Das beste Beispiel ist die kleine Trudi, das ausgesetzte Westimädchen, das laut Tierarzt gut seine 12-14 Jahre zählt und die das Leben bei Christine und Martin in vollen Zügen genießt. Sie bekommt jetzt ihre Herzmedikamente und ist voll in das Leben der beiden mit ihren vier eigenen Hunden integriert. Die gemeinsamen Unternehmungen und Spaziergänge, die Liebe und Abwechslung die nun ihren Alltag prägen machen sie wieder richtig jung. Dappelte sie am Anfang mühsam 15 Minuten mit, schafft sie jetzt locker 45 Minuten und dreht dabei richtg auf. Wie das aussieht, beschreibt Christine so anschaulich, dass man es richtig vor Augen hat, mit welchem Spaß die Kleine unterwegs ist:

    “Hi Karin,

  • du kannst deinen Tagebucheintrag in dem steht, dass Trudi nach ihrem Friseurbesuch wieder in Original-Westi-Weiß erstrahlt revidieren. Das hat sich heute Abend offiziell erledigt. Die Kleine ist auch definitiv kein Westi. Nein, sie ist Trudi MacLeod - es kann nur eine geben... Sie ist eine echte Highlanderin
  • Wir sind heute zu Plan C übergegangen: Alle Hunde ins Auto packen, ins Feld fahren und dort in aller Ruhe spazieren gehen. Die Hunde finden's klasse.  Heute Abend haben die 3 Mädels (die 2 Jungs waren angeleint) nach dem Raushüpfen aus dem Auto kaum zwei Sekunden gebraucht, um sich über Blickkontakt zu verständigen, dass sie nicht mit uns wie geplant den Betonweg laufen werden, sondern dass sie den Schotterweg bergauf bevorzugen.
  •  
  • Also sind sie losgesaust. Zuerst durch eine 3 Meter lange, 10 cm tiefe Pfütze. Wie Trudi ohne Beine da durchkonnte ohne schwimmen zu müssen bleibt ihr Geheimnis. Und dann ging Trödel-Trudi mal richtig ab. Immer lachend vorneweg und am besten durch den dicksten Matsch. Je feuchter die Luft, je rauher der Wind und je steiniger der Weg, umso mehr blüht sie auf - unsere Highlanderin.
  •  
  • Es war ein echter Abenteuerspaziergang, nicht nur alle Hunde waren total eingematscht, Martin und ich und leider mein Auto auch. So sind wir alle dreckig aber glücklich wieder Zuhause angekommen.
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  • Aber das Highlanderinnen-Highlight kommt erst noch: Obwohl der Spaziergang sicherlich anstrengend war, hat es Trudi heute zum ersten Mal ganz alleine geschafft auf`s Sofa zu springen!
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  • Ist das nicht toll?!
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  • GLG Christine, Martin und die 5 Schlammbacken”
  •      

    30.08.2010

    Der viele Regen im August erreichte letzte Woche wirklich seinen Höhepunkt. Es goß wie mit Kübeln , die Regenrinnen schafften es nicht mehr und ein wahrer Wasserfall ergoß sich direkt vor die Eingangstür zum Hundehaus von Tonga und ihren Jungs Smitty und Ken. Knöchelhoch stand das Wasser vor der Tür und war trotz aller Bemühungen von uns dort nicht weg zu bekommen. Wir schippten wie die Wilden aber wir waren nicht alleine - unser alter Joshi - er wird immerhin 14 - begleitete uns als einziger der Hunde unverdrossen in dem Wolkenbruch, stand uns bei und schaute, dass wir auch alles richtig machten...

     

    29.08.2010

    Viele von euch dürften schon mal den Begriff “Tötungsstation - Perrera” gehört haben und für die meisten von euch ist das ein abstrakter Begriff, wobei der Name an sich ja schon mal nichts Gutes verheißt. Ich habe schon viele Perreras von innen gesehen und auch in unserem Hundeheim sind immer ettliche Hunde aus solchen Tötungsstationen, denen wir zu einem neuen, guten Leben verhelfen möchten. Über die Jahre haben wir viele unglaublich tolle Hunde aus Perreras übernommen, die aus den gleichen Gründen aus denen deutsche Hunde im Tierheim landen, dort entsorgt wurden. Den nachfolgenden Brief eines Perreraleiters möchte ich euch nicht vorenthalten, vor allen Dingen denen nicht, die so vehement gegen den Auslandstierschutz hetzen. Seit sechs Jahren betreuen wir zusammen mit dem Tierheim Dillenburg und ettlichen anderen Tierschutzvereinen die Perrera in Vitoria und haben über die Jahre dort viel erreicht. Wen es interessiert der kann sich hier informieren www.sos-vitoria.de                                               Wer es einmal gesehen hat, den wird es nicht mehr loslassen.  Aber wegschauen hilft nicht, am wenigsten den ganzen unschuldigen Tieren.

  • “Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht ein Weckruf. Als Leiter einer Perrera ,  werde ich was mit Euch teilen ... ein Blick von \"innen\", wenn Ihr mir  erlaubt.

    Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet  zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den  traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung  ändern und nicht an Menschen verkaufen, die ihr gar nicht kennt. Gerade diese  Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn er nicht mehr ein süßes  Hundebaby ist. Wie würdet Ihr euch fühlen wenn Ihr wüsstet dass es eine 90%ige  Chance besteht, dass dieser Hund nie mehr aus dem Zwinger kommt, wenn er erstmal  hier landet? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt rum laufen sind reinrassige Tiere.

    Hier die häufigsten Ausreden die ich höre  sind:

    \"Wir sind umgezogen und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht  mitnehmen.\" Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht  eine Wohnung oder ein Haus in dem sie mit ihrem Tier leben können

    \"Der  Hund wurde größer als wir dachten.\" Und was dachten Sie denn wie groß ein deutscher Schäferhund wird????

    \"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier\".  Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.

    \"Er zerstört meinen ganzen Garten \" Also, warum haben  Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?

    Dann sagen sie immer: \"Wir  wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen,  denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund.  Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird und weißt Du,  wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal  erklären

    Dein Tier hat 72 Stunden Zeit eine neue Familie zu finden.  Manchmal ein wenig länger wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig  gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet stirbt es.

    Die Katzen sehen  ihrem sicheren Tod entgegen.

    Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig  eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen  Tieren.

    Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine  Familie warten, die ihn verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend  Freiwillige gibt, könnte es sein, dass er mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird  Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit  Essen welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um  die Exkremente raus zu spülen.

    Wenn Dein Hund groß, schwarz oder einer  Kampfhundrasse (Pit Bull, ...) angehört hast Du ihn in den sicheren Tod  geführt in dem Augenblick in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese  Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie ”schön” oder wie “gut erzogen” er ist.

    Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert  wird und die Perrera voll ist wird er sterben.

    Wenn die Perrera nicht  voll ist und Dein Hund attraktiv und schön ist, kann man möglicherweise seine  Hinrichtung verzögern aber nicht für lange.

    Die meisten Hunde werden  sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund  kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt

    Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten  infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektionen der Atemwege, wird er unverzüglich getötet einfach weil wir keine Ressourcen  haben, um Therapien in Höhe von 150,00 € zu bezahlen.

    Und nun möchte  ich  Euch was über die Euthanasie schreiben für all die, die noch nie erlebt haben,  wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:

    Als erstes werden die  Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren  gehen werden und wedeln mit dem Schwanz.

    Bis wir in \"den Raum\" kommen,  dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt dass sie den Tod und alle  verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es  passiert mit jedem von ihnen.

    Dein Hund oder deine Katze wird von 1-2  Menschen gehalten, je nachdem wie nervös oder groß das Tier ist.  Dann wird  jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird  eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht eine Dosis einer \"pinken Substanz\"  injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren  gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen haben  und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lauten Weinen und Schreien. Viele  schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.

    Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück  Holz gestapelt  auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten  wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als Nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren,  aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen,  richtig?

    Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine  Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe  sie jeden Tag, wenn ich nach Hause komme von der Arbeit.

    Ich hasse  meinen Job, ich hasse es dass es ihn überhaupt gibt und ich hasse es zu wissen,  dass es ihn weiterhin geben wird, wenn ihr Euch nicht ändert.

    Zwischen 9  und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras und nur Du  kannst das stoppen. Ich mache alles mögliche um jedes Leben zu retten, aber die  Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere die rein kommen als  die die raus dürfen.

    Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den  Perreras sterben.

    Hasse mich, wenn Du möchtest- die Wahrheit tut immer  weh und das ist nun mal die Realität Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief  die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.

    Ich wünschte  jemand würde  zu mir auf die Arbeit kommen und  sagen: \"Ich habe ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren\". Dann  hätte sich alles gelohnt.

    Bitte, wenn Du möchtest dass sich das ändert verteile meinen Brief großzügig

    Jazz M. Onster.
     
  • 25.08.2010

    Nun hat auch der liebe Filippo seine ganz persönliche Patin! Es ist Petra Drechsler, unsere liebe Freundin, treue Unterstützerin und Mitglied, die angeregt durch den Bericht über Frau Gambino, die Patin von Biddy und Ivy sich für Filippo als Patenhund entschieden hat.  Filippo liegt Petra schon lange am Herzen. Da sie ihn aber nicht als Zweithund aufnehmen kann, möchte sie in Form einer monatlichen Geldspende von 25€ zu seinem Unterhalt beitragen und was noch viel besser ist, sie möchte mit ihm arbeiten. Einmal die Woche wird sie sich Zeit nur für Filippo nehmen, um ihm zu helfen draußen sicherer und lockerer zu werden. Wir freuen uns riesig für Filippo, der so ein lieber, sensibler Hund ist, der seit Januar 2009 bei uns ist und für den sich seit Ewigkeiten kein Mensch interessiert, der aus unerfindlichen Gründen immer irgendwie übersehen wird. Es ist so schade für ihn, hat er doch vom Leben bisher nicht viel gehabt und noch nicht viel Schönes erlebt. Die Stunden mit Petra werden sicher eine willkommene Abwechslung für ihn sein und ihm helfen sich weiter zu entwickeln. Danke Petra auch im Namen von Filippo - er freut sich schon sehr auf den nächsten Mittwoch!!!

    24.08.2010

    Heute war Nixes großer Tag. Nach langen Überlegungen und Gesprächen mit Ärzten haben wir uns entschlossen, dass Nixe Goldimplantate bekommt, statt einer neuen Hüfte. Da sie noch im Wachstum ist und wir vor allem mit der Behandlung mit Goldimplantaten seit Jahren die besten Erfahrungen gemacht haben. Alle unsere so behandelten Hunde hatten schwere HD, konnten nur mit Mühe laufen und nur unter Schmerzen aufstehen. Gerade vor ein paar Tagen bekamen wir die Nachricht, dass Belussa, eine große Briardmixhündin, die wir vor über vier Jahren mit Goldimplantaten behandeln ließen weiterhin schmerzfrei ist und prima und ohne Beschwerden läuft. Das ist eben das Tolle an der Methode - ein kleiner Eingriff, keine Nebenwirkungen und es hilft dauerhaft das ganze Hundeleben lang.                  Mehr dazu findet ihr auf Nixes Seite.

    22.08.2010

    Dieser Urlaubsbericht hat mir Freudentränen in die Augen getrieben - warum erkläre ich euch weiter unten in meinem “Plädoyer” für scheue Hunde....

  • Liebe Wörrstädter,
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  • der ersehnte Urlaub war vor ein paar Wochen nun endlich in greifbare Nähe gerückt und für mich war sonnenklar, dass das nur geht mit meinen beiden Vierbeinern Terry und Dayo (früher Leo). Denn wer immer mit ins Büro geht zum Arbeiten....
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  • ... der soll auch mit in den Urlaub dürfen. So wurde es dann ein Wanderurlaub in den Bergen.
  • Aufregend war die erste Fahrt mit der Bergbahn. Nach anfänglichem Zögern sind die beiden aber doch mit eingestiegen um oben angekommen die grosse Freiheit zu geniessen.
  • Spannend auch, dass es von überall gepfiffen hat und dass die Pfeifer auch vier Beine hatten aber schnell wie der Blitz in ihrem Bau verschwunden sind.
  •  
  • Je steiler der Weg desto näher sind die beiden bei mir geblieben, ausser wenn wir an Restschneefeldern vorbeikamen. Da ging dann die wilde Jagd und Toberei los. Wie die Verrückten über den Schnee rasen – super toll fanden das die beiden. Und sich anschliessend auf den Schnee werfen und abkühlen!
  •   
  • Das unfreiwillige Bad im Bergsee fanden die beiden wasserscheuen Südländer allerdings nicht so prickelnd, aber was Terry vormacht... muss Dayo ja unbedingt nachmachen.

    Nach anstrengenderen Touren waren die beiden durch das ständige Hin- und Herlaufen und doppelte und dreifache Wegstrecken zurücklegen total kaputt und  wollten abends noch nicht mal mehr zum kurzen Gassi-Gehen raus.

  • Die zwischendurch eingelegten Ruhetage fanden sie nach langen Touren dann auch sichtlich angenehm. 
  • Ganz viel gäbe an großen und kleinen Erlebnissen noch zu erzählen. Alle Hundebegegnungen waren friedlich, freundlich und ganz stressfrei.
  • Für uns war es ein tolles, intensives aber leider viel zu kurzes Erlebnis, das bestimmt eine Fortsetzung findet. Vielen Dank Euch für die beiden tollen Vierbeiner, ohne die wäre es weniger als halb so schön gewesen.
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  • Bis bald viele liebe Grüsse aus KL
  • Terry,  Dayo und Irmtrud
  • Dieser Urlaubsbericht ist etwas ganz besonderes - warum? Weil Dayo, ehemals unser Leo ein absoluter Angsthund war, völlig scheu und sich nicht anfassen ließ, als er im August 2008 zu uns kam. Es dauerte viele Monate bis er sich das Brustgeschirr anziehen ließ und bis er anfing uns auf Spaziergängen zu begleiten. Möglich war dies aber nur zusammen mit einem anderen Hund aus seiner Gruppe, alleine keine Chance. Aber auch zu zweit war Leo/Dayo draußen sehr unsicher und in vielen Situationen völlig panisch, da langte es schon, dass uns ein fremder Mensch entgegen kam. Doch mit der Zeit und wachsendem Vertrauen wurde alles nach und nach besser. Terry war damals schon in Leos Gruppe und die beiden verstanden sich auf den ersten Blick.

    Im Frühjahr 2009 adoptierte Irmtrud Terry, nachdem ihre Hündin gestorben war und der Rüde sehr trauerte. Ein Jahr später war auch der Rüde im Hundehimmel und Terry trauerte sehr weil er ihr fehlte. So war klar, dass Terry wieder einen Hundekumpel bekommen sollte. Wir alle hier im Hundeheim dachten sofort an Leo. Irmtrud wusste nicht, ob sie sich darauf einlassen könnte, da ihr verstorbener Rüde Leo hieß. Als sie aber sah, dass sich Terry und Leo gleich wieder erkannten und sofort anfingen miteinander zu spielen bekam Leo seine Chance.

    Und wie man sieht hat Dayo unglaubliche Fortschritte mit Hilfe von Irmtrud und Terry gemacht. Ich könnte euch noch viele andere Beispiele nennen, wo Anfangs sehr, sehr scheue Hunde diese positive Entwicklung gemacht haben. In einem Zuhause geht das natürlich alles viel schneller als hier bei uns.          Viele Menschen denken,  scheuer Hund nein Danke - viel zu viele - aber was man braucht ist Einfühlungsvermögen und Geduld und meistens ist auch ein Hundekumpel eine riesen Hilfe.  Oft sind es kleine Fortschritte und manche Ängste bleiben vielleicht auch ein Stückweit aber, das Glück, das die Menschen empfinden, wenn ihr Schisser solche Fortschritte macht und man gemeinsam eine Situation nach der anderen meistert ist kaum zu beschreiben und die Bindung zu einem solchen Hund ist  viel intensiver als zu einem Hund, der eh das meiste kann.  Wir wünschen uns so sehr mehr Menschen, die sich auf einen ängstlichen Hund einlassen und ihm eine Chance geben. Es ist kein Hexenwerk und das Glück, dass man dem Hund und auch sich selbst damit schenkt ist enorm. Wo sind die Menschen, für die Geduld in unserer hektischen Zeit noch kein Fremdwort ist, wo sind die Menschen die wirklich mit ihrem Hund leben und auf seine Bedürfnisse und Empfindungen Rücksicht nehmen und denen nicht das Wichtigste ist, dass der Hund nur funktioniert. Lasst euch doch mal hier blicken - Annie, Tonga, Biddy, Mercy, Olga und Stefka würden sooo gerne eure Bekanntschaft machen und warten teilweise schon seit 2 Jahren auf ihre Chance und die haben sie wie jeder unserer Schützlinge mehr als verdient.

    19.08.2010

    Auf eine so traurige Nachricht wie gestern muss einfach etwas kommen, was uns wieder aufmuntert, die gute Nachricht nämlich, dass ser süße Nanuk endlich sein Plätzchen gefunden hat. Wie oft haben wir ihn vorgestellt, er hat sich jedesmal super lieb verhalten - aber mal war er zu groß, mal zu klein, mal war das Fell zu lang, mal störte seine Unsicherheit mit Autos... ...                                                                                Und dann kam am Wochenende eine nette Familie aus Düren, die 2004 unseren Olli, einen schwarzen, belgischen Schäferhundrüden adoptiert hatte. Olli war an einem Milztumor gestorben und sein Hundekumpel Gino, ein älterer Chow-Chowmixrüde trauerte nun ganz fürchterlich . Eigentlich wollte die Familie wieder einen großen, schwarzen Hund und hatte sich in Blue verguckt. Aber letztlich passte Nanuk viel besser zu Gino und sein liebes Wesen gab dann den Ausschlag, dass er nun nach Düren umziehen durfte.

    Die SMS die wir später erhielten möchte ich euch nicht vorenthalten, weil sie einfach so schön ist und zeigt, dass das Wesen viel wichtiger ist als das Aussehen oder das Bild, dass man von seinem zukünftigen Hund vielleicht im Kopf hat:

    “ Wir sind mit Nanuk (der jetzt Jay-Z heißt) gut angekommen und er ist der beste Hund den man sich vorstellen kann, im Umgang mit Katzen. Wir werden zu Zeit von ihm totgeschmust und auf der Terrasse ist mit uns allen, trotz blöder Autos auch ok. Wir freuen uns! Danke für unseren Nichttraumhund - wahre Schätze erkennt man nicht immer mit bloßem Auge...”

    18.08.2010

    Ich habe eine ganz schreckliche Nachricht für euch - Elisabeths Kobo ist heute ganz plötzlich gestorben. Am Abend vorher wollte er nichts fressen und heute Morgen war er über Nacht völlig aufgeschwemmt und konnte nicht mehr aufstehen. Ein Tierarzt versuchte noch ihm zu helfen, aber kurz darauf hörte sein Herz auf zu schlagen und er ging  über die Regenbogenbrücke.

    Jeder Mensch, jeder Hund muss irgendwann gehen, aber Kobo war noch nicht so alt und außer, dass er Probleme mit Arthrose und Spondylose hatte, waren keinerlei Anzeichen für eine schwere Erkrankung erkennbar. Aber wir können in die Hunde nicht hineinschauen - leider. Was bleibt nach so einem unerwarteten Tod, ist tiefe Trauer. Wir alle hätten Kobo noch viele schöne Jahre gegönnt, denn das Leben das hinter ihm lag war hart und entbehrungsreich. Am 12.12.2009 kam er hier bei uns an, mit einem dicken Verband um die Pfote, weil ihn ein Schäferhund in einem anderen Tierheim an der Pfote durch die Zwingergitter gezerrt und ihn dabei schwer verletzt hatte. Eine Zehe musste ihm amputiert werden. Da er mit der Wunde besondere Fürsorge brauchte durfte er zu Elisabeth und ihrer Familie auf Pflege einziehen. Kobo fühlte sich sehr wohl dort und schloß sich eng an Elisabeths Mann Walter an, der nach einiger Zeit dann auch entschied, dass Kobo bleiben durfte und er somit endlich ein gutes Zuhause gefunden hatte. Es ist so schade, dass euch nicht mehr Zeit miteinander vergönnt war, aber wir haben die Gewissheit, dass Kobo jeden Tag den er bei euch war genossen und viel Liebe erfahren hat.

    16.08.2010

    Heute hat die Klinik angerufen und uns mitgeteilt, dass Nixes Operation um eine Woche auf den 25 .08.2010 verschoben werden muss, da die Firma nicht alle Implantate geliefert hat. Und da erst direkt während bzw. bei der Op entschieden werden kann, welches Implantat für Nixe das geeignete ist, ist es natürlich sinnvoll zu warten bis auch die ganze “Kollektion” verfügbar ist.

    Heute haben wir Hoover beim Tierarzt durchchecken lassen. Das Ergebnis war nicht geeignet uns in Jubelstürme ausbrechen zu lassen, aber wir werden das schon alles in den Griff bekommen. Zum einen ist da eine schwere Penisentzündung und eine alte, unbehandelte Wunde am Schwanzansatz, die angefangen hat zu wuchern, aber  das ist zu beheben. Leider wurde auch noch ein Hodentumor diagnostiziert. So wird das alte Bubchen doch noch kastriert werden müssen. Da bei Hunden Hodentumore aber in der Regel ein rein lokales Geschehen sind, nicht streuen und meist auch gutartig sind, können wir trotzdem alle Hoffnungen haben, dass Hoover nach der Kastration auch dieses Problem überstanden haben wird.

    Die Hauptsache ist doch, dass er jetzt bei uns ist und sich jetzt endlich jemand um Hoover kümmert und wir alles tun werden, damit es ihm bald wieder richtig gutgeht und er in einem hoffentlich liebevollen Zuhause seine Rente verbringen darf.

    13.08.2010

    Freitag der 13. muss kein Unglück bringen, im Gegenteil es kann auch durchaus ein Glückstag sein. So wie für den Hundeopa Hoover den wir heute aufgenommen haben. Er ist ein 12 jähriger ausgedienter Jagdhund der schon so einiges in seinem Leben mitgemacht hat. Trotz allem hat er das Lachen nicht verlernt und ist guter Dinge. Er ist sehr anhänglich und verschmust und genießt jegliche Form der Zuwendung.

    10.08.2010

    Christian und ich sind am verzweifeln - nicht dass wir keine Termine mit Interessenten hätten, nein reichlich, von Morgends bis Abends einer nach dem anderen. Aber Vermittlungen - Fehlanzeige.  Das Telefon geht unaufhörlich und nach den ersten Vorgesprächen, wird mit einem Teil der Anrufer ein Termin ausgemacht. Am Telefon kann man viel erzählen, aber wie die Leute dann hier mit dem oder den Hunden umgehen zeigt doch sehr viel mehr und oft nichts positives.

    Der zarte, freundliche Nanuk stellt sich bei einem Termin mit Interessenten mit seinen Pfoten ganz sanft aufs Knie und möchte Kontakt aufnehmen, um rüde runter gestossen und laut angeherrscht zu werden mit Aus, Sitz, Platz. Prima, genau diesen Kasernenhofton lieben wir und unsere Hunde erst - Danke schön das wars, der nächste bitte. Kaum ein Termin ist kürzer als 2 Stunden - ausführliche Beratung und Gespräche um zu ergründen welcher Hund der passende ist. 

    Manche Leute meinen es ist besser sie erzählen wenig, weichen jeder konkreten Frage aus, um sich dann aber doch zu verplappern - na wenn der Blue zu aktiv wird, dann machen wir es wie mit unserer Hündin vorher auch, dann wird er eben im Hof angebunden. Auch schön, ist aber bestimmt nicht das was dieser tolle Hund oder einer unserer anderen Nasen braucht.

    Natürlich wird der Hund weiter Hundekontakt haben - bedeutete in diesem Fall aber lediglich dass man ihn beim spazieren gehen an kurzer Leine an anderen Hunden vorbei zerrt oder man meint die Hunde an deren Grundstück man vorbei läuft, dann sieht er doch andere Hunde....

    Auch sehr beliebt - man geht ganztags arbeiten und der Hund soll/muss 10-12 Stunden alleine bleiben können. Der Hund vorher konnte das ja schließlich auch und hat sich dran gewöhnt. Na klar, was blieb dem armen Hund denn auch anderes übrig...?! Wozu diese Menschen einen Hund wollen und manchmal dann auch noch insistieren, weil sie unbedingt einen Welpen möchten , keine Ahnung, zum Wohl des Hundes kann es auf jeden Fall nicht sein.

    Die meisten suchen die eierlegende Wollmilchsau - der Hund soll alles perfekt können, die Bereitschaft der Menschen allerdings sich entsprechend mit ihrem Hund zu beschäftigen und selbst erstmal zu lernen wie man sinnvoll mit einem Hund umgeht, ist doch eher gering bis garnicht ausgebildet.  Einige suchen, ohne dass es ihnen allerdings bewusst ist, ihren verstorbenen Hund in neuer “Aufmachung” , genauso ruhig und pflegeleicht wie ein alter Hund aber möglichst jung natürlich, was weder sinnvoll noch möglich ist. Und mehrere Frauen haben mal wieder dem Wunsch des Mannes und der Kinder nach einem Hund nachgegeben, obwohl sie selbst überhaupt keine Lust darauf haben.  Mist und dann haben wir auch noch den passenden Hund - Mann und Kinder sind begeistert und Frau muss nun sehen wie sie die Kuh vom Eis bekommt ohne sich zu outen - ganz einfach, in diesem Fall ist der Hund dann 5 cm zu groß oder auch zu klein, oder die Haare etwas zu lang, der Schwanz zu kurz oder er hat die falsche Augen- oder Fellfarbe.  Leute wie wärs wenn ihr einfach mal ganz offen miteinander reden würdet bevor ihr herkommt? Wir haben zwar für fast alles Verständnis, aber wir möchten unsere Zeit doch lieber den Hunden widmen als Hauptamtlich Familienberatung und Paartherapie zu leisten.

    Wir bekommen langsam graue Haar von dieser geballten Ladung an Rücksichtslosigkeit, Verlogenheit, Ignoranz, Frechheit und Grobheit, dem Durchsetzen wollen uralter Starkzwangmethoden ohne auch nur im Ansatz darüber nachzudenken, was man einem Hund damit antut. Wären Menschen genauso lernwillig und anpassungsfähig wie unsere Hunde, das wär toll und würde insbesondere das Leben der Hunde soviel angenehmer gestalten. Und für viele ist es leider immer noch das Normalste der Welt so mit einem Hund umzugehen. Nein danke, diesen Preis wird keiner unserer Hunde zahlen, irgendwann kommen die Richtigen, dann warten wir lieber und machen einen Anlauf nach dem anderen um das richtige Deckelchen für die jeweilige Hundenase zu finden. Aber verdammt anstrengend und auch ganz schön frustrierend ist das schon...!!! Und beängstigend auch, denn viele Dinge die nicht passen und wo gelogen wird finden wir erst in langen Gesprächen heraus. Da sich die allermeisten Tierheime nicht diese Zeit nehmen, werden diese Menschen, die oft auf den ersten Blick einen ganz passablen Eindruck machen halt woanders eine arme Hundenase bekommen, der sie dann mit harter Hand die “Unarten” austreiben.

    Hallo wo seid ihr, ihr Menschen mit Hundeverstand und dem Herz auf dem richtgen Fleck? Es wäre an der Zeit, dass mal wieder ein paar von euch aus den Löchern kommen. Wäre schön für unsere Hunde und zur Abwechslung auch für unser eigenes Seelenheil..... 

    09.08.2010

    Heute ist der Chirurg der Nixe operieren wird wieder aus dem Urlaub zurück und so konnte ich für den 18.08.2010 den OP Termin ausmachen. Vor zwei Tagen ist Nixe zu ihren Pflegeeltern umgezogen und kann sich nun in Ruhe einleben, bevor es ernst wird. Sie fühlt sich super wohl, hat sich als großer Couch-Potato geoutet und alle haben eine Menge Spaß miteinander.

    04.08.2010

    Heute war Frau Gambino bei uns zu Besuch, die unsere Hundenasen kennenlernen wollte um sich ein Patenkind auszusuchen. Einer ihrer beiden Hunde ist leider gestorben und da sie im Moment keinen zweiten Hund aufnehmen kann, möchte sie uns mit einer Patenschaft unterstützen. Seit sechs Jahren verfolgt sie bereits unsere Arbeit über unsere homepage. In zwei Stunden Kuschelrunde lernt sie fast alle Hundenasen kennen, wird überall begeistert begrüßt, betrampelt und abgeschleckt. Etwas zerzaust, aber glücklich fällt die Wahl letztlich auf Ivy und Biddy. Eine gute Wahl, denn Ivy ist die Veteranin in unserem Hundeheim - seit 6! Jahren ist sie schon bei uns und in dieser Zeit hatte sie gerade mal drei Interessenten. Inzwischen ist sie eine ältere Dame und recht eigen geworden, was man ihr nicht verdenken kann. Ivy hat schon soviele Hunde kommen und gehen sehen, nur sie ist immer geblieben und musste sich immer wieder auf neue Hunde einstellen, was ihr zunehmend schwer fällt. Leider sieht es so aus, dass Ivy anscheinend den Großteil ihres Lebens bei uns verbringt und so ist eine Patenschaft für sie eine gute Unterstützung für Ivy und für uns. Der zweite Glückspilz Biddy hat nach allem was sie schon mitgemacht hat schon gute Fortschritte gemacht, ist aber trotzdem noch schüchtern und braucht sehr einfühlsame Menschen und die sind leider rar gesät.

    Bei unseren imensen Kosten freuen wir uns über jede Hilfe und sagen ganz herzlichen Dank Frau Gambino für die Übernahme der Patenschaft für Ivy und Biddy mit 50€ monatlich.

            

    23.07.2010

    Heute hatten wir Mitglieder- und Helferversammlung. Wenn man bedenkt, dass wir nur 85 Mitglieder haben und 35 Mitglieder und weitere liebe Unterstützer des Tierschutz Wörrstadt da waren, waren wir gut besucht. Wie immer habe ich mit einem ausführlichen Bericht das letzte Jahr mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren lassen.  Einschließlich der Fundhunde haben wir letztes Jahr 195 Hunde betreut und 143 unserer Schützlinge konnten in ein neues Zuhause umziehen. Wir hatten 25.000 € an Tierarztkosten und 21.000 € an Futterkosten zu stemmen, das ist verdammt viel, wenn man sich wie wir bis auf eine geringe monatliche Zuwendung des ETN e.V. aus eigener Kraft trägt. Allein 15 Gnadenbrothunde werden von uns permanent bestens versorgt und betreut. Wenn ihr also hin und wieder einen Spendenaufruf so wie im Moment für unsere Nixe seht, dann schaffen wir es einfach nicht die hohen Tierarztkosten alleine aufzubringen und hoffen, dass ihr uns auch weiterhin mit euren Spenden in solchen Fällen unterstützt.

    19.07.2010

    Heute ist ein guter Tag, denn wir haben endlich eine super liebe Pflegestelle für unser Nixekind gefunden. Unsere Helferin Carmen wird sich der Maus nach der Operation annehmen und versuchen ihren Bewegungs- und Spieldrang in geordnete Bahnen zu lenken damit nicht gleich die neu Hüfte ruiniert wird.  Der Knochenspezialist ist momentan in Urlaub, so dass wir erst Mitte August einen OP-Termin bekommen.

    13.07.2010

    Letzte Woche hat unsere Helferin Janet ihre Freunde in Franken besucht, die die beiden Kamerunschafe Tante und Fränki aufgenommen haben. Alle im Kinderheim sind hin und weg weil die beiden so unglaublich verschmust sind und verwöhnen sie nach Strich und Faden. Hier ein paar Eindrücke:

     

     

    12.07.2010

    So nun wird es aber wirklich Zeit dass mal wieder was richtig Schönes kommt, etwas Balsam für die Seele.

    Das trifft ganz klar auf Luckys neues Zuhause zu und das Happy End das die vom Schicksal gebeutelte Maus nun so rasch erleben darf.  Das schreibt ihre neues Frauchen von dem Zusammenleben mit Lucky:

  • Hallo,         
  • wollte mich mal wieder melden – viele Grüße von Lucky
  • Wir haben Sie jetzt mal von der Leine gelassen und es funktioniert prima !! Sie schaut hin und wieder zurück, ob wir noch da sind und kommt sofort auf Zuruf. Wenn wir Hunden begegnen überlegt sie allerdings kurz ob sie zu uns kommen soll, oder erst den Hund begrüßen soll. Aber sie versteht sich ja super mit allen und wir haben schon jede Menge Kumpels getroffen.
  • Mit dem Pferd mitgehen macht ihr wahnsinnig viel Spaß, da es endlich mal ein angemessenes Tempo ist und sie auch mal richtig Gas geben kann. Sie muss nur noch lernen, dass man etwas Abstand halten sollte und nicht direkt vor dem Pferd bremsen kann (bisher konnten wir allerdings größere Kollisionen vermeiden).
  • Die Kinder sind immer noch sehr begeistert – gehen allerdings schon seltener mit gassi (verständlich allerdings, da ich bei diesem Wetter eher morgens um 6 Uhr gehe, wenn noch alles schläft). Am Rhein waren wir auch schon, aber Wasser ist nicht so ihr Ding (trinken geht, baden nur wenn wir mitgehen). Autofahren hat sie immer noch schiss (sobald ich die Klappe aufmache ist der Hund verschwunden). Beim Fahren benimmt sie sich vorbildlich und beim nach Hause fahren ist sie die erste, die einsteigt (vielleicht hat sie Angst, dass wir sie irgendwo abladen).
  • Bei Leckerlis ist sie auch sehr wählerisch – wir mussten im Laden fast alles durchprobieren, bis wir was gefunden haben, was der Dame schmeckt…. (Fleischwurst wäre natürlich auch gegangen!!!)
  • Viele liebe Grüße und ein bisschen Regen wünscht
  • Familie Neuchel mit Lucky
  • 11.07.2010

    Vor Wochen hatten wir einen Termin mit einer jungen Frau, die einen Zweithund zu ihrer Hündin suchte. Nach dem Vorgespräch war klar O`Connor ist der Richtige und so war es. Die zwei Hunde sahen sich und es war Liebe auf den ersten Blick, sie fingen sofort an rumzutoben und verstanden sich wie es besser nicht sein kann. Auch die Frau war begeistert, ging auch mit den beiden Hunden zusammen spazieren, alles ließ sich prima an.  Die Interessentin wollte dann ein paar Tage später nochmal zusammen mit ihrem Lebensgefährten, der einen Golden Retrieverrüden hat, kommen. Danach hörten wir Wochenlang nichts mehr - bis gestern. Die junge Frau hatte  von privat eine viereinhalb Monate junge Foxterrierhündin übernommen und stellte nun fest, dass ihre Hündin den Welpen überhaupt nicht mag und möchte die Kleine nun wieder abgeben. Die Frau von der sie sie bekommen hat will sie nicht zurück haben ( ja es macht schon etwas Mühe einen Welpen stubenrein zu bekommen). Ich finde es gehört schon was dazu sich nach einem sehr positiven Termin und ausgiebiger Beratung einfach nicht mehr zu melden, dies aber Wochen später zu tun, wenn man dann ein Problem hat und meint, man könnte das dann einfach bei uns abladen.

    Immer wieder hören wir, dass man auf der Suche nach einem Welpen ist, weil der ja noch was lernen kann.  Hören wir auf zu lernen, nur weil wir nicht mehr ganz jung sind? Die meisten Menschen würden das mit Entschiedenheit verneinen - warum spricht man es dann einem erwachsenen Hund ab ? Lernen ist prinzipiell keine Frage des Alters sondern nur der Beschäftigung. Kein Kind, kein Hund lernt etwas wenn sich nicht der erwachsene Mensch die Mühe macht ihnen etwas beizubringen. Viele Hunde sind begeistert dabei wenn man auf einem Spaziergang etwas gemeinsam mit ihnen macht und nicht nur hinter ihnen herläuft und die Leine fest hält. Sehr viele Hunde sind geistig total unterfordert und langweilen sich Tag für Tag - frustrierend nicht wahr?! Wer keine Idee hat was man so alles an spannendem,lustigem mit einem Hund gemeinsam tun kann und dabei spielerisch und mit Freude vieles auch an Erziehung lernt der sollte mal auf unsere Hundeschulseite gehen und sich mit unserer Spezialistin für Spiel und Spaß mit dem Hund - Christine Schnell - in Verbindung setzen.

    10.07.2010

    Ich muss mal wieder was loswerden: Oft kommen nette Menschen zu uns, deren vorheriger schwieriger und unverträglicher Hund gestorben ist und die nun auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied sind. Natürlich sucht man jetzt einen mit allem verträglichen, freundlichen und unkomplizierten Hund. Das ist verständlich, nur was leider dann oft im Anschluss passiert, wenn eben diese Menschen einen unserer netten, verträglichen, unkomplizierten Hunde adoptiert haben ist nicht mehr spaßig. Denn der neue Hund wird genauso behandelt wie der unverträgliche Hund vorher. Die Angst vor Hundebegegnungen denen man Jahrelang ausgewichen ist, sitzt so tief, dass man einfach nicht in der Lage ist umzuschalten. Und das ist super schade, denn so werden dem verträglichen und verspielten neuen Hund Hundekontakte verwehrt und somit viel Lebensqualität genommen. Und über kurz oder lang kann man so auch einen vorher verträglichen Hund dazu bringen eine Leinenaggression zu entwickeln, da der Mensch es dem Hund so vermittelt und vormacht.  Dass es nur wenige Wochen braucht, dass ein Hund in diese Richtung verdorben werden kann haben wir leider schon desöfteren erlebt. Unserem Diddl erging es so und dann nachdem das Werk vollbracht war, bekamen wir ihn nach 8 Wochen zurück. Einen Diddl der vorher völlig unkompliziert an der Leine war und nun bei Anblick anderer Hunde asuflippte. Wobei es viel schwieriger und langwieriger ist dieses Verhalten wieder in den Griff zu bekommen als einem freundlichen Hund eine Leinenaggression beizubringen.Vielen Dank auch - es nimmt dem betroffenen Hund für längere Zeit die Chance ein neues Zuhause zu finden und uns macht es viel Arbeit, mal ganz davon abgesehen, dass der Hund ein weiteres Mal sein Zuhause verloren hat.

    Es wäre viel sinnvoller, wenn die Menschen die vorher einen an der Leine unverträglichen Hund hatten sich wieder genau einen solchen Hund holen würden, da die eingefahrenen Wege und Gewohnheiten der Menschen offensichtlich nur schwer zu ändern sind. Das hätte den ungeheuren Vorteil, dass keine unkomplizierten Hunde mehr verdorben würden und diejenigen unserer Hunde , die eben diese Macke an der Leine haben auch endlich mal ein Zuhause finden würden. Denn meistens ist das die einzige Macke die sie haben. Und insgeheim frage ich mich natürlich auch, warum der vorherige Hund so an der Leine reagiert hat - meist ein selbst gemachtes Problem, was sich dann leider wiederholt, da der Mensch nichts dazu lernt und offensichtlich auch nicht in der Lage ist das notwendige Vertrauen zu seinem neuen Hund zu haben, denn das gehört nun mal dazu.....

    09.07.2010

    Nach all den Hiobsbotschaften habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht zu unserer kleinen Trudi:

    Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass Trudi ein stark vergrößertes Herz hat - es ist so groß, dass es schon an die Wirbelsäule drückt. Dadurch bedingt hat sie Wasser in der Lunge und zwar so viel, dass die Lunge schon gegen die Luftröhre drückt und ein Lungenemphysem. Da sie vorher offensichtlich weder untersucht noch behandelt wurde konnte es diese gravierenden Ausmaße annehmen. Nun bekommt sie ihre Herztabletten und wird entwässert. Klein Trudi ist bei alledem gut gelaunt, trippelt 20 Minuten bei den Spaziergängen mit und genießt das Leben wie vielleicht noch nie nie zuvor. Sie hat Gefallen an Spielzeug gefunden und wenn man sich die Bilder anschaut, sieht man welch glückliche Wendung ihr Leben genommen hat. Wer auch immer Trudis Vorbesitzer waren - DANKE, dass ihr sie endlich ausgesetzt habt, das war das Beste was ihr für sie tun konntet!!!

        

       

     

    07.07.2010

    Eine weitere Hiobsbotschaft die uns ziemlich mitnimmt:  am 19. Juli haben wir Kanela aufgenommen, eine bildhübsches, sehr liebes Irish Settermädchen von sechseinhalb Jahren. Nach einem entbehrungsreichen Leben als Zuchthündin sollte sie es nun richtig schön bekommen und endlich erfahren was es heißt ein wirkliches Zuhause zu haben und geliebt zu werden. Da sie so eine ruhige, sanfte Maus ist, baten wir Claudia Kanela mit zu sich auf Pflegestelle zu nehmen, was sie auch gerne tat.

    Es hieß Kanela humpelt hin und wieder weil sie Arthrose hat. Ich wollte es genau wissen und wir ließen sie röntgen. Die niederschmetternde Diagnose : Knochenkrebs in beiden vorderen Knien. Bisher haben sich zum Glück noch keine Metastasen in der Lunge gebildet. Kanela geht es mit Schmerzmitteln noch gut und sie genießt ihr Leben zusammen mit den anderen 5 Hunden bei Claudi und ihrer Mutter. Ich behandele sie mit einer hömöopathischen Krebstherapie und wir hoffen, dass wir ihr einfach noch eine gute Zeit geben können. Für ihr seelisches und körperliches Wohlbefinden ist gesorgt, denn liebevoller könnte sie nicht umsorgt werden, als bei Claudi wo sie jetzt ist. Aber es macht uns sehr traurig, dass Kanela so schwer krank ist, auch wenn sie selbst es zum Glück nicht merkt und die Tage genießt wie sie kommen.

     

    05.07.2010

    Endlich hat die liebe Lucky das Glück das sie verdient und auf das sie so gewartet hat - Heute ist sie zu ihrer neuen Familie umgezogen. Die drei Mädchen der Familie sind Hundeerprobt und Lucky fühlt sich schon beim Kennenlerntermin sofort pudelwohl mit ihnen. Sie liegt mit ihnen zusammen auf der Wiese mittendrin und genießt jede kleine Hand die sie streichelt. Ihr neues Zuhause teilt sie mit zwei Katzen und zwei Hasen und nicht zu vergessen einem Pferd. Wir freuen uns so für dich liebe Lucky...!!!

     

    03.07.2010

    Heute habe ich leider gar keine guten Nachrichten für euch - Christian ist schwer an Borreliose erkrankt und wir sind alle in großer Sorge um ihn. Wer ihn kennt sieht wie schlecht es ihm geht. Die Dagnostik geht weiter und die Behandlung ist in Angriff genommen in der Hoffnung, dass sich bald eine Besserung abzeichnet. Bitte drückt alle die Daumen dass es gut ausgeht. Und lasst uns mit eurer Mithilfe nicht im Stich, die Hunde und ich brauchen euch dringender den je.

    02.07.2010

    Heute wurde klein Trudi “runderneuert”. Die liebe Geli, Inhaberin des Hundesalon Sissy in Undenheim hat sich sehr einfühlsam der kleinen Maus angenommen und Trudi nun einen Sommer-Wohlfühl-Schnitt verpasst. Trudi war super lieb und hat überhaupt nicht rumgezickt, aber das ist ja eh nicht ihre Art. Nun erstrahlt sie wieder in original “Westi-Weiß” , kann mit ihren kleinen Knopfaugen wieder ohne Fransen davor die Welt betrachten und der breite, lange Bart hängt jetzt auch nicht mehr im Futternapf.  So fühlte Trudi sich gleich viel wohler.  Nächste Woche werden wir die Ergebnisse der Blutuntersuchungen bekommen und hoffen alle, dass der Kleinen noch eine gute Zeit vergönnt ist.

    26.06.2010

    Heute ist ein besonderer Tag - meine Geburtstagsgeschenke Franky und Tante, zwei Kamerunschafe, ziehen in ihr neues Zuhause um. Aber mal von Anfang an:

    Gegenüber vom Hundeheim ist eine Weide mit Kamerunschafen. Schon im Mai hören wir mehrmals täglich ein kleines Böckchen jämmerlich blöken. Wir erfahren, dass der kleine Kerl ganz früh seine Mutter verloren hat und mit der Flasche aufgezogen wird. Mir als Vegetarierin ist es eh ein Graus, dass Tiere gezüchtet werden um sie zu essen. Unsere Helferin Janet, ebenfalls Vegetarierin und ich überlegen wie wir verhindern können, dass der kleine Kerl irgendwann im Kochtopf oder auf dem Spieß landet. Also - ein Zuhause für Franky wie das Böckchen heißt muss her. Und da er nicht alleine leben soll, suche ich noch ein Schaf aus, das so unglaublich verschmust ist, dass es mir auch bei ihr unerträglich ist dass ihr Leben in Kürze ein Ende haben soll um gegessen zu werden. Janet hat Freunde die in einem Kinderheim in Franken mit tiergestützter Therapie arbeiten. Christian ersteht die beiden für mich zum Geburtstag und wir freuen uns riesig als wir die Zusage bekommen, dass Franky und Tante, wie das Schaf inzwischen getauft wurde, nach Franken umziehen dürfen. Dort werden sie ein langes, schönes Leben haben, ohne jemals Gefahr zu laufen Bekanntschaft mit einem Schlachtermesser zu machen .

    24.06.2010

    In den frühen Morgenstunden wird ganz in unserer Nähe ein kleines, altes Westimädchen gefunden. Trudi wie wir die Kleine nennen ist in keinem guten Zustand und wurde offensichtlich über längere Zeit sehr vernachlässigt. Eine tierärztliche Untersuchung ergibt dass Trudi ein Lungenemphysem hat, eine vergrößerte Leber, ihre Krallen sind ewig lang und zeugen davon dass sie wohl schon lange keinen Spaziergang mehr gemacht hat. Ihr Fell ist verfilzt, sie hat keinerlei Muskeln und sie hat grauen Star. Zudem ist sie sehr unterwürfig und offensichtlich geschlagen worden, denn wenn man mit der Hand von oben kommt fällt sie sofort in sich zusammen und wirft sich auf den Boden. Da sie mit anderen Hunden sehr lieb ist kann sie auf einer Pflegestelle einziehen und hat sich dort ganz schnell und sehr zufrieden in ihr neues Leben eingefügt. Es müssen jetzt noch weitere Untersuchungen gemacht werden, da Trudi sehr viel trinkt und der Verdacht besteht, dass sie unter Morbus Cushing leidet. Es ist mal wieder erschütternd wie leicht sich Menschen tun, sich einem  alten Hund der alles andere als gesund ist zu entledigen.

    20.06.2010

    Nach einer kleinen Auszeit - ich war mit Sylvia einer lieben Freundin und langjährigen Helferin von uns eine Woche bei Freunden bei Malaga die sehr aktiv im Tierschutz sind - wird es Zeit mal wieder was fürs Tagebuch zu schreiben. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt die sich für Tiere in Not und davon gibt es dort in Andalusien wo der Tierschutz an sich ein Fremdwort ist reichlich, alle Beine ausreißen und doch ist es immer nur ein Tropfen auf den heißen Stein

    Schön, dass Wetter ist besser als hier, aber soviel Elend zu sehen und oft nicht helfen zu können, weil man nicht weiß wohin mit den aufgelesenen Tieren, will man nicht bald als Hundemessi enden, wie so viele, das ist schon ein hartes Brot. Unsere Freunde dort machen sehr guten und verantwortungsvollen Tierschutz, aber sie fechten einen oft aussichtslosen Kampf gegen die Ignoranz, Gleichgültigkeit und Brutalität der Menschen.

    Als Beispiel möchte ich die Geschichte der Schäfermixhündin Lucky erzählen, die wir mit nach Deutschland genommen haben. Als Welpe wurde sie im zarten Alter von 12 Wochen mit ihren drei Schwestern in einem ausgetrockneten Flussbett in Andalusien ausgesetzt. Sie waren halb verhungert und hätten bestimmt nicht mehr lange durchgehalten denn es war Sommer und sehr heiß. Unsere Freunde Imke und Michael fanden die vier Kleinen, behielten eine Hündin und fanden für die drei anderen Mädchen nette Familien die sie aufnahmen und aufpäppelten.

  • Luckys Familie zerbrach leider vor kurzem und so sollte auch Lucky weg.  Leider nahm ihre Besitzerin das Angebot von Imke, sich um gute Plätze für Lucky und ihren Kumpel Toni zu kümmern nicht an, sondern ließ sie von der dortigen Tötungsstation abholen. Als Imke erfuhr, dass die Hunde in der Tötung gelandet waren, rief sie sofort dort an. Die Tierärztin am Telefon hatte nach eigenen Worten schon die Spritzen aufgezogen, die ihrem Leben ein Ende bereitet hätte, denn in dieser Tötung werden die Hunde nach 2 Wochen eingeschläfert wenn sie keiner haben will. Der Anruf und die sofortige Abholung aus der Tötung retteten den beiden das Leben. Ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn ich daran denke wie nah Leben und Tod beieinander liegen können. Der Toni ist inzwischen schon in seiner neuen Familie in Österreich. Wenn ein Hund den Namen Lucky verdient hat, dann sicher diese super liebe, verschmuste Hundenase, die nun schon zweimal dem Tod von der Schippe gesprungen ist.  Sie hat es mehr als verdient nun hoffentlich bald ihr endgültiges wunderschönes Zuhause bei lieben Menschen finden, die sie nie wieder im Stich lassen
  • 07.06.2010

    Gestern Abend rief eine Interessentin für unseren Raffi an. Mit einem ungebremsten Redeschwall nagelt sie Christian fast eine Stunde am Telefon fest. Zu dem für Heute dann vereinbarten Termin um 17.00 Uhr ist die Dame dann allerdings nicht erschienen. Auch eine Absage des Termins hielt sie für unnötig. Leider passiert uns das immer wieder. Das ist einfach ärgerlich, denn es verbaut uns die Möglichkeit dann noch gegebenenfalls einen anderen Termin zu vereinbaren und stiehlt uns jedes Mal Zeit mit unnützer Warterei die wir weitaus sinnvoller verbringen könnten. Davon abgesehen ist es ein purer Akt der Höflichkeit und sollte selbstverständlich sein, dass man einen Termin den man nicht einhalten möchte oder kann dann wenigstens absagt.

    06.06.2010

    Am Vortag hatten wir einen Termin mit einer sehr netten älteren Dame, der kurz zuvor ihr Irish Setterrüde gestorben war, für unseren Jackomo. Alles passt prima, die ältere Dame ist noch fit, körperlich wie geistig, fährt noch selbst Auto und die beiden passen gut zueinander. Kurz bevor Christian losfahren will, um Jacko in sein neues Zuhause zu bringen, erhält er einen Anruf der Enkelin der alten Dame.  Diese erklärt, die Familie habe entschieden, dass die Oma keinen Hund mehr aufnehmen dürfe. Man wohnt zwar nicht zusammen, aber man will es nicht. Im Vorfeld hatte die Familie schon signalisiert, dass sie nicht einspringen würde, sollte die Oma nicht in der Lage sein den Hund zu versorgen. Aber auch ohne die freundliche Familie ließ sich das mit Hilfe von Freunden und Nachbarn regeln.                             Wir bestanden darauf mit der älteren Dame direkt zu sprechen. Die Enkeltochter flüsterte ihr zu: “Du weißt was du zu sagen hast” bevor sie ihr den Hörer übergab. So sagte diese todtraurig das von ihr verlangte Sprüchlein auf. Wir hatten den Eindruck man möchte die ältere Dame auf diesem Weg möglichst schnell ins Grab bringen.                                                                                                                Wir wissen, dass ältere Menschen meist bei Tierheimen abgebügelt werden und keinen Hund bekommen. Wir haben schon öfters an ältere Menschen ebenfalls ältere Hunde vermittelt, wenn eindeutig geklärt war wer im Fall des Falles den Vierbeiner versorgt bzw. übernimmt. Hunde geben älteren Menschen soviel Lebensqualität- und freude und so etwas wie das was uns heute passiert ist macht uns sehr betroffen, traurig aber auch wütend.

    Das war aber noch lange nicht alles an diesem Tag. Morgens bekommen wir einen Anruf, dass eine Familie dringend ihre 3 jährige Rottweilerhündin abgeben will, da diese nach der Frau geschnappt habe. Eine Stunde später ist die Hündin bei uns. Sie zeigt ein stark verunsichertes Verhalten Menschen wie Hunden gegenüber. 2 Stunden später ein erneuter Anruf, man würde es doch nicht übers Herz bringen und möchte die Hündin wieder abholen. Na fein, besser für den Hund, denken wir . Ich versuche der Hündin ihr Brustgeschirr anzuziehen, doch die ist so durch den Wind, dass ich nur Zähne sehe und es dann lieber lasse. 3 Stunden nachdem die Hündin wieder in ihrem Zuhause ist möchte man sie dann doch lieber wieder abgeben, da sie erneut mehrmals nach der Frau geschnappt hätte.

    Diese bedauernswerte Hündin die völlig das Vertrauen nicht nur in ihre Menschen verloren hat ist das Produkt einer lediglich auf strenger Unterordnung und Unterdrückung basierenden Erziehung, gegen die sie sich nun zu schützen versucht, indem sie sich die Menschen vom Leib hält. Bei der Frau hat sie damit gute Chancen, denn diese hat inzwischen Angst vor ihr. Der Mann hat das Problem nicht, er bricht aufkeimenden Widerstand sofort rigoros. Wir empfehlen der Familie eine auf solche Hunde spezialisierte sehr kompetente Hundeschule, die auch die Möglichkeit bietet, die Hündin dort zunächst unterzubringen. Das hat natürlich seinen Preis. Den Hund derartig zu verderben hat bestimmt nicht viel Geld gekostet, wird aber wenn die Familie nicht bereit ist, jetzt endlich etwas für ihren Hund zu tun der Hündin möglicherweise das Leben kosten. So etwas ist ebenso traurig wie unnötig. Der Hund zahlt immer die Zeche für die Dummheit und Gedankenlosigkeit der Menschen.

    05.06.2010

    Christian fährt los um unsere Molly in ihr neues Zuhause zu bringen. Im Vorfeld haben ein längeres Telefonat sowie ein ausführlicher Kennenlern-Termin mit den Interessenten und dem bereits dort lebenden 8 jährigen Boder Collierüden stattgefunden.Vort Ort stellt sich leider dann schnell heraus, dass die Hunde nicht ins Haus dürfen. Dieser Punkt war mehrfach besprochen worden und es wurde bejaht, dass die Hunde mit ins Haus dürfen. Dieses mit ins Haus dürfen heißt allerdings hier lediglich, dass die Hunde den 2 x 2 m kleinen Windfang betreten und zum schlafen nutzen dürfen. In einem als Schuppen genutzten Zwinger steht eine an den Rändern völlig verbissene metallene Wasserschüssel, was durchaus auf Abreagieren von Langeweile schließen lässt.  Die Haustür ist von außen stark verkratzt. Den vorher netten Interessenten ist das alles völlig wurscht - ein Hund hat einfach im Haus nix zu suchen.  Da so das zukünftige Zuhause für unsere Molly ganz gewiss nicht aussieht, packt Christian sie wieder ins Auto und macht sich auf den Rückweg. Das schlimme war, dass sich der Border Collierüde Christian und Molly sofort anschließt und versucht ebenfalls mit ins Auto zu springen. Wirklich schade um den netten Rüden, der weiterhin ein so freudloses, langweiliges Leben wird führen müssen....

    04.06.2010

    Leute gibts, das hält man im Kopf nicht aus - laufen heute Abend zur Fütterzeit plötzlich 2 Menschen sehr bildungsfernen Niveaus auf unserem Gelände herum weil sie “ gerade mal Zeit hätten und Welbe gugge wolle”... Erklärungen dass wir derzeit keine Welpen bei uns haben ignorieren sie und suchen weiter nach einem Eingang. Dummdreist nennt man solche Leute, die,  würden wir plötzlich in ihrem Garten stehen uns wahrscheinlich in Null Komma Nix die Polizei wegen Hausfriedensbruchs auf den Hals gehetzt hätten.

    03.06.201

    Ralf hat die Ersatzteile für ein neues Mähwerk zusammen bekommen und hat heute fleissig die Not OP an unserem Rasentraktor vorgenommen. Es ist wirklich ein riesen Glück, dass wir so viele Helfer mit den verschiedensten Qualitäten und Begabungen haben. In der Werkstatt hätte uns das wieder ein Heidengeld gekostet und so nur die 270 € für die Ersatzteile. Danke Ralf!

 

    Und unser Martin wird da erst froh darüber sein, denn er hat sich mit seinem kleinen Mäher ganz schön gequält dem ganzen wuchernden Grünzeug Herr zu werden...

    01.06.2010

    So manchem Vierbeiner klebt wirklich das Pech an den Pfoten - bei uns ist es derzeit der süße Mango, der nun bereits mindestens zum Dritten Mal sein Zuhause verloren hat. Als Sensibelchen tut er sich sehr schwer damit und wird immer trauriger, zeitweise zieht er sich völlig in sich zurück. Nur die Spaziergänge und die Kuschelzeiten holen ihn für eine Weile aus seiner Traurigkeit.

       Wie so oft zahlt er den Preis für die Dummheit und Ignoranz der Menschen 

    Nachdem er letztes Jahr ausgesetzt worden war hatte er zunächst Glück und durfte sich bei einer Pflegefamilie erholen. Seine nächste Familie war so unsensibel und beratungsresistent, dass sie mit ihm auf einem Schäferhundplatz in die Hundeschule gingen. Davon abgesehen, dass diese Einrichtungen als Orte der Tierquälerei sowieso eingestampft und verboten gehören, war es auch für ihn das Schlimmste was man ihm antun konnte. Grobe, unkundige Behandlung, lernen mit Bestrafung und zu allem Unglück wurde Mango auch noch von einem großen Hund zusammen gebissen. Das hat seine Spuren hinterlassen. Mango wird vorsichtig mit  Menschen und Hunden und weiß sich manchmal in seiner Bedrängnis nicht mehr anders zu helfen als zu schnappen.

    Das führte dazu, dass ihn die Menschen die ihm all das angetan haben dann natürlich nicht mehr wollten und ihn abgaben. Mango war total durch den Wind und erholte sich nur langsam. Seine nächste Familie schien sehr nett. Das neue Frauchen liebte ihn heiß und innig und er sie. Der Mann und die Kinder aber fanden nicht den richtigen Weg mit Mango umzugehen und so wusste er sich auch dort in einigen Situationen nicht mehr anders zu helfen als zu schnappen und verlor wiederrum sein Zuhause.

    Hier bei uns ist es allen ein Rätsel wie man diesen netten kleinen Kerl zu dieser Reaktion bringt. Er ist mit uns allen freundlich, sehr anlehnungsbedürftig und verschmust. Sucht viel Nähe und zeigt nicht im Ansatz irgendwelche Abwehrreaktionen. Selbst beim Tierarzt gestern war er lammfromm.                          Mit so vielen Hunden wie wir sie zu betreuen haben, können wir ihm allerdings nicht soviel menschliche Nähe und Streicheleinheiten bieten wie er es bräuchte. Und so wird er von Tag zu Tag trauriger und wir mit ihm, denn es tut weh das zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass ihm nur das richtige Zuhause helfen kann, wieder auf die kleinen Pfoten zu kommen. Wir hoffen sehr, dass Mango nächste Woche auf eine kompetente Pflegestelle umziehen kann, wo man mehr Zeit hat die Schatten seiner Vergangenheit zu vertreiben. Und natürlich, dass sich im dritten Anlauf endlich das ersehnte, RICHTIGE Zuhause für ihn findet!!!

    31.05.2010

    Der kleine Raffi hängt seid dem Wochenende total durch, mag kaum fressen, hält sich von seinen Kumpels fern, bewegt sich kaum und schläft fast nur. Ich bin in großer Sorge um den sonst so quirligen, kleinen  Kerl.  Fieber hat er zum Glück nicht. Ein Tierarztbesuch ergibt eine akute Mandelentzündung. Die Medikamente greifen zum Glück rasch und nach zwei Tagen ist er bereits wieder so fröhlich und munter wie wir ihn kennen.

    27.05.2010

    Ohje - unser Rasentraktor hat den Geist aufgegeben. Bei mehr als 12 000 m² zu pflegender Fläche und wöchentlichem mähen in dieser Jahreszeit der Super Gau, da das Gras in Kürze so hoch ist, dass wir ihm dann nur noch mit der Sense zu Leibe rücken können. Das gute Stück ist inzwischen 10 Jahre alt und das Mähwerk einfach verbraucht. Unser lieber Helfer Ralf wird sich der Sache annehmen und schaun was er machen kann.

    26.05.2010

    Heute war ich mit der süßen Nixe einem sechs Monate jungen Rottweilermädchen in der Tierklinik in Frankfurt um ihre Hüften untersuchen zu lassen. Die Kleine spielt und springt wie es sich für einen Junghund gehört, zeigte aber ein merkwürdiges Gangbild. Die Diagnose schwere HD auf der linken Seite erklärt warum Nixe ausgesetzt wurde und stellt uns vor ein großes Problem. Wir können Nixe erst operieren lassen, wenn wir eine kompetente Pflegestelle für sie gefunden haben, denn sie muss nach der Operation mindestens sechs Wochen einigermaßen ruhig gehalten werden und darf nur kontrolliert an der Leine langsam kleine Spaziergänge machen. Sie kann nach der OP nicht in der Junghundegruppe bleiben und weiter so rumtoben wie sie es liebt. Auch die Kosten werden erheblich sein, aber wir hoffen, dass sich liebe Spender finden, die uns helfen die Kosten zu tragen. Wir werden jetzt einen gesonderten Hilferuf für die wunderbare Maus starten und hoffen sehr darüber die richtigen Menschen, im Idealfall ein gutes Zuhause schon vor der OP für sie zu finden.

    23.05.2010

    Gestern kamen mal wieder einige Zaubernasen aus der Tötungsstation von Vitoria an. Als der Transport schon unterwegs war, schrieben die Spanier, dass Lana möglicherweise trächtig sei. Möglicherweise... - nett gesagt. Als die Schnecke hier ausstieg war mir auf den ersten Blick klar, dass sie es ist und sich die Welpen sogar schon im Mutterleib abgesenkt hatten, also nicht mehr lange auf sich warten lassen würde.

    Und dann ging es noch schneller als gedacht, denn Sonntag Abend um 20.15 war der erste kleine Wurm schon da. Lana wusste garnicht wie ihr geschieht, war ziemlich aufgeregt und war froh, dass wir bei ihr waren. Die Wehen kamen und gingen und der nächste Welpe ließ auf sich warten.  Lana war so mit sich beschäftigt, dass sie ganz vergaß sich um ihren Erstgeborenen zu kümmern, der dann in der Zwischenzeit erstmal von Christian warmgehalten wurde. Mit Hilfe der richtigen homöopathischen Mittel konnte ich die Wehen unterstützen und so wurden in den nächsten fünf Stunden weitere drei kleine Nasen, insgesamt 3 Rüden und 1 Mädchen geboren. Nummer 2 erblickte im Schoß von Christian das Licht der Welt, auf dem sie sich Hilfesuchend zusammengerollt hatte. Nach einem Tag ein solches Vertrauen zu erfahren war wirklich etwas ganz besonderes.

    Wir sind sicher, dass die Geburt der Kleinen nicht gut ausgegangen wäre, hätte Lana die Welpen in der Tötung inmitten sechs weiterer Hündinnen oder auch in einem anderen Tierheim bekommen, da die meisten ja Nachts nicht besetzt sind. Sie brauchte dringend Hilfe und die konnten wir ihr zum Glück geben.

    Inzwischen sind Mutter und Kinder in einem befreundeten Tierheim untergekommen, da wir sie leider derzeit nicht angemessen unterbringen können.

    22.05.2010

    Christian hat ein paar Schuhe gefunden in die sein dicker Zeh reinpasst und kann wieder rumhumpeln. Dank der tatkräftigen Hilfe insbesondere von Sylvi

    beim füttern und vielen Helfern über die Pfingsttage konnten wir Christians Ausfall einigermaßen kompensieren, auch wenn natürlich bauliche Vorhaben jetzt erstmal zurückgestellt werden mussten.

    20.05.2010

    Und schon wieder haben wir etwas ergattert: Einen Carport von 6 x 6 Metern, komplett mit Balken, Überdachung und Regenrinne. So können wir nun demnächst bei Tonga alles komplett neu machen und endlich eine durchgängige Überdachung montieren. Unsere Helfer haben mit dem Spender den Carport abgebaut und dank unseres Transits und dem Hänger konnten wir auch alles alleine transportieren.

    17.05.2010

    Das war kein guter Tag heute. Wie in dieser Jahreszeit üblich muss Christian einmal die Woche das Gelände mähen. Dabei stolperte er über einen Ameisenhügel und geriet beim Fallen mit dem rechten Fuss in den Grasauswurf ins Mähwerk. Glück im Unglück, denn er hatte Arbeitsschuhe mit Stahlkappen an, sonst wäre es böse ausgegangen. Jetzt fällt er erstmal eine Weile aus und wir hoffen das nichts gebrochen ist.

    15.05.2010

    Wir konnten sehr günstig einen riesen Wassertank mit 4000 Litern Fassungsvermögen erstehen. So können wir noch mehr Regenwasser auffangen und müssen in der heißen Jahreszeit nicht soviel Trinkwasser verbrauchen und können dadurch die Kosten reduzieren. Mit vereinten Kräften haben wir das riesen Teil in den Hof geschleppt und zum Teil eingegraben.

     

     Jetzt fehlt nur noch der Abzweig von der Regenrinne.

     

    14.05.2010

    Wie bestimmt 100 Mal im Jahr waren mal wieder neue Helfer da. Wie immer wurden die Neuen freundlich aufgenommen, lernten unseren Ablauf und die Hunde kennen. Und wie fast immer haben wir die am Helfen so sehr interessierten dann nie wieder gesehen. Anscheinend ist es den Meisten einfach zu anstrengend, denn es ist nicht wie in einem normalen Tierheim wo man einen Hund aus dem Zwinger herausgegeben bekommt mit dem man dann einen Spaziergang macht. Bei uns geht man in die Gruppen, lässt sich von einer Bande freudiger Hunde “betrampeln”, macht den Auslauf gleichzeitig sauber, putzt das Hundehaus und geht mit der ganzen Gruppe spazieren. In diesem Rythmus arbeitet man sich nach und nach durch die Gruppen und bekommt so in einem Vormittag eine ganz schöne Strecke zusammen, die man mit den vielen Hunden läuft. Je nach Witterung wird man auch ordentlich dreckig dabei, da wir Erdausläufe haben...

       

    Das ist offensichtlich nicht jedermanns Geschmack und daher ist dann der Wunsch zu helfen, schnell versiegt, wenn man bei Sturm und Regen, bei Kälte und Hitze die ganze Zeit draußen bei den Hunden ist. Wir und unsere langjährigen Helfer sind trotzdem mit Leib und Seele dabei. Das Wichtigste sind doch unsere Nasen und denen was Gutes zu tun ist doch alle Mühe wert.

    11.05.2010

    Schaut mal unser Lupchen - zwei Jahre hat sie darauf warten müssen, nun ist es endlich wahr geworden... Mehr dazu findet ihr in den nächsten Tage unter Zuhause gefunden.

    10.05.2010

    Hilde ist sehr traurig, dass Mimi, die am Samstag in ihr neues Zuhause umgezogen ist, nicht mehr da ist. Sie sucht sie und Artus, der große Stoffel ist trotz aller Mühe die sich Hilde gibt nicht dazu zu bewegen mit ihr zu spielen. So beschließen wir Alex umzusetzen, die genauso gerne wie Hilde spielt. Bei der Zusammenführung zeigt sich, dass unsere Arbeit mit Artus so langsam wirklich Früchte trägt. Er ist nicht mehr so verunsichert und reagiert inzwischen viel gelassener auf neue Hunde. Auch unterwegs in puncto Leinenführigkeit und Hundebegegnungen sind wir mit ihm auf einem guten Weg.

    09.05.2010

    Heute wollen wir mit unserem Stand auf den Maimarkt nach Sprendlingen. Schon früh Morgens regnet es in Strömen, genau die richtige Motivation für so einen Markttag. Ein Blick ins Internet mit dem aktuellen Wetterbericht verspricht besseres, sprich trockeneres Wetter ab Mittag, na dann hoffen wir mal, dass es stimmt. Zum Glück ist unser Pavillion dicht.

    Ab Mittag wirds tatsächlich besser, doch die Geschäfte laufen erst so gegen 14.00 Uhr an, da natürlich am Muttertag die meisten Menschen erst mal in Familie machen. Letztlich wird es ein ganz erfolgreicher Nachmittag, auch wenn es zwischendurch noch mal einen Guss gibt. Leider sehen wir viele Hunde die an Kettenwürgern geführt werden bzw. durchs Gedränge gezerrt werden. Jedem einzelnen dieser Menschen würde ich zu gerne eben diesen Kettenwürger ihres Vierbeiners mal um den Hals legen, damit sie am eigenen Leibe spüren würden, wie mies und schmerzhaft das ist.

    08.05.2010

    Also diese Woche war einfach nur nass. Einigen unserer Bären ist das völlig wurscht, andere wie Cathay, Juno, Artus, Tess und Annie nehmen so ein Wetter eher persönlich, sind beleidigt und verkrümeln sich in die hinterste Ecke ihrer Hütten und Hundehäuser.  An solchen Tagen haben sie noch nicht mal Lust Morgens aufzustehen. Ich kann es ihnen nicht verübeln - mir gehts genauso, nur mit dem Unterschied, dass ich leider nicht liegen bleiben kann. Das schlechte Wetter haben wir zu umfangreichen Ohren-sauber-mach-Aktionen genutzt, woraufhin jetzt auch noch Jaimie und Aida mit mir beleidigt sind, die anderen haben es mit Fassung getragen.

    03.05.2010

    Schaut mal was Shari von ihrem neuen Leben schreibt - da geht uns das Herz auf, dass ein vorher total schüchternes Hundemädchen in so kurzer Zeit mit liebevoller Unterstützung solche Fortschritte macht:

  • Hallo Ihr Lieben,
  • ich wollte euch von meinem tollen  Tag erzählen.
  • Wir sind heute morgen um 06.15 uhr  aufgestanden und gleich Gassi gegangen. Ich hatte nämlich gestern abend nichts  mehr gemacht und Mama dachte die Kleine muss bestimmt ganz dringend was machen und recht hatte sie J So sind wir heute  morgen schon die große Runde im Naturpark gelaufen. Herrlich!
  • Dann war Mama einkaufen. Sie war bestimmt 30 minuten lang weg  und ich, ich habe im schlafzimmer gelegen und geschlafen. Aber ich habe mich  sehr gefreut, als sie wieder kam. Sie hat mir dann auch gleich 2 markknochen  gekocht, hm. Später war sie noch mal Wäsche aufhängen, da habe ich dann auch  geschlafen.
  • Heute mittag haben wir dann die Oma  mit der Daisy getroffen. Die standen auf unserem Gassiweg und sind dann mit uns  gelaufen. Das war schön. Die Daisy ist echt nett und ich kann mich gut an ihr  orientieren. Ich bin sichtlich entspannter. Kein Wunder, wenn ein hund kommt,  stürmt sie vor und bellt sie an. Ich glaube, sie will mich beschützen J
  • Dann waren alle bei uns und haben  Kaffee getrunken, ok Daisy hatte auch nur Wasser. Ich war dann ganz viel im  Wohnzimmer. Und das Fernsehen war auch gar nicht mehr so Furcht  einfllössend.
  • Weil alles so gut geklappt hat und  die Sonne rauskam, hat Frauchen eine List angewandt. Wir sind Auto gefahren.  Erst ist Daisy ins Auto, dann nach etwas Verzögerung, ließ ich mich ohne  Widerstand reinheben. Dann sind wir in den nahe gelegenen Volkspark gefahren und  haben da eine schöne Runde gedreht. Im Volkspark haben uns die Oma und Daisy  verlassen und sind zu sich nach Hause gegangen.
  • Und dann bin ich sogar ganz alleine  ins Auto gesprungen. Ich glaube, Mama ist ganz doll stolz auf mich J sie sieht richtig  glücklich aus J
  • So, jetzt muss ich mich aber mal  wieder ein bisschen ausruhen. Ich wünsche euch einen schönen  Abend
  • Liebe Grüße von Shari und  Manu
  • 02.05.2010

    Heute sind wir beim spazieren gehen fast abgesoffen. Unterwegs brach ein Gwitter mit dickem Hagel über uns und die Hunde herein. Am wenigsten spaßig fand das Cathay. Sie lief press bei Thomas am Knie und versteckte ihren Kopf unter seiner Regenjacke - nein, natürlich hatten wir mal wieder keine Kamera mit und wenn wäre sie wahrscheinlich danach im Eimer gewesen. Das abtrocknen hat Cathay dann hinterher aber doch genossen.

    Aber etwas Gutes hatte dieser Tag dann doch noch - unser Pinto durfte in sein neues Zuhause umziehen. Er lässt es sich jetzt mit Hunde- und Katzenkumpel gut gehen und wickelt im Nu alle um seine dicken Kinderpfoten.

    01.05.2010

    Puh, diese Woche hatte es in sich. Neben der vielen Arbeit die jeden Tag anfällt war Frühjahrsputz angesagt. Der lange Winter hat den Holzhäusern und Hütten doch ganz schön zugesetzt und so wurde alles geschrubbt und neu gestrichen. Die Mühe hat sich gelohnt, aber es macht doch viel mehr Freude eines unserer Pelzgesichter in ein neues Leben zu begleiten. So wie ich heute - unsere sanfte, schüchterne Shari lebt ab jetzt bei unserer lieben Helferin Manu.

    30.04.2010

    Nach Wochen der äußerst schleppend laufenden Vermittlungen, tut sich endlich mal wieder was. Lupa , die zwei Jahre bei uns war darf endlich heute in ihr neues Zuhause umziehen, ebenso wie Bibo. Beide kommen zu einem Hundekumpel, mit dem sie sich gut verstehen

    29.04.2010

    So wie auch Lunes vor ein paar Tagen, so hat auch Bazi heute seine Kastration gut überstanden. Nachdem er sich bis zum Nachmittag ausgeschlafen hat möchte er unbedingt wieder zu seinen Kumpels in die Junghundegruppe. Alle freuen sich und begrüßen sich, als hätten sie sich ewig nicht gesehen. Während überall in den Tierheimen und auch privat die Hunde sich nach einer solchen Operation mindestens 10 Tage mit einem Halskragen herumärgern müssen, gibt es so etwas bei uns nicht.  Die Hunde haben in den Gruppen genug Ablenkung und keine Langeweile und kommen erst garnicht auf die Idee, sich die Fäden zu ziehen oder übermäßig an der Naht herum zu lecken. Die Heilung geht zügig von statten und da keiner groß bedauert wird,  gibt es auch keinen Grund den sterbenden Schwan zu spielen, weil man merkt dass sich Herrchen oder Frauchen dann intensiver kümmern und sich so prima über den Tisch ziehen lassen...

    26.04.2010

    Die kleine Mercy hat ihren ersten Spaziergang gemeistert. Ohne die Begleitung ihrer drei Kumpels auf der Pflegestelle wäre es nicht gelungen, aber sie schaut es sich bei ihnen ab und traut sich einfach mit zu laufen. Bald wird sie auch die weichen Hundebetten erobern, noch liegt sie nur davor und traut sich nicht sich rein zu kuscheln, aber auch das wird noch.

    24.04.2010

    Heute ist der erste Tag im neuen Leben der kleinen Mercy, einem fast totgeprügeltes kleinen English Settermädchen von gerade mal 14 Monaten. Die kleine Maus kennt kaum noch den aufrechten Gang und schmeisst sich laufend auf den Boden um dann auf dem Bauch rutschend langsam weg zu kriechen oder wie erstarrt liegen zu bleiben. Und trotzdem hat dieses liebe Geschöpf noch nicht völlig das Vertrauen zu uns Menschen verloren. Sucht schüchtern unsere Nähe, freut sich ganz still und verhalten über die ersten Streicheleinheiten und wedelt schüchtern mit ihrem dünnen Schwänzchen. Es ist so anrührend und so kommt uns ihr neuer Name in den Sinn - Mercy - sie bittet um Gnade, bittet nicht mehr geschlagen zu werden und auch wenn sie noch fürchtet, dass es wieder passiert, trägt sie immer noch das zarte Pflänzchen Hoffnung  in sich, dass es vielleicht doch nicht geschieht, oder nicht ganz so schlimm wird. Es ist klar, dass dieser Schatz sich am besten auf einer guten Pflegestelle erholen wird, lernt wieder Vetrauen zu fassen und das Leben und die Menschen von der guten Seite kennenzulernen. Sie zieht wie so viele vor ihr bei Christine und Martin ein, die zusammen mit ihren Vierbeinern Millie, Nubs und Chun schon ein eingespieltes Team sind um gerade solchen kleinen Angsthasen den Weg in das neue Leben und Erleben zu ebnen und ihnen zu helfen.

    22.04.2010

    Duna hat wieder einen Kumpel - es ist Marlon, der Dalamatinerbub. Die beiden verstehen sich gut und toben und spielen viel zusammen auf der Wiese. Marlon hat gleich gemerkt, dass Duna die Hosen anhat und benimmt sich sehr vernünftig

    18.04.2010

    Unser kleiner Lennon hat endlich nach acht Monaten seine neue Familie gefunden. Als er kam war er total scheu, hat sich aber in der Zeit bei uns prima entwickelt und jetzt war er endlich so weit, um sich auf ein neues Abenteuer einlassen zu können. Er lebt jetzt zusammen mit der kleinen Hündin Fibi direkt hier bei uns in Wörrstadt. Seine neuen Eltern hatten vor sieben Jahren einem unserer Hundemädchen, der süßen Peach, später Mandy genannt ein Zuhause gegeben.

    17.04.2010

    Sonny humpelt stark seit einer Woche mit der linken Vorderpfote an der ihm die zwei Zehen fehlen. Eine Röntgenuntersuchung ergibt, dass ihm diese Zehen einfach abgehackt wurden, ebenso wie sein Schwanz, den er sich immer wieder wegen Phantomschmerzen aufbeisst. Zwei seiner verbliebenen Zehen weisen Brüche auf.  Wir werden eine notwendige Operation am Montag in der Klinik  abklären. Und nach all dem ist Sonny trotzdem ein fröhlicher, Menschen sehr zugetaner Hund. Er ist schon seit über einem Jahr bei uns, ohne dass sich bisher jemand für ihn interessiert hätte, was sehr schade ist, denn er ist so ein netter Kerl.

    14.04.2010

     

    In Memoriam

    Wir erhalten die schreckliche Nachricht, dass Yeni auch am gestrigen Tage gestorben ist. Yeni lebte zwar schon seit anderthalb Jahren bei ihrer Familie, aber sie war ein ganz besonderes Hundemädchen mit einem schlimmen Schicksal und so möchte ich auch ihr ein in Memoriam widmen.

 

 

 

 

 

 

    13.04.2010

     

    In Memoriam

    Seit 15 Monaten hat unser Aras einen bösartigen, nicht operablen Tumor am Kopf. Obwohl dieser ihm in den letzten Monaten schon das linke Auge nach innen verdrängt hat ist er guter Dinge, liebt seine Spaziergänge und die Spiele mit dem Ball. Heute Morgen aber ist alles anders. Aras macht einen sehr gequälten Eindruck und es scheint nun der Punkt erreicht wo es zu Ende geht. Um 12.00 ist er in Christians Schoß gebettet über die Regenbogenbrücke gegangen. In seinem Nachruf lasse ich nochmal Stationen aus Aras Leben und den acht gemeinsamen Jahren mit uns Revue passieren. Seine Gefährtin Duna, die die letzten zweieinhalb Jahre mit ihm zusammen verbracht hat war erstmal ziemlich konfus und verwirrt. Wir gaben ihr die Gelegenheit in Ruhe von Aras Abschied zu nehmen und haben uns intensiv um sie gekümmert. In ein paar Tagen wird sie mit der neuen Situation zurecht kommen.

 

 

    10.04.2010

    Schon am Vortag erhalten wir die Nachricht, dass eine von uns im Juni 2008 vermittelte Hündin am verhungern ist.  Die Geschichte die hinter dieser schlimmen Nachricht steckt ist bedrückend:                    

     Die Besitzerin unserer Hündin verkraftet den Tod eines Familienmitgliedes nicht und zieht sich zunehmend von der Welt zurück. Alle Hilfsangebote der Nachbarschaft werden ausgeschlagen, die Beziehung zum Partner geht in die Brüche.                                                                                                     Die junge Frau schottet sich völlig ab, lebt nur noch im Dunklen bei herunter gelassenen Rolläden und verlässt höchstens hin und wieder Nachts die Wohnung. Sie wird wie ihre Mutter Internetsüchtig, verliert jeglichen Bezug zur Realität und lebt nur noch in der virtuellen Welt ihres Spiels.  Registriert nicht mehr, dass neben ihr ihre Hündin, die Katzen und sie selbst am verhungern sind.

    Letztlich gelingt es mit Hilfe eines vor Ort ansässigen Tierschutzvereines unsere Hündin heraus zu holen. Sie wird jetzt auf einer Pflegestelle aufgepäppelt. Die Behörden sind informiert und wir hoffen sehr, dass es gelingt auch der jungen Frau zu helfen, die sich völlig vom Leben verabschiedet hat.

    09.04.2010

    Vor 5 Jahren wollte ein Mann einen Hund von uns, der als Alarmanlage dienen sollte. Er bekam natürlich keinen. Nicht bei uns aber woanders, wie sein Anruf heute beweist: Er habe sich jetzt eine Alarmanlage angeschafft und nun könnten wir den 5 jährigen Labradorrüden, der die ganze Zeit im Hof an der Kette hing haben, er brauche ihn nicht mehr.

    07.04.2010

    Ein Mann sucht für seine blinde 10 jährige Hündin einen Zweithund. Im Laufe des Gesprächs erfahren wir, dass er bereits 20 Hunde von verschiedenen Tierheimen und Tierschutzvereinen ausprobiert habe, es habe aber nie gepasst. Von uns wollte er nun Nr. 21. ....   Wie so oft, war auch dieser Mann der Meinung, dass die alte Hündin natürlich die Chefin sein sollte, da sie ja die älteren Rechte habe. Dass die blinde, unsichere Hündin gar keine Chefin über einen anderen Hund sein wollte und konnte, interessierte ihn nicht. Bei zwei Hunden ist immer einer der Chef und die Probleme gehen immer dann los, wenn der Mensch die von den Hunden gewählte Ordnung nicht akzeptiert und dauernd auf den Kopf stellt.

    Ostersonntag 2010

    Eine Frau ruft an und interessiert sich für unseren Pinto. So einen wollte sie schon immer haben. Geld habe sie keines, aber sie würde uns 20 Decken für ihn geben. Dass wir auf dieses Angebot nicht eingehen, kann die Frau überhaupt nicht verstehen....                                                                                            Nach 13 Jahren denkt man, dass alles schon mal da war. Nein - wie dieser Anruf beweist - weitgefehlt!

     

    April 2010

    • In eigener Sache, mal was zum Nachdenken und Überdenken :
  • Einige Fragen und wiederkehrende Situationen treiben uns immer wieder um, bereiten uns schlaflose Nächte und deswegen muss ich mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben:
  • Warum haben manche Menschen so wenig Einfühlunsgvermögen und so wenig Geduld???               Warum kreisen manche Menschen nur um den eigenen Bauchnabel statt sich mal in die Hundeseele hineinzuversetzen?                                                                                                                              Warum gibt man immer gleich dem Hund die Schuld, wenn etwas nicht klappt, anstatt  zunächst mal das eigene Verhalten zu hinterfragen, das in der Regel der Schlüssel zum Problem und dessen Lösung ist?     Ja, man will nur das Beste für den Hund und richtet manchmal damit soviel Schaden an.
  • Nach 13 Jahren intensivster Arbeit für und mit über 1500 Hunden verfügen wir über einen reichen Erfahrungsschatz. Wir geben uns in den Einzelterminen, den Vermittlungsgesprächen und wenn wir unsere Vierbeiner in ihr neues Zuhause begleiten wirklich alle Mühe möglichst viel von unseren Erfahrungen und unserem Wissen weiterzugeben, um damit das Einleben des neuen Familienmitgliedes und das gegenseitige Kennenlernen zu erleichtern und in die richtigen Bahnen zu lenken.                          In all den Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass die, die uns zuhören, die unsere Hilfestellungen annehmen und umsetzen ohne Probleme mit ihrem neuen Hund zurecht kommen. Zum Glück für unsere Hunde ist das die Mehrzahl der Menschen, die von uns einen Hund anvertraut bekommen. Und diesen Menschen sind wir sehr dankbar, dass sie unseren Schützlingen ein schönes, neues Leben an ihrer Seite ermöglichen.
  • Doch manchmal ist anscheinend die Freude und die Aufregung über den Familienzuwachs zu groß, als dass man in der Lage wäre zuzuhören und anschließend auch nur einen Bruchteil davon umzusetzen.  Jeder unserer Vierbeiner hat mindestens schon einmal sein Zuhause verloren und musste seine Menschen und seine gewohnte Umgebung verlassen. Jeder von uns hat solche eine Situation schon am eigenen Leib verspürt.                                                                                                                                                   Was fühlt der verlassene Mensch? Das kennt jeder - Trauer, Hilflosigkeit, Verlust- und Verlassensängste. Meint ihr den Hunden geht das anders? Nein, sie empfinden genau das auch! Warum also kann man ihnen dann in einer für sie völlig neuen Situation, mit neuen Menschen in einer fremden Umgebung nicht die Zeit geben sich in Ruhe einzuleben? Warum muss der Mensch sie aus seinen eigenen Bedürfnissen heraus so rücksichtslos überfordern?
  • Für den Menschen ist der neue Hund da und das wars, die Welt ist für alle in Ordnung. Nein, eben nicht. Der Hund kann nicht wissen dass das jetzt sein neues Lebensumfeld ist. Da ist kein Vertrauen von Anfang an. Warum auch, der Hund muss seine neuen Menschen doch erst einmal kennenlernen und dann wächst das Vetrauen mit der Zeit, wie in jeder guten Beziehung. Und diese Zeit sollte man dem neuen Familienmitglied auch zugestehen. Und deswegen macht es keinen Sinn gleich alles was das neue Leben so zu bieten hat in die ersten Tage reinzupacken. Die ganze Verwandschaft und Freunde zu präsentieren, alle Hunde der Umgebung und stundenlange Spaziergänge mit den unterschiedlichsten Umweltreizen zu unternehmen.                                                                                                                                          Auch Hunde empfinden Stress und zwar viel stärker als wir und sie brauchen viel länger um diesen abzubauen. Da ist es nicht wie bei uns Menschen mit einer durchgeschlafenen Nacht getan. Lasst euren neuen Vierbeiner doch bitte erstmal in Ruhe ankommen. Das geht nicht von jetzt auf gleich, das kann Wochen dauern. Wir Menschen stöhnen oft über den vielen Stress den wir haben und merken dabei garnicht wie sehr wir unseren Hunden das Gleiche antun und sie damit hoffnungslos überfordern. Ein Hund braucht nicht ständig Programm, sondern auch seine Pausen. Er ist glücklich wenn er auch mal verschnaufen kann.
  • Nach nur wenigen Tagen im neuen Umfeld wird der Vierbeiner beim spazieren gehen abgeleint und frei laufen gelassen. Natürlich macht das dem Hund Spaß, leider wird dabei völlig die Tatsache ignoriert, dass ein Hund nach so kurzer Zeit noch gar keine Bindung zu seinen neuen Menschen entwickelt hat, die es nach enstprechendem Training erst ermöglicht, dass der Hund zuverlässig wiederkommt. Der sich oft aus dieser Situation unkontrolliert entwickelnde Jagdtrieb wird selbstverständlich dann als störend empfunden. Uns belasten diese schrecklichen Anrufe, dass ein Hund aus diesem Grund nach kurzer Zeit in seinem neuen Zuhause überfahren wurde und zu Tode kam sehr. Sie sind so traurig wie überflüssig, hätte man ein wenig zugehört.
  • Auch wenn wir uns hier im Hundeheim noch soviel Mühe geben, es ist nicht möglich, dass wir all unseren Hunden ein richtiges Zuhause ersetzen, mit all der Nähe , den vielen Streicheleinheiten und  allem was noch so dazu gehört. Jeder Tierheimhund empfindet diesbezügliche Defizite. Deswegen tut man dem Hund auch keinen Gefallen, wenn man ihn in den ersten Tagen im neuen Zuhause rund um die Uhr betüdelt, betreut und mit all seiner Liebe überschüttet. Der Mensch findet das schön, der Vierbeiner auch, bis zu dem Moment wo der Mensch plötzlich aus heiterem Himmel, so sieht es der Hund,  wieder einen Teil seiner Zuneigung entzieht und er plötzlich ohne Vorwarnung alleine gelassen wird (man muß ja schließlich auch arbeiten).                                                                                                                         Wie um alles in der Welt, soll der Hund diese Situation verstehen, wenn es vorher nicht sinnvoll mit ihm geübt und aufgebaut wurde?  Und um seine Verwirrung auf die Spitze zu treiben, wird der Hund der in seiner Verunsicherung vielleicht in der Zeit des Alleineseins etwas kaputt gemacht, oder in die Wohnung gemacht hat auch noch von seinem Menschen bei dessen ersehnter Rückkehr geschimpft. Woher soll der Hund die Sicherheit haben, dass seine Menschen zuverlässig wieder kommen, wenn der Mensch vorher nicht die Notwendigkeit sah es ihm nahe zu bringen?
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    Was bekommen wir in diesen Situationen gesagt: der alte Hund konnte das ja auch.  Nein, auch er musste es erst lernen, nur das vergessen viele Menschen wie es war vor so vielen Jahren, als der vorherige Hund  noch jung war. Da erinnert man sich nicht mehr an die zernagten Schuhe und die vielen Pfützen, an die zerkratzten Türen und die ausgeräumten Mülleimer. Man hat nur noch im Kopf, dass der letzte Hund, gut erzogen, ruhig und genügsam war, eben ein alter Hund, der sich an unsere Marotten gewöhnt hatte und wir sich an seine. Und nach seinem erlittenen Verlust möchte der Mensch einen möglichst jungen Hund haben, natürlich, aber bitte mit dem bequemen Verhalten des alten Hundes.                                          Und so nehmen die Missverständnisse ihren Lauf und die Überforderung des neuen Hundes wird immer größer. Ganz schnell heißt es dann, dieser Hund hat ein Problem und der Mensch verschwendet nicht einen Gedanken darauf, dass er der Verursacher und Auslöser dieser Probleme ist.  Doch nicht der Mensch wird für sein unsoziales, ignorantes Verhalten bestraft, sondern natürlich der Hund und zwar mit dem erneuten Verlust des Zuhauses.  Der der am wenigsten dafür kann, der verzweifelt mit seinen Mitteln des Ausdrucksverhaltens gezeigt hat was ihm Probleme bereitet, der zahlt die Zeche. 

  • Was wären wir  und unsere Hunde glücklich, wenn diese Menschen mal ihr Verhalten reflektieren würden und so ganz einfach erkennen könnten, dass sie selbst dem Hund die Probleme verursacht haben.        Aber wo wäre unsere Wegwerfgesellschaft, wenn die Menschen erstmal das eigene Verhalten hinterfragen würden, durch uns gebotene Hilfestellungen annehmen und nicht gleich den einfachsten Weg  gehen würden, nämlich den Hund wieder raus zu werfen, ohne ihm überhaupt die Chance gegeben zu haben sich mit vernünftiger menschlicher Hilfestellung einzuleben.
  • Ja wo wären wir dann? Weiter wären wir, wir würden zufriedener und mit mehr Verständnis und Verantwortungsgefühl mit den uns anvertrauten Tieren umgehen und die Tierheime würden nicht überquellen mit armen Seelen, deren Vertrauen zum x-ten Male enttäuscht und verraten wurde und die dennoch nicht müde werden sich  immer wieder aufs Neue auf uns Menschen einzulassen und uns bedingungslos zu lieben.
  • Ganz ehrlich - wär ich solch ein Hund - ich hätte es schon aufgegeben mit den Menschen ......
  • Dank allen die Geduld haben mit der Hilflosigkeit der Hunde, ihnen Unterstützung geben beim Einleben in die neue fremde Welt und ihnen das Verständnis entgegenbringen, welches sie nicht nur in den ersten Wochen dringend brauchen.